Börsen-Ticker - Schweizer Börse steigt auf Jahreshoch

Erfreuliche Konjunkturaussichten und gute Firmenbilanzen regten die Schweizer Anleger zu Käufen an, sagen Händler.
02.05.2017 17:48
Die Aktien von Swiss Life sind am Dienstag gesucht.
Die Aktien von Swiss Life sind am Dienstag gesucht.
Bild: cash

17:30

Der Leitindex SMI stieg um 0,6 Prozent auf 8869 Punkte. Der breite SPI legte 0,8 Prozent zu und stieg wieder über die 10.000er-Marke, die der Index vergangene Woche erstmals geknackt hatte.

Händlern zufolge bevorzugten die Anleger Anteile von vergleichsweise krisensicheren Firmen. Die Titel der drei defensiven Index-Schwergewichte Nestle, Novartis und Roche stiegen um 0,6 Prozent oder mehr. Der Lebensmittel-Weltmarktführer und die beiden Pharmakonzerne zeichneten damit zu einem guten Teil für den SMI-Anstieg verantwortlich.

Die Aktien der Banken zogen nach einem verhaltenen Start an. UBS rückten 0,7 Prozent vor. Die Grossbank legt im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch von zwei Genossenschaftsbanken 445 Millionen Dollar an die National Credit Union Association (NCUA) auf den Tisch. Credit Suisse stiegen um 0,4 Prozent.

Bei den ebenfalls meist höheren Versicherungswerten fielen Swiss Life mit einem Kursplus von 2,6 Prozent auf.  Auch die Titel zyklischer Firmen wurdne meist zu höheren Kursen gehandelt.

Den auführlichen SMI-Schlussbericht lesen Sie hier.

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15:45

Die US-Börsen sind am Dienstag mit leichten Gewinnen in den Handel gestartet. Vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed halten sich viele Anleger mit Käufen im grösseren Umfang zurück. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnet mit einem Plus von 0,2 Prozent bei 20'952 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 steigt 0,2 Prozent auf 2392 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legt 0,2 Prozent zu und notiert erstmals über 6100 Stellen.

Die Apple-Aktien notierten 0,5 Prozent fester, nachdem sie bereits am Montag ein Rekordhoch erreicht hatten. Der Hersteller des iPhone legt noch am Dienstag seine Geschäftszahlen für das abgelaufene Quartal vor. Die Papiere des Pharmakonzerns Pfizer gaben dagegen 1,4 Prozent nach. Der Umsatz der Nummer eins der Branche ging unter anderem wegen der zunehmenden Konkurrenz von Nachahmermedikamenten zurück. 

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12:45

Der Leitindex SMI übertrifft vorübergehend das letzte Woche markierte Mehrmonatshoch; und der breite SPI stösst erneut in den fünfstelligen Bereich vor, was er vergangene Woche erstmals getan hatte. "Die Vive-La-France-Stimmung hält an", lautet das Fazit eines Analysten.

Das jüngste Kursrally gründe vermutlich vor allem auf der Aussicht, dass mit Emmanuel Macron wohl ein überzeugter Euro-Befürworter französischer Präsident werde, heisst es in einem Kommentar der ZKB. 

 

Der Swiss Market Index (SMI) steht gegen 12 Uhr 0,48% höher bei 8'854,63 Punkten und damit nur leicht unter dem Tageshoch von knapp 8'856 Stellen. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, legt um 0,46% auf 1'415,72 zu. 

Das Gewinnerfeld bei den Blue Chips wird zur Mittagszeit von Galenica (künftig Vifor) angeführt, die um 2,1% zulegen und die schon in den letzten drei Wochen seit der Abspaltung des Apothekengeschäfts einen guten Lauf hatten.

Mehr als 1% im Plus sind ansonsten noch Swiss Life (+2,0%), Kühne+Nagel (+1,8%), Actelion (+1,3%) sowie LafargeHolcim (+1,2%). 

Getrieben wird der Gesamtmarkt von den drei Schwergewichten Novartis (+0,9%), Roche (+0,6%) und Nestlé (+0,4%). 

Relativ gut halten sich auch die beiden Grossbankenpapiere von CS (+0,5%) und UBS (+0,3). Letztere hat einen Rechtsstreit in den USA wegen fauler Immobilienkredite endgültig beigelegt. 

Die mit Abstand deutlichsten Verluste erleiden auf der anderen Seite Lonza (-6,1%). Dies ist eine Folge der Kapitalerhöhung, für die der Bezugsrechtshandel ab dem heutigen Tag läuft.

Den ausführlichen Börsenbericht zum Mittag finden Sie hier.

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10:45

Die Schweizer Börse ist mit steigenden Kursen in den Mai gestartet. Vor Beginn des zweitägigen Offenmarktausschusses der US-Notenbank agierten die Anleger am Dienstag aber vorsichtig. Im März hatte die Fed das Zinsniveau auf 0,75 bis 1,0 Prozent erhöht und will dieses Jahr noch nachlegen. Morgen Mittwoch wird allerdings noch kein Zinsschritt erwartet. Wenig Orientierung boten die Auslandsvorgaben. Die Wall Street hatte sich am Montag leicht abgeschwächt, in Tokio war der Nikkei-Index am Dienstag etwas höher und in Shanghai der Composite-Index leichter.

Der Schweizer Leitindex SMI steigt um 0,4 Prozent auf 8847 Punkte. Auch der breite SPI legt 0,4 Prozent zu und steigt wieder über die 10.000er-Marke, die der Index vergangene Woche erstmals geknackt hatte.

Impulse erhoffen sich die Marktteilnehmer unter anderem von den Daten zu den Einkommen und Ausgaben der US-Verbraucher. Der private Konsum gilt als Hauptstütze der weltgrössten Volkswirtschaft.

Händlern zufolge bevorzugten die Anleger Anteile von vergleichsweise krisensicheren Firmen. Die Titel der drei defensiven Index-Schwergewichte Nestle, Novartis und Roche steigen um 0,5 oder Prozent oder mehr.

Wenig verändert sind die Aktien der Banken.

Die Titel zyklischer Firmen sind meist etwas höher. ABB legen 0,2 Prozent zu und Adecco gewinnen 0,4 Prozent an Wert. Die Aktien von Geberit dagegen sinken um zwei Prozent. Die Sanitärtechnikfirma steigerte den Gewinn im ersten Quartal um 2,1 Prozent auf 153,4 Millionen Franken und schnitt damit wie von Analysten erwartet ab. Geberit hat die Erwartungen nur erfüllt. Das reicht nicht - die Anleger sind enttäuscht", sagt ein Händler.

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10:15

Hier noch die Erklärung zum Dufry-Kurstaucher von bis zu 6 Prozent. Der Reisedetailhändler steigerte in den ersten drei Monaten Umsatz und den Betriebsgewinn und verringerte den Reinverlust. Die ZKB hatte gar einen höheren Verlust prognostiziert."Möglicherweise nehmen Anleger Gewinne mit", sagte ein Händler. "Viele Anleger haben zuletzt darauf spekuliert, dass die chinesische HNA die Firma ganz übernimmt und jetzt hat sich die Firma dazu nicht geäussert." Zuletzt lagen die Dufry-Aktien noch 2,3 Prozent im Minus.

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10:00

Ein positiver Analystenkommentar schiebt europäische Finanztitel an. Händlern zufolge stuften Experten der Investmentbank Bernstein Banken der Euro-Zone auf "overweight" nach oben. Deutsche Bank, Commerzbank, BNP Paribas, Credit Agricole und Societe Generale klettern um je rund ein Prozent, UniCredit legen 1,5 Prozent zu. Das hilft aber nicht, die Leitindizes wesentlich zu heben:

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9:15

Der Swiss Market Index steigt am Dienstag nach Handelseröffnung um 0,3 Prozent. In der Vorwoche war der Leitindex auf den höchsten Stand seit Dezember 2015 gestiegen, und der breite SPI war vorübergehend sogar erstmals in seiner Geschichte in den fünfstelligen Bereich vorgerückt, ehe kurz vor dem langen Wochenende moderate Gewinnmitnahmen eingesetzt hatten. Als Auslöser für die gute Stimmung galt der Ausgang des ersten Wahlgangs der französischen Präsidentschaftswahlen.

Die Schwergewichte von Nestlé, Novartis und Roche steigen alle um 0,3 Prozent. Novartis hatte am Freitagabend die US-Marktzulassung für das Leukämiemedikament Rydapt erhalten, Roche am Montag die US-Genehmigung für ein Testverfahren.

Auch UBS (unverändert) fallen nicht gross auf. Die Grossbank muss zur Beilegung eines US-Immobilien-Rechtsstreits tief in die Tasche greifen. Sie bezahlt in Zusammenhang mit dem Zusammenbruch von zwei Genossenschaftsbanken 445 Mio USD an die National Credit Union Association (NCUA). Negativ fallen hingegen die beiden Blue Chips auf, die vorbörslich Zahlen vorgelegt haben. So büssen Dufry 5 Prozent ein und Geberit 2,5 Prozent.

Geberit hat die die Erwartungen der Analysten mit den Quartalszahlen in etwa getroffen. Das Minus wird mit Gewinnmitnahmen nach dem starken Lauf der Aktie in letzter Zeit erklärt. Ein leiser Dämpfer ist ausserdem, dass es für das Gesamtjahr 2017 nach wie vor keine konkreten Ziele gibt.

Am breiten Markt stehen die Oerlikon-Papiere (+2 Prozent) nach der Vorlage von Quartalszahlen im Scheinwerferlicht. Ausserdem richtet sich die Aufmerksamkeit auf MCH (+2,4 Prozent), nachdem die Basler Messebetreiberin am Montag eine Grossübernahme in den USA angekündigt hat. 

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8:10

Der Swiss Market Index notiert im vorbörslichen Handel kaum verändert bei 8'816 Punkten.

Die Aktie von Geberit fällt nach den Erstquartalsergebnissen um 0,7 Prozent. Der Sanitärtechnikkonzern steigerte den Gewinn um 2,1 Prozent auf 153,4 Millionen Franken und schnitt damit wie von Analysten erwartet ab. Während die Bluechips vorbörslich nur wenig verändert indiziert wurden, werden die Aktien von Dufry nach dem Quartalsbericht zwei Prozent tiefer indiziert. Die Reisedetailhandelsfirma steigerte im ersten Quartal den Umsatz um 4,7 Prozent auf 1,71 Milliarden Franken.

Vor dem Beginn des zweitägigen Treffens des Offenmarktausschusses (FOMC) der US-Notenbank dürften sich die Anleger insgesamt zurückhalten, hiess es am Markt. Zudem müssten sie sich erst an den Markt herantasten. "Die Vorgaben sind nicht richtungsweisend", sagte ein Händler. Die Wall Street hatte sich am Montag leicht abgeschwächt. In Fernost waren der Nikkei-Index am Dienstag etwas höher und der chinesische Shanghai Composite leichter. Anleger richten ihre Aufmerksamkeit unter anderem auf die Einkommen und Ausgaben der US-Verbraucher. Der private Konsum gilt als Hauptstütze der weltgrößten Volkswirtschaft.

An der Wall Street schloss der Dow Jones am Montag 0,1 Prozent tiefer bei 20.914 Punkten. Der Nasdaq ging mit einem Plus von 0,7 Prozent in den Feierabend und der S&P 500 gewann 0,2 Prozent.

In Tokio zog der Nikkei-Index am Dienstag um 0,6 Prozent an. Der chinesische Shanghai Composite fiel um 0,3 Prozent.

(AWP/Reuters/cash)