+++Börsen-Ticker+++ - SMI beendet Woche unter 10'000 Punkten

Die Anleger haben an der Schweizer Börse am Freitag den Rückzug angetreten.
21.06.2019 17:45
Die Lonza-Aktie gab heute von den SMI-Werten am deutlichsten nach.
Die Lonza-Aktie gab heute von den SMI-Werten am deutlichsten nach.
Bild: ZVG

17:45

Der Swiss Market Index schliesst am Freitag um 0,6 Prozent tiefer bei 9922 Punkten. Am späteren Nachmittag haben Gerüchte, wonach die EU die Börsenäquivalenz mit der Schweiz nicht verlängere, den Kursen zugesetzt. Zudem bremste die Angst vor einer Iran-Eskalation die Anleger.

Am deutlichsten geben aus dem SMI Lonza (-1,5 Prozent), Roche (-1,3 Prozent) und SGS (-1,2 Prozent) nach. Im Plus schliessen hingegen Richemont  (+0,8 Prozent) und ABB (+0,7 Prozent).

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17:00

US-Notenbank-Mitglied Neel Kashkari hat sich auf der jüngsten Sitzung der Fed für eine grosse Leitzinssenkung um 0,50 Prozentpunkte ausgesprochen. Allerdings ist Kashkari derzeit im geldpolitischen Ausschuss der Fed nicht stimmberechtigt. Von den stimmberechtigten Mitgliedern hatte sich nur James Bullard für eine Senkung ausgesprochen. Er war allerdings nur für einen Zinsschritt um 0,25 Prozentpunkte. Die US-Notenbank hatte den Leitzins am Mittwoch in einer Spanne von 2,25 bis 2,50 Prozent belassen. Zinssenkungen wurden allerdings in Aussicht gestellt.

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16:35

Der Dow Jones Industrial bewegte sich am Freitag mit plus 0,05 Prozent auf 26 766,64 Punkte kaum vom Fleck. Damit steuert der US-Leitindex auf ein Wochenplus von gut zweieinhalb Prozent zu.

Der marktbreite S&P 500 gab nach einem Rekordhoch vom Vortag nun um 0,11 Prozent auf 2950,93 Punkte nach. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 verlor 0,11 Prozent auf 7729,93 Punkte. Zuletzt waren die Aktienkurse in New York von Signalen der grossen Notenbanken für eine noch lockerere Geldpolitik zu Stützung der Konjunktur beflügelt worden.

Für etwas Zurückhaltung sorgte am Freitag die Zuspitzung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran. US-Präsident Donald Trump hatte einen Militärschlag gegen den Iran nach eigenen Angaben wegen der befürchteten Todesopfer in letzter Minute abgesagt. Die vom US-Militär erwarteten 150 Toten wären im Vergleich zum jüngsten Abschuss der US-Drohne durch den Iran "unverhältnismässig" gewesen, schrieb Trump auf Twitter.

Die politischen Spannungen in der ölreichen persischen Golfregion haben die Erdölpreise in dieser Woche bereits spürbar steigen lassen. Auch zum Wochenschluss ging es mit den Kursen weiter nach oben. Davon gestützt zogen die Aktien der Ölkonzerne Chevron und ExxonMobil um jeweils rund 1 Prozent an.

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Im Dow legten ferner die Papiere von UnitedHealth moderat zu. Der Krankenversicherer will laut gut informierten Kreisen den Zahlungsdienstleister Equian kaufen. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg mit Verweis auf eine mit der Sache vertraute Person berichtet, liegt das Volumen bei rund 3,2 Milliarden US-Dollar. Zuvor hatte das "Wall Street Journal" darüber berichtet. Hinter dem Unternehmen Equian, das ebenfalls im Gesundheitssektor aktiv ist, steht der Private-Equity-Investor New Mountain Capital.

Die am Vortag fulminant an der Börse gestarteten Anteilscheine von Slack Technologies kamen nun etwas zurück und verloren mehr als 2 Prozent. Am Donnerstag waren die Aktien des Bürokommunikations-Dienstes bei ihrem Debüt um rund 50 Prozent in die Höhe geschnellt.

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16:10

Im Konflikt mit dem Iran hat US-Präsident Donald Trump nach eigener Darstellung einen Vergeltungsangriff nur wenige Minuten vor dem Beginn gestoppt. Die vom US-Militär vorhergesagte Zahl von 150 Toten auf iranischer Seite wäre unverhältnismässig gewesen als Gegenschlag für den Abschuss einer unbemannten Drohne, schrieb Trump am Freitag auf Twitter. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters aus iranischen Regierungskreisen warnte Trump den Iran über den Oman vor dem unmittelbar bevorstehenden Angriff. Die zunehmenden Spannungen liessen den Öl-Preis steigen, Passagierflugzeuge wurden angewiesen, die Region zu umfliegen.

 

 

 

 

Trump verwies auf Twitter auf den Abschuss einer US-Drohne durch den Iran und nannte dafür den vergangenen Montag als Zeitpunkt. Das Militär sei in der Nacht auf Freitag zu Vergeltungsangriffen auf drei Ziele bereit gewesen. Dann habe Trump gefragt, wie viele Menschen sterben würden. "'150 Menschen, Sir', war die Antwort von einem General." Er habe den Angriff dann zehn Minuten vor dem Beginn als "nicht verhältnismässig" gestoppt. "Ich habe keine Eile", schrieb Trump: Das US-Militär sei mit Abstand das beste der Welt und die Sanktionen gegen den Iran zeigten Wirkung.

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16:05

Angesichts von wachsenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben die Anleger an der Schweizer Börse am Freitag den Rückzug angetreten. Der SMI verlor 0,6 Prozent auf 9918 Punkte. Auf Wochensicht resultierte dennoch das dritte Mal in Folge ein Plus - vor allem, weil die Investoren mit einer lockereren der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank und die US-Notenbank Fed rechnen.

Bei den Schweizer Standardwerten waren die Verlierer deutlich in der Überzahl. Die Aktien des Warenprüfkonzerns SGS, dessen Geschäfte vom Welthandel abhängen, gaben ein Prozent nach. Ebenfalls rund ein Prozent tiefer bewertet wurden Roche. In einer klinischen Studie verfehlte die Roche-Immuntherapie Atezolizumab in Kombination mit einem anderen Wirkstoff bei der Behandlung von Hautkrebs-Patienten das Hauptziel. AMS sackten nach einer Gewinnwarnung des britischen Chip-Zulieferers IQE um 3,2 Prozent ab.

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16:00

Aus Furcht vor einer Eskalation der Spannungen zwischen den USA und Iran fassen Anleger US-Aktien nur mit spitzen Fingern an. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 bröckelten zur Eröffnung am Freitag um bis zu 0,4 Prozent ab.

Nach dem Abschuss einer US-Drohne durch den Iran erhielt das Land laut Insidern von den USA die Warnung vor einem Militärschlag. US-Präsident Trump erklärte, er habe den Beschuss aber kurzfristig abgesagt, weil die vom Militär vorhergesagte Zahl von 150 Toten auf iranischer Seite unverhältnismässig gewesen wäre.

Die Entwicklung trieb den Preis für die US-Rohölsorte WTI bis zu 1,6 Prozent auf 57,98 Dollar je Barrel (159 Liter). In ihrem Windschatten gewannen die Aktien der Ölkonzerne Exxon Mobil und Marathon bis zu 1,3 Prozent.

Unabhängig von der Krise seien die aktuellen Kursverluste vor dem Hintergrund der jüngsten Rally keine Überraschung, sagte Art Hogan, Chef-Anlagestratege des Vermögensverwalters National Securities. Zudem werfe der G20-Gipfel Ende kommender Woche in Japan bereits seine Schatten voraus. Dort wollen Trump und der chinesische Präsident Xi Jinping über eine Lösung des Handelsstreits beider Länder beraten.

Zu den grössten Verlierern an der Wall Street zählten die Technologiewerte, nachdem der britische Zulieferer IQE wegen der US-Sanktionen gegen den chinesischen Telekom-Ausrüster Huawei seine Jahresziele gekappt hatte. Die Chip-Hersteller AMD, Intel und Micron büssten bis zu 1,7 Prozent ein.

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14:50

Die Anleger an der Wall Street dürften am Freitag nach den jüngsten Kursgewinnen erst einmal durchschnaufen. Eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn taxierte der Broker IG den US-Leitindex Dow Jones Industrial 0,13 Prozent im Minus bei 26719 Punkten. Er steuert damit aber gleichwohl auf ein Wochenplus von knapp zweieinhalb Prozent zu. Beim marktbreiten S&P 500 deutet sich nach dem Rekordhoch vom Vortag ebenfalls ein verhaltener Start an.

Zuletzt waren die Aktienkurse in New York von Signalen der grossen Notenbanken für eine noch lockerere Geldpolitik beflügelt worden. Für etwas Zurückhaltung sorgte am Freitag die Zuspitzung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran.

 

 

US-Präsident Donald Trump hatte nach einem Bericht der "New York Times" Militäraktionen gegen den Iran gebilligt, diese dann aber in der Nacht zum Freitag abrupt gestoppt. Unklar sei, was Trump zu dem Sinneswandel bewogen habe, ob es sich um logistische Probleme oder einen Strategiewechsel gehandelt habe oder ob die Angriffe auf einen späteren Zeitpunkt verschoben worden seien, schrieb das Blatt. Der Angriff habe sich noch im Anfangsstadium befunden. Er hätte eine Vergeltung für den Abschuss einer amerikanischen Aufklärungsdrohne durch den Iran sein sollen.

Kursbewegende Unternehmensnachrichten waren vor dem Wochenende zunächst rar. Die Aktien von UnitedHealth sanken angesichts von Übernahmeplänen vorbörslich um 0,31 Prozent. Der US-Krankenversicherer will laut gut informierten Kreisen den Zahlungsdienstleister Equian kaufen. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg mit Verweis auf eine mit der Sache vertraute Person berichtet, liegt das Volumen bei rund 3,2 Milliarden US-Dollar. Zuvor hatte das "Wall Street Journal" darüber berichtet. Hinter dem Unternehmen Equian, das ebenfalls im Gesundheitssektor aktiv ist, steht der Private-Equity-Investor New Mountain Capital.

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14:10

Der britische Chip-Zulieferer IQE rechnet wegen des Huawei-Banns in den USA mit geringeren Erlösen und schickt damit seine Aktien auf Talfahrt. Die Papiere des Unternehmens, zu dessen Kunden auch Apple gehört, brachen zeitweise um fast 40 Prozent ein und fielen auf den tiefsten Stand seit gut zwei Jahren. Die US-Regierung hat Huawei auf eine schwarze Liste gesetzt, weil sie befürchtet, die Technologie des Smartphone-Herstellers könnte zur Spionage verwendet werden.

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13:30

Der Euro hat am Freitag zum US-Dollar wie auch zum Schweizer Franken leicht zugelegt. Am frühen Nachmittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,1308 Dollar, nachdem der Kurs am Morgen noch unter 1,13 gelegen hat. Zum Franken ist der Euro wieder über 1,11 gestiegen. Am frühen Nachmittag liegt der Kurs bei 1,1106 Franken. Der Dollar notiert derweil wenig verändert bei 0,9821 Franken.

Die im Juni etwas aufgehellte Stimmung in den Unternehmen der Eurozone stützt den Euro. Die vom Institut IHS Markit in einer Unternehmensumfrage erhobenen Einkaufsmanagerindizes sind vor allem in Frankreich deutlich gestiegen. In Deutschland ist der Zuwachs weniger deutlich. Die Spaltung der Konjunktur in der Eurozone zwischen robustem Dienstleistungssektor und schwächelnder Industrie besteht aber fort.

Der Anstieg des Gesamtindikators deute darauf hin, dass die Wirtschaft ihre Talsohle überwunden haben dürfte, so Chris Williamson, Chefvolkswirt bei IHS Markit, im Kommentar. Allerdings sei auch im zweiten Quartal nur mit einem schwachen Wachstum zu rechnen. "Überdies klafft zwischen den Kernländern und den Ländern der Peripherie eine immer grössere Wachstumslücke", so Williamson.

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13:10

Die Pläne des sozialen Netzwerks Facebook für eine eigene Kryptowährung schrecken weltweit die grossen Notenbanken auf. Die Bank von England, die Fed, alle grossen Zentralbanken und Aufseher müssten eine Aufsicht über dieses Projekt haben, sagte der Chef der Bank von England, Mark Carney, am Freitag dem Sender BBC. "Es muss sicher sein, oder es wird nicht passieren." Bundesbank-Präsident Jens Weidmann warnte auf einer Veranstaltung in Eltville vor den Risiken solcher Cyberdevisen. Auch er hält letztendlich eine Form der weltweiten Regulierung für erforderlich.

Facebook hatte vor wenigen Tagen angekündigt, eine eigene Cyberdevise mit dem Namen "Libra" in der ersten Hälfte 2020 an den Start bringen zu wollen und damit in den weltweiten Zahlungsverkehr einzusteigen. Facebook wird jeden Tag von etwa ein bis zwei Milliarden Menschen genutzt. Libra soll es allen Nutzern des Netzwerks ermöglichen, untereinander Geld zu versenden und Waren von Unternehmen zu erwerben - für Facebook ein gewaltiger Schub. Branchenkenner halten es für nicht ausgeschlossen, dass Facebook damit das traditionelle Finanzsystem auf den Kopf stellen könnte. 

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12:00

Nachdem der Leitindex SMI am Vortag noch bei 10'062 Punkten eine Rekordmarke gesetzt hatte, würden nun im begrenzten Rahmen Gewinne mitgenommen, kommentiert ein Händler. Allerdings könne sich die Stimmung sehr schnell auch wieder in die eine oder andere Richtung ändern, betont der Experte.

Aktuell rückt die Unsicherheit stärker in den Mittelpunkt, etwa mit Blick auf die Beziehungen zwischen dem Iran und den USA. Offenbar hatte US-Präsident Donald Trump nach dem Abschuss einer US-Drohne durch den Iran für diesen Freitag Militärangriffe auf Ziele im Iran genehmigt, liess sie dann aber doch nicht ausführen.

Gleichzeitig sei aber auch klar, dass die Aussicht auf Zinssenkungen durch die führenden Notenbanken Investoren mehr oder weniger in Aktien drängt, wollten sie noch eine Rendite erzielen. Zu den stützenden Faktoren zählen Marktakteure die jüngsten Daten zur Unternehmensstimmung in der Eurozone, die sich stärker als erwartet aufgehellt hat.

Der Swiss Market Index (SMI) weist gegen 11.15 Uhr ein knappes Minus von 0,14 Prozent auf 9'964,96 Punkte auf. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) verliert 0,11 Prozent auf 1'522,43 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,19 Prozent auf 12'031,24 Zähler. Bei den 30 wichtigsten Aktien stehen 18 Verlierer 12 Gewinnern gegenüber.

Gleichzeitig warnen Händler angesichts des Hexensabbats die Bewegungen im Handelsverlauf nicht überzubewerten. Beim grossen Eurex-Verfall laufen Options- und Futures-Kontrakte auf Indizes und Aktien aus. Dabei kann es mitunter zu stärkeren Kursschwankungen kommen.

Die mit Abstand grössten Verluste erleiden AMS-Aktien, die sich um 2,5 Prozent verbilligen. Nachdem die Titel am Vortag noch von Hoffnungen auf eine Annäherung im US-chinesischen Handelsstreit profitiert hatten, wurden diese zuletzt von chinesischen Medienberichten gedämpft. Ausserdem belasten gesenkte Umsatz- und Margenziele des Halbleiterunternehmens IQE die Branche europaweit. Dieser nannte die überraschend starken Auswirkungen der US-Sanktionen gegen den chinesischen Netzwerkausrüster Huawei als Grund für die Warnung. Huawei gilt auch als Grosskunde von AMS.

Mit Temenos (-1,1 Prozent) und Logitech (-0,7 Prozent) fallen noch weitere Vertreter aus der Technologie-Branche, die am Vortag noch auf den Einkaufslisten der Investoren gestanden hatten. Im breiten Markt werden auch Werte wie Inficon (-0,5 Prozent) und U-blox (-0,4 Prozent) in Sippenhaft genommen.

Zu dem insgesamt etwas verhaltenen Bild tragen auch die drei Schwergewichte Nestlé, Roche und Novartis bei, die mit Abschlägen zwischen 0,3 und 0,4 Prozent fallen. Laut Händlern dürfte sich bei ihnen die zum Handelsschluss bevorstehende SMI-Revision bemerkbar machen, bei der das Gewicht der drei Grossen auf je rund 18 Prozent festgelegt wird.

Im Fall von Novartis dürften sich zudem einige Investoren an der Empfehlung der unabhängigen US-Organisation ICER stören. Sie hatte in einer aktuellen Stellungnahme erklärt, dass sie den Listenpreis für das Mittel Mayzent von Novartis als zu hoch erachtet. Mayzent ist in den USA zur Behandlung von Multipler Sklerose zugelassen. Die Empfehlungen von ICER fliessen oft in Vergütungs-Entscheidungen von Krankenversicherern ein.

 

 

Am oberen Ende der Kurstafeln sind dagegen mit Julius Bär (+1,2 Prozent), UBS (+0,9 Prozent), CS (+0,5 Prozent), Swiss Re (+0,3 Prozent) und Swiss Life (+0,1 Prozent) vor allem jene Vertreter aus der Finanzbranche zu finden, die am Vortag noch unter den Aussichten auf tiefere Zinsen gelitten hatten. Händler verweisen zudem auf die erwarteten ersten Ergebnisse des jüngsten US-Bankenstresstest. Diese werden nach US-Börsenschluss erwartet. Dabei haben die Aufseher in diesem Jahr auch fünf ausländische Geldhäuser untersucht, darunter auch die beiden Grossbanken UBS und CS.

Im breiten Markt fallen zum Wochenschluss die Aktien von Orior mit +5,6 Prozent auf. Der Lebensmittelproduzent sieht sich von der Schweinepest in China kaum beeinträchtigt und erwartet für das erste Halbjahr eine leichte Verbesserung der Bruttomarge und beim EBITDA. In Analystenkreisen kommen die Aussagen gut an. Baader Helvea erhöht gar das Rating auf "Hold".

Comet-Aktien (-4,5 Prozent) wiederum sind nach dem Abgang von CEO René Lenggenhager unter Druck gekommen.

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09:40

Dem Schweizer Aktienmarkt scheint nach seiner jüngsten Rekordjagd zum Wochenschluss die Puste auszugehen. Der Leitindex SMI pendelt im frühen Handel in einer engen Spanne um den Vortagesschluss. Am Vortag hatte er im Handelsverlauf noch bei 10'062 Punkten einen neuen Rekord aufgestellt, am Ende aber unter der 10'000er Marke geschlossen. Börsianer verweisen vor allem auf die Märkte in Asien, die sich der Zinssenkungseuphorie am Freitag nicht angeschlossen haben.

Sie spiegelten dagegen die wieder stärker beachteten geopolitischen Risiken wider. So nehmen laut Börsianern die Sorgen um den US-chinesischen Handelsstreit wieder stärker zu. Mittlerweile wurde den Hoffnungen auf eine Einigung beim G20-Gipfel in der kommenden Woche durch chinesische Medienberichte ein Dämpfer erteilt. Aber auch die Angst vor einer Eskalation zwischen den USA und dem Iran gewinn an Gewicht. Darüber hinaus könnte es im Tagesverlauf wegen des Hexensabbats am Freitag generell zu stärkeren Kursschwankungen kommen. Beim grossen Eurex-Verfall laufen Options- und Futures-Kontrakte auf Indizes und Aktien aus.

Der Swiss Market Index (SMI) weist gegen 09.20 Uhr ein knappes Minus von 0,14 Prozent auf 9'964,69 Punkte auf. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) steht mit +0,02 Prozent nahezu unverändert bei 1'524,32 Punkten, während der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,19 Prozent auf 12'346,00 Punkte fällt. Bei den 30 wichtigsten Aktien stehen 17 Gewinnern 13 Verlierer gegenüber.

Die grössten Abschläge erleiden die Aktien von AMS (-4,0 Prozent), nachdem sie am Vortag die Gewinnerliste angeführt hatten. Auch für Temenos (-0,9 Prozent) geht es für einen weiteren Technologiewert abwärts.

Dagegen setzen Vertreter der Finanzbranche zur Erholung an. Mit Julius Bär (+1,3 Prozent), UBS (+1,2 Prozent), CS (+1,0 Prozent) und Swiss Life (+0,7 Prozent) stehen jene Werte im Plus, die am Donnerstag noch zu den grössten Verlieren gezählt hatten. Die Aussicht auf noch tiefere Zinsen hatte Finanzwerte europaweit belastet.

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09:15

Der SMI steigt nach Börsenstart leicht um 0,1 Prozent auf 9983 Punkte. Nachdem der Leitindex SMI am Vortag noch ein neues Rekordhoch jenseits der 10'000er Marke markiert hatte, dürften die uneinheitlichen Vorgaben aus Übersee die Orientierung zunächst erschweren.

Während an der Wall Street die Aussicht auf sinkende Zinsen die Aktienkurse beflügelte, gewannen in Asien die Sorgen um den US-chinesischen Handelsstreit, aber auch die Angst vor einer Eskalation zwischen den USA und dem Iran an Gewicht. Die Ölpreise hatten bereits am Donnerstag mit einem deutlichen Anstieg auf den Abschuss einer unbemannten US-Drohne durch den Iran reagiert. Darüber hinaus kann es wegen des Hexensabbats am Freitag generell zu stärkeren Kursschwankungen kommen. Beim grossen Eurex-Verfall laufen Options- und Futures-Kontrakte auf Indizes und Aktien aus.

Die Kursschwankungen sind relativ schwach. Bei Sika (+0,3 Prozent) verweisen Händler auf die Citigroup. Sie hat demnach die Bewertung der Titel mit eine Kaufempfehlung gestartet. Die Aktien der beiden Grossbanken UBS (+0,9 Prozent) und Credit Suisse (+0,8 Prozent) können sich nach den jüngsten Verlusten leicht erholen. Am Donnerstag hatten sie zu den grössten Verlieren gezählt. Die Aussicht auf noch tiefere Zinsen hatte Finanzwerte europaweit belastet.

 

 

Grössere Ausschläge sind im breiten Markt bei den Comet-Aktien (-1,3 Prozent) zu sehen. Bei der Industriegruppe nimmt CEO René Lenggenhager nach nur knapp zwei Jahren im Amt den Hut. Bei dem Biopharmaunternehmen Cosmo (+1,3 Prozent) wiederum nimmt der Markt die jüngsten daten zum Reisedurchfall-Mittel Aemcolo freundlich auf.

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08:10

Der SMI steht wird vorbörslich 0,19 Prozent tiefer eingestuft. Von den 20 SMI-Aktien stehen nur UBS, Credit Suisse und Sika im Plus. Am deutlichsten fällt die Aktie von ABB (-0,41 Prozent). Am breiten Markt gibt die Aktie von Comet nach dem CEO-Rücktritt über 4 Prozent nach.

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Die Ölpreise haben am Freitag leicht nachgegeben, nachdem sie am Vortag stark gestiegen waren. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 64,23 US-Dollar. Das waren 22 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 22 Cent auf 56,85 Dollar.

Starken Auftrieb hatten die Rohölpreise in den vergangenen Tagen durch die hohen Spannungen zwischen den USA und Iran erhalten. Nachdem Iran eine amerikanische Drohne abgeschossen hatte, hatte US-Präsident Donald Trump von einem "sehr schweren Fehler" gesprochen. Nach Medienberichten ordnete er Luftschläge gegen das Land an, die jedoch wieder abgeblasen wurden. Die Ölpreise gaben daraufhin etwas nach.

Die politischen Spannungen in der ölreichen persischen Golfregion haben die Erdölpreise in dieser Woche spürbar steigen lassen. Vor dem Drohnenabschuss hatte ein mutmasslicher Angriff auf zwei Tanker im Golf von Oman für Aufsehen gesorgt. Die USA und Saudi-Arabien machen Iran dafür verantwortlich, Iran bestreitet eine Beteiligung. In der Golfregion liegt ein Nadelöhr für den Rohöltransport via Schiff, die Meerenge von Hormus. Iran hat mehrfach gedroht, die Seestrasse zu blockieren.

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07:00

Der Bitcoin nähert sich der Marke von 10'000 Dollar. Er legt im Freitagshandel zu und notierte zuletzt 1,7 Prozent höher bei 9731 Dollar. Seit etwa zwei Monaten befindet sich die Digitalwährung im Höhenflug und hat seitdem mehr als 130 Prozent an Wert gewonnen.

Jüngste Preistreiber sind Pläne des Internet-Riesen Facebook, eine eigene Digitalwährung aus der Taufe zu heben, den "Libra". Wegen der hohen Zahl von potenziellen Kunden mit etwa 2,3 Milliarden Nutzerkonten wird dem Projekt Libra hohe Bedeutung zugemessen. 

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06:20

Der Goldpreis steigt weiter. Die Feinunze Gold notiert 1,3 Prozent höher bei 1405 Dollar. Das ist der höchste Stand seit September 2013. Gold dürfte somit die beste Handelswoche seit drei Jahren haben.

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06:15

Der schwelende Handelsstreit zwischen den USA und China hat am Freitag Japans Aktienmarkt belastet. In Tokio notierte der Leitindex Nikkei 0,7 Prozent tiefer auf 21'318 Punkten. Investoren hoffen, dass US-Präsident Donald Trump und sein chinesischer Amtskollege Xi Jinping bei einem Treffen auf dem G20-Gipfel kommende Woche in Japan für eine Deeskalation im Zollkonflikt sorgen werden. Die chinesische Börse in Shanghai gewann 0,6 Prozent.

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06:10

Am Devisenmarkt in Fernost bleibt der Euro knapp unter 1,11 Franken. Diese Schranke hatte das Währungspaar zum ersten Mal seit fast zwei Jahren am Donnerstag durchschritten. Zum Dollar steht die Schweizer Währung bei 98,13 Rappen.

(cash/AWP/Reuters)

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