+++Börsen-Ticker+++ - SMI schafft es nicht mehr ins Plus

Die Schweizer Börse hat sich am Montag nach einem tieferen Start im Verlauf des Tages nur leicht erholt.
29.05.2017 18:09
Hauptsitz der Credit Suisse am Paradeplatz in Zürich. Die Aktie gehört am Montag zu den SMI-Verlierern.
Hauptsitz der Credit Suisse am Paradeplatz in Zürich. Die Aktie gehört am Montag zu den SMI-Verlierern.
Bild: cash

17:45

Der SMI schloss 0,11 Prozent  tiefer bei 9002 Punkten. Die Erholung wurde vom Marktschwergewicht Nestle, dessen Scheine 0,5 Prozent nachgaben, gebremst. Die Aktie ist im SMI mit mehr als einem Fünftel gewichtet. Die Pharmatitel Novartis und Roche schlossen fast unverändert.

Den zweitstärksten Kursabschlag verbuchten die Anteile der Grossbank Credit Suisse mit minus 0,6 Prozent. "Die Aktie gibt einen Teil der Gewinne ab, die sie zum Vorwochenschluss gemacht hat - trotz der laufenden Kapitalerhöhung", sagte ein Händler. Die Titel von Rivale UBS konnten dagegen um 0,3 Prozent zulegen. 

Unter den Gewinnern bei den zyklischen Firmen waren der Zementriese LafargeHolcim (plus 0,9 Prozent), der Elektrokonzern ABB (plus 0,2 Prozent) und der Sanitärtechniker Geberit (plus 0,6 Prozent) zu finden. Die Anteile des Pharmazulieferers Lonza und des Chemiekonzerns Clariant büssten dagegen Terrain ein.

Bei den Nebenwerten stachen die Titel von Newron mit einem Kursanstieg um 3,3 Prozent heraus. Der Arzneimittelhersteller hegt bei zwei Produktkandidaten grosse Hoffnungen. "Immerhin haben wir hier zwei Kandidaten (gegen Rett-Syndrom und Schizophrenie), die es in einem Blue-Sky-Szenario auf Spitzenumsätze von bis zu einer Milliarde US-Dollar bringen können", sagte Firmenchef Stefan Weber in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AWP.

Gewinnmitnahmen drückten die Aktien von Meyer Burger um knapp drei Prozent. Der Kurs des Solarzulieferers war in der Vorwoche um fast ein Fünftel gestiegen. Von Roll holten dagegen einen Teil der Gewinnmitnahmen der Vorwoche auf. 

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15:10

Der Aktienindex FTSE MIB fiel um knapp 2 Prozent. Italienische Staatsanleihen warfen Investoren ebenfalls aus ihren Depots und trieben damit die Rendite der zehnjährigen Titel auf bis zu 2,193 von 2,098 Prozent.

Insgesamt blieben die Umsätze an den europäischen Börsen aber dünn. Wegen eines Feiertags in den USA und Großbritannien hielten viele Investoren die Füsse still. Dax und EuroStoxx50 stagnierten bei 12'603 und 3573 Prozent. Der Euro bewegte sich ebenfalls kaum und kostete 1,1188 Dollar.

Die italienischen Parteien bemühen sich derzeit um eine Reform des Wahlrechts, um das politische System zu stabilisieren. Erst danach soll es Neuwahlen geben. In einem Zeitungsinterview hatte der ehemalige Ministerpräsident Matteo Renzi den Tag der Bundestagswahl am 24. September als Termin für einen Urnengang auch in Italien ins Gespräch gebracht. Er halte eine baldige Einigung auf ein Verhältniswahlrecht nach deutschem Vorbild für möglich. Seit dem Wochenende unterstützt auch die Fünf-Sterne-Bewegung das Vorhaben. Sie zählt in Umfragen zu den stärksten Käften und will über einen Ausstieg Italiens aus der Euro-Zone abstimmen lassen.

"Es bleibt abzuwarten, wie die Chancen für eine stabile parlamentarische Mehrheit stehen", sagte ein Börsianer. Lorenzo Codogno, Gründer der Beratungsfirma LC Macro Advisers, äusserte sich skeptisch. "Ein Patt ist das wahrscheinlichste Ergebnis."

Die Furcht hiervor setzte vor allem den Finanzwerten zu, deren Branchenindex um bis zu 3 Prozent abrutschte. Zu den grössten Verlierern zählten Banco BPM, Ubi Banca und die Unicredit mit Kursverlusten von bis zu 4,3 Prozent.

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12:40

Der Schweizer Aktienmarkt tendiert am Montag zur Mittagszeit weiterhin etwas im Minus. Es handelt sich um einen sehr ruhigen Wochenauftakt, denn gleich drei wichtige Handelsplätze sind mit New York, London und Festland-China feiertagsbedingt geschlossen. Ohnehin scheine die Anleger an den Finanzmärkten weltweit derzeit nichts aus der Ruhe zu bringen, heisst es in einem Kommentar auch mit Blick auf die US-Politik und Donald Trumps Blockadehaltung. Dies habe wohl damit zu tun, dass sich die Konjunkturaussichten zurzeit so günstig präsentieren wie seit der Finanzkrise 2008 nicht mehr.

Der SMI steht gegen Mittag 0,3% tiefer bei 9012 Punkten. Der 30 Aktien umfassende SLI, in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, verliert 0,2% auf 1423 Zähler und der breite SPI 0,3% auf 10'255. Von den 30 wichtigsten Titeln stehen 19 im Minus und lediglich 8 im Plus sowie 3 unverändert.

Mittlerweile belasten alle drei Schwergewichte den SMI massgeblich. Dabei hat bei Novartis (-0,6%) die US-Gesundheitsbehörde das Medikament Zykadia für eine bestimmte Form von Lungenkrebs zugelassen. Roche (-0,3%) geben etwas moderater ab. Das Management befasst sich derzeit mit dem Fall eines Patienten, der nach der Einnahme von Ocrevus, einem Medikament gegen Multiple Sklerose, an einer gefährlichen Gehirninfektion PML erkrankt ist.

Auch Nestlé (-0,5%) büssen leicht ein. Deutlich verlieren die Grossbankentitel Credit Suisse (-1,2%), während UBS (+0,1%) mittlerweile ins Plus gedreht sind. In Europa ist der Bankensektor insgesamt am Montag etwas belastet. Klar tiefer tendieren hierzulande ausserdem Lindt&Sprüngli (-1,1%), Aryzta (-1,0%) sowie Dufry (-0,8%).

Klare Gewinne verbuchen unter den Bluechips hingegen Lafarge-Holcim (+0,8%), Swiss Life (+0,6%), Bâloise, Lonza und Swiss Re (je +0,5%). Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht zum Mittag.

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10:50

Die Anleger an der Schweizer Börse halten sich zum Wochenstart zurück. Es fehle an Impulsen, heisst es am Markt. Die Vorgaben aus den USA und aus Fernost zeigten keine klare Richtung und firmenspezifische Nachrichten seien dünn gesät. "Es ist die Zeit der verlängerten Wochenenden", sagt ein Händler. Waren in der Vorwoche die Handelsräume in einigen Ländern Europas wegen des Feiertags Christi Himmelfahrt ausgedünnt, fehlen am Montag die Marktteilnehmer aus London und den USA: In Grossbritannien wird ein Frühlingsfeiertag und in den USA der Memorial Day begangen. Auch in Shanghai ruhte der Handel feiertagsbedingt.

Der SMI notiert um 0,4 Prozent schwächer mit 9010 Punkten. Am Freitag hatte der Leitindex nach einem Schlussspurt um 0,1 Prozent höher geschlossen.

Akzente setzen könnte EZB-Präsident Mario Draghi mit seiner

Rede vor dem Wirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments in Brüssel, heisst es am Markt. Händler erhoffen sich davon Hinweise auf ein mögliches Ende der ultralockeren Geldpolitik in der Euro-Zone.

Seit Anfang Mai hat die CS-Aktie 2,5 Prozent eingebüsst (Quelle: cash.ch).

15 der 20 Standardwerte notieren schwächer. Finanzwerte büssen europaweit Terrain ein. Mit einem Minus von 1,2 Prozent führen Credit Suisse die Verlierer bei den Schweizer Bluechips an. Die Aktien von UBS geben 0,1 Prozent nach. Mit den Papieren von Zurich und Julius Bär sind weitere Finanzwerte unter Druck.

Unter den Gewinnern sind die Aktien von Lonza mit plus 0,5 Prozent. Die Aktien von Lafarge-Holcim gewinnen 0,6 Prozent, diejenigen der Versicherer Swiss Life und  Swiss Re liegen mit 0,4 und 0,3 Prozent im Plus.

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09:10

Der Swiss Market Index (SMI) geht mit einem Minus von 0,2 Prozent bei 9022 Punkten in den Handel. Gleich drei wichtige Handelsplätze sind am Montag feiertagsbedingt geschlossen: New York, London und Festland-China. Und die Agenda für den Berichtstag ist sowohl auf Unternehmens- als auch auf Makroseite weitestgehend leer. 

Schon die Börsen in Tokio und Hongkong zeigen sich am Montag wenig bewegt mit nur hauchdünnen Gewinnen. Öl und Euro präsentieren sich ebenfalls wenig verändert. Am Nachmittag spricht zwar noch EZB-Chef Mario Draghi in Brüssel. Erst im weiteren Wochenverlauf könnten jedoch die verschiedensten wichtigen Konjunkturzahlen - in China, Japan und in den USA - grössere Impulse liefern. 

Auffällig zeigen sich die Pharma-Schwergewichte: Während Novartis (-0,4%) abgeben, sind Roche (+0,3%) gefragt. Bei Novartis hat die US-Gesundheitsbehörde das Medikament Zykadia für eine bestimmte Form von Lungenkrebs zugelassen. Bei Roche befasst sich das Management unterdessen mit dem Fall eines Patienten, der nach der Einnahme von Ocrevus, einem Medikament gegen Multiple Sklerose, an einer gefährlichen Gehirninfektion PML erkrankt ist.

Zudem verlieren die Finanzwerte Zurich, Credit Suisse, UBS und Julius Bär mehr als 0,3 Prozent an Wert.

Sika (-0,2%) eröffnen negativ. Im Übernahmekampf gegen die Erbenfamilie gibt sich das Management weiterhin kämpferisch: Auch der angekündigte Abgang von CEO Jan Jenisch - zu LafargeHolcim - ändere nichts an der Entschlossenheit im Kampf für einen unabhängige Sika, liess sich Verwaltungsratspräsident Paul Hälg in der "Schweiz am Wochenende" zitieren. 

Am breiten Markt sind darüber hinaus Logitech (+0,6%) fester gestellt nach einem positiven Marktkommentar in derselben Sonntagszeitung. Die gewagte These, dass der Mäusehersteller bis zum Jahresende nicht mehr eigenständig sein wird, verdichte sich, hiess es dort. Im Interview mit AWP sagte zudem Newron-CEO Stefan Weber, dass beide Pipeline-Kandidaten des Biotech-Unternehmens durchaus Blockbuster-Potenzial hätten - ohne vorbörslichen Kurs. 

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08:52

Der Euro zeigt sich zu Wochenbeginn zum US-Dollar wie auch zum Schweizer Franken stabil. Am Montagmorgen kostet die Gemeinschaftswährung 1,1170 USD und damit in etwa so viel wie am Freitagabend. Zum Franken notiert der Euro mit 1,0893 CHF ebenfalls auf dem Niveau vom Freitagabend. Entsprechend zeigt sich auch der Dollar/Franken-Kurs mit 0,9752 CHF kaum verändert.

Zu Wochenbeginn dürfte die europäische Geldpolitik mit das grösste Interesse wecken. Am Vormittag gibt die EZB neue Daten zur Geld- und Kreditmenge bekannt. Nachmittags wird sich EZB-Präsident Mario Draghi vor dem Europäischen Parlament äussern.

 

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08:40

Die Tokioter Börse hat die Woche wenig verändert begonnen. Die Händler hielten sich am Montag angesichts geschlossener Aktienmärkte in den USA, Grossbritannien und China zurück. Zudem warten sie Experten zufolge auf die anstehenden Konjunkturdaten aus den USA, von denen sie sich Hinweise auf die Zinspolitik der Notenbank Fed erhoffen.

In Tokio schloss der Leitindex Nikkei nahezu unverändert bei 19.683 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,1 Prozent auf 1570 Punkte. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans fiel um 0,2 Prozent. In China ruhte der Handel wegen des Drachenbootfestes. Auch die Märkte in den USA und Grossbritannien bleiben wegen Feiertagen geschlossen.

 

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08:06

Der Swiss Market Index (SMI) wird laut vorbörslichen Indikatoren der Bank Julius Bär 0,1 Prozent höher bei 9051 Punkten gehandelt. Am Freitag ging der Leitinedex mit einem knappen Plus von 0,1 Prozent aus dem Handel. 

Unter den SMI-Einzeltiteln fallen die beiden Pharma-Schwergewichte Novartis und Roche auf. Novartis (+0,5 Prozent) hat in den eine Zulassung erhalten. Bei Roche (-0,4 Prozent) steht hingegen ein Patienten-Vorfall im Fokus (cash berichtete bereits am Freitag). Ansonsten sind keine grossen Verschiebungen zu erkennen.

 

Am breiten Markt fallen Clariant (+1,3 Prozent), Logitech (+1,1 Prozent) und Sika (+0,6 Prozent) auf.

Eine Rede von EZB-Präsident Mario Draghi vor dem Wirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments in Brüssel dürfte im Tagesverlauf in den Fokus der Anleger rücken. Sie werden seine Aussagen auf Hinweise zu einem möglichen Ende der ultralockeren Geldpolitik in der Euro-Zone abklopfen. 

An der Wall Street hatten sich die US-Indizes am Freitag nach Börsenschluss in Deutschland kaum noch bewegt. Der Dow Jones beendete die Sitzung unverändert mit 21.080 Zählern, während der Nasdaq 0,1 Prozent gewann. Der S&P500 blieb ebenfalls fast unverändert bei 2415,82 Punkten.

In Tokio zog der Nikkei-Index am Montag um 0,1 Prozent auf 19.712 Zähler an. Die Börse Shanghai blieb wegen eines Feiertages geschlossen. 

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07:05

Die Ölpreise sind am Montagmorgen nur noch leicht unter Druck. Die Nordseesorte Brent kostet 0,2 Prozent weniger (52,07 Dollar). Die Sorte WTI ist 0,3 Prozent günstiger zu haben (49,7 Dollar). Das Erdöl-Kartell Opec einigte sich unlängst für eine neunmonatige Verlängerung der Förderbremse. Am Markt wurde dieser Entscheid enttäuscht aufgenommen.

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06:45

Wegen der bevorstehenden Veröffentlichung wichtiger Konjunkturdaten in den USA im Laufe der Woche zeigten sich viele Anleger aber zurückhaltend. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte kurz vor Handelsschluss 0,1 Prozent im Plus bei 19.706 Punkten und machte damit Verluste im Vormittagshandel wett. Der breiter gefasste Topix-Index legte ebenfalls um 0,3 Prozent auf 1573 Zähler zu. 

Bei den Einzelwerten ragte der Elektronikhersteller Sharp heraus, dessen Aktien zeitweise um vier Prozent zulegten. Das Unternehmen hatte zuvor erklärt, es erwarte erstmals seit vier Jahren einen Nettogewinn für das Jahr.

(cash/Reuters/AWP)