+++Börsen-Ticker+++ - SMI schliesst auf Allzeithoch

Die Schweizer Börse erzielte am letzten Handelstag der Woche einen neuen Rekordschlussstand.
06.09.2019 18:07
SMI schliesst auf Allzeithoch
Bild: Pixabay

17:48

Der Standardwerteindex SMI stieg um 0,91 Prozent auf 10'074 Punkte. Das ist ein neues Allzeithoch auf Basis Schlussstand gemäss Daten von Bloomberg. Der bisherige Redkordschlussstand von 10'066 Punkten vom 3. Juli wurde damit geknackt. Der Rekordstand im Intraday-Handel liegt bei 10'091 Punkten.

Die drei Indexschwergewichte Roche (+1,14 Prozent), Nestle (+1,16 Prozent) und Novartis (+0,82 Prozent) schlossen alle im Plus und zogen den SMI nach oben. Vor allem Meldungen wegen der Konjunkturspritze der chinesischen Notenbank hat der Schweizer Börse am Freitag über die 10'000-Punkte-Marke verholfen.

Chinas Notenbank gewährt den Geldhäusern des Landes mehr Freiraum für weitere Kredite. Damit soll mehr Geld zur Kreditvergabe losgeeist und die Konjunktur angekurbelt werden. Zudem zementierten enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten die Erwartung, dass die Notenbank Fed im späteren Verlauf des Monats die Zinsen senkt.

Die SMI-Gewinner mit dem grössten Plus vom Freitag sind Lonza und Givaudan. Sie schliessen beide mit einem Plus von 1,47 beziehungsweise 1,52 Prozent. Die Aktien von Swisscom (-0,12 Prozent) und Alcon (-0,34 Prozent) schlossen am Freitag leicht im Minus.

Am SPI schliesst die Aktie des Industrieunternehmens Adval Tech mit einem Plus von 12,18 Prozent ab.

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16:00

Ein nicht so stark wie erhofft ausgefallener US-Stellenaufbau hat die Anleger an der Wall Street am Freitag vorsichtig gemacht. Der Aufschwung am Arbeitsmarkt hat sich im August etwas deutlicher als erwartet abgeschwächt. Es entstanden 130'000 neue Jobs statt der von Analysten vorhergesagten 158'000. Allerdings wuchsen die Löhne etwas stärker als gedacht. "Wenn die Löhne und schließlich die Inflation ansteigen, wird es für die Fed deutlich schwieriger, die Zinsen deutlich zu senken", sagt Marktexperte Thomas Altmann vom Handelshaus QC Partners.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der Index der Technologiebörse Nasdaq starten vorsichtig in den Handelstag. Im frühen Handel steht der Dow Jones bei einem leichten Plus von 0,13 Prozent und steht bei 26'762 Punkten. Der Technologieindex Nasdaq 100 bewegt sich kaum und bewegt sich bei -0,05 Prozent und kommt auf 7856 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 klettert leicht um 0,1 Prozent auf 2978 Zähler.

US-Kartellermittlungen setzten Facebook zu. Die Aktien verloren 2,1 Prozent. Der New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James zufolge geht es unter anderem um die Frage, ob Verbraucherdaten missbräuchlich genutzt wurden.

Zudem kursieren am Markt Spekulationen, dass in der neuen Woche formale kartellrechtliche Untersuchungen gegen Amazon (-0,4 Prozent) und Apple (-0,15 Prozent) beginnen sollen.

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15:00

Der Broker IG taxierte den US-Leitindex Dow Jones  vor Handelsbeginn rund 0,37 Prozent höher auf 26 827 Punkte. Nachdem der Dow in den vergangenen vier Wochen in einer Spanne zwischen etwa 25'300 und rund 26'450 Punkten gefangen war, gelang ihm am Vortag - ebenso wie dem S&P 500 und den Nasdaq-Indizes - der Ausbruch. Sollte nun weiter gekauft werden, ist dies Charttechnik-Experten zufolge ein "Signal der Stärke". Neue Rekordhöhen seien wieder in Sicht.

Die US-Wirtschaft hat im August weniger Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Ausserhalb der Landwirtschaft seien 130 000 Stellen neu entstanden, teilte das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mit. Analysten hatten im Mittel mit 160 000 neuen Jobs gerechnet. Allerdings stiegen die Löhne etwas mehr als gedacht. Händlern zufolge dürfte der Bericht Befürwortern und Gegnern einer deutlichen Leitzinssenkung in den Reihen US-Notenbank Fed Argumente liefern.

Unter den Einzelwerten dürften die Aktien von der Google-Mutter Alphabet und von Facebook einen Blick wert sein. Am Markt kursieren Spekulationen, dass in der neuen Woche formale kartellrechtliche Untersuchungen gegen die beiden beginnen sollen. Die Marktmacht der grossen Technologiekonzerne, auch die von Amazon und Apple , wird zunehmend kritisch beäugt. Vorbörslich ging es für die Aktien des Suchmaschinenbetreibers wie auch die Facebook-Papiere etwas abwärts. Apple und Amazon zeigten sich vorbörslich kaum verändert.

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14:50

Ganz offensichtlich glaubt Bundespräsident Ueli Maurer nicht daran, dass sich der Franken in den nächsten Jahren wieder abschwächt - im Gegenteil. Seine aktuellen Äusserungen dazu am Tag der Wirtschaft in Zürich.

14:00

Überraschend: Die Ölpreise gerieten im Mittagshandel merklich unter Druck. Ein konkreter Auslöser war zunächst nicht zu erkennen. Allerdings hatten die Ölpreise an den vergangenen Tagen deutlich zugelegt. Gewinnmitnahmen wären also nicht ungewöhnlich. 

Im Mittagshandel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 60,48 US-Dollar. Das waren 46 Cent weniger als am Donnerstag.

Verantwortlich für die jüngsten Kursgewinne waren zum einen solide Konjunkturdaten aus den USA. Zum anderen haben sich zahlreiche politische Risiken, die für hohe Verunsicherung sorgen, etwas verringert.

 

 

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13:45

Des einen Freud ist des anderen Leid: Während die Aktienkurse heute und die ganze Woche auf Erholungskurs sind, gerät der Goldpreis unter Druck. Heute verliert bis zum frühen Nachmittag rund 1 Prozent an Wert. Der Swiss Performance indes notiert derzeit bei einem Plus von 0,7 Prozent. 

Der anhaltender Preisverfall von Gold löst einen Ausverkauf bei Edelmetall-Produzenten aus. In London verlieren die Aktien von Fresnillo 1,6 Prozent. Die südafrikanischen Minenbetreiber Anglogold und Sibanye verlieren bis zu 3,9 Prozent. Im vorbörslichen US-Geschäft geben Kirkland und Newmont bis zu 2,7 Prozent nach. Wegen schwindenden Rezessionsängste hat sich Gold binnen weniger Tage um rund 50 Dollar auf derzeit 1506,01 Dollar je Feinunze verbilligt.

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11:40

Der Swiss Market Index (SMI) zieht um 0,36 Prozent auf 10'018,77 Punkte an. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) gewinnt 0,37 Prozent auf 1'427,75 und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,28 Prozent auf 12'195,36 Zähler. Auf 24 Gewinner kommen im SLI 6 Gewinner. 

Im Handel wartet man auf die Publikation des am Nachmittag anstehenden US-Arbeitsmarktberichts. Dabei wird sich zeigen, ob der Handelskonflikt bereits Spuren auf dem dortigen Arbeitsmarkt hinterlässt. Nach dem starken ADP-Bericht vom Vortag seien die Erwartungen hoch.

Dass der Leitindex seine Kursgewinne seit der Startglocke ausbauen konnte, liegt vor allem am Kursplus von 0,7 Prozent bei Roche. Auch Novartis (+0,2%) haben nach zuerst tieferen Notierungen ins Plus gedreht. Die beiden defensiven Pharmaschwergewichte hatten vorbörslich Zulassungen für verschiedene Krebsmedikamente gemeldet.

Ebenfalls im Gesundheitssektor ziehen Sonova (+0,8%) und Lonza (+1,4%) an. Erstere hatten am Donnerstag unter Gewinnmitnahmen gelitten, Letztere profitieren von einer Ersteinschätzung durch Morgan Stanley. Die Analysten des US-Brokers haben die Basler mit einer Kaufempfehlung versehen.

Zum ausführlichen Bericht es es hier.

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10:15

Der Euro hat am Freitag leicht zugelegt. Am Vormittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1048 US-Dollar und damit etwas mehr als am Morgen. Zum Schweizer Franken hat der Euro mit 1,0914 die Marke von 1,09 wieder überschritten, während der US-Dollar 0,9879 Franken kostet.

Erst am Dienstag hatte der Euro einen zweijährigen Tiefstand gut einen Cent unter dem aktuellen Niveau erreicht. Zur Erholung hat seither vor allem eine Verringerung zahlreicher politischer Risiken beigetragen, darunter ein Annäherungsversuch zwischen den USA und China im Handelskonflikt.

Neue Produktionsdaten aus der deutschen Industrie gingen am Devisenmarkt weitgehend vorbei. Im Juli verzeichnete das verarbeitende Gewerbe einen neuerlichen Produktionsrückgang. Im Jahresvergleich war es der neunte Rückgang in Folge.

Zum Thema: Hier gehts zum Währungsrechner von cash.ch

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09:55

Eine Kooperation mit Microsoft gibt TomTom Auftrieb. Die Aktien steigen in Amsterdam um 3,4 Prozent auf ein Dreieinhalb-Jahres-Hoch von 11,51 Euro. Der US-Konzern baut den Angaben zufolge TomTom-Navigation in seine Plattforum für Automobil-Software ein.

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09:20

Währenddessen macht es die neuseeländische Börse vor, wie es geht: Spekulationen auf eine Entspannung im Zollstreit zwischen den USA und China hieven die neuseeländische Börse auf ein Rekordhoch. Der Aktienindex steigt zeitweise auf 11'220 Punkte und verbucht mit 11'218,99 Zählern auch den höchsten Schlusskurs seiner Geschichte.

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09:10

Der Schweizer Aktienmarkt startet zu Wochenschluss gemählich in den Handel. Nach zwei deutlichen Gewinntagen sei erst einmal Zurückhaltung angesagt, hiess es von Händlern. Die Börsianer dürften bis zur Publikation des am Nachmittag anstehenden US-Arbeitsmarktberichts mit angezogener Handbremse unterwegs sein.

Der SMI steht um 09:10 Uhr mit einem hauchdünnen Plus von 0,05 Prozent höher bei 9988 Zählern. Positiv fallen Geberit und SGS, die alle etwa um 1 Prozent höher stehen. Auch Bankaktien starten fest. Sowohl CS  als auch die UBS (je +1 Prozent) dürften wohl noch von den Plänen der US-Notenbank Fed, Kapitalregeln für Kapitalpuffer zu vereinfachen, profitieren.

An einem an Unternehmensnachrichten armen Tag können Analystenvoten Kurse besonders bewegen. So ziehen etwa Clariant um 1,5 Prozent an, nachdem Barclays das Rating auf "Overweight" von "Equal Weight" erhöht hat. 

Auch Swatchs Höhenflug geht wohl weiter. Nachdem die Aktie auf Grund der Entspannung in Honkong bereits gestern ordentlich zulegte, legt sie am heutigen Morgen um 1 Prozent zu. 

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08:00

Der Swiss Market Index wird im vorbörslichen Handel 0,06 Prozent tiefer geschätzt. Am Donnerstag war der Leitindex zum ersten Mal seit Juli wieder über die Marke von 10'000 Punkten gestiegen. Als einzige SMI-Aktie steigt Lonza, sie legt 0,9 Prozent zu. Grund ist eine Studie von Morgan Stanley. Am breiten Markt steigt Clariant 1,15 Prozent. 

Die Futures auf die US-Börsen deuten auf eine positive Eröffnung hin.

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07:35

Die Ölpreise haben sich am Freitag im frühen Handel kaum von der Stelle bewegt. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 60,98 US-Dollar. Das waren drei Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) bewegte sich ebenfalls kaum und betrug 56,33 Dollar.

In den vergangenen Tagen sind die Rohölpreise in der Tendenz gestiegen. Verantwortlich waren zum einen solide Konjunkturdaten aus den USA. Zum anderen haben sich zahlreiche politische Risiken, die für hohe Verunsicherung sorgen, etwas verringert. Hierzu zählen der Handelskonflikt zwischen den USA und China, der EU-Austritt Grossbritanniens oder die Massenproteste in Hongkong.

Am Freitag blicken die Anleger auf den amerikanischen Arbeitsmarkt. Die Regierung veröffentlicht ihren monatlichen Stellenbericht. Es wird mit einer anhaltend soliden Entwicklung gerechnet. Der Zustand der US-Konjunktur spielt am Ölmarkt eine grosse Rolle, weil die USA zusammen mit China der grösste Ölverbraucher der Welt sind.

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06:20

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notiert 0,5 Prozent fester bei 21'188 Punkten. Der breiter gefasste Topix stieg um 0,3 Prozent auf 1539 Zähler. Auch positive Konjunkturdaten aus den USA  versetzten die Anleger nebst der Hoffnung auf eine Entspannung im Handelsstreit in gute Stimmung.

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06:15

Der Euro steigt  0,14 Prozent zum Franken und notiert bei 1,0894. Zur Schweizer Währung notierte der Dollar 0,1 Prozent höher bei 0,9864 Franken.

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06:00

An der Wall Street hatte der Dow Jones am Donnerstag zugelegt. Der US-Leitindex gewann 1,4 Prozent auf 26'728,15 Punkte. Der technologielastige Nasdaq rückte 1,8 Prozent auf 8116,83 Punkte vor und der breit gefasste S&P 500 legte 1,3 Prozent auf 2975,97 Punkte zu. 

(cash/AWP/Reuters)

 
Aktuell+/-%
SMI10'877.06+0.24%
Roche Hldg G316.65+1.47%
Novartis N85.30+2.13%
Nestle N100.88+0.44%
Givaudan N3'548.00-2.79%
Lonza Grp N587.40-0.03%
Alcon Rg62.34+0.61%
Swisscom N477.50+1.02%
SPI13'489.01+0.02%
Adval Tech Hldg N185.00-1.60%
DOW JONES30'814.26-0.57%
NASDAQ12'998.50-0.87%
NASDAQ 10012'803.93-0.73%
Facebook-A Rg251.36+2.33%
S&P 5003'768.25-0.72%
Amazon.Com Rg3'104.25-0.74%
Apple Rg127.14-1.37%
Alphabet-A Rg1'727.62-0.19%
EUR/CHF1.0766+0.11%
EUR/USD1.2072-0.07%
Ölpreis (Brent)54.87-2.82%
Gold 1 Uz1'827.55+0.00%
SLI1'714.87-0.44%
ADP97.55+0.83%
Sonova Hldg N224.20-0.18%
Morgan Stanley Rg75.24-1.61%
Microsoft Rg212.65-0.17%
Geberit N559.20-1.06%
SGS Rg2'711.00-0.48%
CS Group N12.350-0.48%
UBS Group N13.465-0.44%
Clariant N19.325-1.68%
Barclays Rg1.488-2.66%
Ölpreis (WTI)52.07-3.04%
NIKKEI28'274.71-0.86%