+++Börsen-Ticker+++ - SMI schliesst bei über 10'000 Punkten

Der Schweizer Leitindex schliesst am Dienstag im Plus. Gesucht waren vor allem die Titel von Roche.
17.09.2019 17:42
Ein Gebäude von Roche beim Bahnhof Basel.
Ein Gebäude von Roche beim Bahnhof Basel.
Bild: cash

17:40

Die Schweizer Börse hat am Dienstag zugelegt. Der Leitindex SMI stieg um 0,5 Prozent auf 10'014 Punkte und eroberte damit die am Vortag unterschrittene, psychologisch wichtige 10.000er-Marke wieder zurück. Einen Tag vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank wagten sich die Anleger nicht allzu weit aus der Deckung. Auch die jüngsten Angriffe auf Ölanlagen in Saudi-Arabien und der drohende Konfrontationskurs zwischen den USA und dem Iran - die Vereinigten Staaten vermuten Teheran hinter der Attacke - machte die Marktteilnehmer vorsichtig.

Gefragt waren in diesem Umfeld die als defensive Anlagen geltenden Indexschwergewichte. An die Spitze der Bluechips setzte sich Pharmawert Roche mit 2,2 Prozent Kurszuwachs. Die Aktien des Lebensmittelkonzerns Nestle stiegen um 1,6 Prozent. Der dritte SMI-Riese Novartis hinkte mit 0,1 Prozent Plus etwas hinter. Gefragt waren auch die Anteile des Pharmazulieferers Lonza (+1,6 Prozent).

Kräftige Kurseinbussen von zum Teil deutlich mehr als ein Prozent verzeichneten hingegen konjunktursensitive und Finanzwerte wie die Banken Credit Suisse und UBS, der Versicherer Zurich oder der Uhrenkonzern Swatch.

Am breiten Markt stiegen die Aktien der Konsumkreditbank Cembra Money nach einer Kaufempfehlung der Credit Suisse um 4,2 Prozent. 

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16:15

Zwei Tage vor dem Zinsentscheid der Schweizerischen Nationalbank wird der Franken schwächer. Gegen den Euro steht die Schweizer Währung bei 1,0993. Das ist ein Wert, der seit dem 30. Juli nicht mehr erreicht wurde. 

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16:00

Nach den Kursverlusten zu Wochenbeginn verzeichnet der Dow Jones am Dienstag nochmals einen schwächeren Handelsauftakt. Der Dow Jones Industrial eröffnet 0,17 Prozent niedriger auf 27 '033 Punkten. Kurz vor dem richtungsweisenden Zinsentscheid der US-Notenbank Fed an diesem Mittwoch zollt der New Yorker Leitindex so weiter seiner Rally der vergangenen Wochen Tribut.

Am Vortag hatte der Dow eine acht Tage lange Gewinnstrecke beendet, die ihn in der Spitze dicht an seinen bisherigen Rekord herangeführt hatte. Grund dafür waren Verwerfungen am Ölmarkt wegen eines Angriffs auf die Ölindustrie in Saudi-Arabien. Befürchtete Folgeeffekte des hoch katapultierten Ölpreises für die Wirtschaft blieben auch am Dienstag noch in den Köpfen der Anleger, auch wenn die Notierungen am Ölmarkt zunächst etwas nachgaben.

Die Blicke werden derweil auch schon auf die US-Notenbank Fed gerichtet. Der Markt verspricht sich von den Währungshütern zur Wochenmitte die zweite Zinssenkung in diesem Jahr, und zwar um weitere 0,25 Prozentpunkte. Laut dem Marktexperten Andres Lipkow von der Comdirect Bank sind die höheren Ölpreise zu einem Argument für eine erneute Leitzinssenkung geworden. Ende Juli schon hatte die Fed das Zinsniveau erstmals seit mehr als zehn Jahren verringert.

Besonders im Fokus bleiben dürften wegen der jüngsten Entwicklungen die US-Ölwerte, nachdem es für die Branchenwerte in Europa am Dienstag trotz des konsolidierenden Ölpreises weiter bergauf gegangen war. Die Titel der Dow-Ölkonzerne ExxonMobil und Chevron steuern vorbörslich jeweils auf knappe Gewinne von bis zu 0,2 Prozent zu.

Einen Blick wert sein dürften ansonsten die Aktien von JCPenney , die vorbörslich etwa 3,5 Prozent höher gehandelt wurden. Als Grund dafür galten Aussagen der neuen Konzernchefin Jill Soltau in einem Interview, in dem sie sich optimistisch gab, mit ihren Plänen die Wende bei dem angeschlagenen Handelskonzern herbeiführen zu können.

Nachbörslich erst werden die Zahlen des Logistikers Fedex erwartet, die am Markt kritisch beäugt werden dürften. Laut Analyst James Hughes vom Broker Axitrader gilt Fedex wegen seiner vorgelagerten Rolle in den Lieferketten als guter Indikator für die wirtschaftliche Verfassung. Vorbörslich gaben die Papiere um 0,3 Prozent nach.

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15:30

Die Notenbank Saudi-Arabiens hat der heimischen Finanzwirtschaft angesichts der Angriffe vom Wochenende Geldspritzen in Aussicht gestellt. Die Zentralbank stehe bereit, Liquidität zur Verfügung zu stellen, sagte der saudische Notenbankchef Ahmed Abdulkarim Alkholifey am Dienstag in der Hauptstadt Riad. Mit Währungsreserven von etwa einer halben Billion US-Dollar sei es "jederzeit möglich, an den Märkten zu intervenieren".

Die Zentralbank rechnet zwar nicht mit einem Liquiditätsengpass in der Wirtschaft, beachte aber mögliche Risiken. 

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13:20

Die Ölpreise haben am Dienstagmittag weiter nachgegeben. Damit konsolidierten die Notierungen den massiven Anstieg am Montag. Am Dienstagmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 67,97 US-Dollar. Das waren 1,05 Dollar weniger als am Montag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 96 Cents auf 61,94 Dollar.

Zu Wochenbeginn war europäisches Rohöl in der Spitze auf mehr als 70 Dollar gestiegen und hat bislang nur einen kleinen Teil davon wieder abgegeben. Als wichtigste Frage gilt nun, wie schnell Saudi-Arabien die durch den Drohnenangriff beschädigten Ölanlagen wieder in Stand setzen kann. "Laut gut informierten Quellen dürfte es Wochen oder gar Monate dauern, bis sich die Ölproduktion in Saudi-Arabien normalisiert hat", warnte Analyst Carsten Fritsch von der Commerzbank.

 

 

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12:35

Der Schweizer Aktienmarkt ist am Dienstag nach einem schwachen Start ins Plus vorgerückt. Dafür ist vor allem sein defensiver Charakter verantwortlich, denn es sind vor allem die Pharmaschwergewichte und Nestlé, welche den Gesamtmarkt stützen. 

Die Mehrheit der Titel knüpft mit allerdings moderaten Verlusten an die schwachen Vortage an. Nach den Anschlägen auf die saudi-arabische Ölinfrastruktur hat sich die Lage mit einem zwar hohen, aber relativ stabilen Ölpreis etwas beruhigt, bleibt aber angespannt. 

Der Swiss Market Index (SMI) notiert um 12:35 Uhr 0,38 Prozent höher bei 10'007 Punkten. Auch der breite Swiss Performance Index (SPI) zieht um 0,37 Prozent auf 12'117 Punkte an. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) hingegen gibt wegen der beschränkten Gewichtung der Schwergewichte -0,04 Prozent auf 1'534 Punkte nach.

Am meisten profitiert der Gesamtmarkt derzeit von den starken Genussscheinen von Roche (+2 Prozent) am Tag nach einem Investorentag. In ihren Kommentaren sind sich die Analysten einig, dass sie allesamt aus dem Investorentag mit mehr Optimismus herausgegangen sind. Sie zeigten sich überzeugt sowohl von der Strategie als auch vom Portfolio des Pharmariesen.

 

Die Spannungen im Nahen Osten helfen aber auch weiteren defensiven Titeln aus dem Sektor. So legen auch Novartis (+1 Prozent) klar zu, während die erweiterte Spitzengruppe um Titel wie Vifor Pharma (+1,4 Prozent) oder Alcon (+0,4 Prozent) ergänzt wird. Alcon erhält zudem von einer Neuorganisation der Finanzierung etwas Auftrieb.

Einmal mehr sind im aktuellen Umfeld auch Nestlé (+1 Prozent) klar gesucht.

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10:10

Der Schweizer Franken hat sich im frühen Geschäft gegenüber dem Euro abgeschwächt. So steigt der Euro auf 1,0941 von noch 1,0920 am frühen Morgen. Der US-Dollar verteuert sich auf 0,9934 von 0,9916 Franken.

Schwächer notierte erneut das britische Pfund. Ein Durchbruch beim Thema Brexit zeichnet sich nicht ab. Die Gespräche des britischen Premierministers Boris Johnson am Montag in Luxemburg brachten keine Fortschritte.

Folgend die wichtigsten Wechselkurse, Stand 09:55 Uhr: 

EUR/USD 1,1014

USD/CHF 0,9934

EUR/CHF 1,0941

GBP/CHF 1,2314

USD/JPY 108,13

 

 

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09:15

Am Schweizer Aktienmarkt zeichnet sich am Morgen eine gewisse Beruhigung ab. Dazu trägt nach den Angriffen auf die saudi-arabische Ölinfrastruktur eine Stabilisierung des Ölpreises auf höherem Niveau bei. Auch die Absage von US-Präsident US-Trump an einen Militärschlag gegen den als Verursacher der Anschläge vermuteten Iran sorgt für eine gewisse Abkühlung der Gemüter.

Der SMI steht um 09:10 Uhr praktisch unverändert bei 9973 Punkten. Ebenso unverändert zeigt sich der SPI, der bei 12079 Punkten notiert.  Am Vortag hat der Schweizer Aktienmarkt (SMI: - 0,8 Prozent) noch deutliche Verluste hinnehmen müssen. 

Nebst dem Thema Ölpreis rückt die Geldpolitik wieder in den Mittelpunkt. Hierzulande wird die SNB am Donnerstag über ihre Einschätzung der Lage berichten. Bereits einen Tag davor richten sich die Blicke der Investoren auf die für die Weltwirtschaft natürlich wesentlichere amerikanische Notenbank. Auch hierzu hat sich Trump mittels eines Tweets geäussert und dabei seine Erwartung einer kräftigen Zinssenkung wiederholt.  

 

 

Bei den Schweizer Blue Chips fallen vor allem die Bankaktien negativ auf (UBS + CS jeweils -1 Prozent) sowie Adecco (ebenfalls - 1 Prozent). 

Im breiten Markt fallen Cembra Money Bank mit einem guten Plus von 1,5 Prozent gegen den Trend etwas auf. Laut einem Händler erhält der Titel von einer Aufstufung einer grösseren Bank etwas Rückenwind.

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08:45

Vor dem Zinsentscheid in den USA haben sich Anleger in Fernost weitgehend zurückgehalten. In Tokio ging der 225 Werte umfassende Nikkei-Index am Dienstag knapp 0,1 Prozent fester bei 22.001 Zählern aus dem Handel und notierte damit auf dem höchsten Niveau seit mehr als vier Monaten. 

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08:10

Der Schweizer Aktienhandel steht vor einem ruhigem Start in den Handelstag. Für Gesprächsstoff sorgen dürften am Dienstag weiterhin die Entwicklungen am Ölmarkt sowie der Zinsentscheid der Fed am Mittwoch. 

Der SMI steht laut vorbörslichen Daten von Julius Bär mit 0,1 Prozent leicht im Minus. Sämtliche SMI-Titel notieren dabei negativ, ohne dass es grössere Ausschläge gibt. Auch der breite gefasste SPI steht mit 0,1 Prozent im Minus. 

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07:55

Der Euro hat sich am Dienstag gegenüber dem Franken und dem Dollar stabilisiert. Am Dienstagmorgen kostete der Euro 1,0920 Franken beziehungsweise 1,1010 Dollar

Am Montag war der Euro noch von zwei Seiten unter Druck geraten. Zum einen gab es neue Hinweise auf eine anhaltend lockere Geldpolitik in der Eurozone. Zwei hochrangige Notenbanker hatten sich entsprechend geäussert, darunter der Chefvolkswirt der EZB, der Ire Philip Lane.

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06:40

Währenddessen haben die Ölpreise einen Teil ihrer massiven Gewinne wegen der Angriffe auf saudische Ölanlagen am Dienstag wieder abgegeben. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent gab 1,5 Prozent auf 68 Dollar nach. Am Markt war die Rede von leichter Beruhigung.

Am Montag waren die Preise beider Ölsorten wegen der Sorge um eine Verknappung des Ölangebots noch jeweils fast 15 Prozent gestiegen. Nach den Angriffen auf die größte Ölraffinerie in Saudi-Arabien sollen internationale Experten in die Ermittlungen einbezogen werden. 

Mehr dazu: Saudi-Arabien schaltet internationale Ermittler ein

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06:35

Der Anstieg der Ölpreise nach dem Angriff auf saudische Raffinerien lässt die asiatischen Anleger zu Aktien von Öl- und Gasunternehmen greifen. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte am Dienstag 0,2 Prozent fester bei 22'022 Punkten. Der breiter gefasste Topix stieg um 0,5 Prozent auf 1618 Zähler. Beide erreichten damit die jeweils höchsten Stände seit vier Monaten.

 

 

Besonders die Öl- und Gasunternehmen trieben die Kurse, unter anderem legte der Index der Rohstoffförderer um 9,4 Prozent zu. Die Kehrseite der Medaille: Der hohe Ölpreis ließ die Aktien der Fluglinien um 1,6 Prozent fallen, ebenfalls betroffen waren Schifffahrtstitel mit einem Minus von 1,5 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel blieb der Dollar fast unverändert bei 108,14 Yen und legte 0,3 Prozent auf 7,0842 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,9913 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,1 Prozent auf 1,1010 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0918 Franken. Das Pfund Sterling verlor 0,1 Prozent auf 1,2411 Dollar

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06:30

Der Angriff auf saudi-arabische Ölanlagen vom Wochenende hat den Aufwärtstrend an der Wall Street erst einmal gestoppt. Am Montag schloss der US-Leitindex Dow Jones Industrial mit einem Minus von 0,52 Prozent bei 27'076,82 Punkten. Am vergangenen Donnerstag hatte der Index ein neues Rekordhoch nur knapp verpasst und am Freitag bereits merklich an Schwung verloren.

(cash/AWP/Reuters)

 

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