+++Börsen-Ticker+++ - SMI schliesst leicht im Plus — Sika-Aktien gefragt

Der Schweizer Leitindex konnte am vorletzten Handelstag in dieser Woche die Verluste der vergangenen 48 Stunden nicht wieder wett machen. In den Fokus hat sich am Ende vor allem Sika gespielt.
03.10.2019 17:52
Schriftzug von Sika Schweiz auf einem Lastwagen der Firma.
Schriftzug von Sika Schweiz auf einem Lastwagen der Firma.
Bild: cash/fsc

17:55

Die Anleger an der Schweizer Börse haben sich am Donnerstag bedeckt gehalten. Der Leitindex SMI schloss mit 9'760 Punkten geringfügig über dem Vortagesniveau. Erneut schwache Konjunkturdaten aus den USA und die drohenden US-Strafzölle auf Importe aus der Europäischen Union fachten die Angst vor einem globalen Konjunktureinbruch weiter an. Zudem verdarb das andauernde Brexit-Hickhack den Anlegern die Laune.

Die Standardwerte gaben mehrheitlich nach. Zu den grössten Verlierern zählten erneut konjunktursensitive Unternehmen und Finanzwerte. Die Aktien des Elektrotechnikkonzerns ABB, des Personaldienstleisters Adecco, des Zementproduzenten LafargeHolcim sowie der Grossbanken Credit Suisse und UBS sanken um ein Prozent und mehr.

Dass der SMI nicht abrutschte, war vor allem Nestle zu verdanken. Der schwergewichtige Lebensmittelkonzern gewann 0,8 Prozent an Wert, nachdem der im Mai angekündigte Verkauf des Hautpflege-Geschäfts für rund zehn Milliarden Franken über die Bühne gegangen ist. Auch zu Sika griffen die Investoren. Die Anteile stiegen um 1,9 Prozent, nachdem sich die Bauchemiefirma ehrgeizigere Ziele gesetzt hatte. 

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17:35

Gegenüber dem Schweizer Franken gaben sowohl der Euro als auch der Dollar ihre Gewinne vom Morgen bis zum Nachmittag hin wieder ab. Aktuell steht der Euro bei 1,0959 Franken, und der Dollar notiert zuletzt wieder unter Parität bei 0,9970 Franken.

Auslöser der Euro-Gewinne waren schwache Konjunkturdaten aus den USA. Der ISM-Indikator für die Dienstleister, eine Unternehmensumfrage, war deutlich gefallen und auf einen dreijährigen Tiefstand abgesackt. "Jetzt erwischt es auch das Dienstleistungsgewerbe", kommentierte Thomas Gitzel, Chefökonom der Liechtensteiner VP Bank. Am Dienstag war bereits der ISM-Index für die Industrie abgestürzt und hatte an den globalen Börsen Rezessionsängste geschürt.

Wirtschaftszahlen aus der Eurozone bestätigten das trübe Konjunkturbild. Die vom Markit-Institut erhobene Unternehmensstimmung hatte sich auf einen sechsjährigen Tiefstand eingetrübt. Auch hier zeigte sich das gleiche Bild wie in den USA: Einem Absturz der Industriestimmung folgt ein starke Eintrübung der Dienstleisterstimmung.

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16:35

Der Dow Jones Industrial fiel im frühen Handel um 0,88 Prozent auf 25'849,29 Zähler und damit auf den tiefsten Stand seit Ende August. Am Vortag war der Leitindex bereits um knapp 2 Prozent und am Dienstag um rund 1,3 Prozent abgerutscht.

Der marktbreite S&P 500 verlor am Donnerstag 0,69 Prozent auf 2867,74 Punkte. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,68 Prozent auf 7499,64 Zähler nach unten.Die US-Börsen sind am Donnerstag nahezu unverändert in den Handel gestartet. Sorgen um die Konjunktur hatten der Wall Street zuletzt zugesetzt.

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16:10

Die US-Börsen sind am Donnerstag nahezu unverändert in den Handel gestartet. Mit Spannung warteten Anleger auf weitere Konjunkturdaten wie die Industrieaufträge im Handelsverlauf und den Arbeitsmarkt am Freitag, sagten Analysten. Sorgen um die Konjunktur hatten der Wall Street zuletzt zugesetzt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete minimal im Plus bei 26.082 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 legte 0,1 Prozent auf 2890 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann ebenfalls 0,1 Prozent auf 7797 Punkte.

Bei den Einzelwerten lag unter anderem Tesla im Fokus. Die Aktien verloren 4,6 Prozent, nachdem der US-Elektroautobauer die Absatzerwartungen im dritten Quartal verfehlte.

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15:10

Nach zwei verlustreichen Tagen zeichnet sich am Donnerstag an der Wall Street eine Beruhigung mit nur noch kleinen Verlusten ab. Der Broker IG taxierte den Dow Jones Industrial eine Stunde vor dem Auftakt leicht mit 0,12 Prozent im Minus bei 26 044 Punkten, was noch innerhalb der Schwankungen vom Vortag liegt. 

US-Staatsanleihen sind derweil am Donnerstag mit Gewinnen in den Handel gestartet. Schwache Konjunkturdaten aus der Eurozone sorgten für Unterstützung. Der Markit-Einkaufsmanagerindex ist im September auf den tiefsten Stand seit gut sechs Jahren gefallen. Dies schürte neuerliche Konjunkturängste und sorgte für eine rege Nachfrage nach als sicher empfundenen Wertpapieren wie Staatsanleihen.

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13:45

Gegenüber dem Schweizer Franken konnten sowohl der Euro als auch der Dollar zulegen. Aktuell steht der Euro bei 1,0964 Franken, und der Dollar überwand die Parität und notiert zuletzt bei 1,0007 Franken.

Konjunkturdaten aus der Eurozone hatten keinen sichtbaren Einfluss auf die Devisenkurse. Die Unternehmensstimmung in der Eurozone, gemessen am Markit-Einkaufsmanagerindex, fiel im September auf den tiefsten Stand seit etwa sechs Jahren. 

12:30

Der Schweizer Aktienmarkt gibt am Donnerstag nach einem freundlichen Frühgeschäft die Gewinne zu einem Grossteil wieder ab. Nach den beiden schwachen Vortagen hätte man mit einer etwas stärkeren technischen Erholung rechnen können, heisst es am Markt. Verunsichert sind die Anleger von den neu angekündigten US-Strafzöllen in Milliardenhöhe auf bestimmte EU-Importe.

Der Swiss Market Index (SMI) notiert um 12:30 Uhr mit 9'759 Punkten nahezu unverändert. Der breite Swiss Performance Index (SPI) gewinnt leicht um 0,08 Prozent und steht bei 11'877 Punkten.

Im Fokus stehen Sika (+3,1 Prozent). Der Bauchemiekonzern setzt sich für die EBIT-Margen langfristig klar höhere Ziele als bislang, wie das Management in der neuen "Strategie 2023" vorstellte, und will den CO2-Ausstoss massgeblich senken. Die ZKB spricht von "wie von Sika gewohnt ambitiösen Zielen". 

 

Auf Erholungskurs eingeschwenkt sind zudem die Aktien des Pharmazulieferers Lonza (+2,1 Prozent), der Unterhaltungselektronikkonzern Logitech (+1.2 Prozent) sowie die beiden defensiven Schwergewichte Nestle und Novartis (je +0,5 Prozent). Roche geben mit minus 0,05 Prozent minim nach.

Die Banken Banken UBS (-1,3 Prozent), Julius Bär (-0,8 Prozent) und Credit Suisse (-1,0 Prozent) klar im Minus. Unter Druck stehen ausserdem die Anteile zyklischer Firmen wie der Elektrotechnikkonzern ABB (-2,1 Prozent) und die Luxusgüterhersteller Richemont (-1,3 Prozent) und Swatch (-1,6 Prozent). Händler weisen darauf hin, dass in dem für die Luxusbranche wichtigen Markt Hongkong wegen der seit Monaten andauernden Proteste die Einzelhandelsumsätze im August um 23 Prozent im Jahresvergleich gefallen seien.

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09:10

Der SMI steht um 09:10 Uhr 0,1 Prozent höher bei 9769 Punkten. Grösster Gewinner am Morgen ist Sika, dessen Titel um 4 Prozent gewinnen. Der Bauchemiekonzern hat seine EBIT-Margen-Ziele auf 15 bis 18 von 14 bis 16 Prozent angehoben und will den CO2-Ausstoss massgeblich senken, wie das Unternehmen in den Unterlagen zum Investorentag am Donnerstag mitteilt.

Gute Chancen aus charttechnischer Sicht hat Roche (+0,3 Prozent), wie einem Kommentar der Commerzbank zu entnehmen ist. Aufgrund der guten technischen Gesamtlage (der Branche) dürfte der Titel den Widerstand beim Rekordhoch von 296 Franken überwinden und sich dank der attraktiven Dividendenrendite über 300 Franken etablieren können. Am Mittwoch verlor der Titel 2,2 Prozent auf 281,55 Franken.

Am breiten Markt werden die Aktien von Kudelski (+1,9 Prozent) und U-Blox (+1,0 Prozent) höher indiziert. Die beiden Technologiefirmen erweitern ihre Kooperation im Bereich Internet der Dinge.

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08:20

Die Ölpreise haben sich am Donnerstag zunächst kaum bewegt. Im frühen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 57,60 US-Dollar. Das waren 9 Cent weniger als am Vortag. Nach dem kräftigen Preisrückgang am Vortag hat sich die Lage am Ölmarkt damit beruhigt. 

 

 

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08:10

Nach deutlichen Verlusten am Vortag steht der Schweizer Aktienmarkt am Donnerstag vor einem ruhigem Start in den Handel. Sämtliche SMI-Titel notieren nach vorbörslichen Daten von Julius Bär leicht im Plus. Auffällige Bewegungen gibt es noch nicht. Auf dem breiten Markt sieht es ähnlich aus. 

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06:35

Die Tokioter Börse hat sich am Donnerstag deutlich schwächer gezeigt. Die Ankündigung von US-Strafzöllen auf EU-Importe und enttäuschende Arbeitsmarktdaten der privaten US-Jobagentur ADP lasteten auf der Stimmung der Händler.

Zwar dürften die direkten Folgen des amerikanisch-europäischen Handelsstreits für Japan begrenzt sein, sagte Chefstratege Masayuki Kubota von Rakuten Securities. Die Frage am Markt sei vielmehr, ob dies ein Zeichen für eine weitere Zunahme der Handelsschranken in der Welt sei. "Das wäre schlecht für die Weltwirtschaft."

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 2,2 Prozent tiefer bei 21.307 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 2,1 Prozent und lag bei 1564 Punkten. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,8 Prozent. Die Börsen in China bleiben bis zum 7. Oktober geschlossen.

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 107,12 Yen. Zur Schweizer Währung notierte er dagegen 0,1 Prozent höher bei 0,9972 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,0959 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,0930 Franken an. Das Pfund Sterling stagnierte bei 1,2298 Dollar

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06:30

Zunehmende Konjunktursorgen haben die US-Aktienmärkte am Mittwoch mächtig in die Knie gezwungen. Alarmierende Signale aus der US-Industrie, wo die Stimmung so schlecht ist wie seit der Finanzkrise vor zehn Jahren nicht mehr, beunruhigten die Investoren.

Der Dow Jones Industrial fiel zeitweise unter die vielbeachtete Marke von 26 000 Punkten und endete 1,86 Prozent tiefer bei 26 078,62 Zählern. Noch am Vortag war der Leitindex über 27 000 Punkte gestiegen, hatte letztlich aber noch rund 1,3 Prozent eingebüsst. Der marktbreite S&P 500 schloss am Mittwoch mit einem Minus von 1,79 Prozent bei 2887,61 Punkten. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 1,74 Prozent auf 7550,79 Zähler nach unten.

(cash/AWP/Reuters)

 
Aktuell+/-%
SMI10'913.11-0.30%
ABB N26.53+0.61%
CS Group N12.235-0.16%
LafargeHolcim N50.90+0.08%
UBS Group N13.240-0.41%
Nestle N100.36-0.46%
USD/JPY103.5040-0.07%
EUR/CHF1.0771-0.03%
Sika N249.80+1.26%
EUR/USD1.2168+0.47%
VP Bank -A- N114.00-0.70%
DOW JONES31'203.96+0.05%
S&P 5003'853.07+0.03%
NASDAQ 10013'404.58+0.81%
NASDAQ13'532.92+0.56%
Tesla Rg844.50-0.70%
SPI13'556.65-0.14%
Lonza Grp N595.20+0.30%
Novartis N85.61-0.47%
Logitech Intl N91.86+3.59%
Roche Hldg G316.75-1.02%
CieFinRichemont N85.44-0.51%
The Swatch Grp I257.50+0.12%
Commerzbank I5.818-0.03%
Kudelski P3.745-2.47%
u-blox Hldg N74.95-0.40%
Ölpreis (Brent)56.00+0.52%
Gold 1 Uz1'869.95-0.03%
ADP95.00-0.99%
Airbus Br Rg89.36-3.30%
Automatic Data P Rg161.02-0.82%
NIKKEI28'756.86+0.82%
GBP/CHF1.2155+0.07%
EUR/GBP0.8860-0.13%