+++Börsen-Ticker+++ - SMI schliesst unter 10'000 Punkten

Die Schweizer Börse hat die Talfahrt zu Wochenbeginn fortgesetzt.
16.09.2019 17:37
Die Aktien von Swatch mussten am Montag Federn lassen.
Die Aktien von Swatch mussten am Montag Federn lassen.
Bild: Bloomberg

17:40

Der SMI schliesst am Montag 0,78 Prozent tiefer bei  9970 Punkten. Händler erklärten, die Angriffe auf Ölanlagen in Saudi-Arabien hätten die Anleger weltweit verschreckt. 

Die höheren Ölpreise seien eine Belastung für eine Erholung der Weltwirtschaft, erklärten Experten. Entsprechend standen vor allem Aktien von Firmen mit einem konjunkturempfindlichen Geschäft auf den Verkaufszetteln. Die Luxusgüterwerte Swatch und Richemont gaben jeweils knapp zwei Prozent nach. Auch Finanzwerte gehörten zu den Verlierern. Credit Suisse sanken 1,7 Prozent, Swiss Life 1,5 Prozent.

Auch die Roche-Valoren verloren, allerdings nur minim. Der Pharmakonzern ist weiterhin zuversichtlich, Einbussen bei seinen Umsatzrennern wegen günstigerer Nachahmermedikamente durch neue Arzneien mehr als ausgleichen zu können. Roche dürfte im kommenden Jahr 14 sogenannte Blockbuster - Arzneien mit einem Jahresumsatz von einer Milliarde Dollar oder mehr - auf dem Markt haben, sagte der Chef der Pharmasparte, William Anderson. Zu den detaillierten SMI-Schlusskursen geht es hier.

Bei den Nebenwerten verloren AMS 2,4 Prozent an Wert. Die Chancen des österreichischen Chipherstellers auf eine Übernahme der deutschen Osram sind deutlich gestiegen. Die Schmolz+Bickenbach-Aktien sackten neun Prozent ab, nachdem die UBS die Aktien des Stahlherstellers auf "Neutral" zurückgestuft und sich auch eine Rating-Agentur Negativ geäussert hatte.

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16:00

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete am Montag 0,4 Prozent schwächer bei 27'103 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 fiel ebenfalls 0,4 Prozent auf 2995 Zähler, der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 0,6 Prozent nach auf 8125 Punkte. Scott Brown, Chefvolkswirt beim Finanzdienstleister Raymond James, sagte, Sorgen bereiteten ihm vor allem die steigende Unsicherheit und die Gefahr eines militärischen Eingreifens.

Zu den Gewinnern gehörten die Aktien der Energieunternehmen: So legten die Papiere von Marathon Oil, Devon Energy, Concho Resources und Apache bis zu 10,5 Prozent zu. Die Titel von ExxonMobil und Chevron gewannen rund drei Prozent. Unter Druck gerieten dagegen die Papiere der Fluggesellschaften American Airlines und Delta Air Lines, bei denen die Kerosinpreise den größten Kostenblock darstellen. Hier ein Börsen-Update auf spanisch:

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15:40

Die Genussscheine von Roche stemmen sich mit leichten Gewinnen gegen den insgesamt etwas schwächeren Markttrend. Der Pharmakonzern hat zum Wochenstart in London zum Pharma-Tag geladen. Zu den wichtigsten Aussagen zählen dabei die Erwartungen zum Umsatzbeitrag der neuen Produkte. Die Umsatzerosion durch Biosimilars bleibt zwar ein Belastungsfaktor, die Gewissheit, diesem Problem ausreichend entgegenhalten zu können, scheint aber in den letzten 12 Monaten nochmals gewachsen zu sein.

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15:20

Wie das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtet, wird eine Verschiebung des Börsengangs des Ölkonzerns Saudi Aramco erwogen. Bevor es aber zu einer Änderung der Pläne komme, müsse erst Klarheit über die Schäden an den Anlagen von Saudi Aramco herrschen. Der Börsengang wäre der bislang weltgrösste. Der saudische Energieminister Prinz Abdulasis bin Salman hatte in der vergangenen Woche erklärt, er solle so bald wie möglich erfolgen. Zu den Angriffen am Samstag auf zwei Ölraffinerien in Saudi Arabien haben sich die vom Iran unterstützten Huthi-Milizen aus dem Jemen bekannt. Die Attacken haben große Teile der saudiarabischen Öl-Produktion lahmgelegt.

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15:10

Präsident Donald Trump hat die US-Notenbank Fed wegen der jüngsten Preissprünge am Ölmarkt zu einer Zinssenkung aufgefordert. Es brauche eine "grosse" Senkung des Leitzinses und weitere Schritte, um die Wirtschaft anzukurbeln, forderte Trump am Montag auf Twitter. Seine Aufforderung kam nur zwei Tage vor der nächsten Entscheidung der Zentralbank zur Höhe des Leitzinses. Trump bezeichnete die Notenbank und deren Chef Jerome Powell erneut als "ahnungslos". Trump fordert seit langem niedrigere Zinsen.

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14:15

Gut eine Stunde vor der Startglocke taxiert der Broker IG den Dow Jones Industrial 0,35 Prozent niedriger auf 27'124 Punkte. Damit könnte die jüngste Rally erst einmal ein Ende finden. Am Donnerstag vergangener Woche hatte der Dow ein neues Rekordhoch nur knapp verpasst.

Seit Samstag ist der Ölmarkt im Ausnahmezustand. Mehrere Explosionen hatten Anlagen des saudischen Ölkonzerns Saudi Aramco erschüttert. Nach Angaben des Konzerns ist der Komplex in Abkaik die grösste Raffinerie des Landes. Die Ölpreise schnellten daraufhin nach Handelsbeginn zunächst um fast 20 Prozent nach oben. Mittlerweile hat sich dieser Anstieg etwa halbiert. Der Preissprung hatte sogar kurzzeitig zu einer Aussetzung des Handels mit US-Öl an der Rohstoffbörse in New York geführt. Anleger gingen auf Nummer sicher und kauften im frühen Handel US-Staatsanleihen.

Profiteur des starken Ölpreisanstiegs ist die Öl- und Gasbranche in den USA. So stiegen die Papiere grosser Förderkonzerne wie Exxon Mobil und Chevron vorbörslich um 3,8 beziehungsweise 3,5 Prozent. Noch weiter ging es für Papiere der Ausrüster und Zulieferer nach oben. Aktien von Schlumberger rückten um 7,5 Prozent vor und die von Halliburton um 7 Prozent - trotz einer Abstufung durch die Barclays Bank. Sie dürften sich somit dem Aufwärtstrend des Sektors an den europäischen Börsen anschliessen.

Aktien von US-Fluggesellschaften dürften ebenfalls an die Vorgaben aus dem europäischen Handel anknüpfen und unter Druck geraten. Mit dem Ölpreisanstieg könnten höhere Treibstoffrechnungen auf die Branche zukommen. Vorbörslich verloren United Airlines 3,5 Prozent und American Airlines 4,5 Prozent. Southwest Airlines fielen um 2,5 Prozent und Jetblue Airways um 2,9 Prozent.

Gegen das schwach erwartete Börsenumfeld legten Aktien des Fahrdienst-Vermittlers Lyft um 0,7 Prozent zu und die des Kontrahenten Uber um 0,8 Prozent. Die Grossbank HSBC hat beide Titel von "Halten" auf "Kaufen" hochgestuft. Eine Abstufung auf "Neutral" durch die Bank UBS drückte den Kurs des PC- und Druckerherstellers HP Inc um 1,3 Prozent nach unten.

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13:00

Der erste landesweite Streik seit 2007 belastet die Aktien des US-Autoherstellers General Motors. Sie geben im vorbörslichen Handel drei Prozent nach. Der Ausstand begann am Sonntag ab Mitternacht und betrifft nach Gewerkschaftsangaben etwa 48.000 auf Stundenbasis beschäftigte Arbeitnehmer.

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12:05

Der Schweizer Aktienmarkt verharrt am Montagmittag im roten Bereich. Als Auslöser für die Verluste gelten die Angriffe auf die saudische Ölraffinerie und der in der Folge scharf angestiegene Ölpreis. Laut Händlern hat dies viele Investoren auf dem falschen Fuss erwischt. 

Europaweit stehen die Aktienmärkte unter Druck. Der deutsche Leitindex Dax steht am Mittag 0,75 Prozent im Minus. Der Euro Stoxx 50 verliert 0,7 Prozent.

Der Swiss Market Index (SMI) notiert um 12:00 Uhr 0,63 Prozent tiefer bei 9982 Punkten, nachdem er im frühen Handel bis auf 9'964 Zähler gefallen war. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) gibt 0,61 Prozent auf 1'539,83 Stellen und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,57 Prozent auf 12'100 nach. 

Die mit Abstand deutlichsten Verlust bei den Blue Chips erleiden AMS (-3,5 Prozent). Am Morgen gab das Unternehmen neue Details zur geplanten Übernahme des Konkurrenten Osram bekannt. In Marktkreisen werden die neusten Nachrichten als eher kursneutral gewertet. Der Abgabedruck sei nach einem Anstieg der Papiere um über 20 Prozent in den vergangenen zwei Wochen wohl auf Gewinnmitnahmen zurückzuführen, ist zu hören.

Relativ klar abwärts geht es ausserdem mit Swiss Life (-1,5 Prozent). Die US-Bank JP Morgan hat das Rating in einer Branchenstudie auf 'Underweight' von 'Neutral' gesenkt.

 

 

Keine grosse Belastung mehr für den Gesamtmarkt sind - im Unterschied zum frühen Handel - die schwergewichtigen Novartis (-0,5 Prozent). Roche (-0,1 Prozent) halten sich im Vorfeld des "Pharma Day" noch besser. Und auch das dritte Schwergewicht Nestlé (-0,1 Prozent) schneidet vergleichsweise gut ab.

Am breiten Markt fallen Schmolz+Bickenbach (-9 Prozent) nach einer Ratingabsenkung durch Standard&Poors negativ auf. 

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10:45

Mit Verkäufen reagieren Anleger auf die Geschäftszahlen von Hennes & Mauritz (H&M). Die Aktien des schwedischen Modehändlers fielen am Montag um bis zu 3,2 Prozent auf 184,10 Kronen.

Das Unternehmen steigerte zwar den Quartalsumsatz um zwölf Prozent auf umgerechnet 5,9 Milliarden Euro und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Anleger hätten aber wohl auf ein noch besseres Ergebnis gehofft, schrieben die Analysten der Bank JPMorgan. Ihr Kollege James Grzinic von der Investmentbank Jefferies verwies auf die Rally der vergangenen Monate. Da sei die Zeit reif für Gewinnmitnahmen. Seit Ende Juni haben sich die H&M-Papiere um fast 30 Prozent verteuert.

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10:00

Der Preissprung bei der Nordsee-Ölsorte Brent ermuntert Anleger zum Einstieg bei europäischen Ölwerten. Die Aktien der Förderer BP, OMV, Repsol, Shell und Total steigen um bis zu 3,9 Prozent. Die Papiere von Dienstleistern wie Schoeller Bleckmann, Saipem oder Petrofac gewinnen ähnlich stark.

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09:15

Der Schweizer Aktienmarkt startet mit Abgaben in die neue Woche. Der Leitindex SMI fällt dabei schon in der Startphase unter die Marke von 10'000 Punkten, über der er in der letzten Woche grösstenteils notiert hatte. Als Hauptgrund für die sich Verluste gilt der starke Anstieg der Ölpreise.

Nachdem ein Teil der Ölproduktion Saudi-Arabiens nach einem Angriff auf die grösste Ölraffinerie ausfällt, zogen die Kurse scharf an - zeitweise um fast ein Fünftel. Abgesehen davon sorgen schwache Konjunkturdaten aus China für Verunsicherung.

Der SMI steht um 09:15 Uhr 0,6 Prozent tiefer bei 9'990 Zählern. In der Vorwoche hatte der Leitindex nach einer Berg- und Talfahrt am Schluss ein leichtes Minus von 0,26 Prozent verbucht.

Besonders deutliche Verluste zeichnen sich bei den Blue Chips bei AMS ab (-2,5 Prozent), nachdem Osram das Kaufangebot der Österreicher nun zur Annahme empfiehlt. Zuvor hatte AMS vermeldet, dass die Mindestannahmeschwelle auf 62,5 von 70 Prozent gesenkt werden soll. 

 

 

Relativ klar abwärts geht es ausserdem mit Swiss Life (-1 Prozent). Die US-Bank JP Morgan hat das Rating in einer Branchenstudie auf 'Underweight' von 'Neutral' gesenkt hat. Im Fokus sind am Berichtstag auch Roche (-0,3 Prozent), hält der Basler Konzern doch seinen "Pharma Day" ab. Auch die anderen Schwergewichte wie Netslè (-1,8 Prozent) und Novartis (-0,7 Prozent) geben zum Start deutlich nach . Die US-Gesundheitsbehörde hatte am Freitagabend eine Sicherheitswarnung für Novartis' Medikament Kisqali publiziert.

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08:15

Der Swiss Market Index wird am Montag vorbörslich 0,54 Prozent tiefer geschätzt. Alle 20 SMI-Titel stehen im Minus, am deutlichsten die Aktie von Novartis. Sie fällt 1 Prozent. 

Am frühen Samstagmorgen hatten mehrere Explosionen Anlagen des staatlichen Ölkonzerns Saudi Aramco in Churais und Abkaik erschüttert. Experten sehen in der Drohnenattacke einen Angriff auf das Zentrum der saudischen Ölindustrie. Nach Angaben von Saudi Aramco ist der Komplex die grösste Raffinerie des Landes und die grösste Rohölstabilisierungsanlage der Welt.

Am breiten Markt stehen die Aktien von AMS im Zentrum des Interesses. Sie fallen vorbörslich 1,5 Prozent. Der Halbleiterhersteller gibt bei der geplanten Übernahme des Konkurrenten Osram Gas.

ams-i-24924656="" chf="" href="https://www.cash.ch/news/top-news/chiphersteller-ams-macht-bei-geplanter-osram-uebernahme-tempo-1399291">Mehr zum Thema: AMS macht bei geplanter Osram-Übernahme Tempo

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07:45

An Chinas Festlandsbörsen ging es nach unten. So notierte der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien zuletzt 0,27 Prozent niedriger bei 3961,66 Zählern. Der Hongkonger Hang-Seng-Index verlor kurz vor Handelsschluss 1,13 Prozent auf 27'043,78 Punkte. In Japan waren die Börsen wegen eines Feiertags geschlossen.

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06:15

Der Preis für die Nordsee-Sorte Brent steigt bis zu 20 Prozent auf ein Vier-Monats-Hoch von 71,95 Dollar je Barrel. Das ist der größte Kurssprung seit dem Golfkrieg von 1992. US-Leichtöl WTI verteuerte sich um etwa 16 Prozent auf 63,34 Dollar - so stark wie zuletzt 2001. Zuletzt steht die Ölnotierungen noch etwa zehn Prozent höher als am Freitag.

Dies nachdem die Produktion in zwei saudischen Ölförderanlagen nach Drohnenangriffen gedrosselt werden musste. Der Ausfall betrifft rund fünf Prozent des weltweiten Ölangebots. Die steigenden Ölpreise hievten die Aktien asiatischer Energiekonzerne wie PetroChina oder China Petroleum um bis zu vier Prozent ins Plus.

Vom Iran unterstützte jemenitische Rebellen bekannten sich zu dem Anschlag auf zwei Werke des saudischen Konzerns Saudi Aramco am Samstag. 

Die Störung des Ölkreislaufs sei ziemlich bedeutend, urteilte Mele Kari, Chef des staatlichen nigerianischen Ölförderers Nigerian National Petroleum Corporation, im Interview des Finanzsenders Bloomberg TV. "Wenn sie anhält, könnte sie eine grosse Herausforderung für den Ölmarkt sein." Die USA hatten am Sonntag angekündigt, im Fall von Engpässen zur Freigabe von Ölreserven bereit zu sein. Damit könne etwaigen Störungen der Ölmärkte entgegengewirkt werden.

Mehr zum Thema: «Mit geladener Waffe» - Trump verschärft Ton nach Ölangriff

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06:10

Die Sorge vor einer Eskalation des Konflikts im Nahen Osten verteuerte die Anlagen in sogenannte sichere Häfen. So stieg der Goldpreis im frühen Handel in Asien um ein Prozent. "Wenn den Anlegern der Risikoappetit vergeht wegen der Sorgen vor Vergeltungsmaßnahmen, könnten einige Schwellenländer unter doppelten Druck geraten", sagte Mitul Kotecha, Spezialist für dieses Gebiet bei TD Securities.

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06:05

Die Märkte in Japan blieben am Montag wegen eines Feiertags geschlossen, weshalb sich die Liquidität an den asiatischen Märkten in Grenzen hielt. Der MSCI-Index asiatischer Aktien außerhalb Japans kletterte ein halbes Prozent auf 515,59 Punkte. Dämpfend wirkten sich die Daten zur chinesischen Industrieproduktion aus, die mit einer Wachstumsrate von 4,4 Prozent im August so langsam wuchs wie seit 17 einhalb nicht mehr.

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06:00

Zur Schweizer Währung notiert der Dollar 0,2 Prozent niedriger bei 0,9880 Franken. Parallel dazu gab der Euro 0,2 Prozent auf 1,0941 Franken nach.

(cash/AWP/Reuters)

 

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