+++Börsen-Ticker+++ - Starke Bilanzen verhelfen US-Börsen zu kleinem Plus

Gute Zwischenberichte von Unternehmen wie Kellogg und Mondelez haben der Wall Street am Dienstag zu leichten Gewinnen verholfen.
31.10.2017 21:30
Die Konkurrenz von Nike setzt Under Armour stark zu: Die Aktie bricht am Dienstag um ein Viertel ein.
Die Konkurrenz von Nike setzt Under Armour stark zu: Die Aktie bricht am Dienstag um ein Viertel ein.
Bild: pixabay.com

21:30

Die Börsianer warteten zudem darauf, dass US-Präsident Donald Trump am Donnerstag einen Nachfolger für die Chefin der amerikanischen Notenbank Fed ernennt. Insidern zufolge neigt der Republikaner dazu, Fed-Direktor Jerome Powell zu befördern, der für Kontinuität stünde. Anleger warten ausserdem auf den Zinsentscheid der Fed am Mittwochabend.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schliesst 0,1 Prozent höher auf 23'377 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 erhöht sich ebenfalls um 0,1 Prozent auf 2575 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbessert sich um 0,4 Prozent auf 6727 Stellen. Im Gesamtmonat legt der Dow damit 4,3 Prozent zu, der S&P 2,2 und die Nasdaq 3,6 Prozent.

Bei den Einzelwerten springen Aktien von Kellogg um mehr als 6 Prozent in die Höhe. Das Unternehmen überraschte positiv mit dem ersten Umsatzplus seit langem. Die Erlöse des US-Konzerns waren zuvor zehn Quartale in Folge gesunken. Nun punktet Kellogg aber mit Tiefkühlkost und Müsliriegeln.

Gefragt waren auch die Aktien von Mondelez mit einem Aufschlag von rund 5 Prozent. Der US-Nahrungsmittelproduzent hat dank starker Geschäfte in Europa und Lateinamerika mehr verdient als erwartet. Der Umsatz stieg im Quartal um 2,1 Prozent auf 6,53 Milliarden Dollar und der Gewinn um 81 Prozent auf 992 Millionen Dollar - wozu aber günstige Steuerbedingungen und Einmal-Einnahmen beitrugen.

Dagegen brechen die Papiere von Under Armour um fast ein Viertel ein. Die Konkurrenz von Adidas und Nike setzt dem Sportartikelhersteller zu, der seine Geschäftsziele zurückschraubte.

Zu den Verlierern gehören auch Qualcomm, die Aktien liegen zuletzt 6,6 Prozent im Minus. Zuvor hatte Reuters berichtet, dass Apple iPhones und iPads ohne Qualcomm-Chips entwickelt hat.

Für gute Stimmung an Europas Börsen sorgten starke Zahlen des Ölriesen BP. Der Handel blieb allerdings insgesamt dünn, weil der deutsche Aktienmarkt wegen des diesmal bundesweit gefeierten Reformationstags geschlossen war. Am Mittwoch wird in Teilen Deutschlands und Europas dann der Feiertag Allerheiligen begangen. Die Anleger hielten sich ausserdem zurück in Erwartung wichtiger geldpolitischer Entscheidungen der Notenbanken der USA und Grossbritanniens.

+++

17:40

Die Kurse an der Schweizer Börse haben am Dienstag auf breiter Front zugelegt. Der SMI schliesst 0,7 Prozent höher auf 9242 Punkten. Vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwochabend und den stark beachteten US-Arbeitsmarktdaten am Freitag verhielten sich die Anleger aber vorsichtig. "Es wird nicht blind gekauft", sagt ein Händler. "Die Investoren fahren auf Sicht."

Gegen den positiven Trend fallen die Geberit-Aktien um 4,5 Prozent. Das Quartalsergebnis der Sanitärtechnikfirma sei schlechter als erwartet und habe zusammen mit der Prognosesenkung die Anleger enttäuscht, sagen Händler. Geberit nahm die Wachstumsprognose auf 3 von bisher 3 bis 4 Prozent zurück. Nach dem Kursplus von 15 Prozent in diesem Jahr streichen die Anleger ihre Gewinne ein, heisst es.

Die Anteile von Clariant gewinnen 1,8 Prozent. Der in einer Auseinandersetzung mit seinem Grossaktionär White Tale steckende Chemikalienhersteller steigerte im dritten Quartal den Umsatz um 12 Prozent auf 1,57 Milliarden Franken und übertraf die Analystenerwartungen. Das operative Ergebnis legte 13 Prozent auf 235 Millionen Franken zu. Clariant erwartet 2018 eine Fortsetzung des Wachstums.

An die Spitze der Bluechips setzten sich die ABB-Titel mit einem Plus von 3,4 Prozent. Bei 26,17 Franken markierte der Kurs den höchsten Stand seit September 2008. Mehrere Analysten haben das Kursziel angehoben und ihre Kaufempfehlungen für den Elektrotechnikkonzern bekräftigt. Positiv für ABB sei auch, dass Rockwell Automation Annäherungsversuche von Emerson Electric zurückgewiesen habe, sagt ein Händler. Durch den Zusammenschluss der zwei US-Firmen wäre ABB ein starker Konkurrent erwachsen, sagt ein anderer Börsianer.

Die Anteile der Pharmakonzerne Novartis und Roche legen rund ein halbes Prozent zu. "Eventuell haben die Anleger auch endlich realisiert, dass die beiden Papiere eine Dividendenrendite von rund 3,5 Prozent abwerfen und diese Rendite dürfte noch gegen 4 Prozent steigen", sagt ein Händler. Novartis beantragte in den USA zudem einen breiteren Einsatz des Krebsmedikaments Kymriah. Künftig soll mit der Arznei auch Blutkrebs (DLBCL) behandelt werden dürfen.

Die Aktie von Nestlé rückt 1,3 Prozent vor. Nestlé gehöre zu den Firmen, die ihre Ausschüttung in den vergangenen Jahren stetig erhöht hätten.

Uneinheitlich sind die Aktien von Banken: UBS gewinnen 0,7 Prozent an Wert und Julius Bär steigen um 0,9 Prozent. Credit Suisse dagegen verlieren vor der Veröffentlichung der Quartalsbilanz am Donnerstag 0,8 Prozent.

Am breiten Markt rutschten die Titel von Oerlikon nach einem festen Start nach Gewinnmitnahmen mit 0,9 Prozent ins Minus. Zunächst erreichte die Aktie mit 16,95 Franken den höchsten Kurs seit neun Jahren. Der Anlagenbauer hob nach einem Umsatzplus von 31,5 Prozent auf 722 Millionen Franken im dritten Quartal seine Jahresprognose an. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Dienstag.)

+++

14:45

Gute Zwischenberichte von Unternehmen wie Mastercard und Kellogg verhelfen der Wall Street am Dienstag zu Gewinnen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnet 0,1 Prozent im Plus bei 23'365 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewinnt ebenfalls 0,1 Prozent auf 2575 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq steigt 0,3 Prozent auf 6716 Stellen.

Die Aktien von Mastercard legen 0,8 Prozent zu. Der Kreditkartenanbieter hat dank der Kauflaune der Konsumenten mehr verdient als am Markt erwartet worden war. Positiv überrascht auch Kellogg mit dem ersten Umsatzplus seit langem. Die Erlöse des US-Konzerns waren zuvor zehn Quartale in Folge stetig zurückgegangen. Nun punktet Kellogg mit Tiefkühlkost und Müsliriegeln. Händler greifen auch bei Aktien beherzt zu, der Kurs klettert um 7 Prozent.

Dagegen brechen die Papiere von Under Armour über 14 Prozent ein. Die Konkurrenz von Adidas und Nike setzt dem Sportartikelhersteller zu, der seine Geschäftsziele zurückschraubte. Nike verlieren im Sog fast 1 Prozent.

Zu den Verlierern gehören auch Qualcomm, die Aktien liegen 7,6 Prozent im Minus. Zuvor hatte Reuters berichtet, dass Apple iPhones und iPads ohne Qualcomm-Chips entwickelt hat.

+++

12:45

Der Schweizer Aktienmarkt notiert am Dienstagmittag fester. Der Leitindex SMI hat sich dabei nach einem gehaltenen Start im Verlauf des Vormittags klar ins Plus vorgearbeitet. Insbesondere die Pharmaschwergewichte und Finanzwerte haben klar anzogen. Deutliche, aber unterschiedliche Bewegungen zeigen sich derweil bei Einzelwerten nach Quartalszahlen.

Die Stimmung werde derzeit von stabilen Konjunkturdaten und guten Unternehmenszahlen gestützt, heisst es im Markt. Demgegenüber seien mögliche Störfeuer, wie etwa die Katalonien-Krise, in den Hintergrund getreten. Bestätigung für die stabile Konjunktur lieferten positive Daten von der Industrieproduktion in Japan ober dem Wirtschaftswachstum in der Euro-Zone. In Deutschland wird wegen eines Feiertages nicht gehandelt, so dass Impulse von dieser Seite ausbleiben. Am Nachmittag werden in den USA der Chicago PMI und Daten zum Konsumentenvertrauen veröffentlicht, was hierzulande nochmals Impulse auslösen könnte.

Der SMI gewinnt gegen Mittag 0,6% auf 9227 Punkte. Der 30 Aktien umfassende SLI notiert 0,4% fester auf 1502 Stellen, während der breite SPI um 0,5% auf 10'583 Zähler steigt. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 23 im Plus, 5 im Minus und 2 (Kühne+Nagel, Richemont) unverändert.

Spitzenreiter bei den Bluechips sind ABB (+2,1%, 25,77 Franken), die von Analystenbewertungen getrieben werden. Goldman Sachs hat die Einstufung auf "Buy" von "Neutral" angehoben und das Kursziel auf 31 (25) Franken gesteigert. Zudem wurden die Titel auf die "Conviction List" genommen. Der Investitionszyklus komme jetzt auch bei ABB an, heisst es zur Begründung. Auch Barclays hat das ABB-Kursziel angehoben. Klar fester zeigen sich auch Logitech (+1,6%) und Sika (+0,9%).

Die meisten Punkte zum SMI-Anstieg steuern jedoch die Pharma-Schwergewichte bei. Novartis (+0,9%) hat für seine personalisierte Zelltherapie Kymriah wie angekündigt auch in der Indikation zur Behandlung von DLBCL (B-Cell-Lymphom) den Zulassungsantrag in den USA gestellt. Roche (+0,6%) hat neue Daten zu seinem monoklonalen Antikörper Etrolizumab bei der Behandlung von entzündlichen Darmerkrankungen vorgestellt. Auch das dritte Schwergewicht Nestlé (+0,7%) gibt dem Gesamtmarkt nach einer Kurszielanhebung durch Bernstein Auftrieb.

Clariant (+0,5%) hat Umsatz und operativen Gewinn im dritten Quartal gesteigert und den Ausblick bestätigt. Die Zahlen liegen über den Schätzungen der Analysten, die jedoch auf die Unsicherheiten nach der gescheiterten Huntsman-Fusion verweisen. Zudem investiert der Konzern in eine neue Cellulose-Ethanol-Anlage zur Produktion des Bioethanol-Treibstoffs "Sunliquid" im kommerziellen Massstab in Rumänien.

Grösster Verlierer unter den 30 Bluechips sind Geberit (-4,4%). Der Sanitärtechnikkonzern hat den Jahresausblick leicht gesenkt, wobei die Analysten werten insbesondere die tieferen Umsatzerwartungen als belastend. Im dritten Quartal wurde eine leichte Umsatzsteigerung erreicht, das Betriebsergebnis war hingegen rückläufig.

Auch Dufry (-4,1%) sind nach Zahlen unter Druck. Beim Reisedetailhändler hat sich das Umsatzwachstum im dritten Quartal abgeschwächt. Der Nettogewinn legte zu, jedoch nicht so stark wie von den Analysten erwartet. Die Enttäuschung bei der Marge könne zu Senkungen der Schätzungen führen, heisst es bei den Analysten.

Im breiten Markt hat Oerlikon (+1,6%) die Schätzungen der Analysten übertroffen und die Guidance bei Umsatz, Bestellungseingang und Marge angehoben. Ebenfalls nach Zahlen sind sowohl Feintool (+1,2%) als auch Phoenix Mecano (+1,4%) nach anfänglichen Abgaben ins Plus gedreht.

Die Aktien von DKSH (-3,5% auf 83,10 Franken) geben deutlich ab. Hier hat Kepler Cheuvreux die Bewertung auf "Reduce" von "Hold" gesenkt, das Kursziel aber auf 82 (77) Franken angehoben. Evolva (-10,5%) werden mit einem Bezugsrechteabschlag (laufende Kapitalerhöhung) gehandelt. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht zum Mittag.)

+++

10:40

Die Schweizer Börse tendiert am Dienstagvormittag fester. Händler sagen allerdings, angesichts der leichteren Kurse an der Wall Street und der gehaltenen Märkte in Fernost verhielten sich die Anleger vorsichtig. Ausserdem wollten sie sich vor der Veröffentlichung der Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwochabend und der US-Arbeitsmarktdaten am Freitag nicht unnötig Risiken aussetzen.

Der SMI notiert mit 9209 Zählern um 0,4 Prozent höher. Am Montag war der Leitindex um 0,1 Prozent gesunken.

Händler begründen die Zurückhaltung auch mit einem Medienbericht, wonach im US-Kongress über eine etwas langsamere Senkung der Unternehmenssteuern nachgedacht wird als von Präsident Donald Trump geplant. Dies hatte bereits die Kurse an der Wall Street und danach in Tokio gedrückt.

Im Fokus der Anleger stehen die Aktien von Geberit, die nach einem schwächer als erwarteten Quartalsbericht und einer tieferen Wachstumsprognose um 5,7 Prozent nachgaben. Der Sanitärtechnikkonzern hat im dritten Quartal die Erwartungen der Analysten verfehlt und die Wachstumsprognose auf 3 von bisher 3 bis 4 Prozent gesenkt. Nach einem Kursplus von 15 Prozent in 2017 komme es nun zu Gewinnmitnahmen, heisst es.

Die Aktien von Clariant ziehen um 0,3 Prozent an. Der in einer Auseinandersetzung mit seinem grössten Aktionär stehende Spezialchemiekonzern hat im dritten Quartal 2017 den Umsatz um 12 Prozent auf 1,57 Milliarden Franken gesteigert und die Analystenerwartungen damit leicht übertroffen. Das operative Ergebnis legte um 13 Prozent auf 235 Millionen Franken zu.

Bei den Standardwerten überwiegen die Gewinner. Den stärksten Kursgewinn verbuchen die Anteile von ABB mit 1,4 Prozent Plus. Mehrere Analysten haben das Kursziel für den Titel des Elektrotechnikkonzerns erhöht und die Kaufempfehlung bestätigt.

Swiss Re büssen 0,5 Prozent ein. Goldman Sachs hat die Empfehlung für den Rückversicherer auf "Neutral" von "Buy" gestutzt. Swiss Re legt am Donnerstag den Zwischenbericht vor.

Die Anteile der Grossbanken legen zu. Credit Suisse rücken vor der Ergebnisvorlage am Donnerstag um 0,6 Prozent vor.

Die Papiere der schwergewichtigen Pharmakonzerne Roche und Novartis steigen um 0,6 Prozent. Lebensmittelriese Nestlé gewinnt 0,4 Prozent an Wert.

Am breiten Markt verbuchen die Titel von Oerlikon einen Kurssprung. Mit einem Kurs von 16,95 Franken erreichten sie den höchsten Stand seit Oktober 2008. Dann liessen Gewinnmitnahmen den Kursgewinn auf noch 2,2 Prozent abschmelzen. Der Anlagenbauer hat nach einem Umsatzplus um 31,5 Prozent im dritten Quartal auf 722 Millionen Franken seine Jahresprognose für Umsatz und Auftragseingang erhöht.

Die Aktien von DKSH sacken um 3,7 Prozent ab. Kepler Cheuvreux hat das Rating für die Anteile des Marktexpansionsdienstleisters auf "Reduce" von "Hold" gesenkt.

Die Aktien der VZ Holding gewinnen 3,3 Prozent auf 340,75 Franken. Kepler Cheuvreux hat die Aktie mit einem Kursziel auf 380 von 105 Franken erhöhten Kursziel zum Kauf empfohlen.

+++

09:30

Der SMI tritt bei 9180 Punkten in der ersten halben Stunde nach Handelsbeginn auf der Stelle. Das Pharmaschwergewichten Novartis zeigt sich unverändert. Der Konzern hat für seine personalisierte Zelltherapie Kymriah wie angekündigt auch in der Indikation zur Behandlung von DLBCL (B-Cell-Lymphom) den Zulassungsantrag in den USA gestellt. Roche (+0,04 Prozent) hält sich etwas besser. Der Konzern hat neue Daten zu seinem monoklonalen Antikörper Etrolizumab bei der Behandlung von entzündlichen Darmerkrankungen vorgestellt. Das dritte Schwergewicht Nestlé (+0,2 Prozent) ist unauffällig.

Mit einem leicht gesenkten Jahresausblick notieren Geberit mit -3,5 Prozent deutlich schwächer. Der Sanitär-Konzern hat eine leichte Umsatzsteigerung im dritten Quartal erreicht, das Betriebsergebnis war hingegen rückläufig. Freundlich zeigen sich auch dafür ABB mit satten Plus von 1,5 Prozent. Positiv wirkt hier die Bewertungsanhebung durch Goldman Sachs auf "Buy" von "Neutral" und das höhere Kursziel von 31 (25) Franken. Swiss Re (-0,8 Prozent) werden durch eine Abstufung auf "Neutral" von "Buy" durch Goldman Sachs belastet. Das Kursziel sinkt auf 95 (99) Franken.

Clariant (+0,08 Prozent) hat Umsatz und operativen Gewinn im dritten Quartal deutlich gesteigert und den Ausblick bestätigt. Die Zahlen liegen über den Schätzungen der Analysten. Zudem investiert der Konzern in eine neue Cellulose-Ethanol-Anlage zur Produktion des Bioethanol-Treibstoffs "Sunliquid" im kommerziellen Massstab in Rumänien.

Gute Zahlen machen Clariant als Ziel noch attraktiver

Beim Reisedetailhändler Dufry (-2,7 Prozent) hat sich das Umsatzwachstum im dritten Quartal abgeschwächt. Der Nettogewinn legte zu, jedoch nicht so stark wie von den Analysten erwartet.

Im breiten Markt hat Oerlikon (+3,4 Prozent) die Schätzungen der Analysten übertroffen und die Guidance bei Umsatz, Bestellungseingang und Marge angehoben. Panalpina (2,3 Prozent) werden von Berenberg mit "Buy" und einem Ziel von 165 CHF wieder in die Bewertung aufgenommen. Die Aktien von DKSH (-3,8 Prozent) geben ab. Hier hat Kepler Cheuvreux die Bewertung auf "Reduce" von "Hold" gesenkt, das Kursziel aber auf 82 (77) CHF angehoben.

+++

08:30

Trotz enttäuschender Industriedaten aus China haben Asiens Börsen am Dienstag überwiegend zugelegt. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans notierte 0,4 Prozent im Plus. In Tokio ging der Leitindex Nikkei unverändert bei knapp 22.012 Punkten aus dem Handel.

+++

08:25

Der SMI zeigt im vorbörslichen Handel ein Plus von 0,15 Prozent auf 9189 Punkte. Stärkste Aktie ist Novartis (+0,6 Prozent). ABB (+0,9 Prozent) liegt ebenfalls gut im Rennen und profitiert von einer Heraufstufung durch Goldman Sachs.

Einzig Geberit (-1,9 Prozent) fallen zurück, nachdem der Konzern die Umsatz- und Gewinnprognose für die Neunmonatszahlen nicht ganz erreichte und den Ausblick neu etwas vorsichtiger formuliert. Auch Swiss Re (-0,4 Prozent) zeigen nach unten, werden von einer Herabstufung getroffen, ebenfalls durch Goldman Sachs (zu den vorbörslichen SMI-Kursen auf cash.ch).

Im SLI legen nach guten Zahlen auch die Aktien von Clariant (+1 Prozent) zu, ebenfalls jene von Oerlikon (+3,6 Prozent). Dufry (-0,4 Prozent) hingegen kann mit dem Ergebnis den Markt nicht ganz so gut überzeugen.

+++

06:45

Die Anleger an der Tokioter Börse sind am Dienstag in Deckung geblieben. Auf der Stimmung lastete ein Medienbericht, wonach im US-Kongress über eine etwas langsamere Senkung der Unternehmenssteuern nachgedacht wird, als von Präsident Donald Trump geplant, wie Händler erläuterten. Dies drückte bereits die Kurse an der Wall Street.

Zudem hielten sich die Investoren vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank am Mittwoch zurück. Der Leitindex Nikkei trat bis zum frühen Nachmittag bei 21'996 Punkten auf der Stelle. Zu den Verlieren gehörte der Telekomkonzern Softbank.

Insidern zufolge stecken die Gespräche für eine Fusion der US-Mobilfunktochter Sprint mit der Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile US in einer Sackgasse. Dem japanischen Wirtschaftszeitung "Nikkei" zufolge sind sie sogar geplatzt. Der Euro gab am Devisenmarkt in Fernost leicht nach auf 1,1625 Dollar.

(Reuters/AWP/cash)