+++Börsen-Ticker+++ - Starke Konjunkturdaten stützen US-Börsen

Unerwartet starke US-Konjunkturdaten haben die New Yorker Börsen am Freitag gestützt.
26.04.2019 22:30
Das überraschend starke BIP-Wachstum freut auch die Händler an der Wall Street.
Das überraschend starke BIP-Wachstum freut auch die Händler an der Wall Street.
Bild: Bloomberg

22:30

Das Bruttoinlandsprodukt stieg zwischen Januar und März auf das Gesamtjahr hochgerechnet um 3,2 Prozent statt wie erwartet um 2 Prozent. Gemischt ausgefallene Firmenbilanzen verhinderten jedoch grössere Kursgewinne an der Wall Street.

Der Leitindex Dow Jones schliesst 0,3 Prozent höher auf 26'543 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 erhöht sich um 0,5 Prozent auf 2939 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbessert sich um 0,3 Prozent auf 8146 Punkte. Im Wochenvergleich gibt der Dow 0,1 Prozent nach, der S&P-Index steigt um 1,2 Prozent und der Nasdaq rückt um 1,9 Prozent vor.

Bei den Einzelwerten verlieren Intel fast 9 Prozent. Der weltgrösste Halbleiteranbieter senkte seine Geschäftsziele. Offenbar reagiert das Unternehmen damit auf die unsicheren Konjunkturaussichten, vor allem in China, schreibt Analystin Suji Desilva von der Investmentbank Roth.

Ein überraschend deutlicher Gewinneinbruch brockt Exxon einen Kursrückgang von 2,1 Prozent ein. Der grösste US-Konzern verdiente im ersten Quartal nur noch halb so viel wie im Vorjahreszeitraum.

Aufwärts gehts indessen für Ford mit einem Kursplus von fast 11 Prozent. Der Autobauer hatte ein Quartalsergebnis über Markterwartungen bekanntgegeben und blickt optimistischer in die Zukunft. Im Windschatten legten General Motors (GM) 1,4 Prozent zu.

Auch Amazon verdiente überraschend gut. Die Papiere des Online-Händlers gewinnen 2,5 Prozent.

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17:45

Die Schweizer Börse hat ihren Aufwärtstrend auch am letzten Handelstag der Woche fortgesetzt. Händler erklären, gute US-Konjunkturdaten hätten Sorgen über eine weltweite Abkühlung der Wirtschaft verdrängt. Das Bruttoinlandsprodukt stieg zwischen Januar und März auf das Gesamtjahr hochgerechnet um 3,2 statt wie erwartet um 2 Prozent.

Der SMI gewinnt bis Handelsschluss 0,3 Prozent auf 9724 Zähler, was einem neuen Allzeithoch entspricht. Für die ganze Woche ergibt sich damit ein Plus von 1,6 Prozent.

Gefragt waren angesichts der aufgehellten Konjunkturaussichten vor allem Aktien aus dem Bausektor. Das Bauchemieunternehmen Sika gewinnt 1,5 Prozent an Wert. Auch der Sanitärtechniker Geberit und der Zementriese LafargeHolcim rücken vor.

Die Roche-Titel verteuern sich um 0,7 Prozent. Der Pharmakonzern hat die Frist für die 4,3 Milliarden Dollar schwere Übernahme der US-Gentherapiefirma Spark Therapeutics erneut verlängert.

Bei den Nebenwerten büssen Schindler 1,8 Prozent ein. Der Betriebsgewinn des Rolltreppen- und Liftherstellers schrumpfte zu Jahresbeginn unter anderem wegen steigender Rohmaterial- und Lohnkosten sowie Währungseinflüssen. Weiter im Aufwind sind die Aktien von EFG International mit einem Plus von 1,7 Prozent. Die Privatbank hat die verwalteten Vermögen auf 138 Milliarden Franken gesteigert.

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16:00

Gemischt ausgefallene Firmenbilanzen belasten die Stimmung an den US-Börsen zum Wochenschluss. Exxon hatte schwache Zahlen vorgelegt, Intel und American Airlines kappten ihre Prognosen. Für freundliche Gesichter sorgten indes unerwartet starke US-Daten. Das Bruttoinlandsprodukt stieg zwischen Januar und März auf das Gesamtjahr hochgerechnet um 3,2 statt wie erwartet um 2 Prozent.

Der Leitzindex Dow Jones liegt kurz nach Handelsbeginn etwas tiefer bei 26'438 Punkten. Auch der breiter gefasste S&P 500 verliert leicht auf 2922 Zähler. Die Technologiebörse Nasdaq büsst 0,4 Prozent auf 8075 Stellen ein.

Intel verlieren knapp 9 Prozent. Der weltgrösste Halbleiteranbieter senkte seine Geschäftsziele. Offenbar reagiert das Unternehmen damit auf die unsicheren Konjunkturaussichten, vor allem in China, schreibt Analystin Suji Desilva von der Investmentbank Roth.

Auch American Airlines kappten ihr Gewinnziel, die Papiere verlieren 2,7 Prozent.

Ein überraschend deutlicher Gewinneinbruch brockt Exxon einen Kursrückgang von 2,4 Prozent ein. Der grösste US-Konzern verdiente im ersten Quartal nur noch halb so viel wie im Vorjahreszeitraum.

Aufwärts gehts indes für Ford mit einem Kursplus von 7,5 Prozent. Der Autobauer hatte ein Quartalsergebnis über Markterwartungen bekanntgegeben und blickt optimistischer in die Zukunft. Im Windschatten legen General Motors (GM) 2,2 Prozent zu.

Auch Amazon verdiente überraschend gut. Die Papiere des Online-Händlers gewinnen 1,6 Prozent.

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13:45

Eine angebliche Vertuschung von Verlusten macht Bitcoin-Anleger nervös. Der Kurs der ältesten und wichtigsten Cyber-Devise brach zeitweise um gut 9 Prozent auf 4984,75 Dollar ein.

Auslöser des Ausverkaufs war eine von der New Yorker Generalstaatsanwaltschaft erwirkte einstweilige Verfügung gegen iFinex, die die Kryptobörse Bitfinex betreibt und die Internet-Währung Tether kontrolliert. Das Gericht untersagte die Auflösung von Dollar-Reserven, mit denen Tether unterlegt ist. Den New Yorker Anklägern zufolge hat Bitfinex bereits mindestens 700 Millionen Dollar aus den Dollar-Reserven von Tether abgezogen und sich zusätzlich Zugriff auf bis zu 900 Millionen Dollar gesichert. Offenbar wolle die Börse damit ihre Verluste vertuschen.

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11:40

Der Schweizer Aktienmarkt bewegt sich zum Wochenschluss in engen Spannen. Nach dem Anstieg auf ein Rekordhoch fehlt es dem Markt an Schwung. Der SMI notiert um 11 Uhr um 0,1 Prozent tiefer bei 9688 Punkten. Der 30 Aktien umfassende SLI sinkt um 0,2 Prozent auf 1517 Punkte. Der breite SPI ermässigt sich um 0,1 Prozent auf 11'644 Punkte.

Die stärkste Einbusse verzeichnen die PS von Schindler (-3,4%), die nach einem enttäuschenden Ergebnis unter Druck geraten.

Deutlich schwächer sind AMS (-2,1%). Dem Sensorenhersteller, der kommende Woche sein Zwischenergebnis veröffentlicht, machen negative Nachrichten aus der Technologiebranche zu schaffen.

Stützen des Marktes sind die Pharmaschwergewichte Novartis (+0,5%) und Roche (+0,5%). Roche verlängert die Offerte für die 4,3 Milliarden schwere Übernahme der US-Gentherapiefirma Spark Therapeutics ein weiteres Mal bis zum 3. Juni.

Am breiten Markt fallen die Aktien der St. Galler KB um 15 Franken oder 3,1 Prozent. Der Titel wird ex Dividende von 16 Franken gehandelt. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht am Mittag.)

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09:10

Der SMI dreht einige Minuten nach Handelsstart ins Minus und fällt um 0,1 Prozent auf 9685 Punkte. Damit bewegt er sich weiter auf Rekordniveau.

Im Verlauf könnten die Kurse weiter abbröckeln, sagen Händler. Vor der Veröffentlichung der US-Wachstumszahlen für das erste Quartal dürften die Marktteilnehmer wohl einen Gang herunterschalten. Neben den BIP-Daten wird auch das von der Universität Michigan berechnete Konsumentenvertrauen veröffentlicht.

Vor dem Wochenende dürften manche Anleger einen Teil der Gewinne aus der laufenden Woche einstreichen. "Wir haben mehr als ein Prozent gewonnen und dabei sogar an einem neuen Rekordhoch gekratzt. Da kann es nicht schaden, einen Teil davon in Sicherheit zu bringen", sagte ein Händler. Gegen höhere Kurse sprechen zudem die Vorgaben aus den USA und aus Asien. In Japan verliert der Nikkei Index 0,5 Prozent. Die Industrieproduktion ist im Land der aufgehenden Sonne unerwartet stark gesunken.

Im Fokus der Marktteilnehmer stehen die Papiere von Schindler (-2,6 Prozent). Der Lift- und Rolltreppenhersteller hat im ersten Quartal mehr Aufträge an Land gezogen und den Umsatz gesteigert. Das operative Ergebnis (EBIT) ging dagegen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,5 Prozent auf 274 Millionen Franken zurück. Die Marge sank auf 10,6 von 11,4 Prozent. Auch beim Konzerngewinn verzeichnete der Innerschweizer Konzern mit -5,3 Prozent auf 197 Millionen einen Rückgang. Damit hat Schindler die Erwartungen der von AWP befragten Analysten bei Auftragseingang und Umsatz erreicht, die Gewinnzahlen lagen aber unter den Erwartungen.

Die Genussscheine von Roche (+0,7 Prozent) legen leicht zu. Der Pharmakonzern verlängert die Offerte für die Übernahme der US-Gentherapiefirma Spark Therapeutics bis zum 3, Juni. Das ist bereits die zweite Verlängerung. Roche bietet für Spark 4,3 Milliarden Dollar oder 114,50 Dollar je Aktie.

Einen Teil ihrer jüngsten Gewinne büssen die Banken ein. Credit Suisse (-0,9 Prozent) und UBS (-0,6 Prozent) haben besser als erwartete Quartalsberichte veröffentlicht. Julius Bär (-1,2 Prozent) fallen, zählen mit einem Kursplus von 40 Prozent seit Jahresanfang aber zu den Werten mit der besten Kursentwicklung.

Am breiten Markt fallen die Aktien von Bobst (noch kein Kurs, vorbörslich +3,1 Prozent) positiv auf. Berenberg startet die Abdeckung der Aktien des Kartonverpackungsmaschinenherstellers mit der Empfehlung 'Buy' und dem Kursziel 93 Franken.

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08:30

Angesichts enttäuschender Geschäftszahlen einiger High-Tech-Firmen ziehen sich Anleger aus den asiatischen Aktienmärkten zurück. Ausserdem bereiteten ihnen die Wachstumsaussichten Kopfzerbrechen, sagte Tetsuro Ii, Chef des Vermögensverwalters Commons.

"Die chinesische Konjunktur hat ihre Talsohle offenbar durchschritten. Die Anleger sind sich aber nicht sicher, wie stark die Erholung ausfallen wird." Der Nikkei-Index verlor am Freitag 0,2 Prozent auf 22.253 Punkte und die Börse Shanghai büßte 0,6 Prozent auf 3104 Zähler ein. Zu den größten Verlierern am japanischen Aktienmarkt zählte Anritsu mit einem Kursrutsch von 13 Prozent.

Der Reingewinn des Mobilfunkindustrie-Ausrüsters fiel um 16 Prozent auf umgerechnet 60 Millionen Euro - doppelt so stark wie befürchtet. Die Papiere Advantest rutschten um knapp neun Prozent ab. Der Chipindustrie-Ausrüster rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einem Einbruch des operativen Gewinns um mehr als die Hälfte. 

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08:10

Der Swiss Market Index steht vorbörslich 0,02 Prozent höher bei 9696 Punkten. Das Rekordhoch datiert vom Mittwoch bei 9704 Punkten. Aus dem Rahmen fällt die Aktie der Credit Suisse. Sie verliert am Freitag 0,29 Prozent.

Bei den Mid Caps fallen die Titel von Schindler 1 Prozent. Der Lifthersteller hat am Freitag die Erstquartalszahlen veröffentlicht. 

07:40

Die Ölpreise haben am Freitag an die Verluste vom Vortag angeknüpft und sind weiter leicht gesunken. Ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 74,25 Dollar. Das waren zehn Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 25 Cent auf 64,96 Dollar.

Marktbeobachter sprachen von einem impulsarmen Handel. Auf Wochensicht konnten die Ölpreise zulegen, nachdem die US-Regierung am Montag eine Verschärfung der Sanktionen gegen das Opec-Mitglied Iran angekündigt hatte. Nachdem die Ölpreise in der ersten Wochenhälfte kräftig gestiegen waren, haben sie in der zweiten Wochenhälfte einen Teil der Gewinne wieder abgegeben.

Kurz vor dem Wochenende dürfte die Fördermenge in den USA wieder stärker in den Fokus rücken. Am Abend werden neue Daten zur Entwicklung der Förderanlagen in den USA erwartet. Am Markt wird mit einem leichten Rückgang der aktiven Bohrlöcher gerechnet.

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06:00

Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans gab 0,8 Prozent nach. In Tokio sank der Leitindex Nikkei um 0,7 Prozent auf 22'155 Punkte. Im Tagesverlauf wird die erste Schätzung zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA im ersten Quartal vorgelegt.

In Japan fallen die Aktien von Nintendo bis 5 Prozent.

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06:15

Im fernöstlichen Devisenhandel liegt der Euro kaum verändert bei 1,1360 Franken. Der Dollar steht bei 1,0200 Franken

Am Donnerstag war der Eurokurs zeitweise bis auf 1,1118 Dollar gefallen und damit auf den tiefsten Stand seit etwa zwei Jahren. In den vergangenen Handelstagen hatten mehrfach enttäuschende Konjunkturdaten aus der Eurozone die Gemeinschaftswährung belastet. Im Tagesverlauf stehen keine weiteren Konjunkturdaten aus der Eurozone auf dem Programm. 

(cash/AWP/Reuters)