+++Börsen-Ticker+++ - Steuerpläne machen Wall Street nervös

Wegen Zweifeln an der geplanten US-Steuerreform haben Anleger an der Wall Street am Dienstag Vorsicht walten lassen.
05.12.2017 22:20
Wie sieht die Steuerreform aus und was bringt sie den US-Unternehmen: Verunsicherte Händler an der Wall Street am Dienstag.
Wie sieht die Steuerreform aus und was bringt sie den US-Unternehmen: Verunsicherte Händler an der Wall Street am Dienstag.
Bild: Bloomberg

22:20

Der Dow Jones mit den Standardwerten etwa verabschiedet sich mit einem Minus von 0,5 Prozent aus dem Handel. Der am Samstag vom Senat verabschiedete Gesetzesentwurf enthält entgegen früheren Plänen eine Mindeststeuer für Unternehmen. Damit sind die Abgeordneten auf Kollisionskurs zum Repräsentantenhaus, das die Steuer streichen will. Beide Kammern müssen ihre Vorschläge in Einklang bringen, bevor Präsident Donald Trump das entsprechende Gesetz unterschreiben kann.

Investmentexpertin Lindsey Bell von CFRA Research sagt, der Markt gehe noch immer von einem Gelingen der Reform aus und davon, dass ein Steuersatz von 20 Prozent eingeführt wird. "Und das wird die Gewinne deutlich steigen lassen." Bisher ist eine Unternehmenssteuer von 35 Prozent fällig.

Der Dow Jones verabschiedet sich beim Stand von 24'180 Zählern. Der S&P 500 gibt um 0,4 auf 2629 Punkte nach. Beim Nasdaq beträgt das Minus 0,2 Prozent auf 6762 Stellen.

Die Aktien von Disney standen im Mittelpunkt. Der Unterhaltungskonzern hat im Rennen um Twenty First Century Fox nach Reuters-Informationen die Nase vorn. Allerdings sei der Rivale Comcast noch nicht aus dem Rennen. Die Papiere von Disney und Comcast geben um 2,7 beziehungsweise 2 Prozent nach. Fox-Anteilsscheine liegen 0,3 Prozent im Minus.

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17:40

Die Schweizer Börse hat am Dienstag nachgegeben. Vor allem die Kursabschläge der beiden Pharmaschwergewichte Novartis und Roche belasteten den Markt. In Sektoren mit guter Kursentwicklung strichen Anleger zudem ihre Gewinne ein, sagt ein Händler. "Man darf das nicht dramatisieren, letztlich ist es nur eine Konsolidierung nahe am Jahreshoch." Der SMI steht zum Handelsschluss 0,4 Prozent tiefer bei 9289 Punkten.

Händler sagen, nachdem der Entwurf für die Steuerreform im US-Senat gutgeheissen wurde, sei die Fantasie etwas verpufft. "Nun fehlt der Treiber für weitere Käufe", sagt ein Händler. "Was soll danach noch an wirtschaftspolitischen Impulsen kommen?", fragen sich die Experten der Bantleon Bank. Die Vorlage muss nun noch mit der Reform des Repräsentantenhauses abgeglichen werden, ehe sie in Kraft treten kann.

Die Novartis-Aktien sinken um 1,3 Prozent und belasten den SMI damit merklich. Die Genussscheine von Roche sind um 0,8 Prozent schwächer. Händler verweisen auf die Kursabschläge im US-Gesundheitssektor am Vortag. Europaweit büssen Gesundheitswerte Terrain ein.

Kursgewinne gibts dagegen bei Anteilen aus dem Konsumbereich. Mit Nestlé steigt das dritte Indexschwergewicht um 0,4 Prozent und bietet dem Markt etwas Stütze. Positive Analystenkommentare verhelfen den Anteilen des Uhrenkonzerns Swatch zu einem Plus von 0,6 Prozent. Um 1,0 Prozent höher gehandelt wurden die Titel des Aromen- und Duftproduzenten Givaudan.

Die Aktien der Banken, die zu den Profiteuren der geplanten US-Steuerreform zählen, konsolidierten den jüngsten Anstieg. Credit Suisse und UBS sinken um 0,8 und 0,6 Prozent. Auch Versicherungswerte schwächen sich meist ab.

Der jüngste Ausverkauf an der US-Technologiebörse belastet Technologiewerte. "Der Sektor zählt nicht zu den Profiteuren der US-Steuerreform", sagt ein Händler. Technologiefirmen drohe die Streichung von Steuerprivilegien. Zudem habe der Sektor dieses Jahr stark an Wert gewonnen. Die Titel der Chip- und Sensorfirma AMS sinken um 0,4 Prozent. Die Anteile des Solarindustriezulieferers Meyer Burger büssen 3,5 Prozent ein.

Die Temenos-Aktien geben 1,5 Prozent nach, obwohl die grösste lateinamerikanische Bank Itau für ihr Privatebanking auf eine Plattform der Bankensoftware-Firma setzt. Der Temenos-Kurs hat sich dieses Jahr fast verdoppelt.

Gefragt waren die Aktien von Cham Paper mit einem Plus von 2,6 Prozent. Die Firma verkauft ihr Spezialpapiergeschäft an die südafrikanische Sappi Limited.

Die Emmi-Aktien rücken 5,1 Prozent auf 667,50 Franken vor. Kepler Cheuvreux empfahl den Milchverarbeiter mit einem Kursziel von 730 Franken zum Kauf. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Dienstag.)

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15:40

Die Aussicht auf Steuersenkungen hat die Wall Street am Dienstag erneut gestützt. Den Anlagestrategen der UBS zufolge würde ein Rückgang der Unternehmenssteuern auf 20 von derzeit 36 Prozent den Gewinn der Firmen im Schnitt um knapp 10 Prozent in die Höhe treiben. Der US-Standardwerteindex Dow Jones steigt zur Eröffnung um 0,2 Prozent.

Der technologielastige Nasdaq gab dagegen nach. Kopfschmerzen bereitet Anlegern die drohende Streichung von Steuerprivilegien für Technologiefirmen. Dieser Passus werde im Rahmen der Verhandlungen zwischen Senat und Repräsentantenhaus zwar sicher noch geändert, sagt Rabobank-Analyst Philip Marey. "Aber für die Stimmung ist dies keine Hilfe." Ausserdem droht ein US-Regierungsstillstand, wenn der Kongress nicht bis Freitag einer Anhebung der Schuldenobergrenze zustimmt.

Zu den Favoriten am US-Aktienmarkt zählt Regal. Die Titel der US-Kinokette steigen um 8,7 Prozent auf ein Siebeneinhalb-Monate-Hoch von 22,54 Dollar, nachdem der britische Rivale Cineworld 23 Dollar je Aktie geboten hat. Cineworld fallen dagegen in London um bis zu 4,7 Prozent auf ein Eineinhalb-Jahre-Tief von 520,5 Pence.

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12:55

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag nach einer zunächst wenig veränderten Eröffnungsphase in den Rückwärtsgang geschaltet, wobei vor allem das Pharmaschwergewicht Novartis eine grosse Belastung für den Index ist. Auch europaweit ist die Kurstafel mehrheitlich rot. Die freundliche Börsenstimmung vom Vortag sei nun einer gewissen Vorsicht gewichen, heisst es im Handel. Als Grund wird auf die weltweit anhaltende Ausverkaufswelle im Technologiesektor verwiesen. Auch hierzulande stehen am Dienstag Aktien aus diesem Börsensegment deutlicher unter Abgabedruck. Nachdem zuletzt verschiedenenorts Höchststände erreicht wurden oder zumindest in Schlagweite gerieten, würden Investoren wohl auch kalte Füsse bekommen, heisst es weiter.

Während es auf der Unternehmensseite vergleichsweise ruhig ist, wurden auf der Makroebene einige Daten veröffentlicht, die in der Summe aber kein klares Bild abgeben. So stieg in der Eurozone die Unternehmensstimmung zwar auf höchstem Stand seit sechseinhalb Jahren, dagegen ging der Detailhandelsumsatz aber relativ deutlich zurück. In China wiederum verbesserte sich die Stimmung bei kleineren und privaten Unternehmen aus der Dienstleistungsbranche, womit die zuletzt veröffentlichten robusten Daten untermauert wurden. Am Nachmittag stehen u.a. noch Einkaufsmanagerindizes in den USA auf dem Programm.

Der SMI büsst gegen Mittag 0,3% auf 9303 Punkte ein. Der 30 Aktien umfassende SLI gibt um 0,3% auf 1492 Zähler nach und der breite SPI um ebenfalls 0,3% auf 10'651. Von den 30 wichtigsten Titel notieren 20 im Minus, 7 im Plus und 3 unverändert.

Schwach präsentiert sich das Pharmasegment, wobei Novartis nach einer Rating-Rückstufung durch Liberum auf "Hold" mit -1,4% am deutlichsten nachgeben. Der zuständige Analyst geht aber weiterhin davon aus, dass der Pharmakonzern schneller als die Konkurrenz wachsen könne. Dies sei jedoch bereits im aktuellen Kurs enthalten. Mit Vifor (-1,1%) und Roche (-0,4%) sowie aus dem breiten Markt Newron (-5,3%), Santhera (-3,8%), Kuros (-2,3%) und Idorsia (-1,9%) bleiben weitere Pharmawerte zurück.

Die klar grössten Verluste unter den Bluechips verzeichnen derweil Logitech (-2,2%), die bereits zum Wochenbeginn zu den grössten Verlierern gehört hatten. Im Handel wird hier auf die anhaltend schlechte Stimmung im Technologiesektor verwiesen. Im breiten Markt sind davon Titel wie Temenos (-5,5%), AMS (-3,3%) und Meyer Burger (-2,3%) betroffen.

Einmal mehr zu Reden geben die Chemiewerte Clariant (-0,2%), nachdem Blackrock seinen Anteil auf 3,8% von 2,8% aufgestockt hat. Auf welche Seite sich der weltgrösste Vermögensverwalter beim vom aufmüpfigen Grossaktionär White Tale belagerten Chemiekonzern schlagen wird, ist allerdings (noch) nicht bekannt.

Auf der Gegenseite liegen wie bereits am Vortag die schwergewichtigen Nestlé gut im Rennen: Sie sind mit Aufschlägen von aktuell 0,8% der zweitstärkste Wert im Segment der Bluechips hinter den volatilen Aryzta (+1,3%). Kursrelevante News sind zu dem Titel des weltgrössten Nahrungsmittelherstellers allerdings nicht auszumachen. Die Aktie hält weiter auf das Ende November markierten Allzeithoch zu. Leichte Avancen zeigen noch Kühne+Nagel (+0,4%), SGS und Givaudan (je +0,2%).

Nachdem bereits einige Verlierer aus dem breiten Markt aufgeführt wurden, nun zu den Gewinnern: Die Nahrungsmittelwerte Emmi (+5,4%) stehen nach einem positiven Analystenvotum hoch im Kurs. Baader Helvea hat die Aktie in ihre vielbeachtete "Top Picks"-Liste aufgenommen und die Kaufempfehlung entsprechend bestätigt.

Einen starken Lauf haben auch Cham Paper Group, die um 2,9% zulegen und ein neues Rekordhoch erreichten. Das Unternehmen verkauft sein Spezialpapiergeschäft an die südafrikanische Sappi Gruppe und wird zur reinen Immobiliengesellschaft. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht zum Mittag.)

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10:25

Die Schweizer Börse hat am Dienstagmorgen anfängliche Verluste rasch wieder aufgeholt und tritt nun an Ort. Nach den meist negativen Vorgaben aus den USA und Asien trauen sich die Anleger nicht aus der Deckung. "Der Schwung, der uns am Vortag noch auf Jahreshoch getragen hat, ist verpufft", sagt ein Händler. Der SMI notiert mit 9329 Punkten unverändert gegenüber dem Vortag, als der Leitindex 0,6 Prozent höher geschlossen hatte.

Nachdem der US-Senat am Wochenende den Gesetzentwurf für die Steuerreform von Präsident Donald Trump verabschiedet hat, fehle der Schub für weitere Gewinne, heisst es am Markt. Zudem müsse die Vorlage noch mit der Reform des Repräsentantenhauses abgeglichen werden, ehe sie in Kraft treten könne. "Mit der Steuerreform hat Trump sein wichtigstes Pulver verschossen - was soll danach noch an wirtschaftspolitischen Impulsen kommen?", heisst es in einem Kommentar der Zuger Bantleon Bank.

Kurzfristige Impulse erhoffen sich die Marktteilnehmer von den Einkaufsmanagerindizes der Eurozone und den USA, die im Laufe des Tages veröffentlicht werden. Zudem dürfte im US-Senat der künftige Fed-Chef Jerome Powell die erste Hürde im Nominierungsverfahren nehmen, wenn der zuständigen Ausschuss für ihn stimmt. Wegen der republikanischen Mehrheit im Senat gilt seine Ernennung als so gut wie sicher.

Gewinner und Verlierer halten sich bei den Standardwerten die Waage. Gebremst wird der Anstieg von den Verlusten bei den schwergewichtigen Aktien des Pharmakonzerns Novartis, die um 1,0 Prozent nachgeben. Die Genussscheine von Rivale Roche verlieren 0,3 Prozent. Der Anteil des Lebensmitteltitels Nestlé, einem weiteren Schwergewicht, sind um 0,8 Prozent fester.

Die Aktien der Banken, die zu den Profiteuren der geplanten US-Steuerreform zählen, entwickeln sich uneinheitlich. Derweil Credit Suisse  0,3 Prozent verlieren, rücken UBS rücken um 0,4 Prozent vor. Die Assekuranztitel schwächen sich meist ab: Swiss Re sinken um 0,6 Prozent und Swiss Life um 0,3 Prozent. Zurich aber sind eine Spur teurer bewertet.

Auch die Aktien zyklischer Firmen haben keine Richtung. Die Titel des Elektrotechnikkonzerns ABB und des Personalvermittlers Adecco geben nach, die des Zementherstellers Lafarge-Holcim ziehen leicht an.

Unter Druck stehen die Aktien der Technologiewerte. Sie setzen wie ihre Konkurrenten in den USA den Abwärtstrend fort. "Der Sektor zählt nicht zu den grösseren Profiteuren der US-Steuerreform", sagt ein Händler. Bereits an der Wall Street hatten Kursverluste bei Tech-Giganten wie Microsoft und Amazon die Freude von Investoren über die vom US-Senat gebilligten Steuersenkungspläne für US-Privatleute und Firmen getrübt. Zudem seien die Technologiewerte im Laufe des Jahres massiv gestiegen. Die Titel des Sensorenherstellers AMS sacken um 1,7 Prozent ab und Logitech verlieren 2,0 Prozent.

Die Aktien von Temenos werden um 3,6 Prozent tiefer gehandelt. Die grösste lateinamerikanische Bank Itau hat für ihr Privatebanking eine Technologieplattform des Bankensoftwareherstellers gewählt.

Gefragt sind die Aktien der Cham Paper Group mit plus 4,3 Prozent. Die Firma verkauft ihr Spezialpapiergeschäft an die südafrikanische Sappi Limited. Der Verkauf führe zu einem Mittelzufluss von rund 125 Millionen Franken. Die Cham-Group-Aktie soll zu einem Dividendentitel werden.

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09:10

Der Swiss Market Index notiert zu Handelsbeginn 0,04 Prozent im Plus. Zurückgehalten wird der Index von der Novartis-Aktie, die 0,8 Prozent nachgibt und damit die grösste Verlierer-Aktie im SMI darstellt. 

Die Nachrichtenlage ist am Berichtstag sehr dünn. Am Vortag hatte der am Wochenende erreichte Etappensieg Donald Trumps auf dem Weg hin zu seiner angestrebten tiefgreifenden Steuerreform für freundliche Stimmung gesorgt und vor allem Finanzwerte und Zykliker nach oben getrieben.

Die Uhrenwerte Richemont und Swatch (beide plus 0,4 Prozent) tendieren am Dienstag unter den SMI-Aktien am freundlichsten. Beim Spezialchemiekonzern Clariant (Aktie plus 0,4 Prozent) hat der weltgrösste Vermögensverwalter Blackrock seinen Anteil von 2,8 auf 3,8 Prozent erhöht und weckt damit Spekulationen. 

Das Hauptereignis am breiten Markt bietet die Cham Paper Group, die ihr Spezialpapiergeschäft an die südafrikanische Sappi Gruppe verkauft und zur reinen Immobiliengesellschaft wird. Die Aktie steigt 4 Prozent.

Die Aktien der Detailhandelsgruppe Valora werden 0,2 Prozent höher taxiert nach einer Kurszielerhöhung durch die Analysten der Credit Suisse. Zudem trat die US-amerikanische Grossbank J.P. Morgan mit einem Anteil von 3,082 Prozent als Valora-Aktionär in Erscheinung.

Auch die Nahrungsmittelwerte Emmi (plus 3,3 Prozent) stehen nach einem positiven Analystenvotum höher im Kurs. Baader Helvea hat die Aktie in ihre vielbeachtete "Top Picks"-Liste aufgenommen und die Kaufempfehlung entsprechend bestätigt. Temenos-Aktien sinken 2 Prozent - dies trotz der Meldung, dass der Softwareentwickler die lateinamerikanische Bankengruppe Itaú Unibanco als Kunden gewonnen hat.

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08:10

Der Swiss Market Index steht im vorbörslichen Handel am Dienstag 0,05 Prozent tiefer. Es gibt kaum Ausreisser nach oben oder nach unten. Die Aktie von Adecco weist mit 0,08 Prozent das deutlichste Minus auf. Bei den Mid Caps sticht Temenos mit einem Plus von 1,5 Prozent heraus. Der Bankensoftwarehersteller aus Genf hat die lateinamerikanische Bankengruppe Itaú Unibanco als Kunden gewinnen können. 

Schwache Vorgaben aus Asien und den USA sorgen Händlern zufolge für Zurückhaltung. An der Wall Street hatte der Dow-Jones-Index am Montag nach Handelsschluss in Europa seine Gewinne eingegrenzt. Er beendete die Sitzung 0,2 Prozent höher bei 24.290 Punkten. Der breiter gefasste S&P500 fiel um 0,1 Prozent, während die Technologiebörse Nasdaq 1,1 Prozent verlor.

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08:05

In Asien haben die Aktienmärkte am Dienstag keine einheitliche Richtung gefunden. Der Nikkei 225 verlor 0,4 Prozent und beendete den Handel bei 22 622 Punkten. Bei den Einzelwerten waren Technologiewerte die Verlierer. Anleger nahmen Gewinne mit und schichteten in Finanztitel um. So mussten Tokyo Electron, Fanuc und Sony Abschläge hinnehmen, während Sumitomo Mitsui Financial Group und Mitsubishi UFJ Financial Kursgewinne verbuchen konnten. Marktbeobachter rechnen auch weiter mit einem Trend zu Finanzwerten.

In China dagegen zeigten die Börsen keine klare Tendenz. Der CSI 300 , der die 300 wichtigsten Werte aus Festland-China umfasst, stand zum Handelsende 0,5 Prozent im Plus bei 4040,17 Punkten. Im November hatte sich der vom Wirtschaftsmagazin "Caixin" ermittelte Stimmungsindikator für den Dienstleistungssektor verbessert. Ein anderes Bild gab es Hongkong. Der Hang Seng gab nach einer kurzen Erholung am Vortag wieder nach. Er lag kurz vor Handelsende am Dienstag ein gutes halbes Prozent im Minus.

Der australische Leitindex ASX 200 knüpfte an seine Verluste vom Wochenanfang an und verlor 0,23 Prozent. Der Kospi in Südkorea konnte am zulegen.

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07:45

Die Ölpreise haben sich am Dienstag im frühen Handel nur wenig bewegt. Am Morgen knüpften sie geringfügig an die Vortagesverluste an. Der Preis für ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar fiel um sechs Cent auf 62,39 US-Dollar. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Januar-Lieferung sank um zwei Cent auf 57,45 Dollar.

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06:35

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notiert 0,2 Prozent im Minus bei 22'660 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gab 0,11 Prozent auf 1784 Zähler nach. Ausgelöst durch Verluste von Technologiewerten in New York stießen Investoren Aktien von Chipherstellern ab. Zu den größten Verlierern gehörten Aktien von Tokyo Electron und Advantest, die jeweils gut zwei Prozent nachgaben. Gefragt waren dagegen Finanzaktien.

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06:30

Spekulationen auf die Steuerreformpläne in den USA stützten den Dollar, insbesondere zum Yen. Die US-Währung wurde mit 112,50 Yen gehandelt, nachdem sie am Montag mit 113,09 Yen auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Wochen geklettert war. Der Euro notierte kaum verändert mit 1,1875 Dollar. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9846 Franken je Dollar und 1,1693 Franken je Euro bewertet.

(cash/AWP/Reuters)