+++Börsen-Ticker+++ - Steuerpläne und nominierter Fed-Chef beflügeln Wall Street nicht

Die Wall Street hat auf die Steuerpläne der US-Republikaner verhalten reagiert.
02.11.2017 21:25
Die Steuerpläne der Republikaner und die Nomination des neuen Fed-Chefs: Die Überraschungen an der Wall Street blieben am Donnerstag aus.
Die Steuerpläne der Republikaner und die Nomination des neuen Fed-Chefs: Die Überraschungen an der Wall Street blieben am Donnerstag aus.
Bild: Bloomberg

21:25

Der Dow Jones mit den 30 Standardwerten geht am Donnerstag mit einem Plus von 0,4 Prozent höher bei 23'516 Punkten aus dem Handel, während der breiter aufgestellte S&P 500 mit 2579 Zählern praktisch auf der Stelle steht. Der Nasdaq bewegt sich mit 6714 Punkten ebenfalls kaum.

Die Steuerpläne der Republikaner fallen weitgehend wie erwartet aus. Demnach soll die Unternehmenssteuer von 35 Prozent auf 20 Prozent sinken. Zudem soll es weniger Steuersätze für Privatleute geben. Die Pläne von Präsident Donald Trump haben seit seiner Wahl vor einem Jahr zur Rally an der Wall Street beigetragen. Allerdings gibt es Zweifel, ob dem Kongress die erste grosse Steuerreform seit 1986 gelingen wird. "Ich weiss nicht, ob aus Washington wirklich so viel Substanz kommt, dass die Erwartungen des Marktes erfüllt werden", sagt der Chef der Firma Longbow Asset Management, Jake Dollarhide.

Aufmerksam verfolgten die Investoren am Abend auch die Ankündigung Trumps, Fed-Direktor Jerome Powell zum Nachfolger der Notenbankchefin Janet Yellen zu nominieren. Jeder andere Schritt wäre eine grosse Überraschung gewesen. Powell unterstützt Yellens Geldpolitik grösstenteils, gilt aber als marktfreundlicher.

Bei den Einzelwerten sorgen Quartalsbilanzen für Katerstimmung. So geben die Papiere von Tesla um 6,8 Prozent nach, weil der Hersteller von Elektroautos das Produktionsziel für seinen Hoffnungsträger Model 3 um mehrere Monate verschieben muss.

Aktien von Facebook bremsen mit einem Rückgang um 2 Prozent den S&P. Der Betreiber des grössten sozialen Netzes konnte zwar den Gewinn um fast 80 Prozent steigern, stimmte Anleger aber auf steigende Kosten für die Sicherheit ein.

Dagegen steigen Apple-Anteilsscheine um 0,7 Prozent. Der iPhone-Hersteller will nach Börsenschluss seine Quartalsbilanz veröffentlichen.

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17:35

Die Schweizer Börse hat sich am Donnerstag gehalten präsentiert. Dank Kursgewinnen bei den Grossbanken konnte sich der Markt auf dem Niveau des Vortages behaupten. Der SMI geht mit 9280 Punkten 0,1 Prozent höher aus dem Handel als am Mittwoch. Nach dem Rekordlauf an den internationalen Börsen lege der Markt eine Pause ein, sagen Händler.

Die erste Zinserhöhung der Bank von England seit zehn Jahren um 0,25 Prozentpunkte auf 0,5 Prozent liess die Marktteilnehmer weitgehend kalt. "Das war erwartet", sagt ein Händler. Gespannt sind die Anleger dagegen auf den Nachfolger von US-Notenbankchefin Janet Yellen und den amtlichen US-Arbeitsmarktbericht am Freitag. Insidern zufolge dürfte US-Präsident Donald Trump Jerome Powell an die Spitze der wichtigsten Notenbank befördern. Powell dürfte den von Yellen eingeschlagenen vorsichtigen Kurs der geldpolitischen Straffung fortsetzen, heisst es am Markt.

Die Aktien der Credit Suisse setzten nach der Quartalsbilanz zu einem Höhenflug an. Der Kurs steigt um 4,5 Prozent auf 16,34 Franken - den höchsten Stand seit Februar 2016. Die Grossbank hat dank Einsparungen und einer guten Entwicklung der Vermögensverwaltung im dritten Quartal den Gewinn auf 244 Millionen Franken verfünffacht. "Wir glauben an unsere Strategie", sagte Konzernchef Tidjane Thiam. "Wir haben eine Fülle von Belegen, dass sie funktioniert." Damit zeigte Thiam auch dem Hedgefonds RBR Capital die kalte Schulter, der Credit Suisse aufspalten und den das Management der Bank in der kommenden Woche treffen will. "Die Zuversicht der Bank ist bei den Anlegern gut angekommen", sagt ein Börsianer.

Im Sog von Credit Suisse legen die Anteile von Rivalin UBS 1,5 Prozent zu.

Kaum Wellen schlugen dagegen die Neunmonatszahlen von Swiss Re. Die Aktien notierten geringfügig unter dem Vortagsniveau. Der Rückversicherer hält trotz eines Verlusts in den ersten neun Monaten an dem geplanten Aktienrückkauf fest. Ab dem 3. November soll durch den Erwerb eigener Titel bis zu eine Milliarde Franken an die Aktionäre zurückgegeben werden.

Uneinheitlich zeigen sich die Anteile zyklischer Firmen. Die Titel des Elektrotechnikkonzerns ABB sinken nach den jüngst kräftigen Kursgewinnen um 0,8 Prozent. Geberit gewinnen 0,7 Prozent an Wert. Die Aktien der Sanitärtechnikfirma hatte nach der Veröffentlichung des Quartalsberichts am Dienstag massiv an Wert eingebüsst.

Am breiten Markt fallen die Titel von Meyer Burger mit einem Kurseinbruch von 4,9 Prozent auf. Der Solarindustrie-Zulieferer legt ein massives Restrukturierungsprogramm auf und senkte die Prognose für den Betriebsgewinn. "Die Gewinnwarnung hat die Anleger aufgeschreckt. Längerfristig dürfte sich die Restrukturierung aber positiv auf die Firma auswirken", sagt ein Händler.

Nach einem besser als erwarteten Zwischenbericht griffen die Anleger zu den Aktien der Regionalbank Valiant. Sie steigen um 6,4 Prozent. Die Anteile der Luzerner Kantonalbank steigen nach den Quartalszahlen und der Ankündigung einer höheren Dividende um 0,9 Prozent. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Donnerstag.)

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15:25

Die Aussicht, dass der Bitcoin künftig an der weltgrössten Terminbörse für Finanzderivate CME in Chicago gehandelt werden kann, sorgt für einen erneuten Kursschub. An wichtigen Handelsbörsen wie zum Beispiel Bitstamp oder Coinbase erreichte die Digitalwährung im Mittagshandel einen neuen Höchststand bei 7392,95 Dollar.

Damit hat der Bitcoin seit Mittwoch zeitweise etwa 11 Prozent an Wert gewonnen. Wie bereits an den vergangenen Handelstagen zeigen sich bei der Digitalwährung starke Kursschwankungen. Bis zum frühen Nachmittag ist der Kurs wieder bis auf 7151,35 zurückgefallen. Das ist aber immer noch ein Plus im Tagesvergleich von etwa 8 Prozent. Seit Anfang Oktober zeigte sich beim Bitcoin ein Wertgewinne von mehr als 70 Prozent.

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14:45

US-Präsident Donald Trump will seine Entscheidung gegen Börsenschluss (21 Uhr MEZ) verkünden. Insider erwarten, dass er den republikanischen Fed-Direktor Jerome Powell zum Nachfolger von Fed-Chefin Janet Yellen machen wird. Zudem warten Anleger auf die Vorlage des Gesetzentwurfs zur von Trump angekündigten Steuerreform, die für 16.15 Uhr (MEZ) angekündigt ist. Die Pläne sehen eine Entlastung von Firmen und Privathaushalten von bis zu rund sechs Billionen Dollar binnen zehn Jahre vor. Ein Kernelement ist die Senkung der Unternehmenssteuern.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnet mit 23'443 Punkten minimal über seinem Vortagesschluss. Der breiter gefasste S&P 500 tritt mit 2578 Zählern auf der Stelle, der Index der Technologiebörse Nasdaq gibt 0,1 Prozent auf 6707 Stellen nach.

Unter den Einzelwerten verlieren Facebook 1 Prozent, obwohl das weltgrösste Online-Netzwerk Gewinn und Umsatz im dritten Quartal stärker als erwartet steigerte. Papiere von Tesla geben 6,1 Prozent nach. Der Elektroauto-Hersteller hat im abgelaufenen Quartal einen Rekordverlust ausgewiesen.

Apple steigen dagegen um 0,3 Prozent. Der iPhone-Hersteller will seine Zahlen nach Börsenschluss vorlegen.

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12:35

Der Schweizer Aktienmarkt tendiert am Donnerstagmittag weiterhin seitwärts. Der wenig bewegte SMI pendelt dabei orientierungslos im Bereich des Vortagsschlusses zwischen positiven und negativen Ständen hin und her, die Spannweite liegt bei unter 20 Punkten. Ein erneuter Angriff auf die Marke bei 9300 scheint zumindest für den heutigen Donnerstag eher unwahrscheinlich. Die Impulse dazu fehlten weitgehend, heisst es in Marktkreisen. Mit einer starken Performance sind die Aktien der Credit Suisse nach Zahlen die positiven Ausreisser.

Die starken Daten zum Einkaufsmanagerindex für die Industrie in der Euro-Zone hatten praktisch keinen Einfluss auf die Aktienkurse hierzulande. Am Nachmittag folgen dann noch Konjunkturdaten aus den USA, die noch für eine gewisse Verschiebung sorgen könnten, und nach Börsenschluss in Europa dann der Entscheid von Donald Trump für die Nachfolge von Fed-Chefin Janet Yellen.

Der SMI gewinnt bis kurz vor Mittag 0,1% auf 9274 Punkte und der 30 Aktien umfassende SLI 0,2% auf 1509 Punkte. Der breite SPI dagegen büsst minimal auf 10'635 Punkte ein. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 12 höher und 18 tiefer.

CS (+4,1%) etablieren sich nach Zahlen mit noch grösserem Abstand als im frühen Geschäft als unangefochtener Spitzenreiter. Auf den ersten Blick legte die Schweizer Grossbank ein solides Quartalsergebnis vor. Beim Vorsteuergewinn wurden die Analystenerwartungen insgesamt erfüllt, beim Reinergebnis sogar klar übertroffen. Gut kommen insbesondere die kostenseitigen Fortschritte an. Für etwas Gesprächsstoff sorgt allerdings die Zusammensetzung des Vorsteuergewinns. So erlitt die Universalbank Schweiz im Jahresvergleich einen Gewinneinbruch und verfehlte die diesbezüglichen Erwartungen ziemlich deutlich.

UBS (+1,2%) lassen sich von den CS-Zahlen leicht mitziehen und belegen damit Platz zwei, gefolgt von Aryzta (+1,0%).

Gesucht sind auch Swisscom (+0,6%), ebenfalls nach Angaben zum dritten Quartal. Das grösste Schweizer Telecom-Unternehmen hat vorbörslich seine Drittquartalszahlen publiziert und dabei die Schätzungen von Analysten auf Umsatz- leicht und auf Gewinnstufe relativ klar übertroffen. Die Aktie hat in den letzten Monaten allerdings deutlich zugelegt, so dass das weitere Potential nach oben relativ begrenzt scheint.

Swiss Re (-0,1%) haben nach der Publikation von Quartalsdaten und einem starken Beginn mittlerweile ins Minus gedreht. Aufgrund von milliardenschweren Rückstellungen für Schadenforderungen aus Naturkatastrophen weist der Rückversicherer für die ersten neun Monate zwar einen Verlust aus, was allerdings erwartet wurde. Dennoch will das Unternehmen das ursprünglich geplante Aktienrückkaufprogramm umsetzen, was als Zeichen der Stärke ausgelegt wird. Die gebuchten Bruttoprämien lagen weitestgehend im Rahmen der Konsensschätzungen. Als Schwachstelle wurde in Marktkreisen das Erstversicherungsgeschäft von Corporate Solutions ausgemacht.

Am meisten unter Druck stehen derzeit Bâloise (-0,9%). Die Versicherung hat in den USA eine kleinere Akquisition vorgenommen und in das Insurtech-Startup Insurdata investiert.

Im breiten Markt fallen Meyer Burger (-6,0%) mit einem volatilen Verlauf auf. Nach einem Einbruch um bis zu über 9% im frühen Geschäft hat der Titel vorübergehend in die positive Zone gewechselt. Das Unternehmen hat am Morgen eine umfassende Restrukturierung einschliesslich der Schliessung des Produktionsstandorts Thun angekündigt, die mit verschiedenen Sonderkosten verbunden ist.

Jeweils nach Zahlen ziehen die Bankenwerte LUKB (+0,9%) moderat und Valiant (+5,1%) etwas deutlicher an. Mikron notieren nach einer Gewinnwarnung unverändert. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht zum Mittag.)

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10:45

Die Schweizer Börse tritt am Donnerstagvormittag auf der Stelle. Händler sprechen von einer Atempause nach dem Rekordlauf an den internationalen Börsen. "Der Markt hat an Breite verloren", sagt ein Händler. Die Marktteilnehmer kauften nicht den ganzen Markt, sondern reagierten gezielt auf die Veröffentlichung von firmenspezifischen Ereignissen wie deren Bilanzen.

Der SMI notiert mit 9265 Zählern leicht tiefer gegenüber dem Vortag. Am Mittwoch war der Leitindex um 0,3 Prozent gestiegen.

Mit Spannung warten die Marktteilnehmer auf die Bekanntgabe des neuen Chefs der US-Notenbank. US-Präsident Donald Trump will an diesem Donnerstag die Ernennung kommunizieren. Insidern zufolge hat der einzige Republikaner im Fed-Direktorium, Jerome Powell, die besten Karten. Er gilt als ein Kandidat, der den von Yellen eingeschlagenen vorsichtigen Kurs der geldpolitischen Straffung fortsetzen würde.

Die Ernennung von Powell dürfte an den Märkten bereits eingepreist sein, kommentierte die Credit Suisse im "Investment Daily". "Sollte aber John Taylor zum neuen Fed-Chef ernannt werden, könnte er als restriktiver betrachtet werden, was möglicherweise einen Renditeanstieg verursachen würde."

An die Spitze der Gewinner bei den Bluechips setzen sich die Aktien der Credit Suisse mit einem Kursgewinn von 3,3 Prozent. Die Grossbank hat dank Einsparungen und einer guten Entwicklung der Vermögensverwaltung im dritten Quartal den Gewinn auf 244 Millionen Franken verfünffacht. Credit Suisse will sich in der kommenden Woche mit dem aktivistischen Investor RBR treffen. RBR hat jüngst eine öffentliche Kampagne zur Aufspaltung der zweitgrössten Schweizer Bank in drei Teile gestartet.

Die Aktien von Swiss Re geben um 0,4 Prozent nach. Der Rückversicherer hält trotz eines Verlusts in den ersten neun Monaten an dem geplanten Aktienrückkauf fest. Ab dem 3. November soll durch den Erwerb eigener Titel bis zu eine Milliarde Franken an die Aktionäre zurückgegeben werden. Im Zeitraum Januar bis September stand wegen hoher Schadenzahlungen vor allem für die verheerende Hurrikanserie in den USA und der Karibik unter dem Strich ein Verlust von 468 Millionen Dollar. Die Zahlen seien unerwartet gut, heisst es bei der Bank Vontobel.

Die Anteile von Swisscom reagieren positiv auf den Zwischenbericht. Der Telekomkonzern hat nach neun Monaten den Gewinn um 6 Prozent gesteigert und die Jahresprognose bestätigt. Dies sei mehr als erwartet, heisst es.

Im Aufwind sind auch die Aktien der CS-Rivalin UBS. Die Grossbank gewinnt 1,3 Prozent an Wert. Die Assekuranzwerte dagegen tendieren negativ.

Uneinheitlich zeigen sich die Anteile zyklischer Firmen. Die Aktien des Personaldienstleisters Adecco und des Anlagenbauers Oerlikon schwächen sich um 0,3 Prozent ab. Der Titel des Elektrotechnikkonzerns ABB sinkt um 0,6 Prozent und konsolidiert die jüngsten Kursgewinne.

Fester sind Geberit. Die Aktie des Sanitärtechnikunternehmens hat seit der Veröffentlichung des Quartalsberichts am Dienstag massiv an Wert eingebüsst.

Am breiten Markt fallen die Titel von Meyer Burger auf, die einen anfänglichen Kurseinbruch um über 8 Prozent im Verlauf wieder fast wettgemacht haben, zur Berichtszeit aber wieder 4,4 Prozent im Minus stehen. Der Solarzulieferer führt ein umfangreiches Restrukturierungsprogramm ein und hat daher die Prognose für den Betriebsgewinn gesenkt. "Das hat die Anleger aufgeschreckt. Längerfristig dürfte sich die Restrukturierung aber positiv auf die Firma auswirken", sagt ein Händler.

Ein besser als erwarteter Zwischenbericht lässt die Anleger nach Valiant greifen. Der Titel der Bank steigt um 5,8 Prozent. Die Anteile der Luzerner Kantonalbank steigen nach Veröffentlichung des Quartalsberichts um 0,9 Prozent.

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09:15

Der Swiss Market Index (SMI) startet praktisch unverändert bei 9269 Punkten. Der Leitindex scheint also Mühe zu haben, an die beiden positiven Vortage anzuknüpfen.

Der Zinsentscheid der US-Notenbank vom Vorabend spielte an den Märkten keine grosse Rolle. Wie erwartet liess sich das Fed die Möglichkeit für eine weitere Anhebung der Zinsen im Dezember offen. Mit Spannung wird indessen die für heute erwartete Bekanntgabe des künftigen Fed-Chefs durch US-Präsident Donald Trump erwartet. Als Favorit für die Nachfolge von Janet Yellen, deren erste Amtszeit im Februar 2018 endet, gilt Jerome Powell, was sich zuletzt auch in entsprechenden Medienberichten manifestierte. Die Bekanntgabe dieser Personalie ist allerdings erst für den Nachmittag in den USA vorgesehen.

Credit Suisse liegen mit einem Plus von 2,1 Prozent an der Spitze. Die Bank hat mit den für das dritten Quartal vorgelegten Zahlen die Markterwartungen mehr oder weniger getroffen. Und mit den Kosteneinsparungen sieht sich das Institut auf Kurs, um die Ziele für das laufende Jahr zu erreichen.

Lesen Sie dazu auch:  Credit Suisse kann locker mit Erzrivalin UBS mithalten

Swiss Re legen 0,4 Prozent zu. Aufgrund von milliardenschweren Rückstellungen für Schadenersatzforderungen aus Naturkatastrophen weist der Rückversicherungskonzern aus Zürich für die ersten neun Monate zwar einen Verlust aus, dies wurde aber erwartet. Und dennoch will das Unternehmen das ursprünglich geplante Aktienrückkaufprogramm umsetzen, was als Zeichen der Stärke ausgelegt wird. Die gebuchten Bruttoprämien lagen weitestgehend im Rahmen der Konsensschätzungen.

Als dritter Bluechips hat Swisscom die Zahlen vorgelegt und gehört in der Folge mit einem Plus von 1,0 Prozent ebenfalls zu den Gewinner im bisherigen Handel. Das Telekomunternehmen hat mit dem Quartalsausweis sämtliche Schätzungen der Analysten übertroffen. Als Stütze erwies sich dabei die Italientochter Fastweb. Die Prognosen für das Gesamtjahr wurden überdies bestätigt.

Unverändert bis leicht negativ präsentieren sich die beiden Schwergewichte Roche (Kurs unverändert) und Novartis (-0,4 Prozent).

Bei den Nebenwerten fallen nach Zahlen noch Valiant mit einem Plus von 3,5 Prozent auf sowie AMS mit einem solchen von 4,3 Prozent nach einer Aufstufung durch Morgan Stanley auf "Overweight". Deutlich im Minus sind die Titel von Meyer Burger (-4,9 Prozent). Das Technologieunternehmen stellt die Produktion am Standort in Thun bis Ende 2018 ein. Teile der Fertigung würden nach China verlagert. Von den Massnahmen seien bis zu 180 Stellen betroffen. 

Nach einer Gewinnwarnung für das laufende Jahr stehen noch Mikron (noch kein Kurs) unter Beobachtung. Ausserdem hat der bisherige Börsenkandidat Poenina seine Pläne nun konkretisiert und eine Preisspanne für das IPO von 40 bis 46 CHF festgelegt.

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08:46

Auf den Aktienmärkten Asiens hat sich am Donnerstag ein gemischtes Bild ergeben. Während es bei den japanischen Börsen im Zuge gestiegener Rohstoffpreise und trotz Yen-Stärke weiter aufwärts ging, zeichneten sich in China, Taiwan, Korea, Japan und Australien Verluste ab.

Am Devisenmarkt wertete der Dollar gegenüber dem Yen bereits ab, was der Hausse des japanischen Nikkei allerdings keinen Abbruch tat. Er schloss abermals mit einem Plus von 0,53 Prozent bei 22 539,12 Punkten - der höchste Wert seit Juni 1996. Als Grund für den weiteren Anstieg nennen Experten die derzeit anziehenden Rohstoffpreise. So legte etwa der Nickelpreis dank der fortschreitenden Elektrisierung im Strassenverkehr in den letzten sieben Tagen um rund 10 Prozent zu.

Aber auch Honda habe zum jüngsten Plus beigetragen. Der drittgrösste japanische Autobauer hatte seine Jahresprognose nach Kosteneinsparungen und einer gestiegenen Nachfrage nach oben geschraubt. Weiter aufwärts ging es auch für Sony-Aktien, die am Mittwoch nach einer erhöhten Prognose und guten Zahlen um elf Prozent gestiegen waren. Am Donnerstag legten sie knapp drei Prozent zu - damit stiegen sie in diesem Jahr um etwas mehr als die Hälfte.

Die positiven Entwicklungen gingen allerdings an der restlichen asiatischen Welt vorbei. In China schloss der Hang Seng mit einem Minus von Prozent, der CSI 300 blieb so gut wie unverändert. Auch der Taiex und der Kospi gaben nach, während sich der indische Sensex nicht vom Fleck rührte. In Australien geriet der ASE nach schwachen Bankenwerten unter Druck.

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08:12

Der Swiss Market Index legt in der von Julius Bär berechneten Vorbörse um 0,1 Prozent zu. Im gestrigen Handel stieg der Leitindex um 0,3 Prozent auf 9268 Punkte.

Gesucht sind nach Quartalszahlen die Credit-Suisse-Aktien (+1,0 Prozent) sowie die Titel des Rückversicherers Swiss Re (+0,8 Prozent). Auch die Swisscom legte heute ihren Zahlenkranz zum dritten Quartal vor, was - zumindest vorbörslich - ebenfalls positiv aufgenommen wird (+0,4 Prozent).

Auch die beiden Pharma-Schwergewichte Novartis und Roche sind minim im Plus (beide je +0,1 Prozent). Alle weiteren SMI-Werten zeigen sich vorbörslich leicht negativ.

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07:40

Der Euro ist am Donnerstag zum US-Dollar bisher gestiegen. Am Morgen kostet die Gemeinschaftswährung 1,1655 USD, nachdem der Kurs am Vorabend noch bei 1,1618 USD lag. Gegenüber dem Schweizer Franken zeigt sich der Euro am Donnerstag bisher wenig verändert. Nach anfänglich leichten Gewinnen liegt der Kurs aktuell gegenüber dem Vorabend knapp im Minus bei 1,1649 CHF. Der Dollar notiert zum Franken entsprechend tiefer als am Mittwochabend und ist wieder unter Parität auf 0,9994 CHF gefallen.

Und hier noch der Bitcoin-Preis:

06:35

Ermutigende Unternehmensbilanzen trieben den japanischen Leitindex Nikkei zeitweise erneut ein 21-Jahres-Hoch. Bis zum Nachmittag stieg er um 0,2 Prozent auf 22.458 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index legte 0,3 Prozent auf 1791 Zähler zu. Zu den grössten Gewinnern zählte Honda. Der Autobauer hatte am Mittwoch seine Gewinnprognose für das Geschäftsjahr bis Ende März angehoben. Die Aktie schnellte um fünf Prozent in die Höhe.

Sony konnte seine jüngsten Kursgewinne ausbauen. Die Papiere des Elektronikkonzerns stiegen um 2,7 Prozent. Nach einem Gewinnsprung im abgelaufenen Quartal hatte das Management kürzlich für das laufende Geschäftsjahr ein Rekordergebnis angekündigt. Abwärts ging es dagegen für Panasonic. Dem führenden Hersteller von Auto-Akkus setzten Produktionsprobleme beim amerikanischen Elektroautobauer Tesla zu. Dieser verschob den Eintritt in die Grossproduktion seines Hoffnungsträgers Model 3 um drei Monate auf Ende März. Die Aktie gab fast vier Prozent nach. Tesla-Titel verloren an der Wall Street nachbörslich knapp fünf Prozent.

(cash/AWP/Reuters)