+++Börsen-Ticker+++ - Streit um Mauerfinanzierung belastet US-Börsen

Sorgen vor einer Zuspitzung des innenpolitischen Streits in den USA und das nahende Notenbankertreffen in Jackson Hole haben die Wall Street zur Wochenmitte belastet.
23.08.2017 22:30
Einmal mehr verunsichern trump'sche Drohgebärden die Händler an der Wall Street.
Einmal mehr verunsichern trump'sche Drohgebärden die Händler an der Wall Street.
Bild: Bloomberg

22:30

Kopfschmerzen bereitete den Anlegern in den USA vor allem Präsident Donald Trumps Drohung, es im Konflikt um die Finanzierung der von ihm angekündigten Grenzmauer zu Mexiko auf einen "Government Shutdown" ankommen zu lassen - einer Art Zwangsschliessung der staatlichen Behörden. In gespannter Erwartung blickten die Investoren zudem auf den Auftritt von Fed-Chefin Janet Yellen bei dem traditionellen Zentralbanken-Gipfel am Freitag in Wyoming.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 21'866 und einem Tief von 21'808 Punkten. Er geht 0,4 Prozent schwächer bei 21'811 Zählern aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P 500 büsst ebenfalls 0,4 Prozent ein und schlirsst auf einem Stand von 2444 Stellen. Die Technologiebörse Nasdaq gibt 0,3 Prozent auf 6278 Punkte nach.

Trump will mit seiner "Shutdown"-Drohung den Druck auf den Kongress erhöhen, der die Mittel zum Bau der Mauer bislang nicht bewilligen will. Schon jetzt bezweifeln Anleger angesichts zahlreicher Querelen im Weissen Haus zunehmend, dass Trump wichtige Vorhaben wie die Steuerreform oder Grossinvestitionen in die Infrastruktur umsetzen kann.

Bei den Einzelwerten standen die Papiere von Lowe's im Fokus. Die Baumarktkette blieb im abgelaufenen Quartal hinter den Erwartungen zurück und kappte ihre Vorhersage für die Gesamtjahresgewinnmarge. Lowe's-Aktien verlieren 3,7 Prozent.

Nachdem in London schon die Papiere der Werbeagentur WPP mit einem Kurssturz von 11 Prozent für Aufsehen gesorgt hatten, erging es der US-Notierung nicht besser: Der Kurs rauschte um fast 12 Prozent in die Tiefe. Wegen sinkender Reklamebudgets grosser Konsumgüterhersteller wie Unilever oder Nestlé kürzte das Unternehmen zum zweiten Mal binnen eines halben Jahres seine Umsatzziele.

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17:40

Die Schweizer Börse hat nach den jüngsten Gewinnen am Mittwoch leicht Terrain eingebüsst. Der SMI sinkt bis Börsenschluss um 0,1 Prozent auf 8958 Punkte. Der innenpolitische Streit in den USA mit ungewissen Folgen verunsichere die Anleger, sagen Händler. Präsident Donald Trump hatte gedroht, es im Konflikt um die Finanzierung der von ihm versprochenen Grenzmauer zu Mexiko auf einen "Government Shutdown" ankommen zu lassen - einer Art Zwangsschliessung der staatlichen Behörden. "Wie will er auf diese Weise eigentlich die von im versprochenen politischen und wirtschaftlichen Reformen durchbringen?", fragt ein Händler.

Im Fokus standen Firmen aus dem breiten Markt. Die Aktien von Emmi stürzen 9,2 Prozent ab. Der Milchverarbeiter senkte seine Umsatzprognose und verfehlte im ersten Halbjahr die Gewinnerwartungen. Die ZKB nahm die Empfehlung auf "Untergewichten" von "Marktgewichten" zurück. Ein Händler spricht auch von Gewinnmitnahmen. "Die Zahlen waren gut, aber nicht gut genug, um die hohe Bewertung zu rechfertigen."

Auch der Pharma-Zulieferer Siegfried enttäuschte mit den Umsatzzahlen. Die Aktien büsst 2,7 Prozent ein.

Die Anteile der Versandapotheke Zur Rose sind gehalten. Aufwendungen für Marketing, Personal und den Börsengang drückten das Unternehmen im ersten Halbjahr tiefer in die roten Zahlen als im Markt erwartet.

Bei den Standardwerten sind die Verlierer in der Überzahl. Allerdings sind etliche zyklische Firmen unter den Kursgewinnern zu finden. Die Aktien des Elektrotechnikkonzerns ABB, des Luxusgüterherstellers Richemont und des Bauchemieproduzenten Sika legen leicht zu.

Die Titel des Zementkonzerns Lafarge-Holcim geben nach, diejenigen des Personaldienstleisters Adecco und des Aromen- und Duftherstellers Givaudan sind unverändert. Die Anteile von Geberit büssen 2,2 Prozent ein. RBC nahm die Empfehlung für die Sanitärtechnikfirma auf "Underperform" von "Sector-Perform" zurück.

Die Bankaktien verzeichnen mehrheitlich Kursverluste. Credit Suisse sinken um 0,1 Prozent, UBS verlieren 0,3 Prozent und Julius Bär fallen um 1,6 Prozent. Die Vermögensverwalter GAM Holding und EFG International dagegen ziehen an. Die Versicherer sind ohne Richtung. Während Zurich sich um 0,1 Prozent steigen, geben Swiss Life 0,4 Prozent nach.

Die schwergewichtigen Pharmatitel Novartis und Roche büssen leicht ein. Die Aktien des dritten SMI-Riesen Nestlé notieren leicht höher. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Mittwoch.)

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15:45

Sorgen vor einer Zuspitzung des innenpolitischen Streits in den USA belasten die Wall Street zur Wochenmitte. Präsident Donald Trump hatte am Dienstagabend gedroht, es im Konflikt um die Finanzierung der von ihm versprochenen Grenzmauer zu Mexiko auf einen "government shutdown" ankommen zu lassen - einer Art Zwangsschliessung der staatlichen Behörden. Trump will damit den Druck auf den Kongress erhöhen, der die Mittel zum Bau der Mauer bislang nicht bewilligen will. Anleger bezweifeln angesichts zahlreicher Querelen im Weissen Haus zunehmend, dass Trump wichtige Vorhaben wie die Steuerreform oder Grossinvestitionen in die Infrastruktur umsetzen kann.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnet mit einem Abschlag von 0,4 Prozent bei 21'188 Punkten. Auch der breiter gefasste S&P 500 verliert 0,4 Prozent auf 2443 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gibt 0,5 Prozent auf 6263 Stellen nach.

Auf den Kursen lastet auch Trumps Ankündigung, das Freihandelsabkommen Nafta mit Kanada und Mexiko aufzukündigen. Derzeit verhandeln die drei Länder auf Druck der USA über eine Neufassung des Pakts, den Trump in seiner bisherigen Form als sehr schlecht für sein Land bezeichnet hat.

Bei den Einzelwerten stehen die Papiere von Lowe's im Fokus. Die Baumarktkette blieb im abgelaufenen Quartal hinter den Erwartungen zurück und kappte ihre Vorhersage für die Gesamtjahres-Gewinnmarge. Lowe's-Aktien verlieren 5,4 Prozent.

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12:40

Der Schweizer Aktienmarkt gibt am Mittwoch nach dem starken Vortag wieder nach und verharrt unter der Marke von 9000 Punkten. Unerwartet starke Daten der Einkaufsmanager in der Euro-Zone vor allem aus der Industrie vermochten den hiesigen Dividendenpapieren keinen Auftrieb zu verleihen. Der Handel sei von Zurückhaltung geprägt, heisst es in Marktkreisen. Denn trotz der leichten Entspannung in der "Korea-Krise", sei die davon ausgehende Gefahr weiterhin vorhanden.

Der SMI gibt gegen Mittag 0,3% auf 8940 Punkte nach. Der 30 Aktien umfassende SLI, in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, fällt um 0,2% auf 1428 Punkte zurück und der breite SPI 0,2% auf 10'207. Von den 30 wichtigsten Titeln stehen 19 im Minus und 11 im Plus.

Am meisten unter Druck stehen derzeit Julius Bär (-1,7%). Die Bankaktien hatten allerdings in der Vorwoche noch zu den grössten Gewinnern gehört und auch Montag und Dienstag erneut zugelegt.

Mit zum Schlusstrio gehören auch Aryzta (-1,1%) und Geberit (-1,3%), die unter einer Rückstufung durch die Royal Bank of Canada leiden. Diese stuft die Titel neu mit "Underperform" ein, nach zuvor "Sector Perform", dies bei einem leicht gesenkten Kursziel. Es sei schwierig, die Bewertungsprämie der Aktie zusammenzubringen mit dem sich verlangsamenden organischen Wachstum, der schwächeren Cash Conversion sowie der negativen Ertragsrevision, heisst es bei der Bank zur Begründung. Nicht förderlich für die Kursentwicklung sei zudem die jüngste Hausse einiger Metallpreise.

Weitere etwas stärker unter Druck stehende Aktien sind Dufry (-0,7%) und Lindt&Sprüngli (-0,6%). Am meisten Druck auf den Gesamtmarkt üben allerdings die Abgaben in Novartis (-0,6%) und Roche (-0,4%) aus. Die beiden Grossbanken tendieren uneinheitlich mit einem Minus von 0,4% für UBS und einem Plus von 0,1% für CS. Auch Nestlé (+0,1%) behaupten sich knapp im Plus.

Auf der Gewinnerseite stehen weiterhin Vifor (+0,8%) zuoberst, die damit nach zuletzt starken Verlusten einen weiteren Erholungsversuch starten. Mittlerweile sei eine steigende Zahl von Leerverkäufern in den Titeln exponiert, heisst es am Markt. Deshalb könnten einzelne Anlagekäufe eine Serie von Short-Eindeckungen auslösen.

Im breiten Markt kommen Emmi nach Zahlen unter den Erwartungen mit einem Minus von 9,5% richtiggehend unter die Räder, in der Spitze erreichten die Abgaben gar rund 12%. Der Milchverarbeiter hat seine Halbjahreszahlen veröffentlicht und hat dabei vor allem auf Umsatz- und EBIT-Stufe unter den Erwartungen abgeschnitten. Marktkreise begründen die hohen Verluste aber auch mit der Performance der Aktie in den letzten zwei Jahren. Nach der starken Kursentwicklung der vergangenen Wochen sei mit Gewinnmitnahmen zu rechnen, heisst es entsprechend bei Baader Helvea. Die Zürcher Kantonalbank indes hat die Titel bereits auf "Untergewichten" von zuvor "Marktgewichten" zurückgestuft. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht zum Mittag.)

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10:25

Die Schweizer Börse bröckelt am Mittwoch nach einem gehaltenen Start im Verlauf ab. Zwar seien die Vorgaben aus den USA freundlich und der Franken habe sich gegenüber Euro und Dollar abgeschwächt, sagen Händler. Aber vor den im Laufe des Tages aus der Euro-Zone und den USA zur Veröffentlichung anstehenden Einkaufmanagerindizes und dem am Donnerstag beginnenden Symposium der Notenbanker im US-amerikanischen Jackson Hole wolle sich keiner zu weit aus dem Fenster lehnen, heisst es. Von den Konjunkturzahlen und den Zentralbankern erhoffen sich die Investoren Hinweise auf die weitere Entwicklung der Geldpolitik in den USA und in Europa.

Der SMI sinkt um 0,3 Prozent auf 8933 Zähler. Am Dienstag war der Leitindex um 0,9 Prozent gestiegen.

Im Fokus der Anleger stehen mangels anderer Impulse Aktien von Firmen aus der zweiten Reihe. Die Aktien von Emmi stürzen um 9,2 Prozent ab. Der Milchverarbeiter hat die Umsatzprognose gesenkt und auch beim Gewinn die Marktschätzungen leicht verfehlt. Die ZKB stufte das Rating auf "Untergewichten" von "Marktgewichten" herab.

Der Arzneimittelhersteller Siegfried enttäuscht ebenfalls beim Umsatz. Die Aktie büsst 6 Prozent ein.

Die Anteile von Zur Rose schwächen sich um 0,5 ab. Die Versandapotheke habe die Erwartungen der Analysten nicht ganz erfüllen können, erklären Händler. Zur Rose habe mehr Verlust gemacht als angenommen.

Bei den Standardwerten schwingen Aktien zyklischer Firmen oben aus: Die Aktien des Zementkonzerns Lafarge-Holcim steigen um 0,4 Prozent und der Elektrotechnikkonzern ABB gewinnen 0,2 Prozent an Wert. Auch die Titel des Personaldienstleisters Adecco werden etwas höher gehandelt.

Bei den Finanzwerten tendieren die Versicherer freundlich. Zurich und Swiss Re sind gehalten. Die Grossbanken Credit Suisse und UBS verlieren leicht an Boden, Julius Bär halten mit minus 1,7 Prozent die rote Laterne.

Der Kurs von Geberit sinkt um 1,3 Prozent. RBC stufte ihr Rating für die Anteile der Sanitärtechnikfirma auf "Underperform" von "Sector perform" hinunter.

Die schwergewichtigen Pharmatitel Novartis und Roche sind rund ein halbes Prozent im Minus. Der Lebensmitteltitel Nestlé verliert 0,2 Prozent.

Am breiten Markt leiden Aktien von Maschinen- und Anlagenbauern wie Oerlikon, Rieter, Georg Fischer und Schindler unter Gewinnmitnahmen.

Immobilienwerte treten auf der Stelle. PSP aber gewinnen dank einer Kaufempfehlung der ZKB 1,1 Prozent.

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09:50

Nach einer Prognosesenkung trennen sich die Anleger von den Aktien von Emmi. Der Titel des Milchverarbeiters sackt am Mittwoch in einem leicht schwächeren Markt um 7 Prozent auf 676,50 Franken ab. Bei Börseneröffnung war die Aktie gar auf ein bisheriges Tagestief von 638,50 Franken gerauscht.

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09:15

Der SMI fällt um 0,1 Przent auf 8955 Punkte zurück. Das allgemeine Börsensentiment profitierte zunächst von einer zuletzt leichten Entspannung an der verbalen Front zwischen den USA und Nordkorea sowie von neuen Hoffnungen auf ein Vorwärtskommen der Steuerreform in Washington.

In Marktkreisen wird aber gleichzeitig darauf verwiesen, dass sich diese Hoffnungen nun schon ein paar Mal in Luft aufgelöst hätten. Und auch der Korea-Konflikt könne sich jederzeit wieder verschärfen. Der Volatilitäts-Index VSMI als Angstbarometer verbleibt entsprechend auf einem erhöhten Niveau. In Asien sorgte auch US-Präsident Donald Trump für Verunsicherung, der einmal mehr mit der Auflösung des Nafta-Abkommens drohte.

Am Schweizer Markt werden Geberit (-1,4 Prozent) von einer Rückstufung durch die Royal Bank of Canada belastet. Diese stuft die Titel neu mit "Underperform" ein, nach zuvor "Sector Perform", dies bei einem leicht gesenkten Kursziel. Es sei schwierig, die Bewertungsprämie der Aktie zusammenzubringen mit dem sich verlangsamenden organischen Wachstum, der schwächeren Cash Conversion sowie der negativen Ertragsrevision, heisst es bei der Bank zur Begründung. Nicht förderlich für die Kursentwicklung sei zudem die jüngste Hausse einiger Metallpreise.

Die Schwergewichte Roche (-0,4 Prozent), Novartis (unv.) und Nestlé (+0,06 Prozent) stützen den SMI nicht. Zu den wenigen Gewinnern nach Handelsstart zählen Swiss Re (+0,4 Prozent) und Zurich (+0,1 Prozent).

Im breiten Markt stehen nach Halbjahreszahlen die Aktien des Milchverarbeiters Emmi etwas im Fokus. Dieser hat die Markterwartungen sowohl mit dem Umsatz als auch mit dem Gewinn verfehlt und die Prognosen für den Umsatz etwas reduziert. Ebenfalls Zahlen vorgelegt hat der Pharmazulieferer Siegfried, wobei die Verkäufe ebenfalls tiefer ausgefallen sind als erwartet. Die Margen sind dagegen deutlich über den Prognosen ausgefallen.

Zudem hat die Versandapotheke Zur Rose zum ersten Mal seit der Kotierung an der SIX Swiss Exchange Halbjahreszahlen vorgelegt.

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08:40

Der Euro hat am Mittwoch im frühen Handel keine klare Richtung gefunden. Nach einigen Schwankungen in geringem Ausmass lag die Gemeinschaftswährung zuletzt bei 1,1754 Dollar und damit ungefähr auf dem Niveau vom Vorabend. Auch zum Schweizer Franken zeigt sich der Euro per Saldo mit 1,1378 Franken praktisch unverändert. Entsprechend zeigt sich auch der Dollar-Franken-Kurs mit 0,9680 Franken kaum verändert.

Unterdessen bleibt das britische Pfund unter Druck. Am Mittwoch kostete ein Euro zwischenzeitlich bis zu 0,9177 Pfund. Damit wurde ein Höchststand seit 2009 erreicht - abgesehen von einem kurzzeitigen "Flash-Crash" beim Pfund im vergangenen Oktober.

Grossbritannien: Inflation bleibt unverändert

Für Druck auf das Pfund sorgten laut Händlern zuletzt die verhaltenen Reaktionen seitens der EU auf die Vorlagen aus London: Am Montag hatte das britische Brexit-Ministerium ein Positionspapier zum künftigen Handel mit der EU vorgestellt, am Mittwoch soll ein Papier zur künftigen Rolle des Europäischen Gerichtshofs für Grossbritannien folgen und am Donnerstag sollen Vorschläge zum Datenschutz vorliegen.

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08:20

Der SMI zeigt ein Plus von 0,13 Prozent und steigt damit auf 8975 Punkte. Der Erholungstrend könnte sich noch etwas fortsetzen, sagte ein Händler. Die Vorgaben aus den USA seien freundlich und der Franken habe sich gegenüber Euro und Dollar abgeschwächt.

Allerdings könnten sich die Anleger vor den im Laufe des Tages aus der Euro-Zone und den USA zur Veröffentlichung anstehenden Einkaufmanagerindizes zurückhalten. Auch sei wegen des am Donnerstag beginnenden Symposiums der Notenbanker im US-amerikanischen Jackson Hole nicht mit verstärkter Kaufbereitschaft der Marktteilnehmer zu rechnen, hiess es weiter.

Am meisten Auftrieb bekommt die Aktie der Credit Suisse (+0,21 Prozent). Die übrigen Aktien legen ebenfalls leicht zu (zu den vorbörslichen Kursen). In Minus befindet sich einzig die Aktie von Geberit (-0,89 Prozent). Die Royal Bank of Canada hat den Santiärkonzern heute auf "Verkaufen" heruntergestuft. Die Wachstumsverlangsamung verträgt sich laut den Kanadiern nicht gut mit der hohen Bewertung der Aktie.

Im Fokus der Anleger stehen mangels anderer Impulse Aktien von Firmen aus der zweiten Reihe. Der Milchverarbeiter Emmi, der Arzneimittelhersteller Siegfried und die Versandapotheke Zur Rose haben die Zwischenbilanzen veröffentlicht und damit die Erwartungen der Analysten nicht ganz erfüllen können. Emmi korrigierte die Umsatzprognose für das Gesamtjahr nach unten. Siegfried habe ein gemischtes Bild abgeliefert. "Der Reingewinn ist höher als erwartet. Der Rest liegt darunter", sagte ein Händler. Zur Rose wiederum habe mehr Verlust gemacht als angenommen.

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8:15

Die gute Wall-Street-Stimmung ist am Mittwoch nur bedingt auf die asiatischen Aktienmärkte übergesprungen. Neuerliche Aussagen von US-Präsident Donald Trump hielten viele Anleger von Engagements zurück. So stiegen die Kurse in Japan moderat, dagegen fielen sie in Australien und Südkorea. In Festland-China zeigten sich die Anleger uneins. Die Börse in Hongkong blieb geschlossen wegen Taifun Hato.

Trump hatte am Vorabend bei einem Auftritt vor Anhängern in der Stadt Phoenix im US-Bundesstaat Arizona gleich an mehreren Fronten für Unsicherheit gesorgt: Zum einen stellte er den nordamerikanischen Freihandelsraum Nafta in Frage, was die allgemeine Sorge um den freien Handel schürte. Zum anderen drohte er mit dem Stillstand der Bundesbehörden, wenn er nicht vom Kongress die Finanzierung für seine geforderte Mauer an der Grenze zu Mexiko zugesagt bekäme.

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07:40

Der im südlichen China wütende Taifun "Hato" legt den Börsenhandel in Hongkong lahm. Der Aktienmarkt bleibt den ganzen Tag geschlossen. In Hongkong sind Hunderte Flüge gestrichen, Schulen und viele Büros werden voraussichtlich ebenfalls geschlossen bleiben.

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07:35

Die Ölpreise sind am Mittwoch im frühen Handel gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete am Morgen 51,69 Dollar. Das waren 18 Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 13 Cent auf 47,70 Dollar.

Die Behebung einer Pipeline-Blockade in Libyen habe etwas auf die Preise gedrückt, hiess es aus dem Handel. Vor wenigen Tagen war wegen der Blockade die Förderung auf dem grössten Ölfeld des Landes eingestellt worden.

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6:45

Der Nikkei-Index stieg um 0,3 Prozent auf 19'444 Punkte, während der breiter aufgestellte Topix ebenfalls um 0,3 Prozent auf 1600 Zähler zulegte. Viele Investoren hoffen, dass sich die US-Republikaner doch noch auf eine Steuerreform verständigen können. Zudem gibt es die Hoffnung, dass die Schuldengrenze rechtzeitig angehoben wird, so dass die US-Regierung nicht in Zahlungsschwierigkeiten kommt.

Bei den Einzelwerten stand Toshiba im Fokus. Einem Bericht zufolge konzentriert sich der Elektrokonzern bei den Verhandlungen über einen Verkauf seiner Chipsparte auf Western Digital. Investoren erhoffen sich davon einen schnelleren Abschluss des Geschäftes. Die Aktien legten um 4,6 Prozent zu. Auf dem Devisenmarkt wurde der Dollar mit 109,47 Yen gehandelt. Der Euro kostete 1,1763 Dollar.

(Reuters/AWP/cash)