+++Börsen-Ticker+++ - Tech-Werte etwas erholt - Dow kaum verändert

Am New Yorker Aktienmarkt haben sich am Dienstag die Technologiewerte von ihren Vortageseinbussen etwas erholt.
26.09.2017 17:45
Anzeigetafeln an der New Yorker Börse Nasdaq.
Anzeigetafeln an der New Yorker Börse Nasdaq.
Bild: Bloomberg

23:15

Der Nasdaq 100 gewann zum Handelsschluss 0,24 Prozent auf 5'881,34 Zähler. Hingegen tauchte der Dow Jones Industrial kurz vor dem Sitzungsende in die Verlustzone, um mit minus 0,05 Prozent auf 22'284,32 Punkten über die Ziellinie zu gehen. Es war für den US-Leitindex der vierte Handelstag in Folge mit moderaten Kursabschlägen. Der marktbreite S&P 500-Index ging mit plus 0,01 Prozent auf 2'496,84 Punkten kaum verändert aus dem Handel.

Unter den Einzelwerten erholten sich an der Dow-Spitze die Apple-Papiere mit einem plus 1,72 Prozent auf 153,14 Dollar ein Stück weit von ihren Verlusten der vergangenen Tage. Seit der Präsentation der neuen iPhone-Modelle 8 und X vor zwei Wochen hatten die Aktien deutlich an Wert eingebüsst.

Die Anteile des Online-Netzwerks Facebook präsentierten sich nach ihrem Vortagesrutsch ebenfalls wieder in stabiler Verfassung und gewannen 0,82 Prozent.

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17:30

Ein kräftiger Kursanstieg von Marktschwergewicht Nestle hat die Schweizer Börse am Dienstag vor einem stärkeren Abrutschen bewahrt.  Die Angst vor einer Eskalation des Nordkorea-Konflikts und die Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Regierungsbildung in Deutschland machten die Anleger vorsichtig und sie strichen Gewinne ein, sagten Händler. Der SMI notierte mit 9114 Punkten um 0,3 Prozent tiefer als am Montag.

Im Blick hatten die Anleger vor allem den neuen Nestle-Chef Mark Schneider. Bei seinem ersten Auftritt an einem Investorentag des Lebensmittelkonzerns bekannte sich Schneider zu mehr Wachstum, Kostensenkungen und Gewinn und gab ein neues Renditeziel bekannt. An der strategischen Ausrichtung will Nestle festhalten. Das Index-Schwergewicht gewann 1,8 Prozent an Wert und unterstützten den SMI merklich.

Die beiden anderen SMI-Riesen Novartis und Roche schwächten sich um 1,2 und 1,3 Prozent ab. Exane BNP hat die Empfehlung für Roche auf "Underperform" gesenkt.

Bei den Finanzwerten zogen die Anteile der Credit Suisse 0,2 Prozent an. ZKB und UBS haben die Kauf-Empfehlung für die Grossbank bestätigt. Die UBS-Aktien ermäsigten sich um 0,5 Prozent. Auch Versicherungswerte schwächten sich etwas ab.

Den ausführlichen SMI-Schlussbericht lesen Sie hier.

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16:43

Anleger nutzen die jüngsten Kursverluste von Apple & Co. zum Wiedereinstieg in US-Technologiewerte.  Die Stimmung der US-Konsumenten hat sich im September eingetrübt. Das Barometer für das Konsumentenvertrauen fiel um 0,6 auf 119,8 Punkte, wie das Institut Conference Board am Dienstag zu seiner monatlichen Umfrage mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten mit einem Rückgang auf 120,0 Zähler gerechnet. Die Konsumenten schätzten ihre Lage schlechter ein als im Vormonat, ihre Aussichten hingegen besser. Der private Konsum ist der Eckpfeiler der US-Wirtschaft. Er macht etwa 70 Prozent der Wirtschaftsleistung aus.

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16:00

An der Wall Street stieg der Nasdaq zur Eröffnung am Dienstag um 0,5 Prozent. In seinem Windschatten legten Dow Jones und S&P 500 jeweils 0,2 Prozent zu. Apple-Titel gewannen 1,2 Prozent und machten ihren Verlust vom Montag wieder wett. Facebook, die zum Wochenauftakt um 4,5 Prozent abgerutscht waren, kletterten 1,2 Prozent.

Der anhaltende Streit zwischen Nordkorea und den USA verhindere grössere Kursgewinne, sagte Peter Cardillo, Chefökonom des Brokerhauses First Standard Financial. Einige Anleger überdächten ihre Engagements unmittelbar vor Ablauf des Quartals.

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14:00

In den USA wird mit einer kaum veränderten Börseneröffnung gerechnet, wie die Kurse der entsprechenden Futures verraten: 

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13:00

Der Aktie der Schweizerischen Nationalbank, die sich in diesem Jahr mehr als verdoppelt hat, setzt am Dienstag ihre Talfahrt fort. Die Aktie der Schweizerischen Nationalbank verliert am Dienstag bis zu 15 Prozent. Zuletzt lag sie noch 10 Prozent im Minus bei 3200 Franken. Am letzten Donnerstag hatte sie noch einen zwischenzeitlichen Rekordstand von 4724 Franken erreicht. Der Verlust in drei Handelstagen beträgt somit etwa 40 Prozent.

Damit könnte sich bewahrheiten, was schon viele Beobachter vorausgesagt haben: Dass die Aktie, die in der Regel sehr wenig gehandelt wird, von Spekulanten gezielt hochgetrieben wurde - und dass diese Spekulationsblase nun platzt (zum Artikel vom cash-Insider).

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12:45

Die Schweizer Börse hat am Dienstag dank Kursgewinnen des Marktschwergewichts Nestle leicht zugelegt. Die Angst vor einer Eskalation des Nordkorea-Konflikts dämpfe den Risikoappetit der Anleger, sagten Händler. Der SMI stieg um 0,1 Prozent auf 9151 Zähler. Am Montag hatte der Leitindex nahezu unverändert geschlossen. Zudem wollten sich die Marktteilnehmer vor einer Rede der US-Notenbank-Chefin Janet Yellen über Inflation und Geldpolitik nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. 

Auch charttechnische Faktoren sprächen zunächst für einen Marschhalt. "Wir sind beim SMI bis zur Widerstandszone bei 9150 Punkten vorgestossen", sagte ein Börsianer. Hier verlaufe auch der obere Rand der seit Monaten geltenden und von 8800 bis 9150 reichenden Handelsspanne. "Hier braucht es den Schwung der grossen Drei, damit wir uns über diese Hürde schwingen können."

Fest im Blick der Marktteilnehmer stand der neue Nestle-Chef Mark Schneider. Bei seinem ersten Auftritt an einem Investorentag des Lebensmittelriesen verkündete Schneider ein neues Renditeziel für Nestle. An der strategischen Ausrichtung will der Konzern festhalten. Nach einem volatilen Verlauf notierte die Aktie um 1,4 Prozent höher. "Nestle ist im Branchenvergleich nicht teuer bewertet, hat stets eine Dividende bezahlt und über Jahre eine attraktive Rendite abgeworfen", sagte ein Händler. In Schwächephasen sei die Aktie daher kaufenswert.

Die beiden anderen Indexschwergewichte Novartis und Roche schwächten sich dagegen um 0,4 und 0,5 Prozent ab. Bei den Finanzwerten notierten die Anteile der Grossbank Credit Suisse um 0,7 Prozent höher. ZKB und UBS haben die Kauf-Empfehlung für die Rivalin bestätigt. Die UBS-Aktie notierte unverändert. Die Aktien der Versicherer waren knapp gehalten.

Am breiten Markt büssten Newron 5,7 Prozent ein. Die Biotechfirma hat sich mit einer Privatplatzierung 27 Millionen Franken geholt. Die Aktien von Aryzta verloren 4,4 Prozent auf 30 Franken. Goldman Sachs hat das Kursziel für die Aktien des Tiefkühlbackwarenherstellers auf 26,60 von 27,40 Franken gesenkt. Das Rating lautet "Neutral". Aryzta hatte am Montag für das Ende Juli abgeschlossene Geschäftsjahr 2016/17 einen Gewinneinbruch um 42,5 Prozent kommuniziert. 

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09:15

Der Swiss Market Index notiert nach Handelsbeginn 0,4 Prozent tiefer. Bereits an der Wall Street hatte eine weitere Verschärfung der Kriegsrhetorik zwischen Nordkorea und den USA die Stimmung belastet. Im Tagesverlauf wird Fed-Chefin Janet Yellen eine Rede halten, allerdings erst nach Börsenschluss in Europa. Zuvor stehen diverse US-Daten für den Nachmittag auf der Agenda.

Hierzulande liegt das Hauptaugenmerk am Berichtstag auf dem Schwergewicht Nestlé mit einem Investorentag unter dem neuen CEO Mark Schneider. Der Nahrungsmittelkonzern hält am mittelfristigen Wachstumsziel fest. Neu wurde ein Ziel für die operative Ergebnismarge formuliert. Die Aktie steigt 0,2 Prozent.

Für Roche (-0,9 Prozent) senkte Exane BNP das Rating auf "Underperform" von zuvor "Neutral" sowie das Kursziel. In der Produktpipeline habe sich das Gefüge von den Chancen verstärkt in Richtung der Risiken verschoben, heisst es. Dabei werden einige Enttäuschungen in der Forschung sowie die wachsende Konkurrenz vonseiten der Biosimilars genannt. Auch liege die erwartete Umsatzentwicklung am unteren Ende der Tabelle im Vergleich mit grossen europäischen Pharmakonzernen. Auch das dritte Schwergewicht Novartis (-0,4 Prozent) wird tiefer gestellt. 

Swiss Re (-0,9 Prozent) und Zurich (-0,4 Prozent) verlieren ebenfalls klar. Der Hurrikan "Maria", der vergangene Woche über die Karibik hinweg gezogen ist und schwere Schäden verursacht hat, dürfte die Versicherungsindustrie teuer zu stehen kommen. Der Katastrophen-Spezialist AIR Worldwide schätzt die versicherten Kosten in einer ersten Schätzung auf 40 bis 85 Mrd USD. UBS (-0,3 Prozent) und CS (-0,1 Prozent) fallen nach den bereits hohen Verlusten vom Vortag erneut. 

Noch deutlicher verlieren Aryzta (-2 Prozent) - nach dem starken Plus von fast 5 Prozent am Dienstag nach der Zahlenvorlage.

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08:55

Mittlerweile ist der Handel in Asien beendet. Die neuen Drohungen Nordkoreas an die USA haben dort die Anleger beunruhigt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index verlor 0,3 Prozent auf 20'330 Punkte. Der breiter gefasste Topix schloss unverändert bei 1672 Zählern. Die Börse in Südkorea gab 0,2 Prozent nach. Unter Druck an der Börse in Tokio standen vor allem Tech-Werte, nachdem zuvor an der Wall Street Apple-Aktien eingebrochen waren. Einige Anleger sind enttäuscht über die verhaltende Resonanz auf das neue iPhone. 

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08:10

Der Swiss Market Index wird am Dienstag vorbörslich 0,37 Prozent tiefer indiziert. Nordkorea steht wieder im Fokus der Anleger. Machthaber Kim Jong Un warf den USA vor, seinem Land den Krieg erklärt zu haben. Er ließ Flugzeuge an die Ostküste Nordkoreas verlagern. Am deutlichsten fällt die Aktie der UBS mit einem Minus von 0,86 Prozent. Überdurchschnittliche Einbussen verzeichneten auch Aktien zyklischer Unternehmen wie Adecco und ABB mit einem Minus von 0,8 Prozent.

Einziger SMI-Titel im Plus ist am Dienstag Nestle (0,52 Prozent). Das Unternehmen setzut sich neue Margenziele, wie am Investorenanlass bekannt wurde. Bis 2020 soll die bereinigte Ergebnismarge des Unternehmens auf 17,5 bis 18,5 Prozent steigen. Im Vorjahr lag sie bei 16 Prozent. An der strategischen Ausrichtung will der Konzern festhalten und vor allem in Kernbereiche wie Kaffee, Tiernahrung, Säuglingsnahrung und Wasser investieren.

Anleger richten ihren Blick aber auch auf die Geldpolitik der USA. Die Chefin der US-Notenbank Fed, Janet Yellen, spricht am Abend (MESZ) in Cleveland zum Thema Inflation und Geldpolitik. Anleger hoffen vor allem auf konkretere Hinweise über den weiteren geldpolitischen Kurs, nachdem die Fed für 2017 bereits eine weitere Zinserhöhung in Aussicht gestellt hat.

An der Wall Street hatten die US-Indizes nach Börsenschluss in Deutschland ihre Verluste etwas eingedämmt, der Dow-Jones-Index beendete die Sitzung dennoch 0,2 Prozent tiefer bei 22.296 Punkten. Der Nasdaq rutschte um 0,9 Prozent ab, der S&P500 fiel um 0,2 Prozent.

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07:15

Die Ölpreise haben sich am Dienstag weiter nach oben bewegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November kostete am Morgen 59,49 Dollar. Das ist der höchste Stand seit Anfang Juli 2015. Hauptgrund war die Drohung der Türkei, Öllieferungen aus dem kurdischen Teil des Irak zu blockieren. Davon war vor allem der Preis für europäisches Rohöl betroffen. Trotz scharfer internationaler Kritik hatten die Kurden im Nordirak in einem historischen Referendum über ihre Unabhängigkeit abgestimmt. Die Türkei lehnt eine Unabhängigkeit ab, da sie eine Destabilisierung der Region befürchtet. 

Seit ihrem Jahrestief von Mitte Juni haben sich die Rohölpreise deutlich erholt. Fachleute begründeten die Entwicklung unter anderem auch mit Erwartungen an eine stärkere Nachfrage nach Erdöl und Ölprodukten sowie dem schwächeren Dollar.

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07:01

Der Schweizer Franken ist gegen den Euro auf ein Ein-Wochen-Hoch gestiegen. Er legt gegen die Gemeinschaftswährung bis auf ein Niveau von 1,1444 und notierte zuletzt bei 1,1460. Gegen den Dollar notiert der Franken bei 96,68 Rappen.

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06:38

Der breit gefasste MSCI-Index für Aktien außerhalb Japans verlor 0,2 Prozent, der Tokioter Nikkei-Index 0,45 Prozent. Anleger verwiesen auf Äußerungen des nordkoreanischen Außenministers Ri Yong Ho. "Da die USA unserem Land den Krieg erklärt haben, haben wir jedes Recht, Gegenmaßnahmen zu ergreifen", sagte Ri. "Dazu gehört das Recht, strategische Bomber der USA abzuschießen, auch wenn sie sich nicht im Luftraum unseres Landes befinden." Zusätzlich zu Nordkorea belaste der stärkere Yen heute die Aktien, sagte Investment-Stratege Norihiro Fujito von Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities. 

(cash/AWP/Reuters)