+++Börsen-Ticker+++ - Technologiewerte geben Wall Street Auftrieb

An der Wall Street haben sich Anleger am Montag mit Technologiewerten eingedeckt.
04.02.2019 22:43
Anzeigetafeln an der New Yorker Börse Nasdaq.
Anzeigetafeln an der New Yorker Börse Nasdaq.
Bild: Bloomberg

22:30

Der Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,7 Prozent höher aus dem Handel bei 25'239 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 stieg ebenfalls 0,7 Prozent auf rund 2725 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte 1,2 Prozent auf rund 7348 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax wenig verändert mit 11'177 Punkten.

Die Alphabet-Aktie notierte vor der Präsentation der Vierteljahresergebnisse zwei Prozent fester. Auch andere Schwergewichte des Technologiesektors lagen im Plus. Apple gewannen 2,8 Prozent, Microsoft 2,9 Prozent, Facebook 2,1 Prozent, Netflix 3,4 Prozent und Amazon 0,4 Prozent.

Heiss begehrt waren die Titel von Ultimate Software, die fast 20 Prozent nach oben sprangen. Das US-Unternehmen soll für elf Milliarden Dollar an eine Gruppe um den Finanzinvestor Hellman & Friedman verkauft werden.

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17:30

Alles andere als ein Kaufrausch: Die Anleger an der Schweizer Börse haben am Montag die Füsst still gehalten. Der SMI schliesst leicht im Plus. Der Swiss Market Index legt 0,2 Prozent zu auf 9011 Punkte. Nach einem etwas tieferen Start hat sich der  SMI damit knapp in die Gewinnzone vorgearbeitet.

An der Index-Spitze stehen Lonza mit einem Plus von 1,9 Prozent. Auch Novartis (+1%) und Roche (+1,1%) stehen auf der Gewinnerliste und sind massgeblich dafür verantwortlich, dass der SMI leicht positiv geschlossen hat.

Am anderen Ende der Tabelle finden sich Julius Bär (-4,4%). Die Aktien setzen ihre jüngste Kursschwäche fort, nachdem das Ergebnis für das vergangene Jahr bei Analysten für lange Gesichter sorgt. Das Ergebnis enttäusche auf der ganzen Linie, kommentierte etwa die ZKB.

Auch Swisscom (-2,4%), UBS (-1%), Credit Suisse (-1%) und Nestlé (-0,5%) sind auf der Verliererseite.

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15:32

US-Anleger haben sich zum Wochenstart nicht aus der Deckung gewagt. Sie blicken vor allem auf die Bilanzzahlen von Börsenschwergewicht Alphabet, die nach Börsenschluss an der Wall Street erwartet werden.  Die Google-Mutter ist der letzte der grossen US-Technologiekonzerne mit den Ergebnissen für das vergangene Quartal. Apple und Facebook überraschten mit unerwartet starken Zuwächsen im Schlussquartal 2018, während Netflix und Amazon enttäuschten.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete den Handel am Montag 0,1 Prozent im Minus bei 25.034 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,02 Prozent auf 2704 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte rund 0,2 Prozent auf 7277 Punkte zu.

Als kleiner Stimmungsaufheller wirkten Äußerungen von Kevin Hassett, dem Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump: Der sagte dem Sender CNBC, er hoffe auf eine Einigung im Handelsstreit mit China bis März.

Aktien von Alphabet gewannen 0,1 Prozent. Experten rechnen damit, dass der Konzern aus Kalifornien die Umsätze im vergangenen Quartal um gut ein Fünftel auf 39 Milliarden Dollar gesteigert hat.

Unter den Favoriten waren die Aktien des Botox-Rivalen Evolus mit einem Plus von 19,7 Prozent. Die kalifornische Firma erhielt von der US-Gesundheitsbehörde FDA die Zulassung für ihren Faltenglätter Jeuveau und macht damit dem Pharmakonzerns Allergan Konkurrenz.

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15:32

Der Zahlungsabwickler Wirecard hält die Vorwürfe eines Mitarbeiters zu angeblichen finanziellen Unregelmäßigkeiten für entkräftet. Die Untersuchung der Anwaltskanzlei Rajah & Tann in Singapur sei zwar noch nicht ganz abgeschlossen. "Ich sehe das ganze Thema aber schon jetzt als geklärt an", sagte Vorstandschef Markus Braun am Montag in einer Telefonkonferenz. Bisher habe die Kanzlei keinerlei Belege für ein strafrechtlich relevantes Fehlverhalten gefunden. Hinter den Vorwürfen steckten womöglich persönliche Animositäten zwischen zwei Mitarbeitern in Singapur. "Zwischen Menschen passiert so etwas", gab sich Braun gelassen. Die in der vergangenen Woche um 35 Prozent abgestürzte Aktie des Unternehmens aus Aschheim bei München erholte sich am Montag um rund 20 Prozent.

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14:50

Aufgefrischte Übernahmespekulationen haben am Montag die Aktien der Schweizer Telekomanbieter auf Talfahrt geschickt. Die Sunrise-Anteile gaben 0,9 Prozent auf 81,05 Franken nach. Das Unternehmen ist einem Bericht der "Financial Times" zufolge in fortgeschrittenen Verhandlungen für eine Übernahme des Schweizer Kabelgeschäfts von Liberty Global, UPC. Die Zeitung berief sich auf mit der Sache vertraute Personen. Sprecher von Sunrise und UPC wollten sich dazu nicht äussern.

Ein Börsenhändler stufte eine mögliche Übernahme von UPC grundsätzlich als guten Schritt für Sunrise ein. Der Konzern würde damit die erforderliche Grösse erreichen, um voll mit Platzhirsch Swisscom konkurrieren zu können. Der Zukauf würde für das Unternehmen allerdings wohl teuer: UPC dürfte sechs bis sieben Milliarden Franken wert sein und den Sunrise-Aktionären drohe eine verwässernde Kapitalerhöhung.

Deutlich stärker unter die Räder als Sunrise kam an der Börse allerdings Swisscom: Die Titel des Marktführers sanken um 1,7 Prozent auf 462 Franken. Der Händler führte das darauf zurück, dass dem mit Abstand grössten Schweizer Telekomanbieter durch einen Zusammenschluss von Sunrise und UPC ein schlagkräftigerer Rivale erwachsen könnte. Zudem schürte ein Bericht der "Neuen Zürcher Zeitung" Spekulationen, dass im Zuge des Aufbaus des neuen Mobilfunkstandards 5G mit der britische Vodafone ein schlagkräftiger Anbieter in den Schweizer Markt drängen könnte.

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12:52

Der bekannten Antifaltenspritze Botox des US-Pharmakonzerns Allergan droht Konkurrenz durch ein günstigeres Produkt. Die kalifornische Firma Evolus erhielt von der US-Gesundheitsbehörde FDA die Zulassung für ihren Faltenglätter Jeuveau und weckte damit Begeisterung bei Investoren: Die Aktien des Unternehmens stiegen am Montag im vorbörslichen Handel an der Wall Street um nahezu ein Drittel auf 24,18 Dollar. Sie waren damit grösster Gewinner und der am drittstärksten gehandelte Wert unter den US-Aktien. Evolus erwartet, dass sein Produkt 20 bis 25 Prozent weniger als Botox kosten und in den USA ab Frühjahr dieses Jahres verfügbar sein wird. Die Zulassung des Mittels war in einem vorherigen Anlauf bei der FDA im vergangenen Jahr noch gescheitert.

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12:40

Der Schweizer Aktienmarkt tritt zum Wochenstart mehr oder weniger auf der Stelle. Nach einem etwas tieferen Start hat sich der Leitindex SMI im weiteren Verlauf knapp in die Gewinnzone vorgearbeitet. Der Swiss Market Index (SMI) weist gegen 12.40 Uhr bei 8998 Punkten ein knappes Plus auf.

Am deutlichsten fallen zum Wochenstart die Reaktionen auf die Zahlen von Julius Bär (-4,4%) aus. Die Aktien setzen ihre jüngste Kursschwäche fort, nachdem das Ergebnis für das vergangene Jahr bei Analysten für lange Gesichter sorgt. Das Ergebnis enttäusche auf der ganzen Linie, kommentierte etwa die ZKB.

Dass es auch für Aktien wie Credit Suisse, UBS, Swiss Re und Swiss Life um 1 bis 0,6 Prozent abwärts geht, wird im Handel zum Teil mit den Zahlen von Bär erklärt, die auf die Finanzbranche generell drückten. Deutlich im Minus notieren zudem Kühne+Nagel (-3,6%).

Dass der Markt mittlerweile leichte Gewinne verbucht, verdankt er zu einem grossen Teil den beiden Pharmawerten Roche (+1,1%) und Novartis (+0,7%). Vor allem zu Roche hatte es zum Wochenschluss einige gute Produktnachrichten gegeben. So hat die US-Tochter Genentech mit dem Blutermittel Hemlibra eine rechtliche Auseinandersetzung in den USA gewonnen.

Noch deutlicher gewinnen an diesem Vormittag Techwerte zu. Temenos, AMS und Logitech gehören mit Kursaufschlägen zwischen 0,2 und 2,2 Prozent zu den gefragtesten Werten. Nachrichten gebe es an sich nicht, kommentiert ein Marktteilnehmer. Beim Halbleiterhersteller AMS stehen am morgigen Dienstag die Jahreszahlen auf der Agenda. Da hofften einige Akteure, dass diese besser als befürchtet ausfallen werden.

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12:20

Die Ölpreise sind am Montag auf den höchsten Stand seit zwei Monaten gestiegen. Auslöser dafür waren Spekulationen auf einen Angebotsengpass in Folge von Produktionskürzungen von Opec-Mitgliedern und Sanktionen der USA gegen Venezuela. Ein Barrel (159 Liter) der Ölsorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um 1,4 Prozent auf 63,63 Dollar. Der Preis für US-Leichtöl WTI stieg um 0,9 Prozent auf 55,75 Dollar je Fass.

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10:00

Spekulationen über einen Angebotsengpass bei Rohöl geben den Preisen für den Rohstoff Auftrieb. Ein Barrel (159 Liter) Brent-Öl verteuert sich um ein Prozent auf 63,40 Dollar. Das ist der höchste Stand seit Anfang Dezember. WTI legt 0,8 Prozent zu auf ein Zweieinhalb-Monats-Hoch von 55,68 Dollar.

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09:40

Ein Verlust im vergangenen Quartal und ein verhaltener Ausblick machen Anleger von Ryanair nervös. Die Aktien des irischen Billigfliegers verlieren 3,9 Prozent auf 10,96 Euro.

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09:07

Der Swiss Market Index (SMI) gibt unmittelbar nach Börseneröffnung  0,1 Prozent auf 8987 Punkte nach.

Mit einem Minus von 3,0 Prozent fallen Julius Bär am stärksten. Die Bank hat im Geschäftsjahr 2018 in einem schwierigen Marktumfeld die Gewinnzahlen zwar leicht verbessert, die Erwartungen der Analysten damit aber nicht erfüllt. Zudem fallen die Titel von Swiss Re um 0,8 Prozent zurück. Hier hat Merrill Lynch das Rating gekappt.

Bei LafargeHolcim (+0,1 Prozent) stützt derweil vor allem eine Ratingerhöhung durch die HSBC. Die Experten reagieren damit auf den Verkauf des Indonesien-Geschäfts. Damit verbessere sich die Bewertung der Aktie wegen der tieferen Nettoschulden und einer geringeren Verwässerung des EBITDA.

Nestlé und Novartis geben je 0,2 Prozent nach. Bei Roche hat die US-Tochter Genentech im Patentstreit um das Hämophilie-Medikament Hemlibra einen positiven Gerichtsentscheid errungen, der Genussschein legt 0,2 Prozent zu.

Im breiten Markt dürfte Panalpina deutlich unter Verkaufsdruck geraten, derzeit liegen allerdings noch keine Kurse vor. Der grösste Aktionär des Schweizer Logistikkonzerns, die Ernst Goehner Stiftung (EGS), möchte von einer Übernahme des Unternehmens durch die dänische DSV nichts wissen. Man habe das Angebot geprüft und sei zum Schluss gekommen, es nicht zu unterstützen, teilte sie am Morgen mit.

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08:15

Der Swiss Market Index (SMI) gibt in der von Julius Bär berechneten Vorbörse um 0,2 Prozent nach. In der Vorwoche schloss er bei bei 8996 Punkten.

Nach Zahlen deutlich im Minus sind die Titel von Julius Bär (-4,1 Prozent). Die Privatbank Julius Bär will Kosten sparen und steckt sich mittelfristig etwas weniger ambitionierte Ziele.

Von einer Heraufstufung profitiert vorbörslich LafargeHolcim (+0,2 Prozent). Die weiteren SMI-Titel notieren alle leicht negativ.

Im breiteren Markt fällt Panalpina mit über minus 10 Prozent auf. Der grösste Aktionär des Schweizer Logistikkonzerns Panalpina, die Ernst Göhner Stiftung, lehnt das Übernahmeangebot des dänischen Konkurrenten DSV ab.

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08:10

Der japanische Aktienmarkt ist mit Gewinnen in die neue Woche gestartet. Rückenwind lieferte neben dem starken US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag der Optimismus der USA für eine Lösung des Handelsstreits mit China.

Der japanische Leitindex Nikkei 225 gewann 0,46 Prozent auf 20 883,77 Punkte. Damit nähert er sich wieder der im Dezember gefallenen Schwelle von 21 000 Punkten.

Negativ ragten die Papiere von Sony mit einem Rutsch um 8 Prozent heraus. Das Geschäft mit der an sich sehr erfolgreichen PlayStation 4 lief im Vorjahr nicht so gut wie gewohnt. Es wurden deutlich weniger Konsolen verkauft und der Konzern musste mehr Geld für Werbung in die Hand nehmen. Ihre Umsatzschätzung kappten die Japaner, woraufhin auch einige Analysten zurückhaltender wurden.

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06:35

Der japanische Leitindex Nikkei stieg bis zum Nachmittag um 0,4 Prozent auf 20.874 Punkte. Der breiter gefasste Topix legte 1,1 Prozent auf 1.582 Zähler zu. Insbesondere der US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag wirkte sich auf Finanzwerte positiv aus. Die Regierung in Washington meldete deutlich mehr neue Jobs als von Experten erwartet.

Die Aktien von Sony brachen neun Prozent ein. Eine Schwäche im Geschäft mit Computerspielen macht dem Unterhaltungskonzern zu schaffen. Honda liessen vier Prozent Federn. Preisnachlässe in den USA und Kosten zur Behebung von Qualitätsproblemen bei bestimmten Modellen führten zu einem Gewinneinbruch bei Japans drittgrösstem Autobauer.

Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans notierte unverändert. In China bleiben die Aktienmärkte wegen des Neujahrsfestes die ganze Woche geschlossen. In Südkorea wird bis Donnerstag nicht gehandelt.

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06:30

Am Devisenmarkt zeigte sich der Dollar fester. Der Euro war für 1,1448 Dollar zu haben. Zur japanischen Währung lag die US-Devise etwas höher bei 109,60 Yen. 

(cash/AWP/Reuters)