+++Börsen-Ticker+++ - «Trump-Trauma» belastet New Yorker Börsen

Wachsende Zweifel an einer baldigen Umsetzung von Donald Trumps Steuersenkungs- und Investitionspläne drückten den Dollar am Mittwoch auf ein Sechs-Monats-Tief.
17.05.2017 23:05
Ein Trader an der Börse in New York blickt sorgenvoll auf die Bildschirme.
Ein Trader an der Börse in New York blickt sorgenvoll auf die Bildschirme.
Bild: Bloomberg

22:45

Die Kurse an den US-Börsen geraten ins rutschen. Anleger hätten grosse Hoffnungen auf Trumps Pläne zur Ankurbelung der Konjunktur gesetzt, sagte Analyst David Madden vom Online-Broker CMC Markets. "Der jüngste Skandal verzögert seine Pläne im günstigsten Fall und im schlimmsten Fall werden sie nicht umgesetzt."

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,8 Prozent tiefer auf 20.606 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank ebenfalls 1,8 Prozent auf 2357 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 2,6 Prozent auf 6011 Punkte.

Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, fiel am Mittwoch um 0,6 Prozent auf 97,490 Punkte und lag damit wieder auf dem Niveau vor Trumps Wahl. "Der letzte Rest des 'Trump-Dollars' ist dahin", sagte Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann.

Durch die Trump-Kontroverse gerieten die Finanzwerte unter Druck. Mehr als drei Prozent abwärts ging es wegen eines Lizenzstreits auch für Apple.

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17:30

Nach dem jüngsten Höhenflug haben die Anleger an der Schweizer Börse am Mittwoch Gewinne eingestrichen.  "Die Marktteilnehmer verspüren einen leichten Anflug von Höhenangst", sagte ein Händler.

Der SMI sinkt am Mittwoch 1,4 Prozent auf 9001 Zähler. Dies ist der stärkste täglich Kursrückgang seit Anfang Dezember. Das Plus im laufenden Jahr beträgt noch immer zehn Prozent.

Die im Zuge der Verunsicherung am Markt massiv gesunkenen Renditen der Staatsanleihen lasteten vor allem auf den Finanzwerten. Die Aktie der Grossbank Credit Suisse verbucht mit 2,9 Prozent Abschlag das stärkste Kursminus. Am Donnerstag entscheiden die Aktionäre über eine weitere milliardenschwere Kapitalerhöhung.

Die Anteile der Bank Julius Bär geben 3,2 Prozent nach, die des Lebensversicherers Swiss Life 2,9 Prozent. Die Anteile der UBS sinken 2,2 Prozent.

Grössere Gewinnmitnahmen verzeichneten die Anteile des Uhrenherstellers Swatch mit einem Kursabschlag von 2,8 Prozent auf. Rivale Richemont hielten sich mit einem Minus von 2,4 Prozent etwas besser.

Den ausführlichen Börsenbericht lesen Sie hier.

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16:30

Der SMI büsst kurz vor 16.30 Uhr 1,18% auf 9'019,53 Punkte ein und notiert damit mehr oder weniger auf Tagestief. Die grössten Verluste im Leadindex sind bei CS (-3,2%), Swatch (-2,6%) oder LafargeHolcim (-2,4%) auszumachen, am besten halten sich die defensiven Givaudan (-0,6%), Novartis (-0,6%) und Nestlé (-0,7%).

Der Franken gewinnt derweil - wie meist in einem solchen Umfeld - deutlich an Wert: EUR/CHF hat die Marke von 1,09 wieder unterschritten und notiert aktuell bei 1,0894, USD/CHF ist auf 0,9778 gefallen und notiert damit auf dem tiefsten Stand seit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten.

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15:45

Am US-Markt wuchsen die Zweifel, dass der Republikaner seine Steuersenkungs- und Investitionspläne zur Ankurbelung der Konjunktur bald umsetzen kann.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte fiel im frühen Handel um 0,9 Prozent auf 20.793 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,8 Prozent auf 2382 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,9 Prozent auf 6113 Punkte.

Zu den Verlierern zählten Finanzwerte, die von der Rally nach Trumps Wahlsieg besonders profitiert hatten. Die Aktien der Bank of America gaben 2,6 Prozent nach. Die Titel von Goldman Sachs verloren 1,8 Prozent.

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12:45

Nach dem jüngsten Höhenflug haben die Anleger an der Schweizer Börse am Mittwoch Gewinne eingestrichen.  Der SMI verlor 0,5 Prozent auf 9081 Punkte. Am Dienstag hatte der Leitindex mit 9137 Zählern den höchsten Stand seit August 2015 erreicht.

Händler sprachen von zunehmenden Zweifeln, dass US-Präsident Donald Trump angesichts der aktuellen Querelen die Wirtschaft wie erhofft stärker beleben könne. Das belastet die Aktien und den Dollar. Wird der Franken teurer, verschlechtern sich die Chancen der Schweizer Exporteure auf dem Weltmarkt.

Bei den Bluechips verzeichnete die Grossbank Credit Suisse mit 1,6 Prozent Abschlag das stärkste Kursminus. Die Anteile von Rivale UBS machten einen Grossteil der anfänglichen Verluste wieder wett und notierten noch um 0,1 Prozent tiefer.

Die Anteile der als krisensicher geltenden Index-Schwergewichte konsolidierten den jüngsten Anstieg.

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12:00

Der Goldpreis steigt um 0,8 Prozent auf ein Zwei-Wochen-Hoch von 1245,95 Dollar je Feinunze. "Wegen der geopolitischen Spannungen und der Unsicherheit über die Politik von Donald Trump greifen die Anleger zur Krisenwährung Gold", sagte ein Börsianer. Zudem profitiere das Gold von der Dollar-Schwäche.

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10:15

Die SMI-Anleger nehmen Gewinne mit. Die Stimmung habe sich nicht grundsätzlich verschlechtert, hiess es in Börsenkreisen. Mittlerweile seien die Bewertungen aber sehr hoch und für weitere Avancen gebe es kaum ausreichend Gründe.

Der Swiss Market Index (SMI) fällt bis um 09.30 Uhr 0,53% auf 9'079,33 Punkte zurück. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, büsst 0,57% auf 1'430,49 Punkte ein und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,48% auf 10'321,60 Punkte.

Mit am meisten unter Druck stehen wie schon am Vortag die Banken, von denen CS (-1,4%) noch etwas mehr abgeben als UBS (-0,7%). UBS hatten am Vortag unter dem Abbau der Beteiligung des Singapurer Staatsfonds GIC gelitten, zu CS kommt im Vorfeld der ausserordentlichen Generalversammlung zur geplanten Kapitalerhöhung vom Donnerstag eine gewisse Nervosität auf.

Zur Gruppe mit den stärksten Einbussen gehören weiter Swatch (-0,9%), sowie weitere Finanztitel wie Partners Group (-1,0%), Swiss Life (-0,8%) und Swiss Re (-0,7%).

Von den drei nach Börsenkapitalisierung schwersten Aktien ziehen Novartis (-0,8%) und Roche (-0,6%) den Gesamtmarkt klar nach unten.

Den ausführlicheren Börsenbericht lesen Sie hier.

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09:10

Der Swiss Market Index (SMI) geht mit einem Minus von 0,7 Prozent bei 9066 Punkten in den Handel. Nach drei Wochen mit praktisch nur steigenden Kursen zeichnen sich damit zumindest für die Eröffnungsphase wieder einmal Gewinnmitnahmen ab.

Die Stimmung habe sich nicht grundsätzlich verschlechtert, hiess es in Börsenkreisen. Mittlerweile seien die Bewertungen aber sehr hoch und für weitere Avancen gebe es kaum ausreichend Gründe. Geprägt werde das Börsengeschehen mangels anderer Nachrichten weiterhin von den politischen Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Regierung Trumps und der damit verbundenen Dollar-Schwäche.

 

Die bereits am Vortag schwachen Bankaktien geben derzeit weiter nach, mit einem Minus von je 0,9 Prozent gehören CS und UBS zusammen mit Swatch (-1,2 Prozent), Richemont (-0,9 Prozent), SGS (-0,9 Prozent) und ABB (-0,7 Prozent) zu den am meisten unter Druck stehenden Werten. UBS hatten am Vortag unter dem Abbau der Beteiligung des Singapurer Staatsfonds GIC gelitten.

Die am Vortag vergleichsweise volatilen Novartis fallen mit einem Minus von 0,7 Prozent auf. Goldman Sachs hat das Kursziel für die Pharmaaktien leicht erhöht und dabei die Einstufung "Neutral" bestätigt. Roche büssen ebenfalls 0,7 Prozent. ein. Einzig Nestlé stützt mit einem Minus von 0,4 Prozent den SMI etwas.

Auch Sonova (-0,4 Prozent), am Vortag nach den Jahreszahlen noch klarer Tagessieger, entziehen sich dem negativen Trend nicht. Im Nachgang zu den Zahlen sind neu Kurszielerhöhungen durch JPMorgan und Jefferies eingegangen, beide belassen Titel indes mit dem Rating "Neutral", bzw. "Hold".

Auffallend unter Druck stehen Straumann mit einem Minus von 3,2 Prozent. Nachdem vor zehn Tagen bekannt wurde, dass der Singapurer Staatsfonds GIC seine Beteiligung auf noch gut 4 Prozent von zuvor knapp 14 Prozent abgebaut hatte, hat dieser nun auch den Grossteil dieses Restbestandes veräusser. Das Straumann Investor Relations bestätigte am Mittwochmorgen entsprechende Berichte in verschiedenen Medien (mehr zum Thema erfahren Sie hier).

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08:25

Die asiatischen Börsen werden von Donald Trumps Russland-Affäre ausgebremst. In Tokio büsste der Nikkei-Index 0,5 Prozent auf 19.814 Punkte ein. Vor allem Finanzwerte gerieten unter Druck. Auch an den übrigen Börsen in der Region ging es bergab. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans verlor 0,4 Prozent. In Shanghai und Hongkong gaben die Kurse ebenfalls leicht nach.

Auch der Dollar geriet durch die Affäre sowie teils schwache Konjunkturdaten unter Druck. Einem Plus der US-Industrieproduktion standen im April überraschend wenig Neubauprojekte auf dem Immobilienmarkt gegenüber. Am Devisenmarkt gab der Dollar zur japanischen Währung 0,6 Prozent auf 112,44 Yen nach. Der Euro stieg leicht auf 1,1105 Dollar

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08:10

Der Swiss Market Index (SMI) wird laut vorbörslichen Indikatoren um 0,4 Prozent tiefer bei 9095 Punkten gehandelt.

Unter den SMI-Einzeltiteln fallen ABB, Adecco, Credit Suisse, LafargeHolcim und UBS mit Abschlägen von rund 0,5 Prozent auf. Am breiten Markt fallen zudem die Straumann-Aktien auf. Beim Hersteller von Dentalimplantaten zieht sich der Singapurer Staatsfonds GIC zurück.

Trump hat Insidern zufolge den von ihm überraschend entlassenen FBI-Chef James Comey gebeten, die Ermittlungen zu den Russland-Verbindungen des ehemaligen Nationalen Sicherheitsberaters Michael Flynn einzustellen. Dies wirft die Frage auf, ob der Präsident sich der Justizbehinderung schuldig mache. Schwache Daten vom US-Immobilienmarkt dämpften zudem Spekulationen auf bald steigende US-Zinsen.

Auch der schwächelnde Dollar könnte die Kauflust der Anleger etwas dämpfen, hiess es. Damit verschlechtern sich die Chancen der Schweizer Exporteure auf dem Weltmarkt.

Es stehen die europäischen Inflationsdaten auf dem Terminplan. Sie könnten den Spekulationen um die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) neue Nahrung geben.

Nach Handelsschluss in Europa hatten sich die Kurse an der Wall Street am Dienstag kaum mehr verändert. Der Dow-Jones- und der S&P500-Index gingen geringfügig niedriger aus dem Handel, der Nasdaq-Composite legte 0,3 Prozent zu.

In Asien tendierten die Börsen am Mittwoch schwächer: Der Nikkei-Index lag 0,6 Prozent im Minus, der Shanghai-Composite 0,1 Prozent. 

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07:55

Der Goldpreis profitiert von den Wirren um Donald Trump. Er stieg in der Nacht auf Mittwoch bis auf 1245 Dollar pro Unze. Am Vorabend hatte er noch 1237 Dollar gekostet.

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07:31

Die Ölpreise sind am Mittwoch gesunken. Nach einem deutlichen Anstieg in den vergangenen Handelstagen sprachen Marktbeobachter von einer Gegenbewegung, die bereits am Dienstagnachmittag eingesetzt hatte. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent fiel am Morgen um 41 Cent auf 51,24 Dollar. Ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) verbilligte sich um 44 Cent auf 48,22 Dollar.

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06:45

Trump hat Insiderinformationen zufolge den inzwischen entlassenen FBI-Chef James Comey gebeten, die Ermittlungen zu den Russland-Verbindungen des ehemaligen Nationalen Sicherheitsberaters Michael Flynn einzustellen. Dies wirft die Frage auf, ob der Präsident sich der Justizbehinderung schuldig mache. Börsianern zufolge werden dadurch Sorgen geschürt, dass Trumps Pläne zur Ankurbelung der Konjunktur scheitern könnten.

In Tokio notierte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,5 Prozent schwächer mit 19.829 Punkten. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans verlor 0,3 Prozent.

Am Devisenmarkt stand der Dollar unter Druck. Er gab zur japanischen Währung 0,5 Prozent nach auf 112,58 Yen. Der Euro stieg leicht auf 1,1097 Dollar. Der Schweizer Franken tendierte zum Euro mit 1,0917 und zum Dollar mit 0,9837.

(cash/Reuters/AWP)