+++Börsen-Ticker+++ - US-Anleger erleichtert - Keine neuen Trump-Überraschungen

Die US-Börsen haben am Dienstag nach zwischenzeitlichen Verlusten erneut fester geschlossen.
23.05.2017 22:34
Fiat-Chrisler gerät in den USA unter Druck.
Fiat-Chrisler gerät in den USA unter Druck.
Bild: Pixabay

22:30

Die US-Anleger seien erleichtert gewesen, dass es keine neuen Überraschungen rund um US-Präsident Donald Trump gegeben habe, sagten Analysten. Der im Laufe des Tages vorgelegte Haushaltsplan des Präsidenten sei weitgehend wie erwartet ausgefallen.

Der Dow-Jones-Index der US-Standardwerte beendete den Handel 0,2 Prozent höher bei 20.938 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um knapp 0,2 Prozent auf 2398 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,1 Prozent auf knapp 6139 Punkte. Der Dax schloss in Frankfurt mit 12.659 Punkten 0,3 Prozent höher.

Unter den Einzelwerten waren vor allem Finanzwerte gefragt. So verteuerten sich die Aktien von JPMorgan um 1,2 Prozent, die von Morgan Stanley um 1,8 Prozent.

Die in den USA notierten Papiere des Autobauers Fiat Chrysler verloren dagegen 4,1 Prozent an Wert. Die US-Regierung hat Klage gegen den Konzern wegen des Vorwurfs der Abgas-Manipulation eingereicht.

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17:30

Die Schweizer Börse hat am Dienstag nachgegeben. «Wir sind dabei die jüngsten Gewinne zu verdauen», sagte ein Händler.  Der SMI sank um 0,3 Prozent auf 9062 Punkte. Händlern zufolge goutierten die Anleger zwar die unerwartet starken Konjunkturzahlen aus der Euro-Zone. Doch der Anschlag in Manchester, bei dem mehr als 20 Menschen starben und viele verletzt wurden, dämpfte die Stimmung.

Der Rückgang der Schweizer Uhrenexporte im April sorgte für Enttäuschung, nachdem der Anstieg im März die Hoffnung auf eine Wende geschürt hatte. Richemont und Swatch zeigten sich allerdings wenig beeindruckt, die Kurse waren nur knapp tiefer und gehalten.

Die Aktien von Nestle büssten nach dem Anstieg auf ein Rekordhoch am Montag 0,9 Prozent ein. Pharmawert Novartis fiel um 0,5 Prozent. Die beiden Titel zeichneten damit für den Grossteil des SMI-Rückgangs verantwortlich.

Den ausführichen Börsenbericht lesen Sie hier.

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16:22

In den USA ist das Geschäft mit Eigenheimen im April schlechter gelaufen als gedacht. Die Zahl der verkauften Neubauten fiel um 11,4 Prozent zum Vormonat auf eine Jahresrate von 569'000 Einheiten, wie das Handelsministerium am Dienstag mitteilte. I

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16:15

An der Wall Street haben die Anleger eine kleine Verschnaufpause eingelegt. Die wichtigsten Aktienindizes bewegten sich am Dienstag nach dreitägiger Erholung kaum vom Fleck. Der Dow Jones Industrial rückte um 0,07 Prozent auf 20 908,45 Punkte vor. An den vergangenen drei Handelstagen hatte der US-Leitindex sich noch vom seinem Kursrutsch Mitte letzter Woche erholt.

Der marktbreite S&P-500-Index legte am Dienstag um 0,06 Prozent auf 2395,35 Punkte zu. Für den Nasdaq 100 ging es zuletzt um 0,02 Prozent auf 5700,45 Zähler aufwärts.

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15:30

Angesichts bundesweiter Durchsuchungen wegen Betrugsverdachts trennen sich viele Aktionäre von Daimler: Die Aktien fallen um 1,2 Prozent auf 66,91 Euro und zählen im Dax damit zu den schwächsten Werten. Die Ermittlungen seien zwar nicht neu, schadeten aber dem Image, sagte ein Händler.

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13:00

Der SMI steht am Dienstagmittag im Minus. Der Leitindex SMI hat die Verluste im bisherigen Tagesverlauf ausgeweitet, notiert aber weiterhin oberhalb der derzeit psychologisch wichtigen Marke von 9'000 Punkten.  Grundsätzlich präsentiert sich sich die Stimmung an der Schweizer Börse trotz Verlusten als recht robust, was durch aktuelle Wirtschaftsdaten aus Europa untermauert werde. So stieg in Deutschland der vielbeachtete Ifo-Geschäftsklima auf ein Rekordhoch und in Frankreich hellte sich das Geschäftsklima auf. Ins positive Bild füge sich auch die relative Eurostärke zum Franken ein.

Der Swiss Market Index (SMI) büsst gegen 12.10 Uhr 0,46% auf 9'042,90 Punkte ein und notiert damit nur weniger Zähler über dem bisherigen Tagestief. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, verliert 0,34% auf 1'424,45 und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,41% auf 10'266,11.

Die grössten Verluste verzeichnen auch zur Mittagszeit CS (-4,2%). Deutlich abgerutscht sind die volatilen Aryzta (-3,0%). Zu den grossen Verlierern zählen auch Clariant (-1,4%). Bei den Gewinnern haben Sika (+1,2%) die frühen Gewinne ausgebaut und damit weiterhin die Nase vorn.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie hier.

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10:30

Nokia legt Patentstreit mit Apple bei. Das beflügelt die Aktien von Nokia. Die Titel des finnischen Telekommunikationskonzerns zogen am Dienstag um 7,9 Prozent auf ein Eineinhalb-Jahres-Hoch von 5,96 Euro an. Analysten zeigten sich überrascht über die rasche Einigung in dem Streit. "Das ist eine gute Nachricht für Nokia, das Thema aus dem Weg zu haben", sagte Analyst Hannu Rauhala von OP Equities. Zudem vereinbarten die beiden Handy-Hersteller, bei bestimmten Dienstleistungen künftig zusammenzuarbeiten.

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10:15

Die Schweizer Börse hat sich am Dienstag im frühen Geschäft leicht abgeschwächt.  Nach den Gewinnen vom Vortag fehlten frische Impulse, sagte ein Händler. Auch der Anschlag in Manchester dämpfe die Stimmung. Der SMI gab 0,2 Prozent auf 9066 Zähler nach. Am Montag war der Leitindex um 0,7 Prozent gestiegen.

Die Aktien von Clariant, die am Vortag nach der Bekanntgabe der Fusion mit dem US-Mitbewerber Huntsman kräftig gestiegen waren, gaben 2,2 Prozent nach.

Die Aktien von LafargeHolcim setzten den Höhenflug vom Vortag fort und stiegen um weitere 1,1 Prozent. Der Zementproduzent hatte am Montag die Ernennung von Sika-Chef Jan Jenisch zum neuen Konzernchef bekanntgegeben. Die Sika-Titel zogen nach den Kurseinbussen am Vortag 1,0 Prozent an.

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09:15

Die Aktienmärkte in Fernost haben am Dienstag etwas tiefer geschlossen. In Tokio ging der Nikkei-Index mit einem Minus von 0,3 Prozent mit 19'613 Punkten aus dem Handel. Der MSCI-Index asiatischer Werte ohne Japan notierte 0,1 Prozent niedriger. Kaum eine Rolle an den Aktienbörsen spielte der Selbstmordanschlag in der nordenglischen Stadt Manchester. "Seit 9/11 hat der Einfluss von terroristischen Ereignissen auf die Märkte abgenommen", sagte Shane Oliver, Investmentstratege bei AMP Capital in Sydney.

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09:10

Der Swiss Market Index notiert zu Handelsbeginn am Dienstag 0,1 Prozent tiefer. Nach dem recht schwungvollen Wochenstart dürften sich die Investoren vorerst eher zurückhalten, heisst es im Handel. Einerseits fehlten klare Richtungsimpulse von den wichtigsten Überseebörsen. Zudem stehen im Verlauf des Vormittags vielbeachtete Wirtschaftsdaten aus der EU (Einkaufsmanagerindex) sowie Deutschland (ifo Geschäftsklima) auf dem Programm.

Die Aktie der Credit Suisse wird 4 Prozent tiefer indiziert. Die Bank gibt im Rahmen ihrer laufenden Kapitalerhöhung 393,2 Millionen neue Aktien heraus. Ausreisser im positiven Bereich sind am Dienstag Swatch (+0,3 Prozent) und Richemont (+0,6 Prozent). Die Uhrenexportdaten geben auf den ersten Blick allerdings kaum Unterstützung, denn das Exportvolumen sank im April gegenüber der Vorjahresperiode nominal um 5,7 Prozent auf 1,53 Mrd CHF, real waren es gar -6,8 Prozent. Seit Jahresbeginn stehen die beiden Aktien jeweils über 20 Prozent im Plus und gehören damit zu den grossen SMI-Gewinnern.

Aktien von LafargeHolcim - die Überflieger des Vortages - werden 1,3 Prozent höher taxiert. Für Avancen hatte zu Wochenbeginn die Ernennung des derzeitigen Sika-Chefs Jan Jenisch zum neuen CEO des Zementriesen gesorgt. In der Folge hat der für Berenberg tätige Analyst das Anlagerating für die LafargeHolcim-Aktie auf "Outperform" von "Market Perform" erhöht. Die Sika-Aktie war im Gegenzug um 4 Prozent zurückgefallen. Sie notiert am Dienstag 0,5 Prozent höher.

Etwas aus dem Rahmen fallen Clariant, die um 2 Prozent tiefer taxiert werden. Nach der am Vortag bekanntgegebenen Fusionsabsicht mit dem texanischen Mitbewerber Huntsman war die Aktie des Basler Spezialchemikalienherstellers allerdings um knapp 4 Prozent angesprungen.

Am breiten Markt steht die Aktie des Elektronikkomponenten-Herstellers Lem nach Vorlage der Zahlen zum im März beendeten Geschäftsjahr 2016/17 etwas im Blick. Siew fällt 0,5 Prozent.

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08:55

Die Aktien des im Bereich Energiespeicherlösungen tätigen Unternehmens Leclanché können am Dienstag wieder gehandelt werden. Am Vortag hatte die SIX am Nachmittag nach einer Explosion mit einem Brand in der Fabrik von Leclanché in Yverdon-les-Bains den Handel ausgesetzt. 

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08:27

Nach dem Anschlag in Manchester greifen Anleger am Dienstag verstärkt zur "Anti-Krisenwährung" Gold. Das Edelmetall verteuert sich um 0,3 Prozent auf 1264 Dollar je Feinunze. 

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08:10

Banken und Broker sagen für die Schweizer Börse am Dienstag tiefere Kurse voraus. Der SMI wird 0,29 Prozent tiefer berechnet. Die Aktie der Credit Suisse notiert 3,6 Prozent schwächer.

In den USA beendete der Dow-Jones-Index der Standardwerte den Handel 0,4 Prozent höher bei 20.895 Punkten. Der S&P500 stieg um 0,5 Prozent, die Technologiebörse Nasdaq gewann 0,8 Prozent.

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07:30

Die Ölpreise haben am Dienstag im frühen Handel leicht nachgegeben. Ihre deutlichen Gewinne der Vortage haben sie jedoch weitgehend gehalten. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent fiel am Morgen um 25 Cent auf 53,62 Dollar.

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06:35

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte in Tokio zuletzt 0,06 Prozent tiefer. An anderen asiatischen Aktienmärkten bewegten sich die Kurse kaum. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans notierte unverändert. 

Der Euro profitierte von den jüngsten Aussagen von Bundeskanzlerin Angela Merkel, welche die Europäische Zentralbank für die Schwäche der Gemeinschaftswährung verantwortlich gemacht hatte. Mit 1,1244 Dollar notierte der Euro nahe seines Sechs-Monats-Hochs. Der Yen legte leicht zu, ein Dollar kostete 111,14 Yen. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9724 Franken je Dollar und 1,0938 Franken je Euro gehandelt. 

Das britische Pfund ist nach der Explosion in der nordenglischen Stadt Manchester unter Druck geraten. Die britische Währung gab weitere 0,1 Prozent nach, nachdem sie bereits am Montag 0,3 Prozent verloren hatte. Bei der Explosion wurden nach Polizeiangaben 19 Menschen getötet, etwa 50 weitere wurden verletzt. Die Polizei behandelt den Vorfall als möglichen Terroranschlag.