+++Börsen-Ticker+++ - US-Anleger fürchten sich vor Handelskrieg

Zunehmende Sorgen vor einem globalen Handelsstreit haben am Mittwoch die New Yorker Börse belastet. Jüngste Auslöser dafür sind Pläne von US-Präsident Donald Trump, nun auch Einfuhren aus China mit Zöllen zu belegen.
14.03.2018 21:37
Trader an der Wall Street.
Trader an der Wall Street.
Bild: Bloomberg

21:35

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor ein Prozent auf 24'758 Punkte. Zeitweise war er bis auf 24'668 Stellen abgesackt. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,6 Prozent auf 2749 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq schloss 0,2 Prozent tiefer bei 7496 Punkten.

Etwas Unterstützung für die Börsen ging von den jüngsten Konjunkturdaten aus. Zwar verzeichneten die US-Einzelhändler im Februar den dritten Umsatzrückgang in Folge. Da dies aber die Annahme unterstützt, dass die US-Notenbank (Fed) die Zinsen dieses Jahr nicht stärker erhöht als bislang angenommen, sorgte die Daten unter Anlegern für Erleichterung.

Bei den Einzelwerten stand die geplatzte Großübernahme in der Chipbranche im Fokus. Nach dem Veto von Trump gab Broadcom seine Pläne zum Kauf des Rivalen Qualcomm auf. Broadcom-Aktien verloren 0,2 Prozent, Qualcomm stiegen um 0,7 Prozent.

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17:30

Die Börse hat am Mittwoch leicht zugelegt. Die Anleger verhielten sich zurückhaltend. Das Geschäft verlief laut Händlern daher eher umsatzschwach.  "Die Anleger fahren mit angezogener Handbremse", sagte ein Börsianer. "Richtige Kauffreude sieht anders aus", sagte ein anderer Händler. Der SMI notierte mit 8869 Punkten um 0,1 Prozent im Minus.

Bis auf wenige Ausnahmen beliefen sich die Kursausschläge bei den Standardwerten auf weniger als ein Prozent. Einen stärkeren Kursrückgang verbuchten die Aktien von Givaudan mit minus 2,7 Prozent. Händler sagten, der Aromen- und Duftstoffhersteller sei im Sog eines enttäuschenden Ergebnisses von Konkurrent Symrise unter Druck geraten.

Leicht stützend für den Gesamtmarkt erwiesen sich die SMI-Schwergewichte Nestle und Novartis mit Kurszuwächsen von 0,2 Prozent. Bei den Bankaktien schmolzen die Gewinne im Verlauf ab. Während sich Julius Bär praktisch halten konnten, rutschten UBS und Credit Suisse in den roten Bereich.

Den ausführlichen SMI-Schlussbericht lesen Sie hier.

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16:51

Die Ölpreise sind am Mittwochnachmittag im Sog eines überraschend starken Anstiegs der US-Bestände gefallen. Nordseeöl der Sorte Brent verbilligte sich um 0,9 Prozent auf 64,06 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Leichtöl WTI kostete mit 60,11 Dollar ein Prozent weniger. In der vergangenen Woche waren dem US-Energieministerium zufolge die Rohölbestände um über fünf Millionen Fässer gestiegen. Unterstützung ging aber von überraschend starken Rückgang der Benzin- und Destillate-Bestände aus.

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16:00

Bitcoin verliert auf der bekanntesten Handelsplattform Bitstamp sechs Prozent auf 8595 Dollar. Nach Facebook will auch Google künftig keine Werbung mehr rund um Bitcoin & Co zeigen.

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15:55

Der Wind dreht: Nach einem positiven Start geben die Kurse an den US-Börsen inzwischen nach. Der Dow gab zuletzt um 0,26 Prozent auf 24 941,45 Punkte nach. Tags zuvor war das Börsenbarometer infolge des Rauswurfs von Rex Tillerson und der gleichzeitigen Ernennung des stramm konservativen CIA-Direktors Mike Pompeo zum neuen Aussenminister unter Druck geraten.

Der breit gefasste S&P 500 bewegte sich zur Wochenmitte mit minus 0,05 Prozent auf 2763,92 Punkte kaum vom Fleck. Der technologielastige Nasdaq 100 rückte um 0,11 Prozent auf 7054,23 Punkte vor. Am Dienstag hatte der Index noch im frühen Handel ein Rekordhoch erreicht, bevor er letztlich um mehr als 1 Prozent ins Minus rutschte.

Das US-Handelsministerium hatte einen überraschenden Rückgang der US-Einzelhandelsumsätze im Februar gemeldet.

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14:46

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete 0,3 Prozent im Plus bei 25'087 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,2 Prozent auf 2772 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg ebenfalls 0,2 Prozent auf 7527 Punkte. Tags zuvor hatten der Rauswurf von US-Aussenminister Rex Tillerson sowie Ängste vor einem Handelskrieg infolge der angekündigten US-Schutzzölle auf Stahl und Aluminium die Wall Street noch belastet.

Unterstützung kam nun auch von jüngsten Konjunkturdaten. Zwar verzeichneten die US-Einzelhändler im Februar das dritte Umsatzminus in Folge. Da dies aber die Annahme unterstützt, dass die US-Notenbank (Fed) die Zinsen dieses Jahr nicht stärker erhöht als bislang angenommen, sorgte das unter Anlegern für Erleichterung.

Bei den Einzelwerten stand die geplatzte Großübernahme in der Chipbranche im Fokus. Nach dem Veto von US-Präsident Donald Trump gab Broadcom seine Pläne zum Kauf des Rivalen Qualcomm auf. Broadcom-Aktien gewannen 0,2 Prozent, Qualcomm gaben dagegen 0,5 Prozent nach.

Ford-Papiere legten nach einer Hochstufung durch Morgan Stanley fast sechs Prozent zu.

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12:33

Der SMI verzeichnet am Mittwochmittag nach verhaltenem Start moderate Gewinne und holt damit einen Teil der markanten Verluste des Vortages wieder auf. Mittlerweile notiert der SMI wieder über 8'900 Punkten.  Der Swiss Market Index (SMI) notiert um 11.45 Uhr 0,44% höher bei 8'920,24 Punkten. Geberit (+1,3%) sind am Tag nach der Bilanzpräsentation gut gesucht und markieren die Tabellenspitze. Weit oben in der Tabelle stehen auch Dufry mit einem Plus von 1,2%. Gute Unterstützung bieten die Schwergewichte Nestlé und Novartis (je +0,7%) sowie etwas moderater Roche (+0,5%).

Im breiten Markt fallen Siegried (-2,9%) mit deutlicheren Abgaben auf.

Den ausführlichen SMI-Mittagsbericht lesen Sie hier.

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11:33

Kräftige Kursabschläge bei den Aktien der deutschen Symrise haben die Anleger zu Verkäufen des Schweizer Duft- und Aromenherstellers Givaudan veranlasst. Die Anteile des Genfer Konzerns sackten am Mittwoch in einem freundlichen Markt um 1,6 Prozent auf 2169 Franken ab. Symrise büssten an der deutschen Börse mehr als sechs Prozent ein. Händler sprachen von einer "gewissen Sippenhaft".

Negative Währungseffekte und gestiegene Rohstoffkosten haben Symrise im vergangenen Geschäftsjahr gebremst. Der Betriebsgewinn (Ebitda) legte nur um knapp ein Prozent auf gut 630 Millionen Euro zu. Unter dem Strich verdiente Symrise rund 270 Millionen Euro, ein Plus von fast zwei Prozent. Die Aktionäre sollen eine drei Cent höhere Dividende von 88 Cent je Aktie erhalten. Analysten hatten dem Unternehmen mehr zugetraut.

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10:38

Der Euro ist am Mittwoch nach Aussagen des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, gegenüber dem US-Dollar gesunken. Im Vormittagshandel rutschte die Gemeinschaftswährung auf ein Tagestief bei 1,2364 US-Dollar, konnte sich dann aber wieder bis auf 1,2374 Dollar erholen. Am Morgen wurde der Euro noch an der Marke von 1,24 US-Dollar gehandelt. Gegenüber dem Schweizer Franken pendelt der Euro weiter um die 1,17er Marke und notiert mit 1,1703 CHF wieder knapp darüber. Auch der US-Dollar macht zum Franken an Boden gut. Er geht am Mittwoch-Vormittag bei 0,9457 CHF um.

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10:20

Der Schweizer Aktienmarkt hat die Sitzung vom Mittwoch mit kaum veränderten Kursen eröffnet, ist unmittelbar nach der Eröffnung aber in positives Territorium vorgestossen. Der Swiss Market Index (SMI) steht um 10:20 Uhr 0,3% höher bei 8'910 Punkten.

Insgesamt ist der Informationsfluss mit Blick auf die Bluechips am Berichtstag sehr dünn, entsprechend zeigen auch die einzelnen Titel kaum auffällige Bewegungen.

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09:15

Die Schweizer Börse startet am Mittwoch freundlich in den Handel. Der Swiss Market Index notiert nach Handelsstart am Mittwoch 0,3 Prozent höher. Stützend wirkt die Aktie von Novartis, die 0,7 Prozent gewinnt. Nestlé legen 0,5 Prozent zu.

Das Zwischenhoch von vergangener Woche scheint damit zumindest für den Moment vorbei. Geprägt wird das Sentiment insbesondere von den neuen Turbulenzen um die Regierung in den USA. Die abrupte Entlassung des US-Aussenministers Rex Tillerson durch Präsident Donald Trump sorgt für Irritationen. Im Tagesverlauf rücken weitere Konjunkturdaten aus den USA in den Fokus, insbesondere die Daten zu den Produzentenpreisen, welche neue Hinweise zur Inflation liefern werden.

Credit Suisse stehen etwas im Fokus, nachdem sich CEO Tidjane Thiam in einem Interview unter anderem zur künftigen Verwendung überschüssiger Mittel geäussert hat. Demnach zieht er Aktienrückkäufe der Dividendenauszahlung vor, da dies dem Unternehmen mehr Flexibilität verleihe und die Verwässerung durch frühere Kapitalerhöhungen reduziere. Die Aktie verliert 0,2 Prozent.

Für Geberit, welche am Vortag nach guten Jahresergebnissen weniger nachgaben als der Gesamtmarkt, hat die UBS das Kursziel etwas gesenkt, die Einstufung "Neutral" aber belassen. Die Aktie steigt dennoch 0,2 Prozent.

Für Swisscom (plus 0,6 Prozent) hat dagegen JP Morgan das Kursziel deutlich erhöht, damit aber lediglich die starke Kursentwicklung der Aktie im vergangenen Jahr nachvollzogen. Das Rating lautet unverändert "Underweight". Das neue Kursziel von 480 Franken liegt denn auch noch immer klar unter dem aktuellen Wert je Swisscom-Aktie von über 509 Franken.

Im breiten Markt steigen Tecan (plus 0,5 Prozent) nach Zahlen. Sunrise, welche von JP Morgan auf "Neutral" von "Overweight" zurückgestuft wurden, fallen 1,3 Prozent. Die Aktien würden nahe an ihrem fairen Wert gehandelt, hiess es unter anderem dazu vom US-Institut. Panalpina (plus 1 Prozent) schwenken dagegen auf einen Erholungskurs ein.

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08:10

Am Mittwoch wird der Swiss Market Index Berechnungen von Julius Bär zufolge leicht tiefer starten. Der SMI wird im vorbörslichen Handel 0,18 Prozent tiefer gestellt. Die deutlichsten Verluste erleiden ABB und die Credit Suisse. Am breiten Markt fallen Tecan mit einem Minus von 0,85 Prozent und Panalpina mit einem Plus von 0,4 Prozent auf.

Die US-Aktienmärkte hatten am Dienstag nachgegeben. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor 0,7 Prozent auf 25.007 Punkte. Die Angst vor einem möglichen Handelskrieg zwischen den USA und China belastete am Mittwoch die Börse in Tokio. Der Leitindex Nikkei verlor 0,9 Prozent.

Ihr Augenmerk richten Anleger zur Wochenmitte unter anderem auf die anstehenden Konjunkturdaten. Auf dem Programm stehen die europäische Industrieproduktion und die US-Einzelhandelsumsätze. Von Letzteren erhoffen sich Anleger Rückschlüsse auf Zeitpunkt und Tempo der erwarteten US-Zinserhöhungen. Der private Konsum gilt als Hauptstütze der weltgrößten Volkswirtschaft. 

Für Siegfried gibts keine vorbörslichen Kurtse, der Pharmazulieferer dürfte aber im Fokus der Anleger stehen: 

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08:00

Mittlerweile habne die Aktienmärkte in Asien den Handel beendet. Der japanische Nikkei-Index fiel um 0,9 Prozent auf 21'777,29 Punkte, die Börse Shanghai büßte 0,6 Prozent auf 3291,28 Zähler ein. Insidern zufolge plant US-Präsident Donald Trump nach den Schutzzöllen auf Stahl- und Aluminium Sonderabgaben auf chinesische Waren im Volumen von bis zu 60 Milliarden Dollar. Ziel sei der Technologie- und Telekommunikationssektor.

"Wenn diese Berichte zutreffen, könnte ein wirtschaftlich schädlicher Handelskrieg schon bald ausbrechen", warnte Anlagestratege Michael McCarthy vom Brokerhaus CMC. Kopfschmerzen bereitete Investoren außerdem der Rauswurf des US-Außenministers Rex Tillerson kurz vor den geplanten Gipfel Trumps mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. "Tillersons Abgang schürt bei manchen die Furcht, dass dies denjenigen im Oval Office grünes Licht gibt, die für mehr protektionistische Maßnahmen sind", schrieben die Analysten der ANZ Bank in einem Kommentar. 

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07:55

Die Ölpreise haben sich am Mittwoch vor der Veröffentlichung neuer Daten zu den US-Ölreserven und zur US-amerikanischen Fördermenge nur wenig bewegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete am Morgen 64,52 US-Dollar. Das waren zwölf Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im April stieg um einen Cent auf 60,72 Dollar.

Damit stabilisierten sich die Ölpreise vorerst nach den Verlusten vom Vortag. Die jüngste politische Entwicklung in den USA sorgte für Druck. US-Präsident Donald Trump hatte seinen Aussenminister Rex Tillerson entlassen. Am Markt gibt es die Befürchtung, dass es mit der Entlassung Tillersons zu einer Zunahme geopolitischer Spannungen kommen könnte, hiess es von Marktbeobachtern.

Weitere Impulse werden am Nachmittag erwartet. Dann stehen neuen Daten zu den US-amerikanischen Ölreserven und zur dortigen Fördermenge auf dem Programm. Am Markt wird damit gerechnet, dass die Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche erneut gestiegen sind. Ein unerwartet starker Zuwachs der Ölreserven könnte die Ölpreise belasten.

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06:30

Der Leitindex Nikkei verliert rund ein Prozent auf 21'741 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index gab 0,5 Prozent auf 1742 Zählern nach. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans verlor 0,7 Prozent.

Händler verwiesen auf Berichte, wonach Trump Importzölle auf chinesische Waren im Volumen von bis zu 60 Milliarden Dollar verhängen will. Für Unruhe sorgte außerdem der Rauswurf von US-Außenminister Rex Tillerson. Sein Nachfolger soll CIA-Direktor Mike Pompeo werden. Es wird erwartet, dass er den Linien von Trumps "America First"-Politik folgt, was Kritikern zufolge etwa im Handel auf Protektionismus hinausläuft.

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06:25

Der Franken notiert zum Euro kaum verändert bei 1,17, zum Dollar steht er bei 94,27 Rappen. Der Euro liegt bei 1,2403 Dollar

(cash/AWP/Reuters)