+++Börsen-Ticker+++ - US-Anleger schieben Handelssorgen beiseite

Die Anleger an den New Yorker Börsen haben die Handelssorgen zur Wochenmitte vorderhand abgehakt.
19.09.2018 22:50
US-Präsident Donald Trump sorgt für ein Auf und Ab an den Börsen.
US-Präsident Donald Trump sorgt für ein Auf und Ab an den Börsen.
Bild: Bloomberg

22:30

Analysten zufolge herrschte Erleichterung, dass US-Präsident Donald Trump chinesische Importe nicht wie erwartet mit Strafzöllen in Höhe von 25 Prozent belegt habe.

"Die Verhängung einer zehnprozentigen Abgabe schürt Hoffnungen, dass sich der Handelskonflikt abschwächt und die anstehenden Verhandlungen Früchte tragen", schrieben die Analysten der ANZ Bank in einem Kommentar. Ausgestanden sei die Sache aber noch lange nicht. Sollten die beiden Seiten sich nicht einsichtig zeigen und sich gegenseitig mit Vergeltungszöllen überziehen, könne sich der Konflikt bis 2019 ziehen, sagte Yoshimasa Maruyama, Chef-Ökonom des Vermögensverwalters SMBC Nikko Securities.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,6 Prozent höher auf 26.405 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 rückte um 0,1 Prozent auf 2907 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich dagegen um 0,1 Prozent auf 7950 Punkte.

Bei den US-Einzelwerten war unter anderem der Baumaschinen-Hersteller Caterpillar mit einem Aufschlag von 2,5 Prozent gefragt. Auch die Titel von Praxair konnten knapp vier Prozent zulegen.

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17:30

Die Schweizer Börse hat am Mittwoch ungeachtet des eskalierenden Handelsstreits der USA mit China zugelegt. Gefragt waren vor allem Aktien von Banken und zyklischen Firmen. Der SMI stieg um 0,3 Prozent auf 8940 Zähler. Vor der Veröffentlichung der Zinsentscheidung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) am Donnerstag verlief das Geschäft relativ ruhig. "Überraschungen sollte es dabei nicht geben", sagte ein Händler.

Im Fokus der Anleger standen die Aktien von Adecco, die um 6,2 Prozent einbrachen. Der Personalvermittler bekommt die sich eintrübende Konjunktur zu spüren.

Dem Anlagenbauer Sulzer machte die Platzierung von fünf Millionen Aktien aus dem Eigenbestand bei Investoren zu schaffen. Die Titel, die zu 112 Franken je Aktie platziert wurden, verloren 4,7 Prozent auf 116 Franken.

Deutliche Gewinne verbuchten bei den Standardwerten die Aktien der Banken, die im Fahrwasser der anziehenden Renditen der US-Staatsanleihen jüngst verlorenen Boden gutmachten. Credit Suisse und UBS gewannen mehr als zwei und Julius Bär 1,2 Prozent. uch die Aktien zyklischer Firmen stimmten in den Aufwärtstrend ein.

Den ausführlichen SMI-Schlussbericht lesen Sie hier.

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15:30

Die Anleger an den US-Börsen haben die Handelssorgen zur Wochenmitte beiseitegeschoben.  Der Dow-Jones-Index der Standardwerte lag in den ersten Handelsminuten 0,4 Prozent höher bei 26'356 Punkten, der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,2 Prozent auf 2907 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq trat bei 7962 Punkten auf der Stelle.

Weiter im Blick haben Investoren den schwelenden Handelsstreit zwischen den USA und China. Am Mittwoch herrschte Erleichterung, dass US-Präsident Donald Trump chinesische Importe nicht wie erwartet mit Strafzöllen in Höhe von 25 Prozent belegte, sondern zunächst nur mit einer zehnprozentigen Abgabe. Dennoch rechnen Analysten damit, dass die USA auf die von Peking angekündigten Gegenzölle auf US-Importe wohl mit zusätzlichen Strafabgaben reagieren werden.

Bei den Einzelwerten waren unter anderem der Baumaschinen-Hersteller Caterpillar und der Flugzeugbauer Boeing gefragt. Auch die Titel von Praxair konnten mehr als vier Prozent zulegten.

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13:19

Ein Zeitungsbericht über Probleme bei den Brexit-Verhandlungen setzt dem Pfund Sterling zu. Es verbilligt sich binnen Minuten auf 1,3093 von zuvor 1,3183 Dollar. Der "Times" zufolge wird die britische Premierministerin Theresa May den nachgebesserten EU-Vorschlag für den künftigen Warenverkehr an der irischen Grenze ablehnen.

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13:09

Die Ölpreise sind am Mittwoch leicht gefallen. Sie konnten ihre deutlichen Gewinne vom Vortag damit nahezu halten. Gegen Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November 78,85 US-Dollar. Das waren 18 Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Oktober-Lieferung fiel um vier Cent auf 69,81 Dollar.

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12:45

Die Schweizer Börse hat am Mittwoch auf der Stelle getreten. Nach einem festeren Start versiegten laut Händlern die Anschlusskäufe und die Kursgewinne schmolzen ab. Der SMI notierte mit 8927 Punkten um 0,1 Prozent höher. Am Mittwoch verlor der Leitindex 0,2 Prozent.

Der Handelsstreit der USA mit China sorge weiterhin für Unsicherheit. Die Hoffnung auf eine Beilegung des Streits könnte sich als trügerisch erweisen, sagte ein Händler.

m Fokus der Anleger standen die Aktien von Adecco und Sulzer, die beide um 4,7 Prozent abstürzten.

Der Personalvermittler bekommt die sich eintrübende Konjunktur zu spüren. Der Weltmarktführer wuchs in den Monaten Juli und August organische und arbeitstagbereinigt nur noch um 2,0 Prozent. Und im September habe es sich im Vergleich zu den beiden Vormonaten noch verlangsamt, teilte der Konzern anlässlich einer Investorenveranstaltung mit. Im zweiten Quartal war Adecco mit vier Prozent gewachsen nach sechs Prozent im Vorquartal. "Das ist eine enttäuschende Entwicklung. Die Wirtschaft läuft und Adecco profitiert nicht davon. Das Ausmass (der Verlangsamung) hätte ich mitnichten so erwartet", sagte ein Händler. Zu einem Kurs von 55 Franken und tiefer sei die Aktie kaufenswert. Zudem dürfte die Dividendenrendite von mehr als vier Prozent den Kurs stützen.

Dem Anlagenbauer Sulzer machte die Platzierung von fünf Millionen Aktien aus dem Eigenbestand bei Investoren zu schaffen. Die Titel wurden zu 112 Franken je Aktie platziert. Der Konzern hatte die Aktien im April von Grossaktionär Viktor Vekselberg für 109,13 Franken pro Aktie erworben. Entsprechend resultiere ein Gewinn von rund 15 Millionen Franken. Der Verkauf der Aktien bedeute eine Entlastung, da die erwartete Platzierung nun gemacht sei, kommentierte Armin Rechberger von der Zürcher Kantonalbank (ZKB).

Deutliche Gewinne verbuchten bei den Standardwerten die Aktien der Banken: Credit Suisse und UBS gewannen gut ein und Julius Bär knapp ein Prozent.

Bei den Aktien zyklischer Firmen schwächten sich die Titel des Luxusgüterherstellers Richemont, die mit einem Dividendenabschlag gehandelt wurden, um 2,8 Prozent auf den tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr ab. Rivale Swatch stieg dagegen leicht an. Die Papiere des Elektrotechnikkonzerns ABB und des Zementherstellers LafargeHolcim gewannen gut ein Prozent.

Die Titel von Clariant rückten um weitere 2,5 Prozent vor. Am Dienstag war der Kurs um 7,9 Prozent gestiegen, nachdem der Chemiekonz

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11:56

Am Tag vor Bekanntgabe mittelfristiger wirtschaftspolitischer Pläne der türkischen Regierung decken sich Anleger mit der Währung des Landes ein. Der Dollar verliert im Gegenzug 1,5 Prozent auf 6,272 Lira.

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11:24

Spekulationen auf weitere Zinserhöhungen der Fed treiben die Renditen der US-Bonds. Diejenige der zweijährigen erreicht mit 2,816 Prozent den höchsten Stand seit gut zehn Jahren.

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10:59

Nach Vorlage neuer Erkenntnisse im Geldwäsche-Skandal und dem Rücktritt des Konzernchefs fallen die Aktien der Danske Bank auf ein Zweieinhalb-Jahres-Tief. Sie büssen in Kopenhagen 6,5 Prozent auf 163,50 Kronen ein.

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10:23

Der Euro hat am Mittwoch im Vormittagshandel zugelegt und ist wieder über die Marke von 1,17 US-Dollar gestiegen. Die europäische Gemeinschaftswährung kostet aktuell 1,1711 US-Dollar. Im frühen Handel hatte der Euro noch bei 1,1656 Dollar notiert. Zum Franken steuert die Gemeinschaftswährung bei einem Stand von 1,1295 die Marke von 1,13 wieder an, nachdem sie am Morgen noch bei 1,1248 Franken gestanden hatte. Der US-Dollar bewegt sich bei einem Kurs von 0,9645 Franken dagegen eher in der Seitwärtslage.

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09:16

Der Swiss Market Index legt 0,2 Prozent auf 8929 Punkte zu.  Nachdem der Leitindex SMI an den vorangegangenen beiden Handelstagen mit leichten Verlusten geschlossen hatte, zeichnet sich damit eine Gegenbewegung ab. Unterstützung erhält der Markt dabei von den Vorgaben aus Übersee. Sowohl die Wall Street als auch die Märkte in Asien präsentieren sich fester.

In dem insgesamt leicht freundlichen Umfeld fallen vor allem die beiden Verlierer Richemont (-2,1 Prozent) und Adecco (-4,5 Prozent) auf. Der Personaldienstleister Adecco ist im bisherigen Verlauf des dritten Quartals langsamer gewachsen als zuletzt. Und auch im September deuteten die Volumen auf eine weitere Verlangsamung hin. Richemont hingegen wird mit einem Dividendenabschlag gehandelt.

Unterstützung bekommt der Markt derweil von den drei Schwergewichten Nestlé sowie Roche (beide je +0,1 Prozent) und Novartis (+0,2 Prozent).

Noch deutlicher legen Lonza zu mit einem Plus von 2,2 Prozent. Die Deutsche Bank hat die Bewertung der Aktien mit einer Kaufempfehlung wieder aufgenommen und dem Unternehmen eine gute Strategie mit vielversprechenden Wachstumschancen attestiert.

Etwas fester als der Gesamtmarkt zeigen sich mit Bankaktien von UBS und Credit Suisse (beide +0,6 Prozent) sowie den Versicherern Zurich (+0,3 Prozent) und Swiss Re (+0,5 Prozent) auch weitere Finanzwerte, die am Dienstag noch eher zur Schwäche tendiert hatten.

Im breiten Markt fallen Comet (-2,0 Prozent) auf, nachdem die Investmentgesellschaft Veraison eingestiegen ist. Sulzer wiederum sacken nach der angekündigten Platzierung von 5 Millionen eigenen Aktien um 6,7 Prozent ab.

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08:30

Für Asiens wichtigste Börsen ist es am Mittwoch weiter bergauf gegangen - ungeachtet der angekündigten US-Strafzölle auf weitere chinesische Importe und entsprechender Vergeltungsmassnahmen Pekings. Angesichts des seit Monaten schwelenden Konflikts preisten viele Vermögenswerte bereits die steigenden Spannungen ein, hiess es aus dem Markt. Er setze zudem darauf, dass es schon bald eine Verhandlungslösung geben werde, ergänzte ein New Yorker Vermögensverwalter. Denn ein weiteres Aufschaukeln des Streits schade beiden Ländern.

Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Werten der chinesischen Festlandsbörsen legte um 1,55 Prozent auf 3320,23 Punkte zu. Damit knüpfte das Aktienbarometer an seine deutliche Vortagserholung an. Auf Jahressicht steht allerdings immer noch ein sattes Minus von fast 18 Prozent zu Buche. Der Hang Seng der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong gewann am Mittwoch 1,34 Prozent auf 27 448,22 Zähler, nachdem er am Dienstag auf der Stelle getreten hatte. Für ihn sieht die aktuelle Jahresbilanz mit einem Verlust von rund 8 Prozent nicht ganz so verheerend aus wie beim CSI 300.

In Tokio schloss der schon vortags freundliche japanische Leitindex Nikkei 225 zur Wochenmitte 1,08 Prozent höher bei 23 672,52 Punkten. Ihn stützten das Festhalten der japanischen Notenbank an ihrer ultralockeren Geldpolitik - was allerdings schon erwartet worden war - sowie das im August wieder anziehende Exportwachstum.

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08:26

Unmittelbar vor der milliardenschweren Emission neuer deutscher Bundesanleihen trennen sich einige Anleger von bestehenden Papieren. Dies treibt die Rendite der zehnjährigen Titel auf ein Sieben-Wochen-Hoch von 0,487 Prozent.

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08:10

Der Swiss Market Index (SMI) notiert in der von Julius Bär berechneten Vorbörse unverändert zum Vortag. Im gestrigen Handel gab der Leitindex 0,2 Prozent auf 8916 Punkte nach.

Aus dem SMI sind zwei Werte tiefer gestellt: Adecco (-1,4 Prozent) und Richemont (-2,0 Prozent). Das organische Wachstum habe nachgelassen, teilte Adecco am Mittwoch anlässlich einer Investorenveranstaltung mit. Richemont hingegen zahlt heute die Dividende aus.

Sulzer hat die gesamten fünf Millionen Aktien aus dem Eigenbestand an Investoren verkauft. Der Platzierungspreis belief sich auf 112 Franken pro Titel. Am Dienstagabend hatten die Titel bei 121,7 Franken geschlossen. Der Konzern hatte die Aktien im April von Grossaktionär Viktor Vekselberg für 109,13 Franken pro Aktie erworben. Entsprechend resultiere ein Gewinn von rund 15 Millionen Franken, der das Eigenkapital von Sulzer stärke. Die Akjtie verliert vorbörslich hohe 4,8 Prozent.

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08:05

Der Euro hat am Mittwoch gegenüber dem US-Dollar weiter unter der Marke von 1,17 gestanden. Am Morgen kostet die Gemeinschaftswährung 1,1684 Dollar und damit etwas mehr als am späten Vorabend. Zum Franken zeigt sich der Euro bei einem Stand von 1,1263 ebenfalls etwas fester als noch am Dienstagabend. Der US-Dollar kommt dagegen auf 0,9640 Franken etwas zurück gegenüber dem späten Dienstagabend.

Zulegen kann im frühen Handel vor allem der chinesische Yuan. Am Markt wird auf Äusserungen von Chinas Premierminister Li Keqiang verwiesen. Li wies Vorwürfe einer absichtlichen Schwächung des Yuan zur Exportförderung zurück und versicherte, dass China dies auch künftig nicht vorhabe.

Der Renminbi, wie der Yuan auch genannt wird, hat in den vergangenen Monaten gegenüber dem US-Dollar deutlich an Wert verloren. Die Währung Chinas schwankt nicht frei, sondern innerhalb staatlich festgelegter Grenzen.

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06:40

Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte legte am Mittwoch bis am Nachmittag um 1,3 Prozent auf 23'721 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix gewann 1,6 Prozent auf 1787 Zähler.

Händler erklärten, die gute Konjunktur in Japan stärke das Vertrauen der Anleger. Die Aktienpreise hätten die robuste Wirtschaftsverfassung lange Zeit nicht richtig reflektiert. Neue Konjunkturdaten unterstrichen die gute Verfassung der japanischen Konjunktur. Der japanische Aussenhandel legte im August stärker zu als von Experten erwartet. Die Unternehmen verkauften 6,6 Prozent mehr Waren ins Ausland als vor einem Jahr, wie aus Daten des Finanzministeriums vom Mittwoch hervorging. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Plus von 5,6 Prozent gerechnet. Im Juli lag der Zuwachs bei 3,9 Prozent im Jahresvergleich.

(cash/AWP/Reuters)