+++Börsen-Ticker+++ - US-Arbeitsmarktdaten treiben Wall Street an

Überraschend starke US-Arbeitsmarktdaten haben die Wall Street zum Wochenschluss beflügelt.
03.05.2019 22:40
Gute Stimmung zum Wochenschluss an der Wall Street.
Gute Stimmung zum Wochenschluss an der Wall Street.
Bild: Bloomberg

22:40

Der Dow-Jones-Index schliesst mit einem Plus von 0,8 Prozent bei 26'504 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewinnt knapp 1 Prozent auf 2945 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq steigt um 1,6 Prozent auf 8164 Stellen.

Zu den Gewinnern in New York gehören Amazon-Aktien, die 3,2 Prozent zulegen. Der US-Investor Warren Buffett ist über seine Investmentfirma bei dem weltgrössten Onlinehändler eingestiegen.

Tesla-Papiere legen weitere 4,5 Prozent zu. Der defizitäre Elektroautopionier kann mit seinem Paket aus neuen Aktien und Aktienanleihen bis zu 2,7 Milliarden Dollar frisches Kapital einsammeln - mehr als ursprünglich erwartet.

Ein trüber Ausblick drückt die Aktien des Netzwerkausrüsters Arista Network um rund 10 Prozent ins Minus.

Die Papiere von Renewable Energy sacken um einen Fünftel ab. Der Hersteller von Diesel aus Biomasse hatte einen unerwartet hohen Quartalsverlust ausgewiesen.

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18:10

Kursverluste von Swiss Re und anderen Finanzwerten haben die Schweizer Börse zum Wochenschluss gebremst. Der SMI verliert leicht auf 9742 Punkte. Auch auf Wochensicht tritt der Standardwerte-Index damit auf der Stelle. Für Unterstützung sorgten über den Erwartungen liegende US-Arbeitsmarktdaten. Händler zufolge schlossen die Anleger daraus, dass sich in der weltgrössten Volkswirtschaft keine Rezession abzeichnet.

Swiss Re sacken 3,1 Prozent ab. Hohe Schadenzahlungen für Natur- und von Menschen verursachte Katastrophen drückten den Gewinn des Rückversicherers auf 429 Millionen Dollar. Analysten sprechen von unerwartet schlechten Zahlen. Bei Swiss Life und Credit Suisse führen Dividenden-Auszahlungen zu Kursrückgängen.

Gesucht waren dagegen Unternehmen aus dem Gesundheitssektor. Lonza gehen 2,4 Prozent fester aus dem Handel. Der Pharmazulieferer stellt Fertigungskapazitäten für zwei Medikamentenkandidaten der US-Biotechfirma Alector bereit. Novartis steigen 0,7 Prozent. Der Pharmakonzern will bei der AAN-Tagung in Philadelphia neue Studien zum Mittel Aimovig gegen Migräne vorstellen. Dieses habe in Langfriststudien bei Patienten die Zahl der Migränetage verringert.

Bei den Nebenwerten gewinnen Arbonia 1,6 Prozent. Die Tochter RWD Schlatter hat einen Grossauftrag für das Kongress-, Hotel- und Spitalzentrums The Circle am Flughafen Zürich erhalten. 

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16:10

Überraschend starke Daten vom US-Arbeitsmarkt locken Anleger am Freitag an die Wall Street. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legt 0,5 Prozent auf 26'440 Punkte zu, der breiter gefasste S&P 500 gewinnt 0,6 Prozent auf 2933 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq steigt um 0,8 Prozent auf 8100 Punkte.

Zu den grössten Gewinnern gehören die Aktien von Amazon, die 2 Prozent zulegen. US-Starinvestor Warren Buffett ist über seine Investmentfirma bei dem weltgrössten Onlinehändler eingestiegen. Zur Höhe seiner jetzigen Beteiligung an Amazon wollte Buffett sich nicht äussern. Einzelheiten dazu sollen im nächsten Quartalsbericht vorgestellt werden, der im Laufe des Monats erwartet wird.

Ein trüber Ausblick auf das zweite Quartal lässt die Aktien des Netzwerkausrüsters Arista Network um mehr als 15 Prozent einbrechen. Im Sog dessen verzeichnen die Papiere von Cisco einen Abschlag von 0,6 Prozent.

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13:45

Bitcoin steigt um 5,7 Prozent auf 5710 Dollar und erreicht den höchsten Stand seit November. Händler sprechen von technischen Faktoren: Das stetig steigende Handelsvolumen der vergangenen Tage könnte die Rally angeschoben haben, sagt Salah-Eddine Bouhmidi vom Brokerhaus IG.

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11:40

Der Schweizer Aktienmarkt bewegt sich auch zum Wochenschluss nur wenig von der Stelle. Der SMI notiert gegen 11 Uhr um 0,2 Prozent höher bei 9764 Punkten. Der 30 Aktien umfassende SLI tritt bei 1528 Punkten auf der Stelle, während der breite SPI um 0,3 Prozent steigt auf 11'746 Zähler.

Getragen wird der Markt aktuell vor allem von Kursgewinnen der Gesundheitsbranche. Denn die sechs Topwerte am Vormittag sind mit SonovaAlconRocheLonzaVifor und Novartis lauter Vertreter dieser Branche.

Derweil trennen sich Investoren im grösseren Umfang von den Aktien der Swiss Re (-2,8%), nachdem der Rückversicherer Zahlen zum ersten Quartal vorgelegt hat. Die Gruppe hat demnach weniger verdient als noch vor Jahresfrist.

Etwas schwächer entwickeln sich auch die Aktien von AMS (-1,8%). Nachdem der Halbleiterhersteller an den vorangegangenen beiden Handelstagen etwa 30 Prozent hinzugewonnen hatte, nähmen Investoren nun einen kleinen Teil ihrer Gewinne mit, heisst es im Handel. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht am Freitag.)

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09:05

Der Swiss Market Index (SMI) gibt unmittelbar nach Börseneröffnung um 0,1 Prozent auf 9732 Punkte nach.

Die Kursschwäche bei der Credit Suisse (-1,9 Prozent) und der Swiss Life (-3,4 Prozent) ist nur optischer Natur. Beide Aktien werden an diesem Tag ex Dividende gehandelt. Die CS zahlt ihren Aktionären 0,2625 Franken je Anteilsschein und die Swiss Life 16,50 Franken.

Die Aktien der Swiss Re geben nach den jüngsten Quartalszahlen um 1,2 Prozent nach. Der Rückversicherer hat im ersten Quartal 2019 weniger verdient als noch vor Jahresfrist. Eine Reihe von Grossschäden belasteten die Rechnung, während die Hausse an den Finanzmärkten den Gewinnrückgang abfederte.

Auf der Gewinnerseite fällt Alcon (+1,3 Prozent) mit etwas stärkeren Bewegungen auf. Die Aktie knüpft damit an den guten Vortag an.

Auch die Pharma-Schwergewichte Roche (+0,4 Prozent) und Novartis (+0,2 Prozent) legen zu. Klar fester sind auch Logitech-Titel mit +1,0 Prozent. Laut Händlern hat KeplerCheuvreux die Titel auf "Buy" hochgestuft.

Zunächst kaum beeindruckt zeigen sich die UBS-Aktien (+0,1 Prozent) von einem NZZ-Interview mit Verwaltungsratspräsident Axel Weber. Darin betont er, dass er das Asset-Management als eine zentrale Einheit innerhalb der UBS betrachte.

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08:10

Der Swiss Market Index (SMI) gibt in der von Julius Bär berechneten Vorbörse um 0,1 Prozent nach. Im gestrigen Handel schloss der Leitindex mit 9746 Punkten 0,2 Prozent tiefer. 

Anleger werden vor allem auf den US-Arbeitsmarktbericht schauen. Im Schnitt rechnen Analysten mit einem Stellenaufbau von 185.000 im April nach 196.000 im Vormonat. Die durchschnittlichen Stundenlöhne sollten um 0,3 Prozent anziehen nach zuvor 0,1 Prozent, die Arbeitslosenquote bei 3,8 Prozent verharren. 

Am deutlichsten verlieren unter den SMI-Werten die Swiss Life (-3,4 Prozent) und die Credit Suisse (-1,8 Prozent), allerdings werden die beiden Aktien heute mit dem Dividendenabschlag gehandelt.

Swiss Re (-1,4 Prozent) hat heute Vormittag Zahlen zum ersten Quartal vorgelegt. Die Schadensbelastung liegt sowohl im Kerngeschäft P&C als auch bei CorSo deutlich höher als erwartet. Dementsprechend tiefer fällt der Quartalsgewinn aus.

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08:00

Die Aktienmärkte in Fernost haben sich zum Wochenschluss vor der Veröffentlichung wichtiger US-Konjunkturdaten kaum bewegt. Der MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte ohne Japan notierte 0,1 Prozent fester. Die Börsen in Japan und China waren wegen Feiertagen erneut geschlossen.

Viele Investoren hielten sich vor der Bekanntgabe der neuen Zahlen zum US-Arbeitsmarkt zurück. Sie erhoffen sich davon Hinweise, ob der Aufschwung in den USA anhält. "Es wird mehr als ein Auge darauf liegen, was der Bericht zur Lohnentwicklung aussagt", sagte Volkswirt David de Garis von der National Australia Bank.

Die Aktienkurse haben weltweit in diesem Jahr kräftig zugelegt. Allein der S&P 500 in den USA gewann mehr als 16 Prozent. Ein weiterer Anstieg werde aber schwierig, sagen die Analysten bei Capital Economics voraus. Sie prognostizieren bis Weihnachten einen Rückgang des Index auf 2300 Punkte von derzeit knapp 2900 Zählern. Zugleich werde sich das Wirtschaftswachstum in den Industrieländern auf ein Prozent im kommenden Jahr abkühlen, von 2,2 Prozent 2018. "Die Investoren sind immer noch zu optimistisch bei den Aussichten für das Gewinnwachstum der Unternehmen. Wenn die Firmenzahlen enttäuschen, denken wir, dass die Aktienkurse weltweit nachgeben." 

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07:30

Die Ölpreise haben am Freitag ihre Talfahrt vom Vortag gebremst. Am Morgen ging es mit den Preise nur noch vergleichsweise leicht nach unten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 70,40 Dollar. Das waren 35 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 19 Cent auf 61,62 Dollar.

Am Vorabend waren die Ölpreise noch stark gefallen und hatten zeitweise jeweils mehr als zwei Dollar nachgegeben. Zuvor war bekannt geworden, dass Russland im April mehr Rohöl gefördert hatte als zuvor mit den Staaten der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) vereinbart. Für die erste Jahreshälfte haben sich die in der sogenannten "Opec+" zusammengefassten Ölstaaten eine Kürzung der Fördermenge auferlegt.

Nach Einschätzung von Marktbeobachtern zeigten ausserdem jüngste Daten der US-Regierung zur Fördermenge weiter Wirkung. In der vergangenen Woche hatte die US-Produktion einen neuen Rekordwert erreicht. Ausserdem hatte die amerikanische Regierung einen starken Aufbau der Ölreserven gemeldet. Dies kann ein Hinweis auf ein zu hohes Angebot oder eine geringere Nachfrage sein und belastet in der Regel die Ölpreise.

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06:35

Der MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte ausserhalb Japans gab am Freitag um 0,4 Prozent nach. Die japanische Börse macht angesichts der Feierlichkeiten zum Thronwechsel erst am 7. Mai wieder auf. Stärker im Fokus standen damit die Kursbewegungen in Südkorea. Dort fiel die Landeswährung Won auf den tiefsten Stand seit Anfang 2017 ab. Sie hat in diesem Jahr bereits rund fünf Prozent zum Dollar abgewertet.

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06:30

Der Euro notierte im asiatischen Handel kaum verändert. Er hielt sich mit 1,1176 Dollar auf dem Niveau des Vortages. Auch zum Franken gibt es kaum Änderungen, der Wechsellkurs liegt bei 1,1394.

(cash/AWP/Reuters)