+++Börsen-Ticker+++ - US-Börse: Banken stark - Techs schwach

Negative Vorgaben von den europäischen Aktienmärkten haben am Donnerstag auch den US-Börsen zugesetzt. Vor allem bei den in letzter Zeit sehr stark gelaufenen Technologiepapieren nahmen Anleger Gewinne mit.
29.06.2017 23:04
Anzeigetafeln an der New Yorker Börse Nasdaq.
Anzeigetafeln an der New Yorker Börse Nasdaq.
Bild: Bloomberg

23:00

Der Dow Jones Industrial schloss 0,78 Prozent niedriger bei 21 287,03 Punkten, nachdem er am Mittwoch um rund 0,7 Prozent zugelegt hatte. Der marktbreite S&P-500-Index fiel am Donnerstag um 0,86 Prozent auf 2419,70 Punkte. Für den technologielastigen Nasdaq 100 , der am Vortag fast 1,5 Prozent gewonnen hatte, ging es um 1,74 Prozent auf 5653,02 Punkte abwärts.

Der Finanzsektor war mit einem Plus von 0,65 Prozent klarer Gewinner in der Branchenübersicht. Am Vortag hatte die US-Notenbank nach Börsenschluss mitgeteilt, dass erstmals alle grossen Geldhäuser den jährlichen Stresstest bestanden hätten.

Entsprechend standen die Aktien von JPMorgan und Goldman Sachs mit Kursaufschlägen von 1,48 beziehungsweise 0,53 Prozent an der Spitze des Dow-Jones-Index. Im S&P-100-Index waren die Papiere der Citigroup sowie jene von Wells Fargo und Bank of America mit Gewinnen zwischen 1,84 und 2,76 Prozent ebenfalls ganz oben im Tableau zu finden.

Schlusslicht in der Branchenübersicht war der IT-Sektor mit einem Minus von 1,83 Prozent. So verloren die Titel der Google-Mutter Alphabet 2,41 Prozent an Wert. Die Papiere von Apple büssten 1,47 Prozent ein. Facebook-Anteilsscheine verbilligten sich um 1,44 Prozent und Netflix-Papiere um 2,16 Prozent.

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17:30

Die Schweizer Börse hat am Donnerstag Terrain eingebüsst. Gewinnmitnahmen vor dem Halbjahresende und der schwächelnde Dollar lasteten laut Händlern auf den Kursen.

Die Anleger trennten sich von Aktien, die in den ersten sechs Monaten gut gelaufen seien. Dazu zählten auch zahlreiche Firmen aus der zweiten Reihe. Starker Druck ging auch von den Marktschwergewichten aus. Höhere Anleiherenditen und Kursgewinne bei den US-Geldhäusern ermunterten die Anleger dagegen zu Käufen von Bankaktien.

Der SMI sackte um 1,5 Prozent auf 8944 Punkte ab. Am Mittwoch hatte der Leitindex geringfügig höher geschlossen.

Die Aktien der Banken profitierten von den guten Vorgaben ihrer Konkurrenten in den USA. Die Aktien der Credit Suisse und der UBS wurden um zwei und 0,4 Prozent fester gehandelt.

Die Anteile von Nestle gaben nach den jüngsten Kursgewinnen 2,1 Prozent nach. Die Aktien des Pharmakonzerns Novartis sanken um 1,9 Prozent und der Genussschein von Roche fiel um 1,7 Prozent. Bei Idorsia ging der Kursanstieg weiter. Nach anfänglichen Gewinnen büssten zyklische Aktien deutlich Terrain ein. 

Den ausführlichen Schlussbericht lesen Sie hier.

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17:15

Die Ölpreise haben am Donnerstag an ihre Vortagsgewinne angeknüpft. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am späten Nachmittag 47,91 US-Dollar und damit 60 Cent mehr als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 58 Cent auf 45,32 Dollar.

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15:45

Bankwerte haben die Wall Street am Donnerstag gestützt. Die 34 grössten Geldhäuser der USA haben auch den zweiten Teil eines landesweiten Stresstest bestanden. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete nahezu unverändert bei 21'458 Punkten, ebenso der breiter gefasste S&P-500 bei 2438 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab indes 0,5 Prozent auf 6205 Stellen nach.

Die Banken - darunter Goldman Sachs, Morgan Stanley, JP Morgan, Citi und die Bank of America - hätten nach staatlichen Finanzspritzen und harten Einschnitten in den Krisenjahren wieder ein gesundes Kapitalniveau erreicht, erklärte die Fed. Die Aktien der Institute legten zwischen 1,5 und drei Prozent zu.

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12:45

Der Schweizer Aktienmarkt notiert am Donnerstag zur Mittagszeit relativ deutlich im Minus. Der SMI als wichtigster Schweizer Aktienindex hat die Sitzung zwar etwas höher eröffnet, ist aber relativ schnell in den negativen Bereich zurückgefallen. Der Swiss Market Index (SMI) notiert gegen Mittag 0,57% tiefer bei 9'025,24 Punkten. Der breit gefasste Swiss Performance Index (SPI) büsst mit -0,50% auf 10'242,49 Zähler etwa gleich viel ein.

Weiter im Aufwind sind nach den bereits guten Avancen vom Vortag die Grossbanken CS (+1,9%) und UBS (+0,8%), die ganz offensichtlich von der guten Sektor-Stimmung profitieren.

Deutlich ins Minus gefallen sind derweil die grossen und defensiven SMI-Schwergewichte Nestlé (-0,9%), Novartis (-0,9%) und Roche (-0,8%). Sie sind mit diesen Abgaben für praktisch den ganzen Verlust im SMI verantwortlich.

Den ausführlichen Mittagsbörsen-Bericht lesen Sie hier.

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11:45

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ist gestiegen. Das Opec-Sekretariat meldete am Donnerstag, dass der Korbpreis am Mittwoch 44,48 US-Dollar je Barrel (159 Liter) betragen habe. Das waren 25 Cent mehr als am Dienstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.

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10:20

Der Swiss Market Index (SMI) notiert gegen 09.30 Uhr 0,02% tiefer bei 9'074,99 Punkten.

Weiter im Aufwind sind nach den bereits guten Avancen vom Vortag die Grossbanken CS (+1,7%) und UBS (+1,1%), die ganz offensichtlich von der guten Sektor-Stimmung profitieren. Weitere Banken- oder Finanztitel wie Partners Group (+1,8% auf 598,50 CHF) als bester Blue Chips überhaut oder Julius Bär (+0,5%) legen in diesem Umfeld ebenfalls zu.

Grösster Verlierer bei den 30 wichtigsten Werten sind derweil LafargeHolcim (-0,8%). Die Deutsche Bank hat ihr Rating für den Titel auf 'Hold' von 'Buy' und ebenso das Kursziel reduziert. Mehr oder weniger klar im Minus stehen derweil die grossen und defensiven SMI-Schwergewichte Roche (-0,6%), Novartis (-0,2%) und Nestlé (-0,1%).

Den ausführlichen Bericht lesen Sie hier.

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09:07

Der Swiss Market Index (SMI) geht mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 9105 Punkten in den Handel. Händler verweisen dabei auf die guten Vorgaben aus Asien und den USA. Der Optimismus der Anleger wird auch vom jährlichen Stresstest der amerikanischen Notenbank Fed begünstigt. Weiterhin sollten laut Händlern aber auch die Devisenmärkte im Auge behalten werden, wo der Euro deutliche Stärkesignale aussendet.

Weiter im Aufwind sind nach bereits guten Avancen vom Vortag die Grossbanken UBS (+0,7%) und CS (+1,4%), die ganz offensichtlich von der guten Stimmung im US-Bankensektor profitieren. Etwas weniger stark avancieren derweil die Papiere der Privatbank Julius Bär (+0,4%).

Das SMI-Schwergewicht Nestlé (+0,2%) knüpft an die klaren Gewinne vom Vortag an. Im Zusammenhang mit dem angekündigten Aktienrückkaufprogramm über 20 Mrd CHF, das bereits nächste Woche beginnen soll, hatten die Aktien des weltgrössten Nahrungsmittel-Herstellers am Mittwoch klar zugelegt.  News gibt es auch von Schindler (+0,3%). Der Lift- und Rolltreppenhersteller kauft das deutsche Familienunternehmen Dralle Aufzüge aus Bielefeld mit 90 Mitarbeitern, wobei die Konditionen nicht bekannt wurden.

Gegen den Trend klar im Minus eröffnen derweil LafargeHolcim (-0,3%). Die Deutsche Bank hat ihr Rating für den Titel auf "Hold" von "Buy" und das Kursziel reduziert. Im breiten Markt sind aufgrund der Erholung bei den Technologie-Werten u.a. Logitech (+1,0%) gesucht. Der Computerzubehör-Hersteller will - wie er in der Nacht auf Donnerstag bekannt gab - seinen Aktionären für das abgelaufene Geschäftsjahr 2016/17 eine rund 10% höhere Dividende von 0,62 CHF pro Aktie ausschütten.

Weiter im Fokus stehen auch Idorsia (+5,2 Prozent). Das kleine Pharmaunternehmen hat seit der Kotierung an der SIX am 16. Juni bereits rund zwei Drittel an Wert zugelegt. Hier hat sich das Geheimnis hinter den jüngsten Management-Transaktionen gelüftet. Das Ehepaar Jean-Paul und Marine Clozel hat eine Beteiligung von 22,84% an der Abspaltung der von Johnson & Johnson übernommenen Actelion gemeldet.

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08:50

Kursanstiege bei Technologieaktien haben den asiatischen Börsen am Donnerstag zu Gewinnen verholfen. Der japanische Leitindex Nikkei notierte im Handelsverlauf in der Nähe seines Zwei-Jahres-Hochs und schloss 0,5 Prozent fester bei 20.220 Zählern. Der breiter gefasste Topix legte 0,6 Prozent auf 1624 Punkte zu. Vor allem Technologie-Titel wie Advantest oder Hitachi fanden Käufer. Sie folgten damit der Nasdaq, die am Mittwoch den besten Handelstag seit Anfang November hingelegt hatte. In anderen asiatischen Märkten legten die Kurse ebenfalls zu, der MSCI-Index für die Region ohne Japan gewann knapp 0,9 Prozent und erreichte den höchsten Stand seit Mai 2015. Die chinesischen Börsen in Shanghai und Shenzen profitierten von Kursanstiegen bei Rohstoffwerten und stiegen um etwa 0,5 Prozent.

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08:20

Der Euro hat am Donnerstag im frühen Handel seine Klettertour fortgesetzt und ist erstmals seit einem Jahr über 1,14 US-Dollar gestiegen. Auch gegenüber dem Franken legt die Gemeinschaftswährung zu. Zum Franken kann sich der Euro weiterhin über der Marke von 1,09 halten und notiert bei 1,0925 CHF nur knapp unter seinem bisherigen Tageshoch bei 1,0929 CHF. Im Gegenzug tendiert der US-Dollar etwas schwächer und notiert mit 0,9579 CHF weiterhin so tief wie zuletzt im August 2016.

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08:05

Der Swiss Market Index (SMI) wird laut vorbörslichen Indikatoren der Bank Julius Bär 0,3 Prozent höher bei 9108 Puntken starten. Am Mittwoch ging der Leitindex bei 9077 Punkten aus dem Handel.

Unter den SMI-Einzeltiteln fallen Credit Suiss (+0,9 Prozent), Julius Bär (+0,4 Prozent), Novartis (+0,9 Prozent) und UBS (+0,7 Prozent) auf. Novartis erhält für sein Lugenkrebs-Mittel Zykadia die EU-Zulassung. Die Bankaktien dürften von den Fed-Stresstests profitieren.

Am breiten Markt steigen Logitech (+1 Prozent) nach einer Dividendenerhöhung. Zudem zeichnet sich bei Partners Group eine höhere Eröffnung ab.

Im Tagesverlauf werden zahlreiche Konjunkturdaten Investoren auf Trab halten: Aus Deutschland kommen der GfK-Index zur Kauflaune der Konsumenten und Inflationsdaten. Von letzteren erhoffen sich Investoren Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der Europäischen Zentralbank (EZB). Auf europäischer Ebene werden unter anderem Zahlen zum Wirtschaftsklima und den Inflationserwartungen veröffentlicht.

An der Wall Street hatten sich die US-Indizes nach Börsenschluss in der Schweiz kaum bewegt und ihre Gewinne gehalten. Der Dow Jones beendete die Sitzung 0,7 Prozent und der Nasdaq 1,4 Prozent höher. Der S&P500 stieg um 0,9 Prozent. In Tokio zog der Nikkei-Index am Donnerstag um 0,45 Prozent auf 20'220 Zähler an. Der chinesische Shanghai Composite stieg um 0,3 Prozent auf 3182 Punkte.xxx

 

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07:15

Die Ölpreise sind am Donnerstagmorgen gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete 47,50 US-Dollar (+0,4 Prozent). Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 0,2 Prozent auf 44,98 Dollar. Zahlen zur US-Ölproduktion stützten auch weiterhin die Preise, hiess es aus dem Handel. Die Förderung in den USA ging vergangene Woche um 100'000 Barrel täglich zurück.

 

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06:45

Der Standardwerte-Index Nikkei mit den 225 führenden Werten stieg bis kurz vir Handelsschluss um 0,5 Prozent auf 20.238 Punkte und damit nahe an ein Zwei-Jahres Hoch. Vor allem Technologietitel wie Advantest oder Hitachi fanden Käufer und folgten damit der Nasdaq, die den besten Handelstag seit Anfang November hingelegt hatte. Der breiter gefasste Topix gewann 0,8 Prozent auf 1627 Zähler.

Der Euro kletterte im fernöstlichen Handel auf einen Einjahreshöchststand: Die europäische Einheitswährung kostete 1,1409 Dollar. Bill Northey vom Finanzhaus U.S. Bancorp Wealth Management sagte, die Marktteilnehmer rechneten damit, dass europäische Zentralbanken ihre Zinsen zügiger anziehen könnten als gedacht: "Die EZB und die Bank of England könnten sich schneller bewegen als erwartet, zugleich könnte die US-Fed wegen der hartnäckig niedrigen Inflation dazu gezwungen werden, ihr Tempo ebenfalls anzupassen."

Zum Yen fiel die US-Währung leicht auf 112,29 Yen. Der Schweizer Franken notierte bei 0,9580 Franken je Dollar und bei 1,0924 Franken je Euro.

 

 

(cash/Reuters/AWP)