+++Börsen-Ticker+++ - US-Börsen: Anleger mit Angst vor dem eigenen Mut

Die US-Börsen haben am Dienstag im Handelsverlauf ihre zum Wochenstart erreichten Rekordhochs übertroffen. Die Anleger schreckten dann allerdings vor der eigenen Courage zurück.
07.11.2017 22:49
Neue Rekordstände: Trader an der Börse in New York.
Neue Rekordstände: Trader an der Börse in New York.
Bild: Bloomberg

22:45

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial , der im frühen Handel erstmals die Marke von 23 600 Punkten übersprungen hatte, legte wie schon am Montag um 0,04 Prozent zu. Damit schloss er nun auf 23 557,23 Punkten. Insgesamt fehlten nach einer ereignisreichen Vorwoche richtungweisende Impulse. Weder standen wichtige Konjunkturdaten noch Quartalsberichte bedeutender US-Konzerne auf der Agenda.

Der S&P 500 , der zum Börsenstart ebenfalls eine Bestmarke erreicht hatte, beendete den Tag 0,02 Prozent tiefer bei 2590,64 Zählern. Auch Nasdaq 100 und der breite Nasdaq Composite hatten sich zunächst in Rekordhöhe aufgeschwungen. Letztlich ging der Nasdaq-Auswahlindex 100 mit einem Plus von 0,11 Prozent auf 6320,78 Punkten aus dem Handel.

Im Dow bauten die Aktien von Walt Disney ihre zweiprozentigen Vortagesgewinne weiter aus und stiegen um 0,96 Prozent. An der Nasdaq legten die A-Aktien des Unterhaltungsriesen 21st Century Fox um 1,09 Prozent zu.

Schlusslicht an der Nasdaq waren die Anteile von Tripadvisor , die um gut 23 Prozent einbrachen. Die Papiere des Konkurrenten Priceline folgten mit minus 13,5 Prozent. Das Internet-Reiseportal Tripadvisor hatte im dritten Quartal bei den Erlösen enttäuscht und rechnet zudem für das Gesamtjahr nicht mit einem beschleunigten Wachstum des auf Online-Transaktionen basierenden Umsatzes.

Die Papiere des iPhone-Herstellers Apple und des Internethändlers Amazon machten dagegen ihren Anlegern weiter Freude. Apple erreichten bei 175,25 Dollar ein Rekordhoch und Amazon bei 1130,60 Dollar.

+++

17:30

Die Schweizer Börse hat sich am Dienstag belastet von Kurseinbussen bei den Indexschwergewichten abgeschwächt. Der SMI notierte um 0,7 Prozent tiefer mit 9220 Punkten. Bereits am Montag hatte sich der Leitindex um 0,4 Prozent ermässigt, nachdem er Ende vergangener Woche auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren gestiegen war.

Impulse waren rar. Wichtige Konjunkturzahlen standen nicht in der Agenda und die Saison der Quartalsbilanzen neigt sich allmählich dem Ende zu.

Gewinnmitnahmen drückten die Aktien des als konjunkturresistent geltenden Lebensmittelriesen Nestle sowie der Pharmakonzerne Novartis und Roche um bis zu 1,6 Prozent ins Minus. Der Anstieg der drei Titel hatte den SMI jüngst nahe an das Allzeithoch von 2007 geführt.

Bankaktien erholten sich nach früher Schwäche und machten die Verluste wett. Credit Suisse gewannen gar 0,5 Prozent, UBS und Julius Bär schlossen unverändert. Bei den Versicherungen dominierte eine freundliche Tendenz. Swiss Life traten auf der Stelle. Der Lebensversicherer präsentiert am Mittwoch seine Bilanz. Zurich, deren Zwischenbericht am Donnerstag veröffentlicht wird, waren 0,3 Prozent fester.

Den ausführlichen SMI-Schlussbericht lesen Sie hier.

+++

16:24

Der Internet-Reisedienstleister TripAdvisor vergrault mit einem vorsichtigen Ausblick die Anleger in New York: Die Aktien brechen um 19,7 Prozent auf ein Fünf-Jahres-Tief von 31,75 Dollar ein. Auch war der Umsatz im dritten Quartal unter den Erwartungen ausgefallen, während die Gewinne etwas höher lagen.

+++

15:50

An der Wall Street haben sich Anleger am Dienstag auf hohem Niveau bedeckt gehalten. Zwar stellten alle grossen Indizes neue Rekorde auf, doch waren die Kursgewinne mit jeweils etwa 0,1 bis 0,2 Prozent moderat.

Der Dow-Jones-Index startete mit 23.585 Punkten minimal über dem am Montag aufgestellten Hoch. Der S&P-500 markierte bei 2595 Zählern eine neue Bestmarke, der Index der Technologiebörse Nasdaq bei 6790 Punkten.

Mit dem Auslaufen der Bilanzsaison für das dritte Quartal rücken laut Börsianern die Steuerpläne von US-Präsident Donald Trump wieder stärker in den Vordergrund. "Zwar sind weitere Kursgewinne durchaus möglich", sagte Peter Cardillo vom New Yorker Brokerhaus First Standard Financial. Das nahende Ende der Berichtssaison und der im Hintergrund schwelende Kampf um die Steuerreform dürften die Inidzes aber bremsen.

Disney-Aktien stiegen um ein halbes Prozent, Fox legten 2,6 Prozent zu. Dem Wirtschaftsfernsehsender CNBC zufolge will der Entertainment-Konzern mit Fox zusammengehen. Die Aktien von Weight Watchers legten über 13 Prozent zu, nachdem der Anbieter von Diätprogrammen seine Prognosen angehoben hatte.

+++

14:00

Der Dax gibt seine Gewinne von zeitweise 0,4 Prozent kontinuierlich ab und rutscht auf das Montagsschlussniveau von 13.468 Punkte ab. Der EuroStoxx50 liegt mit 3677 Zählern 0,1 Prozent im Minus. "Beim Dax scheint die 13.500er Marke doch schwer zu halten zu sein", sagte ein Händler. Die Umsätze seien nicht sehr hoch, viele Anleger stünden wieder an den Seitenlinien.

+++

13:26

Nach einem deutlichen Anstieg an den vorangegangenen Handelstagen haben sich die Ölpreise am Dienstag wenig bewegt. Der Preis für ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent erreichte jedoch zwischenzeitlich bei 64,65 US-Dollar einen neuen Höchststand seit Juli 2015. Bis zum Mittag fiel der Preis wieder bis auf 64,09 Dollar zurück. Das US-Öl WTI blieb mit 57,34 Dollar auf dem Niveau vom Vorabend.

+++

13:04

Der Euro hat am Dienstag nachgegeben und ist zum US-Dollar auf den tiefsten Stand seit rund dreieinhalb Monaten gefallen. Im Tief fiel die Gemeinschaftswährung auf 1,1554 USD und damit auf den tiefsten Stand seit dem 20. Juli. Der amerikanische Dollar legte dagegen zu vielen Währungen zu. Zum Franken zeigte der Greenback mit 0,9985 nach zuvor 0,9982 CHF per Saldo aber nur marginale Bewegung. Der Euro gab indes auch zum Franken nach und kostete noch 1,1553 nach 1,1590 CHF am Morgen.

+++

13:00

Der Schweizer Aktienmarkt büsst am Dienstag nach einem bereits durchzogenen Wochenstart weiter an Terrain ein.

Von den Kursverlusten der Schwergewichte Novartis, Nestlé und Roche belastet, rutschte der Leitindex SMI nach einer zunächst etwas festeren Handelseröffnung in die Verlustzone ab und weitete die Abgaben bis am Mittag aus. Allerdings hält sich das Minus in einem insgesamt ruhigen und impulsarmen Geschäft in Grenzen. Schwach tendieren die Aktien des Personalvermittlers Adecco nach Zahlen zum dritten Quartal.

Bis um 12 Uhr büsst der Swiss Market Index (SMI) 0,35% auf 9'256,37 Punkte ein und liegt damit nahe am Tagestiefstpunkt. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) verliert 0,18% auf 1'505,83 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,32% auf 10'623,93 Zähler.

Den ausführlichen Bericht zum SMI am Mittag lesen Sie hier.

+++

10:18

Der Schweizer Aktienmarkt büsst am Dienstag weiteres Terrain ein. Der SMI startete zunächst dank eigentlich guter Vorgaben aus den USA etwas fester in den Handel, rutschte aber kurze Zeit später in die Verlustzone ab.  Der Swiss Market Index (SMI) verliert bis 09.30 Uhr 0,20% auf 9'270,44 Punkte. Belastet wird der Index in erster Linie von den Abgaben der Schwergewichte Novartis, Nestlé und Roche, wobei auch die Aktien des Personalvermittlers Adecco nach Zahlen zum dritten Quartal nachgeben.

Adecco büssen mit 1,6% unter den Blue Chips am meisten an Wert ein. Die Gruppe ist zwar im Rahmen der Erwartungen gewachsen, hat allerdings die Vorgaben auf Gewinnstufe wegen eines Abschreibers klar verfehlt.

Unter Abgabedruck stehen auch Titel wie jene des Backwarenkonzerns Aryzta (-1,2%) oder der Partners Group (-1,0%). Julius Bär verlieren am Berichtstag weitere 0,4%, nachdem die Titel bereits am Montag zu den grössten Verlierern gezählt hatten.

Am stärksten lasten Novartis (-0,7%) auf den SMI und auch Nestlé und Roche (je -0,3%) zählen zu den Verlierern.

Auf der Gegenseite stehen die Grossbankentitel der UBS und der Credit Suisse mit je 0,5% im Plus. Und auch die Aktien des Rückversicherers Swiss Re (+0,4%) können leicht zulegen.

+++

10:02

Der auf breiter Front anziehende Dollar schwächt den Euro. Er fällt um 0,4 Prozent auf ein 16-Wochen-Tief von 1,1564 Dollar. Spekulationen über eine Zinserhöhung im Dezember lassen den Dollar-Index um 0,3 Prozent auf 95,07 Punkte steigen.

+++

09:06

In einem impulsarmen Handel startet die Schweizer Börse kaum verändert. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Aktien von Adecco und Burckhardt Compression. Der SMI geht mit einem kanppen Plus bei 9301 Punkten in den Handel.  Unterstützung erhält die Börse von freundlichen Vorgaben aus den USA, die bereits den asiatischen Märkten Schwung verliehen haben. Gute Unternehmensergebnisse sowie Fusionsfantasien in der Chipbranche würden das Sentiment am Markt etwas stützen, doch fehlten nach wie vor richtungsweisende Impulse, meinen Händler.

Die Aktien von Adecco büssen 1,7 Prozent ein. Der Personalvermittler ist im dritten Quartal zwar erwartungsgemäss in etwa gleich schnell gewachsen wie in den beiden Quartalen zuvor. Auf Gewinnstufe verfehlte Adecco jedoch die Vorgaben. Weiter unter Abgabedruck stehen auch Julius Bär (-0,7 Prozent), nachdem die Titel bereits am Montag zu den grössten Verlierern zählten. HSBC hat das Rating nach dem zuletzt guten Lauf der Aktie auf "Hold" von bislang "Buy" gesenkt.

Leicht steigende Kurse gibt es bei den Grossbanken UBS und Credit Suisse sowie bei den Schwergewichten Nestlé. Roche (unverändert) könnte Meldungen zu US-Zulassungen etwas Rückenwind erhalten.

Im breiten Markt hat der Kolbenkompressoren-Hersteller Burckhardt Compression (-3,9 Prozent) im ersten Halbjahr 2017/18 die Erwartungen der Analysten nicht erreicht. Dabei sind die Bestellungen leicht zurückgegangen, während die Analystengemeinde mit einem moderaten Anstieg gerechnet hatten. Einen Erfolg hat Implenia (+0,6 Prozent) zu verbuchen. Der Baukonzern hat den Auftrag zum Bau eines neuen UNO-Verwaltungsgebäudes in Genf erhalten. Unter Abgabedruck stehen ohne News derweil AMS (-1,3 Prozent).

+++

08:16

Mittlerweile sind die Börsen in Fernost geschlossen. In der Hoffnung auf einen weltweiten Wirtschaftsboom haben sich Anleger in Asien mit Aktien eingedeckt und die Börsen in neue Höhen getrieben. "Der Risikoappetit von Investoren ist riesig und wird genährt von starken Konjunkturdaten aus den USA", sagte Investmentstratege Norihiro Fujito vom Broker Mitsubishi UFJ.

Der Tokioter Leitindex Nikkei schloss am Dienstag mit 22'937 Punkten auf dem höchsten Stand seit 1992. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans kletterte auf den höchsten Stand seit zehn Jahren. Auch der Leitindex der Börse in Sydney notierte so hoch wie zuletzt 2008. Die Bilanzsaison war auch in Asien noch in vollem Gange. Vor allem Japan Steel Works überzeugte Anleger mit seinen Geschäftsergebnissen, die Aktien waren mit einem Kurssprung von 17,5 Prozent grösster Gewinner im Nikkei-Index. Toyota zog trotz eines zehnprozentigen Gewinnanstiegs dagegen kaum Investoren auf seine Seite, die Aktien des Autobauers legten 0,2 Prozent zu.

 

+++

08:05

Der Swiss Market Index (SMI) wird laut Vorgaben der Bank Julius Bär 0,1 Prozent höher bei 9300 Punkten berechnet. Unter den SMI-Einzeltiteln fallen vor allem Adecco (-1,2 Prozent) auf. Der Stellenvermittler hat die Markterwartungen mit den jüngsten Geschäftszahlen nicht erreicht. Ebenfalls im Minus stehen Julius Bär (-0,4 Prozent) nach einer Herunterstufung.

Die grössten Gewinner sind vorbörslich ABB, Credit Suisse und UBS (alle +0,2 Prozent). Am breiten Markt fallen AMS (-0,6 Prozent) sowie Burckhardt Compression (-2,9 Prozent) auf. Der Hersteller von Kolbenkompressoren hat etwas weniger Bestellungen erhalten.

An der Wall Street hatten sich die wichtigsten US-Indizes am Montag nach Börsenschluss in Deutschland kaum vom Fleck bewegt. Der Dow Jones beendete die Sitzung unverändert mit 23.548 Zählern. Der Technologieindex Nasdaq legte um 0,3 Prozent zu, der S&P500 stieg um 0,1 Prozent.

In Tokio sprang der Nikkei-Index am Dienstag um 1,7 Prozent auf 22.938 Zähler nach oben, das war der höchste Stand seit 1992. Der chinesische Shanghai Composite stieg um 0,5 Prozent auf 3404 Punkte. 

+++

07:33

Der Euro hält sich am Dienstagmorgen knapp über der Marke von 1,16 USD. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1610 USD und damit in etwa so viel wie am späten Montagabend. Zum Franken blieb der Euro mit 1,1590 nahe der Marke von 1,16 CHF nach 1,1579 CHF am Vorabend. Für etwas Bewegung in dem Währungspaar könnte die Veröffentlichung der SNB-Devisenreserven per Ende Oktober sorgen. Der Dollar kam der Parität mit 0,9982 nach zuvor 0,9977 CHF ebenfalls etwas näher.

Am Dienstag stehen nur wenige Konjunkturdaten an, die am Devisenmarkt für Bewegung sorgen könnten. Aus Deutschland werden am Morgen Zahlen zur Industrieproduktion erwartet. In den USA stehen Zahlen vom Arbeitsmarkt an, die an den Märkten jedoch nur selten beachtet werden. Grössere Beachtung könnten Äusserungen ranghoher Notenbanker auf sich ziehen. In Frankfurt wird ein öffentlicher Auftritt von EZB-Präsident Mario Draghi erwartet.

+++

07:15

Die Preise für Rohöl bewegen sich am Dienstagmorgen wenig. Die Nordseesorte Brent ist 0,1 Prozent günstiger (64,20 Dollar). WTI kostet 57,31 Dollar (-0,1 Prozent. Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) stellt an diesem Dienstag in Wien seinen aktuellen Ausblick auf die nächsten knapp 25 Jahre vor.

Bisher ging die Opec von einem weiter leicht steigenden Bedarf an Rohöl aus. Ein Grund dafür ist der grössere Wohlstand in Entwicklungsländern, in denen sich immer mehr Menschen ein Auto leisten können. Ohnehin können die Ölförderstaaten im Moment zufrieden sein. Der Ölpreis steigt seit Monaten. Inzwischen ist manche Ölsorte so teuer wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr. Der Opec gehören 14 Länder an. Sie verfügen über zwei Drittel der weltweiten Ölvorräte.

+++

06:45

Der Nikkei der 225 führenden Werte notierte am Dienstag zwischenzeitlich bei 22'775,68 Punkten. Zuletzt hatte er dieses Niveau im Januar 1992 erreicht. Kurz vor 7 Uhr notierte er 1,6 Prozent im Plus bei 22'921 Punkten. Experten verwiesen auf die starken Vorgaben der Wall Street und die Hoffnung auf gute Geschäftszahlen japanischer Unternehmen. Das habe Anleger risikofreudig gemacht. Der breiter gefasste Topix legte 0,65 Prozent zu auf 1804 Punkte. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans tendierte 0,8 Prozent höher.

 

Der Dollar gab im fernöstlichen Devisenhandel nach seinem jüngsten Höhenflug leicht nach. Zum Euro verlor er leicht auf 1,1612 Dollar. Der Schweizer Franken notierte zum Dollar mit 0,9979 und zum Euro mit 1,1590.

(cash/Reuters/AWP)