+++Börsen-Ticker+++ - US-Börsen: Deutliche Verluste nach Erholungsrally

Die US-Börsen sind am Dienstag nach dem feiertagsbedingt verlängerten Wochenende deutlich unter Druck geraten.
22.01.2019 23:17
Trader an der Börse in New York.
Trader an der Börse in New York.
Bild: Bloomberg

22:45

Der Leitindex Dow Jones Industrial weitete nach einem schwachen Start seine Verluste aus. Zum Handelsende stand ein Minus von 1,22 Prozent auf 24 404,48 Punkte zu Buche, womit er immerhin etwas über seinem Tagestief blieb. Am Freitag hatte der Dow noch um fast anderthalb Prozent zugelegt und damit die vierte Woche in Folge unter dem Strich positiv beendet. Der marktbreite S&P 500 verlor am Dienstag 1,42 Prozent auf 2632,90 Punkte und der technologielastige Nasdaq 100 2,03 Prozent auf 6646,81 Zähler.

Auch seitens der Unternehmen überwogen negativ aufgenommene Meldungen. Am schlimmsten erwischte es das Metallverarbeitungsunternehmen Arconic und den Elektrowerkzeuge-Hersteller Stanley Black & Decker mit Kurseinbrüchen von knapp 16 beziehungsweise 15,5 Prozent. Deren Aktien hatten sich zuletzt allerdings deutlich erholt gezeigt.

Den ausführlichen US-Schlussbericht lesen Sie hier.

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17:30

Deutliche Kursverluste der UBS-Aktien haben die Schweizer Börse am Dienstag belastet. Der SMI gab im am Vormittag 0,5 Prozent auf 8966 Punkte nach und setzte damit die Talfahrt des Vortages fort. Händlern zufolge bremsten auch die Sorgen um eine Abkühlung der Weltwirtschaft, der andauernde Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie die Unsicherheit um den Brexit die Kaufbereitschaft der Anleger.

Die UBS-Aktien verloren 3,2 Prozent, nachdem die Grossbank ein teilweise enttäuschendes Jahresergebnis und einen verhaltenen Ausblick vorgelegt hatte.

Die Anteile der Privatbank Julius Bär ermässigten sich um 2,5 Prozent. Die Credit Suisse konnte die anfänglichen Verluste wett machen und legte um 0,2 Prozent zu.

Die Aktien des Aromenherstellers Givaudan profitierten dagegen von einer zuversichtlichen Analysteneinschätzung und legten 0,6 Prozent zu. Die Titel des Computerzubehör-Herstellers Logitech hingegen gaben die frühen Gewinne ab und schlossen um 0,3 Prozent tiefer.

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15:45

Mit Kursverlusten meldet sich die Wall Street aus dem verlängerten Wochenende zurück.  Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 verloren zur Eröffnung am Dienstag jeweils mehr als ein halbes Prozent.

Für Verkaufsdruck sorgte der am Montag veröffentlichte Weltwirtschaftsausblick des Internationalen Währungsfonds (IWF). Dessen Experten rechnen für 2019 und 2020 nur noch mit einem Wachstum von 3,5 beziehungsweise 3,6 statt bisher jeweils 3,7 Prozent. "Mehr als die Hälfte der Unternehmen im Index S&P 500 machen Geschäfte im Ausland", sagte Art Hogan, Chef-Anlagestratege des Vermögensverwalters National Securities. "Ein solcher Ausblick wird daher die Bilanzen 2019 beeinflussen."

Zudem litt die Stimmung unter dem schwächsten chinesischen Wirtschaftswachstums seit 28 Jahren. Vor diesem Hintergrund flogen vor allem Werte mit China-Bezug aus den Depots. Hierzu gehörten Chip-Hersteller wie AMD, der Flugzeug-Hersteller Boeing und der Baumaschinen-Anbieter Caterpillar, deren Aktien jeweils etwas ein Prozent verloren.

Die in den USA notierten Papiere des chinesischen Amazon-Rivalen Alibaba und des Google-Konkurrenten Baidu sackten um bis zu 3,7 Prozent ab. Der börsennotierte iShares-Fonds auf chinesische Standardwerte büßte 1,5 Prozent ein.

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14:51

In der Hoffnung auf einen Kurswechsel steigen Anleger bei Ebay ein. Die Aktien des Online-Marktplatzes kletterten am Dienstag im vorbörslichen US-Geschäft um 9,5 Prozent. Das ist der grösste Kurssprung seit etwa einem Jahr.

Auslöser der Rally war ein Schreiben des Aktionärs Elliott. Darin forderte der aktivistische Investor das Management auf, den Unternehmenswert mittels eines von Elliott entworfenen Fünf-Punkte-Plans zu steigern. Hierzu gehöre, dass Ebay sich auf das Kerngeschäft konzentriere. Dann könnte der Aktienkurs bis Ende 2020 auf mehr als 63 von derzeit knapp 34 Dollar steigen.

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14:30

Ein unter den Markterwartungen liegender Umsatzausblick setzt Johnson & Johnson zu. Die Aktien verlieren im vorbörslichen US-Geschäft 1,4 Prozent.

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13:34

Der Euro ist am Dienstag leicht gefallen. Bis zum Mittag sinkt die Gemeinschaftswährung auf 1,1359 US-Dollar. Sie kostete damit etwas weniger als im asiatischen Handel. Zuvor war der Euro zum Dollar auf einen zweiwöchigen Tiefstand gefallen. Zum Franken bewegt sich der Euro bei Kursen von 1,1323 Franken nur leicht tiefer als noch am Morgen. Auch der US-Dollar zeigt sich am Dienstagmittag mit 0,9967 Franken nur wenig bewegt.

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12:00

Der Schweizer Aktienmarkt präsentiert sich am Dienstag ähnlich wie schon zum Wochenstart. Nachdem der Leitindex SMI zunächst etwas tiefer gestartet war, arbeitete er sich zunächst bis knapp in die Gewinnzone vor.  Der Swiss Market Index (SMI) steht gegen 11.25 Uhr um 0,24 Prozent tiefer bei 8'989,90 Punkten.

Die mit Abstand grössten Verluste verzeichnen die Aktien der UBS mit -4,0 Prozent. Die Grossbank hat im vierten Quartal 2018 die Erwartungen der Börsenexperten verfehlt. Als Gründe nennt sie nicht zuletzt das herausfordernde Umfeld. Wie CEO Sergio Ermotti zudem erklärte, bereitet sich die Bank auf anhaltend schwierige Marktbedingungen vor. Analysten zeigen sich durch die Bank enttäuscht.

Die Aktien des Konkurrenten Julius Bär (-3,1%) und der Credit Suisse (-0,7%) fallen im Schlepptau ebenfalls überdurchschnittlich.

Zudem trennen sich Investoren auch wieder verstärkt von Zyklikern wie Geberit, ABB und Kühne+Nagel. Die Titel geben zwischen 0,4 und 0,9 Prozent nach.

Auf der Gewinnerseite sorgen derweil Nestlé (+0,4%) und Roche (+0,3%) sowie eine unveränderte Novartis dafür, dass der Gesamtmarkt nicht noch tiefer im Minus steht.

Noch stärker greifen Investoren aber bei Logitech (+0,6%) zu. Sie sind im Anschluss an die Präsentation starker Q3-Zahlen gesucht. Das Unternehmen blickt auf ein sehr solides Weihnachtsquartal zurück und übertraf die Analystenerwartungen auf allen Ebenen.

Auch die Aktien von SGS sind nach einem zunächst schwachen Start mittlerweile in die Gewinnzone vorgerückt und verteuern sich als einer der Favoriten um 0,6 Prozent. Die Zahlen sind in etwa wie erwartet ausgefallen. Positiv sehen Analysten die verbesserte Profitabilität.

Den ausführlichen SMI-Bericht zum Mitttag lesen Sie hier.

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09:20

Der SMI startet mit einem Minus in den Tag. Bankaktien werden nach dem UBS-Ergebnis abgestossen, dafür laufen Givaudan und Logitech gut. Zum Handelbeginn fällt der SMI um 0,3 Prozent zurück: Der SMI geht auf 8983 Punkte zurück. Dem Schweizer Aktienmarkt fehlt am Dienstag eine starke Orientierungshilfe. Nachdem die US-Börsen am Montag wegen eines Feiertages geschlossen waren, bleibt Investoren nur die Vorgabe aus Asien. Und dort haben sich die Anleger vor allem auf das Thema Wachstumssorgen eingeschossen.

Wie es von Händlerseite heisst, wirke die gesenkte Wachstumsprognose des IWF vom Vortag noch nach. Der Währungsfonds habe die damit ohnehin bestehenden Wachstumsängste vieler Marktteilnehmer nochmals befeuert. Vor allem habe der IWF in seiner Mitteilung das nachlassende Wirtschaftswachstum Chinas, aber auch den Brexit und Handelsstreitigkeiten als mögliche Belastungsfaktoren genannt. Zum Thema China liefert denn auch die chinesische Führung neue Nahrung: Sie erwartet eine Beeinträchtigung der Beschäftigungslage infolge der Konjunkturabkühlung.

Es ist der erste etwas geschäftigere Tag der Berichtssaison. Mit der UBS (-4,5 Prozent) und SGS (-1,5 Prozent) haben zwei Blue Chips Zahlen vorgelegt, die nicht gut ankommen. Dabei hat die Grossbank UBS im vierten Quartal 2018 die Erwartungen der Börsenexperten verfehlt. Als Gründe nennt die Grossbank nicht zuletzt das herausfordernde Umfeld. Erste Analystenkommentare fallen denn auch entsprechend aus, Baader Helvea spricht von schwachen Zahlen.

Mehr zum UBS-Ergebnis: UBS versucht die Aktionäre versöhnlich zu stimmen

Die Aktien des Konkurrenten Credit Suisse fallen im Schlepptau um 1,6 Prozent ebenfalls überdurchschnittlich. Der weltweit tätige Warenprüf- und Inspektionskonzern SGS wiederum hat 2018 mehr umgesetzt und den Gewinn gesteigert. Gleichzeitig gelang es der Gruppe, wenn auch nur in kleinen Schritten, das Geschäft profitabler zu gestalten. Laut ersten Kommentaren hat das Unternehmen die Erwartungen in etwa erfüllt. Die Aktien waren in den vergangenen Tagen im Rahmen der Markterholung deutlich gestiegen.

Die Schwergewichte Nestlé, Roche und Novartis steigen im Bereich von etwa 0,2 Prozent und verhindern so ein stärkeres Abrutschen des SMI. Givaudan (+0,7 Prozent) profitiert von einer Heraufstufung durch MainFirst. Positiver Ausreisser unter den Blue Chips ist allerdings Logitech (+3,6 Prozent) nach einem Rekordergebnis plus einer Prognose-Aufstockung. 

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08:25

Angesichts der Sorgen vor einer Abkühlung der Weltwirtschaft und einem verhaltenen Ausblick der UBS rechnen Händler mit einer erneuten Abschwächung der Schweizer Börse. Der SMI steht gemäss vorbörslicher Berechnungen um 0,4 Prozent bei 8972 Punkten tiefer. Ausser Givaudan (+0,4 Prozent, nach einer Heraufstufung) stehen alle Kurse im Leitindex im Minus (zu den vorbörslichen Kursen bei cash.ch)

Die UBS-Aktie (-2,4 Prozent) wird nach enttäuschten Gewinnerwartungen abgestraft. Die Grossbank dämpfte nach einer Verlangsamung im Kerngeschäft Vermögensverwaltung die Erwartungen an die kommenden Monate. Die anhaltenden geopolitischen Spannungen, Handelskonflikte und der erhöhte Protektionismus dürften die Handelsfreudigkeit der reichen Kundschaft auch im ersten Quartal bremsen. Auch die CS-Aktie (-1,2 Prozent) sinkt, Julius Bär (-0,3 Prozent) hält sich besser.

Bei SGS (-2,2 Prozent) fallen nach Zahlen ebenfalls. Der Abschluss des Warenprüfkonzerns wird ebenfalls als enttäuschend aufgenommen.

 

 

Am breiten Markt steigt die Logitech-Aktie (+4,2 Prozent) nach einem Rekordergebnis und einer Prognose-Anhebung deutlich. Auch Komax (+1,7 Prozent) und Vifor (+0,9 Prozent) finden in einem generell negativen Markt aufgrund ihrer Ergebnisse Zuspruch. Ems-Chemie (-1,8 Prozent) erfuhr eine Herabstufung.

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07:35

Der Euro hat sich am Dienstag nur wenig bewegt. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1358 US-Dollar gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Vorabend.

Auch zum Franken wird der Euro mit 1,1331 Franken in etwa auf dem Niveau des Vorabends gehandelt. Der US-Dollar notiert derweil mit 0,9977 Franken weiterhin knapp unterhalb der Parität.

Nach Einschätzung von Marktbeobachtern gehen die Anleger nach einer pessimistischen Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) zur weiteren Entwicklung der Weltwirtschaft vorerst auf Nummer sicher. Am Morgen waren vergleichsweise sichere Anlagen wie der japanische Yen und US-amerikanische Staatsanleihen gefragt. Zum Wochenauftakt hatte der IWF seine Wachstumsprognose angesichts ungelöster Handelskonflikte und eines drohenden Brexit-Schocks erneut zusammengestrichen.

Im weiteren Tagesverlauf wird mit einem eher impulsarmen Handel am Devisenmarkt gerechnet. Es stehen nur wenige wichtige Konjunkturdaten auf dem Programm, an denen sich die Anleger orientieren könnten. Für etwas Bewegung könnten die Konjunkturerwartungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) für Deutschland sorgen, die am späten Vormittag auf dem Programm stehen.

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07:30

Spekulationen von Anlegern auf eine globale Konjunkturabkühlung belasten am Dienstag die Ölpreise. Brent verbilligt sich um 1,2 Prozent auf 61,96 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Leichtöl WTI gibt ebenfalls gut ein Prozent auf 53,18 Dollar nach.

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06:20

In Tokio tendiert der Leitindex Nikkei 0,7 Prozent tiefer bei 20'567 Punkten. Die Standardwerte in China verloren 0,8 Prozent. Die Analysten der Bank ANZ verwiesen auf den Internationalen Währungsfonds (IWF), der vor Beginn des Weltwirtschaftsforums in Davos seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft gesenkt hatte. In den USA hatte zu Wochenbeginn feiertagsbedingt kein Handel stattgefunden.

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06:15

An den Devisenmärkten in Fernost notiert der Euro bei 1,1333 Franken. Der Dollar steht bei 99,80 Rappen.

(Reuters)