+++Börsen-Ticker+++ - US-Börsen finden keine gemeinsame Richtung

Die US-Börsen haben am Donnerstag keine gemeinsame Richtung gefunden. Nach einer Erholung zum Auftakt bröckelten die Kurse im späten Handel ab.
23.02.2018 00:55
Trübes Wetter vor der Börse in New York.
Trübes Wetter vor der Börse in New York.
Bild: Bloomberg

23:00

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,7 Prozent höher auf 24.962 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 rückte um 0,1 Prozent auf 2703 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich dagegen um 0,1 Prozent auf 7210 Punkte.

Hauptgesprächsthema blieb die Geldpolitik der US-Notenbank. In den Protokollen ihrer jüngsten Sitzung signalisierte die Fed weitere Zinserhöhungen. Die Kurse an den Terminmärkten deuteten aber darauf hin, dass Anleger für 2018 unverändert mit drei Schritten rechnen. Fed-Banker James Bullard betonte zudem, die Notenbank müsse behutsam vorgehen, um die Konjunktur nicht abzuwürgen.

Bei den Unternehmen gehörte Avis Budget mit einem Kursplus von gut 13 Prozent zu den Favoriten. Der Quartalsgewinn des Autovermieters fiel doppelt so hoch aus wie erwartet. Im Windschatten gewannen die Titel des Rivalen Hertz 15,7 Prozent.

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17:30

Die Furcht vor rascher und stärker als erwartet steigenden US-Zinsen hat auch am Donnerstag die Anleger an der Schweizer Börse beschäftigt.

Der SMI schloss 0,2 Prozent tiefer bei 8967 Punkten und liegt damit gut vier Prozent unter dem Stand von Ende 2017.

Die schwergewichtigen Nestle-Aktien legten 0,8 Prozent zu. Der Lebensmittelkonzern will einen Bestellungsstopp für einige Produkte bei Supermarktketten rund um Coop und die deutsche Edeka gütlich aus der Welt schaffen. Auch die Givaudan-Aktien waren etwas fester. Alle anderen Bluechips schlossen im Minus.

Die ebenfalls als relativ krisenfest geltenden Pharmaschwergewichte Novartis und Roche konnten sich dem Negativtrend nicht entziehen und sanken um 0,3 und 0,1 Prozent. Die Aktien der Grossbanken Credit Suisse und UBS wurden um 0,3 und 0,2 Prozent niedriger gehandelt. Gegen den Trend kletterten die Aktien der Cembra Money Bank um 2,2 Prozent.

Den ausführlichen SMI-Schlussbericht lesen Sie hier.

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17:06

Der überraschende Rückgang der US-Lagerbestände treibt die Ölpreis. Brent verteuert sich um 0,5 Prozent auf 65,71 Dollar je Barrel, nachdem es zuvor bis zu 1,2 Prozent verloren hatte.

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15:45

Nach drei Verlust-Tagen in Folge hat sich die Wall Street am Donnerstag etwas erholt.  Die Aktienindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 stiegen zur Eröffnung um jeweils 0,4 Prozent. Dabei hellten ermutigenden Firmenbilanzen die Stimmung der Anleger auf.

Hauptgesprächsthema auf den Börsenparkett blieb die Geldpolitik der US-Notenbank. In den Protokollen ihrer jüngsten Sitzung signalisierte die Fed weitere Zinserhöhungen. Die Kurse an den Terminmärkten deuteten aber darauf hin, dass Anleger für 2018 unverändert mit drei Schritten rechnen. Fed-Banker James Bullard betonte zudem, dass die Notenbank behutsam vorgehen müsse, um die Konjunktur nicht abzuwürgen.

Bei den Unternehmen gehörte Avis Budget mit einem Kursplus von 15,5 Prozent zu den Favoriten und steuerte auf den größten Tagesgewinn seit fast sechs Jahren zu. Der Quartalsgewinn des Autovermieters fiel doppelt so hoch aus wie erwartet. Im Windschatten von Avis gewannen die Titel des Rivalen Hertz 6,9 Prozent.

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13:40

Der Euro steigt nach der Veröffentlichung des EZB-Protokolls der Januar-Zinssitzung kurzzeitig auf ein Tageshoch von 1,2309 Dollar von zuvor 1,2289 Dollar.

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13:15

Die Ölpreise haben am Donnerstag nachgegeben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April kostete am Mittag 65,25 US-Dollar. Das waren 17 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 31 Cent auf 61,36 Dollar.

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13:00

Mit dem Schweizer Aktienmarkt geht es am Donnerstag talwärts, wobei sich der Leitindex im Vergleich zum Tiefststand des Vormittags etwas erholt hat.  Der Swiss Market Index (SMI) steht um 11.50 Uhr 0,51% tiefer bei 8'942,93 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) gibt 0,74% auf 1'472,74 Punkte nach und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,55% auf 10'289,41 Punkte. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren alle ausser Nestlé im Minus.

Am deutlichsten negativ tendieren weiterhin Titel wie Aryzta (-2,3%), Logitech (-2,2%), ABB (-1,7%) oder SGS (-1,6%). Bei Logitech vermuten Händler Fondsverkäufe aus dem angelsächsischen Raum hinter den Abgaben.

Leicht höher als der Gesamtmarkt werden einige Finanztitel wie UBS (-0,2%) oder Credit Suisse (-0,5%) gehandelt. Dafür geben Julius Bär (-1,6%) und Partners Group (-1,3%) klar nach.

Den ausführlichen SMI-Mittagsbericht lesen Sie hier.

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10:35

Volkswagen-Aktien fallen am Vormittag um bis zu zwei Prozent auf 160,26 Euro. Im VW-Dieselskandal meldet die Staatsanwaltschaft München neue Razzien bei der Tochter Audi. Auch die übrigen Autowerte haben den Rückwärtsgang eingelegt: Daimler-Titel verlieren bis zu 1,6 Prozent auf 69,21 Euro, BMW-Papiere bis zu 1,3 Prozent auf 85,21 Euro. In Leipzig entscheidet am Donnerstag das Bundesverwaltungsgericht über Fahrverbote für Diesel-Autos in deutschen Städten. Mit dem Dax grenzten die Autowerte allerdings ihre Verluste im Verlauf wieder ein.

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09:10

Die Schweizer Börse eröffnet den Handel vom heutigen Donnerstag mit negativen Kursen. Sämtliche SMI-Werte liegen im Minus. Der Swiss Market Index (SMI) gibt unmittelbar nach Börseneröffnung 0,8 Prozent auf 8921 Punkte nach.

Deutlich negativ tendieren Finanztitel wie UBSCredit Suisse oder Julius Bär (alle -1,0 Prozent). Auch die Partners Group gibt mit -1,1 Prozent deutlich nach. Die auf Private Equity spezialisierte Vermögensverwaltungsgesellschaft hat für ihr jüngstes globales Direktanlageprogramm Kapitalzusagen in Höhe von 3 Mrd EUR erhalten.

Erneut keine Unterstützung für den SMI liefern die drei Indexschwergewichte Novartis (-0,6 Prozent), Roche (-0,4 Prozent) und Nestlé (-0,7 Prozent), die schon am Vortag den Index belastet hatten. Für Nestlé hat Baader Helvea das Kursziel auf 86 von 90 CHF (Rating "Buy") gesenkt. Als Begründung werden die eher schwach ausgefallenen Resultate für das vierte Quartal 2017 genannt.

Zu Novartis gab es meherere Neuigkeiten. Nach Vorwürfen einer mutmasslichen Begünstigung des Unternehmens soll das Parlament in Athen Korruptionsvorwürfe gegen zehn griechische Politiker untersuchen. Dafür votierten die Abgeordneten am frühen Donnerstagmorgen. Ausserdem gab Novartis Erfolge bei seinem Medikament Ultibro Breezhaler bekannt, das die Herzfunktion bei Patienten verbessert, die an einer Lungenerkrankung leiden.

Bei den Luxusgütertiteln stehen Richemont (-0,9 Prozent) etwas unter Beobachtung. Beim Übernahmeangebot des Luxusgüterkonzerns für die an der italienischen Börse kotierte Online-Verkaufsplattform Yoox Net-A-Porter (YNAP) kommt es zu Verzögerungen. Die dortige Börsenaufsichtsbehörde verlangt, dass die konsolidierten Stand-alone-Geschäftszahlen von YNAP per Ende 2017 im Angebotsprospekt hinzu gefügt werden.

Auch Swisscom notiert tiefrot (-1,1 Prozent). Das Mobilfunktunternehmen will laut Aussagen seines Netzchefs das ultraschnelle Mobilfunknetz 5G bereits ab dem laufenden Jahr aufbauen. Das Unternehmen zieht den ursprünglich für 2020 geplanten Start um zwei Jahre vor.

Im breiten Markt sorgen Cembra (+0,2 Prozent) mit einem Plus für Gesprächsstoff. Die Konsumkreditbank weist für das vergangene Geschäftsjahr 2017 bei etwas höheren Erträgen einen leicht verbesserten Gewinn aus. Entgegen dem Trend sind vorbörslich auch Georg Fischer (+1,8 Prozent) gesucht.

Kudelski geben mit 1,1 Prozent deutlich ab, nachdem UBS das Kursziel auf 8,00 von 8,70 CHF (Rating "Sell") gesenkt hat.

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08:25

Spekulationen auf eine deutlich stärkere Zinswende in den USA haben am Donnerstag die Börse in Tokio belastet. Der Nikkei-Index verlor 1,1 Prozent auf 21.736 Punkte, der breiter gefasste Topix büsste 0,9 Prozent ein. "Die Anleger haben jetzt drei Zinserhöhungen fast voll eingepreist, während es Anfang Dezember nur zwei waren", sagte ein Händler.

Aus dem Protokoll der Januar-Sitzung der US-Notenbank Fed war hervorgegangen, dass die Notenbanker angesichts rosiger Konjunkturperspektiven bereit sind, die Zügel weiter zu straffen. Es sei wahrscheinlich angebracht, die Zinsen "schrittweise weiter nach oben" zu setzen, heisst es in dem am Mittwochabend veröffentlichten Protokoll. "Wir erwarten sogar weiterhin vier Zinserhöhungen", sagte Analyst Michael Gapen von Barclays. Denn seit der jüngsten Fed-Sitzung hätten die Signale für eine steigende Inflation in den USA noch zugenommen.

Lesen Sie dazu auch: US-Notenbank bereitet das Feld für Zinserhöhung im März

Die Wall Street reagierte verschnupft auf die Mitschrift der Diskussion unter den Währungshütern und schloss nach einer freundlichen Eröffnung im Minus. In China tendierten die Börsen nach einer feiertagsbedingten längeren Pause freundlicher. Der Shanghai-Composite lag über zwei Prozent im Plus. Die chinesischen Märkte waren wegen des Neujahrfestes eine Woche geschlossen.

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08:10

Der Swiss Market Index (SMI) gibt in der von Julius Bär berechneten Vorbörse um 0,8 Prozent nach.  Die US-Notenbank setzte in den am Mittwoch veröffentlichten Protokollen der geldpolitischen Sitzung von Ende Januar kräftige Signale für eine Anhebung im März. Unklar ist, wie es danach weiter geht. Im Dezember hatte die Fed für 2018 drei Zinsschritte nach oben in Aussicht gestellt.

Vorbörslich sind sämtliche SMI-Werte im Minus. Am stärksten sind die Rückschläge bei ABB und UBS (je -1,1 Prozent) sowie bei Adecco (-1 Prozent).

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07:32

Der Kurs des Euro hat sich am Donnerstag nach den Verlusten der vorangegangenen Handelstage vorerst stabilisiert. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,2277 USD gehandelt. Zuvor hatte eine breitangelegte Erholung des amerikanischen Dollar den Euro belastet. Gegenüber dem Schweizer Franken notiert der Euro auf 1,1534 nach 1,1544 CHF am Mittwochbend. Der US-Dollar stieg derweil auf 0,9394 (0,9382) an.

Am Devisenmarkt steht die Geldpolitik der US-Notenbank Fed im Mittelpunkt des Interesses. Am Vorabend hatte die Fed das Protokoll der jüngsten Zinssitzung veröffentlicht und darin weitere Zinserhöhungen signalisiert. Die amerikanischen Notenbanker hatten ausserdem deutlich gemacht, dass die künftigen Zinserhöhungen vergleichsweise langsam erfolgen werden. Am Markt war zuvor auf eine schnellere Anhebung der Zinsen in den USA spekuliert worden.

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06:35

In Tokio verlor der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um 1,1 Prozent auf 21.736 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index gab um ein Prozent auf 1747 Zähler nach. Händler führten das Abrutschen auf ein Wochentief im Nachmittagshandel auf die schwachen Vorgaben von der Wall Street zurück. In New York hatten der Dow-Jones-Index der Standardwerte um 0,7 Prozent und der breiter gefasste S&P-500 um 0,5 Prozent verloren. Auch der Index der Technologiebörse Nasdaq sank um 0,2 Prozent.

(cash/AWP/Reuters)