+++Börsen-Ticker+++US-Börsen finden nach Bilanzflut keine gemeinsame Richtung

Die US-Börsen haben nach der Bilanzflut am Donnerstag keine gemeinsame Richtung gefunden.
27.07.2017 22:30
Twitter muss nach den Quartalszahlen Federn lassen, die Aktie stürzt ab.
Twitter muss nach den Quartalszahlen Federn lassen, die Aktie stürzt ab.
Bild: Bloomberg

22.30

Händler stiegen nach den Rekordständen im frühen Geschäft vor allem bei den Technologie- und Transportwerten aus. Starke Firmenbilanzen und Spekulationen auf eine verlängerte Zinspause der US-Notenbank hatten die Wall Street zunächst angetrieben.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schliesst 0,4 Prozent höher auf 21'796 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 steht 0,1 Prozent tiefer bei 2475 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringert sich um 0,6 Prozent auf 6382 Punkte.

Unabhängig davon sei die Bedeutung der Firmenergebnisse aktuell grösser als üblich, sagt Craig Erlam, Marktanalyst des Brokerhauses Oanda. Schliesslich habe US-Präsident Donald Trump bislang noch keines seiner Versprechen zur Ankurbelung der Konjunktur eingelöst. Dank des ermutigenden Auftakts der Bilanzsaison rechnen Experten nun damit, dass die Gewinne der im S&P 500 notierten Firmen im zweiten Quartal im Schnitt um 9,9 statt 8 Prozent zugelegt haben.

Facebook steigerte den Überschuss dank glänzender Geschäfte mit Smartphone-Werbung sogar um 71 Prozent. Das treibt die Aktie des Online-Netzwerks fast 3 Prozent in die Höhe. Konkurrentin Twitter kämpft dagegen mit fallenden Nutzerzahlen und höheren Verlusten. Die Papiere des Kurznachrichtendienstes fallen um mehr als 14 Prozent.

Bei den Titeln von Verizon griffen Anleger ebenfalls beherzt zu und verhalfen dem grössten US-Mobilfunker zu einem Kursplus von 7,7 Prozent. Das Unternehmen gewann 614'000 neue Kunden - fast zehn Mal so viele wie erwartet. Der Gewinn versechsfachte sich auf 4,36 Milliarden Dollar.

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17:40

Gute Firmenergebnisse und der schwächere Franken haben am Donnerstag der Schweizer Börse Schub verliehen. Der Franken sank zum Euro auf den tiefsten Stand seit der Aufgabe des Euro-Mindestkurses im Januar 2015. Dies sorgte laut Händlern für eine gute Stimmung bei den Marktteilnehmern, macht doch ein tieferer Frankenkurs die Produkte der Schweizer Firmen auf dem Weltmarkt attraktiver. Der SMI steigt bis Börsenschluss um 0,3 Prozent auf 9018 Zähler. Am Mittwoch hatte der Leitindex 0,5 Prozent gewonnen.

Händler sagen, die brummende Konjunktur in Europa und die Signale der US-Notenbank Fed, bald mit dem Abbau ihrer durch Anleihenkäufe aufgeblähten Bilanz anzufangen, belasteten den Franken. Dazu kämen Spekulationen, die Schweizerische Nationalbank (SNB) könnte der Bewegung gezielt nachhelfen. "Und plötzlich war es soweit, der Franken schnellte über die Widerstandszonen bei 1,11 und 1,12 Franken hinaus", sagt ein Händler. Darauf hätten Deckungskäufe den Anstieg beschleunigt.

Ansonsten kamen Impulse für das Geschäft vor allem von Firmenergebnissen aus dem In- und Ausland. Dabei habe die Mehrheit der Firmen die Erwartungen erfüllt oder gar übertroffen.

"Enttäuscht hat eigentlich nur Nestlé", sagt ein Händler. Die Aktie des Lebensmittelriesen notiert um 1 Prozent tiefer. Zunächst war der Titel um mehr als 2 Prozent gefallen. Nestlé ist im ersten Halbjahr mit 2,3 Prozent organisch weniger stark gewachsen, als Analysten erwartet hatten. Der Nettogewinn stieg in der ersten Jahreshälfte um 19 Prozent auf 4,9 Milliarden Franken. Für 2017 rechnet Nestlé mit einem organischem Wachstum in der unteren Hälfte der Spanne von 2 bis 4 Prozent.

Mit Roche legte ein weiteres Schwergewicht Zahlen vor. Der Pharmakonzern erhöht nach einem starken Halbjahr seinen Ausblick. Neu peilt Roche 2017 einen Anstieg der Verkaufserlöse um einen mittleren einstelligen Prozentbetrag an. Bisher hatte Roche ein Plus um einen niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbetrag in Aussicht gestellt. Im ersten Halbjahr kletterte der Gewinn um 2 Prozent auf 5,58 Milliarden Franken. Der "Bon Roche" steigt um 0,2 Prozent.

Pharmaschwergewicht Novartis legt 1,2 Prozent zu und Idorsia steigt um 1,9 Prozent.

Der Pharmazulieferer Lonza baut die Vortagesgewinne dank mehrerer Kurszielerhöhungen und Kaufempfehlungen aus. Der Titel war am Mittwoch nach Bekanntgabe des Halbjahresberichts und einer Prognoseanhebung um fast 8 Prozent gestiegen.

Zahlen veröffentlicht haben auch der Bauchemiekonzern Sika, der Chemiekonzern Clariant, die Bank Vontobel, der IT-Logistiker Also und die Maschinenbauer Bobst und Starrag. Ihre Ergebnisse seien gut, aber bei Vontobel und Starrag komme es zu Gewinnmitnahmen. Sie büssen Terrain ein. Die anderen Titel dagegen setzen ihren Aufwärtstrend fort.

Bei den Grossbanken, die am Freitag ihren Halbjahresabschluss veröffentlichen, nahmen die Anleger den Fuss vom Gas. Die Aktie von Credit Suisse schwächt sich um 0,3 Prozent ab, während UBS um 0,6 Prozent zulegen können. Die Aktien von Julius Bär sind weiterhin gefragt und steigen um 2,5 Prozent. Der Vermögensverwalter hatte am Montag die Investoren mit guten Zahlen erfreut.

Die Luxusgüterhersteller Richemont und Swatch, denen ein schwächer Franken sehr zugute kommt, ziehen um 1,5 und 2,3 Prozent an. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Donnerstag.)

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15:45

Starke Firmenbilanzen und Spekulationen auf eine verlängerte Zinspause der US-Notenbank geben der Wall Street am Donnerstag erneut Schub. Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 gewinnen zur Eröffnung bis zu 0,6 Prozent und markieren mit 21'784, 6460 und 2484 Zählern neue Bestmarken.

Die jüngsten Aussagen der Fed deuteten darauf hin, dass die niedrige Inflation den Notenbankern Kopfzerbrechen bereitet, sagt Anlagestratege Antoine Bouvet von der Mizhuo Bank. Anleger sehen die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung vor dem Jahresende inzwischen bei weniger als 50 Prozent, obwohl die US-Notenbank eine signalisiert hat.

Unabhängig davon sei die Bedeutung der Firmenergebnisse aktuell grösser als üblich, betont Craig Erlam, Marktanalyst des Brokerhauses Oanda. Schliesslich habe US-Präsident Donald Trump bislang noch keines seiner Versprechen zur Ankurbelung der Konjunktur eingelöst. Dank des ermutigenden Auftakts der Bilanzsaison rechnen Experten nun damit, dass die Gewinne der im S&P 500 notierten Firmen im zweiten Quartal im Schnitt um 9,9 statt 8 Prozent zugelegt haben.

Facebook steigerte den Überschuss dank glänzender Geschäfte mit Smartphone-Werbung sogar um 71 Prozent. Das treibt die Aktie des Online-Netzwerks auf ein Rekordhoch von 175 Dollar. Konkurrent Twitter kämpft dagegen mit fallenden Nutzerzahlen und höheren Verlusten. Die Papiere des Kurznachrichtendienstes fallen um 14 Prozent.

Bei die Titeln von Verizon greifen Anleger ebenfalls beherzt zu und verhelfen dem grössten US-Mobilfunker zu einem Kursplus von 5 Prozent. Das Unternehmen gewann 614'000 neue Kunden - fast zehn Mal so viel wie erwartet. Der Gewinn versechsfachte sich auf 4,36 Milliarden Dollar. 

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13:10

Der Schweizer Aktienmarkt tendiert am Donnerstag zur Mittagszeit leicht fester. Nachdem der SMI einige Punkte unter dem Vortagesschluss eröffnete, steht er mittlerweile über 9000 Punkten. Der Tag steht ganz im Bann der Berichtssaison, die weltweit rasant weitergeht. Auch hierzulande ist es der Höhepunkt der Woche mit gleich vier Rapporten von Bluechips. Während Nestlé den Index belasten, liefern Roche Unterstützung.

Der SMI steht am Mittag 0,3% höher bei 9016 Punkten. Der 30 Aktien umfassende SLI, in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, gewinnt 0,5% auf 1440 Punkte und der breite SPI 0,3% auf 10'258 Punkte. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren mittlerweile 24 im Plus und 6 im Minus.

Dabei sticht das absolute Schwergewicht Nestlé mit einem Minus von 1,0% negativ heraus. Der Lebensmittelkonzern ist im ersten Halbjahr 2017 weniger stark gewachsen als von Analysten erwartet und auch vom Unternehmen selbst. So zeigen sich die Analysten in ersten Kommentaren enttäuscht. Die Guidance für das organische Wachstum wurde indes zwar bestätigt, neu wird allerdings eher mit der unteren Hälfte der Bandbreite gerechnet.

Bei Roche (+1,3%) hingegen lief es im ersten Halbjahr offenbar sehr gut. Mit den ausgewiesenen Zahlen übertraf der Pharmakonzern fast alle Analystenerwartungen - und zwar beim Umsatz, beim operativen Kerngewinn sowie beim Kerngewinn. Zudem hob der Konzern seinen Ausblick für das Gesamtjahr überraschend an. Treiber der positiven Überraschung ist ausschliesslich das Pharmageschäft und dort zum einen die etablierten Blockbuster Mabthera/Rituxan, Herceptin oder Avastin und zum anderen insbesondere das erst kürzlich lancierte MS-Medikament Ocrevus.

Sika (+1,6%) können nach Zahlen ebenfalls deutlich zulegen. Der Bauchemie- und Klebstoffhersteller setzte den Wachstumskurs mit neuen Rekordergebnissen fort. Ausserdem blickt das Management optimistisch auf den weiteren Geschäftsverlauf im zweiten Halbjahr 2017.

Clariant (+0,4%) haben sich indes von den anfänglichen Verlusten erholt und legen mittlerweile etwas zu. Das Unternehmen übertraf mit den Zahlen zum zweiten Quartal die Prognosen ebenfalls leicht. Für frische Impulse sorgte um die Mittagszeit der Zahlenrapport des Fusionspartners Huntsman.

Lonza (+0,4%) profitieren dagegen am Tag nach der Zahlenvorlage nicht mehr ganz so stark wie anfangs von einer Hochstufung der Credit Suisse auf "Outperform" von zuvor "Neutral".

Etwas schwächer tendieren neben Nestlé hingegen noch CS (-0,3%), während UBS (+0,5%) zulegen. Beide Grossbanken legen am (morgigen) Freitag Quartalszahlen vor. Am Berichtstag enttäuschte die Deutsche Bank bereits mit einem unerwartet deutlichen Rückgang der Erträge im zweiten Quartal, der Aktienhandel brach um fast 30% ein.

Zudem haben am Donnerstag noch mehrere Unternehmen am breiten Markt Zahlen vorgelegt. Während Bobst (+4,4%), Also (+1,3%), BKB (PS +1,0%) und GKB (+0,1%) danach Gewinne verbuchen, sind Sulzer (-5,0%), Vontobel (-4,4%) und Starrag (-4,3%) nach Halbjahreszahlen stark belastet. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht zum Mittag.)

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12:30

Beim Schweizer Franken hat sich die zuletzt gesehene Abschwächung gegenüber dem Euro sowie dem Dollar am Donnerstag nochmals etwas beschleunigt.

Zum Euro notierte der Franken zwischenzeitlich mit 1,1248 so schwach wie seit der Aufhebung des Mindestkursregimes der SNB im Januar 2015 nicht mehr. Damals hatten die Währungshüter um Thomas Jordan die Verteidigung der Marke von 1,20 Franken zum Euro unerwartet aufgegeben, woraufhin der Franken massiv aufwertete.

Zuletzt kostete 1 Euro 1,1235 Franken und 1 Dollar 0,9594 Franken. Am Morgen standen die Kurse noch bei 1,1163 bzw. 0,9512.

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10:45

Die Schweizer Börse findet am Donnerstagmorgen keine Richtung. Im Fokus der Anleger stehen die Firmenergebnisse, im Speziellen die von Roche und Nestlé. "Die Impulse kommen vor allem von den Zahlen", sagt ein Händler. Dabei habe die Mehrheit der Firmen die Erwartungen erfüllt oder gar übertroffen. "Enttäuscht hat eigentlich nur Nestlé", sagt ein Händler. Die endgültige Marschrichtung des Marktes werde wohl von den Kursbewegungen der beiden Schwergewichten Nestlé und Roche abhängen, sagt ein anderer Börsianer.

Der SMI notiert mit 8981 Punkten um 0,1 Prozent tiefer. Am Mittwoch war der Leitindex um 0,5 Prozent gestiegen.

Der Entscheid der US-Notenbank Fed, die Zinsen wie erwartet unverändert zu belassen, dürfte das Geschehen nicht allzu stark beeinflussen, heisst es. Die Fed deutete an, im Herbst mit dem Abbau ihrer durch die Anleihekäufe aufgeblähten Bilanz beginnen zu wollen.

Die Markteilnehmer richten ihren Blick auf die beiden Schwergewichte Nestlé und Roche. Während der Genussschein von Roche um 1,1 Prozent steigt, sinkt Nestlé um 1,4 Prozent. Die Gewinne der Roche-Bons vermögen dabei die Verluste der Nestlé-Aktie nicht auszugleichen.

Der Nahrungsmittelriese Nestlé ist ersten Halbjahr mit 2,3 Prozent organisch weniger stark gewachsen, als Analysten erwartet hatten. Der Nettogewinn stieg in der ersten Jahreshälfte um 19 Prozent auf 4,9 Milliarden Franken. Für das Gesamtjahr rechnet Nestlé mit einem organischem Wachstum wahrscheinlich in der unteren Hälfte der Spanne von 2 bis 4 Prozent.

Der Pharmakonzern Roche erhöht nach einem starken Halbjahr seinen Ausblick. Neu peilt Roche 2017 einen Anstieg der Verkaufserlöse um einen mittleren einstelligen Prozentbetrag an. Bisher hatte Roche ein Plus um einen niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbetrag in Aussicht gestellt. Im ersten Halbjahr kletterte der Gewinn um zwei Prozent auf 5,58 Milliarden Franken.

Gut abgeschnitten haben nach Ansicht der Thurgauer Kantonalbank der Bauchemiekonzern Sika, der Chemiekonzern Clariant, die Bank Vontobel, der IT-Logistiker Also und der Maschinenbauer Bobst.

Nicht alle Aktien reagieren aber positiv. Vontobel büssen wegen Gewinnmitnahmen 5,7 Prozent ein. Das Ergebnis sei mehr oder weniger im Rahmen der Erwartungen ausgefallen, kommentiert Tomasz Grzelak von Baader Helvea. "Wir würden Gewinne mitnehmen."

Die Anteile von Also gewinnen 1,5 Prozent und Bobst steigen gar um 5 Prozent.

Bei den Grossbanken, die am Freitag ihren Halbjahresabschluss veröffentlichen, ist die Aktie von Credit Suisse um 1 Prozent tiefer. UBS dagegenlegen leicht zu.

Die Mehrheit der zyklischen Werte legt zu. Der Elektrokonzern ABB gewinnt 0,2 Prozent, der Personaldienstleister Adecco und der Prüfkonzern SGS 0,4 Prozent sowie die Sanitärtechnikfirma Geberit 0,6 Prozent.

Der Pharmazulieferer Lonza setzt den Höhenflug vom Vortag fort und steigt mit dem Rückenwind mehrerer Kurszielerhöhungen und Kaufempfehlungen um 1 Prozent. Der Titel war am Mittwoch nach Bekanntgabe des Halbjahresberichts und einer Prognoseanhebung um fast 8 Prozent gestiegen.

Pharmaschwergewicht Novartis legt 0,1 Prozent zu und Idorsia stieg um 2,5 Prozent. Die Assekuranzwerte verbuchten Kursgewinne von weniger als einem halben Prozent.

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09:05

Der Swiss Market Index (SMI) startet mit einem Minus von 0,1 Prozent bei 8980 Punkten. Gleich vier Blue Chips haben am Morgen Zahlen zum Halbjahr vorgelegt. Das absolute Schwergewicht Nestlé (-2,1 Prozent) belastet den SMI zum Handelsstart. Der Lebensmittelkonzern ist im ersten Halbjahr 2017 weniger stark gewachsen als von Analysten erwartet und auch vom Unternehmen selbst. 

Bei Roche (+2,2 Prozent) hingegen lief es im ersten Halbjahr offenbar sehr gut. Mit den ausgewiesenen Zahlen übertraf der Pharmakonzern fast alle Analysten-Erwartungen. Zudem hob der Konzern seinen Ausblick für das Gesamtjahr leicht an. Das dritte Schwergewicht Novartis (+0,3 Prozent), das bereits vergangene Woche Ergebnisse präsentiert hat, startet leicht höher.

Auch Sika (+0,6 Prozent) werden nach Zahlen fester gestellt. Der Bauchemie- und Klebstoffhersteller setzte den Wachstumskurs mit neuen Rekordergebnissen fort. Ausserdem blickt das Management auf den weiteren Geschäftsverlauf im zweiten Halbjahr 2017. Richemont und Swatch (je +0,6 Prozent) werden höher gehandelt. Am Morgen hat der französische Luxusgüterhersteller LVMH gute Zahlen zum ersten Halbjahr vorgelegt, zeigte sich für das zweite Halbjahr allerdings vorsichtig angesichts wirtschaftlicher, geldpolitischer und geopolitischer Unsicherheiten.

Für Lonza (+1,9 Prozent) sind am Tag nach der Zahlenvorlage weitere Analystenkommentare eingetrudelt. Die übrigen SMI-Werte notieren wenig verändert.

Clariant (-0,1 Prozent) übertraf mit den Zahlen zum zweiten Quartal die Prognosen ebenfalls leicht. Kühne+Nagel (+0,4 Prozent) legt erneut weiter zu. Am Donnerstag erhöhte die Deutsche Bank das Kursziel und bestätigte das "Hold"-Rating.

Zudem haben am Donnerstag noch zahlreiche Unternehmen am breiten Markt Zahlen vorgelegt. Sulzer (-0,1 Prozent) erhielt im ersten Semester zwar mehr Bestellungen, der Umsatz schrumpfte organisch jedoch und auch die Ergebnisse waren rückläufig.

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08:35

Der Kurs des Euro hat am Donnerstag seinen jüngsten Höhenflug fortgesetzt und den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren erreicht. Am frühen Morgen stieg die Gemeinschaftswährung zeitweise bis auf 1,1777 USD. Sie war damit so wertvoll wie seit Januar 2015 nicht mehr.

Auch gegenüber dem Schweizer Franken legte der Euro über Nacht etwas zu. Die Gemeinschaftswährung kostet am frühen Donnerstag 1,1163 nach 1,1156 CHF am Vorabend. Der Dollar veränderte sich zum Franken kaum. Er geht am Donnerstag-Morgen bei 0,9512 CHF um.

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08:31

Mittlerweile sind die Börsen in Asien geschlossen. In Tokio schloss der Leitindex Nikkei knapp 0,2 Prozent im Plus bei 20.079 Punkten. Zu den grössten Gewinnern zählte der Spielekonsolen-Hersteller Nintendo. Die Aktien stiegen mehr als sieben Prozent, nachdem das Unternehmen in die Gewinnzone zurückgekehrt war. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans legte rund ein Prozent zu und kletterte auf den höchsten Stand seit Dezember 2007. Er gewann in diesem Monat bislang mehr als fünf Prozent.

Anleger spekulierten darauf, dass die Federal Reserve die Zinsen nun etwas länger als von einigen Experten erwartet auf niedrigem Niveau belässt. Der Fed-Entscheid habe positive Impulse geliefert, sagte Masayuki Kubota vom Broker Rakuten Securities. Der Nikkei werde sich voraussichtlich noch eine Weile im Bereich der 20.000 Punkte bewegen.

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08:05

Der Swiss Market Index (SMI) wird laut vorbörslichen Daten der Bank Julius Bär 0,16 Prozent im Minus bei 8976 Punkten gesehen. Am Mittwoch ging der Leitindex mit einem Plus von 0,6 Prozent aus dem Handel. Nach Handelsschluss in Europa hatte die US-Notenbank Fed ihre Beschlüsse bekanntgegeben. Die Fed liess wie erwartet die Zinsen unverändert und dürfte im Herbst mit dem Abbau der durch die Anleihekäufe aufgeblähten Bilanz beginnen. Der Euro hat sich zum Schweizer Franken deutlich über der Marke von 1,11 eingependelt. 

Unter den SMI-Einzeltiteln fallen Richemont (-0,5 Prozent), Nestlé (-2 Prozent) und Swatch (-0,5 Prozent) negativ auf. Nestlé hat Geschäftszahlen vorgelegt, die unter den Erwartungen lagen. Auf der anderen Seite notieren Lonza (+1,5 Prozent), Roche (+2,5 Prozent) und Sika (+1 Prozent) klar im Plus. Roche und Sika haben gute Zahlen vermeldet. Daneben präsentierten zahlreiche Firmen vom breiten Markt ebenfalls Zahlen.

 

An der Wall Street hatten die grossen Indizes am Mittwoch nach Handelsschluss in Europa ihre Gewinne behauptet: Der Dow-Jones-Index war mit einem Plus von 0,5 Prozent aus dem Handel gegangen, während der S&P500-Index und der Nasdaq-Composite kaum verändert geschlossen hatten.

In Fernost tendierten die Börsen am Donnerstag uneinheitlich: In Tokio lag der Nikkei-Index 0,4 Prozent höher. Die Shanghaier Börse tendierte dagegen leichter. 

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07:50

Die Ölpreise sind am Donnerstag leicht gesunken. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September 50,88 Dollar. Das waren neun Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel ebenfalls um neun Cent auf 48,66 Dollar.

Nach einer kräftigen Erholung der Ölpreise seit Beginn der Woche sprachen Händler von einer leichten Gegenbewegung am Ölmarkt. Zuvor hatte ein überraschend starker Rückgang der Ölreserven in den USA den Ölpreisen Auftrieb verliehen.

 

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06:50

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index tendiert 0,12 Prozent fester bei 20.074 Punkten. Die Fed beliess den geldpolitischen Schlüsselsatz am Mittwoch in einer Spanne zwischen 1,0 und 1,25 Prozent. Zugleich kündigte sie an, den Abbau ihrer billionenschweren Bilanz bald in Angriff nehmen.

Der Fed-Entscheid habe positive Impulse geliefert, sagte Masayuki Kubota von Rakuten Securities. Der Nikkei werde sich voraussichtlich noch eine Weile im Bereich der 20'000 Punkte bewegen.

Zu den grössten Gewinnern in Japan zählte der Spielkonsolen-Hersteller Nintendo. Die Aktien legten mehr als sechs Prozent zu, nachdem das Unternehmen in die Gewinnzone zurückgekehrt war. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans tendierte mit einem Prozent im Plus.

Der Euro stieg im frühen Handel auf 1,1750 Dollar und erreichte damit seinen höchsten Stand seit Januar 2015. Der Dollar kostete 110,80 Yen. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9499 Franken je Dollar und 1,1169 Franken je Euro gehandelt.

(cash/AWP/Reuters)