+++Börsen-Ticker+++US-Börsen geben nach

Mit Blick auf die Fahrt aufnehmende Berichtssaison hielten sich die Anleger an der Wall Street am Donnerstag zurück. Nach neuen Rekordständen im frühen Handel liessen die führenden US-Indizes im späten Handel Federn.
12.10.2017 22:25
Zuerst im Hoch, dann zurückgefallen: die Indizes an der Wall Street verlieren am Donnerstag.
Zuerst im Hoch, dann zurückgefallen: die Indizes an der Wall Street verlieren am Donnerstag.
Bild: Bloomberg

22:25

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schliesst 0,1 Prozent tiefer bei 22'841 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 sinkt 0,2 Prozent auf 2550 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringert sich um 0,2 Prozent auf 6591 Punkte. Nach einer langen Gewinnserie sei eine Verschnaufpause durchaus in Ordnung, sagt ein Händler.

Im Fokus standen die Quartalsergebnisse der Grossbanken J.P. Morgan und Citigroup. Erstere profitierte von den steigenden Zinsen in den USA und einer stärkeren Kreditvergabe und wies einen um 7 Prozent gewachsenen Milliardengewinn aus. Citi half dagegen vor allem ein Einmaleffekt und Kostensenkungen. Die Titel von J.P. Morgan und Citi fanden zunächst keine klare Richtung. Später sanken J.P. Morgan knapp 1 Prozent und Citigroup um 3,4 Prozent.

Diverse US-Banken hatten bereits im Sommer vor einem mauen Handelsgeschäft gewarnt. Am Freitag öffnen Bank of America and Wells Fargo ihre Bücher.

AT&T-Aktien brechen 6,1 Prozent ein. Hohe Instandsetzungskosten nach den Wirbelstürmen in den USA und dem Erdbeben in Mexiko hinterliessen in der Bilanz des Mobilfunkanbieters tiefe Spuren.

Zu den Verlierern zählte auch Disney mit einem Kursminus von 1,6 Prozent. Die Analysten von Guggenheim hatten ihre Kaufempfehlung kassiert und die Aktien auf "neutral" heruntergestuft.

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17:40

Die Schweizer Börse hat am Donnerstag nach einem wenig bewegten Verlauf im späten Geschäft noch angezogen. Dank Kursgewinnen der Nestlé-Aktien erreichte der Markt ein Jahreshoch. Der SMI notiert zum Handelsschluss um 0,4 Prozent höher auf 9297 Zählern. Bei fast 9302 Punkten markierte der Leitindex den höchsten Stand seit August 2015. Trotz diverser Unsicherheitsfaktoren zeige sich der Markt in einer stabilen Verfassung. "Scheinbar kann derzeit nichts den Markt aus dem Tritt bringen", sagt ein Händler. "Die Probleme scheinen einfach abzuperlen", sagt ein anderer Händler.

Mit den Krisen um Katalonien oder um Nordkorea gebe es genügend Gründe, die die Anleger vorsichtig stimmen sollten. "Aber das wird momentan einfach ausgeblendet", sagt ein Börsianer. Dagegen würden die tiefen Zinsen und die hohen Dividendenrenditen bei Aktien angeführt. "Es gibt schlicht keine wirklichen Anlagealternativen", sagt ein anderer Händler.

Der Start in die US-Bilanzsaison fiel weniger gut aus als erhofft. Die Ergebnisse der US-Grossbanken Citigroup und J.P. Morgan wurden verhalten aufgenommen. Beide verbuchten dank steigender Kreditnachfrage und Kostensenkungen zwar mehr Gewinn, aber das Handelsgeschäft blieb mau. Am Freitag folgen die Zahlen von Bank of America und Wells Fargo.

Die Anteile der Schweizer Grossbanken zeigten sich von den US-Bankergebnissen unterschiedlich beeindruckt. Credit Suisse sind 0,1 Prozent höher, UBS legen 0,8 Prozent zu.

Bei den schwergewichtigen Pharmawerten schlagen sich Novartis mit plus 0,2 Prozent besser als Roche, die um 0,4 Prozent nachgeben. Novartis arbeitet nach eigenen Angaben nicht aktiv am Verkauf seiner Roche-Beteiligung von knapp einem Drittel der stimmberechtigten Roche-Inhaberaktien. Neue Informationen über die Augenheilsparte Alcon stellte Novartis-Präsident Jörg Reinhardt für den Quartalsbericht am 24. Oktober in Aussicht. "Das lässt Raum offen für Spekulationen", sagt ein Händler.

Die Aktien von Nestlé sind um 0,8 Prozent höher. Der Lebensmittelriese investiert in ein Werk für Babynahrung in Russland und einen Wirkstoff gegen eine angeborene Stoffwechselstörung. In den USA hat die Tochter Galderma eine Zulassung für eine kosmetische Anwendung erhalten.

Bei den Aktien zyklischer Firmen setzte sich kein klarer Trend durch: ABB und Swatch sind leichter, Adecco gehalten und Clariant, Richemont und Lafarge-Holcim legen zu.

Am breiten Markt gewinnen die Aktien von Cembra Money Bank 3,5 Prozent zu. Vontobel und Credit Suisse haben das Kursziel angehoben und empfehlen den Titel der Kreditbank zum Kauf. Am Mittwoch hatte Cembra die Übernahme der Winterthurer EFL Autoleasing angekündigt.

Die Aktien von Kudelski klettern um 5,9 Prozent auf 13,45 Franken. Die Technologiefirma hat mit dem TV-Anbieter Roku ein Lizenz- und Technologieabkommen vereinbart - unter anderem im Bereich Bezahlfernsehen. "Das hat gereicht, dass Baisse-Positionen glattgestellt werden", sagt ein Händler. Zudem sei eine Verkaufsorder, die den Titel seit einiger Zeit belastet habe, abgeschlossen worden, sagt ein anderer Händler. Die Aktie gehöre ausserdem zu den Werten, deren Kurs eine deutlich negative Jahresbilanz aufweise. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Donnerstag.)

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16:55

Nach mehreren vergeblichen Anläufen hat der DAX am Donnerstagnachmittag die 13'000-Punkte-Marke geknackt. Der deutsche Leitindex kletterte um 0,2 Prozent auf 13'002 Zähler und notierte damit so hoch wie noch nie in seiner fast 30-jährigen Geschichte.

Allerdings trauten die Anleger dem Braten nicht ganz. "Die politischen Krisen sind ja nicht auf einmal verschwunden", sagt ein Händler. "Aber das Knacken der runden Marke ist schon für viele ein Kaufsignal." Allerdings kam der Anstieg für die meisten Börsianer überraschend. Denn es fehle an echten Impulsen. "Von Euphorie ist hier keine Spur", fügt ein anderer Händler hinzu. Daher zog sich der DAX schon nach wenigen Minuten wieder unter die Marke zurück.

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15:40

Mit Blick auf die nun Fahrt aufnehmende Berichtssaison halten sich die Anleger an der Wall Street am Donnerstag zurück. Die rekordverwöhnten US-Indizes geben im Anfangsgeschäft je 0,1 Prozent nach: Der Dow Jones steht bei 22'847 Punkten, der breiter gefasste S&P-500-Index bei 2551 und der Index der Technologiebörse Nasdaq bei 6595 Zählern. Nach eine langen Serie von Gewinnen sei eine Verschnaufpause durchaus in Ordnung, sagt ein Händler.

Im Fokus stehen die Quartalsergebnisse der Grossbanken J.P. Morgan und Citi. Erstere profitierte von den steigenden Zinsen in den USA und einer stärkeren Kreditvergabe und wies einen um 7 Prozent gestiegenen Milliardengewinn aus. Citi half dagegen vor allem ein Einmaleffekt und Kostensenkungen. Die Titel von J.P. Morgan und Citi fanden zunächst keine klare Richtung, pendeln aber meist um ihre Mittwochsschlusskurse.

Diverse US-Banken hatten bereits im Sommer vor einem mauen Handelsgeschäft gewarnt. Am Freitag lassen sich Bank of America und Wells Fargo in die Bücher schauen.

AT&T fallen um 3 Prozent. Hohe Instandsetzungskosten nach den Wirbelstürmen in den USA und dem Erdbeben in Mexiko hinterliessen in der Bilanz des Mobilfunkanbieters tiefe Spuren.

Schlusslicht im Dow Jones sind Disney mit einem Minus von 1,5 Prozent. Die Analysten von Guggenheim hatten ihre Kaufempfehlung kassiert und die Aktien auf "neutral" heruntergestuft.

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12:45

Der Schweizer Aktienmarkt notiert am Donnerstag zur Mittagszeit nach wie vor wenig verändert. Damit setzt sich der ruhige Handel der Vortage fort. Der Leitindex bewegt sich seit Wochenbeginn mehr oder weniger seitwärts und hält damit das hohe Niveau, das Anfang Oktober erreicht wurde. Viele Investoren würden die Quartalszahlen der US-Grossbanken abwarten wollen, die am Nachmittag veröffentlicht werden, kommentiert ein Marktbeobachter. Die Erwartungshaltung sei hoch und sollte wegen des hohen Kursniveaus der Wall Street besser nicht enttäuscht werden.

Der SMI notiert gegen Mittag 0,1% höher bei 9276 Punkten. Der 30 Aktien umfassende SLI liegt bei +0,1% auf 1493 und der breite SPI bei +0,2% auf 10'606 Zählern. Von den 30 wichtigsten Titeln stehen 19 im Plus, 10 im Minus und Clariant unverändert.

Die Ausschläge halten sich in Grenzen. Am meisten legen noch Sonova (+1,4%) zu, die auch im laufenden Jahr bislang zu den grössten Gewinnern gehören mit einem Plus von über 40%. Kühne+Nagel (+1,1%), Partners Group (+0,8%) und Dufry (+0,7% auf 157 Franken) folgen aktuell in der Rangliste.

Unter den Schwergewichten tendieren Novartis (+0,6%) und Nestlé (+0,2%) fester, während Roche (-0,3%) den Gesamtmarkt erneut belasten. Auf Jahressicht bleiben Roche klar hinter Novartis und dem Gesamtmarkt zurück. Novartis-VRP Jörg Reinhardt habe in einem Interview mit der "Handelszeitung" allerdings einige "sehr interessante" Aussagen gemacht, kommentiert die Neue Helvetische Bank am Donnerstag. Dass es nicht sinnvoll sei, das Roche-Paket zu verkaufen, interpretiert die Bank so, dass Novartis in Roche noch Potenzial sieht und die Aktie für zu günstig hält. Man sei gespannt, ob es den "Deckel" auf dem Roche-Papier endlich ein bisschen "lupft".

Die grössten Verlierer sind Swatch (-0,8%) und Logitech (-0,7%). Mit Blick auf die europäischen Luxusgüterwerte schreibt Bernstein in einer allgemeinen Analyse, chinesische Kunden seien bereits heute die wichtigsten Kunden, entsprechend einem weltweiten Konsum von schätzungsweise 30%. Bis 2025 dürfte dies noch weiter zunehmen. "Die chinesische Liebesaffäre mit Luxusgütern habe gerade erst begonnen."

Am breiten Markt avancieren Kudelski (+4,3%), nachdem das Technologieunternehmen mit dem US-Streaming-Anbieter Roku eine Patent- und Technologiezusammenarbeit vereinbart hat. KTM (+2,1%) und Cembra Money Bank (+1,8%) steigen weiter an, nachdem beide Titel am Vortag - nach einem Joint Venture in China bzw. nach einer Übernahme im Bereich Autoleasing - klar zugelegt hatten. Am Donnerstag trudeln für Cembra nun verschiedene Kurszielerhöhungen ein. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht zum Mittag.)

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10:20

Bitcoin setzt seinen Höhenflug nach den jüngsten Rückschlägen fort. Er erklimmt erstmals die Marke von 5000 Dollar. Der Kurs der Kryptowährung steigt an der Börse Bitstamp um 5,9 Prozent auf ein Rekordhoch von 5108 Dollar.

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09:15

Der Swiss Market Index (SMI) legt um 0,1 Prozent auf 9276 Punkte zu. Die Krise um Katalonien schwele weiter und dürfte die Anleger von grösseren Käufen abhalten, sagten Händler. Zudem gewinne die US-Bilanzsaison am Nachmittag mit den Ergebnissen der Grossbanken Citigroup, Bank of America und J.P. Morgan an Fahrt. Ausserdem werden mit den Produzentenpreisen und den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe erstmals in der aktuellen Woche wichtigere Konjunkturzahlen aus den USA veröffentlicht. "Das dürfte für Impulse sorgen", sagte ein Händler.

Von den SMI-Titeln liegen keine kursrelevanten News vor. Am stärksten legen Novartis und Lonza zu (beide +0,5 Prozent), gefolgt von Swiss Life (+0,4 Prozent) und Lafarge-Holcim (+0,3 Prozent). Negativ starten Swisscom (-0,2 Prozent) sowie die beiden Grossbanken Credit Suisse (-0,1 Prozent) und UBS (-0,2 Prozent).

Aus dem SPI sorgen Meyer Burger für die News des Tages: Die britische HSBC hat sich für ihre Kundschaft mit 3,15 Prozent beim Solarzulieferer eingekauft. Die Aktie legt 0,8 Prozent zu.

Lesen Sie dazu auch: Britische Grossbank HSBC steigt bei Meyer Burger ein

Die Technologiefirma Kudelski (+0,4 Prozent) hat mit dem TV-Anbieter Roku ein Lizenz- und Technologieabkommen vereinbart - unter anderem im Bereich Bezahlfernsehen. Finanzielle Details gaben die Unternehmen nicht bekannt.

Die Biotechfirma Molecular Partners (-1,1 Prozent) hat eine klinische Studie der Phase I mit dem Wirkstoff MP0274 gegen Brustkrebs begonnen. Die Firma habe die Dosierung für den ersten Patienten festgelegt. Erste Daten zur Sicherheit der Arznei würden im ersten Halbjahr 2018 erwartet.

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08:35

Die Börsen in Asien haben am Donnerstag erneut überwiegend den Vorwärtsgang eingelegt. Die freundliche Stimmung an den US-Börsen und das Fed-Protokoll sorgte laut Händlern auch in Asien für Auftrieb bei den Kursen. Die Börse in Japan legte am Donnerstag nach den Rekorden vom Vortag weiter zu. Der Nikkei stieg den achten Tag in Folge und schloss bei 20 954,72 Punkten, ein Plus von 0,4 Prozent. Das ist die längste Gewinnserie seit Dezember.

Der CSI-300-Index , der die 300 grössten Werte an den chinesischen Börsen in Shanghai und Shenzhen abbildet, gab seine Gewinne bis kurz vor Handelsende ab und notierte praktisch unverändert. Im australischen Sydney schloss der Leitindex ASX 200 mit einem Plus von 0,39 Prozent. In Hongkong stieg der Hang-Seng-Index zuletzt um 0,33 Prozent.

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08:15

Der Swiss Market Index (SMI) legt in der von Julius Bär berechneten Vorbörse 0,1 Prozent zu. Bereits gestern Schloss der Leitindex mit 9265 Punkten praktisch auf Vortagesniveau.

Mit Spannung werden Börsianer verfolgen, wie es in der Krise um Katalonien weitergeht. Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy hatte den Ball zuletzt zurück ins Feld der katalanischen Regionalregierung gespielt. Im Tagesverlauf werden die US-Banken J.P. Morgan und Citigroup ihre Bilanzen des dritten Quartals offen legen. Ausserdem will die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin über den Stand der Verkaufsverhandlungen mit Lufthansa und dem britischen Billigflieger EasyJet informieren.

Von den Einzelwerten aus dem SMI legen Swiss Life mit 0,7 Prozent Lonza mit 0,4 Prozent am deutlichsten zu. Sämtliche anderen Titel sind ebenfalls positiv, allerdings lediglich in der Spanne von 0,07 bis 0,13 Prozent.

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07:53

Die Ölpreise sind am Donnerstag im frühen Handel gesunken. Ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete am Morgen 56,63 Dollar. Das waren 31 Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im November fiel um 28 Cent auf 51,02 Dollar.

Hinweise auf einen Anstieg der Rohöllagerbestände in den USA und somit auf ein robustes Angebot sorgten laut Händlern in der Nacht für Druck auf die Preise. Demnach habe das private Institut API einen Zuwachs der Reserven in der vergangenen Woche um 3,1 Millionen Barrel gemeldet. Die offiziellen Reservedaten stehen wegen eines Feiertags am vergangenen Montag erst am Donnerstagnachmittag zur Veröffentlichung an. Hier rechnen Experten aber mit einem dritten Rückgang in Folge.

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07:37

Der Euro hat am Donnerstag im frühen Handel gegenüber dem US-Dollar weiter an die Gewinne seit Wochenbeginn angeknüpft und zugelegt. Die Gemeinschaftswährung liegt am Morgen bei 1,1872 US-Dollar und damit auf dem höchsten Stand seit zweieinhalb Wochen. Zum Franken hält sich der Euro bei 1,1544 CHF stabil oberhalb der 1,15er Marke. Auch der US-Dollar präsentiert sich zum Franken bei 0,9723 CHF gegenüber dem Vortag wenig verändert.

Aufwind bekommt der Euro von einer Dollar-Schwäche auf breiter Front. Händler verwiesen auf die zaghaften Äusserungen im am Vorabend veröffentlichten Protokoll zur jüngsten Sitzung der US-Notenbank Fed. Viele Fed-Mitglieder hätten sich besorgt darüber gezeigt, dass die vergleichsweise niedrige Inflation über einen längeren Zeitraum andauern könnte, hiess es dort. Zwar sei eine weitere Zinserhöhung in diesem Jahr weiterhin gerechtfertigt. Allerdings betonten mehrere Währungshüter, dass ihre Entscheidung für noch eine Zinserhöhung von der weiteren Konjunkturentwicklung abhängig sei.

06:40

Die weltweite Rekordjagd an den Börsen hat den japanischen Leitindex auf den höchsten Stand seit 1996 getrieben. Der Nikkei-Index kletterte am Donnerstag zum Ende des Vormittagshandels um 0,3 Prozent auf 20.970 Punkte. Im Sog markierte der südkoreanische Kospi einen Rekordstand. Auch der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans stieg auf eine zuvor nie erreichte Marke. Hier half auch, dass der Konflikt um die Unabhängigkeit von Katalonien an den Aktienmärkten etwas in den Hintergrund geraten ist. Zuvor hatte der Dow-Jones-Index an der Wall Street einen Rekord erzielt.

Masahiro Ichikawa vom Vermögensverwalter Sumitomo Mitsui Management begründete den Aufwärtstrend an den Börsen: "Die Weltwirtschaft ist in gutem Zustand. Die Stimmung bei den Unternehmen ist ebenfalls solide, wie es starke Konjunkturdaten wie die Einkaufsmanagerindizes in China und den USA sowie die Tankan-Berichte in Japan belegen."

Bei den Einzelwerten stand erneut Kobe Steel im Mittelpunkt. Nach der Talfahrt der vergangenen Tage ging es für den drittgrössten japanischen Stahlkonzern um 1,7 Prozent oben. Dabei sind die Datenfälschungen offenbar noch umfassender als bisher vermutet.

(cash/AWP/Reuters)