+++Börsen-Ticker+++ - US-Börsen geben nach

Enttäuschende Konjunkturdaten haben die New Yorker Börsen am Montag belastet.
04.03.2019 22:45
Die neusten Konjunkturzahlen gefallen den Händlern an der Wall Street nicht.
Die neusten Konjunkturzahlen gefallen den Händlern an der Wall Street nicht.
Bild: Bloomberg

22:45

Die US-Bauausgaben gingen den jüngsten Daten des Handelsministeriums zufolge im Dezember um 0,6 Prozent zurück. Analysten hatten jedoch mit einem Plus von 0,2 Prozent gerechnet. "Die Zahlen zu den Bauausgaben zeigen, wie sehr die Wirtschaft zum Ende des letzten Jahres auf die Bremse getreten ist", sagt Marktstratege Michael Antonelli von Robert W. Baird.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schliesst 0,8 Prozent tiefer auf 25'819 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 sinkt 0,4 Prozent auf 2792 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringert sich um 0,2 Prozent auf 7577 Punkte.

Bei den Einzelwerten rutschen die Aktien von DaVita um fast 3 Prozent ab. Die USA wollen die Behandlungskosten für Dialyse-Patienten reduzieren und daher künftig Therapien daheim statt in speziellen Kliniken favorisieren. DaVita und der deutsche Rivale Fresenius Medical Care (FMC) betreiben in den USA mehr als 5000 Dialyse-Zentren und kommen damit auf einen Marktanteil von rund 70 Prozent.

Kraft Heinz verteuern sich dagegen um 2,6 Prozent. Zuvor hatte Morgan Stanley die Aktie des Lebensmittelkonzerns hochgestuft.

Tesla-Scheine setzen ihre Talfahrt mit einem Kursabschlag von 3,2 Prozent fort, obwohl der US-Elektroautobauer sein neues Model Y am 14. März vorstellen will. Am Freitag war die Aktie bereits um rund 8 Prozent eingebrochen. Tesla hatte sich in der vergangenen Woche zu einem radikalen Schritt im Kampf gegen die notorischen Verluste entschlossen: Die E-Autos werden weltweit künftig nur noch online vertrieben.

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17:45

Die Schweizer Börse hat am Montag gemessen am Leitindex SMI leicht nachgegeben. Geschuldet ist die Entwicklung Indexschwergewicht Novartis. Die Aktien des Pharmakonzerns wurden mit einem Dividendenabschlag gehandelt und notieren deshalb um 2,3 Prozent schwächer. Der Bluechip-Index SMI gibt deshalb 0,2 Prozent auf 9394 Punkte nach. Der breite SPI, bei dem Dividendenzahlungen herausgerechnet werden, steigt dagegen um 0,4 Prozent.

Für Kauflaune sorgte vor allem die Hoffnung auf ein Ende des US-chinesischen Handelsdisputs. Ein Abkommen sei in greifbarer Nähe, teilte eine mit den Verhandlungen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters mit.

Gefragt waren deshalb vor allem konjunktursensible Firmen und Unternehmen mit bedeutendem Geschäft in China. So steigen die Anteile des Uhrenherstellers Swatch, des Pharmazulieferers Lonza und des Zementproduzenten LafargeHolcim um 1,4 bis 1,7 Prozent. Auch zum Sanitärtechnikunternehmen Geberit, der Bauchemiefirma Sika sowie den Banken Credit Suisse und Julius Bär griffen die Anleger.

Am breiten Markt verliert Zur Rose 3,1 Prozent an Wert. Unstimmigkeiten im Verwaltungsrat über das Expansionstempo der Versandapotheke verunsicherten die Anleger. Vanessa Frey und Heinz Baumgartner, die beiden Vertreter des grössten Aktionärs, verlassen bei der Generalversammlung am 23. Mai den Verwaltungsrat wegen "unterschiedlichen Auffassungen über Art und Geschwindigkeit der Umsetzung der Wachstumsstrategie".

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15:55

Die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Zollstreits mit China lockt weitere Anleger an die US-Börsen zurück. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 steigen zur Eröffnung am Montag jeweils rund 0,5 Prozent.

Einem Insider zufolge ist eine Einigung zwischen den beiden weltweit grössten Volkswirtschaften in greifbarer Nähe. US-Präsident Donald Trump und sein chinesischer Kollege Xi Jinping könnten ein Abkommen bei einem Gipfel Ende März besiegeln, berichtet das "Wall Street Journal". In diesem Rahmen könnten die gegenseitigen Strafzölle gesenkt oder gar komplett aufgehoben werden.

Die Spekulationen auf einen baldigen Deal ermunterten Anleger zum Einstieg bei Firmen mit einem grossen China-Geschäft. Die Aktien des Flugzeugbauers Boeing, des Baumaschinenherstellers Caterpillar sowie der Chip-Anbieter Intel und AMD gewinnen bis zu 1 Prozent.

Die Titel von DaVita rutschen dagegen um 2,2 Prozent ab. Die USA wollen die Behandlungskosten für Dialyse-Patienten reduzieren und daher künftig Therapien daheim statt in speziellen Kliniken favorisieren. DaVita und der deutsche Rivale Fresenius Medical Care (FMC) betreiben in den USA mehr als 5000 Dialyse-Zentren und kommen damit auf einen Marktanteil von rund 70 Prozent. Die im DAX notierten FMC-Papiere geben 2,4 Prozent nach.

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12:15

Am Schweizer Aktienmarkt hält sich zum Wochenstart die freundliche Stimmung. Im Verlauf schmelzen die Gewinne aber ein wenig ab. Mit Erleichterung reagieren die Investoren auf weitere Anzeichen einer Annäherung zwischen den USA und China im Handelsstreit. Gebremst wird der Anstieg vor allem durch die Dividendenauszahlung beim Schwergewicht Novartis.

Der SMI notiert kurz vor Mitag um 0,1 Prozent tiefer mit 9405 Punkten. Zunächst ist der Leitindex bis 9439 Zähler gestiegen. Der 30 Aktien umfassende SLI steigt derweil um 0,3 Prozent auf 1459 und der breite SPI gar um 0,5 Prozent auf 11'059 Stellen.

Novartis büssen 2,4 Prozent oder 2,22 Franken ein. Diese weisen allerdings nur optisch einen Verlust auf: Der Pharmakonzern schüttet am Montag eine Dividende von 2,85 Franken je Aktie aus.

Auf Erholungskurs befinden sich die Aktien der Banken: Mit einem Kursplus von 1,0 Prozent knüpfen die Aktien von Julius Bär an ihren starken Lauf der Vorwoche (+8,2%) an. Aber auch die Anteile der Credit Suisse (+0,9%) und die UBS (+0,6%) setzen den Aufwärtstrend fort.

Auch bei Zyklikern wie AdeccoKühne+NagelSchindler und SGS greifen Investoren zu, wie die Kursgewinne zwischen 1,4 und 0,8 Prozent zeigen. Die Uhrenhersteller Richemont und Swatch gewinnen beflügelt von den China-Hoffnungen weitere 0,6 und 1,8 Prozent. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar am Mittag.)

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09:10

Der Swiss Market Index (SMI) legt unmittelbar nach Börseneröffnung 0,2 Prozent auf 9435 Punkte zu. Dabei bieten die Vorgaben aus Übersee eine gute Unterstützung. So haben in Asien Hoffnungen auf ein Ende des Handelsstreits zwischen den USA und China den Märkten Auftrieb gegeben.

Dass der Leitindex nicht noch stärker zulegen kann, ist alleine dem Dividendenabschlag bei Novartis (-2,40 Prozent) geschuldet. Der Pharmakonzern schüttet am Montag 2,85 Franken je Aktie aus.

Alle übrigen 19 SMI-Werte ziehen an. Die grössten Gewinner sind Julius Bär und Lonza (beide je +1,3 Prozent) sowie Swatch (+1,2 Prozent).

Die Aktien der beiden Grossbanken Credit Suisse (+0,8 Prozent) und UBS (+0,7 Prozent) knüpfen derweil an ihren starken Lauf an. Unterstützung kommt auch von den anderen beiden Schwergewichten Roche (+0,9 Prozent) und Nestlé (+0,7 Prozent).

Im breiten Markt stehen Alpiq (+0,3 Prozent), Kardex (noch kein Kurs) und Orior (+1,1 Prozent) nach Zahlen im Fokus.

Für Aufsehen sorgt aber auch der Online-Medikamentenhändler Zur Rose (-1,3 Prozent). Vanessa Frey und Dr. Heinz O. Baumgartner wollen aus dem Verwaltungsrat ausscheiden. Grund dafür seien unterschiedliche Auffassungen über Art und Geschwindigkeit der Umsetzung der Wachstumsstrategie.

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08:50

Spekulationen auf ein baldiges Ende des Zollstreits zwischen den USA und China geben den asiatischen Börsen Auftrieb. Der japanische Nikkei-Index und die Börse Shanghai legten am Montag um jeweils etwa ein Prozent auf 21.822 beziehungsweise 3026 Punkte zu.

Dem "Wall Street Journal" zufolge könnten US-Präsident Donald Trump und sein chinesischer Kollege Xi Jinping bei einem Gipfel Ende März ein Abkommen schliessen. In diesem Rahmen könnten die gegenseitigen Strafzölle gesenkt oder gar komplett aufgehoben werden.

"Jedes Anzeichen für Fortschritte ist positiv für japanische Firmen, da deren Gewinne von der schwächelnden weltweiten Nachfrage belastet werden", sagte Fondsmanager Fumio Matsumoto vom Vermögensverwalter Dalton. Vor diesem Hintergrund gehörten Firmen mit einem grossen China-Geschäft zu den Favoriten. Die Aktien des Roboter-Bauers Fanuc und des Chipindustrie-Zulieferers Advantest gewannen jeweils 3,5 Prozent.

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08:10

Der Swiss Market Index zeigt sich in der von Julius Bär berechneten Vorbörse 0,1 Prozent tiefer. Am Freitag schloss der Leitindex positiv, mit plus 0,3 Prozent bei bei 9412 Punkten.

Der vorbörslich negative SMI täuscht jedoch ein bisschen: Einzig Novartis gibt wegen des Dividendenabschlags 2,4 Prozent nach. Ansonsten legen sämtliche SMI-Werte zu.

Am deutlichsten ist das Plus bei ABB und Credit Suisse (beide je plus 0,6 Prozent).

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07:35

Die Ölpreise sind am Montag etwas gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 65,29 Dollar. Das waren 22 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 20 Cent auf 56,00 Dollar.

Am Markt wurden die höheren Ölpreise mit der Entwicklung der Bohrlöcher in den USA erklärt. Am Freitagabend hatte die US-Ausrüsterfirma Baker Hughes einen Rückgang der aktiven Bohrlöcher auf 843 nach zuvor 853 gemeldet. Ausserdem wurde auf die geringere Fördermenge der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) verwiesen.

Gestützt wurden die Ölpreise darüber hinaus durch Meldungen über Fortschritte bei den Verhandlungen über ein Ende des Handelsstreits zwischen China und den USA. Nachdem sich die US-Seite positiv über den Verlauf geäussert hatte, war am Montag auch in Peking von "substanziellen Fortschritten" die Rede. Der Handelskonflikt zwischen den beiden grössten Volkswirtschaften der Welt hatte in die Ölpreise in den vergangenen Monaten mehrfach belastet.

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06:35

Der Leitindex Nikkei der 225 führenden Werte stieg bis am Nachmittag um rund ein Prozent auf 21'825 Punkte. Der breiter gefasste Topix gewann 0,7 Prozent auf 1626 Zähler. Das "Wall Street Journal" berichtete, dass US-Präsident Donald Trump und sein chinesischen Amtskollege Xi Jinping angesichts der Fortschritte bei den Verhandlungen noch Ende März bei einem Gipfeltreffen ein Abkommen zur Lösung des Zollkonflikts schliessen könnten.

Dies ermutigte Anleger zu einem Kauf von Aktien vor allem von Unternehmen mit einem starken China-Engagement. So legten die Papiere des Roboterbauers Fanuc um 3,1 Prozent und die Titel des Chipindustrie-Zulieferers Advantest um 3,5 Prozent zu. Der Index der wichtigsten Unternehmen an den chinesischen Börsen in Shanghai und Shenzen kletterte um drei Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans stieg um 0,4 Prozent.

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06:30

Der Euro notierte im Devisenhandel in Fernost wenig verändert bei 1,1364 Dollar. Der Dollar trat auch zur japanischen Währung bei 111,98 Yen auf der Stelle.

(cash/AWP/Reuters)