+++Börsen-Ticker+++ - US-Börsen kommen nicht in Fahrt

Die US-Börsen haben am Montag überwiegend schwächer geschlossen. Nach einem freundlichen Auftakt drehten der Dow-Jones und der S&P 500 ins Minus.
22.10.2018 22:40
Die Richtung an der Wall Street war am Montag nicht eindeutig.
Die Richtung an der Wall Street war am Montag nicht eindeutig.
Bild: cash

22:40

Händler machten dafür unter anderem durchwachsene Quartalsergebnisse verantwortlich. Im frühen Geschäft hatten noch Steuersenkungspläne aus China zur Ankurbelung des Wirtschaftswachstums und eine positive Lesart des gesenkten Moody's-Ratings für Italien für steigende Kurse gesorgt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schliesst mit einem Minus von 0,5 Prozent auf 25'317 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verliert 0,4 Prozent auf 2755 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq geht dagegen mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 7468 Stellen aus dem Handel.

Anleger haben vor allem die Bilanzsaison im Blick, die in den kommenden Tagen Fahrt aufnimmt. Aus dem S&P 500 legen 160 Firmen Zwischenberichte vor, darunter Microsoft (Mittwoch), die Google-Mutter Alphabet und Amazon (jeweils Donnerstag). Im bisherigen Monatsverlauf haben die grossen US-Indizes zwischen 4 und 7 Prozent verloren. Die Titel des Online-Händlers legen am Montag 1,4 Prozent zu, nachdem die Credit Suisse das Kursziel für Amazon von 2100 auf 2400 Dollar anhob.

Hasbro sorgte indes für lange Gesichter: Die Aktien des Spielzeugherstellers fallen um 3,1 Prozent, die des Rivalen Mattel um 0,8 Prozent. Der "Monopoly"-Hersteller hatte im dritten Quartal überraschend wenig umgesetzt.

Papiere von Halliburton geben 3 Prozent nach. Der US-Dienstleister für die Ölindustrie wies zwar einen Gewinn- und Umsatzanstieg für das abgelaufene Quartal aus. Für das laufende Vierteljahr gab er aber eine Gewinnrückgang aus.

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17:40

Die Schweizer Börse hat am Montag nach einem festeren Start im Verlauf an Schwung verloren und geht sogar mit einem Minus aus dem Handel. Nach einer anfänglichen Euphorie über den stabilen Ausblick für die Kreditwürdigkeit Italiens durch die US-Ratingagentur Moody's und über Steuerleichterungen für Privatpersonen zur Ankurbelung der Wirtschaft in China habe die Anleger der Mut wieder verlassen. Die Anschlusskäufe seien abgeebbt und manche Anleger hätten die kurzfristig erzielten Gewinne wieder eingestrichen. Der SMI notiert nach einem Tageshoch bei 8940 Zählern um 0,1 Prozent leichter mit 8866 Punkten.

Die Mehrheit der SMI-Werte gibt nach. Gegen den Trend legen die Aktien des Lebensmittelriesen Nestlé um 1,2 Prozent zu. Das Schwergewicht gibt damit dem Leitindex eine starke Stütze. Ebenfalls deutlich höher sind die Anteile des ebenfalls konjunkturstabilen Duft- und Aromaherstellers Givaudan und des Personalvermittlers Adecco.

Die defensiven Pharmaschwergewichte, die den Markt in der Vorwoche mit ihren Kursgewinnen getragen hatten, schwächen sich etwas ab: Novartis ermässigen sich um 0,6 Prozent und Roche um 0, Prozent.

Am breiten Mrkt standen Dottikon ES mit minus 14 Prozent unter Druck. Der Pharmazulieferer und Chemiekalienhersteller erwartet für das laufende Jahr weniger Gewinn und Umsatz.

Die Aktien von Orascom gewinnen 11,4 Prozent. Der Immobilienbewerter CBRE hat die Vermögenswerte der Gesellschaft in El Gouna mit 2,1 Milliarden Dollar bewertet. Das entspreche dem 42-Fachen des aktuellen Buchwerts, teilte der Bau- und Tourismuskonzern mit. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Montag.)

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15:55

Die Wall Street ist am Montag gestützt von einem Kursfeuerwerk an den chinesischen Börsen nach Steuererleichterungen für Privatleute mit leichten Kursgewinnen gestartet. Der Dow-Jones-Index stieg um bis zu 0,5 Prozent, gab dann seine Gewinne zum Grossteil aber rasch wieder ab. Auch der S&P 500 und der Nasdaq Composite legten zunächst leicht zu. Anleger schauen vor allem auf die Bilanzsaison, die in der neuen Woche an Fahrt gewinnen wird. Aus dem S&P 500 legen 160 Firmen ihre Zwischenberichte vor, darunter Schwergewichte wie Microsoft am Mittwoch und die Google-Mutter Alphabet sowie Amazon am Donnerstag.

Im bisherigen Monatsverlauf haben die grossen US-Indizes zwischen 4 und 7 Prozent verloren. "Der Aktienmarkt ist an einen entscheidenden Punkt angekommen", sagt Kurt Brunner, Fondsmanager beim US-Vermögensverwalter Swarthmore Group. Für neue Impulse seien daher die Zahlen von Amazon und Alphabet entscheidend.

Unter den Einzelwerten sorgt Hasbro für lange Gesichter: Die Aktien des Spielzeugherstellers fallen um 6,6 Prozent, die des Rivalen Mattel um 2,7 Prozent. Der "Monopoly"-Hersteller hatte im dritten Quartal überraschend wenig umgesetzt.

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12:15

Der Schweizer Aktien-Leitindex SMI hat bis Montagmittag zwischenzeitlich seine im frühen Handel erzielten Gewinne wieder abgegeben. Die Grundstimmung sei eigentlich positiv, erklärt ein Händler. Doch wird der SMI von den Titeln der Pharmaschwergewichte Roche und Novartis belastet, die unter Druck stehen.

Der SMI gewinnt bis kurz nach Mittag 0,3 Prozent auf 8896 Punkte. Der 30 Aktien umfassende SLI zieht um 0,4 Prozent auf 1405 Punkte an und der breite SPI um 0,3 Prozent auf 10'497 Zähler.

An der Spitze unter den Bluechips stehen aktuell die Papiere des Halbleiterherstellers AMS (+3,0%), der nachbörslich Resultate zum dritten Quartal vorlegen wird.

Dahinter folgen Werte wie Dufry (+2,5%), Adecco oder auch Givaudan (je +1,2%). Auf den Einkaufszetteln der Händler stehen zum Wochenstart auch die Anteilsscheine von Schweizer Banken wie Julius Bär, CS oder UBS. Sie notieren zwischen 0,9 und 0,5 Prozent im Plus.

Klare Verlierer sind am Montag hingegen - nebst Lonza (-1,4%) - auch die Aktien von Novartis (-0,6%). Auch die Roche-Genussscheine stehen mit 0,3 Prozent im Minus. Die Papiere des dritten SMI-Schwergewichts Nestlé (+1,2%) notieren derweil klar im Plus.

Im breiten Markt stehen Dottikon (-12,3%) nach einer Gewinnwarnung im Fokus der Anleger. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht am Mittag.)

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11:30

Die Schweizer Börse tendiert am Montagmorgen fester. Der SMI steigt um 0,3 Prozent auf 8897 Zähler. Am Freitag war der Leitindex um gut 1 Prozent gestiegen.

Gefragt sind Aktien zyklischer Firmen und von Banken, die sich zuletzt etwas schwächer entwickelt hatten. Die Aktien der Grossbanken Credit Suisse und UBS legen 1,1 und 1,0 Prozent zu. Die Versicherer stiegen um weniger als 1 Prozent.

Die Titel des Personalvermittlers Adecco, des Elektrotechnikkonzerns ABB, des Zementherstellers LafargeHolcim, des Bauchemiekonzerns Sika und der Inspektionsfirma SGS steigen um 1 Prozent und mehr.

Die defensiven Pharmaschwergewichte, die den Markt in der Vorwoche mit ihren Kursgewinnen getragen hatten, schwächen sich dagegen ab: Novartis ermässigen sich um 0,6 Prozent und Roche um 0,5 Prozent. Gute Nachrichten von dem Onkologen-Kongress ESMO verpufften. Der Pharmazulieferer Lonza verliert 1,4 Prozent.

Der Lebensmittelriese Nestlé gewinnt 1,2 Prozent.

Unter Druck stehen am breiten Markt Dottikon ES mit minus 10,5 Prozent. Der Pharmazulieferer und Chemiekalienhersteller erwartet für das laufende Jahr weniger Gewinn und Umsatz.

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09:08

Der Swiss Market Index (SMI) legt unmittelbar nach Börseneröffnung um 0,7 Prozent auf 8940 Punkte zu. Nach dem globalen Börsenabsturz vor zwei Wochen hatten sich die Märkte in der vergangenen Woche etwas gefangen. Die Vorgaben aus den USA fallen nun am Montag nach starken Quartalszahlen und Jahresprognosen mehrerer grosser US-Konzerne immerhin leicht positiv aus. In Asien ging es vor allem in China mit den Kursen nach oben, nachdem die Regierung Änderungen der Steuergesetze angekündigt hatte.

Trotzdem gibt es unter den Anlegern nach wie vor genug Grund zur Sorge. Die Stichworte lauten Handelskonflikt, anziehende Zinsen, Brexit, saudische Ölverknappung sowie der Schuldenstreit der EU mit Italien. Immerhin wird Italiens Finanzminister Giovanni Tria am Montag versuchen, der EU-Kommission die heftig umstrittene Schuldenpolitik seiner Regierung zu erläutern. Von diesen Sorgen ablenken könnte im Wochenverlauf die an Schwung aufnehmende Berichtssaison, die den SMI bereits in der vergangenen Woche gestützt hatte. So präsentieren hierzulande im Wochenverlauf AMS, Logitech, Schindler, UBS, ABB, Sika, Lonza oder LafargeHolcim ihre Zahlenkränze.

Am deutlichsten legen aus dem SMI am Montagmorgen Swatch und die UBS (je +2 Prozent) sowie die Credit Suisse (+1,9 Prozent) und Julius Bär (+1,8 Prozent) zu.

Die Genussscheine von Roche sind 0,4 Prozent im Plus, während die Aktien von Novartis 0,1 Prozent abgeben. Zu beiden Unternehmen gab es am Wochenende und am Montag eine Reihe von News. So erhielt Novartis in der Schweiz von Swissmedic die Zulassung des Blutkrebsmittels Kymriah. Ausserdem präsentierten beide Konzerne am Fachkongress Esmo (European Society for Medical Oncology) neue Studiendaten.

Im breiten Markt hat das Aargauer Spezialitäten-Chemieunternehmen Dottikon (-11 Prozent) eine Umsatz- und Gewinnwarnung für das erste Geschäftshalbjahr 2018/19 abgegeben. Nettoumsatz und Reingewinn werden nun "deutlich tiefer" ausfallen.

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08:55

Ungeachtet einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit Italiens ist die Talfahrt der Anleihen des Landes vorerst beendet. Die drückte die Rendite der zehnjährigen Titel am Montagmorgen auf 3,342 von 3,586 Prozent. Anleger seien erleichtert, dass die Rating-Agentur Moody's den Ausblick für das Rating auf "stabil" gesetzt habe. Damit drohe vorerst keine weitere Herabstufung.

Moody's hatte die Bonitätsnote Italiens am Freitag wie erwartet auf "Baa3" von "Baa2" gesenkt. Bei einer weiteren Herabstufung durch die Agentur würden die Anleihen des hoch verschuldeten Landes das Gütesiegel "Investment Grade" verlieren. Dann müssten sich einige institutionelle Investoren von diesen Papieren trennen.

08:50

Wegen der Aussicht auf weitere Konjunkturhilfen der Regierung in Peking haben sich Anleger am Montag mit chinesischen Aktien eingedeckt. Die Börsen in Shenzen und Shanghai schossen jeweils um fast fünf Prozent in die Höhe.

Auch in Hongkong deckten sich Investoren in grösserem Stil mit Aktien ein. Die Zentralregierung in China will die Steuern für Privatleute senken und erhofft sich davon einen Schub für die Wirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt des Landes legte im dritten Quartal um 6,5 Prozent zu. Das war weniger als im Vorquartal und weniger als Volkswirte erwartet hatten.

In Japan schloss der Leitindex Nikkei 0,4 Prozent höher bei 22.614 Punkten. Der breiter gefasste Topix legte 0,2 Prozent zu. Investoren seien zuversichtlich, dass die anlaufende Bilanzsaison im Grossen und Ganzen solide ausfalle und eine Mehrheit der Firmen die Analystenprognosen übertreffen werde, erklärten die Analysten von J.P. Morgan.

Einer der grössten Verlierer in Japan waren die Aktien von Kawasaki Heavy Industries mit einem Kursabschlag von 9,3 Prozent. Der Konzern sieht sich von den Problemen mit dem Rolls-Royce-Triebwerk Trent 1000 betroffen und musste seine Ergebnisprognosen für das laufende Geschäftsjahr zurücknehmen.

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08:25

Die Ölpreise sind am Montag mit leichten Gewinnen in die neue Woche gestartet. Starke Impulse gab es zunächst nicht. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember 80,09 Dollar. Das waren 31 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur November-Lieferung stieg um 28 Cent auf 69,40 Dollar.

Nachdem die Ölpreise in diesem Jahr zunächst deutlich gestiegen waren, zeigt der Trend seit gut einem Monat wieder nach unten. Ein wichtiger Grund dafür sind Konjunktursorgen, ausgelöst vor allem durch den Handelsstreit zwischen den USA und China. Unterstützung erhalten die Ölpreise durch Angebotsrisiken wie den faktischen Boykott iranischen Öls durch die USA.

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08:15

Der Swiss Market Index (SMI) legt in der von Julius Bär berechneten Vorbörse um 0,3 Prozent zu. Vergangene Woche legte der Leitindex 2,5 Prozent auf 8872 Punkte zu.

Sämtliche SMI-Werte sind im Plus.  Am deutlichsten legen Swatch (+0,7 Prozent), Roche (+0,5 Prozent) und Novartis (+0,4 Prozent) zu.

Nur wenig verändert zeigt sich Nestlé (+0,15 Prozent). Der Nahrungsmittelhersteller arbeitet gemäss Informationen von Bloomberg mit Beratern an einem möglichen Verkauf seiner Hautpflegesparte.

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07:50

Der Euro hat zu Wochenbeginn weiter über der Marke von 1,15 Dollar notiert. Am frühen Montagmorgen kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1513 Dollar und damit in etwa so viel wie am späten Freitagabend. Auch zum Franken notierte der Euro wenig verändert bei 1,1476. Der Dollar ging entsprechend wenig bewegt mit 0,9969 Franken knapp unter der Parität um.

Am Montag stehen kaum Konjunkturdaten an, die am Devisenmarkt für Bewegung sorgen könnten. Auftritte ranghoher Notenbanker sind nicht angekündigt. Dominierend für den Euro bleibt die Haushaltspolitik Italiens, die zwischen der drittgrössten Volkswirtschaft des Währungsraums und der EU-Kommission strittig ist. Die neue italienische Regierung plant eine dreimal so hohe Neuverschuldung wie die Vorgängerregierung mit der EU vereinbart hatte.

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06:45

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte am Nachmittag in Tokio 0,4 Prozent im Plus bei 22'619 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,5 Prozent auf 1684 Zähler.

Anfänglich notierte der Nikkei noch im Minus, drehte dann aber im Laufe des Vormittags ins Plus.

06:40

Der Euro stand angesichts des Streits um den italienischen Haushalt unter Druck. Er verlor 0,1 Prozent auf 1,15 Dollar. Die US-Währung notierte bei 112,45 Yen. Der Schweizer Franken wurde mit 0,99665 Franken je Dollar und 1,1466 Franken je Euro bewertet.

(cash/Reuters/AWP)