+++Börsen-Ticker+++ - US-Börsen legen leicht zu

Nach den Kursgewinnen der Vorwoche haben es die Anleger am Montag in New York etwas ruhiger angehen lassen.
11.12.2017 22:25
Die Spannung an den US-Börsen steigt vor dem Zinsentscheid der Fed: Händler an der Wall Street.
Die Spannung an den US-Börsen steigt vor dem Zinsentscheid der Fed: Händler an der Wall Street.
Bild: Bloomberg

22:25

Für Gesprächsstoff sorgte vor allem das Debüt des ersten Terminkontraktes auf den Bitcoin, der seit Sonntagabend an der Chicagoer CBOE gehandelt wird. Daneben stand die Sitzung des Offenmarktausschusses der Fed (FOMC) am Mittwoch im Fokus. Überwiegend wird mit einer Zinserhöhung gerechnet. Von dem Begleitkommentar erhoffen sich Anleger Hinweise auf die Zinsentwicklung im nächsten Jahr.

Der Dow Jones schliesst 0,2 Prozent höher auf 24'386 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 erhöht sich um 0,3 Prozent auf 2659 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbessert sich um 0,5 Prozent auf 6875 Punkte.

Die Einführung des Bitcoin-Future lockte die Anleger in die Aktien der Chicagoer Derivatebörse CBOE. Sie steigen 0,9 Prozent. Auch Titel anderer mit der Cyberwährung im Zusammenhang stehenden Unternehmen waren gefragt: Marathon Patent, Riot Blockchain und Overstock.com steigen um 22 bis 45 Prozent.

Zu den Gewinnern zählen die Anteilsscheine von Apple mit einem Plus von rund 2 Prozent. Der US-Technologiekonzern übernimmt den Anbieter der auf Millionen Smartphones weltweit installierten Musikerkennungs-Software Shazam.

Die Papiere von Bluebird Bio springen 18 Prozent in die Höhe. Händler verwiesen auf positive Daten zu einer Krebsimmuntherapie, die zusammen mit Celgene entwickelt wird. Die beiden Biotech-Gesellschaften übertrafen die Erwartungen in einer Frühphase deutlich. Celgene-Scheine verteuern sich um 1,8 Prozent.

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17:45

Die Schweizer Börse hat sich am Montag in sehr engen Spannen bewegt. Nach einer festeren Eröffnung ebbten die Anschlusskäufe rasch ab und die Gewinnen schmolzen dahin. Das Geschäft verlief impulsarm und umsatzschwach. Der SMI notiert mit 9315 Zählern geringfügig tiefer gegenüber Freitag.

Auch wenn bei den anstehenden Zinsentscheidungen nicht mit Überraschungen zu rechnen sei, wollten sich die Anleger nicht unnötigen Risiken aussetzen, heisst es am Markt. "Diese Woche steht das letzte Feuerwerk der Zentralbanken in diesem Jahr auf dem Programm", kommentiert Thomas Stucki von der St. Galler Kantonalbank das Geschehen. Die US-Notenbank Fed dürfte mit der nächsten Zinserhöhung den Reigen eröffnen.

Sie veröffentlicht ihren Zinsentscheid am Mittwoch. Ökonomen erwarten, dass die Fed zum dritten Mal im laufenden Jahr den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte erhöht. Am Donnerstag werden die Schweizerische Nationalbank (SNB), die Bank von England (BoE) und die Europäische Zentralbank (EZB) ihre geldpolitischen Beschlüsse bekanntgeben. Von ihnen werden aber keine Änderungen erwartet.

Bei den Standardwerten schwingen die Aktien von Swatch mit einem Kursgewinn von 3,6 Prozent auf 386,80 Franken oben aus. Credit Suisse hat den Titel auf "Outperform" von "Underperform" und das Kursziel auf 460 von 280 Franken erhöht. Die Anteile von Rivale Richemont sind um 0,8 Prozent fester.

Dahinter folgen die Anteile der Grossbank UBS mit plus 1,2 Prozent sowie des Lebensversicherers Swiss Life , die 0,9 Prozent höher gehandelt wurden. UBS-Rivalin Credit Suisse büsst anfängliche Gewinne nahezu ein. Händler begründen die Kursgewinne der Finanzwerte mit Zinshoffnungen und der Einigung der Bankenaufseher auf die neuen globalen Kapitalvorschriften. Die Regeln seien weniger streng als befürchtet, heisst es am Markt.

Die Aktien von Zurich schwächen sich um 0,4 Prozent ab. Barclays hat die Empfehlung auf "Equal weight" von "Overweight" gesenkt.

Die Aktien zyklischer Firmen tendierten im Verlauf dagegen meist etwas schwächer. Die Titel des Elektrotechnikkonzerns ABB , der Chemiefirma Clariant, und des Zementherstellers Lafarge-Holcim schwächen sich ab.

Die Papiere von Swisscom verlieren 1,2 Prozent. Citigroup stufte den Telekomwert auf "Neutral" von "Buy" zurück.

Am breiten Markt fielen die Aktien von Dufry mit einem Kursabschlag von 3,1 Prozent auf. Händler sagten, es gebe Befürchtungen, dass sich Grossaktionär HNA von Aktien des Duty Free Shop-Betreibers trennen könnte. Der chinesische Mischkonzern kämpft mit hohen Schulden. "Jedes Mal, wenn es etwas Negatives über HNA gibt, werden die Anleger nervös und trennen sich von Aktien von Firmen, an denen die Chinesen beteiligt sind", sagt ein Händler. Dies gelte auch für die Deutsche Bank, deren Aktien ebenfalls nachgeben. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Montag.)

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17:35

Die Ölpreise haben am Montag an die Gewinne der Vorwoche angeknüpft und sind weiter gestiegen. Am Nachmittag legte der Preis für Brent-Öl in kurzer Zeit kräftig zu und erreichte nach Meldungen über die Schliessung wichtiger Pipelines in der Nordsee den höchsten Stand seit etwa zweieinhalb Jahren.

Am späten Nachmittag wurde ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar bei 64,71 Dollar gehandelt und damit auf dem höchsten Stand seit Mitte 2015. Im Vergleich zum Freitag ist das ein Zuwachs um 1,31 Dollar. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Januar-Lieferung stieg dagegen nur vergleichsweise leicht um 34 Cent auf 57,70 Dollar.

Am Nachmittag hatte das petrochemische Unternehmen Ineos mitgeteilt, dass ein System von Ölpipelines vor der Küste Schottland geschlossen werden musste. Bei einer Leitung, die Nordsee-Öl befördert, wurden Risse entdeckt. Die Meldungen platzten in einen zuvor eher impulsarmen Handel am Ölmarkt.

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15:45

Nach den Kursgewinnen der Vorwoche lassen es die Anleger am Montag in New York etwas langsamer angehen. Für Nervosität sorgten Berichte über Verletzte bei einer Explosion an einem Busbahnhof in Manhattan. Die Explosion wurde möglicherweise von einer Rohrbombe ausgelöst. "Wenn so etwas in einer Metropole wie New York passiert, zuckt man natürlich zusammen", sagt ein Händler. Der Dow Jones und der S&P 500 pendelen zunächst wenig verändert um ihre Freitagsschlusskurse von 24'329 und 2653 Punkte, der Nasdaq-Composite steigt um 0,3 Prozent auf 6858 Punkte.

Für Gesprächsstoff sorgt vor allem das Debüt des ersten Terminkontraktes auf den Bitcoin, der seit Sonntagabend an der Chicagoer CBOE gehandelt wird. Daneben steht die Sitzung des Offenmarktausschusses der Fed (FOMC) am Mittwoch im Fokus. Überwiegend wird mit einer Zinserhöhung gerechnet. Von dem Begleitkommentar erhoffen sich Anleger Hinweise auf die Zinsentwicklung im nächsten Jahr.

Die Einführung des Bitcoin-Future lockte die Anleger in die Aktien der Chicagoer Derivatebörse CBOE. Sie steigen zunächst um 1,4 Prozent. Auch die Titel anderer mit der Cyberwährung im Zusammenhang stehenden Unternehmen sind gefragt: Marathon Patent, Riot Blockchain, Overstock.com und Xunlei steigen um 4 bis 16 Prozent.

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12:45

Der Schweizer Aktienmarkt tendiert am Montag zur Mittagszeit gemessen am SMI nur noch knapp im Plus. Der erste Schwung zum Wochenstart mit zunächst leichten Gewinnen ist schnell abgeebbt. Das Umfeld sei aber insgesamt freundlich, heisst es. Die vermiedene Finanzierungslücke in Washington, die näher rückende US-Steuerreform, die positiven Vorgaben aus Übersee - all das erzeuge eine gute Stimmung. Allerdings habe man in Asien gesehen, dass die Volumen etwas fehlten. Das könnte sich im Laufe der Woche ändern: Gleich vier wichtige Zentralbanken werden ihren letzten Zinsentscheid 2017 bekanntgeben.

Was die EZB, die SNB und die Bank of England betrifft, sei das Potenzial für eine Überraschung zwar ziemlich gering, so ein Marktanalyst. Im Fokus steht jedoch der US-Zinsentscheid am Mittwoch, für den die Märkte nun schon seit geraumer Zeit eine weitere Anhebung einpreisen. Es geht dann vor allem darum, wie der Zinskurs im nächsten Jahr aussehen wird. Sollte sich das Fed angesichts der Fortschritte bei der Steuerreform entscheiden, das Tempo der Zinserhöhungen daraufhin zu beschleunigen, könnte dies die Aktienrally ins Stocken bringen, wird befürchtet.

Der SMI notiert am Mittag 0,1% höher bei 9324 Punkten. Der 30 Aktien umfassende SLI tendiert unverändert bei 1500 Zähler und der breite SPI gibt geringfügig auf 10'687 Punkte ab. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 17 im Minus, 9 im Plus und 4 unverändert.

Die nach wie vor grössten Gewinne verzeichnen Swatch (+1,8% auf 380,10 Franken), die von einer Rating-Erhöhung von "Underperform" direkt auf "Outperform" durch die Credit Suisse gestützt werden. Das Kursziel wurde von 280 auf 460 Franken angepasst. Die Anzeichen, dass sich die Schweizer Uhrenindustrie auf dem Erholungspfad befindet, würden sich verdichten, heisst es. Gerade Swatch als Spätzykliker mit einem hohen Anteil am Grosshandel dürften dann aufholen.

Mit einem Plus von mehr als 3% gehörten die Uhrenwerte bereits in der vergangenen Woche zu den grossen Gewinnern. Richemont (+0,6%) können aktuell ebenfalls zulegen.

Zudem avancieren noch die Grossbankenwerte UBS (+1,1%) und CS (+0,5%), wo zuletzt aus verschiedenen Richtungen freundliche Impulse kamen. Insbesondere CS gehörten in der vergangenen Woche zu den stärksten Titeln im SMI mit einem neuen Intraday-Jahreshoch am Freitag. Dabei spielte der erste Durchbruch in den Brexit-Verhandlungen eine Rolle. Zudem fielen die Regulierungen durch die Basel-III-Reform weniger streng aus als befürchtet.

Mittlerweile deutlich ins Minus abgerutscht sind hingegen Sonova (-2,3%). Die Volumen sind allerdings eher gering, auch hatten die Aktien am Freitag überdurchschnittlich zugelegt. Auch mit der Jahresperformance gehören die Titel des Hörgeräteherstellers eher zu den Profiteuren.

Klar negativ tendieren ausserdem Swisscom (-1,2% auf 517,50 Franken). Die Titel des Telekomkonzerns stuft Citigroup neu mit "Neutral" ein nach zuvor "Buy". Zurich (-0,4%) sind ebenfalls etwas von einem Rating belastet: Barclays senkte im Rahmen einer Branchenstudie auf "Equal Weight" von "Overweight".

Am breiten Markt legen Newron (+4,2%) zu. Am Morgen verkündete das Unternehmen, mit dem aktuellen Liquiditätsbestand bis ins Jahr 2020 finanziert zu sein. Meyer Burger (-1,2%) verlieren auf der Gegenseite. Beim Solarindustriezulieferer sollen etwas weniger Stellen abgebaut als ursprünglich angenommen - statt 180 rund 160. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht zum Mittag.)

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10:30

Die Schweizer Börse startete mit leicht höheren Kursen in die neue Woche, gibt mittlerweilen aber wieder ab. Gute Vorgaben aus den USA, wo an der Wall Street am Freitag nach Börsenschluss in Europa die Kursgewinne noch ausgebaut wurden, und in Asien stimmten die Anleger zuversichtlich. Der SMI steigt leicht auf 9324 Zähler. Am Freitag war der Leitindex um ein halbes Prozent gestiegen.

Im Verlauf verliert der Markt aber etwas an Schwung. Die Anleger seien vorsichtig, sagen Händler. "Wir stehen am Beginn einer Woche, in der die Zentralbanken die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich ziehen", sagt ein Börsianer. Am Mittwoch veröffentlicht die US-Notenbank ihren Zinsentscheid. Ökonomen erwarten, dass die Fed zum dritten Mal im laufenden Jahr den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte erhöht. Am Donnerstag werden die Schweizerische Nationalbank (SNB) und die Europäische Zentralbank (EZB) ihre geldpolitischen Beschlüsse bekanntgeben. Von ihren werden keine Änderungen erwartet.

Im Fokus der Anleger stehen die Aktien von Swatch, die um 1,5 Prozent anziehen. Credit Suisse hat die Empfehlung auf "Outperform" von "Underperform" angehoben und das Kursziel auf 460 von 280 Franken erhöht.

Die Anteile von Rivalin Richemont sind leicht schwächer.

Auch die Aktien zyklischer Firmen tendieren im Verlauf meist etwas schwächer. Die Titel des Elektrotechnikkonzerns ABB , der Chemiefirma Clariant und des Zementherstellers Lafarge-Holcim schwächen sich gegen ein halbes Prozent ab.

Die schwergewichtigen Pharmatitel Novartis und Roche sind kaum bewegt. Die Roche-Krebs-Immuntherapie Tecentriq hat sich zur Therapie einer weiteren Tumorart empfohlen. Das Medikament verringerte in Kombination mit der Roche-Arznei Avastin in einer spätklinischen Phase-III-Studie das Risiko für eine Verschlechterung von Nierenkrebs. Der Pharmakonzern veröffentlichte zudem beim ASH-Medizinerkongress gute klinische Daten für das Krebsmedikament Polatuzumab Vedotin zur Behandlung der Blutkrebsart diffuses grosszelliges B-Zell-Lymphom und die Arznei Hemlibra gegen Hämophilie.

Die Aktien des Lebensmittelkonzerns Nestlé geben 0,1 Prozent nach.

Mehrheitlich anziehende Kurse verzeichneten die Aktien der Banken: Credit Suisse legen um 0,5 Prozent zu und UBS gewinnen 1,2 Prozent. Bei den Versicherungen schwächen sich Zurich um 0,5 Prozent ab. Barclays hat die Empfehlung auf "Equal weight" von "Overweight" gesenkt.

Die Papiere von Swisscom verlieren 0,8 Prozent. Citigroup stufte den Telekomwert auf "Neutral" von "Buy".

Am breiten Markt fallen die Aktien von Newron mit plus 3,2 Prozent auf. Der Arzneimittelhersteller verfügt nach einer Privatplatzierung über 60 Millionen Euro liquide Mittel und sieht sich damit bis ins Jahr 2020 finanziert.

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09:06

Der Swiss Markt Index startet am Montag mit moderaten Gewinnen (+0,2 Prozent) in eine von der internationalen Geldpolitik dominierten Handelswoche. Rückenwind liefern positive Impulse aus Übersee: An der Wall Street war es vor dem Wochenende nach oben gegangen, und auch die Börsen Asiens legten zum Wochenstart zu. Der SMI konnte am Freitag ebenfalls noch ein kleines Plus für die Gesamtwoche herausschlagen.

Im Fokus steht in der neuen Woche die US-Notenbank Fed, die am Mittwoch den Leitzins um 25 Basispunkte anheben dürfte. Alles andere wäre aus Marktsicht eine grosse Überraschung. Am Donnerstag wird dann der Präsident der Europäischen Zentralbank die letzte Pressekonferenz des Jahres geben. Nach Ansicht von Experten ist es eher unwahrscheinlich, dass Mario Draghi seinen Tonfall ändern wird. Auch die Bank of England und die SNB werden über ihren weiteren geldpolitischen Kurs informieren.

In der Vorwoche waren es noch die Pharmatitel gewesen, die ein grösseres SMI-Plus verhinderten - insbesondere Roche gaben gut 3 Prozent ab. Am Montagmorgen verkündete der Pharmakonzern nun einen Erfolg der Phase-III-Studie IMmotion151, in der das Immuntherapeutikum Tecentriq in Kombination mit Avastin bei Patienten mit fortgeschrittenem Nierenkrebs getestet wurde. Roche legt 0,1 Prozent zu.

Derzeit läuft zudem noch bis Dienstag der Fachkongress für Hämatologie ASH in den USA, an dem sowohl Roche als auch Novartis (Aktie + 0,2 Prozent) diverse Fortschritte bei Produktkandidaten vorstellen.

Swatch (+2,5 Prozent) werden von einer Rating-Erhöhung von "Underperform" direkt auf "Outperform" durch die Credit Suisse gestützt. Mit einem Plus von mehr als 3 Prozent gehörten sie bereits in der vergangenen Woche zu den grossen Gewinnern. Die Anzeichen, dass sich die Schweizer Uhrenindustrie auf dem Erholungspfad befindet, würden sich verdichten, heisst es.

Für Zurich (-0,3 Prozent) senkte Barclays im Rahmen einer Branchenstudie auf "Equal Weight" von "Overweight". Die Aktien hätten, seit das neue Management mit der Restrukturierung begonnen habe, gut abgeschnitten. Allerdings seien die positiven Aspekte bereits im Kurs eingepreist, kommentiert die Bank.

Swisscom (-0,8 Prozent) sind ebenfalls durch ein Rating belastet: Citigroup stuft die Titel des Telekomkonzerns neu mit "Neutral" ein nach zuvor "Buy".

Am breiten Markt sticht VAT (+0,7 Prozent) mit einer festeren Notierung hervor. Die UBS das Kursziel auf 153 Franken und bestätigte die Kaufempfehlung. Der Experte begründete dies unter anderem mit guten Aussichten bei den wichtigsten Kunden des Vakuumventile-Herstellers. Am Freitag waren VAT bei 135,90 Franken aus dem Handel gegangen.

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08:30

Die Stimmung an Asiens Börsen ist zu Beginn der neuen Woche gut geblieben. Gerade Exportwerte profitierten von der anhaltenden Yen-Schwäche zum US-Dollar nach dem guten US-Arbeitsmarktbericht. Der japanische Leitindex Nikkei 225 kletterte bis zum Handelsschluss um 0,56 Prozent auf 22 938,73 Punkte. Er schloss auf Tageshoch in Sichtweite der runden Marke von 23 000 Punkten. Er näherte sich damit auch wieder seinem Jahreshoch von 23 382 Punkten von Anfang November, das gleichzeitig der höchste Stand seit Anfang der Neunziger ist.

Noch deutlicher nach oben ging es an den Börsen Chinas: Der CSI 300 , der die 300 wichtigsten Werte aus Festland-China umfasst, legte um 1,65 Prozent auf 4069,50 Punkte zu. In China sind die Erzeugerpreise im November nicht mehr so stark gestiegen wie zuletzt, legen aber weiter in relativ hohem Tempo zu. Weiter schwach entwickeln sich dagegen die Verbraucherpreise. Alles in allem sehen Experten in den aktuellen Preisdaten keinen Grund dafür, dass die Notenbank ihren jüngsten eher lockeren Kurs ändern soll.

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08:10

Der Swiss Market Index legt in der von Julius Bär berechneten Vorbörse um 0,3 Prozent zu. Vergangene Woche verbuchte der Leitindex ein Plus von 0,5 Prozent.

Am stärksten legen der Uhrenhersteller Swatch (+1,7 Prozent) und das Pharmaunternehmen Roche (+1,1 Prozent) zu. Swatch profitiert dabei von einer Heraufstufung der Credit Suisse.

Mit Abschlägen präsentieren sich vorbörslich Swisscom (-0,1 Prozent) und Zurich (-0,2 Prozent).

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07:40

Der Euro hat am Montag zu Beginn der neuen Handelswoche zugelegt. Auslöser der Bewegung war ein moderat schwächerer US-Dollar. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1785 Dollar und damit etwas mehr als am Freitagabend. Zum Franken tendierte der Euro seitwärts.

Ein Euro wird zum Wochenauftakt mit 1,1685 CHF auf dem Niveau von Freitagabend gehandelt. Der US-Dollar kostet derweil 0,9918 CHF, nachdem er am Freitag sich mit einem Tageshöchst von 0,9977 CHF der Parität angenähert hatte.

Besonders deutlich zulegen konnte zum Wochenstart der neuseeländische Dollar. Am Markt wurde auf die Ernennung des bisherigen Vizechefs der nationalen Notenbank, Adrian Orr, zum neuen Zentralbankchef verwiesen. In den vergangenen Wochen hatte der Neuseelanddollar unter Druck gestanden, weil die neue Regierung plant, das Mandat der Notenbank um ein Beschäftigungsziel zu ergänzen.

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06:35

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gab am Montag bis zum Nachmittag um 0,01 Prozent nach auf 22.808 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,1 Prozent auf 1801 Punkte.

Die Devisenhändler blieben vorsichtig, da die laufende Börsenwoche ganz im Zeichen der Geldpolitik steht. Der Euro legte im Devisenhandel in Fernost zum Dollar leicht zu und wurde mit 1,1776 Dollar bewertet. Der Dollar wurde mit 113,62 Yen gehandelt.

Die US-Notenbank Fed, die Europäische Zentralbank (EZB) und die Bank von England (BoE) beraten in dieser Woche über ihren Kurs. Der Fokus liegt auf der Federal Reserve, die den Leitzins am Mittwoch voraussichtlich um 25 Basispunkte auf 1,25 bis 1,5 Prozent anheben wird.

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06:30

Der Kurs der Digitalwährung Bitcoin ist nach dem Start des ersten Terminkontrakts an einer regulierten Börse gestiegen. Beim Handelsplatz Bitstamp kostete ein Bitcoin zuletzt rund 15'700 Dollar und damit deutlich mehr als noch am Sonntag. Seit Mitternacht gibt es an der US-Börse CBOE den ersten Future auf den Bitcoin an einem von der Aufsicht regulierten Handelsplatz. Die Aufnahme des Handels wurde mit Spannung erwartet, da die zuletzt stark gestiegene Digitalwährung einen grossen Schritt in die arrivierte Finanzwelt macht.

Aus diesem Grund hatten in den vergangenen Tagen die Kursschwankungen beim Bitcoin noch einmal zugenommen. Seit Mittwoch vergangenere Woche sprangen die Notierungen für den Bitcoin zwischen rund 11'600 Dollar und 16'600 Dollar hin und her. Noch stärker waren die Ausschläge bei der Handelsplattform Coinbase, wo der Bitcoin am Donnerstagabend kurzzeitig fast 20'000 Dollar gekostet hatte. Experten sind gespannt, wie sich die Lage an den verschiedenen Bitcoin-Märkten nach dem Future-Start entwickelt.

Derzeit sind zum Beispiel die Unterschiede der Notierungen sehr hoch. Aktuell ist der Bitcoin bei Coinbase rund 1000 Dollar teurer als bei Bitstamp. Die Notierungen bei anderen Handesplätzen wie Itbit und Kranken liegen dazwischen. Der bis Mitte Januar laufende Future selbst hatte in den ersten Stunden ebenfalls eine hohe Volatilität. Der Terminkontrakt startete mit 15'000 Dollar und übersprang kurz nach vier Uhr erstmals die Marke von 18'000 Dollar. Zuletzt lag er mit 17'750 Dollar wieder etwas drunter.

(cash/AWP/Reuters)