+++Börsen-Ticker+++ - US-Börsen mit klaren Verlusten

Die Entlassung des US-Aussenministers Rex Tillerson hat die Wall Street teils tief ins Minus gedrückt. Insbesondere viele der zuletzt sehr gut gelaufenen und konjunktursensiblen Technologiewerte mussten Federn lassen.
13.03.2018 22:19
Firmenzeichen von General Electric in Fort Wayne, Indiana.
Firmenzeichen von General Electric in Fort Wayne, Indiana.
Bild: iNg

22:13

Der Dow Jones Industrial schloss 0,68 Prozent tiefer bei 25 007,03 Punkten. Zum Wochenauftakt hatte der US-Leitindex bereits dem Kursfeuerwerk vom Freitag Tribut gezollt. Für den S&P 500 ging es am Dienstag um 0,64 Prozent auf 2765,31 Punkte nach unten.

Der Nasdaq 100 fiel um 1,19 Prozent auf 7046,51 Punkte und der Nasdaq Composite büsste ebenfalls rund 1 Prozent ein. Im frühen Handel hatten beide Tech-Indizes noch Rekordhochs erreicht.

"Vielleicht wittern einige Anleger jetzt härteren Gegenwind aus den USA, sowohl handelspolitisch wie auch in Sachen Aussenpolitik", schrieb Marktanalyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets in Bezug auf die jüngste Personalrochade in Washington. Mit Chefdiplomat Tillerson habe ein weiterer Widersacher Trumps und Verfechter eher moderater Töne das Weisse Haus verlassen.

Am Dow-Ende sackten die Aktien von General Electric um mehr als 4 Prozent ab. Die Markterwartungen für den Mischkonzern erschienen nach wie vor viel zu hoch, schrieb Analyst Stephen Tusa von der US-Bank JPMorgan.

Unter den weiteren Einzelwerten standen vor allem die Papiere von Qualcomm , Broadcom und Intel im Blick. Trump hatte dem bisher teuersten Übernahmeversuch in der Technologie-Industrie einen Riegel vorgeschoben.

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17:30

Die Schweizer Börse hat am Dienstag Terrain eingebüsst. Die Angst vor einem weltweiten Handelskrieg und der Rauswurf von US-Aussenminister Tillerson sorgten für Verunsicherung, sagten Händler.

Der SMI sank um 1 Prozent auf 8881 Punkte. Bei den überwiegend schwächeren Standardwerten hielt der Pharmazulieferer Lonza mit einem Kursabschlag von 2,5 Prozent die rote Laterne. Grössere Einbussen gab es auch bei den Bankaktien von UBS und Julius Bär, die 1,9 und 1,6 Prozent einbüssten.

Vergleichsweise gut schlugen sich die Anteile des Luxusgüterproduzenten Richemont, die um 0,3 Prozent tiefer bewertet wurden. Die Aktien von Rivale Swatch sanken 1,2 Prozent.

Mit einem Minus von 0,3 Prozent konnten sich die Geberit-Aktien dem Negativtrend trotz eines guten Jahresergebnisses nicht entziehen.

Am breiten Markt fiel Von Roll mit einem Kursrückgang von 5,4 Prozent auf. Der Isolatoren-Hersteller blieb 2017 mit einem Verlust von 4,8 Millionen Franken in den roten Zahlen. Operativ gelang der Turnaround.

Den ausführlichen SMI-Schlussbericht lesen Sie hier.

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15:57

Der US-Halbleiter-Index Sox steigt um 1,3 Prozent auf über 1464 Punkte und markiert damit erneut eine Bestmarke. Zu den größten Gewinnern zählen Intel mit einem Plus von 3,4 Prozent. Sie sind auch im Dow Jones der Top-Favorit.

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15:33

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ist gestiegen. Das Opec-Sekretariat meldete am Dienstag, dass der Korbpreis am Montag 62,53 US-Dollar je Barrel (159 Liter) betragen habe. Das waren 58 Cent mehr als am Freitag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.

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14:45

In der Hoffnung auf eher behutsame Zinserhöhungen der Notenbank Fed greifen Anleger bei US-Aktien erneut zu.  Der überraschende Rauswurf des Aussenministers Rex Tillerson durch Präsident Donald Trump trübte die Kauflaune der US-Anleger nur leicht. Der Technologie-Index Nasdaq stieg zur Eröffnung am Dienstag um 0,5 Prozent und markierte mit 7627 Punkten den dritten Tag in Folge ein Rekordhoch. Der Dow Jones für die Standardwerte gewann ebenfalls 0,5 Prozent.

Börsianer äusserten sich erleichtert, dass die Inflation im Rahmen der Erwartungen blieb. "Auch wenn die US-Notenbank in der kommenden Woche aller Voraussicht nach erneut an der Zinsschraube drehen wird, sollte dies nicht als Signal verstanden werden, dass die Washingtoner Währungshüter nun einen Zahn zulegen", sagte Thomas Gitzel, Chef-Volkswirt der Liechtensteiner VP Bank.

Etwas Kopfschmerzen bereite Anleger jedoch die Personalie Tillerson, sagte Volkswirt Philip Shaw vom Vermögensverwalter Investec. "Die Angst ist, dass dadurch die Nationalisten im Weissen Haus im Vergleich zu den Globalisten mehr Einfluss bekommen." Tillersons Amt soll Trump zufolge der bisherige CIA-Chef Mike Pompeo übernehmen.

Bei den Unternehmen standen Qualcomm und Broadcom im Rampenlicht, nachdem Trump die 117 Milliarden Dollar schwere Fusion der beiden Chip-Hersteller blockiert hat. Qualcomm-Aktien fielen daraufhin um knapp sechs Prozent auf ein Vier-Monats-Tief von 53,13 Dollar, Broadcom gewannen dagegen 1,8 Prozent.

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14:05

Anleger flüchten nach dem Rauswurf von US-Aussenminister Rex Tillerson in Gold. Das Edelmetall verteuert sich um 0,3 Prozent 1326 Dollar je Feinunze.

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13:45

Der Preisdruck in den USA ist im Februar leicht gestiegen. Die Konsumentenpreise kletterten um 2,2 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Arbeitsministerium am Dienstag mitteilte.

Der Euro zieht nach den US-Daten auf 1,2364 Dollar an von zuvor 1,2338.

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13:03

Die Ölpreise haben sich am Dienstag wenig bewegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete im Mittagshandel 64,98 US-Dollar. Das waren drei Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im April stieg um zwölf Cent auf 61,48 Dollar.

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13:00

Der Schweizer Aktienmarkt findet am Dienstag keine klare Richtung. Der Leitindex SMI bewegt sich bis zum Mittag in einer engen Spanne zwischen moderaten Gewinnen und Verlusten.  Der Swiss Market Index (SMI) notiert um 12.00 Uhr mit -0,06% knapp im Minus bei 8'965,48 Punkten. Zu den grössten Gewinnern zählen hinter Dufry (+1,4%) noch die Aktien von Geberit (+1,0%). Der Sanitärtechnik-Konzern hat laut Analystenkommentar ein gutes Schlussquartal 2017 hinter sich.

Im Plus präsentieren sich zudem noch Werte aus den unterschiedlichsten Branchen wie Clariant (+0,7%), Credit Suisse (+0,5%) und Vifor (+0,4%).

Derweil sind die Anteilsscheine des Backwarenkonzerns Aryzta (-1,8%) erneut grösste Verlierer unter den Blue Chips. Nach den Zahlen am Vortag folgten an diesem Morgen weitere negative Analystenreaktionen.

Den ausführlichen SMI-Mittagsbericht lesen Sie hier.

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11:57

Die Aktien von Qualcomm rutschen im vorbörslichen US-Handel um 4,9 Prozent auf 59,75 Dollar ab, nachdem US-Präsident Donald Trump die Übernahme durch Broadcom blockiert hat. Das ist der niedrigste Kurs seit Anfang November, als bekannt wurde, dass Broadcom an Qualcomm interessiert ist. Broadcom-Aktien sind kaum verändert indiziert bei 264 Dollar.

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11:39

Die diplomatischen Spannungen wegen des Gift-Anschlags auf einen russischen Ex-Spion machen der russischen Währung zu schaffen. Hinzu kam am Dienstag der fallende Ölpreis.

Der Dollar verteuerte sich um bis zu 0,3 Prozent auf 57,04 Rubel. Ein Euro kostete 70,27 Rubel. Die Leitindizes der Moskauer Börse büssten jeweils 0,4 Prozent ein.

Vor allem der Ruf nach weiteren Sanktionen durch Grossbritannien mache Anleger nervös, schrieben die Analysten der Rosbank in einem Kommentar.

Nach dem Angriff auf Sergej Skripal und dessen Tochter Julia in England bestellte Grossbritannien den russischen Botschafter ein und drohte verschärfte Sanktionen an. Die USA und die EU sicherten dem Vereinigten Königreich Unterstützung zu.

Am Rohöl-Markt verbilligte sich die Sorte Brent aus der Nordsee um bis zu 0,4 Prozent auf 64,67 Dollar je Barrel (159 Liter). Grund hierfür war Börsianern zufolge erneut die wachsende US-Förderung.

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10:20

Die Aktien von Huber+Suhner stehen nach dem Gewinnknick im vergangenen Jahr am Dienstagmorgen im frühen Handel deutlich unter Druck. Zwar hat der Kabel- und Elektrokomponentenherstellers die Erwartungen von Analysten in etwa erfüllt, allerdings orten diese wenig Raum für grösseren Optimismus.

Kurz vor 10 Uhr verlieren die Aktien um 3,7% auf 55,20 CHF und gehören damit zu den grössten Verlierern an der Schweizer Börse. Derweil notierte der Gesamtmarkt SPI ganz leicht im Plus.

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10:15

Nach den jüngsten Kurgewinnen schaltendie Anleger an der Schweizer Börse einen Gang zurück. Zudem stimmten die Vorgaben aus den USA eher vorsichtig.  Der SMI notierte mit 8977 Punkten geringfügig über dem Vortagesniveau. Am Montag war der Leitindex um 0,4 Prozent gestiegen.

Die Anleger beschäftigt weiterhin vor allem die Frage, ob es zu einem weltweiten Handelskrieg kommt. Kurzfristig dürften zudem die US-Verbraucherpreise Aufmerksamkeit erregen. Von den Februar-Teuerungszahlen am Nachmittag erhoffen sich die Marktteilnehmer Hinweise auf die Geldpolitik der US-Notenbank.

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09:20

Der SMI geht mit einem Minus in den Handel. Lichtblick ist einzig die Geberit-Aktie. Die Vorgaben aus Übersee liefern keine eindeutige Orientierungshilfe. So haben die US-Börsen am Montag uneinheitlich geschlossen, mit dem Dow Jones Industrial Average (DJIA) am Ende im Minus und den Technologiewerten im Plus. In Asien finden die Märkte auch keine einheitliche Richtung. Zwar legt der japanische Nikkei zu, in China geben die Kurse aber nach.

Laut Händlern belastet die Unsicherheit um die künftigen Handelsbeziehungen zwischen den USA und seinen Handelspartnern China und Europa weiter die Investoren. Hier bleibe die Frage, ob die von US-Präsident Donald Trump erhobenen Schutzzölle für Aluminium und Stahl zu einer Art "Auge-um-Auge"-Politik führten. Allerdings war Trump selbst zuletzt etwas zurückgerudert und hatte seine Verhandlungsbereitschaft signalisiert.

Hierzulande dürften Investoren aber zunächst voll und ganz damit beschäftigt sein, die Zahlenflut zu verarbeiten. Erst im weiteren Verlauf rücken dann in den USA die neusten Daten zu den Konsumentenpreisen in den Fokus.

 

Einschätzungen zu Geberit: Geberit lässt nur bei der Dividende Wünsche offen

Unter den insgesamt neun Unternehmen, die an diesem Morgen über die Geschäftsentwicklung 2017 berichtet haben, sind die Blue Chips mit Geberit (+1,19 Prozent) vertreten. Der Sanitärtechnik-Konzern hat 2017 den Umsatz gesteigert, aber weniger Gewinn erzielt. Wie es in ersten Kommentaren heisst, wurden die Erwartungen damit aber in etwa erfüllt.

Die übrigen Blue Chips stützen den Markt nicht. Die drei Schwergewichte Nestlé (-0,03 Prozent), Roche (-0,11 Prozent) und Novartis (unv.) tendieren nicht im Plus. Die am Vortag starken Aktien von Credit Suisse (unv.) und UBS (-0,28 Prozent) präsentieren sich mit dem Markt wenig freundlich. Zykliker wie ABB (-0,09 Prozent) und Adecco (+0,09 Prozent) entwickeln sich nicht einheitlich.

Mit Nachrichten meldet sich noch der Luxusgüterkonzern Richemont (-0,19 Prozent) zu Wort. Demnach werden mit Piquadro Gespräche für Verkauf der Lederwarenmarke Lancel geführt.

Das Hauptgeschehen findet aber erneut im breiten Markt statt. Hier fallen nach Zahlen der Gesundheitsdienstleister Galenica (+1,24 Prozent) und der Spinnereimaschinen-Hersteller Rieter (-0,96 Prozent) auf. Laut einer ersten Händlereinschätzung hat Galenica vor allem auf Gewinnebene die Erwartungen übertroffen. Rieter hat 2017 zwar weniger verdient als im Jahr zuvor, die durchschnittlichen Erwartungen aber knapp übertroffen.

 

 

Mit Handelsstart könnten dann zudem noch die Aktien etwa von Gurit einen Blick wert sein, nachdem der Spezialkunststoffhersteller mit seinen Gewinnzahlen hinter den Erwartungen geblieben ist. Zahlen gab es zudem von Huber+Suhner, Tamedia, BFW, Inficon und Von Roll. Eine Abstufung durch Kepler Cheuvreux wiederum setzt den Aktien des Versicherers Helvetia (-1,20 Prozent) zu.

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09:00

Börsenschluss in Asien: Vor den mit Spannung erwarteten US-Inflationsdaten haben sich viele Anleger in Asien zurückgehalten. Auch die Ängste vor einem weltweiten Handelskrieg spielten weiter eine Rolle, sagte Analyst Junichi Ishikawa vom Brokerhaus IG Securities. Gefragt waren am Dienstag an den asiatischen Märkten vor allem Techwerte, nachdem diese auch an der Wall Street zugelegt hatten.

Der Tokioter Leitindex Nikkei legte um 0,7 Prozent auf 21'968 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix gewann 0,6 Prozent auf 1'751 Zähler. Die technologielastigen Börsen in Südkorea und Taiwan rückten je rund ein halbes Prozent vor.

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08:15

Der SMI wird von Julius Bär um 0,14 Prozent höher gestellt und erreicht vorbörslich 8993 Punkte. Den grössten Anstieg zeigt die Aktie von Geberit (+2,07 Prozent): Der Sanitärtechniker hat beim Ergebnis und beim Gewinn die Erwartungen übertroffen. Bei den übrigen SMI Aktien stehen die Zykliker und die Banken leicht höher als die defensiven Werte (zu den vorbörslichen Kursen).

 

 

Eine grössere Zahl von Unternehmen hat auch im breiten Markt die Zahlen veröffentlicht. Dabei fallen Galenica (+1,4 Prozent) nd Rieter (+2,1 Prozent) vorbörslich positiv auf.

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06:55

Der japanische Leitindex Nikkei steht bei 21'904 Punkten um 0,4 Prozent höher. Ein Skandal um die Regierung von Shinzo Abe lässt die Märkte bisher kalt.