+++Börsen-Ticker+++ - US-Börsen mit Verlusten nach anfänglichen Rekorden

Die Wall Street hat nach dem feiertagsbedingt verlängerten Wochenende ihrer Rekordjagd Tribut gezollt.
16.01.2018 22:55
Blick auf das figurengeschmückte Tympanon des New Yorker Börsengebäudes an der Wall Street.
Blick auf das figurengeschmückte Tympanon des New Yorker Börsengebäudes an der Wall Street.
Bild: Pixabay

22:45

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial stieg am Dienstag schon früh erstmals über 26 000 Punkte und knackte damit nach nur sechs Handelstagen die nächste Tausender-Marke. Doch von hier aus verliessen den US-Leitindex die Kräfte - er schloss mit einem Minus von 0,04 Prozent bei 25 792,86 Punkten.

Bei den anderen Aktienindizes sah es ähnlich aus: Der marktbreite S&P 500 konnte seine Bestmarke über 2800 Punkten nicht verteidigen und verabschiedete sich 0,35 Prozent schwächer bei 2776,42 Punkten. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es nach dem erstmaligen Sprung über 6800 Zähler am Ende um 0,32 Prozent auf 6737,14 Zähler bergab.

Enttäuschende heimische Konjunkturdaten hatten die Anleger derweil kalt gelassen. Dem Empire-State-Index zufolge war die Stimmung in der Industrie im Bundesstaat New York im Januar schwächer als erwartet ausgefallen.

Den ausführlichen US-Schlussbericht lesen Sie hier.

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17:30

Ein kräftiger Kursverlust des Pharmaschwergewichts Roche hat am Dienstag die Schweizer Börse in die Verlustzone gedrückt.  Der Leitindex SMI fiel um 0,8 Prozent auf 9464 Punkte. Der Roche-Genussscheine fielen um 3,4 Prozent - der grösste Tagsverlust Mitte Juni. Konzernchef Schwan hatte in einem Interview der "Financial Times" (Dienstagsausgabe) auf den ablaufenden Patentschutz wichtiger Medikamente hingewiesen und zu realistischen Erwartungen für Roches Leistung im Jahr 2018 aufgerufen. "Das ist enttäuschend", sagte ein Börsenhändler in Zürich.

Die Aktien der Banken Credit Suisse, UBS und Julius Bär gaben ebenfalls nach.

Bei den Nebenwerten fielen die Scheine von Lindt & Sprüngli um 3,3 Prozent. Der Hersteller von Edelschokolade steigerte den Umsatz im vergangenen Jahr im Rahmen der Erwartungen um 4,8 Prozent auf 4,1 Milliarden Franken.

Die Aktien von Meyer Burger schossen 7,8 Prozent hoch. Am Markt machten Spekulationen über einen "wirklich grossen Auftrag" aus Asien die Runde.

Den ausführlichen SMI-Schlussbericht lesen Sie hier.

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16:56

Anleger nutzen die Preisrally der vergangenen Wochen, um bei einigen Industriemetallen Gewinne einzustreichen. Kupfer verbilligt sich um 2,1 Prozent auf 7060 Dollar je Tonne, Nickel rutscht um drei Prozent auf 12'480 Dollar ab. Dank der robusten Nachfrage würden die Preise voraussichtlich aber wieder anziehen, betont Anlagestratege Nitesh Shah vom Brokerhaus ETF Securities.

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15:50

Die anhaltende Rekordjagd an den US-Börsen hat den New Yorker Leitindex Dow Jones zu Handelsbeginn am Dienstag erstmals über die Marke von 26'000 Punkten getrieben.  Neben dem seit Wochen vorherrschenden Konjunkturoptimismus sorgte die an Fahrt aufnehmende Berichtssaison für zusätzlichen Schub. Überraschend hohe Quartalsgewinne bei den Börsenschwergewichten Citigroup und UnitedHealth ermutigten die Anleger. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg in den ersten Handelsminuten um 0,8 Prozent auf 26.020 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,5 Prozent auf 2801 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,7 Prozent auf 7315 Punkte zu.

Es gehe nicht nur darum, dass das vergangene Quartal stark gewesen sein dürfte. Die Steuerreform von US-Präsident Donald Trump liefere weiteren Antrieb, sagte Analyst Craig Erlam vom Broker Oanda. "Die Anleger brennen darauf, mehr über die Auswirkungen auf die künftigen Gewinne zu hören." UnitedHealth überzeugte damit bereits am Markt. Der größte US-Gesundheitsversicherer konnte seinen Gewinn im vierten Quartal 2017 mehr als verdoppeln und hob seine Prognose für 2018 an. Die Aktie legte 1,9 Prozent zu.

Der Citigroup brockte eine Einmalbelastung im Zuge der Steuerreform zwar im vierten Quartal einen Milliardenverlust ein. Operativ lief das Geschäft aber rund und besser als von Experten erwartet.

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15:06

Angesteckt von der guten Stimmung in New York sind Europas Anleger am Dienstag an die Aktienmärkte zurückgekehrt. Der Dax stieg bis zum Nachmittag um ein Prozent auf 13'351 Punkte, der EuroStoxx50 legte 0,8 Prozent auf 3640 Zähler zu. Gestützt wurden die Kurse vor allem von der erwarteten Fortsetzung des Rekordlaufs der Wall Street, die am Montag wegen eines Feiertages geschlossen war. Die US-Futures signalisierten für die Eröffnung in New York Kursgewinne von 0,4 bis 0,8 Prozent. Der Dow-Jones-Index könnte somit die 26'000er Marke knacken, nachdem er erst am 3. Januar erstmals über 25'000 Zähler gestiegen war.

Der Schweizer Index steht allerdings nach wie vor mit 0,2 Prozent im Minus.

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15:02

Nach der Vorlage von Quartalszahlen steigen die Citigroup-Aktien im vorbörslichen US-Handel um 2,7 Prozent. Damit könnten die Titel ihren Aufwärtstrend der vergangenen zwölf Monate fortsetzten, in denen sie fast 30 Prozent gewonnen haben.

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13:42

Die Ölpreise sind am Dienstag deutlich gesunken. Sie hielten sich aber weiterhin in der Nähe mehrjähriger Höchststände.  Im Mittagshandel kostete ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März 69,29 US-Dollar. Das waren 97 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Februar fiel um 43 Cent auf 63,87 Dollar.

Am Montag hatte der US-Ölpreise bei 64,89 Dollar und der Brent-Preis bei 70,37 Dollar noch jeweils den höchsten Stand seit etwa drei Jahren erreicht. Vor allem die jüngste Kursschwäche des US-Dollar sorgte für Auftrieb. Rohöl wird in Dollar gehandelt. Ein schwacher Dollar macht Öl in Ländern ausserhalb des Dollarraums günstiger und sorgt damit für eine stärkere Nachfrage.

Zuletzt hätten aber Spekulationen über ein vorzeitiges Ende der Förderbegrenzung wichtiger Ölstaaten belastet, hiess es von Marktbeobachtern.

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12:50

Der Schweizer Aktienmarkt steht am Dienstagmittag knapp im Plus. Insgesamt verläuft das Geschäft wie schon an den Handelstagen zuvor eher lustlos.  Der Swiss Market Index (SMI) notiert um 11.50 Uhr 0,25% höher bei 9'561,36 Punkten. Tabellenletzter auf weiter Flur sind weiterhin Roche (-1,6%). Als Auslöser für die Abgaben orten Marktteilnehmer ein Interview des Konzernlenkers Severin Schwan mit der "Financial Times". Dieser warnt vor Margendruck und fordert "realistische Erwartungen" der Investoren. 

Leichte Verluste verzeichnen daneben etwa noch Vifor Pharma, Kühne+Nagel (je -0,3%) oder Geberit (-0,2%), letztere im Vorfeld der Umsatzpublikation 2017 vom Donnerstag.

Nur sehr moderate Gewinne zeigen nach einem schwachen Start die Grossbanken UBS (+0,1%) und CS (+0,2%). Für diese beiden Aktien hat Barclays die Abdeckung mit der Einstufung "Underweight" wieder aufgenommen.

Den ausführlichen SMI-Mittagsbericht lesen Sie hier.

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12:04

Die umstrittene Digitalwährung Bitcoin hat am Dienstag erneut einen schweren Kurseinbruch verzeichnet. Marktbeobachter sprachen von einer starken Verunsicherung der Anleger. Nebst Bitcoin geraten auch weitere Kryptowährungen unter Druck.

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12:03

Der Euro rutscht auf ein frisches Tagestief von 1,2202 Dollar. Parallel dazu weitet der Dax seine Gewinne aus und notiert aktuell mit 13.341 Punkten 1,1 Prozent höher. Insidern zufolge wird die EZB bei ihrer Ratssitzung in der kommenden Woche am Ausblick für die ultralockere Geldpolitik festhalten. Zuletzt war am Markt spekuliert worden, die Notenbank könnte Hinweise auf eine mögliche Aufstockung oder Verlängerung des Anleihekaufprogramms streichen.

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11:21

Die Hoffnung auf politische und wirtschaftliche Reformen gibt dem südafrikanischen Rand Börsianern zufolge erneut Auftrieb. Im Gegenzug fällt der Kurs des Dollars um 0,9 Prozent auf 12,18 Rand. Charttechnische Faktoren verstärkten diesen Trend, fügen Devisenhändler hinzu.

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10:34

Nach einer Klage in den USA wegen angeblicher Manipulation des kanadischen Referenzzinses kehren Anleger der Deutschen Bank den Rücken. Die Titel fallen um gut ein halbes Prozent auf 15,25 Euro und sind unter den grössten Verlierern im Dax, der um 0,4 Prozent zulegt.

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10:17

Eine Milliardenstrafe im Zusammenhang mit der Ölkatastrophe um die Bohrinsel Deepwater Horizon hat am Dienstag die Aktien von BP belastet. Die Titel fielen um 1,8 Prozent auf 523 Pence und waren einer der größten Verlierer an der Londoner Börse. Der Ölkonzern muss nach eigenen Angaben eine Strafe von 1,7 Milliarden Dollar zahlen, die im vierten Quartal verbucht werde.

Bei der Explosion der Deepwater Horizon im Golf von Mexiko kamen im April 2010 elf Menschen ums Leben. Die anschließende Ölpest hinterließ schwere Schäden in der Natur sowie für Fischerei und Tourismus.

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09:51

Die Talfahrt bei Bitcoin beschleunigt sich. Zeitweise rutschte der Kurs des Bitcoin auf wichtigen Handelsplattformen deutlich unter die Marke von 12'000 USD. Im Vormittagshandel erholten sich die Kurse wieder ein Stück weit und standen wieder über dieser Marke. In der vergangenen Nacht wurde der Bitcoin noch bei etwa 14 000 Dollar gehandelt. Starke Verluste gab es auch bei anderen Kryptowährungen wie Ether oder Ripple.

Seit dem Rekordhoch von Mitte Dezember, als der Bitcoin nach einem rasanten Höhenflug zeitweise bis an die Marke von 20'000 USD gestiegen war, hat die Digitalwährung mittlerweile etwa 40% an Wert verloren. "Der gesamte Cyberwährungsmarkt einschliesslich Bitcoin befindet sich derzeit gehörig unter Druck", kommentierte Marktanalyst Timo Emden vom Analysehaus DailyFX Deutschland.

Nach Einschätzung von Emden sind die Bitcoin-Investoren "spürbar verunsichert". Zu sehr hätten eine Reihe von Negativschlagzeilen auf den Kryptowährungen gelastet.

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09:10

Die Schweizer Börse startet ohne grosse Veränderungen in den Handel. Mit Abschlägen notiert Roche. Der Swiss Market Index gibt unmittelbar nach Eröffnung um 0,2 Prozent auf 9520 Punkte nach.

Zurich weisen mit einem Plus von 0,8 Prozent eine klare Veränderung auf, nachdem die Royal Bank of Canada das Rating auf "Outperform" von "Sector Perform" erhöht hat. Der Versicherer habe die Risiken deutlich verbessert und auch 2018 dürfte es mit der US-Steuerreform oder dem Wachstum im Leben-Geschäft einiges an Rückenwind geben, hiess es unter anderem zur Begründung.

Ebenfalls zulegen kann das SMI-Schwergewicht Novartis (+0,2 Prozent). Das Pharmaunternehmen hat am Morgen gleich zu zwei Medikamenten Neuigkeiten vorgelegt. Demnach wurde für das Schuppenflechte-Medikament Cosentyx in einer Studie dessen Überlegenheit gegenüber einem Vergleichsmedikament eines Konkurrenten bewiesen. Und die FDA hat einen Zulassungsantrag für ein Biosimilar von Sandoz angenommen, welches ebenfalls gegen entzündliche Krankheiten eingesetzt werden soll.

Roche hingegen geben mit minus 1,2 Prozent deutlich nach. CEO Severin Schwan hat sich in einem Interview mit der "Financial Times" mit Blick auf das Geschäftsjahr 2018 zurückhaltend gezeigt. Die Lancierung neuer Medikamente zum Ersatz von wegfallendem Umsatz von Mitteln, deren Patentschutz abgelaufen ist, sei nebst den Entwicklungs- auch mit Marketingkosten verbunden, was die Marge zumindest in der Startphase belaste, so Schwan. Er bat deshalb um "realistische Erwartungen für 2018".

Der Bauchemiekonzern Sika (Aktie +0,4 Prozent) hat eine kleinere Akquisition gemeldet; so wurde die Mehrheitsbeteiligung an einem italienischen Hersteller von Abdichtungssystemen für Dächer und Bauwerke übernommen. Das Unternehmen Index Construction Systems and Products mit Hauptsitz bei Verona erzielt einen Jahresumsatz von umgerechnet 115 Mio CHF.

Aus dem breiten Markt stehen Lindt&Sprüngli nach Umsatzzahlen im Fokus, die Aktie verzeichnet ein klares Minus von 1,6 Prozent. Mit den Zahlen hat der Schokoladenhersteller vor allem beim organischen Wachstum die Erwartungen der Analysten enttäuscht.

Flughafen Zürich zeigen sich im Anschluss an die Verkehrszahlen vom vergangenen Jahr kaum verändert. Nach der starken Entwicklung bereits in den ersten elf Monaten 2017 kam das Passagierplus im Dezember nicht mehr überraschend.

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09:00

Die Kurse der grössten Cyberdevisen brachen am Dienstag teilweise im zweistelligen Prozentbereich ein. Bitcoin verlor zeitweise an der Luxemburger Handelsplattform Bitstamp 7 Prozent auf 12'710 Dollar.

Den aktuellen Bitcoin-Kurs finden Sie hier.

"Anleger zeigen sich derzeit spürbar verunsichert", sagte der Deutschlandchef des Onlinebrokers DailyFX, Timo Emden. "Zu sehr lasten aktuell Negativschlagzeilen auf der gesamten Cyberwährungswelt."

Wenn die Nervosität im Markt wie derzeit steige, könne es besonders bei unerfahrenen Investoren und Händlern schnell für Frust sorgen, fügte Mati Greenspan, Kryptowährungsanalyst bei der Onlinetradingplattform eToro, hinzu. Der starke Preisanstieg bei Bitcoin im vergangenen Jahr hatte auch viele Kleinanleger in Cyberdevisen gezogen.

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08:55

In Japan schloss der Nikkei 225 exakt 1 Prozent höher bei 23 951,81 Punkten. Er bewegt sich damit weiter auf dem höchsten Niveau seit Anfang der 90er Jahre. Der etwas schwächer tendierende Yen kam dort den Exportwerten zu Hilfe: Titel des Autobauers Toyota etwa rückten um 1 Prozent vor. Zu den grossen Gewinnern zählten nochmals die Aktien des Telekomkonzerns Softbank , die angesichts eines erwogenen Börsengangs der Mobilfunktochter mit einem Plus von gut 2 Prozent an ihre Rally vom Vortag anknüpften.

In China lag der Fokus auf dem Yuan. Auf dem stärksten Niveau seit zwei Jahren mehrte sich dort die Spekulation über mögliche Schritte, um seine Entwicklung abzukühlen. Weil dies für die exportlastige Wirtschaft von Vorteil wäre, half es dem Aktienmarkt. Der CSI 300 , der die 300 wichtigsten Werte aus Festland-China umfasst, rückte am Ende um 0,79 Prozent auf 4258,47 Punkte vor. Zu dem am Vortag erreichten Hoch seit 2015 fehlten ihm aber wenige Punkte.

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08:25

Der Euro sackt innerhalb kurzer Zeit um 0,4 Prozent auf ein Tagestief von 1,2214 Dollar und 1,1792 Franken ab. Analysten können sich die plötzliche Schwäche zunächst nicht erklären. Die deutschen Großhandelspreise seien zwar etwas schwächer ausgefallen als erwartet, sagt Commerzbank-Analystin Esther Maria Reichelt. Doch auf diese Daten achte der Markt sonst in der Regel nicht.

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08:10

Der Swiss Market Index (SMI) legt in der von Julius Bär berechneten Vorbörse um 0,2 Prozent zu. Im gestrigen Handel schloss der Leitindex praktisch unverändert bei 9540 Punkten.

Am deutlichsten im Plus liegen vorbörslich Novartis (+1,1 Prozent) und Zurich (+0,8 Prozent). Eine Studie zeigt, dass Cosentyx Von Novartis dem Konkurrenzprodukt Stelara bei der Behandlung von Erwachsenen mit chronischer Schuppenflechte überlegen ist. Die Zurich-Titel hingegen profitieren von erhöhten Dividendenschätzung von RBC Capital Markets.

Mit einem Abschlag von je 0,5 Prozent zeigen sich einzig die beiden Grossbanken CS und UBS mit negativen Vorzeichen.

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08:05

Die Ölpreise haben am Dienstag knapp unter ihren am Montag erreichten dreijährigen Höchstständen notiert. Am Morgen kostete ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März 70,01 US-Dollar. Das waren 25 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Februar stieg dagegen leicht um 18 Cent auf 64,48 Dollar.

Die Anlegerstimmung am Ölmarkt spricht derzeit eher für weiter steigende Erdölpreise. Viele Investoren haben sich mit Terminkontrakten entsprechend positioniert, wie aus jüngsten Daten der Regulierungsbehörde CFTC hervorgeht. Zugleich ist zwischen dem Ölkartell Opec und Russland eine Debatte über ein vorzeitiges Ende der eigentlich bis Ende 2018 vereinbarten Fördergrenze entbrannt.

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07:40

Der Euro hat sich am Dienstag in der Nähe seines am Vortag erreichten dreijährigen Höchststands gehalten. Am Morgen kostet die Gemeinschaftswährung 1,2274 US-Dollar, nachdem sie am Montag bis auf 1,2297 Dollar gestiegen war. Das war der höchste Stand seit Dezember 2014.

Auch zum Franken erreicht der Euro den höchsten Stand seit der Aufhebung des Mindestkurses von Anfang 2015. Am Dienstagmorgen verblieb die Gemeinschaftswährung oberhalb der Marke von 1,18 CHF und kostet die Gemeinschaftswährung 1,1823 CHF. Der US-Dollar geht derweil wenig verändert mit 0,9633 CHF um.

Als ein entscheidender Faktor für die Euro-Stärke gelten Spekulationen auf eine absehbar weniger lockere Geldpolitik im Euroraum. Ranghohe EZB-Vertreter nähren derartige Erwartungen. Zuletzt hatte sich mit Ardo Hansson, Chef der Notenbank Estlands, für ein Ende der EZB-Wertpapierkäufe im September ausgesprochen. Der Termin gilt laut EZB-Kommunikation als frühestmöglicher Ausstiegszeitpunkt. Hansson gilt allerdings auch als Vertreter einer straffen Geldpolitik.

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06:40

Der Standardwerte-Index Nikkei steigt bis Dienstagnachmittag in Tokio um 1,0 Prozent auf 23.946 Punkte. Der breiter aufgestellte Topix legte 0,3 Prozent auf 1890 Zähler zu. Der MSCI-Index für Asien/Pazifik unter Ausschluss Japans kletterte um 0,2 Prozent nach oben.

Die Aktien des IT-Dienstleisters Obic stiegen zeitweise um 7,9 Prozent auf ein 18-Jahres-Hoch. "Nikkei" hatte berichtet, dass der operative Gewinn des Konzerns in den neun Monaten bis Dezember wohl um ein Fünftel gestiegen ist.

Die zuletzt gebeutelten Exportwerte erholten sich etwas. Toyota notierten 0,5 Prozent fester, Nissan legten 0,3 Prozent zu. Sie profitierten davon, dass der zuletzt unter Druck stehende Dollar sich zum Yen um 0,3 Prozent verteuerte auf 110,86 Yen.

(cash/AWP/Reuters)