+++Börsen-Ticker+++ - US-Börsen mit Verschnaufpause - Amazon steigt auf Rekordhoch

Der Wall Street ist nach den deutlichen Vortagsgewinnen am Freitag der Schwung ausgegangen.
28.04.2018 01:11
Lastwagen bei einer Amazon-Verladestation.
Lastwagen bei einer Amazon-Verladestation.
Bild: Bloomberg

22:30

Der Dow Jones Industrial schloss 0,05 Prozent tiefer bei 24 311,19 Punkten. Nach dem schwachen Wochenstart und der anschliessenden Erholung verbuchte der US-Leitindex damit unter dem Strich ein minimales Wochenminus. Der marktbreite S&P 500 stieg am Freitag um 0,11 Prozent auf 2669,91 Punkte, während der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 0,10 Prozent auf 6656,35 Zähler gewann.

Vor dem Wochenende glänzten vor allem einige Technologieunternehmen mit guten Zahlen. Die Aktien von Amazon kletterten auf ein Rekordhoch und behaupteten mit einem Kursplus von letztlich 3,60 Prozent auf 1572,62 Dollar einen der vorderen Plätze im Nasdaq 100.

Auch der Softwarekonzern Microsoft hatte im ersten Quartal kräftig vom Geschäft mit Cloud-Diensten profitiert. An der Börse reichte das für ein Plus von 1,65 Prozent. Anders erging es dem Halbleiterhersteller Intel , dessen Anteilscheine trotz des guten Geschäfts mit Rechenzentren 0,60 Prozent verloren.

Den ausführlichen US-Schlussbörsenbericht lesen Sie hier.

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17:30

Die Anleger an der Schweizer Börse haben sich zum Wochenschluss zurückgehalten.  Der Leitindex SMI schloss knapp 0,1 Prozent im Plus bei 8843 Punkten. Die grössten Abschläge gab es bei den Banken: UBS, Credit Suisse und Julius Bär gaben zwischen 0,6 und 1 Prozent nach.

Gegen den Trend legten die Titel des Vermögensverwalters EFG 1,1 Prozent zu.

Zu den Verlierern zählte auch die meisten zyklischen Werte - Mit Ausnahme von LafargeHolcim und Swatch, die etwas fester waren. Die Abschläge hielten sich aber mit weniger als einem Prozent in Grenzen.

Die Marktschwergewichte Nestle und Novartis legten 0,3 und 0,4 Prozent zu, die Papiere von Roche legten 0,2 Prozent zu.

Den ausführlichen SMI-Schlussbericht lesen Sie hier.

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15:45

Positive Firmenbilanzen haben die US-Börsen am Freitag angekurbelt. Der Technologieindex Nasdaq legte rund ein Prozent auf 7182 Zähler zu.

"Wir hatten zuletzt schwache Konjunkturdaten, daher ist es ermutigend, dass wir starke Geschäftszahlen von Grosskonzernen wie Amazon oder Facebook sehen", sagte Volkswirtin Victoria Clarke vom Vermögensverwalter Investec. Nach den jüngsten Kursgewinnen machten aber auch einige US-Anleger vor dem Wochenende bei Standardwerten Kasse. Der Dow Jones lag zur Eröffnung nur 0,1 Prozent höher bei 24.334 Punkten.

Der weltgrösste Online-Händler Amazon verdoppelte überraschend seinen Gewinn auf 1,63 Milliarden Dollar. Starbucks steigerte zwar ebenfalls Umsatz und Gewinn. Allerdings schwächelt das US-Geschäft der Kaffeehaus-Kette. Die Aktie fiel daher um rund zwei Prozent.

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15:43

Höhere Ölpreise haben den Gewinn von ExxonMobil zu Jahresbeginn kräftig steigen lassen. Verglichen mit dem Vorjahreswert legte der Überschuss im ersten Quartal um 16 Prozent auf 4,7 Milliarden Dollar (3,9 Mrd Euro) zu, wie der US-Ölmulti am Freitag im texanischen Irving mitteilte. Die Erlöse wuchsen ebenfalls um rund 16 Prozent auf 68,2 Milliarden Dollar, obwohl die Ölproduktion um sechs Prozent auf 3,9 Millionen Barrel (159 Liter) pro Tag sank.

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12:50

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag bis zur Handelshälfte noch keine klare Richtung eingeschlagen. Nach der kräftigen Kurssteigerung vom Vortag pendelt der Leitindex SMI um die Nulllinie; aktuell mit einer leicht negativen Tendenz. Zu Handelsbeginn hatten die guten Vorgaben aus den USA und Asien noch auf eine Fortsetzung der Erholung schliessen lassen.

Bis um 12 Uhr notiert der Swiss Market Index (SMI) mit 0,07 Prozent leicht tiefer bei 8'828,94 Punkten. Trotzdem zeichnet sich auf Wochensicht ein leichtes Plus ab.

Belastet wird der SMI von den nachgebenden Grossbanken: Sowohl UBS (-0,8%) als auch Credit Suisse (-0,9%) tendieren schwächer, nachdem sie am Vortag noch zu den grössten Gewinnern gezählt hatten.

rössere Einbussen verzeichnen auch Titel wie ABB (-0,8%) oder Sonova (-0,9%). Die Schwergewichte Nestlé und Novartis bewegen sich dagegen kaum vom Fleck, während Roche (+0,2%) etwas an Boden gut machen.

Den ausführlichen SMI-Mittagsbericht lesen Sie hier.

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11:11

Die britische Wirtschaft ist zum Jahresstart fast zum Stillstand gekommen. Nach Angaben des Statistikamts ONS vom Freitag wuchs die Wirtschaftsleistung (BIP) im ersten Quartal zum Vorquartal um lediglich 0,1 Prozent. Das ist der schwächste Zuwachs seit Ende 2012. Analysten hatten ein Wachstum von 0,3 Prozent erwartet. Im Vergleich zum ersten Quartal 2017 erhöhte sich das BIP um 1,2 Prozent. Auch das war weniger als von Analysten erwartet.

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10:22

Nach einer Reihe von Kurszielsenkungen geht es für die Deutsche Bank erneut bergab. Die Titel verlieren 3,5 Prozent auf 11,42 Euro und bilden damit das Schlusslicht im Dax. Am Donnerstag hatten sie nach der Vorlage der Quartalszahlen bereits 1,3 Prozent abgegeben. Am Freitag senkten die Analysten von Natixis das Kursziel für die Titel auf 10 (10,70) Euro, die Experten der Credit Suisse auf 12 (13) Euro.

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10:19

Der Leitindex SMI zog 0,1 Prozent auf 8843 Punkte an. Zu den Gewinnern zählten die Schwergewichte, während Finanztitel weniger gefragt waren.

Kim Jong Un ist zu Besuch in Südkorea. Es ist das erste Mal überhaupt, dass ein nordkoreanischer Machthaber den Süden betritt. Nach Angaben Südkoreas sollen sich die Gespräche um eine atomare Abrüstung und die Sicherung eines dauerhaften Friedens drehen. Zudem hoffen Investoren weiterhin auf eine Beilegung des Handelsstreits zwischen den USA und China.

In der Schweiz sorgten vor allem die absehbaren Neuzugänge an der Börse für Schlagzeilen. Der Börsengang des Logistikkonzerns Ceva stösst bei Investoren auf Interesse: Die Bücher sind überzeichnet, wie aus dem Kreis der mit der Emission beauftragten Banken verlautete.

Deutlich kleiner fällt das Kapitalmarktdebüt der Pharmafirma Polyphor aus: Sie will ihre Aktien in einer Spanne von 30 bis 40 Franken anbieten und im Zuge ihres Mitte Mai geplanten Börsenstarts brutto bis zu 150 Millionen Franken einnehmen.

Zu den Verlierern zählten Finanzwerte: Die Grossbanken UBS und Credit Suisse gaben jeweils gut 0,6 Prozent nach.

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09:28

Die Aufwertung des Dollar setzt dem Euro erneut zu. Die europäische Gemeinschaftswährung fällt um 0,1 Prozent auf ein Dreieinhalb-Monats-Tief auf 1,2087 Dollar. Wegen der Auflösung von Wetten auf einen weiteren Kursverfall der US-Währung notiert der Dollar-Index mit 91,67 Punkten ebenfalls auf dem höchsten Stand seit Mitte Januar.

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09:15

Der Swiss Market Index notiert zu Handelsbeginn unverändert bei 8832 Punkten. Vorbörsen-Experten von Julius Bär hatten noch mit einer positiven Eröffnung gerechnet. Die drei Index-Schwergewichte Roche, Nestlé und Novartis tendieren alle zwischen 0,1 und 0,2 Prozent im Minus.

Mit den sinkenden Renditen rücken die Zinssorgen, die die Börse zuletzt belastet hatten, etwas in den Hintergrund. Gleichzeitig ziehen politische Meldungen wie etwa die Gespräche zwischen Nord- und Südkorea oder das Treffen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump die Aufmerksamkeit auf sich. Unter den von Trump ausgerufenen Importzöllen hatten die Aktienmärkte zuletzt ebenfalls gelitten. Daher seien Spekulationen um eine mögliche Reise des US-Wirtschaftsberaters Larry Kudlow nach China am Markt als gutes Zeichen aufgenommen worden, heisst es.

Leicht negativ entwickeln  sich am Freitag die Aktien der Uhren- und Luxusgüterhersteller Swatch und Richemont (je -0,2 Proizent). Dabei hat die Credit Suisse im Rahmen einer Sektorstudie die Kursziele für beide Titel kräftig erhöht und die UBS hob zumindest jenes für Richemont an. Die optimistischeren Erwartungen für die Uhrenbranche erklären die CS-Analysten unter anderem mit dem sich abschwächenden Franken, der Schweizer Uhren im Ausland erschwinglicher macht und einen positiven Beitrag zu den Margen leistet.

Im breiten Markt sind Dormakaba unverändert. Das Schliesstechnikunternehmen expandiert in China und hat dazu das auf Zugangskontrollsysteme für Gewerbegebäude spezialisierte Geschäft der Cambaum Group in Peking gekauft.

EFG International (+0,5 Prozent) versprüht im Vorfeld der am heutigen Freitag stattfindenden Generalversammlung Zuversicht. Mit dem Neugeldzuwachs liege man im laufenden Jahr auf Kurs, die Kosten würden gesenkt und Aktien am Markt für Mitarbeiterprogramme zurückgekauft, liess die Gruppe verlauten.

Straumann (+1,7 Prozent) weitet die Kursgewinne des Vortages nach Vorlage von Quartalszahlen ausweiten. KeplerCheuvreux stuft die Aktie neu als "Kauf" ein und hob das Kursziel an.

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08:10

Der Swiss Market Index wird bei den Vorbörsen-Experten von Julius Bär am Freitag 0,27 Prozent höher geschätzt. Die Aktien von UBS und ABB haben mit 0,39 und 0,42 Prozent die höchsten Aufschläge. Bei den Mid Caps steigt die Aktie der Privatbank EFG 1,7 Prozent. Dormakaba steigen 1,3 Prozent nach einer Übernahme in China.

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06:35

In Tokio stieg der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,4 Prozent auf 22.414 Punkte. Der MSCI-Index für Aktien aus der Region Asien/Pazifik mit Ausnahme Japans legte 0,5 Prozent zu. Der Aktienmarkt in Seoul notierte 0,7 Prozent im Plus.

Für gute Stimmung sorgte hier insbesondere das erste koreanische Gipfeltreffen seit mehr als zehn Jahren, das Händlern zufolge Hoffnungen auf ein Friedensabkommen zwischen dem Norden und dem Süden nährte.

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06:30

An den Devisenmärkten in Fernost lag ferner der Euro mit 1,2110 Dollar leicht im Plus. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9891 Franken je Dollar und 1,1978 Franken je Euro gehandelt.

(cash/AWP/Reuters)