+++Börsen-Ticker+++ - US-Börsen moderat im Minus

Mit nur geringen Schwankungen und ohne klaren Trend haben sich die US-Aktienmärkte ins Wochenende verabschiedet.
13.05.2017 00:21
Das Apple-Logo an einem Store in New York. Die Aktien steigen auf ein neues Rekordhoch.
Das Apple-Logo an einem Store in New York. Die Aktien steigen auf ein neues Rekordhoch.
Bild: Bloomberg

22:30

Der Dow Jones Industrial bewegt sich einmal mehr schwerfällig und verliert den vierten Tag in Folge leicht an Boden. Letztlich büsste der US-Leitindex 0,11 Prozent auf 20 896,61 Punkte ein, woraus ein Wochenverlust von rund einem halben Prozent resultiert. Der breiter gefasste S&P 500-Index sinkt am Freitag um 0,15 Prozent auf 2390,90 Punkte. Der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 steigt hingegen um 0,22 Prozent auf 5686,81 Zähler.

Die Umsätze des US-Einzelhandels legten im April weniger stark zu als erwartet. Zudem verlangsamte sich im April die Inflation in Form der Verbraucherpreise deutlicher als prognostiziert. Die Stimmung der US-Verbraucher im Mai entwickelte sich unterdessen überraschend gut.

Unter den Einzelwerten sorgen einmal mehr die Aktien von Apple für Aufsehen. Sie setzen ihre Aufwärtsbewegung fort und erreichen im Verlauf ein Rekordhoch bei 156,42 Dollar. Damit bauen sie ihren Gewinn allein seit Anfang Mai auf mehr als 8 Prozent aus.

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17:30

Der SMI steigt um 0,7 Prozent auf 9123 Punkte und markiert ein neues Jahreshoch. Bei den Schweizer Standardwerten standen heute die Luxusgüterhersteller im Mittelpunkt: Die Aktie von Richemont bricht um 5 Prozent ein, was den SMI um mehr als 20 Punkte drückt.

Gefragt sind hingegen die Pharmawerte Novartis und Roche, die um 2,5 und 1,2 Prozent steigen. Die Nestle-Aktien ziehen 0,8 Prozent an. Die drei Schwergewichte profitierten Händlern zufolge von der Indexanpassung.

Die Bankenwerte waren meist etwas schwächer. Die UBS-Aktien schlossen unverändert und die der Credit Suisse sanken um 1,3 Prozent.

Anteile von zyklischen Unternehmen wie dem Personalvermittler Adecco oder der Sanitärtechnikfirma Geberit gaben leicht nach.

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17:10

Bitcoin steigt weiter und glänzt heller als Gold.

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16:05

Apple nehmen ihre Rekordjagd wieder auf und steigen um 1,3 Prozent auf 155,94 Dollar. Das ist die vierte Bestmarke in sechs Handelstagen. Damit ist der iPhone-Hersteller an der Börse knapp 820 Milliarden Dollar wert.

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15:45

Die Indizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 verlieren zur Eröffnung am Freitag bis zu 0,2 Prozent. Ausserdem befürchteten Investoren neue Störfeuer aus der Politik, sagte Peter Cardillo, Chefökonom des Brokerhauses First Standard Financial. Vor einigen Tagen hatte US-Präsident Donald Trump überraschend den FBI-Chef entlassen. Kritiker warfen ihm daraufhin vor, die Ermittlungen wegen mutmasslicher Verstrickungen von Trumps Wahlkampfteam mit Russland vertuschen zu wollen. Börsianer befürchten, dass dieser Streit Trumps Steuersenkungspläne verzögern oder durchkreuzen kann.

Sicher ist, das politische Hickhack ist nicht so schnell vorbei – und auch Donald Trump giesst immer neues Öl ins Feuer.

Die US-Einzelhandelsumsätze stiegen im April um 0,4 Prozent. Von Reuters befragte Analysten hatten aber mit einem Plus von 0,6 Prozent gerechnet. Der private Konsum gilt als Hauptstütze der weltgröstsen Volkswirtschaft.

Parallel dazu legte JCPenney enttäuschende Geschäftszahlen vor. Der Umsatz des US-Einzelhändlers ging zum Jahresauftakt um 3,5 Prozent zurück - etwa fünf Mal so stark wie erwartet. 

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12:45

Die Schweizer Börse hat am Freitag nach einem verhaltenen Start leicht zugelegt. Der Markt präsentiert sich laut Händlern uneinheitlich. Der Schweizer Bluechip-Index SMI steigt um 0,2 Prozent auf 9079 Punkte und macht sich damit auf den Weg zum dritten Wochengewinn hintereinander. "Wir sind dabei, die Gewinne zu konsolidieren, die wir im Zuge der französischen Wahlen erzielt haben", sagte ein Börsianer. 

Am Nachmittag könnten US-Konjunkturzahlen für frischen Wind sorgen. Unter anderem werden die Inflationszahlen für April publiziert.

Bei den Schweizer Standardwerten standen die Luxusgüterhersteller im Mittelpunkt: Die Aktie von Richemont brechen um 4,7 Prozent ein, was den SMI um fast 20 Punkte drückt. Im Gefolge von Richemont sacken auch die Titel des Uhrenkonzerns Swatch um 3,5 Prozent ab.

Gefragt sind hingegen die Index-Schwergewichte. Die Pharmawerte Novartis und Roche legen 1,2 und 0,5 Prozent zu. Beide Titel profitierten von positiven Analystenkommentaren.

Die Aktien von Syngenta wird mit einem Dividendenabschlag gehandelt. Im Zuge der Übernahme durch ChemChina erhalten Aktionäre des Agrarchemiekonzerns, die ihre Aktien bereits angedient haben, eine Sonderzahlung von fünf Franken.

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10:15

Der Leitindex SMI hält trotz der leichten Verluste an den beiden Vortagen bislang auf eine positive Wochenperformance zu. Nachdem der Index die beiden Vorwochen stark gestiegen war und zur Wochenmitte den höchsten Stand seit August 2015 erreicht hatte, werden mittlerweile vermehrt Stimmen laut, die vor Rückschlägen warnen.

Der Swiss Market Index (SMI) steht um 09.30 Uhr 0,10% höher bei 9'073,97 Punkten und der breite Swiss Performance Index (SPI) rückt 0,08% vor auf 10'298,54. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, verliert hingegen 0,13% auf 1'436,78 Zähler.

Richemont fallen um 5,2% zurück und sind damit die Ausreisser nach unten. Mit dem am Morgen vorgelegten Zahlenkranz zum per Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Luxusgüterkonzern die Markterwartungen knapp verfehlt. Die Aktien der Branchennachbarin Swatch fallen im Sog von Richemont um 4,1% zurück.

Der Moment, um bei den Uhrenaktien einzusteigen? Ja, findet Julius Baer...

Ansonsten halten sich die Verluste in Grenzen. Mit UBS (-0,7%) steht ein Bankenwert noch etwas ausgeprägter unter Druck, ohne das jedoch spezifischen News zu dem Titel auszumachen sind.

Bei den Gewinnern haben Novartis mit +1,2% die Nase vorn und sind damit eine grosse Stütze für den Gesamtmarkt.

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09:15

Der hiesige Leitindex SMI notiert im frühen Handel kaum verändert bei 9061 Punkten. Er steuert aber trotz der leichten Verlusten an den beiden Vortagen bislang auf ein positive Wochenperformance zu.

Am auffälligsten sind die Richemont-Aktien. Sie sacken fast 6 Prozent. Der Luxusgüterkonzern hat im per Ende März abgeschlossenen Geschäftsjahr weniger Umsatz erzielt und deutlich weniger verdient, damit wurden die Markterwartungen mehr oder weniger erfüllt. Der Konzern hat derweil sein im Mai 2014 angekündigtes Aktienrückkaufprogramm beendet und den Beginn eines neuen dreijährigen Programms  angekündigt. Die Swatch-Aktien geben 4 Prozent nach.

Mit einem Aktienrückkaufprogramm gibt auch SGS (+0,2 Prozent) zu Reden. Hier beläuft sich das Volumen auf insgesamt 250 Mio CHF bzw. auf rund 1,4% des Aktienkapitals.

Die Aktie des Agrochemiekonzerns Syngenta (-0,7 Prozent) wird von der heutigen Auszahlung der Sonderdividende über 5 Franken belastet, auch wenn sich vorbörslich diesbezüglich nichts zu sehen ist (unv.). Zur Zahlung kommt es, da der Übernahme des Basler Agrochemikonzerns durch den chinesischen Staatskonzern ChemChina nichts mehr im Weg steht, nachdem die Syngenta-Aktionäre bekanntlich den Chinesen über 80% der Aktien angeboten haben.

Etwas im Blick sind auch Lonza (+0,5 Prozent), nachdem mit Viking Global Investors ein neuer Aktionär in Erscheinung getreten ist. Der Lifescience-Konzern hatte bekanntlich von Anfang Mai bis zur Wochenmitte eine Kapitalerhöhung zur Teil-Finanzierung des Capsugel-Zukaufs durchgeführt. Viking hatte die meldepflichtige Schwelle von 3 Prozent am 4. Mai überschritten.

Am breiten Markt meldete der Flughafen Zürich (unverändert), dessen Aktien an der SIX kotiert sind, für den April ein starkes Passagierwachstum von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Immobilienunternehmen PSP Swiss Property (-0,8 Prozent) hat derweil im ersten Quartal 2017 einen Rückgang beim Liegenschaftsertrag verzeichnet und unter dem Strich deutlich weniger verdient.

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08:45

Mittlerweile haben die Märkte in Fernost geschlossen, sie haben zum Wochenende keine gemeinsame Richtung gefunden. In China lief der Aktienhandel besser als in Japan, nachdem die Notenbank an den Finanzmärkten mit einer großzügigen Kreditvergabe für mehr Liquidität gesorgt hatte. Einzig die Aktien von Nissan zogen am Freitag in Tokio ordentlich an und haben offenbar noch mehr Potenzial: 

Der Tokioter Leitindex mit seinen 225 führenden Werten schloss 0,4 Prozent tiefer bei 19.883 Punkten. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans tendierte 0,2 Prozent schwächer. Die Börse in Shanghai notierte 0,7 Prozent fester, während es in Hongkong 0,1 Prozent aufwärtsging.

Die chinesische Notenbank pumpte umgerechnet mehr als 60 Milliarden Euro über Kredite in den Markt, die eine Laufzeit von sechs bis zwölf Monaten haben. Bei der kurzfristigeren Kreditvergabe hält sich die Zentralbank seit längerem zurück, um Spekulationsblasen zu verhindern. Die jüngste Liquiditätsspritze war am Markt willkommen, wo zuletzt über zu wenig finanzielle Flexibilität geklagt worden war.

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08:10

Der Swiss Market Index wird am Freitag vorbörslich unverändert mit 9064 Punkten indiziert. Die Aktie von Richemont sinkt 0,1 Prozent. Der Luxusgüterhersteller hat im vergangenen Jahr zwar deutlich weniger verdient, kündigte jedoch ein weiteres Aktienrückkaufprogramm über bis zu zehn Millionen Aktien an. Die Aktien von Syngenta werden mit dem Abschlag der Sonderdividende im Zuge der Übernahme durch ChemChina von fünf Franken gehandelt.

"Die Aktienmärkte haben merklich an Schwung verloren", sagte ein Händler. "Wir sind dabei, die Gewinne zu konsolidieren, die wir im Zuge der französischen Wahlen erzielt haben", sagte ein anderer Börsianer. Möglicherweise stellten manche Anleger vor dem Wochenende noch die eine oder andere Baisseposition glatt, hiess es weiter.

Neben den Firmenbilanzen etwa von Richemont richten Anleger ihre Aufmerksamkeit auf die US-Einzelhandelsumsätze, von denen sie sich Hinweise auf Zeitpunkt und Tempo der erwarteten Zinserhöhungen erhoffen. Außerdem steht das von der Universität Michigan ermittelte Barometer für die Stimmung der US-Verbraucher auf dem Terminplan. Der private Konsum gilt als Hauptstütze der weltgrössten Volkswirtschaft.

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07:30

Die Ölpreise haben am Freitag ihre seit Wochenmitte erzielten Gewinne gehalten. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli 50,80 US-Dollar. Das waren sechs Cent mehr als am Donnerstag. 

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06:35

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index in Japan liegt 0,4 Prozent im Minus bei 19'881 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,5 Prozent auf 1579 Zähler.

Enttäuschende Firmenbilanzen hatten am Donnerstag die US-Börsen unter Druck gesetzt. Zu den Verlierern an der Wall Street zählten vor allem Einzelhandels- und Finanzwerte. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab 0,1 Prozent auf 20.919 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,2 Prozent auf 2394 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich ebenfalls um 0,2 Prozent auf 6115 Punkte.

Der Euro zeigte sich im fernöstlichen Devisenhandel leicht im Plus. Ein Euro wurde mit 1,0865 Dollar bewertet. Nach der Wahl Emmanuel Macrons zum neuen französischen Präsidenten hatte die Gemeinschaftswährung Anfang der Woche ein Sechs-Monats-Hoch von 1,1024 Dollar erreicht. Der Dollar wurde mit 113,84 Yen gehandelt und tendierte gegenüber der japanischen Währung unter einem Acht-Wochen-Hoch. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,0949 und zum Dollar mit 1,0077. 

(cash/Agenturen)