+++Börsen-Ticker+++ - US-Börsen: Moderates Plus - Renditen bremsen weiter

Die Wall Street hat nach ihrem jüngsten Kursrutsch am Mittwoch nur wenig Boden gutmachen können.
25.04.2018 22:59
Trader an der Wall Street.
Trader an der Wall Street.
Bild: Bloomberg

22:30

Der Dow Jones Industrial schloss 0,25 Prozent im Plus bei 24'083,83 Punkten. Tags zuvor hatte der New Yorker Leitindex knapp 2 Prozent eingebüsst, als zudem Aussagen von US-Präsident Donald Trump und seinem französischen Amtskollegen Emmanuel Macron zum Iran belastet hatten. Für den marktbreiten S&P 500 ging es am Mittwoch um 0,18 Prozent auf 2'639,40 Zähler hoch, während der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 0,08 Prozent auf 6'513,94 Punkte gewann.

Bereits am Dienstag hatte die Rendite für US-Staatsanleihen mit zehn Jahren Laufzeit erstmals seit über vier Jahren die 3-Prozent-Marke erreicht. Nun ging es noch ein wenig weiter nach oben. Diese Entwicklung schmälert tendenziell die Attraktivität von Aktien im Vergleich zu den festverzinslichen Wertpapieren.

Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht zu den US-Börsen.

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17:30

Die Schweizer Börse ist am Mittwoch abgerutscht. Händler befürchten negative Folgen steigender Zinsen für eine Wirtschaft, die sich zuletzt etwas abgeschwächt habe.

Der SMI sank um 0,6 Prozent auf 8796 Punkte. "Der Anstieg der Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen über drei Prozent könnte die Finanzierungskosten für die Unternehmen verteuern und die Wirtschaft zusätzlich bremsen", sagte ein Börsianer.

Die Bluechips gaben mit Ausnahme der Credit Suisse und Richemont nach. Die Aktien der Grossbank stiegen um 3,6 Prozent. Richemont schlossen praktisch unverändert.

Von den an sich als krisensicher geltenden Indexschwergewichten verloren Novartis und Roche jeweils 0,7 Prozent an Wert. Andere ebenfalls als defensive Anlage geltende Werte wie die Lebensmittelfirmen Nestle, Emmi und Lindt & Sprüngli oder die Telekomfirmen Swisscom und Sunrise hielten sich besser als der Mart.

Auf den Verkaufszetteln standen auch zyklische Firmen. Die Aktien von Clariant stürzten 7,4 Prozent ab.

Den ausführlichen SMI-Schlussbericht lesen Sie hier.

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16:45

Brent verbilligt sich um 0,6 Prozent auf 73,40 Dollar je Barrel, WTI kostet mit 67,40 Dollar 0,4 Prozent weniger. Laut dem US-Energieministerium sind die Rohöl- und Benzinbestände in der vergangenen Woche überraschend gestiegen. Allerdings fielen die Destillate deutlicher als gedacht.

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16:17

Mit dem Markttrend gehen auch Twitter nach der Vorlage von Quartalszahlen in die Knie: Die Aktien verlieren 5,5 Prozent auf 28,79 Dollar, nachdem sie zu Handelsbeginn noch um bis zu fünf Prozent gestiegen waren.

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15:45

Die steigenden Renditen am US-Anleihemarkt haben den Anlegern an der Wall Street am Mittwoch erneut Kopfzerbrechen bereitet.  Dow Jones kletterte in den Anfangsminuten um 0,3 Prozent auf 24.091 Punkten, ehe er wieder leicht ins Minus bröckelte. Am Dienstag hatte er 1,7 Prozent verloren. Der S&P500 und der Nasdaq-Composite traten ebenfalls auf der Stelle.

Angesichts der hohen Bewertungen der US-Aktien seien viele Anleger auf dem Sprung, sagten Händler. Gewinnmitnahmen hätten noch niemandem geschadet. Zudem böten die Staatsanleihen nun eine attraktive und relativ sichere Alternative zu den ohnehin recht teuren Aktien.

Die Rally der letzten Jahre war vor allem auch durch die ultralockere Geldpolitik der Notenbanken befeuert worden. Die US-Notenbank Fed dreht inzwischen schon an der Zinsschraube. Viele Anleger fürchten, dass die Währungshüter im Falle einer stärkeren Inflation schneller die Zinsen erhöhen könnten.

Bei der Bilanzsaison standen Twitter im Fokus: die Aktien des Kurznachrichtendiensts, der dank seines Nutzers Donald Trump immer wieder in den Schlagzeilen ist, stiegen um fünf Prozent auf 32 Dollar. Twitter schrieb das zweite Quartal in Folge schwarze Zahlen.

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15:15

Die türkische Zentralbank hat angesichts des anhaltenden Verfalls der Lira einen wichtigen Zinssatz angehoben. Wie die Zentralbank am Mittwoch auf ihrer Website mitteilte, wurde der Satz für Hauptrefinanzierungsgeschäfte um 75 Basispunkte von 12,75 auf 13,50 Prozent angehoben.

Ökonomen hatten eine Erhöhung um 50 Basispunkte erwartet. Die türkische Lira stieg nach der Entscheidung um 0,7 Prozent auf 4,09 zum Dollar. Die anderen Zinssätze wurden unverändert gelassen.

Trotz der Unabhängigkeit der Zentralbank drängt Präsident Recep Tayyip Erdogan sie regelmässig dazu, nicht die Leitzinsen zu erhöhen.

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15:12

Erstmals seit September 2008 steigt die Rendite der zweijährigen US-Staatsanleihen über 2,50 Prozent. Die Rendite der siebenjährigen Bonds erreicht mit 2,984 Prozent das höchste Niveau seit April 2011.

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12:45

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwochmittag die Talfahrt beschleunigt, nachdem bereits ein Kursrutsch in den Überseebörsen für einen schwächeren Handelsbeginn gesorgt hatte.  Der Swiss Market Index (SMI) notiert um 11.55 Uhr um 0,6 Prozent tiefer bei 8'741,13 Punkten.

Bei den Gewinnern stechen die Aktien der Credit Suisse hervor, die um 3,9 Prozent steigen. Zeitweise hatten die Titel gar um über 5 Prozent zugelegt. Damit hat die Aktie in den letzten Tagen stets an Wert gewonnen und sind dabei, einen Teil der Kursverluste von Ende März wieder wettzumachen.

Konkurrentin UBS büsst 1,6 Prozent auf 16,45 Franken ein, Julius Bär um 0,5 Prozent. Händler sprechen von Umschichtungen aus UBS- in Credit Suisse-Aktien.

Der zweite Gewinner bei den Blue Chips sind Vifor, die um 2,2 Prozent zulegen. Die Aktie profitieren von einer Kaufempfehlung von JPMorgan.

Einen Kursknick musste Adecco mit einem Minus von 3,8 Prozent oder 2,54 Franken hinnehmen. Dieser ist hauptsächlich mit der Auszahlung der Dividende von 2,50 Fr. je Titel zu erklären.

Den ausführlichen SMI-Mittagsbericht lesen Sie hier.

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10:30

Der SMI steht 0,6 Prozent im Minus auf 8746 Punkte. Der Anstieg der Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf über drei Prozent treibe den Marktteilnehmern weiterhin die Sorgenfalten auf die Stirn, sagte ein Händler.

"Möglicherweise ist nun eine negative Spirale in Gang gekommen", sagte ein Händler. Steigende Rohstoff- und Energiepreise sowie Finanzierungskosten könnten die lange totgesagte Inflation rascher und stärker wiederbeleben als erwartet, was eine aggressivere Gangart der Zentralbanken bei der Normalisierung der Geldpolitik auslösen könnte.

Die meisten Bluechips gaben nach. Gegen den Trend schnellten die Aktien der Credit Suisse um 4,4 Prozent in die Höhe.

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09:15

Die Schweizer Börse eröffnet den Handel mit Abschlägen. Gegen den Trend legen hingegen die CS-Aktien deutlich zu. Der Swiss Market Index (SMI) gibt unmittelbar nach Börseneröffnung um 0,4 Prozent auf 8764 Punkte nach. Die US-Märkte waren am Vorabend nach dem europäischen Handelsschluss noch tief ins Minus abgerutscht, und auch an den grossen asiatischen Handelsplätze schlossen die Indizes im roten Bereich. 

Gegen den Trend fester zeigen sich Credit Suisse (+4,4 Prozent). Die zweitgrösste Schweizer Bank hat für das erste Quartal einen klaren Gewinnanstieg und den höchsten Geldzufluss seit langer Zeit mitgeteilt und die Erwartungen der Analysten damit übertroffen. Gut lief es der Bank vor allem im Vermögensverwaltungsgeschäft sowie bei den Aktivitäten in der Schweiz. Im Ausblick auf den weiteren Jahresverlauf zeigt sich die Bank allerdings vorsichtig.

Lesen Sie dazu auch: Credit Suisse mit stärkstem Quartal seit Jahren

Die Titel der Konkurrentin UBS, deren Quartalszahlen am Montag negativ aufgenommen wurden, zeigen sich derweil  mit -0,5 Prozent schwächer. Die Aktien des Vermögensverwalters Julius Bär, die sich am Vortag noch etwas erholt hatten, notieren derzeit unverändert.

Die Börsenschwergewichte Nestlé sowie Novartis (-je 0,5%) geben ungefähr mit dem Markt nach, Roche (-0,2 Prozent) verlieren etwas weniger. Mit deutlichen Abschlägen präsentieren sich Clariant (-5,0 Prozent). Der Baselbieter Chemiekonzern hat in den ersten drei Monaten des Jahres den Umsatz und den Betriebsgewinn verbessert und bestätigt den Ausblick für das laufende Jahr. Während der Umsatz über den Erwartungen ausfiel, hat das Unternehmen mit der Betriebsgewinnmarge die Prognosen der Analysten nicht ganz erfüllt.

Gegen den Trend im Plus notieren Vifor Pharma (+1,4 Prozent). Unterstützung erhalten die Titel von einer Ersteinstufung mit "Overweight" durch die US-Grossbank JPMorgan. Die Vifor-Aktie biete das grösste Wachstumspotenzial unter den europäischen Spezialpharma-Unternehmen in Europa, kommentiert der zuständige Analyst.

Leicht im Minus zeigen sich die Titel des Chipherstellers AMS (-0,3 Prozent), die am Vortag nach dem Quartalsbericht um 9 Prozent abgesackt waren. Am Mittwoch senken die Analysten der Credit Suisse und von JPMorgan ihre Kursziel für die AMS-Aktien, bleiben aber bei ihren Einstufungen "Outperform" respektive "Overweight". Zahlen vorgelegt hat am Vortag auch die Mühlenbetreiberin Groupe Minoteries (Kurs unverändert). Die Bell Gruppe (-0,3 Prozent) hat derweil die Übernahme eines Westschweizer Convenience-Unternehmens mitgeteilt.

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08:35

Die aufkeimenden Inflationsängste der Anleger in Amerika haben am Mittwoch auch die Stimmung an den asiatischen Börsen eingetrübt. In Tokio fiel der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um 0,3 Prozent auf 22.215 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,1 Prozent auf 1767 Zähler.

In China und Korea gaben die Indizes bis zu 1,1 Prozent nach. Vor allem der Anstieg der Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen auf rund drei Prozent macht die US-Anleger nervös. Momentan gerieten etliche Aktien grosser Konzerne unter Druck, obwohl sie überraschend hohe Gewinne ausweisen konnten, erläuterte Anlagestratege Norihiro Fujito vom Analysehaus Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities.

"Der Markt reagiert bislang, als ob die seit 2009 laufende Rally ihrem Ende zugeht." Vor allem Industriewerte und die Aktien von Baumaschinen-Herstellern liessen Federn. Der US-Branchenriese Caterpillar erklärte, dass infolge der Schutzzölle von US-Präsident Donald Trump auf Stahlimporte künftig höhere Materialkosten anfallen könnten. Die Papiere von Komatsu fielen um 3,4 Prozent, die Titel von Hitachi Construction gaben 3,5 Prozent ab.

Die Aussicht auf höhere Übernahmekosten drückte die Aktien von Takeda um rund sieben Prozent und bescherte ihnen den grössten Tagesverlust seit neun Jahren. Der Pharmakonzern hatte zuvor seine Offerte für den irischen Konkurrenten Shire aufgestockt

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08:08

Der Swiss Market Index (SMI) gibt in der von Julius Bär berechneten Vorbörse um 0,44 Prozent nach. Gestern sank der SMI um 0,1 Prozent auf 8797 Punkte. Der Anstieg der Renditen der zehnjährigen US-Staatsanleihen auf drei Prozent hatte dem Leitindex den Wind aus den Segeln genommen. An Bondrenditen orientieren sich Zinssätze für Unternehmens- und Verbraucherkredite.

Nach Quartalszahlen stehen die Titel der Credit Suisse im Fokus, die 0,9 Prozent zulegen. Der Reingewinn konnte um 16 Prozent gesteigert werden.

Sämtliche anderen Werte aus dem Leitindex liegen im Minus. Am deutlichsten Adecco (-4,3 Prozent), die jedoch mit Dividendenabschlag gehandelt werden.

Für die Aktien von Clariant nannten Händler einen um 0,4 Prozent höheren Kurs. Der Spezialchemiekonzern hat im ersten Quartal den bereinigten Betriebsgewinn (Ebitda) um sieben Prozent auf 268 Millionen Franken gesteigert. Analysten hatten durchschnittlich mit 266 Millionen Franken gerechnet. 

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07:45

Die Ölpreise haben sich am Mittwochmorgen nach spürbaren Verlusten am Vortag stabilisiert. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete im frühen Handel 73,84 US-Dollar. Das waren zwei Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Taxas Intermediate (WTI) sank ebenfalls geringfügig um drei Cent auf 67,67 Dollar.

Am Dienstagabend waren die Rohölpreise unter Druck geraten, nachdem Frankreichs Präsident Emmanuel Macron während eines Staatsbesuchs in den USA Vorschläge präsentierte, um das Atomabkommen mit dem Iran nicht zu gefährden. Die US-Regierung steht dem Abkommen kritisch gegenüber. Es gilt als möglich, dass US-Präsident Donald Trump das Abkommen aufkündigt und einstige Sanktionen wieder in Kraft setzt.

Für diesen Fall rechnen Fachleute mit einer erheblichen Beeinträchtigung des iranischen Rohölangebots. Das Land ist einer der grössten Produzenten innerhalb des Ölkartells Opec. Der Vorschlag Macrons für ein umfassendes Abkommen unter Einschluss regionaler Kräfte dämpfte Ängste vor derartigen Knappheiten am Rohölmarkt etwas.

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06:45

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index fiel bis am Nachmittag um 0,4 Prozent auf 22.191 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,46 Prozent auf 1761 Zähler.

Zu den grössten Verlierern zählten die Aktien des Pharmakonzerns Takeda. Sie brachen zeitweise um neun Prozent ein. Der irische Konkurrent Shire hatte zuvor bekannt gegeben, die Japaner hätten eine neue Übernahmeofferte für das Unternehmen vorgelegt.

Auch die Aktien von Baumaschinen-Herstellern liessen Federn, nachdem der US-Branchenriese Caterpillar erklärt hatte, dass infolge der Schutzzölle von US-Präsident Donald Trump auf Stahlimporte künftig höhere Materialkosten anfallen könnten.

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06:35

Der Euro tendierte im fernöstlichen Handel kaum verändert bei 1,2225 Dollar. Zum Yen notierte die US-Währung bei 108,93 Yen. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9800 Franken je Dollar und 1,1983 Franken je Euro gehandelt. 

(cash/AWP/Reuters)