+++Börsen-Ticker+++ - US-Börsen nach Bilanzflut im Minus

Gemischte Firmenbilanzen haben die US-Börsen am Mittwoch in Schach gehalten. Alle drei grossen Indizes liessen nach der jüngsten Kursrally leicht Federn.
24.04.2019 22:35
Ging nicht mit gutem Beispiel voran: Die Aktie des US-Baumaschinen-Herstellers gibt am Mittwoch nach der Bilanzpräsentation nach.
Ging nicht mit gutem Beispiel voran: Die Aktie des US-Baumaschinen-Herstellers gibt am Mittwoch nach der Bilanzpräsentation nach.
Bild: Bloomberg

22:35

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schliesst 0,2 Prozent tiefer auf 26'597 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 sinkt 0,2 Prozent auf 2927 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringert sich ebenfalls um 0,2 Prozent auf 8102 Punkte.

Bei den Einzelwerten gehts für Caterpillar rund 3 Prozent bergab. Der weltgrösste Hersteller von Baumaschinen, der auch als Gradmesser für die Entwicklung der Weltwirtschaft gilt, übertraf zwar die Gewinnprognosen der Analysten für das laufende Quartal. Der Umsatz der Bausparte in der wichtigen Region Asien-Pazifik ging aber um 4 Prozent zurück.

Ebay-Papiere legen gut 5 Prozent zu. Die Online-Verkaufsplattform hat ihre Prognosen für das Gesamtjahr bei Umsatz und Gewinn angehoben.

AT&T lassen nach Vorlage der Quartalszahlen mehr als 4 Prozent Federn. Wegen unerwartet niedriger Erlöse bei der Tochter WarnerMedia hat der US-Telekomkonzern im ersten Quartal die Umsatzerwartungen verfehlt.

Der Gewinn des US-Flugzeugbauers Boeing brach im ersten Quartal 2019 nach den Problemen mit der 737-MAX-Reihe um rund ein Fünftel ein. Das Unternehmen kassierte deshalb auch seinen Ausblick für das Gesamtjahr. Die Boeing-Aktie legt trotzdem um 0,4 Prozent zu.

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17:35

Die Schweizer Börse hat den Aufwärtstrend am Mittwoch fortgesetzt. Der Leitindex stieg zwischenzeitlich auf ein Allzeithoch von 9704 Zähler. Der SMI gewinnt zum Handelsschluss 0,2 Prozent auf 9656 Punkte.

Händler erklären, gute Firmenergebnisse hätten bei den Anlegern erneut für Kauflaune gesorgt. Signale, dass die chinesische Regierung ihre Konjunkturprogramme dank einer wieder anziehenden Wirtschaft zurückschrauben könnte, verhinderten allerdings stärkere Kursgewinne.

Zugpferd war Novartis. Die Titel klettern 2,4 Prozent, nachdem der Pharmariese angesichts der anziehenden Nachfrage nach neuen Medikamenten seine Gewinnprognose angehoben hatte.

Credit Suisse profitieren von einem über den Erwartungen liegenden Quartalsabschluss und gewinnen 0,1 Prozent. Die Titel der Rivalin UBS, die am Donnerstag den Zwischenbericht veröffentlicht, geben leicht nach. Die Aktien des Pharmazulieferers Lonza geben wegen der Dividendenausschüttung Boden preis.

Bei den Nebenwerten klettern Burckhardt Compression nach dem Eingang von Neuaufträgen 2,3 Prozent. Relief Therapeutics verzeichnen gar einen Kurssprung von 10 Prozent. Die Pharmafirma hat eine Vereinbarung mit dem französischen Start-up Enterosys zur Entwicklung eines Wirkstoffs gegen Stoffwechselerkrankungen geschlossen.

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16:40

Gemischte Firmenbilanzen halten die US-Börsen zur Börseneröffnung am Mittwoch in Schach. Der Euro wird durch schwache Konjunkturdaten aus der Eurozone belastet. Der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung fällt am Nachmittag auf 1,1188 Dollar. Im frühen Handel hatte er noch merklich über der Marke von 1,12 notiert.

Derweil setzt der Schweizer Franken die Erholung fort und ist sowohl gegenüber dem Vorabend als auch gegenüber dem Frühhandel erstarkt. Der Euro kostet derzeit 1,1390 Franken, nach 1,1440 am Morgen und 1,1446 am Vorabend. Der Dollar wechselt für 1,0172 Franken den Besitzer, womit er wieder unter die Marke bei 1,02 gefallen ist.

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16:00

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte liegt kurz nach dem Start nahezu unverändert bei 26'628 Punkten, ebenso der breiter gefasste S&P 500 mit 2931 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gibt 0,1 Prozent auf 8123 Stellen nach.

Die grossen Indizes liegen nach kräftigen Zuwächsen in diesem Jahr alle nahe an ihren Allzeithochs. Getragen wird die Stimmung von der Hoffnung auf eine eher lockere Geldpolitik der US-Notenbank, einem versöhnlichen Ausgang des Handelsstreits zwischen den USA und China sowie der Erwartung robuster Firmengewinne in der aktuellen Bilanz-Saison.

Boeing-Aktien legen knapp 1 Prozent zu, obwohl der US-Flugzeugbauer wegen der Probleme bei dem Modell 737 MAX im ersten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen musste und zunächst seine Jahresprognose kassierte.

Für Caterpillar gehts 2,5 Prozent rauf. Der weltgrösste Hersteller von Baumaschinen, der auch als Gradmesser für die Entwicklung der Weltwirtschaft gilt, übertraf zwar die Gewinnprognosen der Analysten für das laufende Quartal. Der Umsatz der Bausparte in der wichtigen Region Asien-Pazifik ging aber um 4 Prozent zurück.

Ebay-Papiere legen 4,7 Prozent zu. Die Online-Verkaufsplattform hat ihre Prognosen für das Gesamtjahr bei Umsatz und Gewinn angehoben.

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11:40

Der Schweizer Aktienmarkt verzeichnet am Mittwochmittag moderate Gewinne und setzt damit die Rekordjagd fort. Der SMI profitiert dabei von den jeweils nach Quartalszahlen gesuchten Novartis und Credit Suisse. Bei einer Mehrheit der Titel im SMI/SLI setzen aber angesichts des hohen Niveaus Gewinnmitnahmen ein. Das Potential nach oben sei mittlerweile etwas beschränkt, heisst es dazu in Marktkreisen.

Der SMI steht gegen 11 Uhr 0,4 Prozent höher bei 9676 Punkten. Das neue Intraday-Allzeithoch liegt bei 9688 Punkten. Der 30 Aktien umfassende SLI zieht um 0,4 Prozent auf 1519 Punkte an und der SPI um 0,4 Prozent auf 11'637 Punkte.

Novartis ziehen den SMI mit einem Plus von 2,8 Prozent klar nach oben. Der Gesundheitskonzern legt für das zurückliegende erste Quartal ein überzeugendes Ergebnis vor. Dahinter belegen Credit Suisse (+2,6%) den zweiten Platz in der Tabelle. Die zweitgrösste Schweizer Bank hat im ersten Quartal einem schwierigen Umfeld getrotzt und die Analystenerwartungen zum Teil deutlich übertroffen.

Die Mehrheit der Aktien gibt aber wie erwähnt leicht nach, am meisten Vifor Pharma (-1,3%) und Lonza (-1,3%; -4 Franken). Letztere werden allerdings ex Dividende von 2,75 Franken gehandelt.

Im breiten Markt büssen Phoenix Mecano nach enttäuschenden Zahlen 3,3 Prozent ein. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht am Mittag.)

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09:10

Wenige Minuten nach dem Handelsstart steht der SMI bei 9687 Punkten. Dank der guten Novartis-Zahlen kommt es zu einer Fortsetzung der Rekordjagd. Denn erst am Vortag hatte der SMI seinen seit Jahresbeginn starken Lauf fortgesetzt und erstmals über 9'600 Punkten geschlossen. Im Fokus stehen nach Zahlen auch Credit Suisse, welche noch deutlicher als Novartis zulegen.

Bei der Mehrheit der übrigen Aktien kommt es dagegen auf dem hohen Niveau zu Gewinnmitnahmen, trotz dank guter Unternehmensergebnisse freundlicher Vorgaben aus den USA. Die Stimmung sei weiterhin positiv, hiess es dazu am Markt. Auf dem aktuellen Niveau sei das Potential nach oben aber beschränkt und eine Konsolidierungsphase käme nicht überraschend.

Gestützt wird der Gesamtmarkt insbesondere von den starken Novartis (+2,4 Prozent). Der Pharmakonzern hat die Erwartungen insbesondere mit dem Umsatz im Bereich innovative Medikamente übertroffen. Gut aufgenommen wird aber auch die Erhöhung des Ausblicks für den operativen Gewinn im Gesamtjahr. Roche (+0,5 Prozent) profitieren von den Novartis-Zahlen kaum, die von Novartis abgespaltenen Alcon steigen um 0,8 Prozent.

Mehr zum CS-Ergebnis: Setzt die Aktie der Credit Suisse den guten Lauf fort?

Noch deutlicher legen allerdings CS (+4 Prozent) zu. Die Bank wusste mit dem Quartalsergebnis auf allen Ebenen zu überzeugen. Im Sog von Credit Suisse werden auch UBS (+1,6 Prozent) und Julius Bär (+2 Prozent) höher gestellt. Die weiteren Blue Chips stehen teils im Minus, so etwa auch Nestlé (-0,7 Prozent) nach einer Bestätigung des Ratings "Buy" durch Berenberg.

Im breiten Markt werden dagegen Flughafen Zürich (+0,4 Prozent) von einer positiven Einschätzung der Credit Suisse gestützt, die Bank hat die Einstufung "Outperform" bestätigt. Burckhardt Compression (noch kein Kurs) könnten von einer Meldung zu verschiedenen Grossaufträgen aus China etwas Rückenwind erhalten.

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08:10

Der Swiss Market Index ist weiter auf Rekordkurs: Vorbörslich wird der Schweizer Börsen-Leitindex 0,21 Prozent höher bei 9655 Punkten geschätzt. Am Dienstag hatte der Leitindex mit knapp 9654 Punkten den höchsten Wert seit seiner Einführung vor über 30 Jahren erreicht. 

Am deutlichsten steigt am Mittwoch die Aktie von Credit Suisse. Sie legt nach Vorlage der Quartalszahlen 2,7 Prozent zu. Novartis, die ebenfalls Quartalszahlen brachte, steigen 0,9 Prozent. 

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07:40

Die Ölpreise haben am Mittwoch einen kleinen Teil der kräftigen Gewinne seit den Osterfeiertagen wieder abgegeben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 74,18 Dollar. Das waren 33 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 32 Cent auf 65,98 Dollar.

Bis zum Vorabend wurden die Ölpreise durch eine Verschärfung der US-Sanktionen gegen das Opec-Land Iran gestützt. Am Montag hatte die Regierung in Washington mitgeteilt, ab Mai keine Ausnahmeregelungen für Ölimporte aus dem Iran zu gewähren. Am Dienstag hatten der Brent-Preis bei 74,73 Dollar und der US-Ölpreis bei 66,60 Dollar jeweils die höchsten Stände seit November erreicht.

Zur Wochenmitte rückte die Entwicklung der US-Ölreserven wieder stärker in den Vordergrund am Ölmarkt. Am Vorabend war bekannt geworden, dass der Interessenverband American Petroleum Institute (API) in der vergangenen Woche einen Anstieg der Lagerbestände an Rohöl um 6,86 Millionen Barrel registriert hat. Am Nachmittag werden die offiziellen Lagerdaten der US-Regierung erwartet. Ein Anstieg der Ölreserven kann ein Hinweis auf ein höheres Angebot oder eine niedrigere Nachfrage sein und belastet in der Regel die Ölpreise.

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06:15

In Tokio notiert der Leitindex Nikkei 0,6 Prozent tiefer bei 22'126 Punkten. Lange hielt sich der Index im Plus. Viele Anleger hielten sich dann in Erwartung weiterer Firmenbilanzen zurück.

In New York hatten die Börsenbarometer S&P 500 und Nasdaq nach überzeugenden Unternehmensergebnissen am Dienstag auf Rekordständen geschlossen. Mehr zum Thema asiatische Aktienmärkte:

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06:20

Im fernöstlichen Devisenhandel ist der Euro im Vergleich zum Franken wenig verändert bei 1,1447. Zum Dollar steht der Franken bei 1,0208.

Am Dienstag hatte der Franken hat nach dem verlängerten Oster-Wochenende zu Euro und Dollar deutlich an Wert verloren. Zum Dollar ist die Schweizer Währung nun so schwach wie seit Anfang 2017 nicht. Auch zum Euro gab der Franken nach und erreichte den tiefsten Wert seit über einem halben Jahr.

Über die konkreten Gründe herrschte Rätselraten. Strategen vermuteten dahinter eine Korrektur nach dem jüngsten Höhenflug des Frankens. Zudem begründeten sie die Stärke des Dollars mit Zweifeln an der Robustheit der europäischen Konjunktur, die auch den Franken in Mitleidenschaft ziehe. 

(cash/AWP/Reuters)