+++Börsen-Ticker+++ - US-Börsen schliessen im Plus

Die Wall Street hat am Donnerstag nach einem lange Zeit schleppenden Verlauf höher geschlossen.
17.01.2019 23:05
Trader in der Börse an der Wallstreet in New York.
Trader in der Börse an der Wallstreet in New York.
Bild: Bloomberg

23:00

Der Dow Jones Industrial legte um 0,67 Prozent auf 24 370,10 Punkte zu. Händler machten für die plötzlich anspringenden Indizes etwa zwei Stunden vor Schluss einen Bericht des "Wall Street Journal" verantwortlich. Der Zeitung zufolge erwägen Offizielle des Trump-Beamtenapparates Massnahmen zur Senkung der Zölle auf chinesische Waren, um die Finanzmärkte zu beruhigen. Finanzminister Steven Mnuchin sei ein Befürworter dieser Idee, während ihr der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer reserviert gegenüberstehe. Zwar kamen die Indizes nach einem schnellen Dementi des Finanzministeriums wieder zurück, verteidigten aber bis zum Schluss einen Teil der vorher erzielten Gewinne.

Unter den Einzelwerten rutschten Morgan Stanley um 4,4 Prozent ab. Die US-Bank hatte zwar im vergangenen Jahr dank niedriger Steuern und florierender Finanzmarktgeschäfte ein Rekordergebnis erzielt. Anleger reagierten aber vor allem enttäuscht auf das schwache Schlussquartal. Analyst Kian Abouhossein von der Bank JPMorgan kritisierte das Geschäft mit festverzinslichen Anleihen, Währungen und Rohstoffen sowie ein niedriges Transaktionsvolumen in der Vermögensverwaltung.

Morgan Stanley legte als letzte der grossen US-Banken die Bilanz vor. Insgesamt konnten sich die Ergebnisse sehen lassen. Der amerikanische Finanzsektor hatte im vergangenen Jahr wegen der Steuersenkungen der Trump-Regierung von niedrigeren Abgaben profitiert und auch sonst waren die Geschäfte der Banken rund gelaufen.

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17:30

Die Schweizer Börse hat sich am Donnerstag vom negativen Trend an anderen europäischen Handelsplätzen abgekoppelt und zugelegt. Der SMI stieg um 0,5 Prozent auf 8914 Punkte und verzeichnete damit den dritten Tag in Folge Kursgewinne. Angesichts der Ungewissheit rund um den EU-Austritt Grossbritanniens seien allerdings viele Anleger immer noch mit angezogener Handbremse unterwegs, erklärten Händler.

Die Schweizer Börse profitierte vor allem von Kursgewinnen von Unternehmen, deren Geschäft relativ unabhängig von der Konjunkturentwicklung ist. Der Lebensmittelkonzern Nestle gewannen 1 Prozent an Wert und der Pharmakonzern Novartis 0,7 Prozent. Die Lonza-Aktien stiegen um 1,2 Prozent, nachdem Standard & Poor's den Anleihen des Pharmazulieferers Anlagequalität bescheinigt hatte. Die Anteile des Telekomkonzerns Swisscom rückten 1 Prozent vor.

Grösster Gewinner unter dne Standardwerten war mit einem Kursplus von 2,9 Prozent Geberit. Der Sanitärtechnikkonzern ist im vierten Quartal etwas stärker gewachsen als Analysten erwartet hatten.

Bei den Nebenwerten kletterten die Aktien der Privatbank Vontobel nach einer Kaufempfehlung der UBS um 1,1 Prozent.

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15:50

Enttäuschende Ergebnisse der Investmentbank Morgan Stanley und die Furcht vor den Folgen des Handelsstreits zwischen den USA und China haben die Börsen in New York am Donnerstag belastet. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor zu Handelsbeginn am Donnerstag 0,3 Prozent auf 24'147 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,3 Prozent nach auf 2609 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rutschte um 0,4 Prozent ab auf 7010 Stellen.

Kopfzerbrechen bereitete Investoren ein Gesetzentwurf der USA, wonach der Verkauf von Chips und anderen Komponenten an den chinesischen Netzwerkausrüster Huawei und andere Telekomfirmen verboten werden soll, die gegen US-Sanktionen oder Exportkontrollen verstossen. Der Konflikt könne die Verhandlungen im Zollstreit erschweren, sagte ein Händler.

Die Aktien von Morgan Stanley rutschten um fünf Prozent ab. Das Geldhaus bekam im Schlussquartal 2018 wie die Konkurrenten Goldman Sachs, JP Morgan und Citigroup die Turbulenzen an den Finanzmärkten zu spüren und verzeichnete Einbussen im wichtigen Handel mit festverzinslichen Wertpapieren.

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15:00

Der Verzicht auf eine Gewinnprognose für das laufende Jahr macht Investoren von Alcoa nervös. Die Aktien, die nach der Vorlage der Quartalszahlen am Mittwoch nachbörslich in den USA zunächst gestiegen waren, geben im vorbörslichen Handel zwei Prozent nach. Der Aluminiumkonzern erzielte im Schlussquartal dank besserer Geschäfte mit Bauxit und Aluminumoxid wieder einen Gewinn.

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14:45

Der schwächelnde Handel im Anleihegeschäft von Morgan Stanley enttäuscht Anleger. Die Aktien fallen im vorbörslichen US-Handel um vier Prozent auf 42,70 Dollar.

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13:50

Nach Theresa Mays Sieg bei der Vertrauensabstimmung im britischen Parlament hat sich das Pfund am Donnerstag weiter nach oben gearbeitet. Die Währung des Vereinigten Königreiches kletterte um 0,2 Prozent auf 1,2909 Dollar. Der Euro fiel zum Pfund mit 0,8830 Pence auf den niedrigsten Stand seit mehr als sieben Wochen. Bei dem Misstrauensvotum am Mittwochabend stimmten 325 Abgeordnete für die britische Premierministerin, 306 votierten gegen sie.

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13:00

Die Ölpreise sind am Donnerstag gefallen und haben bis zum Mittag die frühen Verluste etwas ausgebaut. Rohstoffexperten der Commerzbank erklärten den Rückgang mit einem starken Anstieg der Benzinvorräte in den USA. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 60,66 US-Dollar. Das waren 66 Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um ebenfalls 66 Cent auf 51,65 Dollar.

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12:00

Der Schweizer Aktienmarkt hat sich mit einem frühen Richtungswechsel am Donnerstag in die Gewinnzone vorgearbeitet. Der Swiss Market Index (SMI) steht gegen 12 Uhr um 0,4 Prozent höher bei 8'910 Punkten. Damit stemmt sich der Schweizer Markt gegen die eher schwache Tendenz der europäischen Leitbörsen. Dort sorgen Berichte über den chinesischen Smartphone-Hersteller und Netzausrüster Huawei für Unruhe.

Das grösste Plus weisen die Aktien von Geberit aus, die sich um 2,5 Prozent verteuern. Das Sanitärtechnikunternehmen ist im Geschäftsjahr 2018 erneut gewachsen. Dabei hat die Dynamik gegen Ende des Jahres wieder etwas zugenommen. Wie es etwa bei Vontobel heisst, ist der Umsatz im Schlussquartal etwas höher als erwartet ausgefallen.

Beim Lifescience-Unternehmen Lonza (+1,2%) reagieren Investoren freundlich auf das neu vergebene Kreditrating durch Standard & Poor's. Die Gesellschaft bewertet Lonza mit einem BBB+ Kreditrating und stabilem Ausblick.

Dass sich der Gesamtmarkt im Plus hält, ist aber vor allem auf Nestlé (+1%) und Novartis (+0,8%) zurückzuführen. Von den gut 33 Punkten, die der SMI aktuell höher steht, machen sie allen 29 Punkte aus.

Mit den Aktien der Swisscom (+0,8%) und der Swiss Life (+0,4%) gehören noch weitere defensive Titel zu den gefragteren Werten. Aber auch Zykliker wie Temenos, Sika und SGS werden mit Kursgewinnen zwischen 1,4 und 0,6 Prozent gesucht.

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09:34

Investoren nutzen die jüngste Rally bei der Deutschen Bank für Gewinnmitnahmen. Die Aktien des Institutes fallen um 2,3 Prozent, nachdem sie am Mittwoch wegen Spekulationen um eine Fusion mit der Commerzbank 8,4 Prozent zugelegt hatten. Deren Titel geben ebenfalls einen Teil ihrer Vortagesgewinne ab und verlieren 2,5 Prozent.

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09:15

Der Schweizer Aktienmarkt eröffnet am Donnerstag etwas tiefer. Zulegen können gegen den Trend Geberit, Nestlé und Swisscom. Der Swiss Market Index (SMI) gibt zum Börsenstart 0,3 Prozent auf 8847 Punkte nach.

Unter den 20 SMI-Blue Chips stechen Geberit als Gewinner mit einem Plus von 1,8 Prozent hervor. Das Sanitärtechnikunternehmen ist im Geschäftsjahr 2018 erneut gewachsen. Dabei hat die Dynamik gegen Ende des Jahres wieder etwas zugenommen.

Darüber hinaus sind mit den defensiven Nestlé (+0,4 Prozent) und Swisscom (+0,2 Prozent) zwei weitere Titel aus dem Leitindex im Plus. Deutliche Abschläge verzeichnen hingegen LafargeHolcim und Credit Suisse (beide je minus 1,5 Prozent).

Im breiten Markt fallen die Anteilsscheine von Vontobel mit plus 0,8 Prozent auf. Die UBS hat zuvor die Aktien neu zum Kauf empfohlen. Die Aktie erscheine ihm unterbewertet, da der starken Profitabilität nach der Notenstein-Akquisition und dem Wachstumsausblick zu wenig Rechnung getragen würde, schreibt der zuständige Analyst.

Die Aktien des Stromzählerherstellers Gruppe Landis+Gyr gewinnen 1,6 Prozent. Das Unternehmen geht mit dem amerikanischen Unternehmen Sense eine Partnerschaft ein und beteiligt sich gleichzeitig finanziell an diesem.

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08:45

Neu aufgeflammte Furcht vor einer Abkühlung der chinesischen Konjunktur setzt den asiatischen Börsen zu. Der japanische Nikkei-Index verlor am Donnerstag 0,2 Prozent auf 20.402 Punkte und die Börse Shanghai gab 0,4 Prozent auf 2259 Zähler nach.

Genährt wurden die Spekulationen von einer Gewinnwarnung von Gree Electric. Wegen einer schwächelnden Konjunktur halbierte sich das Wachstum des zweitgrössten Haushaltsgeräte-Herstellers in China 2018 ersten Berechnungen zufolge auf 16 bis 21 Prozent. Gree-Aktien büssten 1,7 Prozent ein.

Chinas Ministerpräsident Li Keqiang betonte in einer Radio-Ansprache, dass die Regierung zur Ankurbelung der Wirtschaft ihre Investitionen verstärken werde. Parallel dazu pumpte die Notenbank erneut frisches Geld in die Märkte. In Japan legten die Finanzwerte gegen den Trend zu. Börsianer zufolge profitierten sie von ermutigenden Quartalszahlen der US-Konkurrenten Bank of America und Goldman Sachs. Die Aktien von Sumitomo Mitsui, Mitshibishi UFJ, Shinsei, Nomura und Daiwa gewannen bis zu 4,1 Prozent.

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08:10

Der Swiss Market Index (SMI) gibt in der von Julius Bär berechneten Vorbörse um 0,3 Prozent nach. Gestern legte der Leitindex um 0,6 Prozent zu auf 8874 Punkte.

Vorbörslich kann aus dem Leitindex nur Geberit zulegen (+0,8 Prozent). Der Sanitärtechniker hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr um knapp sechs Prozent auf 3,1 Milliarden Franken gesteigert. Die Ebitda-Marge lag voraussichtlich bei 28 Prozent. Im Vorjahr betrug die adjustierte Ebitda-Marge 28,2 Prozent.

Am deutlichsten im Minus notieren ABB, Adecco und UBS (alle je -0,4 Prozent). 

Im Mid-Caps-Bereich fällt Vontobel mit plus 3,4 Prozent auf. Der Titel profitiert von einer Heraufstufung durch die UBS.

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07:55

Der Euro hat am Donnerstag im frühen Handel leicht nachgegeben. Am Morgen kostet die Gemeinschaftswährung 1,1390 US-Dollar und damit etwas weniger als am Vorabend. Zum Franken bleibt der Euro bei einem Stand von 1,1287 weiterhin unter der 1,13er Marke. Gegenüber Mittwochabend ist er aber kaum bewegt. Der US-Dollar zeigt sich bei 0,9911 Franken knapp fester als am Vorabend.

Nach wie vor stabil präsentierte sich das britische Pfund. Am Mittwochabend hatte Premierministerin Theresa May ein von der Opposition angestossenes Misstrauensvotum überstanden. Sie kündigte anschliessend Gespräche mit der Opposition an, um das weitere Vorgehen im Brexit-Prozess zu klären. An diesem Montag wird May dem Parlament offenlegen, wie sie einen ungeregelten EU-Austritt, mit dem schwerwiegende wirtschaftliche Folgen verbunden werden, verhindern will.

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06:35

Der Leitindex Nikkei der 225 führenden Werte verlor bis zum Nachmittag 0,2 Prozent auf 20'400 Punkte. Auch der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans und das chinesische Marktbarometer für die wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verzeichneten leichte Verluste.

Der Euro notierte im fernöstlichen Handel zum Dollar wenig verändert bei 1,1384 Dollar. Zur japanischen Währung trat die US-Devise bei 109,02 Yen auf der Stelle.

(AWP/Reuters/cash)