+++Börsen-Ticker+++US-Börsen treten nach Bilanzflut auf der Stelle

Die US-Börsen haben sich im Bann der Bilanzsaison am Donnerstag kaum bewegt. Aus Enttäuschung über die Zahlen von grossen Firmen wie American Express oder Philip Morris hielten sich Wall-Street-Anleger zurück.
20.07.2017 22:25
Die Quartalszahlen grosser Firmen stimmt sie nicht optimistisch: Händler an der Wall Street in New York am Donnerstag.
Die Quartalszahlen grosser Firmen stimmt sie nicht optimistisch: Händler an der Wall Street in New York am Donnerstag.
Bild: Bloomberg

22:25

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent tiefer auf 21’611 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 trat bei 2473 Zählern auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 0,1 Prozent auf 6390 Punkte.

Bei den Einzelwerten gingen die Aktien von T-Mobile US auf Achterbahnfahrt. Die US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom übertraf im zweiten Quartal die Erwartungen und geht nun gestärkt einer möglichen Konsolidierung des Marktes in den USA entgegen. Nach einem kräftigen Plus im frühen Handel schlossen sie 1,4 Prozent im Minus.

Auf den Verkaufslisten standen Papiere von American Express oder Philip Morris. Der Zigarettenproduzent enttäuschte den Markt mit seiner Bilanz, die Aktien gaben 1,4 Prozent nach. Der Gewinn von American Express fiel um 33 Prozent, die Aktie daraufhin um 0,7 Prozent.

Der Chipkonzern Qualcomm erlitt im abgelaufenen Quartal einen Gewinneinbruch. Der Überschuss fiel auf 866 Millionen Dollar von 1,44 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum, während der Umsatz um 11 Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar sank. Qualcomm führte die Entwicklung zum Teil auf den Patentstreit mit Apple zurück. Die Qualcomm-Aktie brach rund 5 Prozent ein.

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17:40

Die Schweizer Börse hat am Donnerstag nach der Veröffentlichung der geldpolitischen Beschlüsse der EZB leicht zugelegt, nachgebende Kurse an der Wall Street lösten dann aber Gewinnmitnahmen aus. Der SMI steht bei 9027 Zählern praktisch unverändert zum Vortag. Negativ wirkte sich laut Händlern auch der schwächere Dollar auf die Kurse aus.

Händler sagen, die Europäischen Zentralbank (EZB) habe die Erwartungen auf einen raschen Einstieg in den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik etwas nach hinten verschoben. Für die EZB ist die Zeit noch nicht reif, die Diskussion über Änderungen am Anleihenkaufprogramm solle erst im Herbst geführt werden, sagte EZB-Chef Draghi. "Wir sind noch nicht so weit." Daher wurden auch keine Änderung am Ausblick vorgenommen. Der EZB-Rat hatte zuvor beschlossen, an der Option festzuhalten, den Umfang sowie die Dauer der betriebenen Anleihenkäufe bei Bedarf zu erweitern.

Unter Druck standen die Aktien von ABB, die 2,8 Prozent einbüssen. Der Elektrokonzern hat im zweiten Quartal wegen höherer Rohstoffpreise und Überkapazitäten einen um 7 Prozent tieferen operativen Gewinn von 1,042 Milliarden Dollar erzielt und 2017 als Übergangsjahr bezeichnet. Händler kritisierten den zurückhaltenden Ausblick.

Von Abgaben bleiben auch die Aktien von Givaudan nicht verschont. Ein starkes Gewinnplus sorgte zunächst für satte Kursgewinne. Der Kurs rutschte dann aber wegen zunehmender Verkäufe um 3 Prozent ins Minus. Der Duft- und Aromenhersteller hat mit 384 Millionen Franken 4,5 Prozent mehr verdient als Analysten mit 360 Millionen Franken erwartet hatten.

Deutliche Gewinne verbuchen die Aktien von Leonteq mit 10 Prozent. An der Spitze der Derivatboutique kommt es zu grösseren Änderungen: Verwaltungsratspräsident Pierin Vinzenz tritt zurück und Patrik Gisel, Chef der Raiffeisen Gruppe, verlässt den Verwaltungsrat. Im ersten Halbjahr 2017 schrumpfte der Gewinn gegenüber dem Vorjahr zwar um 97 Prozent auf 1,2 Millionen Franken. Leonteq erwartet aber ein günstigeres Marktumfeld im zweiten Halbjahr.

Gefragt waren nach einem besser als erwarteten Ergebnis die Aktien von Temenos. Dagegen lösten die Zwischenberichte von Panalpina und Rieter Gewinnmitnahmen aus und schickten die Titel auf Talfahrt.

Die Anteile der Banken Credit Suisse und UBS stehen 0,4 Prozent höher. Die Versicherungen sind gehalten bis leicht höher. Die Papiere der Pharmakonzerne Novartis und Roche steigen 0,1 und 0,5 Prozent. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Donnerstag.)

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15:45

Die US-Börsen haben im Bann der Bilanzsaison am Donnerstag wenig verändert eröffnet. "Die zum grössten Teil besser als erwarteten Ergebnisse lassen das Vertrauen der Investoren wachsen", sagt Peter Cardillo, Chef-Marktstratege bei First Standard Financial. Das wirke sich grundsätzlich positiv aus.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gibt in den ersten Minuten 0,1 Prozent nach auf 21'623 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 gewinnt 0,1 Prozent auf 2476 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq tritt bei 6397 Punkten auf der Stelle.

Die Aktien von T-Mobile US gewinnen 3 Prozent. Die US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom übertraf im zweiten Quartal die Erwartungen und geht nun gestärkt einer möglichen Konsolidierung des Marktes in den USA entgegen.

Auf den Verkaufslisten stehen dagegen Papiere von American Express oder Philip Morris. Der Zigarettenhersteller enttäuschte den Markt mit seiner Bilanz, die Aktien geben über 3 Prozent nach. Der Gewinn von American Express fiel um 33 Prozent, die Aktie daraufhin um 0,7 Prozent.

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13:10

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag nach einem positiven Handelsbeginn bis am Mittag an Schwung verloren und notiert noch leicht im Plus. Weiterhin im Blickfeld steht die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) und die Kommentare der EZB-Verantwortlichen. In der Nacht auf Donnerstag hatte bereits die japanische Notenbank bekanntgegeben, an ihrer lockereren Geldpolitik festzuhalten. Insgesamt würden auch von der EZB eher moderate Töne erwartet, meint ein Händler.

Der SMI notiert gegen 13 Uhr um 0,1% im Plus auf 9034 Punkten. Der 30 Aktien umfassende SLI, in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, steht bei 1433 Zähler praktisch unverändert und der breite SPI steigt um 0,1% auf 10'288 Punkte. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 19 im Plus und 11 im Minus.

Im Zentrum stehen die Titel des Technologiekonzerns ABB (-3,1%), der die Anleger mit seinen Zahlen zum zweiten Quartal enttäuscht hat. Mit Ausnahme des Auftragseingangs blieben die Ergebnisse hinter den durchschnittlichen Erwartungen der Analysten zurück, entsprechend klingen die ersten Kommentare wenig erfreut. Bemängelt wird nicht zuletzt die gesunkene EBITA-Marge, die klar unter dem Konsens ausgefallen war.

Die deutlichsten Gewinne unter den SMI-Werten entfallen weiterhin auf Lafarge-Holcim (+1,0%). Die Analysten von Bernstein ihr "Outperform"-Rating für die Zementtitel bei angehobenem Kursziel bestätigt. Kursgewinne gibt es auch für Clariant (+0,6%). Die oppositionellen Aktionäre um die "White Tale" haben am Morgen den Ausbau ihrer Anteile auf über 10% vermeldet. 

Gestützt werden die Indizes zudem von den festen Roche (+0,7%), für die Goldman Sachs das "Buy"-Rating bekräftigt hat. Noch leicht im Plus notieren die schwergewichtigen Nestlé (+0,3%), während Novartis (+0,1%) nach den Kursgewinnen der vergangenen Tage nur leicht gewinnen.

Abschläge gibt es auch für Adecco (-1,0% oder -0,74 Franken), allerdings werden die Titel des Personalvermittlers ohne eine Ausschüttung von 0,90 Franken je Titel gehandelt. Grössere Abgaben erleiden auch die am Vortag noch festen Kühne+Nagel (-1,4%) sowie Dufry (-2,8%).

Auch im breiten Markt hat eine Reihe von Unternehmen Quartalszahlen vorgelegt. Im Plus notieren dabei die Aktien des Banksoftware-Anbieters Temenos (+2,1%), der mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen der Analysten übertroffen hat. Erfreut zeigen sich die Anleger über die Rückkehr in die Gewinnzone des Finanzdienstleisters Leonteq (+7,3%), auch der Abgang von Präsident Pierin Vincenz scheint gut aufgenommen zu werden.

Mit Abschlägen werden dagegen die Ergebnisse des Logistikkonzerns Panalpina (-3,1%) aufgenommen, der die Markterwartungen auf fast auf allen Stufen verfehlt. Abgaben erleiden auch die Titel des Textilmaschinenherstellers Rieter (-5,8%) nach Halbjahresergebnissen. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht zum Mittag.)

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10:15

Die Schweizer Börse tendiert am Donnerstag mit dem Rückenwind positiver Vorgaben aus den USA und aus Fernost fester. Vor der Veröffentlichung der EZB-Beschlüsse agieren die Anleger aber mit angezogener Handbremse. Sie seien vorsichtig, weil sie vor den Mitteilungen der EZB und der Pressekonferenz mit Präsident Mario Draghi keine Risiken eingehen wollten, sagt ein Händler. Der SMI legt 0,3 Prozent auf 9052 Punkte zu. Am Mittwoch war der Leitindex um ein halbes Prozent gestiegen.

Analysten gehen nicht davon aus, dass die EZB die Zinsen ändern wird, aber die Währungshüter könnten einen Mini-Schritt in Richtung Eindämmung der Geldflut wagen. Die Entscheidung der EZB wird um 13.45 Uhr veröffentlicht. Um 14.30 Uhr wird EZB-Chef Draghi die Beschlüsse kommentieren.

Im Fokus der Anleger stehen die Aktien von Firmen, die Einblick in ihre Bücher gewährten. Der Titel von ABB sackt um 2,9 Prozent ab. Der Elektrokonzern hat im zweiten Quartal wegen höherer Rohstoffpreise und Überkapazitäten einen um 7 Prozent tieferen operativen Gewinn von 1,042 Milliarden Dollar erzielt und 2017 als Übergangsjahr bezeichnet. Händler kritisieren den zurückhaltenden Ausblick.

Ebenfalls im Minus sind die Aktien von Givaudan, deren Kursgewinn im Verlauf auf schmolz und mittlerweile 1,1 Prozent tiefer stehen. Der Duft- und Aromenhersteller hat dank Kostensenkungen und einem Umsatzanstieg mehr verdient. Unter dem Strich resultierte ein Gewinnanstieg von 4,5 Prozent auf 384 Millionen Franken. Analysten hatten 360 Millionen Franken Überschuss erwartet.

Die Aktien der beiden Uhrenhersteller Richemont und Swatch steigen um 0,4 und 0,5 Prozent. Sie erhalten etwas Rückenwind vom stärker als erwarteten Anstieg der Uhrenexporte. Die Exporte von Zeitmessern stiegen im Juni nominal um 5,3 und real um 7,1 Prozent. Sie bestätigten den Aufwärtstrend und deuteten auf eine Erholung hin, heisst es am Markt. Im Vorjahr waren die Exporte um ein Zehntel geschrumpft.

Deutliche Gewinne verbuchen die Aktien von Leonteq mit 6,9 Prozent. An der Spitze der Derivatboutique kommt es zu grösseren Änderungen: Verwaltungsratspräsident Pierin Vinzenz tritt zurück und Patrick Gisel, Chef der Raiffeisen Gruppe, verlässt den Verwaltungsrat. An seiner Stelle solle ein anderes Geschäftsleitungsmitglied von Raiffeisen vorgeschlagen werden. Zudem solle das Gremium durch ein weiteres unabhängiges Mitglied ergänzt werden. Im ersten Halbjahr 2017 schrumpfte der Gewinn gegenüber dem Vorjahr zwar um 97 Prozent auf 1,2 Millionen Franken. Leonteq erwartet aber ein günstigeres Marktumfeld im zweiten Halbjahr. Die ZKB stufte ihre Empfehlung auf "Marktgewichten" von "Untergewichten" hoch.

Gefragt sind ausserdem nach einem besser als erwarteten Ergebnis die Aktien von Temenos. Dagegen lösen die Zwischenberichte von Panalpina und Rieter Gewinnmitnahmen aus und schicken die Titel auf Talfahrt.

Die Anteile der Banken und Versicherungen legen um ein halbes Prozent und mehr zu.

Die Papiere des schwergewichtigen Pharmakonzerns Roche steigen um 0,8 Prozent, während Rivalin Novartis leicht nachgibt. Der Lebensmittelriese Nestlé gewinnt 0,6 Prozent an Wert.

Meyer Burger gewinnen 3,5 Prozent. Der Solarindustrieausrüster hat eine neue Produktionsplattform lanciert und einen ersten Kunden gewonnen.

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09:10

Der Swiss Market Index (SMI) legt nach Börseneröffnung um 0,4 Prozent auf 9062 Punkte zu. Am Vortag legte der Leitindex bereits 0,5 Prozent zu. Für die Märkte dürfte die am Nachmittag anstehende EZB-Zinsentscheidung im Zentrum stehen. In der Nacht auf Donnerstag hatte bereits die japanische Notenbank bekanntgegeben, an ihrer lockereren Geldpolitik festzuhalten.

Im Euroraum rechnet zwar niemand mit einer Veränderung der Leitzinsen durch die EZB. Allerdings dürfte auf der anschliessenden Pressekonferenz "jedes Wort von Mario Draghi auf die Goldwaage gelegt werden", wie es ein Händler ausdrückte. Dabei dürfte auf jede Änderung des Tonfalls bezüglich des Anleihenkaufprogramms geachtet werden. Am Schweizer Markt hat nach dem ruhigen Vortag derweil die Berichtssaison zum ersten Semester unter anderem mit Ergebnissen von zwei Bluechip-Titeln wieder an Fahrt aufgenommen.

Abgaben erleiden nach der Zahlenvorlage ABB mit minus 2,6 Prozent. Der Industriekonzern hat für das zweite Quartal beim Auftragseingang und Umsatz nur wenig Fortschritte gezeigt und weist beim Betriebsgewinn und der Marge rückläufige Zahlen aus. Trotz eines Anstiegs des Quartal-Reingewinns hat der Konzern die Erwartungen der Analysten in allen Bereichen ausser beim Auftragseingang verfehlt. Das Jahr 2017 dürfte für ABB ein "Übergangsjahr" werden, kommentiert ein Händler.

Positiv wird das Ergebnis des Aromen- und Riechstoffherstellers Givaudan (+1,4 Prozent) aufgenommen. Dieser weist für die ersten sechs Monate bei einem gestiegenen Umsatz zwar ein geringeres Betriebsergebnis und eine tiefere Marge aus, was allerdings auf Kosten ihres "Fitness"-Programm zurückzuführen sei, wie etwa die Analysten von Baader Helvea bemerken.

Die Uhrenwerte Swatch (+1,1 Prozent) und Richemont (+0,7 Prozent) werden derweil von den neuen Aussenhandelszahlen vom Juni gestützt. So haben die Uhrenexporte im Juni mit einem nominalen Anstieg um 5,3 Prozent gestiegen, real betrug die Zunahme um 8,7 Prozent. Bereits im Mai hatten die Uhrenexport deutlich zugenommen nachdem in den Monaten davor noch deutliche Rückgänge resultiert hatten.

Im Zentrum stehen zudem Clariant (+0,8 Prozent). Die oppositionellen Aktionäre um die "White Tale" haben den Ausbau ihrer Anteile auf über 10% vermeldet. Die Aktionäre kritisieren den Zusammenschluss mit Huntsman und fordern, dass sich Clariant nach Alternativen umsehen soll.

Die im breiten Markt gehandelten Panalpina geben deutlich nach (-1,6 Prozent). Der Basler Transport- und Logistikkonzern hat zwar den Umsatz gesteigert, bleibt beim Bruttogewinn aber unter den Erwartungen. Zahlen hat auch der Textilmaschinenhersteller Rieter (-0,9 Prozent) publiziert, der sich im ersten Halbjahr von der Flaute des vorhergegangenen Semesters erholt hat.

Klar im Plus werden dagegen Temenos (+3,4 Prozent) gestellt. Der Bankensoftwareanbieter hat im zweiten Quartal deutlich mehr umgesetzt und auch mehr verdient, zudem vermeldet er einen "starken" Beginn des dritten Quartals. Die Analystenerwartungen sind mit den Zahlen deutlich übertroffen worden. Semesterzahlen haben zudem der Finanzdienstleister Leonteq (noch kein Kurs), die LLB und die Bank Cler bekanntgegeben. 

08:10

Der Swiss Market Index (SMI) legt in der von Julius Bär berechneten Vorbörse um 0,4 Prozent zu.

Nach Schweizer Rekord-Exportzahlen im ersten Halbjahr legen die Uhrentitel Swatch (+1,8 Prozent) und Richemont (+1,0 Prozent) vorbörslich deutlich zu. Noch deutlicher liegen nach Zahlen Givaudan im Plus (+2,1 Prozent).

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Unter Verkaufsdruck gerät hingegen ABB. Höhere Rohstoffpreise und Überkapazitäten drückten den operativen Gewinn. Die Aktie notiert 2,3 Prozent im Minus.

08:08

Der Rekordlauf an der Wall Street hat die Börsen in Asien am Donnerstag mitgezogen. Zusätzlich kam Rückenwind von der Entscheidung der japanischen Notenbank, an ihrem Kurs einer extrem lockeren Geldpolitik festzuhalten. Die Geldflut treibt die Börsen seit Jahren.

In Japan ging es für den Leitindex Nikkei bis zum Handelsschluss um 0,6 Prozent nach oben auf 20 144,59 Punkte. Auch die Börsen in Festland-China und Hongkong legten weiter zu. Der CSI-300-Index , in dem die grössten Werte aus Schanghai und Shenzhen gelistet sind, stieg im späten Handel um ein knappes halbes Prozent auf 26 784,30 Punkte.

07:20

Die Ölpreise haben am Donnerstag ihre starken Gewinne vom Vortag nahezu halten können und sich am Morgen kaum verändert. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kostete zuletzt 49,66 US-Dollar. Das waren vier Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur August-Lieferung fiel um zwei Cent auf 47,10 Dollar.

Am Mittwochnachmittag hatte ein überraschend starker Rückgang der US-Ölreserven den Ölpreisen Auftrieb verliehen. Der US-Ölpreis sprang etwa einen Dollar nach oben, nachdem die amerikanische Regierung einen Rückgang der Lagerbestände um fast fünf Millionen Barrel gemeldet hatte. Am Markt war nur ein Abschmelzen um 3,5 Millionen Barrel erwartet worden. Zuletzt hatte eine stärkere Fördermenge in den USA die Ölpreise tendenziell belastet.

06:35

Die japanischen Börsen haben am Donnerstag nach Rekord-Vorgaben der Wall Street Gewinne verbucht. "Es scheint einige Anzeichen für Euphorie an den globalen Aktienmärkten zu geben, inspiriert von der zuletzt starken Performance amerikanischer Aktien", sagte Ayako Sera von Sumitomo Mitsui Trust in Tokio. Zusätzlich aufwärts ging es mit den Kursen, nachdem die japanische Notenbank mitteilte, an ihrer lockeren Geldpolitik festzuhalten. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte gegen Mittag (Ortszeit) 0,6 Prozent höher bei 20.134 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,7 Prozent auf 1633 Punkte. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans stieg um 0,2 Prozent.

Der Euro tendierte vor der ebenfalls im Laufe des Tages anstehenden EZB-Zinssitzung fester. Die Gemeinschaftswährung kostete mit 1,1524 Dollar etwa 0,1 Prozent mehr. Der Dollar wurde mit 112,01 Yen gehandelt. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,1002 und zum Dollar mit 0,9551.

(cash/AWP/Reuters)