+++Börsen-Ticker+++US-Börsen verlieren etwas an Schwung

Die US-Börsen haben am Donnerstag keine gemeinsame Richtung gefunden. Unterstützung kam von ermutigenden Firmenbilanzen. Bei den Hochtechnologiewerten nahmen die Anleger dagegen Gewinne mit.
03.08.2017 22:35
Die Tesla-Aktie ist an der Wall Street am Donnerstag der Star.
Die Tesla-Aktie ist an der Wall Street am Donnerstag der Star.
Bild: cash

22:35

Der US-Standardwerteindex Dow Jones steigt leicht auf einen Schlussrekord von 22'026 Punkten, nachdem er am Mittwoch erstmals die 22'000er Marke übersprungen hatte. Der breiter gefasste S&P 500 sinkt 0,2 Prozent auf 2472 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringert sich um 0,3 Prozent auf 6340 Punkte.

Da immer mehr Investoren daran zweifeln, dass die US-Notenbank die geldpolitischen Zügel rasch strafft, stand der Dollar weiter unter Druck. Der Euro bleibt mit 1,1871 Dollar nur etwa einen Viertel US-Cent unter seinem Zweieinhalb-Jahres-Hoch vom Mittwoch. "Es bräuchte sehr gute US-Arbeitsmarktdaten, um die zunehmend negative Dollar-Stimmung zu heben", sagt Anlagestratege Viraj Patel von der ING Bank. "Sonst wird er weiter fallen." Die Beschäftigungszahlen stehen für Freitag auf dem Terminplan.

Mit einem Kursplus von 6,5 Prozent gehören die Titel von Tesla zu den Favoriten der Wall Street. Anleger ignorierten den Rekordverlust des Elektroautobauers. Sie konzentrierten sich stattdessen auf das überraschend starke Umsatzplus und die 455'000 Vorbestellungen des Hoffnungsträgers "Model 3".

Auch bei Fitbit griffen Anleger zu, obwohl der Umsatz um fast 40 Prozent auf 353,3 Millionen Dollar einbrach. Experten hatten allerdings einen noch grösseren Rückgang befürchtet. Der Verlust des Anbieters von Fitness-Armbändern fiel mit 0,08 Dollar je Aktie nur etwa halb so hoch aus wie gedacht. Fitbit-Papiere springen 15 Prozent in die Höhe.

Die Anteilsscheine von Avon Products brechen knapp 11 Prozent ein. Der Kosmetikhersteller kommt nicht aus den roten Zahlen. Zudem gab das Unternehmen den Rücktritt von Chefin Sheri McCoy bekannt.

Die US-Industrie zog im Juni mehr Aufträge an Land als erwartet. Die Bestellungen legten um 3,0 Prozent zum Vormonat zu, wie das Handelsministerium mitteilte. Dies ist der stärkste Zuwachs seit Oktober 2016.

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17:40

Die Schweizer Börse hat am Donnerstag ihren Aufwärtstrend fortgesetzt. Der Leitindex erklomm dabei ein Jahreshoch. Der SMI legt zum Börsenschluss 0,2 Prozent auf 9137 Punkte zu. Zwischenzeitlich erreichte er bei 9159,23 Zählern ein Jahreshoch. Treibende Kraft sei nach wie vor der abgeschwächte Franken, sagen Händler. Nach den jüngsten Gewinnen und vor den vielbeachteten US-Arbeitsmarktdaten am Freitag verhielten sich die Anleger aber etwas vorsichtiger und die Kursaufschläge bei den Standardwerten hielten sich in Grenzen.

Der schwächere Franken verbessere die Wettbewerbssituation der Schweizer Firmen ungemein, sagen Börsianer. "Darauf, dass sich der überbewertete Franken endlich normalisiert, haben wir lange gewartet", sagt ein Händler. Der Anstieg des Euro auf die im Anfang 2015 von der Schweizerischen Nationalbank aufgegebene Kursuntergrenze von 1,20 Franken sei keine Utopie mehr, heisst es bei der Bank Valiant.

Im Fokus hatten die Anleger Unternehmensergebnisse, die Händlern zufolge bisher mehrheitlich positiv überraschten. Im Mittelpunkt stehen dabei kleinere und mittelgrosse Firmen. "Der Run auf Nebenwerte ist ungebrochen", sagt ein Händler.

Die Aktien von Bucher steigen um 3,6 Prozent und erreichten bei 344,75 Franken vorübergehend ein Rekordhoch. Der Kommunalfahrzeug- und Landmaschinenbauer rechnet dieses Jahr mit einer Umsatzsteigerung und einer verbesserten Betriebsgewinnmarge. Im ersten Halbjahr stieg der Gewinn um knapp ein Fünftel auf 87 Millionen Franken. Der Auftragseingang wuchs um gut 16 Prozent. Bucher habe auf allen Ebenen die Markterwartungen übertroffen, sagen die ZKB-Analysten.

Die Aktien der GAM Holding machen anfängliche deutliche Kurseinbussen wieder etwas wett und verlieren noch 0,6 Prozent. Der Vermögensverwalter habe im ersten Halbjahr zwar mehr Gewinn erzielt und mehr Geld hereingeholt als von Analysten erwartet, heisst es am Markt. "Aber der Kurs ist schon vor den Zahlen kräftig gestiegen.

Die Anteile der Lem Holding reagieren mit einem Kursanstieg von 0,8 Prozent auf ein als gut eingestuftes Ergebnis. Der Elektrokomponentenhersteller steigerte den Gewinn im ersten Geschäftsquartal um 23 Prozent auf 13,3 Millionen Franken.

Die Anteile von Idorsia schwächen sich um 1,9 Prozent ab. Wie erwartet hat die forschende Biotech-Firma im ersten Halbjahr einen Verlust eingefahren.

Bei den schwergewichtigen Pharmawerten geben die Novartis-Aktien 0,5 Prozent nach, während die Roche-Bons 0,2 Prozent zulegen. Das dritte SMI-Schwergewicht Nestlé gewinnt 0,4 Prozent an Wert.

Die stärksten Gewinne bei den Bluechips verbuchen Aktien zyklischer Firmen, die vom schwachen Franken und den guten Konjunkturaussichten profitierten. Die Titel des Luxusgüterherstellers Richemont und der Bauchemiefirma Sika steigen um 1,5 Prozent. Die Aktien des Zementproduzenten Lafarge-Holcim, des Uhrenherstellers Swatch und der Sanitärtechnikfirma Geberit rücken bis 1 Prozent vor.

Auf der Verliererseite sind hingegen die Anteile des Elektrotechnikkonzerns ABB, des Personalvermittlers Adecco und des Pharmazulieferers Lonza zu finden. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Donnerstag.)

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15:45

Gestützt auf ermutigende Firmenbilanzen hat die Wall Street ihre jüngsten Kursgewinne am Donnerstag beim Börsenstart verteidigt. Der US-Standardwerte-Index Dow Jones notiert zur Eröffnung kaum verändert bei 22'022 Punkten, nachdem er am Mittwoch erstmals die 22'000er Marke übersprungen hatte. Der breiter gefasste S&P 500 liegt 0,1 Prozent im Minus bei 2474 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notiert nahezu unverändert bei 6358 Punkten.

Die Berichtssaison gebe der Börse derzeit die Richtung vor, sagt Terry Sandven, Chef-Anlagestratege der U.S. Bank Wealth Management. "Und die Ergebnisse überraschen positiv." Von Reuters befragten Analysten zufolge haben die im S&P-500-Index notierten Firmen ihren Gewinn im zweiten Quartal um 11,4 statt der ursprünglich erwarteten 8 Prozent gesteigert.

Mit einem Kursplus von 6,2 Prozent gehören die Titel von Tesla zu den Favoriten der Wall Street. Anleger ignorieren den Rekordverlust des Elektroautobauers. Sie konzentrieren sich stattdessen auf das überraschend starke Umsatzplus und die 455'000 Vorbestellungen des Hoffnungsträgers "Model 3".

Auch bei Fitbit greiffen Anleger zu, obwohl der Umsatz um fast 40 Prozent auf 353,3 Millionen Dollar einbrach. Experten hatten allerdings einen noch grösseren Rückgang befürchtet. Der Verlust des Anbieters von Fitness-Armbändern fiel mit 0,08 Dollar je Aktie nur etwa halb so hoch aus wie gedacht. Fitbit legen 4,7 Prozent zu.

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13:10

Der Swiss Market Index (SMI) steigt nach dem Mittag auf 9151 Punkte und somit auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren. Zum Allzeithoch bei 9548 Punkten, das der Leitindex im Juni 2007 erreicht hatte, fehlen somit noch rund 4 Prozent.

Der SMI in den letzten 12 Monaten, Stand 03.08.17 (13.10 Uhr).

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12:30

Der Schweizer Aktienmarkt notiert am Donnerstagsmittag im Plus und erreicht den höchsten Stand seit fast zwei Jahren. Der Dow Jones hatte am Vorabend erstmals über der Marke von 22'000 Punkten geschlossen. Am Morgen kam Unterstützung von Makrodaten aus Europa. So stieg der Detailhandelsumsatz in der Euro-Zone überraschend und auch das vom Münchner IFO ermittelte Wirtschaftsklima für die Euro-Zone signalisiert starkes Wachstum. Demgegenüber trübte sich die Unternehmensstimmung im Euro-Raum im Juli zum zweiten Mal in Folge ein, jedoch ausgehend von einem sehr hohen Niveau. Am Mittag folgt der Bank-of-England-Zinsentscheid und in den USA werden am Nachmittag die wöchentlichen Zahlen zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe, der Markit PMI Service, der ISM-Index und die Daten zum Auftragseingang Industrie veröffentlicht.

Der SMI steht kurz vor Mittag minimal höher bei 9126 Punkten. Der 30 Aktien umfassende SLI, in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, legt 0,1% auf 1457 Zähler zu und der breite SPI 0,1% auf 10'394 Punkte. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 13 im Plus, 14 im Minus und 3 unverändert.

Angeführt wird die Gewinnerliste von den Titeln des Hörgeräteherstellers Sonova (+1,1%). Auch die Zykliker Sika (+0,9%), Lafarge-Holcim (+0,8%) oder Geberit (+0,6%) notieren deutlicher im Plus. Hier würden mit steigendem Euro und Dollar auch die Gewinnerwartungen zulegen, heisst es am Markt. Das dürfte auch der Treiber der Kurse bei Richemont (+1,1%) und Swatch (+0,4%) sein, heisst es.

Bei den Schwergewichten notieren Roche (+0,2%) leicht im Plus. Das Medikament Alecensaon hat von der FDA den Priority-Review-Status bei einer bestimmten Art von Lungenkrebs erhalten. Das Immun-Therapeutikum Tecentriq stösst aufgrund des hohen Preises jedoch in Grossbritannien bei der Aufsichtsbehörde National Institute for Health and Clinical Excellence (NICE) auf Wiederstand. Nestlé (-0,1%) und Novartis (-0,2%) notieren im Minus.

Bei den Grossbanken verliert UBS (-0,1%) leicht, während Credit Suisse (+0,2%, 14,95 Franken) etwas steigen. Für die CS hat die Deutsche Bank das Kursziel auf 17 (15) Franken erhöht und die "Buy"-Bewertung bestätigt. Auch Vontobel hat seine Schätzungen angepasst und das Kursziel steigt für die CS-Papiere auf 14,30 (13,50) Franken bei weiterhin "Hold".

Klar im Minus notieren unterdessen Kühne+Nagel (-0,7%, 170,90 Franken) nach einer Herabstufung durch Barclays auf "Underweight", das Kursziel von 135 Franken wird bestätigt. Am Vorabend hatte unterdessen Baader Helvea das Kursziel bei einer bestätigten "Buy"-Empfehlung auf 200 (165) Franken angehoben. Auch Branchennachbar Panalpina (-0,4%) aus dem breiten Markt wird von Barclays herabgestuft.

Idorsia (+0,3%) hat seit der Actelion-Ausgliederung einen Betriebsverlust ausgewiesen und rechnet für das Gesamtjahr mit einem Betriebsaufwand von 180 bis 190 Millionen Franken.

GAM (-1,6%) hingegen geben nach Zahlen ab, nachdem der Kurs bereits im Vorfeld ordentlich zugelegt hatte. Der Vermögensverwalter hat im ersten Semester das Ergebnis verbessert und Neugelder angezogen. Die Erwartungen der Analysten wurden gut erreicht und auch der Ausblick ist zuversichtlich. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht zum Mittag.)

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10:50

Der Schweizer Aktienmarkt ist wenig verändert in den Donnerstagshandel gestartet. Der SMI unternahm nach der Eröffnung einen weiteren Anlauf, um das Jahreshoch bei knapp 9149 Punkten zu erreichen, fiel dann aber zurück. Unterstützung kommt weitzerhin durch die Erholung des Euro zum Franken, der am Vorabend zeitweise über 1,15 Franken gestiegen war. Der SMI steht 0,1% tiefer bei 9114 Punkten. Der 30 Aktien umfassende SLI verliert 0,1% auf 1458 Zähler und der SPI ebenfalls 0,1% auf 10'379 Punkte. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 12 im Plus und 18 im Minus.

Angeführt wird die Gewinnerliste von den Titeln des Hörgeräteherstellers Sonova (+0,8%). Auch die Zykliker Geberit (+0,3%) und Sika (+0,4%) notieren etwas deutlicher im Plus. Hier würden mit steigendem Euro und Dollar auch die Gewinnerwartungen zulegen, heisst es am Markt. Das dürfte auch der Treiber der Kurse bei Richemont (+0,6%) und Swatch (+0,4%) sein, heisst es.

Von den Schwergewichten notieren Roche (+0,1%) im Plus, Novartis (-0,4%) und Nestlé (+0,1%) im Minus. Roche hat von der FDA für das Medikament Alecensa den Priority-Review-Status bei einer bestimmten Art von Lungenkrebs erhalten.

Die Grossbankenwerte von UBS (+0,1%) und CS (+0,1%, 14,94 Franken) bewegen sich leicht im Plus. Für die CS hat die Deutsche Bank das Kursziel auf 17 (15) Franken erhöht und die "Buy"-Bewertung bestätigt. Auch Vontobel hat seine Schätzungen angepasst und das Kursziel steigt für die CS-Papiere auf 14,30 (13,50) Franken bei weiterhin "Hold".

Klar im Minus notieren unterdessen Kühne+Nagel (-0,7%, 170,90 Franken) nach einer Herabstufung durch Barclays auf "Underweight", das Kursziel von 135 Franken wird bestätigt. Am Vorabend hatte unterdessen Baader Helvea das Kursziel bei einer bestätigten "Buy"-Empfehlung auf 200 (165) Franken angehoben. Auch Branchennachbar Panalpina (-0,6%) aus dem breiten Markt wird von Barclays herabgestuft.

Im breiten Markt gewinnen Bucher (+3,8%) nach einer Umsatz- und Gewinnsteigerung im ersten Halbjahr deutlich hinzu. Das Marktumfeld in der Landwirtschaft und bei Kommunalfahrzeugen hat sich verbessert und die Guidance wird bestätigt.

Lem (+0,4%) hat von einer starken Nachfrage in China profitiert, insbesondere durch Automation, Solarenergie und alternative Antriebe. Umsatz und Ergebnis stiegen kräftiger als von den Analysten erwartet und insbesondere der Bereich Industrie überrascht positiv.

GAM (-2,6%) geben nach Zahlen ab, nachdem der Kurs bereits im Vorfeld ordentlich zugelegt hatte. Der Vermögensverwalter hat im ersten Semester das Ergebnis verbessert und Neugelder angezogen. Die Erwartungen der Analysten wurden gut erreicht und auch der Ausblick ist zuversichtlich.

Idorsia (-0,3%) hat seit der Actelion-Ausgliederung einen Betriebsverlust ausgewiesen und rechnet für das Gesamtjahr mit einem Betriebsaufwand von 180 bis 190 Mio Franken. Auch Belimo (-2,0%) hat Umsatz und Gewinn gesteigert. Die Erwartungen wurden in etwa erreicht, der Ausblick auf das Gesamtjahr bleibe aber wenig konkret.

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09:25

Der Euro-Franken-Kurs steht aktuell bei 1,1484. Gestern sprang das Wechselververhältnis zwischen der Einheits- und der Schweizer Währung über die Marke von 1,15, was am Markt und in der Wirtschaft allgemein für Begeisterung sorgte.

Wechselkursprofiteure sollten sich offenbar etwas beeilen:

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09:15

Nach Öffnung der Börse steht der SMI bei 9120 Punkten, das bedetuet ein Plus von 0,02 Prozent. Zykliker wie ABB (+0,13 Prozent) und Geberit (+0,27 Prozent) halten sich im Plus. Die CS (+0,4 Prozent) setzt sich gar an die Spitze, während UBS (+0,12 Prozent) etwas hinterherhinkt.

Die Schwergewichte Novartis (-0,12 Prozent), Roche (unv.) und Nestlé (+0,12 Prozent) entwickeln sich unterschiedlich. Roche hat von der FDA für das Medikament Alecensa den Priority-Review-Status bei einer bestimmten Art von Lungenkrebs erhalten.

Im breiten Markt geben unterdessen GAM (-0,3 Prozent) zu reden. Der Vermögensverwalter hat im ersten Semester das Ergebnis verbessert und Neugelder angezogen. Die Erwartungen der Analysten wurden gut erreicht und auch der Ausblick ist zuversichtlich. Dennoch sinkt der Aktienkurs leicht.

GAM übertrifft selbst die kühnsten Erwartungen

Klar im Minus ist unterdessen die Aktie von Kühne+Nagel (-0,64 Prozent) nach einer Herabstufung durch Barclays auf "Underweight", das Kursziel von 135 Franken wird bestätigt. Am Vorabend hatte unterdessen Baader Helvea das Kursziel bei einer bestätigten "Buy"-Empfehlung auf 200 (165) Franken angehoben. Auch Branchennachbar Panalpina (-1,11 Prozent) aus dem breiten Markt wird von Barclays herabgestuft.

Oerlikon (unv.) erfuhr eine Kurszielanhebung durch Kepler Cheuvreux. Das Ziel steigt auf 14,75 (12,70) Franken, wobei die "Hold"-Bewertung unverändert bleibt. Der Analyst rechnet mit einem guten Lauf des Industrieunternehmens im zweiten Quartal und die Guidance könne sich als zu konservativ erweisen. Zudem haben am Morgen noch Lem, Idorsia, Belimo und Bucher Zahlen vorgelegt

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08:25

Die Euphorie über Apple ist am Donnerstag an den asiatischen Märkten wieder verpufft. Überwiegend machten die Anleger Kasse - besonders bei Werten aus dem Technologiebereich. Der MSCI-Index für die Region Asien/Pazifik ohne Japan fiel um 0,7 Prozent. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index verlor 0,3 Prozent auf 20'029 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index trat auf der Stelle.

Belastet werden könnte die Stimmung von Seiten der Politik. Nach den neuen Sanktionen der USA gegen Russland benutzt Moskau nun das Wort Handelskrieg. Auch die Spannungen mit Nordkorea spielen insbesondere in Asien eine grössere Rolle. Von der Konjunkturseite stehen am Vormittag der EZB Wirtschaftsbericht und der EU-Einzelhandelsumsatz auf der Agenda. Am Mittag folgt der BoE-Zinsentscheid.

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08:20

Der SMI liegt um 0,18 Prozent bei 9139 Punkten höher. Dank der Schwächeneigung des Franken gegenüber dem Euro dürfte der Aufwärtstrend anhalten, sagten Händler. Positiv sei auch der anhaltende Rekordlauf an der Wall Street. Dieser wirke sich auch auf andere Handelsplätze günstig aus und ermuntere die Anleger zu Käufen. "La hausse amène la hausse", sagte ein Händler.

Der schwächere Franken verbessere die Wettbewerbssituation der Schweizer Firmen ungemein, sagten Händler. "Darauf haben wir lange gewartet, dass sich der überbewertete Franken endlich normalisiert", sagte ein anderer Händler.

Schweizer Konsum erholt sich vom Frankenschock

An der Spitze stehen die Zykliker und die Banken (zu den vorbörslichen Kursen). An der Spitze befinden sich die Aktien von der Credit Suisse (+0,27 Prozent), ABB (+0,26 Prozent), Adecco (+0,22 Prozent) und Lafarge-Holcim sowie Givaudan (jeweils +0,22 Prozent).

Im SLI steigt die Aktie von GAM (+2,23 Prozent) deutlich, nachdem der Asset Manager die Erwartungen übertroffen hat und dazu wieder Netto-Neugeldzufluss verbuchen kann. Kühne+Nagel (-0,8 Prozent) fallen hingegen wegen einer Herabstufung.

Impulse für das Geschäft erhofften sich die Anleger ausserdem von der Konjunkturseite: Veröffentlicht werden in Europa die Einzelhandelsumsätze. In London veröffentlicht die Bank von England (BoE) ihren Zinsentscheid. Eine Zinserhöhung wird nicht erwartet. In den USA werden unter anderem Zahlen zu den Auftragseingängen der Industrie veröffentlicht. Höhepunkt des Datenreigens der laufenden Woche ist aber der Freitag, wenn der monatliche Arbeitsmarktbericht der US-Regierung publiziert wird.

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06:45

Gewinnmitnahmen und politische Ungewissheit im Vorfeld der angekündigten Regierungsumbildung haben die Tokioter Börse am Donnerstag belastet. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index verliert 0,2 Prozent auf 20'031 Punkte. "Viele haben nach den Gewinnen im Zuge der überraschend starken Quartalszahlen von Apple gestern Kasse gemacht", sagte ein Analyst. Auch die von Ministerpräsident Shinzo Abe für den Donnerstag angekündigte Kabinettsumbildung sorgte Händlern zufolge für Zurückhaltung.

 

 

Der Euro notierte im frühen Handel etwas schwächer auf 1,1845 Dollar. Der Dollar zeigte sich behauptet bei 110,76 Yen und konnte sich damit wieder von seinem Sechswochentief absetzen. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9711 Franken je Dollar und 1,1496 Franken je Euro gehandelt.

(cash/AWP/Reuters)