+++Börsen-Ticker+++ - US-Börsen von positiven Jobdaten gebremst

Starke US-Jobdaten haben die Hoffnungen der US-Anleger auf deutlich niedrigere Zinsen am Freitag gedämpft.
05.07.2019 22:40
New York Stock Exchange an der Wall Street in Manhattan, New York.
New York Stock Exchange an der Wall Street in Manhattan, New York.
Bild: cash

22:40

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schliesst bei dünnen Umsätzen 0,2 Prozent tiefer auf 26'922 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 sinkt ebenfalls 0,2 Prozent auf 2990 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringert sich um 0,1 Prozent auf 8161 Punkte. Im Wochenvergleich legt der Dow dagegen um 1,2 Prozent, der S&P um 1,7 Prozent und der Nasdaq-Index um 1,9 Prozent zu.

Die Regierung in Washington meldete für Juni 224'000 neue Stellen. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit 160'000 gerechnet. Es sei zwar unwahrscheinlich, dass die Daten die Fed an einer geldpolitischen Lockerung hinderten, sagt Jim O'Sullivan, Chefökonom des Handelshauses High Frequency Economics. Allerdings spekulierten Anleger nun nicht mehr auf allzu aggressive Zinssenkungen.

Der Chipkonzern Intel zählt nach einem schwachen Ausblick von Samsung zu den Verlierern. Die Aktie gibt 0,9 Prozent nach. Samsung rechnet wegen des Zollstreits zwischen den USA und China mit einem Gewinnrückgang im zweiten Quartal.

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17:40

Die Aussicht auf eine später als erwartete Zinssenkung in den USA hat den Anlegern an der Schweizer Börse am Freitag die Kauflaune verdorben. Der Leitindex SMI gibt bis Handelsschluss 0,9 Prozent nach auf 9980 Zähler. In der weltgrössten Volkswirtschaft entstanden im Juni deutlich mehr Stellen als erwartet. Damit rückt die von vielen Aktienanlegern demnächst erwartete US-Zinssenkung in weitere Ferne - einige Ökonomen rechnen damit nun erst im Herbst. Die lockere Geldpolitik der Notenbanken rund um den Globus hatte die Aktienmärkte in den vergangenen Jahren zu Höchstständen getrieben. Eine spätere Zinssenkung dämpft daher die Stimmung der Investoren.

Am deutlichsten fallen die Kursverluste bei zyklischen Titeln wie dem Elektrokonzern ABB (-3,3%) und dem Personalvermittler Adecco (-4,3%) aus. Auch die Indexschwergewichte Nestlé, Novartis und Roche geben nach.

Zu den Gewinnern zählen lediglich die Grossbankaktien: Credit Suisse und UBS legen 1,0 und 0,4 Prozent zu. Höhere Zinsen sind generell gut für Banken.

Am breiten Markt geben die Aktien des Spezialchemiekonzerns Clariant 3,1 Prozent nach. J.P. Morgan hatte das Kursziel gesenkt. Die Titel von Dufry profitieren von einem positiven Analystenkommentar und legen 1,0 Prozent zu. Goldman Sachs hatte die Empfehlung auf "Neutral" von "Sell" erhöht. 

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16:00

Starke US-Jobdaten dämpfen die Hoffnungen der US-Anleger auf deutlich niedrigere Zinsen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gibt 0,5 Prozent auf 26'816 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P 500 und der Index der Technologiebörse Nasdaq fallen um jeweils 0,6 Prozent auf 2977 und 8123 Punkte.

Die Regierung in Washington meldete für Juni 224'000 neue Stellen. Es sei zwar unwahrscheinlich, dass die Daten die Fed an einer geldpolitischen Lockerung hinderten, sagt Jim O'Sullivan, Chefökonom des Handelshauses High Frequency Economics. Immerhin hätten die Notenbanker ihre Besorgnis über die mögliche Beeinträchtigung des Wachstums durch den Zollstreit deutlich gemacht. Allerdings spekulierten Anleger nun nicht mehr auf allzu aggressive Zinssenkungen.

Chipwerte zählen nach einem schwachen Ausblick von Samsung zu den grössten Verlierern. Qualcomm, Intel und Advanced Micro Devices geben bis zu 2,4 Prozent nach. Samsung rechnet wegen des Zollstreits zwischen den USA und China mit einem Gewinnrückgang im zweiten Quartal.

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15:20

Besser als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten haben den Zinsfantasien der Anleger einen Dämpfer versetzt. Der Dollar wertet spürbar auf, während die Aktienmärkte in der Verlustzone bleiben. SMI, DAX und EuroStoxx50 notieren am Nachmittag jeweils rund 0,5 Prozent tiefer bei 10'010, 12'550 und 3526 Punkten. Auch an der Wall Street zeichneen sich Verluste ab. An den Anleihemärkten ziehen die Renditen an.

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11:55

Vielmehr nutzen Investoren die Zurückhaltung, um bei vereinzelten Werten, die in den letzten Tagen gut gelaufen sind, ihre Gewinne mitzunehmen. Entsprechend bewegt sich der Leitindex SMI seit dem frühen Handel im Minus, das er im Verlauf etwas ausgeweitet.

Der SMI hat sein Minus bis kurz nach 11 Uhr auf 0,4 Prozent ausgeweitet und steht so bei 10'024 Punkten. Der 30 Aktien umfassende SLI fällt um 0,6 Prozent auf 1538 und der breite SPI um 0,4 Prozent auf 12'134 Punkte.

Vor allem Analystenkommentare sorgen in dem aktuellen Marktumfeld für Bewegung. Nach einer Abstufung durch die Deutsche Bank verharren Adecco-Aktien mit -3,8 Prozent am Ende der Kurstafel. Beim Industriekonzern ABB (-3,3%) sind es ebenfalls die Experten der Deutschen Bank, die auf dem Kurs lasten.

AMS-Aktien (-2,3%) wiederum gehören einerseits zu jenen Werten, die in dieser Woche bislang besonders gut gelaufen sind. Darüber hinaus verweisen Händler noch auf den südkoreanischen Technologieriese Samsung. Dieser hatte am Morgen mitgeteilt, dass der Gewinn im zweiten Quartal vermutlich um mehr als die Hälfte eingebrochen ist. 

Im breiten Markt folgen VATU-blox und Kudelski mit Kursverlusten zwischen 2,3 und 1,5 Prozent. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht am Mittag.)

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09:15

Zum Wochenschluss fällt der Handelsstart am Schweizer Aktienmarkt eher verhalten aus. Damit knüpft der Leitindex SMI an seine Vortagestendenz an. Gründe sind vor allem fehlende US-Impulse und die bevorstehenden US-Arbeitsmarktdaten. 

Der SMI notiert derzeit mit einem leichten Minus von 0,10 Prozent auf 10'056.63 Punkte mehr oder weniger auf der Stelle. Von den 20 SMI-Werten fallen vor allem Adecco (-2,8 Prozent) und ABB (-1,8 Prozent) zurück. In beiden Fällen sind es Analystenkommentare, die belasten. So empfehlen die Experten der Deutschen Bank die Adecco-Titel neu zum Verkauf. Sie begründen dies mit ihren Sorgen um die Aussichten für den US-Markt.

Bei ABB wiederum reihen sich ebenfalls die Analysten der Deutschen Bank in die Reihe derer ein, die dem Industriekonzern ein schwieriges zweites Quartal vorhersagen. Zuletzt hatten schon Analysten etwa von J.P. Morgan vorsichtige Töne angeschlagen.

Der breite Markt entwickelt zu Handelsbeginn ähnlich verhalten. Bei AMS (-0,71 Prozent) wird am Markt derweil auf den südkoreanischen Chiphersteller Samsung verwiesen, der sich vorsichtig über den jüngsten Geschäftsverlauf geäussert hat.

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09:00

Die Aktienmärkte in Asien haben am Freitag bei dünnen Handelsumsätzen leichte Kursgewinne verzeichnet. Insgesamt prägte Zurückhaltung das Geschehen. Aus den USA kamen wegen des Feiertages keine Impulse. In Tokio brachte der japanische Leitindex Nikkei 225 ein moderates Kursplus von 0,20 Prozent auf 21 746,38 Punkte über die Ziellinie. 

Die erste Handelswoche im Juli hat dem japanischen Leitindex damit aber immer noch ein Plus von mehr als 2 Prozent beschert. Das Börsenbarometer ist damit zurück auf dem höchsten Niveau seit dem Kursrutsch Anfang Mai.

Der CSI 300 notierte zuletzt um 0,60 Prozent höher bei 3896,91 Zählern. Die Wochenbilanz für den Index, der die 300 grössten börsennotierten Unternehmen vom chinesischen Festland beinhaltet, beträgt damit knapp zwei Prozent. 

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08:08

Der Swiss Market Index legt in der von Julius Bär berechneten Vorbörse um 0,04 Prozent zu. Im gestriegen Handel schloss der Leitindex bei 10'066 Zählern unverändert auf Vortagesniveau. Das Highlight zum Ausklang der Börsenwoche sind die US-Arbeitsmarktdaten, die Börsianer auf mögliche Auswirkungen auf die Geldpolitik der US-Notenbank Fed abklopfen werden. 

Negativ zeigen sich vorbörslich nur zwei SMI-Werte: ABB (-0,1 Prozent) und Adecco (-1,7 Prozent). Die restlichen aus dem Leitindex Titel sind praktisch unverändert.

Im breiteren Markt stechen AMS (-0,4 Prozent) und Clariant (-0,5 Prozent) negativ hervor.

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06:15

Der Nikkei-Index tendiert kaum verändert bei 21'696 Punkten. Im Laufe des Tages sollen neue Zahlen zum US-Arbeitsmarkt veröffentlicht werden. Auch der breiter gefasste Topix bewegte sich kaum. Er notiert bei 1589 Zählern.

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06:10

Der Franken notiert im asiatischen Handel unverändert zum Euro bei 1,1117 und zum Dollar bei 98,55 Rappen.

(cash/AWP/Reuters)