+++Börsen-Ticker+++ - US-Börsen warten auf die Fed - Boeing unter Druck

Vor dem Treffen der US-Notenbank Fed Mitte der Woche haben die Anleger an der Wall Street nur wenig Interesse an grösseren Engagements gezeigt.
18.03.2019 21:51
Wegweiser zur Börse in New York.
Wegweiser zur Börse in New York.
Bild: Bloomberg

21:50

Der Dow-Jones-Index stieg um 0,3 Prozent auf 25'914 Punkte. Der breiter gefasste S&P legte um 0,4 Prozent auf 2833 Stellen zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,3 Prozent auf 7714 Zähler. Derzeit würden die Investoren "einfach auf ihren Händen sitzen und abwarten, was die Fed zu sagen hat", sagte der Marktstratege Ryan Nauman von Informa Financial Intelligence. Die Notenbank beginnt ihre zweitägigen Beratungen am Dienstag.

Zu den Verlierern in New York gehörte Boeing. Die Titel des Flugzeugbauers gerieten unter Druck, nachdem sich die Ermittlungen zu dem jüngsten Flugzeugabstürzen auf die Software der 737 MAX 8 zu konzentrieren schienen. Boeing-Titel schlossen 1,7 Prozent im Minus.

+++

17:30

Die Schweizer Börse hat am Montag keine grossen Sprünge gemacht.  Der SMI verlor im späten Handel 0,1 Prozent auf 9474 Punkte. 

Die stärksten Kursgewinne unter den Standardwerten verbuchten die Grossbanken. UBS kletterten 2,3 Prozent, Credit Suisse 2,1 Prozent. Händler erklärten, Fusionsspekulationen hätten dem ganzen europäischen Sektor Schub gegeben. Die Deutsche Bank und die Commerzbank  offiziell mit Sondierungsgesprächen über eine Fusion zu einem neuen Frankfurter Riesen-Institut begonnen. Händlern zufolge könnte eine solche Transaktion zu einer Blaupause für andere Institute werden, um die Profitabilität zu verbessern.

Auf den Verkaufszetteln standen Titel aus dem Gesundheitssektor. Novartis verloren 0,8 Prozent, der Pharmazulieferer Lonza 0,9 Prozent. Evolva brachen um sieben Prozent ein. Das US-Umweltministerium (EPA) verlangt weitere Informationen zum Produkt Nootkaton, einem Wirkstoff gegen Zecken und Mücken. 

+++

16:26

Spekulationen auf eine steigende Nachfrage nach Tablets haben die Aktien von Apple auf den höchsten Stand von vier Monaten getrieben. Die Titel legten den sechsten Tag in Folge zu und stiegen um 1,2 Prozent auf 188,39 Dollar. Sie waren damit unter den größten Gewinnern im Dow-Jones-Index. Apple kündigte am Montag überraschend ein neues iPad-Modell an.

Im vergangenen Geschäftsjahr (per Ende September) machte Apple mit Tablets einen Umsatz von 19 Milliarden Dollar, während mit den iPhones 167 Milliarden Dollar erlöst wurden. Die Apple-Aktien legten in diesem Jahr 18 Prozent zu.

+++

15:10

Wegen der bevorstehenden geldpolitischen Beratungen der US-Notenbank Fed scheuen Anleger grössere Engagements an der Wall Street.  Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 kamen zum Handelsstart am Montag kaum vom Fleck. "Der Fokus in dieser Woche liegt eindeutig auf dem Zinsentscheid der Fed", sagte Peter Cardillo, Chefökonom beim Investmenthaus Spartan Capital Securities. Aktionäre erhoffen sich Signale auf eine längere Pause im Zinserhöhungszyklus. Angesichts unsicherer Konjunkturaussichten wird am Markt außerdem darüber spekuliert, ob die Währungshüter in diesem Jahr die Zinsen sogar senken könnten. Am Mittwoch will die Fed ihre Entscheidung verkünden.

Dem Dow Jones setzte ein erneuter Kursrutsch des Index-Schwergewichts Boeing zu. Die Aktien des Flugzeugbauers verloren 2,6 Prozent. Einem Zeitungsbericht zufolge prüft das US-Verkehrsministerium mögliche Versäumnisse der Flugaufsicht FAA bei der Zulassung von Kontrollsystemen des neuen Modells 737 MAX. In den vergangenen Monaten stürzten zwei Maschinen dieses Typs ab.

Die Titel von Worldpay stiegen dagegen um 13,4 Prozent auf ein Rekordhoch von 111,87 Dollar. Konkurrent Fidelity National will den Zahlungsabwickler für 35 Milliarden Dollar übernehmen. Dessen Titel notierten 2,4 Prozent fester.

+++

11:45

Die Schweizer Börse bewegt sich am Montagvormittag in einer engen Spanne seitwärts.  Der Swiss Market Index (SMI) steht um 11.00 Uhr mit 9485,00 Punkten um 0,02 Prozent höher. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) steigt um 0,17 Prozent auf 1'466,93 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) ist unverändert bei 11'232,54 Punkten. Von den 30 SLI-Titeln notieren 15 höher und 15 geben nach.

An der Spitze der Blue Chips stehen die Aktien von Dufry (+2,5% auf 107,15 Fr.). Die Bank Vontobel hat zwar das Kursziel auf 125 von 140 Franken gesenkt, sie bestätigt aber die Kaufempfehlung.

Dahinter folgen die Papiere der Grossbanken UBS (+1,8%) und Credit Suisse (+1,7%) sowie von Julius Bär (+1,0%). Händler erwähnen die Fusionsgespräche der deutschen Grossbanken Commerzbank und Deutsche Bank. Dies heize wohl Spekulationen um eine Konsolidierung der Branche in Europa grundsätzlich an, heisst es am Markt. Ob ein ähnlicher Schritt in der Schweiz sinnvolle wäre, bleibe dahingestellt. "Derzeit ist das eher eine Sache in der Euro-Zone, wo es zu grenzüberschreitenden Zusammenschlüssen kommen könnte", sagt ein Händler.

In einem am Montag veröffentlichten Diskussionspapier streicht die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) die Wichtigkeit von grossen Banken für die Schweiz heraus. Die Schere bei Grösse und Rentabilität öffne sich zwischen grossen amerikanischen und europäischen Instituten. Während die US-Banken ihre Altlasten nach der Finanzkrise rasch bereinigt hätten, sei die EU-Bankenunion ins Stocken geraten. Nationalstaatliches Sicherheitsdenken in Europa behindere die Banken bei der erfolgreichen Umsetzung von internationalen Geschäftsmodellen, so die SBVg.

Bei den Schwergewichten notieren Novartis 0,6 Prozent tiefer und Roche sinken um 0,5 Prozent. Die Novartis-Tochter Alcon übernimmt für 285 Millionen Dollar zuzüglich möglicher Meilensteinzahlungen das US-Unternehmen PowerVision. Roche hat Studiendaten zu Tecentriq in der Anwendung gegen Blasenkrebs veröffentlicht.

Die Anteile des Logistikkonzerns Kühne + Nagel (-1,0%) und der Technologietitel Logitech (-0,6%) und Temenos (-0,9%) sowie des Pharmaherstellers Vifor (-0,6%) leiden derweil unter Gewinnmitnahmen und sind die grössten Verlierer. Leichter sind auch Swatch (-0,1%) , Richemont (-0,2%) und Sika (-0,5%).

Uneinheitlich sind die Aktien anderer zyklischer Firmen, wie die Kursentwicklung bei ABB (+0,9%), Adecco (+0,3%) und Clariant (+0,2).

+++

11:39

Nach den beiden Flugzeug-Abstürzen in Äthiopien und Indonesien werfen weitere Anleger Boeing-Aktien aus ihren Depots. Die Papiere verlieren im vorbörslichen US-Geschäft drei Prozent. Einem Zeitungsbericht zufolge prüft das US-Verkehrsministerium mögliche Versäumnisse der Flugaufsicht FAA bei der Zulassung von Kontrollsystemen der Unglücksmaschinen vom neuen Boeing-Typ 737 MAX.

+++

10:20

Die Bestätigung von Gesprächen über eine mögliche Fusion der Commerzbank mit der Deutschen Bank lässt die Marktteilnehmer europaweit auf weitere mögliche Kooperationen spekulieren. Die beiden Deutschen Grossinstitute haben am Wochenende offiziell Fusionsgespräche bestätigt - ergebnisoffen, wie beide Institute betonten. "Das heizt die Spekulationen um die Konsolidierung der Branche in Europa grundsätzlich an", sagt ein Händler.

Um 10.20 Uhr ziehen in der Folge die Aktien der Credit Suisse und UBS um je 1,4 Prozent an und rangieren damit in der Spitzengruppe unter den SMI-Werten. Die Papiere der Commerzbank (+6,0%) und der Deutschen Bank (+2,3%) reagieren klar positiv auf die Nachrichten. Der europäische Branchenindex steigt derweil um 1,5 Prozent.

+++

10:08

Die geplante 35 Milliarden Dollar schwere Übernahme des US-Zahlungsabwicklers Worldpay gibt den europäischen Konkurrenten Auftrieb. Die Aktien von Wirecard, Worldline und Ingenico gewinnen bis zu 2,9 Prozent. Die Worldpay-Papiere steigen im vorbörslichen US-Geschäft um gut zehn Prozent auf ein Rekordhoch von 109,24 Prozent. Die Titel des Interessenten Fidelity National brechen dagegen um mehr als 17 Prozent ein.

+++

09:10

Positive Vorgaben aus den USA und aus Fernost geben den Kursen nur bedingt Aufwind: Der SMI geht mit einem leichten Minus von 0,07 Prozent in den Handel und fällt von der 9500er Marke weg. Er steht derzeit bei 9473 Punkten.

Für Zuversicht sorgte zum Wochenschluss der Plan Pekings, die Mehrwertsteuer ab dem 1. April zu senken. Zudem geht das Land angesichts der Handelsstreitigkeiten mit einem Investitionsgesetz auf ausländische Unternehmen und Investoren zu. Die Anleger dürften sich aber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.

Am Mittwoch veröffentlicht die US-Notenbank Fed ihre Zinsentscheidung und äussert sich über die Geldpolitik. "Sollte die Fed eher zurückhaltende Signale zur Geldpolitik von sich geben, könnte dies die Kurse beflügeln", sagt ein Börsianer. Weiter im Blick der Marktteilnehmer steht der Brexit. Die britische Regierung will sich am Montag zu einer weiteren Abstimmung äussern. Premierministerin Theresa May hatte angekündigt, ihren Deal bis spätestens Mittwoch erneut den Abgeordneten vorzulegen. Britische Medien tippten auf Dienstag als wahrscheinlichsten Termin für die Abstimmung.

Mehr zu Banken von cash-Autor Lorenz Burkhalter: Machen grosse Bankenfusionen wirklich Sinn?

Für Gesprächsstoff sorgen ausserdem die Pläne der deutschen Grossbanken: Lange wurde darüber spekuliert, nun bestätigten Commerzbank und Deutsche Bank am Wochenende offiziell Fusionsgespräche - ergebnisoffen, wie beide Institute betonen. "Das heizt möglicherweise die Spekulationen um die Konsolidierung der Branche in Europa grundsätzlich an. Aber dass bei uns ähnliche Spekulationen aufkommen, ist doch eher unwahrscheinlich", sagt ein Händler. Die Aktien von Credit Suisse (+0,7 Prozent) und UBS (+0,3 Prozent) gehören nach Börsenstart zu den am besten performenden Aktien. 

Die Genussscheine von Roche (+0,2 Prozent) steigen nur leicht. Der Pharmakonzern hat Studiendaten zu Tecentriq in der Anwendung gegen Blasenkrebs veröffentlicht. Händler erklären das Kursplus aber auch mit einer technischen Reaktion. Der "Bon" sei am Freitag relativ schwach gewesen.

Am breiten Markt stechen VAT (-1 Prozent) negativ ins Auge. Händler erwähnen eine Herabstufung der Empfehlung auf "Hold" von "Buy" durch Kepler Cheuvreux. 

+++

09:01

Mit einem Kursminus von 1,1 Prozent hält Zalando die rote Laterne im MDax. Börsianern zufolge stufte Mainfirst die Papiere auf "Underperform" von "Neutral" herunter.

+++

08:10

Der SMI legt um 0,2 Prozent auf 9500,7 Punkte zu. Nach einem für die Schweizer Grosskonzerne nachrichtenarmen Wochenende zeigen sich keine Auffälligkeiten bei den von Julius Bär berechneten Vorbörsenkursen. Am besten performen die Roche-Bons (+0,6 Prozent), nachdem neue Studiendaten zum Krebsmittel Tecentriq in Aussicht gestellt worden sind. Zykliker und Banken sind etwas höher gestellt als die übrigen Titel (zu den vorbörslichen Kursen bei cash.ch). 

+++

08:10

Die Börsen Asiens haben zum Wochenstart an ihre jüngsten Gewinne angeknüpft. Bereits am Freitag hatte den Börsen der Plan Pekings Rückenwind verliehen, die Mehrwertsteuer in China ab dem 1. April zu senken. Die Steuersenkung soll den Konsum und damit die Wirtschaft ankurbeln. Zudem geht das Land angesichts der Handelsstreitigkeiten mit einem Investitionsgesetz auf ausländische Unternehmen und Investoren zu. Es soll für mehr fairen Wettbewerb sorgen.

Zudem blicken die Anleger bereits auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwoch. Nach Einschätzung von Experten der Dekabank werden vor allem die neuen Projektionen der Währungshüter für die weitere Zinsentwicklung im Fokus stehen. Bislang hatten die Mitglieder des geldpolitischen Rates bis Ende 2020 drei weitere Leitzinsschritte in Aussicht gestellt. "Dies dürfte nun auf ein bis zwei Zinsschritte reduziert werden", hiess es in der Einschätzung der Dekabank.

Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Werten vom chinesischen Festland gewann am Montag zuletzt 2,78 Prozent auf 3849,00 Zähler. Der Hang-Seng-Index in Hong Kong legte im späten Handel um gut 1 Prozent zu. In Japan stieg der Leitindex Nikkei 225 um 0,62 Prozent auf 21 584,50 Punkte.

Trotz der starken Kurserholungen im bisherigen Jahresverlauf sollten Anleger nicht die Risiken vergessen, erklärte ein Händler. Mit Blick auf die globale Konjunktur gebe es nach wie vor Schwächeanzeichen. Auch daher blieben die Börsen anfällig für Rückschläge.

+++

07:40

Der Euro ist am Montag leicht gestiegen. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung zu einem Kurs von 1,1338 US-Dollar gehandelt und damit etwas höher als am Freitag. Zum Franken notiert der Euro bei 1,1360 Franken. Der Dollar tendiert derweil wenig bewegt im Vergleich zum Freitag.

Damit konnte der Euro nach den deutlichen Kursgewinnen der Vorwoche nur noch leicht zulegen. In den vergangenen Handelstagen hatten enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA den Dollar belastet und der Gemeinschaftswährung im Gegenzug Auftrieb verliehen.

Nach Einschätzung von Experten steht die Entwicklung des Leitzinses in den USA in dieser Woche im Vordergrund. Die Anleger warten gespannt auf neue Zinsprognosen der amerikanischen Währungshüter, die am Mittwoch nach der Zinssitzung veröffentlicht werden. Bislang hatten die Mitglieder des geldpolitischen Rates bis Ende 2020 drei weitere Leitzinsschritte in Aussicht gestellt. "Dies dürfte nun auf ein bis zwei Zinsschritte reduziert werden", hiess es in der Einschätzung der Dekabank.

+++

07:35

Neben den Problemen der Autobranche kennt Deutschlands Wirtschaft im Moment vor allen ein Thema: Die Fusionsgespräche von Deutscher Bank und Commerbnak, die offiziell bestätigt wurden. 

 

 

In Frankfurt steigen die Aktien der Commerzbank vorbörslich um 6,3 Prozent, jene der Deutschen Bank um 5,2 Prozent. 

+++

06:40

Starke Vorgaben aus den USA haben dem Aktienmarkt in Tokio am Montag Auftrieb gegeben. Vor allem chip-orientierte Werte legten zu. Der S&P und die Nasdaq hatten zuletzt ihre beste Wochenbilanz seit Monaten ausgewiesen. Gedämpft wurde die Stimmung in Tokio allerdings von unerwartet schwachen japanischen Export-Daten. Die Ausfuhren waren im Februar mit 1,2 Prozent stärker gesunken als von Experten erwartet. Es war der dritte Monat mit Rückgängen in Folge.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,6 Prozent höher bei 21.579 Punkten. Unter den Einzelwerten stiegen Sumco und Tokyo Electron um mehr als drei Prozent, Advantest legten 1,7 Prozent zu. 

+++

06:30

Der Euro tendiert zum Franken leicht stärker bei 1.1355. Der Dollar steht zum Franken weiterhin leicht über der Parität bei 1,0018.  

(Reuters/cash/AWP)