+++Börsen-Ticker+++ - US-Börsen: Wenig Bewegung nach jüngsten Gewinnen

Die Wall Street hat sich nach ihrer zuletzt guten Entwicklung am Mittwoch vergleichsweise wenig bewegt gezeigt.
18.07.2018 22:28
Wegweiser zur Börse in New York.
Wegweiser zur Börse in New York.
Bild: Bloomberg

22:30

Positiv aufgenommene Unternehmensnachrichten, schwache Daten aus dem Bausektor und der Konjunkturbericht der amerikanischen Notenbank Fed ("Beige Book") gaben dem US-Aktienmarkt keine klaren Impulse in die eine oder andere Richtung.

Zum Handelsende stand der Leitindex Dow Jones Industrial 0,32 Prozent höher bei 25 199,29 Punkten. Damit legte er immerhin den fünften Tag in Folge zu und erreichte den höchsten Stand seit über einem Monat. Der marktbreite S&P 500 gewann 0,22 Prozent auf 2815,62 Zähler. An der Technologiebörse Nasdaq gab der am Vortag noch rekordhohe Auswahlindex Nasdaq 100 dagegen um 0,19 Prozent auf 7390,13 Punkte nach.

Die Wohnungsbaubeginne hatten im Juni einen überraschend starken Rückgang erlebt: Sie waren so stark gesunken wie seit November 2016 nicht mehr. Zudem waren auch die Baugenehmigungen entgegen den Erwartungen rückläufig gewesen.

Der Fed-Konjunkturbericht bewegte nach den jüngsten Aussagen des Notenbank-Vorsitzenden - wie bereits erwartet - die Kurse nicht. Jerome Powell hatte sich am Dienstag vor dem Senat positiv zur US-Wirtschaft und auch zur Zinspolitik geäussert und für Freihandel geworben. An diesem Mittwoch hielt er eine Rede vor dem Repräsentantenhaus. Diese enthielt laut Analyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets UK nicht mehr viel Neues.

Unternehmensseitig standen einige Quartalsbilanzen im Fokus. Mit Morgan Stanley legte eine weitere der grossen US-Banken starke Zahlen vor, was die Aktien mit einem Kursplus von 2,81 Prozent honorierten. Die Geschäfte an den Kapitalmärkten waren dank der florierenden US-Wirtschaft auch im zweiten Quartal gut gelaufen. Der Überschuss übertraf wie bei den meisten heimischen Konkurrenten die Erwartungen der Experten. Zudem seien die Erträge im Geschäft mit Anleihen, Devisen und Rohstoffen überraschend stark gewesen, hiess es.

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17:30

Eine Reihe erfreulicher Firmenergebnisse aus dem In- und Ausland und die Aussicht auf eine weiter boomende Wirtschaft haben der Schweizer Börse am Mittwoch Auftrieb verliehen. Unter Führung des Marktschwergewichts Novartis stieg der Leitindex 1,3 Prozent auf 8938 Zähler - der höchste Stand seit dem 25. Mai. Gute Firmenergebnisse steigerten den Risikoappetit der Anleger zusätzlich. Getragen wurde der Anstieg zu einem Gutteil vom Schwergewicht Novartis, dessen Aktien um 3,2 Prozent auf den höchsten Stand seit Februar anzogen.

Die Genussscheine von Rivale Roche gewannen 1,2 Prozent und trugen ebenfalls massgeblich zum Indexplus bei. Die Aktien des Lebensmittelkonzerns Nestle, einem weiteren Schwergewicht, legten um 0,7 Prozent zu.

Die Aktien von Swatch notierten trotz eines unerwartet starken Halbjahresberichts leicht tiefer. Von Umschichtungen profitierten laut Händlern die Titel von Rivale Richemont, die um 2,3 Prozent nach oben schossen. "Die Anleger tauschen Swatch in Richemont um", sagte ein Händler.

Ein erfreuliches Ergebnis von Morgan Stanley liess die Anleger nach Finanzwerten greifen. Die US-Bank hat im Frühjahr dank eines anziehenden Handels- und Investmentbanking-Geschäfts deutlich mehr verdient. Im ihrem Sog drehten die Aktien der Grossbanken Credit Suisse und UBS deutlich in die Gewinnzone.

Den ausführlichen SMI-Schlussbericht lesen Sie hier.

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17:02

Die Rohölbestände in den USA sind in der vergangenen Woche überraschend und deutlich gestiegen. Sie legten um 5,8 Millionen Barrel auf 411,1 Millionen Barrel zu, wie das US-Energieministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Analysten hatten hingegen einen Rückgang um 3,5 Millionen Barrel erwartet. In der Vorwoche waren die Lagerbestände noch so stark gefallen wie seit September 2016 nicht mehr.

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16:07

Amazon-Aktien markieren den fünften Handelstag in Folge ein Rekordhoch: Bei einem Kurs von 1858,88 Dollar erreicht die Marktkapitalisierung über 900 Milliarden Dollar. Danach bröckelt der Kurs mit dem Gesamtmarkt ins Minus ab.

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15:45

Die Anleger in New York haben am Mittwoch eine Verschnaufpause eingelegt.  Zu Handelsbeginn lagen der Dow Jones, der S&P 500 und der Nasdaq-Composite wenig verändert. Insgesamt sei die Stimmung weiter positiv, sagte ein Händler. Der oberste Währungshüter hatte sich im ersten Teil der halbjährlichen Anhörung vor dem US-Kongress positiv zur Konjunkturentwicklung geäussert und wie erwartet weitere Zinserhöhungen in Aussicht gestellt. "Er wird das heute vor dem Repräsentantenhaus bekräftigen", sagte ein Börsianer.

Die Aktien des Google-Mutterkonzerns Alphabet starteten leicht im Minus. Die EU-Kommission hat den Internetkonzern zu einer Rekord-Kartellstrafe von 4,3 Milliarden Euro verurteilt. Die Kommission wirft dem US-Konzern Verstösse gegen EU-Recht beim Handy-Betriebssystem Android vor.

Morgan Stanley stiegen um mehr als vier Prozent. Die US-Bank hat im Frühjahr dank eines anziehenden Handels- und Investmentbankinggeschäfts deutlich mehr verdient.

United Airlines notierten 4,8 Prozent höher. Die Fluggesellschaft hatte ihre Gewinnprognose angehoben.

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13:10

Hinweise auf ein steigendes Interesse etablierter Unternehmen an Digitalwährungen haben dem Bitcoin starken Auftrieb gegeben.  Am Mittwoch kletterte der Kurs der bekanntesten Kryptowährung über 7500 US-Dollar. Bereits am Vorabend hatte er ruckartig um rund 700 Dollar zugelegt. Auch andere Digitalwährungen wie Ether oder Ripple gewannen kräftig an Wert. Seit Anfang Mai hatte der Bitcoin kontinuierlich an Wert verloren. Von Kursen knapp unter 10 000 Dollar war der Wert im Juni auf unter 6000 Dollar abgerutscht. Von dem im Dezember 2017 erreichten Rekordhoch von etwa 20 000 Dollar bleibt der Kurs aber auch nach der aktuellen Erholung weit entfernt.

Für Auftrieb sorgte diese Woche unter anderem die Nachricht, dass Blackrock, der grösste Vermögensverwalter der Welt, eine Arbeitsgruppe zum Thema Digitalwährungen und der damit verbundenen Blockchain-Technologie einrichten will. Allerdings hielt Blackrock-Chef Larry Fink den Ball betont flach. "Ich habe von keinem einzigen Kunden gehört, der sagt: 'Ich muss da einsteigen'", sagte er dem US-Fernsehsender Bloomberg-TV.

Unterdessen hat die Handelsplattform Coinbase von den US-Behörden grünes Licht für Zukäufe bekommen, die es dem Unternehmen ermöglichen sollen, in den USA den Handel mit Krypto-Produkten (ICOs) anzubieten, die Wertpapieren ähneln. Man habe einen weiteren Schritt in die richtige Richtung gemacht, habe aber noch viele weitere vor sich, hiess es von Coinbase.

Einige Händler argumentieren zudem, dass der diese Woche offiziell angekündigte Führungswechsel bei der US-Investmentbank Goldman Sachs für Optimismus sorge, weil der künftige Chef David Solomon sich offen gegenüber dem Thema Kryptowährungen gezeigt hatte.

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11:48

Eine neue Verkaufswelle hat den Goldpreis am Mittwoch auf den tiefsten Stand seit einem Jahr fallen lassen. Im Vormittagshandel wurde eine Feinunze (31,1 Gramm) bei 1221,17 US-Dollar gehandelt und damit zum niedrigsten Preis seit Juli 2017. "Am Goldmarkt rollt seit Wochen eine Verkaufswelle nach der anderen", kommentierte Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank den Handel. Zuletzt habe ein optimistischer Ausblick für die US-Konjunktur durch den amerikanischen Notenbankchef Jerome Powell den Goldpreis belastet.

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11:45

Der SMI zeigt sich Mittwochvormittag weiterhin freundlich. Allerdings wurden die Kursgewinne seit dem frühen Handel etwas abgebaut. Im Fokus der Markteilnehmer liegen die Zwischenabschlüsse verschiedener Unternehmen.  Der Swiss Market Index (SMI) gewinnt bis um 11.45 Uhr um 0,7 Prozent auf 8'885 Punkte.

Die grössten Avancen verbuchen dabei weiterhin mit 2,1 Prozent Novartis vor Richemont mit ebenfalls +1,6 Prozent und Logitech mit +0,9 Prozent. Der Pharmakonzern ist auch im zweiten Quartal solide gewachsen. Beim Ausblick bestätigt der Konzern die Ziele für die Gruppe.

Richemont (+1,6 Prozent) profitieren vom guten Halbjahresbericht des Branchennachbarn Swatch. Deren Aktienkurs gibt allerdings  0,7 Prozent nach.

Die grössten Abgaben verzeichnen SGS mit -4,1 Prozent, obwohl der Warenprüf-, Zertifizierungs- und Inspektionskonzern mit seinem Umsatzwachstum die Prognosen der Analysten übertraf. Anleger würden nach der starken Kursperformance der vergangenen Monate nun Gewinne mitnehmen, hiess es dazu im Handel.

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11:06

Nachlassende Spekulationen auf eine baldige Zinserhöhung der Bank von England (BoE) versetzen dem Pfund Sterling einen neuen Schlag. Die Währung rutschte am Mittwoch um 0,8 Prozent ab und war mit 1,3008 Dollar so billig wie zuletzt vor knapp elf Monaten.

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09:46

Die Aktien des Warenprüfkonzerns SGS sind am Mittwoch nach zunächst gutem Beginn in die Verlustzone abgerutscht. Analysten sprechen von einem gemischt ausgefallenen Zahlenset: Während die Gruppe schneller als erwartet wächst, gibt es zur Entwicklung der Ergebnisse auch kritische Stimmen. Ausserdem dürften einige Anleger nach der starken Kursperformance der vergangenen Monate nun Gewinne mitnehmen.

SGS büssen an der Börse bis um 09.45 Uhr 2,9 Prozent auf 2'540 Franken ein, wogegen der Gesamtmarkt (SMI) mit der kräftigen Unterstützung des Schwergewichts Novartis um 0,71 Prozent in die Höhe klettert. Noch vor gut einer Woche haben die SGS-Titel bei 2'683 Franken ein Allzeithoch erreicht, nachdem es davor mit dem Kurs steil nach oben gegangen war. Gewinnmitnahmen seien vor diesem Hintergrund nicht auszuschliessen, meinen Händler.

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09:45

Swatch-Aktien legten an der Schweizer Börse um 0,6 Prozent zu. Mit einem Kursplus von rund 17 Prozent ist Swatch im laufenden Jahr die Aktie mit dem stärksten Kursanstieg unter den Bluechips. Der Leitindex SMI hat dagegen seit Jahresanfang mehr als fünf Prozent eingebüsst.

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09:37

Ein optimistischer Ausblick von EasyJet ermuntert Anleger zum Einstieg bei dem Billigflieger und bei der Konkurrenz. EasyJet-Titel gewinnen 5,1 Prozent und die des Erzrivalen Ryanair 1,6 Prozent. Lufthansa, AirFrance und die British Airways-Mutter IAG legen bis zu 3,1 Prozent zu.

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09:30

Überraschend starke Geschäftszahlen von ASML heben die Stimmung im Chip-Sektor. Der europäische Branchenindex steigt um 2,4 Prozent auf ein Vier-Wochen-Hoch von 491,78 Punkten. ASML-Titel steuern mit einem Plus von 6,8 Prozent auf den grössten Tagesgewinn seit gut drei Jahren zu. Konkurrent Infineon gewinnt 2,3 Prozent und der Chipindustrie-Zulieferer Aixtron 3,4 Prozent.

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09:10

Der SMI startet mit einem Plus von 0,7 Prozent bei 8890 Punkten. Den Ton geben vor allem erfreuliche Unternehmensabschlüsse von Novartis, Swatch, SGS und Georg Fischer an. Die grössten Avancen verbuchen Novartis (+2,6 Prozent). Der Pharmakonzern ist auch im zweiten Quartal solide gewachsen. Beim Ausblick bestätigt der Konzern die Ziele für die Gruppe. Roche steigen 0,8 Prozent. Roche hat von der US-Gesundheitsbehörde für eine Kombinationstherapie den Status Therapiedurchbruch erhalten. Das dritte Schwergewicht, Nestlé (+0,1 Prozent), startet ebenfalls positiv.

Der Uhrenhersteller Swatch (+0,9 Prozent) erzielte im ersten Halbjahr einen Rekordumsatz und einen Gewinnsprung im ersten Halbjahr. Auch die Valoren des Branchennachbarn Richemont legen um 1,9 Prozent zu. SGS verlieren 2,5 Prozent. Der Warenprüf-, Zertifizierungs- und Inspektionskonzern übertraf mit seinem Umsatzwachstum die Prognosen der Analysten.

Im breiten Segment stehen Georg Fischer (+0,9 Prozent) nach der Veröffentlichung der Semesterzahlen im Fokus. Der Industriekonzern steigerte den Umsatz und den Gewinn markant. Panalpina verlieren 2 Prozent und reagieren damit auf eine Kurszielrevision nach unten durch Goldman Sachs. Der US-Broker zeigt sich enttäuscht über die vom Transport- und Logistikunternehmen am Montag vorgelegten Resultate für das zweite Quartal.

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08:40

Die Aktienmärkte Asiens haben am Mittwoch überwiegend zugelegt. Während etwa in Tokio, Mumbai oder Singapur die Kurse stiegen, gaben die Börsen in China aber erneut nach. Der japanische Leitindex Nikkei 225 baute seine Vortagesgewinne aus und stieg um 0,43 Prozent auf 22'794,19 Punkte. Die fortgesetzte Yen-Schwäche stützte.

Chinas Festlandbörsen hingegen und auch der Hang Seng in Hongkong gaben moderat nach. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Werten verlor zuletzt 0,16 Prozent auf 3444,01 Punkte nach. Der Hang Seng sank zugleich um 0,26 Prozent auf 28'107,70 Zähler. Beide weitete damit ihre Verluste vom Dienstag aus.

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08:26

Der Euro hat am Mittwochmorgen gegenüber dem US-Dollar weiter nachgegeben. Der Kurs liegt am Morgen bei 1,1633 Dollar und damit nochmals etwas tiefer als am Dienstagabend. Der Kurs war am Dienstag nach einer Anhörung des US-Notenbankchefs Jerome Powell unter Druck geraten und deutlich unter die Marke von 1,17 Dollar gerutscht. 

Gegenüber dem Schweizer Franken zeigt sich der Eurokurs indes wenig verändert und notiert mit 1,1660 Franken auf dem Niveau des Vortags. Der Dollar kletterte derweil gegenüber dem Franken wieder über Parität und notiert am Mittwochmorgen auf 1,0025 nach 0,9993 Franken am Dienstagabend.

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08:09

Der Swiss Market Index (SMI) wird von der Bank Julius Bär vorbörslich bei 8881 Punkten (+0,6 Prozent) berechnet. Die deutlichsten Avancen machen die Titel von Swatch (+2,4 Prozent) nach Halbjahreszahlen. Auch der Branchennachbar Richemont (+1,15 Prozent) dürfte davon profitieren. Daneben reagieren Novartis (+1,6 Prozent) ebenfalls auf gute Zahlen genauso wie SGS (+0,8 Prozent). Dasselbe gilt am breiten Markt für Georg Fischer (+3,1 Prozent).

 

Ermutigende Aussagen des US-Notenbankchefs Jerome Powell zu den Wachstumsaussichten der US-Wirtschaft dürften zusätzlich für Unterstützung sorgen. Im Tagesverlauf stehen zudem weiter Unternehmenszahlen an. Morgan Stanley will als letzte US-Grossbank ihren Zwischenbericht vorlegen. Nach Handelsschluss an der Wall Street werden unter anderem die Zahlen von Ebay und IBM erwartet.

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07:24

Die Rohölpreise machen am Mittwoch etwas Gewinn. Die Nordseesorte Brent steigt auf 71,87 Dollar (+0,4 Prozent). Die US-Sorte WTI notiert unverändert bei 67,68 Dollar. Derweil gibt der Goldpreis weiter und steht mittlerweile auf dem tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr bei 1225 Dollar pro Unze.

 

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06:45

In Tokio lag der Nikkei-Index ein Prozent im Plus auf 22'921 Punkten. Gewinner waren insbesondere Exporttitel wie Auto- und Technologiewerte, die von Kursverlusten des Yen profitierten. Hintergrund waren Äusserungen Powells bei einer Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats. Durch schrittweise Zinserhöhungen könne der US-Wirtschaftsaufschwung verlängert werden, sagt er. Der MSCI-Index für asiatische Börsen ohne Japan stieg 0,5 Prozent.

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06:36

Am Devisenmarkt in Fernost tendierte der Euro mit 1,1655 Dollar wenig verändert. Zur japanischen Währung kletterte der Dollar 0,1 Prozent auf 112,94 Yen. Der Schweizer Franken stand bei 1,0006 im Vergleich zum Dollar und bei 1,1661 im Vergleich zum Euro

(cash/Reuters/AWP)