+++Börsen-Ticker+++ - US-Indizes mühen sich auf neue Rekorde

Die Wall Street hat nach einem beeindruckenden Jahresauftakt am Montag neue Rekordstände erreicht. Dafür reichten den wichtigsten Aktienindizes bereits moderate Gewinne.
08.01.2018 22:52
Blick auf die Anzeigetafel der Börse in New York.
Blick auf die Anzeigetafel der Börse in New York.
Bild: Bloomberg

22:30

Der Dow Jones Industrial schloss sogar mit einem knappen Minus von 0,05 Prozent bei 25 283,00 Punkten, nachdem er im Handelsverlauf erstmals die Marke von 25 300 Punkten überschritten hatte. In der ersten Börsenwoche 2018 war der US-Leitindex langsam aber stetig gestiegen und hatte am Donnerstag erstmals die 25 000 Punkte hinter sich gelassen.

Für den marktbreiten S&P-500-Index ging es am Montag letztlich um 0,17 Prozent auf 2747,71 Zähler hoch, während der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 um weitere 0,35 Prozent auf 6676,63 Zähler vorrückte.

Auf dem Weg in die neue Berichtssaison gebe es weiterhin eine sehr optimistische Grundhaltung an den Märkten, konstatierte Analyst Craig Erlam vom Devisenhändler Oanda. Allerdings sorgte der nach Wochen der Schwäche wieder etwas steigende US-Dollar für Gegenwind an der Wall Street. Eine starke amerikanische Währung verteuert die Waren der weltgrössten Volkswirtschaft für Käufer ausserhalb des Dollarraums.

Unter den Einzelwerten stach der zu Handelsbeginn kurzzeitig ausgesetzte Actionkamera-Spezialist GoPro mit einem Kursrutsch von knapp 13 Prozent heraus - kurz nach dem Börsenstart hatte es noch viel düsterer für die Aktien ausgesehen.

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17:30

Die Schweizer Börse hat am Montag leicht nachgegeben. Nach dem Anstieg auf eine neues Rekordhoch habe der Markt Dampf abgelassen. Der SMI notierte nach einem Rekordhoch von 9584 Zählern im Frühhandel zuletzt um 0,2 Prozent leichter mit 9542 Punkten. Am Freitag hatte der Leitindex den seit dem 4. Juni 2007 bestehenden Kursrekord geknackt und mit einem Gewinn von 0,5 Prozent auf 9558 Punkten geschlossen.

Erst im Zuge der Jahresberichterstattung in den kommenden Wochen dürften von den Firmen neue Impulse kommen, erklärten Händler. Die Erwartungen an die Jahresergebnisse und die Aussichten seien hoch, hiess es.

13 der 20 Bluechips notierten fester und sieben schwächer. Den stärksten Abschlag verbuchten die Aktien von Givaudan mit minus 2,2 Prozent. Der Titel litt laut Händlern unter der Ratingsenkung auf "Underperform" von "Marketperform" durch Bernstein.

Den ausführlichen SMI-Schlussbericht lesen Sie hier.

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17:01

Der Actionkamera-Hersteller GoPro hat seine Anleger mit einer Prognosesenkung in die Flucht geschlagen. Die Aktien des Unternehmens, dessen Kameras und Drohnen vor allem von Sportlern und Touristen genutzt werden, sackten am Montag um bis zu ein Drittel auf ein Rekordtief von fünf Dollar ab. Der frühere Börsenliebling an der Wall Street kämpft nach eigenen Angaben mit einer schwächeren Nachfrage und will aus dem Drohnengeschäft aussteigen. Außerdem sollen 250 der derzeit rund 1250 Arbeitsplätze gestrichen werden.

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15:45

Nach der Rekordrally zum Jahresauftakt gönnen sich Börsianer an der Wall Street eine Verschnaufpause.  Der Standardwerteindex Dow Jones eröffnete den Handel am Montag mit 25.290 Punkten kaum verändert, nachdem er vergangene Woche erstmals die 25.000-Punkte-Marke geknackt hatte und von einer Bestmarke zur nächsten geeilt war. Der breiter gefasste S&P-500 notierte 0,1 Prozent tiefer bei 2740 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq lag ebenfalls 0,1 Prozent im Minus.

Viele Anleger sicherten sich nach den Kurssteigerungen der vergangenen Woche nun erst einmal Gewinne, sagte Chefanalyst Peter Cardillo vom Brokerhaus First Standard Financial in New York.

Investoren warteten auch auf die Quartalsberichte der Firmen, um vor allem die Auswirkungen der von US-Präsident Donald Trump durchgesetzten Steuerreform zu sehen. Gegen Ende der Woche legen sich die ersten Banken ihr Zahlenwerk vor. "Analysten blicken der US-Quartalsberichtssaison optimistisch entgegen", sagte Börsenexperte Uwe Streich von der Landesbank Baden-Württemberg. Die zusammengerechneten Gewinne der Firmen im S&P-500-Index dürften im Vergleich zum vierten Quartal 2016 um knapp zehn Prozent steigen.

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15:29

Der Bitcoin-Kurs ist am Montag wieder unter die Schwelle von 15'000 Dollar gefallen. Zuvor hatte Südkoreas Finanzaufsicht mitgeteilt, dass sie sowie andere Behörden sechs heimische Banken ins Visier nehmen, die Konten für Digitalwährungen anbieten. Geprüft werden soll demnach etwa, ob sich die Geldhäuser an Vorgaben zur Bekämpfung von Geldwäsche halten.

 

Auf der in Luxemburg ansässigen Handelsplattform Bitstamp notierten Bitcoin 8,8 Prozent im Minus mit rund 14'700 Dollar. Vor einem Jahr war die weltweit wichtigste Kryptowährung noch für weniger als 1000 Dollar zu haben gewesen.

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15:01

Dank eines schwächeren Euro und robuster Konjunkturdaten haben die europäischen Börsen ihre vergangene Woche gestartete Kursrally fortgesetzt. Dax und EuroStoxx50 notierten am Montag je 0,2 Prozent fester bei 13.348 beziehungsweise 3612 Punkten. "Die verpasste Jahresendrally ist aus den Augen und somit aus dem Sinn der Börsianer", sagte Timo Emden, Deutschland-Chef des Online-Brokers DailyFX. Einer Umfrage zufolge sind Anleger für die Konjunktur der Euro-Zone zuversichtlicher. Auch in der Wirtschaft ist die Stimmung so gut wie seit 17 Jahren nicht.

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14:18

Die Ölpreise sind am Montag gestiegen. Am Mittag kostete ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März 67,83 US-Dollar. Das waren 21 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Februar stieg um 36 Cent auf 61,80 Dollar.

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12:51

Der Swiss Market Index (SMI) notiert um 11.50 Uhr 0,03% tiefer bei 9'553,95 Punkten. Das neue Allzeithoch liegt bis zu diesem Zeitpunkt bei 9'584,52 Punkten (erreicht um 09.03 Uhr). Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) gibt um 0,03% auf 1'552,39 Punkte nach, wogegen der breite Swiss Performance Index (SPI) minim um 0,02% auf 10'958,06 Punkte anzieht.

Zu den grössten Gewinnern gehören gegen Mittag die Papiere von Logitech (+1,5%), Dufry, Sika (je +0,8%) oder Swatch (+0,5%). Letztere schneiden damit klar besser ab als die Papiere von Branchennachbar Richemont (-0,3%), für die JPMorgan das Kursziel geringfügig erhöht, das Rating aber auf "Neutral" belassen hat.

Ein Plus zu vermelden gibt es derweil auch bei UBS (+0,6%). Die Grossbank ist dabei laut einem Medienbericht in Gesprächen, eine Mehrheitsbeteiligung an seinem chinesischen Investmentbanking-Joint-Venture zu akquirieren.

Grösster Verlierer sind am Berichtstag klar Givaudan (-3,0%), die ihre Verluste aus dem frühen Handel noch ausweiten. Bernstein hat das Kursziel für Givaudan und das Rating auf "Underperform" von "Market Perform" gesenkt.

Den ausführlichen SMI-Mittagsbericht lesen Sie hier.

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11:15

Abwarten und beobachten: Der SMI sinkt nach einem fulminanten Start wieder auf den Vortagesstand und pendelt praktisch an Ort. Händler sagten, der Start stimme zwar zuversichtlich. Aber die Anleger erhofften sich weitere Informationen über den Wirtschaftsverlauf, kommentierte die Liechtensteiner LGT Bank in ihrem "Navigator".

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11:04

Die Wirtschaftsstimmung im Euroraum hat sich im Dezember abermals von hohem Niveau aus verbessert. Der Economic Sentiment Indicator (ESI), der die Stimmung in Unternehmen und privaten Haushalten misst, stieg im Vergleich zum Vormonat um 1,4 Punkte auf 116,0 Zähler, wie die EU-Kommission am Montag in Brüssel mitteilte. Damit wurde erneut der höchste Stand seit Oktober 2000 erreicht. Volkswirte hatten nur mit einem geringen Anstieg des Indikators gerechnet.

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11:00

Die Investmentspezialisten der UBS rechnen damit, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn von rund 50 Mrd CHF erzielt hat. Die SNB wird ihr Finanzergebnis am (morgigen) 9. Januar publizieren.

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09:05

Der Swiss Market Index geht mit einem neuen Rekordhoch in den Handel am Montag, gibt die Gewinne dann aber teilweise wieder ab. Der SMI startet mit einem Plus von 0,2 Prozent bei 9577 Punkten in den Handel. Dabei hatte der Schweizer Leitindex SMI erst am Freitag sein mehr als zehn Jahre altes Allzeithoch geknackt. Der Fokus der Märkte richtet sich mehr und mehr auf die beginnende Berichtsaison. Hierzulande wird diese gegen Wochenende langsam anrollen.

Der Kursverlauf des SMI in den letzten sechs Handelstagen (Quelle: cash.ch)

Am Berichtstag könnten dafür einige Daten von Konjunkturseite her für Impulse sorgen. In der Eurozone geben am Montag nämlich verschiedene Indikatoren Aufschluss über das Geschäftsklima und das Konsumentenvertrauen. Ausserdem stehen Daten zum Umsatz im Detailhandel auf der Agenda. In der Schweiz wiederum publiziert das Bundesamt für Statistik den Landesindex der Konsumentenpreise für den Monat Dezember.

Aus der Reihe tanzen die Papiere von Givaudan (-1,1 Prozent). Das Unternehmen gab am Morgen die Ernennung von Louie D'Amico zum Präsident der Aromen-Division bekannt. Weiter senkt Bernstein das Kursziel für Givaudan und das Rating auf "Underperform" von "Market Perform". 

Bei den drei defensiven Schwergewichten starten Roche GS mit +0,1 Prozent. Der Basler Pharmakonzern hat sich mit GE Healthcare auf eine Partnerschaft im Bereich der digitalen Diagnostik geeinigt. Zu Nestlé (+0,3 Prozent) hiess es in Berichten von US-Medien, dass Hershey sowie Ferrero Gebote für das US-Süsswarengeschäft des Schweizer Konzerns eingereicht hätten. Die Papiere des dritten Schwergewichtes Novartis (+0,4 Prozent) tendieren derweil ebenfalls höher, genauso wie die Titel der Grossbanken UBS und Credit Suisse (je +0,3 Prozent).

Bei den Luxusgütertiteln sind Swatch gesucht (+0,7 Prozent). Sie schneiden somit etwas besser ab als die Papiere von Branchennachbar Richemont (+0,2 Prozent), für die JPMorgan das Kursziel geringfügig erhöht, das Rating aber auf "Neutral" belässt.

Am breiten Markt sorgen ebenfalls einige Firmen für Gesprächsstoff. Bei Forbo (+1,4 Prozent) erhöht die UBS das Kursziel auf 1760 CHF von 1640 CHF und belässt die Einstufung auf "Buy". Kuros Biosciences (+4,1 Prozent) weitet das exklusive Lizenzabkommen mit der US-Firma Checkmate Pharmaceuticals Inc. aus. Das Biotechunternehmen Molecular Partners (Aktie unverändert) hat Daten zum Produktkandidaten MP0250 aus einer Phase-II-Studie zur Behandlung des multiplen Myeloms (MM) veröffentlicht.

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08:38

Der Kurs der Digitalwährung Bitcoin verliert am Montagmorgen an Wert. Auf der Krypto-Plattform coinmarketcap.com wird der Preis bei 16'125 Dollar (-5,3 Prozent) angegeben. Die Handelsplattform gibt einen Kurs von 15'914 Dollar an.

 

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08:26

Mittlerweile sind die Börsen in Asien geschlossen. Vor dem Hintergrund der ungebrochenen Rekordfahrt in den USA sind sie überwiegend mit Kursgewinnen in die neue Handelswoche gestartet. In Tokio ruhte der Handel am Montag allerdings wegen eines Feiertages.

Am Montag verzeichneten der Kospi in Südkorea und der Aktienmarkt in Australien Kursgewinne. In Australien profitiert die Börse weiter von den sich zuletzt wieder erholten Rohstoffpreisen. Der mit vielen Werten aus dem Bergbau- und Minensektor gespickte Leitindex ASX legte um 0,13 Prozent auf 6'130 Punkte zu.

Der chinesische CSI 300, der die 300 wichtigsten Werte aus Festland-China umfasst, kletterte am Montag um 0,5 Prozent auf 4'160,16 Punkte. In der vergangenen Woche hatte er um fast 3 Prozent zugelegt.

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08:05

Der Swiss Market Index (SMI) wird laut vorbörslichen Daten der Bank Julius Bär bei 9582 Punkten (+0,3 Prozent) berechnet. Am letzten Freitag stieg der Leitindex auf den höchsten Stand seiner Geschichte. 

Unter den SMI-Einzeltiteln fallen Givaudan (-0,8 Prozent) negativ auf. Dies nach der Herunterstufung durch die Bernstein. Zudem kommt es beim Duft- und Aromenhersteller zu einem Wechsel in der Geschäftsleitung: Aromenchef Mauricio Graber verlässt die Firma. Auf der positiven Seite stechen Roche (0,7 Prozent) hervor. Der Pharmakonzern geht mit GE Healthcare eine Partnerschft in digitaler Diagnostik ein.

 

Anleger erhoffen sich von einigen Konjunkturdaten die Bestätigung für ihren Konjunkturoptimismus. Es stehen die Auftragseingänge der deutschen Industrie sowie die europäischen Einzelhandelsumsätze und das Barometer für die Stimmung in den Unternehmen aus der Euro-Zone an.

In Tokio blieb die Börse am Montag wegen eines Feiertages geschlossen. Der chinesische Shanghai Composite stieg um 0,4 Prozent auf 3404 Punkte.

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07:33

Der Kurs des Euro hat sich am Montag nur wenig bewegt. Am Morgen wird die Gemeinschaftswährung bei 1,2023 US-Dollar gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Freitagabend. Zum Franken kostet der Euro 1,1730 CHF nach 1,1756 am Freitag. Der US-Dollar geht wenig verändert mit 0,9757 CHF um.

Der Euro hielt sich damit vorerst stabil über der Marke von 1,20 Dollar, nachdem er in der vergangenen Woche nur knapp ein Drei-Jahres-Hoch verpasst hatte. Am Morgen könnten Daten zum Auftragseingang in der deutschen Industrie und am Vormittag Stimmungsindikatoren aus der Eurozone für neue Impulse sorgen. Am Wochenende hatte Bundesbankpräsident Jens Weidmann in einem Zeitungsinterview erneut seine Forderung nach einem Enddatum für die Anleihekäufe der EZB bekräftigt.

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07:14

Die Ölpreise verlieren am Montagmorgen leicht an Wert. Die Sorte WTI wird bei 61,53 Dollar (-0,2 Prozent) gehandelt. Die Nordseesorte Brent kostet derzeit 67,69 Dollar (-0,2 Prozent). Die Preise befinden sich aber nach wie vor auf hohem Niveau.

Ein Rückgang der Ölbohrlöcher in den USA habe die Ölpreise zum Wochenauftakt gestützt, hiess es von Marktbeobachtern. Am Freitag hatte die US-Ausrüsterfirma Baker Hughes gemeldet, dass die Zahl der amerikanischen Bohrlöcher in der vergangenen Woche um 5 auf 742 gesunken sei.

Oil trades over $61 as a drop in U.S. rig count spurs supply optimism https://t.co/MA8Tj9saNj pic.twitter.com/hgM7QuvhyI

 

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06:45

Der MSCI-Index für die Region Asien-Pazifik (ohne Japan) stieg im Mittagshandel um 0,3 Prozent auf 588,90 Punkte. Im November 2007 hatte er mit 591,50 einen Rekord markiert. Grund für den Optimismus ist der kräftigste Jahresstart der Wall Street seit über zehn Jahren. Viele Investoren kaufen Aktien, weil die Wirtschaft kräftig wächst und die Inflation noch immer vergleichsweise niedrig ist. Die Tokioter Börse blieb wegen eines Feiertages geschlossen.

 

An den Devisenmärkten zeigte sich der Euro fast unverändert und kostete 1,2027 Dollar. Im Vergleich zur japanischen Währung kostete der Greenback 113,17 Yen. Der Schweizer Franken wurde zum Dollar mit 0,9753 und zum Euro mit 1,1730 gehandelt.

(cash/Reuters/AWP)