+++Börsen-Ticker+++ - US-Kurse ziehen an - Facebook beflügelt Nasdaq

Die Wall Street hat am Donnerstag nach dem Kursrutsch zu Wochenbeginn und den anschliessenden moderaten Gewinnen ordentlich Fahrt aufgenommen.
27.04.2018 00:24
Die Trader an der Wall Street freuen sich.
Die Trader an der Wall Street freuen sich.
Bild: Bloomberg

23:00

Der Leitindex Dow Jones Industrial baute nach einem freundlichen Start seine Gewinne aus und schloss 0,99 Prozent höher bei 24 322,34 Punkten, während der marktbreite S&P 500 um 1,04 Prozent auf 2666,94 Punkte vorrückte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 stieg sogar um 2,08 Prozent auf 6649,65 Zähler.

Facebook-Aktien gehörten mit einem Kurssprung von 9,06 Prozent auf 174,16 Dollar zu den grössten Gewinnern im Nasdaq 100. Das Online-Netzwerk hatte im ersten Quartal den fast ausschliesslich mit Werbung erwirtschafteten Umsatz sowie den Gewinn kräftig gesteigert und die Analystenerwartungen übertroffen.

Trotz der Kontroverse um die Weitergabe von Nutzerdaten an die Firma Cambridge Analytica gebe es keine Anzeichen für nachlassende Werbeeinnahmen des Online-Netzwerks, schrieb Goldman-Analystin Heather Bellini.

Bei PayPal konnten sich die Aktionäre über ein Kursplus von 2,74 Prozent freuen.

Für die Titel des Chipkonzerns Qualcomm ging es um 1,45 Prozent hoch - ihnen half etwas, dass die Quartalsresultate trotz einer rückläufigen Entwicklung aufgrund eines hartnäckigen Patentstreits mit Apple besser als erwartet ausgefallen waren.

Auch ausserhalb der Technologiebranche gab es positive Unternehmensnachrichten.

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17:30

Die Schweizer Börse hat ihre Negativserie am Donnerstag beendet und deutlich zugelegt. Gefragt waren vor allem die Aktien von zyklischen Firmen sowie von Banken.  Der SMI legte bis zum späten Nachmittag 1,1 Prozent auf 8835 Punkte zu. Für Zuversicht an den Aktienbörsen sorgten Spekulationen auf eine Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China. CNBC zufolge will Larry Kudlow, der Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, zu Gesprächen nach China reisen.

Fast alle Standardwerte waren fester. Nur knapp im Plus waren trotz einer Prognose-Anhebung die Roche-Genussscheine. Die Novartis-Aktien rückten 1,1 Prozent vor. Der Pharmazulieferer Lonza legte 2,1 Prozent zu.

Zu den Spitzenreitern im SMI zählten Bankaktien: Die Titel der Credit Suisse rückten 1,3 Prozent vor. Händler verwiesen auf das am Mittwoch veröffentlichte Quartalsergebnis, das die Anleger überzeugt habe. Auch Analysten äusserten sich zuversichtlicher. So erhöhte Morgan Stanley das Kursziel auf 21 von 20 Franken und empfahl eine Übergewichtung der CS-Titel. Die Aktien des Rivalen UBS rückten 1,5 Prozent vor. Ein Brand am Hauptsitz der Bank hatte am Vormittag für einen Grosseinsatz der Rettungskräfte gesorgt. Verletzt wurde nach vorläufigen Angaben niemand. Die dritte Bank im SMI, Julius Bär, gewann 2,4 Prozent an Wert.

Den ausführlichen SMI-Schlussbericht lesen Sie hier.

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17:08

Der Kurs des Euro ist am Donnerstag nach geldpolitischen Beschlüssen der Europäischen Zentralbank (EZB) gesunken. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,2107 US-Dollar gehandelt. Das ist etwa einen halben Cent weniger als am Morgen und der tiefste Stand seit Mitte Januar. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,2168 (Mittwoch: 1,2185) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8218 (0,8207) Euro.

Der Schweizer Franken zeigt sich zu den beiden Leitwährungen uneinheitlich. So sank der Euro zum Franken ebenfalls und wurde am Nachmittag zu 1,1966 gehandelt, nach 1,1983 Franken um die Mittagszeit. Der Dollar dagegen hat sich auf 0,9878 von 0,9840 Franken etwas verteuert.

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15:44

Starke Quartalszahlen von Tech-Unternehmen wie Facebook und AMD haben der Wall Street zum Handelsauftakt am Donnerstag Auftrieb gegeben. Der Dow-Jones-Index stieg in den ersten Minuten um 0,3 Prozent auf 24'153 Punkte. Der breiter gefasste S&P legte um 0,5 Prozent auf 2651 Stellen zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann ein Prozent auf 7075 Zähler.

Das weltgrösste Soziale Netzwerk hatte am Vortag nach Börsenschluss einen Gewinnsprung zum Vorjahreszeitraum von 63 Prozent bekanntgegeben. In New York legte die Facebook-Aktie zunächst um 8,8 Prozent zu. In ihrem Sog stiegen auch Titel von Twitter (3,4 Prozent) und Snap (2,7 Prozent). Der Chiphersteller AMD legte um 10,8 Prozent zu, nachdem er die Erwartungen der Experten übertroffen hatte.

Randy Frederick, der für Handel zuständige Vize-Präsident für Charles Schwab in Austin, sprach von einigen Überraschungen bei den bisherigen Unternehmenszahlen. Diese bleiben auch weiter im Fokus: Weitere Kenndaten wurden nach Börsenschluss erwartet, unter anderem von Amazon, Microsoft und Intel.

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15:04

Nach einem unerwartet schwachen Geschäftsausblick trennen sich Anleger von Ebay-Aktien. Sie rutschen im vorbörslichen US-Handel um fünf Prozent auf 38,91 Dollar ab.

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14:59

Nach einem Gewinnsprung von Januar bis März decken sich Anleger mit Aktien von Facebook ein. Die Titel steigen im vorbörslichen Handel an der Wall Street um knapp acht Prozent auf 171 Dollar.

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13:45

Die Schweizer Börse hat ihre Negativserie am Donnerstag beendet und deutlich zugelegt. Gefragt waren vor allem die Aktien von zyklischen Firmen sowie von Banken.  Der SMI stieg bis zum frühen Nachmittag um 0,7 Prozent auf 8804 Punkte. Seit Freitag hatte der Standardwerteindex jeden Tag Abgaben verzeichnet.

Sämtliche Standardwerte waren fester. Zu den Spitzenreitern im SMI zählten wie bereits am Vortag die Aktien der Credit Suisse. Die Titel der Grossbank rückten 1,4 Prozent auf 17,02 Franken vor. Händler verwiesen auf das am Mittwoch veröffentlichte Quartalsergebnis, das die Anleger überzeugt habe. Auch Analysten äusserten sich zuversichtlicher. So erhöhte Morgan Stanley das Kursziel auf 21 von 20 Franken und empfahl eine Übergewichtung der CS-Titel. Die Aktien des Rivalen UBS rückten ebenfalls 1,4 Prozent vor.

Die Titel des Nahrungsmittelriesen Nestle legten 1,2 Prozent zu. Der Konzern hat 120 Millionen Dollar in eine Tierfutterfabrik in Chile investiert und diese nun eingeweiht.

Den ausführlichen SMI-Mittagsbericht lesen Sie hier.

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13:43

Aus Furcht vor einer weiteren Angebotsverknappung decken sich Anleger mit Rohöl ein. Der Preis für die Sorte Brent aus der Nordsee stieg am Donnerstag um bis zu 0,9 Prozent auf 74,70 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Leichtöl der Sorte WTI zog um 0,8 Prozent auf 68,57 Dollar an.

Die Spekulationen über drohende neue US-Sanktionen gegen den Iran nehmen zu, sagten Händler.

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12:13

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ist gesunken. Das Opec-Sekretariat meldete am Donnerstag, dass der Korbpreis am Mittwoch 70,50 US-Dollar je Barrel (159 Liter) betragen habe. Das waren 84 Cent weniger als am Dienstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.

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10:20

Der Schweizer Aktienmarkt ist am Donnerstag nach der schwachen Entwicklung des Vortages positiv in den Handel gestartet.  Der Swiss Market Index (SMI) notiert um 09.30 Uhr 0,41 Prozent im Plus bei 8'776,52 Punkten.

Im Fokus stehen am Berichtstag Roche GS, die derzeit im Gegensatz zu den meisten Blue Chips nur leicht im Plus sind (+0,1%). Bei den Analysten kommen die Umsatzzahlen zum ersten Quartal und der erhöhte Ausblick allerdings grundsätzlich positiv an. Vor allem mit der Anpassung der Jahresziele hatten sie im Vorfeld nicht gerechnet.

Auch die Papiere von Branchennachbar Novartis (+0,2%) stehen im frühen Handel nur leicht im Plus, genauso wie die Valoren des dritten SMI-Schwergewichts Nestlé (+0,3%).

Für Gesprächsstoff sorgen auch Schindler (+1,8%), die aktuell an der SLI-Spitze stehen. Das Unternehmen konnte im ersten Quartal 2018 Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis verbessern - und zwar stärker als erwartet.

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10:16

Deutsche Bank-Aktien machen ihre Kursverluste wett. Sie liegen 0,8 Prozent im Plus bei 12,08 Euro, nachdem sie zuvor wegen eines Gewinnrückgangs bis zu 4,2 Prozent abgegeben hatten.

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10:10

Trotz eines Gewinnrückgangs im Quartal steigen Volkswagen-Aktien um bis zu 4,4 Prozent auf 174,38 Euro. Damit stehen sie an der Dax-Spitze. Der Gewinn sei hauptsächlich durch eine neue Rechnungslegung belastet, nicht vom operativen Geschäft, sagte ein Börsianer. Zudem gefalle der starke Cash Flow.

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09:41

Ein Gewinneinbruch bei der Deutschen Bank hat Anlegern am Donnerstag die Laune verdorben. Die Aktien gaben um bis zu 4,2 Prozent auf 11,48 Euro ab.

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09:20

Am schweizer Aktienmarkt führt der Börsenstart ins Plus. Der Roche-Genussschein vermag nach Zahlen zuzulegen, ebenfalls andere Unternehmen, die Resultate vorgelegt haben. Der SMI bewegt sich zum Handelstart bei 8748 Punkten um 0,1 Prozent leicht im Plus. Am Vortag war die Wall Street trotz vieler überzeugender Quartalsausweise von US-Unternehmen nur mit leicht festeren Notierungen aus dem Handel gegangen, während in Asien die Vorgaben uneinheitlich ausfielen. Belastend wirkte sich aus, dass die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sich hartnäckig über der wichtigen 3-Prozentmarke hielt, über die sie diese Woche erstmals seit über vier Jahren gesprungen war.

Auch am Berichtstag bestimmen bei den Anlegern daher die Sorgen vor anziehender Inflation und steigenden Zinsen das Marktgeschehen. Gespannt wird daher nach Frankfurt geblickt, wo der nächste Zinsentscheid der EZB ansteht - auch wenn wesentliche Änderungen in der Kommunikation als unwahrscheinlich gelten. Konkrete Aussagen, wie es mit den Anleihekäufen weiter geht, werden erst auf der nächsten Sitzung im Juni erwartet. Mit einer Abkehr von der Nullzinspolitik der EZB rechnen die Märkte frühestens im Herbst 2019.

Keine Stütze für den SMI sind Roche GS aus, um 0,3 Prozent sinken. Dem Pharmakonzern ist mit den Umsatzzahlen zum ersten Quartal und dem erhöhten Ausblick eine positive Überraschung gelungen. Vor allem mit der Anpassung der Jahresziele hatten Analysten nicht gerechnet. Vielmehr haben sie sich vor allem Sorgen um den Einfluss der Biosimilars auf die Umsatzentwicklung gemacht. Nicht zuletzt dank starker Absatzzahlen für das MS-Mittel Ocrevus konnte Roche die Umsatzeinbussen mehr als ausgleichen. Der Markt reagiert aber dennoch kritisch.

Analysen zum Roche-Ergebnis: Roche-Beruhigungspille bleibt ohne Wirkung

Branchennachbar Novartis (-0,05 Prozent) sowie die Papiere des dritten SMI-Schwergewichts Nestlé (+0,3 Prozent) tendieren uneinheitlich, die Bankentitel UBS (+0,4 Prozent), Julius Bär (+0,6 Prozent) und Credit Suisse (+0,6 Prozent) gegen ins Plus. Letztere hatten am Vortag nach ihren Quartalszahlen noch deutliche Gewinne verbucht.

Der Papiere des Lift- und Rolltreppenherstellers Schindler (+1,1 Prozent) stehen nach Zahlen am Donnerstag ebenfalls im Fokus der Anleger. So konnte das Unternehmen im ersten Quartal 2018 Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis verbessern. Sämtliche Geschäftsfelder und Regionen hätten deutlich zugelegt, teilte der Konzern mit. Deutlich tiefer erwartet werden Swiss Life (-3 Prozent), die am Berichtstag Ex-Dividende gehandelt werden.

Wieder etwas erholen können sich die Vortagesverlierer Adecco (+0,9 Prozent) und Clariant (+0,9 Prozent). Für zweite hat Bernstein im Nachgang an die Quartalszahlen das Kursziel auf 19,80 von 19,20 Franken erhöht und die Einstufung auf "Underperform" belassen. Im breiten Markt liegt der Fokus am Berichtstag unter anderem auf den Papieren des Dentalimplantateherstellers Straumann (+2,4  Prozent), der im ersten Quartal 2018 erneut stark gewachsen ist. Quartalszahlen präsentierten am Berichtstag ausserdem Molecular Partners oder Bucher Industries.

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08:10

Asiens Aktienmärkte haben sich am Donnerstag uneinheitlich entwickelt. Chinas CSI 300 mit den 300 wichtigsten Werten vom Festland verlor zuletzt 1,69 Prozent auf 3764,03 Punkte. Hongkongs Hang Seng sank im späten Handel um 1,15 Prozent auf 29 979,73 Punkte. Der japanische Leitindex Nikkei 225 beendete den Tag mit einem Aufschlag von 0,47 Prozent auf 22 319,61 Punkte. Unterstützung kam durch den im Vergleich zum US-Dollar schwächelnden Yen, wodurch japanische Unternehmen es leichter haben, ihre Waren im Ausland abzusetzen. Auslöser sind die steigenden Zinsen in den USA. Sie trieben den Greenback auf ein Dreimonatshoch.

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08:10

Der SMI steht gemäss vorbörslichen Annahmen bei 8736 Punkten leicht im Minus. Nach Zahlen ist Roche (+0,2 Prozent) keine echte Stütze des Marktes. Die übrigen Titel gehen im Kurs leicht zurück. Bei Swiss Life (-3,6 Prozent) liegt der Kursrückgang an der Dividendenauszahlung.

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06:40

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index steigt zur Stunde um 0,6 Prozent auf 22'338 Punkte. Im Fokus stehen Tokyo Electron, die 9,7 Prozent nach oben geschossen sind. Der Chipzulieferer erwartet einen Gewinnsprung im laufenden Geschäftsjahr. Auch andere Firmen aus der Branche gewannen kräftig an Börsenwert.

Advantest Corp zogen 3,4 Prozent an, Screen Holdings 3,9 Prozent. Die Börse in Seoul stieg 1,3 Prozent. Sie wurde angetrieben von Kursgewinnen des Schwergewichts Samsung Electronics, dessen Kurs knapp drei Prozent kletterte. Anleger werteten insbesondere Samsungs Ausblick zum Speicherchipgeschäft positiv.

 

 

An den fernöstlichen Devisenmärkten erholten sich Euro und Yen etwas von ihren jüngsten Kursverlusten zur US-Währung. Der Euro lag mit 1,2174 Dollar leicht im Plus. Zur japanischen Währung sank der Dollar geringfügig auf 109,32 Yen. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9829 Franken je Dollar und 1,1965 Franken je Euro gehandelt.

(cash/AWP/Reuters)