+++Börsen-Ticker+++US-Präsident bremst die Wall Street aus

US-Präsident Donald Trump hat mit seiner Drohung an Nordkorea die Rekordjagd an den US-Börsen vorerst beendet. Die Kurse drehten am späten Nachmittag ins Minus.
08.08.2017 22:30
Droht Nordkorea mit «Feuer und »Zorn» und bringt damit die US-Börsen aus dem Tritt: US-Präsident Donald Trump.
Droht Nordkorea mit «Feuer und »Zorn» und bringt damit die US-Börsen aus dem Tritt: US-Präsident Donald Trump.
Bild: Bloomberg

22:30

Trump sagte, er werde mit "Feuer und Zorn" reagieren, wenn Nordkorea eine Gefahr für die USA darstelle. Das Land hat nach japanischen Angaben bei seinem Atomwaffenprogramm erhebliche Fortschritte gemacht. "Trumps Antwort war aggressiv, und deswegen hat der Markt gedreht", sagt Ken Polcari, Experte bei O'Neil Securities.

Zuvor hatten gute Geschäftszahlen vieler Unternehmen für gute Stimmung an der Börse gesorgt. Die Ergebnisse fielen im abgelaufenen Quartal besser aus als erwartet. Fachleute gehen nun davon aus, dass der Gewinn der grossen Firmen im Schnitt um 11,8 Prozent gestiegen ist - noch im Juli hatten sie lediglich plus 8 Prozent vorhergesagt.

Der Dow Jones schliesst 0,2 Prozent tiefer bei 22'085 Punkten, damit endete die längste Gewinnserie seit Februar. Der S&P-500-Index verliert 0,2 Prozent auf 2475 Zähler, der Index der Technologie-Börse Nasdaq gibt ebenfalls 0,2 Prozent nach auf 6370 Stellen.

Die Papiere von Michael Kors schnellen mehr als ein Fünftel nach oben. Der Umsatz- und Gewinnschwund des für seine Handtaschen bekannten Modekonzerns fiel im abgelaufenen Quartal geringer aus als befürchtet. Daraufhin hob das Unternehmen seine Geschäftsziele an. Beim Konkurrenten Ralph Lauren schrumpften die Erlöse zwar ebenfalls, die Firma kehrte aber in die Gewinnzone zurück. Die Papiere steigen hier um 13,3 Prozent.

Avis-Budget-Titel geben dagegen fast 10 Prozent nach. Der Autovermieter verfehlte bei Umsatz und Gewinn das dritte Quartal in Folge die Erwartungen. Ausserdem strich die Firma ihre Gesamtjahresziele zusammen.

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17:40

Die Schweizer Börse ist am Dienstag nach weitgehend richtungslosem Verlauf im späten Handel ins Plus vorgestossen. Vor allem der Kursgewinn des Index-Schwergewichts Novartis unterstützte den Markt. Das Geschäft verlief Händlern zufolge bei dünnen Umsätzen in ruhigen Bahnen. "Es ist noch immer Ferienzeit und die die meisten Grosskonzerne haben ihre Ergebnisse präsentiert", sagt ein Börsianer. Auch wichtige Konjunkturzahlen wurden nicht veröffentlicht.

Der SMI steigt bis Börsenschluss um 0,1 Prozent auf 9162 Punkte. "Wir stehen noch immer nahe am Jahreshoch und am oberen Rand der von 8800 bis 9150 Punkte reichenden Handelsspanne", sagt ein Händler. Für einen Ausbruch müsste der SMI über 9200 Zähler steigen. "Vorerst fehlen uns die Impulse dafür", erklärt der Händler. Unterstützend wirke der weiterhin schwächelnde Franken.

Im Blick hatten die Anleger weiterhin vor allem kleinere und mittelgrosse Firmen, die Zwischenberichte vorlegten. Die guten Ergebnisse des Apothekenbetreibers Galenica und der Pharmafirma Vifor werden mit Kursanstiegen von je 2 Prozent honoriert.

Auch die Online-Bank Swissquote zog mit einem erfreulichen Zwischenbericht Käufer an. Die Aktien schnellen 14 Prozent hoch. Swissquote habe deutlich besser als erwartet gearbeitet und die Kundenvermögen stärker als erwartet gesteigert, kommentieren die Analysten der ZKB.

Dagegen büssen die Anteile von Oerlikon trotz eines als gut eingestuften Ergebnisses 2,4 Prozent ein. Händler verbuchen das unter dem Kapitel Gewinnmitnahmen. "Die Anleger vermissen Angaben über mögliche Akquisitionen und Bereichsverkäufe", sagt ein Börsianer. "Das hat enttäuscht." Oerlikon hat im laufenden Jahr fast 50 Prozent an Wert gewonnen.

Bei den Bluechips bröckelten die Kurse der Grossbanken ab. Händler sehen einen möglichen Grund dafür in den zuletzt wieder deutlich gesunkenen Anleihenrenditen. Credit Suisse und UBS schwächen sich um 0,3 und 0,2 Prozent ab. Auch die Vermögensverwalter Julius Bär und Vontobel sind weniger wert. Gegen den Trend legten EFG International 1,2 Prozent zu. EFG gilt unter Händlern als einer der kursmässig attraktivsten Finanzwerte in der Schweiz.

Was bläht die Segel der EFG-Aktie?

Freundlich zeigen sich dagegen die Aktien zyklischer Firmen. Die Anteile des Personaldienstleisters Adecco und der Inspektionsfirma SGS legen 0,4 und 0,1 Prozent zu. Die Quartalsbilanz von Adecco wird am Donnerstag erwartet. Die Anteile des Elektrotechnikkonzerns ABB sind 0,8 Prozent im Plus und die des Zementriesen Lafarge-Holcim legen 0,3 Prozent zu. Dagegen schwächen sich die Aktien des Uhrenkonzerns Swatch und des Luxusgüterherstellers Richemont ab.

Bei den schwergewichtigen Pharmatiteln legen Novartis um 0,5 Prozent zu, während sich Roche 0,1 Prozent abschwächen. Die Aktien des Lebensmittelkonzerns Nestlé gewinnen 0,1 Prozent an Wert. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Dienstag.)

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15:45

Nachdem er zuvor neun Tage in Folge ein Rekordhoch markiert hat, verliert  der Dow Jones 0,1 Prozent auf 22'090 Punkte. Da sich die Bilanzsaison dem Ende zuneige, sei die Luft raus, sagt Peter Cardillo, Chefökonom des Brokerhauses First Standard Financial. Bis zum Monatsende müsse mit dünnen Umsätzen und geringen Kursbewegungen gerechnet werden.

Die Aktien von Michael Kors legen allerdings 16 Prozent zu. Der Umsatz- und Gewinnschwund des für seine Handtaschen bekannten Modekonzerns fiel im abgelaufenen Quartal geringer aus als befürchtet. Daraufhin hob das Unternehmen seine Geschäftsziele an.

Beim Konkurrenten Ralph Lauren schrumpften die Erlöse zwar ebenfalls, die Firma kehrte aber in die Gewinnzone zurück. Die Papiere steigen hier um 9,5 Prozent.

Avis Budget geben dagegen 6,2 Prozent nach. Der Autovermieter verfehlte bei Umsatz und Gewinn das dritte Quartal in Folge die Erwartungen. Ausserdem strich die Firma ihre Gesamtjahresziele zusammen.

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12:45

Der Schweizer Aktienmarkt notiert am Dienstag zur Mittagszeit weiterhin in der Nähe des Schlussstandes vom Vortag. Händler sprechen von einer weitgehend ereignislosen Sitzung. Vor allem bei den Bluechips gebe es kaum News und entsprechend auch keine Bewegung. Etwas mehr diesbezüglich erhoffen sich Händler in der zweiten Wochenhälfte, wenn mit Zurich und Adecco zwei weitere SMI-Titel ihre Halbjahreszahlen präsentieren werden.

Der SMI notiert zur Mittagszeit weiterhin mehr oder weniger unverändert bei 9155 Punkten, wobei zwischen bisherigem Tageshoch und -tief weniger als 30 Punkte liegen. Der 30 Aktien umfassende SLI, in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, gewinnt minimal auf 1465 und der breite SPI ebenso auf 10'430 Zähler. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 16 im Plus, 10 im Minus und 4 unverändert.

Im Bereich der Bluechips sind Nachrichten wie schon am Vortag dünn gesät. Eine Ausnahme bildet der Pharmakonzern Vifor, dessen Aktie zu den Top-30-Werten (SLI) hierzulande gehört. Der vom Galenica-Konzern erst vor wenigen Monaten abgespaltene Pharmateil hat erstmals Halbjahreszahlen veröffentlicht und dabei positiv überrascht. Bereits wurde auch die Latte für das Gesamtjahr 2017 höher gelegt. 

Vifor ist mit dem aktuellen Plus auch klar grösster Gewinner bei den 30 Bluechips. Abgesehen davon halten sich die Kursveränderungen bei den grossen Titeln nämlich in Grenzen. Relativ hohe Gewinne gibt es noch für einige zyklische Papiere wie ABB (+1,1%), Kühne+Nagel (+0,8%), Adecco (+0,5%), Lafarge-Holcim (+0,3%) oder Geberit (+0,3%). Auch die gewöhnlich volatilen Papiere des Backwarenkonzerns Aryzta (+0,9) legen klar überdurchschnittlich zu.

Die grössten Verluste gehen derweil an Dufry (-0,9%), CS (-0,8%), Swatch (-0,7%) und Lonza (-0,7%), ohne dass fundamentale News dazu vorhanden wären. Auch Julius Bär (-0,6%) stehen etwas stärker unter Druck. Hier dürfte eine Neueinschätzung von Morgan Stanley für einige Gewinnmitnahmen sorgen. So hat die US-Bank das Papier auf "Equal Weight" zurückgestuft. Allerdings hat die Aktie des Vermögensverwalters Bär in den letzten zwei Wochen (nach guten Halbjahreszahlen) insgesamt deutlich über 10% zugelegt.

Etwas mehr Musik spielt im breiten Markt. Vor allem Swissquote (+11,8%) vollführen nach Halbjahreszahlen einen regelrechten Kurssprung. Von einem "ausgezeichneten" oder "überraschend guten" Ergebnis ist in Kommentaren die Rede. Semesterzahlen gibt es auch von Galenica (+1,6%), BCGE (+0,9%) oder Oerlikon (-1,7%). Letztere hatten deutlich höher eröffnet, sind aber schon bald in den negativen Bereich gefallen. Die Zahlen als solche lagen leicht über den Schätzungen von Analysten.

Forbo (+2,0% auf 1513 Franken) hat derweil über Nacht 63'000 eigene Aktien zu einem Preis von 1450 Franken veräussert und U-blox (+1,1%) ein Joint Venture mit drei weiteren Firmen für GNSS-Positionierungsdienste gegründet. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht zum Mittag.)

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12:05

Die Aktie der Schweizerischen Nationalbank steigt am Dienstag um 14 Prozent auf 2498 Franken. Das ist ein neuer Rekordwert. Bereits vor zwei Wochen hatte der Titel innert weniger Tage etwa 15 Prozent zugelegt. Das Plus in den letzten zwölf Monaten beträgt nun 76 Prozent.

Bei den normalerweise tiefen Volumen im Handel mit SNB-Aktien genügen nur wenige Trades, um die Aktie nach oben oder nach unten sausen zu lassen. Tatsächlich eignen sich die SNB-Titel nur für Liebhaber und für auf höchste Sicherheit bedachte Anleger. Immerhin bietet die SNB-Aktie eine Dividendenrendite von 1,5 Prozent. Die Aktie der SNB ist eigentlich ein Exot im Tableau des Swiss Performance Index (SPI). Sie folgt nicht wirtschaftlichem oder profitorientiertem Handeln des Unternehmens SNB, weil das nicht die Aufgabe der Nationalbank ist. 

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10:20

Die Vorgaben aus den USA und aus Fernost seien nicht richtungsweisend. Zudem würden im Laufe des Tages auch keine wichtigen Konjunkturzahlen erwartet. "Der Blick der Anleger bleibt auf Spezialsituationen gerichtet", sagt ein Händler. Und dies seien derzeit vor allem Ergebnisse von mittelgrossen Firmen. Positiv sei der weiterhin schwächelnde Franken. "Das gibt uns eine gute Stütze", sagt ein Börsianer.

Der SMI notiert mit 9165 Zählern um 0,1 Prozent fester. Am Montag war der Leitindex um 0,2 Prozent gesunken.

Im Fokus der Anleger stehen die Aktien des Anlagenbauers Oerlikon, des Apothekenbetreibers Galenica Santé und der Pharmafirma Vifor Pharma. Die Anleger quittierten gute Ergebnisse mit anziehenden Kursen. Bei Oerlikon drücken allerdings Gewinnmitnahmen den Kurs nach einer festen Eröffnung mit 1 Prozent ins Minus. Vifor Pharma steigen um 4,9 Prozent. Die Aktien von Galenica Santé steigen um 1,7 Prozent.

Auch die Online-Bank Swissquote zieht mit einem erfreulichen Zwischenbericht Anleger an: Die Aktie schnellt um 11,5 Prozent in die Höhe.

Die Platzierung von 63'000 Aktien aus dem Eigenbestand belastete den Kurs des Belag- und Klebstoffherstellers Forbo nicht lange. Nach einem leichteren Start griffen Investoren zu und der Kurs drehte in die Gewinnzone und notiert um 0,5 Prozent über dem Stand vom Vortag.

Bei den Bluechips bröckeln die Grossbanken ab: Credit Suisse sinken um 0,8 Prozent und UBS schwächen sich um 0,2 Prozent ab. Die Assekuranztitel zeigen sich uneinheitlich. Zurich sinken um 0,1 Prozent. Der Versicherer veröffentlicht am Donnerstag den Zwischenbericht.

Freundlich präsentieren sich dagegen die Aktien zyklischer Firmen. Die Anteile des Personaldienstleisters Adecco legen 0,1 Prozent zu, diejenigen  der Inspektionsfirma SGS 0,4 Prozent. Der Elektrotechnikkonzern ABB steht mit 1,3 Prozent im Plus und der Duftstoff- und Aromenhersteller Givaudan legt 0,2 Prozent zu.

Gegen den Trend schwächen sich die Aktien des Uhrenkonzerns Swatch und des Luxusgüterherstellers Richemont 0,6 und 0,1 Prozent ab.

Bei den Marktschwergewichten sind die Pharmatitel Novartis gehalten und Roche 0,2 Prozent höher. Der Lebensmitteltitel Nestlé gewinnt 0,2 Prozent.

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09:20

Der SMI fällt um 0,03 Prozent zurück und erreicht damit wenige Minuten nach Handelsbeginn 9152 Punkte. Laut Händlern sind die US-Vorgaben zwar tendenziell leicht positiv, hatte das Rekordrally an der Wall Street bzw. im wichtigsten Aktienindex Dow Jones Industrial am Vorabend doch angehalten. Die Kurse in Asien gaben hingegen zum Teil etwas nach, wobei vor allem der japanische Nikkei etwas an Wert einbüsste.

Im Bereich der Blue Chips sind die Nachrichten wie schon am Vortag eher dünn gesät. Eine Ausnahme bildet der Pharmakonzern Vifor (+1,54 Prozent), dessen Aktie zu den Top-30-Werten (SLI) hierzulande gehört. Der vom Galenica-Konzern erst vor wenigen Monaten abgespaltene Pharmateil hat erstmals Halbjahreszahlen veröffentlicht und dabei positiv überrascht. V

Vor allem hat Vifor bereits die Latte für das Gesamtjahr höher gelegt. Sowohl beim Umsatz als auch beim EBITDA strebt Vifor nun ein Plus von mehr als 10 Prozent an, nachdem es zuvor auf ein Plus im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich abgezielt hatte.

Im Plus nach Zahlen sind auch Oerlikon (+0,7 Prozent). Der Industriekonzern hat von der positiven Konjunkturentwicklung profitiert und im zweiten Quartal den positiven Trend aus den ersten drei Monaten des Jahres fortgesetzt. Die Schätzungen von Analysten wurden dabei übertroffen. Zahlen vorgelegt haben auch Galenica - die frühere Schwester von Vifor - sowie die beiden Finanzhäuser Genfer KB und Swissquote.

Für etwas Bewegung könnten auch noch einige Titel-Umstufungen oder Kurszieländerungen durch Analysten sorgen. So hat die US-Bank Morgan Stanley die Aktien von Julius Bär (-0,54 Prozent) auf 'Equal Weight' zurückgestuft, was den Titel am heutigen Handelstag belasten dürfte. Allerdings hat das Papier in den letzten zwei Wochen (nach guten Halbjahreszahlen) insgesamt deutlich über 10 Prozent zugelegt.

Grundsätzlich sei das Niveau an den Aktienmärkten weiter sehr hoch, heisst es ausserdem im Handel, was sie für Enttäuschungen etwas verletzlich machten. Allerdings gebe es weiterhin kaum Alternativen, so dass auf tieferen Niveaus immer schnell wieder Käufer da seien.

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08:40

Die Börsen in Fernost haben am Dienstag nach enttäuschenden Konjunkturdaten aus China unterschiedlich tendiert. Der japanische Leitindex Nikkei verlor 0,3 Prozent auf 19.996 Punkte. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans legte dagegen leicht zu. Der chinesische Markt in Shanghai notierte kaum verändert. Analysten stellten fest, dass die Daten aus China zwar hinter den Erwartungen zurückgeblieben seien. Gleichzeitig hielten einige die Schwäche aber für übertrieben. An den insgesamt positiven globalen Konjunkturaussichten wollten sie daher nicht rütteln.

Die Exporte und die Importe der Volksrepublik wuchsen im Juli deutlich weniger als von Experten erwartet. Zudem mache sich die im August übliche Sommerflaute am Markt bemerkbar, sagte Analyst Nobuhiko Kuramochi vom Broker Mizuho Securities. Gefragt waren in Tokio allerdings Stahlwerte, nachdem Japan Steel Works die Gewinnprognose für das Geschäftsjahr bis Ende März 2018 angehoben hatte. Die Aktie des Konzerns schnellte um fast 20 Prozent in die Höhe. Der Euro notierte im frühen Handel etwas fester bei 1,1808 Dollar.

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08:10

Der SMI fällt vorbörslich um 0,1 Porzent auf 9146 Punkte. Der Markt hat nach erfolgreichen Tagen in der vergangenen Woche schon gestern leicht korrigiert. Sämtliche der 20 SMI-Titel stehen im Minus (zu den vorbörslichen Kursen bei cash.ch). Die Aktie von Julius Bär (-0,57 Prozent) ist am stärksten betroffen, das sie eine Herunterstufung erfuhr. Morgan Stanley hat die Aktie von "Overweight" auf "Equal Weight" gesetzt.

Generell fehlten die Impulse, sagten Händler. Die Vorgaben aus den USA und aus Fernost seien nicht wirklich richtungsweisend. Zudem würden im Laufe des Tages auch keine wichtigeren Konjunkturzahlen erwartet. "Der Blick der Anleger bleibt auf Spezialsituationen gerichtet", sagte ein Händler. Und dies seien derzeit vor allem Ergebnisse von mittelgrossen Firmen.

Oerlikon setzt positiven Trend fort

Gute Ergebnisse hätten der Anlagenbauer Oerlikon, der Apothekenbetreiber Galenica und die Pharmafirma Vifor vorgelegt, hiess es am Markt. Im vorbörslichen Handel wurden für die Aktien von Oerlikon um 2,4 Prozent höhere und für Vifor um 1,8 Prozent festere Kurse indiziert. Für Galenica sind keine vorbörslichen Kurse erhältlich.

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06:40

Enttäuschende Konjunkturdaten aus China drückten auf die Stimmung. Die Exporte und die Importe der Volksrepublik wuchsen im Juli deutlich weniger als von Experten erwartet. Zudem mache sich die im August übliche Sommerflaute am Markt bemerkbar, sagte Analyst Nobuhiko Kuramochi vom Broker Mizuho Securities.

Der japanische Leitindex Nikkei gibt 0,24 Prozent auf 20'008 Punkte nach. Gefragt waren allerdings Stahlwerte, nachdem Japan Steel Works die Gewinnprognose für das Geschäftsjahr bis Ende März 2018 angehoben hatte. Die Aktie des Konzerns schnellte um rund 20 Prozent in die Höhe.

Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans trat auf der Stelle. Der chinesische Markt in Shanghai lag knapp im Minus. Auch der Euro bewegte sich im frühen Handel am Devisenmarkt in Fernost kaum und notierte bei 1,1808 Dollar. Auch zur japanischen Währung tendierte der Dollar mit 110,61 Yen wenig verändert. Der Schweizer Franken lag zum Euro ebenfalls wenig verändert bei 1,1493 wie auch zum Dollar bei 0,9730.

(cash/AWP/Reuters)