+++Börsen-Ticker+++USA: Deutliche Gewinne nach Hurrikan-Abschwächung

Die Anleger an der Wall Street haben zu Wochenbeginn frischen Mut gefasst: Am Montag zogen alle wichtigen Aktienindizes um jeweils mehr als ein Prozent an.
11.09.2017 23:58
Trader an der Börse in New York. Die Kurse ziehen an.
Trader an der Börse in New York. Die Kurse ziehen an.
Bild: Bloomberg

22:45

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial 1,19 Prozent höher bei 22 057,37 Punkten. Für den breiter aufgestellten S&P 500 ging es um 1,08 Prozent auf 2488,11 Punkte nach oben. Damit liegt seine Rekordmarke von gut 2490 Punkten nunmehr in greifbarer Nähe. Der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 1,14 Prozent auf 5980,53 Punkte.

"Irma" trieb zwar weiter sein Unwesen in den USA und blieb gefährlich, wurde inzwischen aber zu einem tropischen Sturm herabgestuft. Die aktuellen Schäden könnten sich letztlich auf weniger als 50 Milliarden US-Dollar belaufen statt auf fast 200 Milliarden Dollar wie zuvor erwartet worden sei, kommentierte ein Analyst.

Dementsprechend zählten Aktien von Versicherern zu den Gewinnern am Aktienmarkt. Die Papiere von The Travelers etwa stiegen um rund 2 Prozent. Anteilsscheine des Kfz-Versicherers Progressive und jene von AIG legten ähnlich deutlich zu.

Mit einer besonderen Geste erfreute derweil Tesla die Anleger: Der Elektroauto-Hersteller hatte für die Flucht vor dem Wirbelstrom einigen Fahrern in den USA zusätzliche Reichweite per Software-Update freigeschaltet. Dabei zeigte sich dem Journalisten Stefan Porteck von "Heise" zufolge "sehr deutlich, dass der Hersteller im Prinzip jederzeit aus der Ferne Zugriff auf das eigene Auto hat. Das kann schon unangenehme Folgen haben." Die Tesla-Aktien verteuerten sich um knapp 6 Prozent.

Zudem zogen die Aktien von Apple vor der Vorstellung des nächsten iPhones Aufmerksamkeit auf sich. Gut zehn Jahre nach dem Start der ersten iPhone-Generation wird erwartet, dass der IT-Konzern an diesem Dienstag ein Super-iPhone präsentiert. Der Bildschirm soll praktisch die gesamte Frontseite ausfüllen und statt der Entsperrung des Geräts per Fingerabdruck soll es nun das Gesicht seines Besitzers erkennen.

Zu Wochenbeginn gewannen die Apple-Papiere knapp 2 Prozent. Erst Anfang September hatten sie bei knapp unter 165 US-Dollar ein Rekordhoch erreicht.

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17:30

Die Schweizer Börse startet postitiv in die neue Woche. Vor allem kräftige Kursgewinne der Versicherer Swiss Re und Zurich sorgten für gute Stimmung. Der Leitindex SMI stieg um 0,8 Prozent auf 8983 Punkte. Der SPI konnte ebenfalls 0,8 Prozent auf 10'258 Punkte zulegen.

Im Fokus standen europaweit Versicherungswerte - nicht zuletzt wegen des Wirbelsturms "Irma", der über Florida gewütet hat. Swiss Re als weltweite Nummer zwei der Branche sei davon betroffen, sagte Präsident Walter Kielholz der "Schweiz am Wochenende". Genaue Schadenzahlen seien aber noch nicht bekannt. Ereignisse wie dieses könnten den Rückversicherungen jedoch Argumente für Preiserhöhungen liefern. Daher hofft Swiss Re auf eine Stabilisierung der Preise, wie der Konzern anlässlich der jährlichen Verhandlungsrunde in Monte Carlo mitteilte. An der Börse kam das gut an und die die Swiss-Re-Aktien schnellten 4,3 Prozent zu. Auch die Titel der Zurich Insurance Group und des Lebensversicherers Swiss Life waren gefragt und zogen jeweils mehr als zwei Prozent an.

Bei den Grossbanken gewannen Credit Suisse 2,4 Prozent an Wert und UBS 1,5 Prozent. Die Titel des Vermögensverwalters Julius Bär waren ebenfalls um 1,5 Prozent höher.

Die rote Laterne hielt Roche. Als einziger Standardwert notierten die Anteile im Pharmakonzerns mit einem Abschlag von 1,3 Prozent im Minus. Das Mittel Lampalizumab verfehlte in einem Phase-III-Test zur Behandlung der Augenkrankheit AMD den Wirkungsnachweis. Und auch das Hautkrebsmedikament Zelboraf konnte in einer Phase-III-Studie seine Wirkung nicht unter Beweis stellen. Die Novartis-Aktien hingegen profitierten von einer positiven Studie und zogen 0,5 Prozent an.

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17:19

Der US-Dollar legt zum Euro und zum Franken zu. Damit kostet der Euro am späten Nachmittag 1,1984 USD, nachdem er im Mittagshandel noch über der Marke von 1,20 USD lag. Der Dollar-Franken-Kurs notiert derweil auf 0,9522 CHF. Am Mittag stand er noch unter der Marke von 0,95 CHF.

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17:06

Das Handelsgeschäft der Citigroup hat im Sommer geschwächelt. Die Handelserträge lägen rund 15 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres, sagte Finanzchef John Gerspach am Montag auf einer Investorenkonferenz. Vor Jahresfrist hatte die Citigroup noch von den Marktverwerfungen nach dem Brexit-Votum der Briten profitiert. Bereits im zweiten Quartal waren bei den großen US-Banken die Erträge im Handel mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen zurückgegangen. Auch im Kreditkartengeschäft weht der Citigroup der Wind ins Gesicht. Er erwarte hier einen "leichten Anstieg" der Kreditausfälle, sagte Gerspach.

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15:45

Die US-Aktienmärkte sind freundlich in die neue Handelswoche gestartet. Investoren zeigten sich am Montag erleichtert, dass sich der verheerende Hurrikan «Irma» mittlerweile abgeschwächt hat.

"Das ist eine Erleichterungsrally", sagte Marktökonom Peter Cardillo vom Investmenthaus First Standard Financial. "Es sieht so aus, als ob Florida das Schlimmste erspart blieb."

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte in den ersten Minuten 0,8 Prozent fester bei 21.979 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 stieg 0,7 Prozent auf 2479 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte ein Prozent auf 6422 Stellen.

Das Interesse der Anleger richtete sich vor allem auf den weltgrößten Generikahersteller Teva. Der Mutterkonzern der deutschen Ratiopharm wird künftig vom bisherigen Chef des dänischen Pharmakonzerns Lundbeck, Kare Schultz, geleitet. Die Personalie kam an der Börse blendend an. Teva schossen in New York 13 Prozent in die Höhe.

Auf der Verliererseite standen hingegen Snap mit einem Kursminus von einem Prozent. Investoren trennten sich von den Papieren des Snapchat-Betreibers, nachdem dieser von Analysten heruntergestuft worden war.

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12:40

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) hat erneut zugelegt. Das Opec-Sekretariat meldete am Montag, dass der Korbpreis am Freitag 52,53 US-Dollar je Barrel (159 Liter) betragen habe. Das waren fünf Cent mehr als am Donnerstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.

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12:34

Der Schweizer Aktienmarkt ist am Montag gut in die neue Börsenwoche gestartet und knüpft an die positive Entwicklung von Ende vergangener Woche an.

Vor allem kräftige Kursgewinne der Versicherer Swiss Re und Zurich sorgten für gute Stimmung. Zudem reagierten die Anleger mit Erleichterung darauf, dass ein erneuter Raketentest Nordkoreas ausblieb. Der Leitindex SMI stieg um 0,7 Prozent auf 8972 Punkte. Ein Wermutstropfen war der Kursrückgang von Index-Schwergewicht Roche: Der Pharmakonzern informierte über Rückschläge mit zwei Medikamenten. Bemerkbar macht sich auch ein lokalen Feiertag in der Stadt Zürich: Die Umsätze seien tiefer als üblich, sagte ein Marktteilnehmer.

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12:29

Der MSCI Weltindex steigt um 0,4 Prozent und erreicht mit 481,31 Punkten ein neues Rekordhoch. Der Index bildet circa 2400 Aktien in 47 Ländern ab.

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10:47

Weiterhin steigende Kurse an der Schweizer Börse. Unterstützung erhalten die europäischen Märkte aus Asien, wo die wichtigsten Börsen zulegten. Händler sprechen von einer Beruhigung auf der koreanischen Halbinsel, nachdem Nordkorea keine weiteren Raketen getestet hat. Gleichzeitig scheint sich der Hurrikan "Irma", der aktuell im US-Bundesstaat Florida wütet, abzuschwächen. Zudem erhole sich der US-Dollar und die Risikobereitschaft der Anleger nehme zu, so ein Händler.

Das sind die aktuellen Top-Flop-Aktien im SMI:

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09:59

Die Aktien des Rückversicherungskonzerns Swiss Re und des Versicherers Zurich Insurance sind am Montagmorgen stark gesucht. Am Markt werden die Aufschläge mit dem Ausbleiben des "Worst-Case-Szenarios" beim Hurrikan Irma begründet. Ausserdem könnte sich die Katastrophe bei Swiss Re positiv auf die Preise bei den anstehenden Neuverhandlungen der Prämien auswirken (ausführlicher Bericht).

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09:05

Der Swiss Market Index (SMI) startet mit einem Plus von 0,2 Prozent bei 8933Punkten. Der leichte Aufwärtstrend, der sich in der zweiten Hälfte der vergangenen Woche gezeigt hatte, könnte somit eine Fortsetzung finden. Unterstützung bieten die gut zulegenden asiatischen Märkte. Händler sprechen von einer Beruhigung auf der koreanischen Halbinsel, nachdem Nordkorea keine weiteren Raketen getestet hat.

Die Roche-Genussscheine büssen 0,9 Prozent ein. Der Pharmakonzern hat in seiner Phase-III-Studie BRIM8 mit dem Medikament Zelobraf zur Behandlung von Mutations-positivem Melanom die gesteckten Ziele (primärer Endpunkt) nicht erreicht. Und auch mit dem Prüfmedikament Lampalizumab zur Behandlung von geografischer Atrophie (GA) verfehlte Roche den primären Endpunkt.

Besser halten sich Novartis (+0,2 Prozent). Der Konzern hatte etwa neue Daten zur Wirksamkeit des Augenheilmittels Lucentis (Ranibizumab) vorgestellt. Und zudem zeigte die Kombinationstherapie von Tafinlar und Mekinist bei der Behandlung einer spezifischen Art von Hautkrebs gegenüber Placebo ein reduziertes Rückfallrisiko. Das dritte Schwergewicht Nestlé gewinnt 0,2 Prozent. Der Nahrungsmittelkonzern prüft laut Medienberichten offenbar den Zukauf des Geschäfts mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten von Merck.

 

Bei den Versicherungen rücken Swiss Re um 3,7 Prozent vor. Der Rückversicherer zeigt sich am derzeit laufenden Branchentreffen in Monte Carlo zuversichtlich, dass sich die in den vergangenen Jahren stets gesunkenen Preise stabilisieren könnten. Zurich avancieren mit der Hoffnung auf geringer als erwartet ausfallenden "Irma"-Schäden 1,6 Prozent.

Einen guten Wochenstart legen auch Zykliker hin. So stehen etwa ABB (+0,4 Prozent), Adecco (+0,6 Prozent) oder LafargeHolcim (+0,5 Prozent) ohne News im Plus. Ebenfalls gut liegen die Bankenwerte Credit Suisse und UBS im Rennen (je +1,2 Prozent). SGS klettern mit einer Ratingerhöhung durch die CS um 1,6 Prozent in die Höhe.

Am breiten Markt ist es relativ ruhig. Edisun (+0,3 Prozent) hat die geplante Kapitalerhöhung abgeschlossen und dadurch 5,12 Mio CHF an frischen Mitteln eingenommen. Evolva (+4,8 Prozent) berichtete über einen Vertrag mit der US-Regierung im Bereich Insektenschutz.

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08:48

Mittlerweile sind die Aktienmärkte in Asien geschlossen. Die dortigen Anleger waren erleichtert darüber, dass Nordkorea am Nationalfeiertag keinen neuen Raketentest durchgeführt hat. Das wurde als Entspannung im schwelenden Konflikt gewertet.

Besonders kräftig gingen die Kurse am Montag in Japan hoch. Dies lag auch am schwächeren Yen, was den Export begünstigt. Der Leitindex Nikkei 225 stieg bis zum Handelsschluss um 1,4 Prozent auf 19 545,77 Punkte. In der Vorwoche hatten ein stärkerer Yen und der Nordkorea-Konflikt den Index noch um mehr als 2 Prozent abrutschen lassen.

Auch die Kurse in Südkorea stiegen. Der Kospi kletterte im späten Handel um 0,7 Prozent. In Hongkong ging es im Hang-Seng-Index um ein knappes Prozent aufwärts. Der chinesische CSI-300-Index , der die 300 grössten Werte an den Börsen Shanghai und Shenzhen abbildet, bewegte sich kaum. Allerdings hatten sich die chinesischen Aktien in der Vorwoche auch besser entwickelt als an vielen anderen Märkten der Region.

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08:22

Der Goldpreis verliert am Montagmorgen an Wert. Eine Unze kostet derzeit 1337,51 Dollar (-0,7 Prozent). Hintergrund dürfte die Erleichterung über ausgebliebene Raketentests in Nordkorea sein.

 

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08:05

Der Swiss Market Index (SMI) dürfte laut vorbörslichen Indikatoren der Bank Julius Bär 0,1 Prozent höher bei 8923 Punkten starten. Aus Erleichterung über ausgebliebene Raketentests Nordkoreas dürften sich Anleger am Montag wieder mit Aktien eindecken, so die Meinung am Markt.

Besonders auffällig zeigt sich der Genussschein von Roche (-1,7 Prozent). Der Pharmakonzern hat bei einer Studie mit seinem Hautkrebsmedikament Zelboraf einen Rückschlag hinnehmen müssen. Konkurrentin Novartis (+0,9 Prozent) konnte in einem ähnlichen Gebiet einen Erfolg verbuchen.

Wegen "Irma" stehen die Rückversicherer im Fokus. Nach Einschätzung der Münchener Rück wird der Sturm hohe Kosten für Florida und die Versicherungsbranche verursachen. In Monte Carlo treffen sich Rückversicherer, Makler und Kunden, um die Konditionen für die Erneuerung eines grossen Teils der Rückversicherungsverträge im traditionellen Schaden- und Unfallgeschäft zum Jahreswechsel zu besprechen. Swiss Re (+0,3 Prozent), Swiss Life (+0,2 Prozent) und Zurich (+0,4 Prozent) legen alle zu.

Auch die Bankaktien CS und UBS (je +0,6 Prozent) werden vorbörslich höher gesehen.

Einen genauen Blick dürften Anleger auch auf die Aktien des Pharmakonzerns Merck werfen. Insidern zufolge hat der Schweizer Lebensmittelriese Nestlé (+0,4 Prozent) ein Auge auf das von Merck zur Disposition gestellte Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten geworfen.

An der Wall Street hatten die US-Indizes nach Börsenschluss in Europa ihre Gewinne etwas eingegrenzt. Der Dow Jones beendete die Sitzung 0,1 Prozent höher bei 21.797 Punkten, während der Nasdaq 0,6 Prozent verlor. Der S&P500 fiel um 0,1 Prozent. In Tokio zog der Nikkei-Index am Montag um 1,4 Prozent auf 19.541 Zähler an. Der chinesische Shanghai Composite blieb fast unverändert bei 3366 Punkten. 

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07:46

Spekulationen über ein Gebot von Nestle für die Sparte mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten von Merck lässt Anleger zu Aktien des Darmstädter Konzerns greifen. Merck-Titel steigen am Montag vorbörslich um gut ein halbes Prozent und sind unter den größten Gewinnern im Dax

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07:24

Der Kurs der Digitalwährung Bitcoin hat über das Wochenende weiter an Wert verloren. Aktuell steht der Kurs bei 4145,70 Dollar. Am Freitagmittag stand der Bitcoin-Kurs noch bei über 4600 Dollar. Spekulationen über Schliessungen von Bitcoin-Börsen in China lasten auf der Kryptowährung.

 

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07:11

Die Ölpreise erholen sich am Montagmorgen. Die Nordseesorte Brent kostet derzeit 54,05 Dollar (+0,5 Prozent). Für die letzten vier Wochen ergibt das ein Plus von 6,5 Prozent. Die Sorte WTI notiert bei 47,87 Dollar (0,82 Prozent).

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06:45

Vorige Woche war der Kurs des Yen noch auf ein Zehn-Monats-Hoch geklettert, was japanische Waren im Ausland verteuert. "Es gab Sorgen um die Gewinne der japanischen Unternehmen", erklärte Yoshinori Shigemi, Marktstratege von JPMorgan Asset Management, die Reaktionen der Börsianer auf den Yen-Kurs. Für Kauflaune sorgte zudem, dass der für das Wochenende befürchtete neue Atomtest Nordkoreas ausblieb.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte kurz vor Handelsschluss 1,4 Prozent höher bei 19.541 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 1,4 Prozent und lag bei 1615 Punkten.

Die Börse in Shanghai lag 0,1 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen trat auf der Stelle. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans stieg um 0,4 Prozent.

Ein Euro wurde mit 1,2014 Dollar bewertet nach 1,2033 Dollar im späten New Yorker Handel. Der Dollar wurde mit 108,39 Yen gehandelt nach 107,83 Yen in den USA.

 

(cash/Reuters/AWP)