+++Börsen-Ticker+++Verunsicherte Investoren an der Wall Street

US-Anleger haben aus Furcht vor einem bewaffneten Konflikt zwischen den USA und Nordkorea ihr Geld in Sicherheit gebracht.
09.08.2017 22:30
Die Spannungen zwischen den USA und Nordkorea hinterlassen bei den Händlern an der Wall Street am Mittwoch ihre Spuren.
Die Spannungen zwischen den USA und Nordkorea hinterlassen bei den Händlern an der Wall Street am Mittwoch ihre Spuren.
Bild: Bloomberg

22:30

Die Kurse an den US-Börsen gaben am Mittwoch nach, nachdem US-Präsident Donald Trump Nordkorea für den Fall weiterer Provokationen mit "Feuer und Zorn" gedroht hatte. Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un konterte mit dem Verweis auf einen möglichen Präventivschlag auf den US-Militärstützpunkt der Pazifikinsel Guam. Trump verwies daraufhin auf das US-Atomwaffenarsenal, von dem er hoffe, dass es nicht genutzt werden müsse.

Der Goldpreis stieg, und auch der Schweizer Franken notierte fester. "Die Weltpolitik hat kaltes Wasser auf die Börsen geschüttet", sagt JJ Kinahan, Chefstratege bei TD Ameritrade. "Investoren beobachten die nächsten politischen Schritte mit Nervosität, Unsicherheit und Vorsicht bestimmt das Börsengeschehen." Dennoch bestehe kein Grund zur Panik. Um einen Ausverkauf auszulösen, sei mehr nötig als nur Rhetorik, sagt Richard Steinberg von HighTower Advisors.

Der Dow-Jones-Index mit den Standardwerten schliesst 0,2 Prozent tiefer bei 22’049 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gibt leicht nach auf 2474 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringert sich um 0,3 Prozent auf 6352 Punkte.

Bei den Einzelwerten lassen die Aktien von Netflix 1,4 Prozent Federn. Der Unterhaltungsriese Walt Disney geht im schnell wachsenden Streaming-Markt eigene Wege und beendet die Partnerschaft mit der Online-Videothek. Disney-Papiere verbilligen sich um 3,9 Prozent.

Auch Priceline stand auf den Verkaufslisten der Börsianer. Der Anbieter von Buchungsportalen für Hotels, Flüge, Mietwagen und Reisen verärgerte die Anleger mit einem schwachen Ausblick. Die Anteilsscheine stürzen um 6,9 Prozent ab. Tripadvisor-Papiere kommen mit einem Abschlag von 2,5 Prozent ebenfalls unter die Räder. Die Website, die Nutzern individuelle Erfahrungsberichte zur Urlaubsplanung bietet, verprellte die Investoren mit einer enttäuschenden Prognose.

Die Aktien von Rüstungskonzernen legen dagegen zu. Lockheed-Martin-Titel gewinnen 1,7 Prozent, Northrop-Grumman-Papiere notieren 1,2 Prozent fester, Raytheon-Aktien verteuern sich um 2,6 Prozent.

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17:40

Aus Angst vor einer Eskalation des Konflikts zwischen Nordkorea und den USA haben sich die Anleger am Mittwoch von der Schweizer Börse verabschiedet. Der SMI fällt bis Börsenschluss um 1,5 Prozent auf 9029 Zähler. Aus charttechnischer Sicht sei noch nicht viel Geschirr zerschlagen worden. "Wir befinden uns immer noch innerhalb des von 8800 bis 9150/9200 Punkte reichenden Seitwärtskanals", sagt ein Händler.

Dass die Korea-Krise die Anleger beschäftigt, zeigt auch die gestiegene Nachfrage nach den als sichere Häfen geltenden Währungen Franken und Yen sowie dem Edelmetall Gold. Der Franken stieg zum Euro vorübergehend um rund 2 Rappen - das ist der höchste Tagesgewinn seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses Anfang 2015. Für die Gemeinschaftswährung, die jüngst noch mehr als 1,15 Franken kostete, werden aktuell noch 1,1320 Franken bezahlt.

Die Kursbewegungen seien zum Teil zwar stärker als üblich, die Umsätze seien aber nicht hoch, sagt ein Händler. "Die Leute nehmen zwar Gewinne mit, panisch reagieren sie allerdings nicht." Die zum Teil etwas grösseren Ausschläge führte er auch darauf zurück, dass vor allem Nebenwerte oft nicht besonders liquide seien. "Ähnliches haben wir schon auf dem Weg nach oben gesehen", erklärt der Börsianer.

Alle 20 Bluechips geben nach. Starke Einbussen verzeichnen die Finanzwerte. Die Aktien der Grossbank Credit Suisse halten mit einem Minus von 3,4 Prozent die rote Laterne. Dahinter folgen der Uhrenkonzern Swatch, der Vermögensverwalter Julius Bär und Swiss Life mit Abschlägen von rund 2,5 Prozent. Der Lebensversicherer soll nach Angaben von Hispania an Büroimmobilien des Unternehmens interessiert sein.

CS-Rivalin UBS verliert 1,8 Prozent. Die Aktien des Versicherers Zurich, der am Donnerstag seinen Zwischenbericht veröffentlichen will, geben 1,4 Prozent nach.

Die Finanzwerte leiden laut Händlern darunter, dass Zinserhöhungen bei einer geopolitischen Krise unwahrscheinlicher würden. Der Finanzbranche macht das ultra-niedrige Zinsniveau zu schaffen und steigende Zinsen bedeuten mehr Gewinn.

Bei den zyklischen Firmen büssen die Luxusgüterhersteller Swatch und Richemont, der Elektrotechnikkonzern ABB und die Bautitel Lafarge-Holcim und Geberit 1 bis 2,8 Prozent an Wert ein. "Swatch wäre mit dem starken Engagement in Fernost von einer Eskalation des Konflikts stark betroffen", sagt ein Händler. Das würde sich wohl negativ auf die Reiseaktivitäten in der Region auswirken. Swatch und Richemont gehören zu den 2017 am stärksten gestiegenen Schweizer Bluechips. Den beiden Uhrenherstellern dürfte auch die Umsatzwarnung des US-Rivalen Fossil zu schaffen gemacht haben.

Von den an sich als krisenresistent geltenden Pharmatiteln sind Novartis um 1,8 Prozent tiefer und Roche sinken um 0,9 Prozent. Mit Nestlé rutscht auch das dritte Index-Schwergewicht 1,3 Prozent ab. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Mittwoch.)

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15:45

Die US-Börsen haben am Mittwoch aus Furcht vor einem bewaffneten Konflikt zwischen den USA und Nordkorea mit Kursabschlägen eröffnet. US-Präsident Donald Trump hat Nordkorea für den Fall weiterer Provokationen mit "Feuer und Zorn" gedroht, wie es die Welt noch nie erlebt habe. Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un konterte mit dem Verweis auf einen möglichen Präventivschlag auf den US-Militärstützpunkt der Pazifikinsel Guam.

Der Dow-Jones-Index mit den Standardwerten gibt in den ersten Minuten 0,2 Prozent auf 22'043 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P 500 sinkt um 0,3 Prozent auf 2467 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringert sich um 0,6 Prozent auf 6330 Punkte.

Bei den Einzelwerten lassen die Aktien von Netflix 3,2 Prozent Federn. Der Unterhaltungsriese Walt Disney geht im schnell wachsenden Streaming-Markt eigene Wege und beendet die Partnerschaft mit der Online-Videothek. Disney-Papiere verbilligen sich um 4,4 Prozent.

Auch Priceline steht auf den Verkaufslisten der Börsianer. Der Anbieter von Buchungsportalen für Hotels, Flüge, Mietwagen und Reisen verärgerte die Anleger mit einem schwachen Ausblick. Die Anteilsscheine stürzen um 6,8 Prozent ab. Tripadvisor kommen mit einem Abschlag von 9 Prozent ebenfalls unter die Räder. Die Website, die Nutzern individuelle Erfahrungsberichte zur Urlaubsplanung bietet, verprellte die Investoren mit einer enttäuschenden Prognose.

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12:55

Der Schweizer Aktienmarkt notiert am Mittwochmittag nach wie vor deutlich im Minus. Der Leitindex SMI hat die Verluste im Verlauf des Vormittags sogar noch ausgebaut. Dabei rutschte er zeitweise bis auf wenige Zähler auf die symbolisch wichtige Marke von 9000 Punkten ab. Als Grund gilt das Säbelrasseln zwischen Nordkorea und den USA. Die nordkoreanischen Streitkräfte drohten in der Nacht den Vereinigten Staaten mit einem Raketenangriff auf die US-Pazifikinsel Guam, nachdem US-Präsident Donald Trump dem Land zuvor indirekt militärische Gewalt angedroht hatte.

Experten wollen die Kurseinbussen gleichwohl nicht überbewerten. "Wir sind weit entfernt von einer Panik", meint ein Händler. Der SMI bewege sich trotz der gegenwärtigen Einbussen im Trading-Range, den er seit Monaten nicht verlassen habe. Analysten verwiesen zudem auf die deutlichen Gewinne der letzten Zeit, die den SMI noch am Montag (intraday) auf ein Jahreshoch getrieben hatten. "Es ist gut möglich, dass sich die Lage bald wieder beruhigt und die tieferen Kurse als gute Einstiegsmöglichkeit gesehen werden", lautet daher das Fazit eines Händlers.

Der SMI verliert bis zur Mittagszeit 1,5% auf 9022 Punkte, das Intraday-Jahreshoch vom Montag von 9198 Zählern ist damit in weite Ferne gerückt. Der 30 Aktien umfassende SLI, in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, gibt 1,7% auf 1440 und der breite SPI 1,5% auf 10'273 Zähler nach. Alle SMI/SLI-Werte notieren im Minus.

Die deutlichsten Verluste bei den Bluechips erleiden aktuell Swiss Life (-3,0%). Zum Versicherer kursieren Gerüchte, er wolle in Spanien ein grösseres Immobilienportfolio übernehmen.

Generell haben es Finanzwerte schwer: So verlieren dahinter CS (-2,8%) und Julius Bär (-2,5%) am meisten. Und auch Bâloise (-2,2%), UBS (-2,1%) sowie Zurich (-2,0%) zählen zum Kreis der Titel mit Abgaben von 2% und mehr. Finanztitel reagieren bekanntlich häufig sensibel auf geopolitische Spannungen.

Abgesehen davon büssen nur noch die zyklischen Lafarge-Holcim (-2,3%) und die stets volatilen Aryzta (-2,1%) mehr als 2% ein.

Klare Verluste erleiden auch Givaudan (-1,9%). Der Aromen- und Riechstoffhersteller bekommt die mässigen Resultate der Konkurrenz zu spüren. So hat die deutsche Symrise im ersten Halbjahr vor allem mit der Margenentwicklung enttäuscht. Auch bei Swatch (-1,9%) wirken sich nebst dem stärken Franken enttäuschende Zahlen eines Konkurrenten (Fossil) aus.

Bei den Schwergewichten schneidet der Pharmakonzern Roche (-0,9%) etwas besser ab als Nestlé (-1,3%) und Novartis (-1,5%). Verluste von weniger als 1% erleiden nebst Roche einzig Lonza (-0,7%) und vor allem Swisscom (-0,4%). Die Telekompapiere gelten mit ihrer geringen Volatilität und der hohen Dividendenrendite als vergleichsweise krisenfest. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht zum Mittag.)

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11:20

Der Franken hat am Mittwochvormittag gegenüber dem Euro weiter an Wert gewonnen. Das EUR/CHF-Währungspaar rutschte dabei sogar unter die Marke von 1,13 und verlor damit gegenüber dem Vorabend mehr als anderthalb Rappen. Noch am Montag hatte das Duo zeitweise bei 1,15 notiert, am Ende der Vorwoche sogar klar über dieser Marke. Auch der USD/CHF gibt ab und steht inzwischen nahe bei der 0,96er-Marke - nach deutlich über 0,97 am Vorabend.

Aktuell notieren EUR/CHF bei 1,1310 und USD/CHF bei 0,9640.

Als Grund für das Erstarken des Frankens gilt dessen Status als klassische Fluchtwährung. Vor dem Hintergrund der verschärften Tonlage zwischen den USA und Nordkorea sei die Währung als "sicherer Hafen" gefragt, meinen Analysten. Nordkoreas Militär hat den Vereinigten Staaten mit einem Raketenangriff auf die US-Pazifikinsel Guam gedroht und damit einen der gefährlichsten Konflikte der Welt weiter angeheizt. Verstärkt worden sei das Sicherheitsbedürfnis vieler Investoren durch die Attacke auf Soldaten in einem Pariser Vorort.

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10:20

Die Schweizer Börse büsst am Mittwochmorgen auf breiter Front Terrain ein. Die Anleger sind angesichts der verschärften Spannungen im Nordkorea-Konflikt nervös. "Das Säbelrasseln wird immer lauter", sagt ein Händler. In Tokio büsste der Nikkei-Index 1,4 Prozent ein. Die chinesischen Börsen verloren ein halbes Prozent. Andere Impulse sind dagegen kaum auszumachen. Der SMI büsst 1,5 Prozent auf 9020 Zähler ein. Am Dienstag hatte der Leitindex um 0,1 Prozent höher geschlossen.

Wegen der verschärften Korea-Krise versuchen viele Marktteilnehmer, ihre Gewinne ins Trockene zu bringen. Dass das Thema die Anleger beschäftige, zeige auch, dass die als sichere Häfen geltenden Währungen Franken und Yen sowie das Edelmetall Gold gefragt seien. "Die Krisenwährung Franken ist plötzlich wieder in", sagt ein Börsianer. Für einen Euro, der jüngst zeitweise mehr als 1,15 Franken kostete, werden aktuell noch 1,1310 Franken bezahlt.

Händler schliessen nicht aus, dass es bei stärker nachgebenden Kursen gezielte Käufen einsetzen. Anleger, die bisher zu zaghaft investiert hätten, können auf einem merklich günstigeren Niveau zugreifen. Vorerst allerdings ist davon nichts zu sehen: Alle 20 SMI-Titel geben nach.

Starke Einbussen verzeichnen die Aktien der Banken. Credit Suisse sinken um 2,4 Prozent, UBS verlieren 1,7 Prozent und Julius Bär ermässigen sich um 2,2 Prozent. Die Versicherungswerte schwächen sich ebenfalls ab, schlagen sich aber etwas besser als die Banken. Zurich rutschen am Tag vor Zwischenbilanz 1,6 Prozent ins Minus.

Bei den zyklischen Firmen gehören die Swatch-Aktien zu den grössten Verlierern. Die Aktien des Uhrenkonzerns sinken um 2,2 Prozent. "Swatch wäre mit dem starken Engagement in Fernost von einer Eskalation des Konflikts stark betroffen", sagt ein Händler. Das würde sich wohl negativ auf die Reiseaktivitäten in der Region auswirken. Die Titel von Swatch-Rivalin Richemont verlieren 2,1 Prozent.

Die Aktien des Zementproduzenten Lafarge-Holcim, des Chemiekonzerns Clariant, der Sanitärtechnikfirma Geberit und des Elektrotechnikkonzerns ABB fallen um rund 2 Prozent. Die Titel der Prüffirma SGS und des Personaldienstleisters Adecco schwächen sich um rund 1 Prozent ab. Adecco will am Donnerstag den Bericht zum zweiten Quartal vorlegen. Von Reuters befragte Analysten erwarten einen Gewinnanstieg um 2 Prozent.

Von den an sich als krisenresistent geltenden Pharmatiteln sind Novartis um 1,5 Prozent tiefer und Roche sinken um 1,1 Prozent. Mit Nestlé rutscht auch das dritte Index-Schwergewicht 1,4 Prozent ab.

Am breiten Markt fallen Swissquote mit einem Kursabschlag von 2,6 Prozent auf. Die Titel der Onlinebank waren am Dienstag nach einem gut aufgenommenen Halbjahresbericht 14 Prozent hochgeschossen.

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09:30

Wie fast immer in politisch unruhigen Zeiten steigt der Goldpreis. Er legt am Mittwoch um 0,5 Prozent auf 1268 Dollar pro Feinunze zu. 

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09:15

Der Leitindex SMI hat in der Startphase am Mittwoch gleich 0,9 Prozent verloren. Als Grund dafür gilt die verbale Eskalation zwischen den USA und Nordkorea in der Nacht. Von Unternehmensseite liegen derweil kaum Nachrichten vor. Die Eskalation liess über Nacht auch den Franken wieder etwas erstarken, was die Stimmung an der hiesigen Börse ebenfalls belastet. Der EUR/CHF-Kurs rutschte deutlich unter die 1,14er-Marke, der USD/CHF-Kurs unter die Grenze von 0,97. Die steigenden Kurse an der hiesigen Börse in den letzten Tagen wurde von Analysten auch auf den schwächeren Franken zurückgeführt, weil ein solcher den exportorientierten Schweizer Unternehmen hilft.

Die Aktien mit den deutlichsten Verlusten im Swiss Market Index sind am Mittwoch Zykliker wie diejenige von Swatch. Sie gibt 1,7 Prozent nach. Auch Konkurrentin Richemont muss Federn lassen (-1,4 Prozent). ABB und Adecco sowie die Grossbanken UBS und CS mit Verlusten von 1 bis 1,6 Prozent sind ebenfalls bei den grössten Verlierern anzutreffen.

Die Schwergewichte Nestlé (-0,8 Prozent) und Roche (-1 Prozent) tendieren auch im Minus. Letzteres ist mit dem US-Biopharma-Unternehmen Dermira eine Lizenzvereinbarung für seinen Asthma-Produktkandidaten Lebrikizumab eingegangen.

Vifor Pharma verlieren 1 Prozent, sie waren am Vortag die einzigen klaren Ausreisser bei den Bluechips gewesen. Die Papiere hatten deutlich im Plus geschlossen, nachdem die Halbjahreszahlen besser als erwartet ausgefallen waren. Die etwas geringeren Verluste entfallen auf nicht-zyklische Titel wie Lindt&Sprüngli (-0,5 Prozent) oder Swisscom (-0,2 Prozent).

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08:10

Banken und Broker sagten für die Eröffnung des Schweizer Aktienmarkts fallende Kurse voraus. Der Swiss Market Index gibt am Mittwoch vorbörslich 0,92 Prozent nach. Am stärksten  betroffen sind die Aktien von ABB, Richemont, Swatch und UBS. Diese Titel sinken alle 1,3 Prozent.

In Fernost tendierten die Börsen bereits deutlich schwächer, nachdem Donald Trump der Regierung in Pjöngjang am Dienstag mit "Feuer und Zorn" - wie es die Welt noch nie erlebt habe - gedroht hatte. Damit hatte der US-Präsident auch die Rekordjagd an der Wall Street beendet. Nordkorea konterte wenige Stunden später mit der Drohung eines Präventivschlag auf die US-Pazifikinsel Guam. Allerdings rechne nicht wirklich jemand mit einem Angriff auf Guam, sagte Mitsuo Imaizumi, Devisenstratege bei Daiwa Securities in Tokio.

An der Wall Street hatten die Kurse am Dienstag nach Handelsschluss in Europa ins Minus gedreht: Der Dow Jones und der S&P 500 schlossen je 0,2 Prozent niedriger, der Nasdaq verabschiedete sich mit einem Minus von ebenfalls 0,2 Prozent.

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06:55

Die verschäfte Tonlage zwischen den USA und Nordkorea hat in der Nacht auch an den Devisenmärkten seine Spuren hinterlassen. Währungen wie der Schweizer Franken und der japanische Yen haben deutlich aufgewertet. So steht der Euro zum Franken aktuell bei 1,1348, das ist gegenüber dem Niveau vom Vorabend eine Aufwertung um mehr als einen Rappen. Im bisherigen Tief war das Paar in der Nacht bis auf 1,1331 zurückgefallen. 

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06:40

Nur wenige Stunden nachdem US-Präsident Donald Trump die Führung in Pjöngjang für den Fall weiterer Provokationen vor "Feuer und Zorn" warnte und einer Reaktion, wie sie die Welt noch nicht gesehen habe, drohte Nordkorea den Vereinigten Staaten mit einem Präventivschlag und mit einem Raketenangriff auf die US-Pazifikinsel Guam. Die Anleger seien verunsichert und zögen sich aus Aktien zurück, um sicherere Anlagehäfen anzusteuern, sagte Analyst Kumiko Ishikawa von Sony Financial Holdings. 

In Tokio verliert der japanische Leitindex Nikkei 1,3 Prozent auf 19.739 Punkte. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans rutschte 0,5 Prozent ab. Auch die chinesischen Börsen in Shanghai und Shenzen sowie die die Märkte in Hongkong und im südkoreanischen Seoul gaben nach.

Gegen den Trend legten die Aktien von Toshiba mit einem Aufschlag von mehr als vier Prozent kräftig zu. Insidenr zufolge sind die externen Wirtschaftsprüfer bereit, in Kürze grünes Licht für die mehrmals verschobene Vorlage der Bilanz für das Ende März abgelaufene Geschäftsjahr 2016/17 zu geben. Damit würde die Gefahr sinken, dass der angeschlagene Industriekonzern von der Börse genommen werden muss.

Der Euro bewegte sich am Devisenmarkt in Fernost kaum. Er trat bei 1,1733 Dollar auf der Stelle. Zur japanischen Währung geriet der Dollar wegen der Spannungen im Nordkorea-Konflikt dagegen etwa unter Druck. Er gab 0,4 Prozent auf 109,88 Yen nach. 

(cash/Reuters/AWP)