+++Börsen-Ticker+++ - Wall Street bleibt positiv

Hoffnungen auf eine baldige Einigung im Zollstreit mit China haben die US-Börsen am Mittwoch gestützt.
13.02.2019 22:35
Die Stimmung an der Wall Street war auch am Mittwoch optimistisch.
Die Stimmung an der Wall Street war auch am Mittwoch optimistisch.
Bild: Bloomberg

22:35

Optimistisch stimme Investoren die Äusserung von US-Präsident Donald Trump, er denke über eine Verschiebung der Frist für die Ausweitung der Strafzölle auf chinesische Importe nach, schreibt Craig Erlam, Marktanalyst des Brokerhauses Oanda.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schliesst 0,5 Prozent höher auf 25'543 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verbessert sich um 0,3 Prozent auf 2753 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöht sich um 0,1 Prozent auf 7420 Punkte.

Zu den grössten Gewinnern zählt Diebold Nixdorf mit einem Kursplus von mehr als 39 Prozent. Der Geldautomatenhersteller steigerte seinen Quartalsumsatz stärker als gedacht.

Die Titel von Groupon fallen dagegen um gut 11 Prozent. Der Quartalsumsatz des Schnäppchenportals ging im abgelaufenen Quartal auf 799,9 Millionen Dollar zurück.

Zudem machte die geplante Rückkehr von Levi Strauss an die Börse die Eigner konkurrierender Modefirmen nervös. Die Aktien von Abercrombie & Fitch und American Eagle verlieren daraufhin bis zu 2,4 Prozent.

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17:35

An der Schweizer Börse haben die Optimisten auch am Mittwoch die Oberhand behalten. Der SMI gewinnt 0,4 Prozent auf 9164 Zähler. Im Handelsverlauf erreichte der Standardwerteindex bei 9180 Punkten den höchsten Stand seit Anfang Oktober.

Händler erklären, Hoffnungen auf eine baldige Einigung im Zollstreit mit China sorge für Zuversicht bei den Investoren. Auslöser waren Äusserungen von US-Präsident Donald Trump, er denke über eine Verschiebung der Frist für die Ausweitung der Strafzölle auf chinesische Importe nach.

Vor allem bei Luxusgütertiteln, die stark von der Nachfrage chinesischer Kunden abhängen, schnellten die Kurse hoch. Richemont, die etwa Cartier-Schmuck und IWC-Uhren verkauft, klettert 4,8 Prozent. Der Uhrenweltmarktführer Swatch rückt 1,5 Prozent vor. Die Aktien der Banken UBS und Credit Suisse profitieren von der gestiegenen Risikofreude an den Finanzmärkten.

Bei den Nebenwerten verlieren Clariant nach einem enttäuschenden Abschluss 1,4 Prozent. Umsatz und operatives Ergebnis verfehlten die Erwartungen der Anleger. Zudem erachteten Analysten die Ziele 2021 als zu ehrgeizig. Bell-Aktien fallen nach einem Gewinnrückgang des Fleischverarbeiters in 2018 um 2,3 Prozent.

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16:00

Spekulationen auf eine baldige Einigung im Zollstreit mit China lockt weitere Anleger an die US-Börsen. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 steigen um bis zu 0,7 Prozent. Letzterer markiert mit 2762 Punkten ein Zweieinhalb-Monate-Hoch.

Optimistisch stimme Investoren die Äusserung von US-Präsident Donald Trump, er denke über eine Verschiebung der Frist für die Ausweitung der Strafzölle auf chinesische Importe nach, schreibt Craig Erlam, Marktanalyst des Brokerhauses Oanda.

Zu den grössten Gewinnen an der Wall Street zählt Diebold Nixdorf mit einem Kursplus von fast 45 Prozent. Der Geldautomatenhersteller steigerte seinen Quartalsumsatz stärker als gedacht.

Die Titel von Groupon fallen dagegen um gut 13 Prozent und steuern auf den grössten Tagesverlust seit knapp zwei Jahren zu. Der Quartalsumsatz des Schnäppchenportals ging im abgelaufenen Quartal auf 799,9 Millionen Dollar zurück. Außerdem blieb der Gewinn hinter der Markterwartung zurück.

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11:45

Der Schweizer Aktienmarkt steht kurz vor Mittag nur noch knapp im Plus. Der Schwung aus der ersten halben Handelsstunde hat den SMI nur beinahe auf ein neues Jahreshoch geführt und ist mittlerweile verloren gegangen. Gleichwohl bleibt die Stimmung an den Börsen positiv, was sich aber hierzulande bremsend auf die drei Schwergewichte Roche, Novartis und Nestlé auswirkt, worunter wiederum der Gesamtindex leidet.

Der SMI steht gegen 11 Uhr nur noch knapp höher bei 9130 Punkten. Der 30 Aktien umfassende SLI legt 0,3 Prozent auf 1414 Punkte zu und der breite SPI 0,1 Prozent auf 10'667 Punkte. Von den 30 Bluechips werden gut zwei Drittel höher gehandelt.

Gegen den Trend büssen Clariant nach Zahlen mit einem Minus von 3,4 Prozent am meisten an Terrain ein. Der Spezialitätenchemiekonzern blickt auf ein schwieriges Schlussquartal zurück und schrammte sowohl beim Umsatz als auch beim EBITDA vor Einmaleffekten an den Analystenerwartungen vorbei.

Für die nur nach magere Performance des SMI sind aber insbesondere die Verluste von Roche (-0,7%) und Novartis (-0,5%) verantwortlich, während Nestlé (-0,2%) im Vorfeld der Zahlen vom morgigen Donnerstag leicht nachgeben.

Die stärksten Gewinne zeigen derzeit aber Richemont (+2,7%) und Swatch (+2,5%). Die Titel profitieren überdurchschnittlich von den Hoffnungen auf einen baldigen Durchbruch im Handelsstreit zwischen den USA und China, da China einer der wichtigsten Märkte für die beiden Unternehmen ist. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht am Mittag.)

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09:10

Der SMI startet mit einem Plus von 0,2 Prozent bei 9148 Punkten. Zumindest für den Moment scheint die Risikofreude der Investoren nach der verhaltenen Vorwoche wieder zurückgekehrt. So sind auch die Vorgaben aus den USA und aus Asien durchwegs positiv. Gestützt wird das weltweite Börsensentiment von den Hoffnungen auf einen baldigen Durchbruch im Handelskonflikt zwischen den USA und China.

Das grösste Plus verzeichnen Richemont und Swatch (je +1 Prozent), gefolgt von der Credit Suisse (+0,8 Prozent), die am Donnerstag Zahlen vorlegt. Die drei Schwergewichte Nestlé (-0,1 Prozent), Novartis (unverändert) und Roche (-0,2 Prozent) sorgen nicht für Unterstützung.

Gegen den freundlichen Gesamttrend geben Clariant (-3 Prozent) im frühen Geschäft nach. Das Unternehmen hat mit den Zahlen die Erwartungen der Analysten nicht erreicht. In die gleiche Richtung geht es für Temenos im Anschluss an die am Vorabend publizierten Jahreszahlen. Während sich das Ergebnis für das vierte Quartal bei der Genfer Bankensoftwareschmiede in etwa im Rahmen der Markterwartungen bewegt, wird dem Rücktritt von Konzernchef David Arnott mit Bedauern begegnet.

Im breiten Markt zeigen sich Valiant (+0,6 Prozent) nach Zahlen gesucht, Bell (-0,3 Prozent) hingegen weniger. Flughafen Zürich (+0,3 Prozent) starten nach den Passagierzahlen für Januar unauffällig. Bossard (+2 Prozent) könnten von der Meldung profitieren, dass die Gruppe in Italien die offizielle Luftfahrtzertifizierung erhalten hat.

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08:45

Die Ölpreise sind am Mittwoch weiter gestiegen. Im frühen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 63,07 Dollar. Das waren 65 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 55 Cent auf 53,65 Dollar.

Marktteilnehmer nannten vor allem zwei Gründe für die Preiszuwächse. Zum einen gibt es Hoffnung, dass sich die USA und China in ihren Gesprächen über den Handelsstreit annähern. Zum anderen verwiesen Händler auf die Aussicht eines geringeren Rohölangebots. Entsprechende Hinweise liess unlängst Saudi-Arabiens Ölminister Khalid Al-Falih fallen. Gegenüber der "Financial Times" kündigte er an, die Fördermenge stärker zu reduzieren als bisher bekannt.

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08:20

An den asiatischen Börsen hat sich die Kurserholung wegen der Hoffnung auf eine Lösung im Handelsstreit zwischen China und den USA fortgesetzt. So stieg in Japan der Nikkei 225 um 1,34 Prozent auf 21'144,48 Punkte. Der bekannteste asiatische Aktienindex baute damit die Gewinne seit dem Zwischentief Ende 2018 auf knapp zwölf Prozent aus - allerdings liegt er noch deutlich unter dem im Oktober erreichten Mehrjahrzehnt-Hoch von 24'448 Punkten.

Aber nicht nur in Japan ging es zur Wochenmitte nach oben. Der CSI-300-Index , der die 300 wichtigsten Werte an den Börsen des chinesischen Festlands enthält, stieg um zwei Prozent auf 3397 Punkte - damit legte der CSI den nach der einwöchigen Handelspause zum Neujahrsfest den dritten Tag in Folge zu. Seit dem Tief zum Jahresanfang summieren sich die Gewinne beim CSI inzwischen auf fast 16 Prozent. Der Hang Seng in Hongkong legte am Mittwoch ebenfalls zu.

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08:06

Der Swiss Market Index (SMI) wird von der Bank Julius Bär vorbörslich bei 9091 Punkten (+0,25 Prozent) berechnet. ABB, Adecco, Credit Suisse, Givaudan, LafargeHolcim und UBS werden alle mit 0,3 Prozent im Plus gesehen. Am breiten Markt zeigen sich bei Temenos (+1 Prozent), Kudelski (+1,4 Prozent) und Ceva (-1,3 Prozent) die grössten vorbörslichen Veränderungen.

Neben den Handelsgesprächen zwischen den USA und China sowie dem Hick-Hack um den Brexit-Deal richten Investoren ihre Aufmerksamkeit auf die Haushaltsdebatte in Spanien. Sollte die dortige Minderheitsregierung mit ihrem Entwurf scheitern, rechnen Experten mit einer baldigen Neuwahl. Darüber hinaus stehen die US-Verbraucherpreise und die Zahlen zu den Einkommen zur Veröffentlichung an. Von den Daten erhoffen sich Börsianer Rückschlüsse auf die Geldpolitik der Notenbank Fed.

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07:50

Der Euro hat sich am Mittwoch im frühen Handel über der Marke von 1,13 Dollar gehalten. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1335 Dollar und damit in etwa so viel wie am späten Vorabend. Der Franken hat über Nacht leicht angezogen, verbleibt aber auf einem für die jüngste Zeit eher tiefen Niveau. Der Euro steht derzeit mit 1,1397 wieder knapp unter der Marke von 1,14 Franken, welche er am Vortag im Sog der wachsenden Risikoneigung der Investoren überschritten hatte. Der Dollar kostet mit 1,0058 Franken ebenfalls etwas weniger als noch am Vorabend mit 1,0062.

Zur Wochenmitte stehen an Konjunkturdaten Verbraucherpreiszahlen im Fokus. In den USA und Grossbritannien werden Daten für Januar veröffentlicht. Deutliche Kursgewinne erzielte am Morgen der neuseeländische Dollar. Auslöser war eine Entscheidung der neuseeländischen Notenbank. Entgegen den Erwartungen einiger Marktteilnehmer deutete die Zentralbank keine Zinssenkung in diesem Jahr an.

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06:45

Der Leitindex Nikkei stieg auf den höchsten Stand seit fast zwei Monaten. Gegen Mittag notierte er in Tokio 1,5 Prozent fester bei 21'185 Punkten. Der breiter gefasst Topix legte ein Prozent zu auf 1588 Zähler.

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06:36

Der Euro legte in Fernost 0,1 Prozent auf 1,1335 Dollar zu. Zur japanischen Währung lag die US-Devise kaum verändert bei 110,5 Yen.

(cash/Reuters/AWP)