+++Börsen-Ticker+++ - Wall Street geht der Schnauf aus

Die US-Börsen sind angesichts langwieriger Handelsgespräche mit China am Donnerstag kaum vom Fleck gekommen. Auch schwache Konjunkturdaten drückten auf die Stimmung.
14.03.2019 21:40
Weder Fortschritte beim Handelsstreit noch erfreuliche Konjunkturdaten: An der Wall Street war die Stimmung am Donnerstag gedrückt.
Weder Fortschritte beim Handelsstreit noch erfreuliche Konjunkturdaten: An der Wall Street war die Stimmung am Donnerstag gedrückt.
Bild: Bloomberg

21:40

Der Dow-Jones-Index steht faktisch unverändert bei 25'710 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gibt 0,1 Prozent auf 2809 Stellen nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verliert 0,2 Prozent auf 7631 Zähler.

US-Finanzminister Steven Mnuchin zufolge wird das Treffen der Präsidenten Donald Trump und Xi Jinping nicht mehr wie ursprünglich angepeilt vor Ende März stattfinden.

Das Geschäft mit Einfamilienhäusern in den USA lief im Januar schlecht. Die Zahl der verkauften Neubauten ging zum Vormonat um 6,9 Prozent auf eine Jahresrate von 607'000 Einheiten zurück. Insgesamt bleibt die Lage am Häusermarkt angespannt. Unter anderem schrecken die Hypothekenpreise viele weniger wohlhabende Bauinteressenten ab.

Bei den Einzelwerten standen die Aktien von Johnson & Johnson im Fokus. Dem Pharma- und Konsumgüterkonzern drohen im Fall des mutmasslich asbestverseuchten Babypuders hohe Strafen. Ein US-Gericht sprach einer Krebspatientin rund 29 Millionen Dollar zu. J&J-Aktien fallen um 1,4 Prozent.

Nach einer Technikpanne bei Facebook gerieten die Aktien des Konzerns unter Druck. Nutzer von Facebook, Instagram und WhatsApp hatten am Mittwoch weltweit teils mit massiven Störungen zu kämpfen gehabt. Facebook-Aktien geben 1,8 Prozent nach.

General Electric klettern um 2,8 Prozent. Der mitten im Umbau steckende Mischkonzern erwartet ab dem Jahr 2020 eine Besserung der Geschäfte.

Apple legen 2 Prozent zu. Der Broker Cowen ans Co hat die Papiere mit "outperform" eingestuft.

+++

17:40

Die Schweizer Börse hat am Donnerstag dem verhaltenen Trend an anderen Aktienmärkten getrotzt und kräftig zugelegt. Zu verdanken war das Plus vor allem der stark defensiven Ausrichtung des Marktplatzes: Die Anleger griffen zu den als vergleichsweise krisensicher geltenden Indexschwergewichten. Der Lebensmittelkonzern Nestlé gewinnt 1,2 Prozent an Wert, die beiden Pharmariesen Novartis und Roche 1,2 beziehungsweise 1,3 Prozent.

Der Leitindex SMI rückt 1,1 Prozent auf 9482 Punkte vor, kurz vor Handelsschluss erklomm er mit 9498 Punkten noch ein neues Jahreshoch. Anderswo bremsten die andauernde Unsicherheit um die Modalitäten des Ausscheides Grossbritanniens aus der EU und die Angst vor einem langwierigen Handelsstreit zwischen den USA und China die Kaufbereitschaft der Anleger.

Am stärksten gefragt waren unter den Bluechips die Geberit-Aktien mit einem Plus von 2,9 Prozent auf 414,10 Franken. Nach der jüngst veröffentlichten und gut aufgenommenen Jahresbilanz des Sanitärtechnikkonzerns erhöht Société Générale das Kursziel auf 466 Franken. Alle SMI-Titel stehen im Plus.

Am breiten Markt schiessen die Aktien des Leiterplattenherstellers Cicor nach einem kräftigen Gewinn- und Dividendenplus 11,7 Prozent hoch. Die Vifor-Anteile ziehen 7,8 Prozent an. Die Pharmafirma verdoppelte den Gewinn im vergangenen Jahr nahezu. Dagegen brechen die Titel von Komax 16,7 Prozent ein, nachdem die Kabelmaschinenfirma vor Gewinnrückgang im ersten Halbjahr gewarnt hatte.

+++

15:00

Die US-Börsen kommen angesichts langwieriger Handelsgespräche mit China kaum vom Fleck. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte liegt zur Handelseröffnung 0,1 Prozent höher bei 25'726 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 und der Index der Technologiebörse Nasdaq geben jeweils 0,1 Prozent auf 2809 und 7637 Punkte ab.

Einem Medienbericht zufolge wollen die USA und China das geplante Treffen der Präsidenten Donald Trump und Xi Jinping verschieben. Statt Ende März solle es frühestens im April dazu kommen.

Bei den Einzelwerten stehen die Aktien von Johnson&Johnson im Fokus. Dem Pharma- und Konsumgüterkonzern drohen im Skandal um mutmasslich asbestverseuchtes Babypuder Millionenstrafen. Ein Gericht in Kalifornien sprach einer Krebspatientin rund 29 Millionen Dollar zu. Die Aktien fallen um rund 1 Prozent.

Nach einer Technikpanne bei Facebook gerieten die Aktien des Konzerns unter Druck. Nutzer von Facebook, Instagram und WhatsApp hatten am Mittwoch weltweit teils mit massiven Störungen zu kämpfen gehabt. Facebook-Aktien geben 2,4 Prozent nach.

General Electric klettern um rund 2 Prozent. Der mitten im Umbau steckende Mischkonzern erwartet ab dem Jahr 2020 eine Besserung der Geschäfte.

+++

11:50

Die Schweizer Aktien legen am Donnerstag mehrheitlich zu. Getragen wird der Anstieg von den Gewinnen der Marktschwergewichte Novartis und Nestlé. Zudem sorgen verfallsbedingte Transaktionen für Unterstützung. Händler warnen vor zu grossem Optimismus. "Noch stützt uns der grosse Eurex-Verfall vom morgigen Freitag", sagt ein Händler.

Der SMI steht um 11 Uhr mit 9446 Punkten um 0,6 Prozent höher. Der 30 Aktien umfassende SLI gewinnt 0,8 Prozent auf 1458 Punkte und der breite SPI rückt um 0,6 Prozent auf 11'185 Punkte vor.

Bei den Bluechips sind die Aktien von Vifor um 7,4 Prozent nach oben geschossen. Der Pharmakonzern hat besser als erwartete Zahlen vorgelegt und will auch in den kommenden Jahren kräftig wachsen.

Dahinter folgen Dufry (+3,6%). Auch die Ergebnisse und die Aussicht auf eine höhere Dividende der Reisedetailhandelsfirma gefallen den Anlegern.

Wichtige Stützen des Marktes sind die Marktschwergewichte Nestlé (+0,8%) und Novartis (+0,5%).

Am breiten Markt fallen Cicor mit einem Kursplus von 15 Prozent auf. Der Leiterplattenhersteller hat den Gewinn zweistellig gesteigert und will die Dividende erhöhen.

Dagegen sacken die Aktien von Komax um 17 Prozent ab. Der Kabelmaschinenhersteller gerät nach der Publikation des Jahresergebnisses und einer schwachen Prognose unter Druck. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht am Mittag.)

+++

09:40

Der Schweizer Leitindex SMI erreicht am Donnerstagmorgen 9436 Punkte, was den höchsten Stand im laufenden Jahr bedeutet. Der Rekordstand im Handelsverlauf liegt bei 9558 Punkten und datiert vom 5. Januar 2018. Danach stürzte die Schweizer Börse allerdings um fast 1000 Punkte ab.

+++

09:10

Der SMI startet startet mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 9419 Punkten. Die Gewinne an der Wall Street seien bereits am Mittwoch eingepreist worden und in Japan bewegten sich die Kurse ebenfalls nur wenig. Die Anleger verhielten sich wegen des Brexit weiterhin vorsichtig, sagt ein Börsianer.

Ein nicht zu unterschätzender Einfluss gehe vom grossen Quartals-Verfall an der Derivat-Börse Eurex am Freitag aus. Dann verfallen Optionen und Futures auf Aktien und Indizes. An der Börse wird dann vom Hexensabbat gesprochen, weil es dabei zu heftigen Kursausschlägen und grossen Umsätzen kommen kann. "Derzeit stützt der Verfall den Markt. Es kann gut sein, dass wir danach Schwächen sehen", sagt ein Händler.

Die drei Schwergewichte Nestlé (+0,6 Prozent), Novartis (+0,5 Prozent) und Roche (+0,2 Prozent) sorgen dabei für Unterstützung. Auf der Gegenseit verlieren Richemont (-0,2 Prozent) und Swatch (-0,1 Prozent) und UBS (-0,2 Prozent). Gefragt sind die Titel von Vifor Pharma (+3 Prozent), während Dufry (-0,7 Prozent) fallen. Beide Unternehmen haben Ergebnisse veröffentlicht.

Dagegen kommt es im breiteren Markt zu grösseren Kursbewegungen. Vor allem die Aktien von Komax (-15,5 Prozent) fallen negativ auf. Der Kabelmaschinenhersteller gerät nach der Publikation des Jahresergebnisses und einer schwachen Prognose unter Druck. Für die Titel von Comet (-1,1 Prozrent) gehts ebenfalls nach unten. Die Technologiefirma hat vor der Bilanzpressekonferenz auf eine konkrete Prognose für 2019 verzichtet. Die Visibilität im Halbleitermarkt sei für alle Marktteilnehmer weiterhin sehr gering, hiess es. Daneben fällt die Liechtensteinische Landesbank (-3,2 Prozent) nach Zahlen.

+++

08:45

An den asiatischen Aktienmärkten haben am Donnerstag die Anleger aus Sorge vor einem nachlassenden Wirtschaftswachstum in China den Fuss auf der Bremse gelassen. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Werten vom Festland verlor 0,69 Prozent auf 3698,49 Zähler und knüpfte damit an seine Vortagesverluste an. An den ersten beiden Wochentagen hatte er noch kräftig zugelegt. Der Hang-Seng-Index in Hong Kong notierte im späten Handel 0,07 Prozent schwächer.

Auch in Japan reagierten die Indizes auf die China-Daten und gaben ihre Gewinne ab. Der Tokioter Leitindex Nikkei 225 schloss mit minus 0,02 Prozent auf 21 287,02 Punkten letztlich nur wenig verändert. Die jüngsten Daten aus dem Reich der Mitte zur Industrieproduktion fielen etwas schwächer aus als erwartet. Zuletzt positiv aufgenommene amerikanische Konjunkturdaten gerieten in den Hintergrund.

+++

08:15

Der Euro und das britische Pfund haben am Donnerstag im frühen Handel etwas nachgegeben. Am Markt wurde dies mit dem stärkeren Dollar erklärt. Am Morgen kostete ein Euro 1,1320 Dollar und damit etwas weniger als am Vorabend. Gegenüber dem Franken tendierte der Euro stabil mit 1,1370 Franken. Der Dollar zog dagegen auf 1,0045 Franken an. Auch das Pfund gewann zum Franken an Wert und notierte mit 1,3334 Franken.

Das britische Pfund hält sich trotz des festgefahrenen Brexits erstaunlich gut. Am Mittwoch war das Pfund zum Dollar auf den höchsten Stand seit vergangenen Juni und zum Euro auf den höchsten Stand seit Mai 2017 gestiegen. Fachleute erklären die Robustheit der britischen Währung mit der grossen Abneigung der Marktteilnehmer gegen einen ungeordneten Brexit. Deshalb profitiert das Pfund von jeder Entwicklung, die gegen einen chaotischen Brexit ohne Austrittsabkommen mit der EU spricht.

+++

08:06

Der Swiss Market Index (SMI) wird von der Bank Julius Bär vorbörslich leicht tiefer bei 9379 Punkten berechnet. Dabei stehen alle SMI-Titel im Umfang von etwa 0,1 Prozent im Minus. Am breiten Markt legten Dufry (+0,9 Prozent), Komax (-7,1 Prozent) und Vifor Pharma (+1,5 Prozent) Zahlen vor. Bei Ceva Logistics (+0,3 Prozent) hat die Mehrheit der Aktien den Besitzer gewechselt.

+++

07:55

Die Ölpreise haben am Donnerstag weiter zugelegt und sind auf den höchsten Stand seit November gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 67,79 Dollar. Das waren 24 Cent mehr als am Mittwoch. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 15 Cent auf 58,41 Dollar.

Gestiegen sind die Ölpreise zuletzt vor allem wegen Angebotseinschränkungen. So hat der Ölriese Saudi-Arabien vor, seine Förderung weiterhin wesentlich kleiner zu halten, als dies innerhalb des Ölkartells Opec eigentlich vereinbart ist. Darüber hinaus wird die Rohölproduktion des Krisenlandes Venezuela stark durch den dortigen Energienotstand beeinträchtigt. Begrenzt werden die Preiszuwächse durch die schwächelnde Weltwirtschaft und die entsprechend verhaltenen Aussichten für die weltweite Erdölnachfrage.

+++

06:45

Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans notierte 0,2 Prozent schwächer. In Tokio legte der Leitindex Nikkei der 225 führenden japanischen Werte 0,1 Prozent zu. Chinas Standardwerte-Barometer CSI300 sank um 0,4 Prozent.

+++

06:36

Das britische Pfund sprang vorübergehend um 2,1 Prozent auf 1,3380 Dollar - das war der höchste Stand seit Juni 2018 und der grösste Tagesgewinn seit fast zwei Jahren. Dies nachdem sich eine Mehrheit im Unterhaus gegen einen ungeregelten Brexit ausgesprochen hatte. Der Dollar stieg zum Yen wieder leicht auf 111,44 Yen, der Euro machte den fünften Tag in Folge Boden gut auf 1,1329 Dollar.

(cash/Reuters/AWP)