+++Börsen-Ticker+++ - Wall Street gerät in den Strudel der Politwirren um Trump

Sorgen um die Pläne von US-Präsident Donald Trump zur Ankurbelung der Wirtschaft haben die Wall Street zum Wochenausklang ins Minus gezogen.
18.08.2017 22:30
Die Politik trübt das Klima an den New Yorker Börsen.
Die Politik trübt das Klima an den New Yorker Börsen.
Bild: Bloomberg

22:30

Zwar erhielt der Markt Auftrieb durch den Abgang des umstrittenen rechten Chefstrategen Steve Bannon, der von Trump entlassen wurde. Dies reichte jedoch nur für eine vorübergehende Erholung. Bannon gehört zur Gruppe von sogenannten Nationalisten im Stab von Trump. Seit Monaten wird über Streit zwischen ihm und anderen Beratern berichtet.

Der Dow-Jones-Index fällt um 0,4 Prozent auf 21’675 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 gibt um 0,2 Prozent auf 2426 Stellen nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verliert 0,1 Prozent auf 6217 Zähler. Auf Wochensicht verlieren die drei wichtigsten Indizes alle mehr als einen halben Prozentpunkt.

Bei den Einzelwerten brechen die Titel des Sportschuhhändlers Foot Locker, dessen Umsatz und Gewinn im zweiten Quartal zurückging, um fast 28 Prozent ein. Die Papiere von Konkurrent Under Armour verlieren 3,9 Prozent und die von Nike rauschen um 4,3 Prozent in die Tiefe.

Für strahlende Gesichter sorgt dagegen Estee Lauder mit einem Kursplus von 7,7 Prozent. Die Kosmetikfirma hat dank zahlreicher neuer Kunden und mehr Bestellungen über das Internet den Gewinn verdoppelt.

Für Deere gings 5,4 Prozent bergab. Der Traktorhersteller wies das zweite Quartal in Folge einen Umsatz unter den Markterwartungen aus.

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17:35

An der Schweizer Börse haben die Anleger am Freitag die Segel gestrichen. "Die Risikoaversion kehrt zurück", erklären die Experten der Credit Suisse. Die Angst vor einer Phase politischer Lähmung in den USA und der Anschlag in Spanien lasteten schwer auf der Stimmung. Vor dem Wochenende gingen die Anleger auf Nummer sicher und strichen ihre Gewinne ein. Die Nervosität zeigt sich auch im Angstbarometer der Börse: Der Volatilitätsindex schiesst um fast einen Fünftel hoch.

Der Bluechip-Index SMI fällt bis Börsenschluss um 0,8 Prozent auf 8874 Punkte und notiert so praktisch auf dem Niveau der Vorwoche.

Mit Ausnahme der festeren Credit-Suisse- und Swiss-Life-Aktien büssen die Standardwerte Terrain ein. Allerdings konnten auch andere Finanzwerte ihre anfänglich kräftigen Abschläge zum Teil wettmachen. Julius Bär und UBS liegen noch 0,5 und 0,7 Prozent im Minus. Die Versicherungswerte Swiss Re und Zurich sinken um 0,4 und 0,7 Prozent.

Kräftige Einbussen verzeichnen die Aktien von zyklischen Firmen. Die Anteile der Luxusgüterhersteller Richemont und Swatch verlieren 0,7 und 0,9 Prozent. "Der Anschlag in Barcelona wird dem Tourismus kaum förderlich sein", sagt ein Händler. Gedämpfte Reisetätigkeit bedeute, dass weniger Luxusgüter gekauft werden. Einen erheblichen Teil teurer Uhren, Ledertaschen und edler Garderobe erstehen Touristen. Die Aktien des Duty-free-Shop-Betreibers Dufry geben 1,9 Prozent nach.

Die an sich als krisensicher geltenden Pharma-Schwergewichte Novartis und Roche geben 1,1 und 1,2 Prozent nach. Die Nestlé-Aktien liegen 0,5 Prozent im Minus.

Die Titel des Verbundstoffherstellers Schweiter verlieren 4,1 Prozent. Das Halbjahresergebnis verfehlte Erwartungen leicht, heisst es am Markt. Dagegen ziehen die Anteile der Kunststofffirma Gurit nach einem guten aufgenommenen Zwischenbericht 0,2 Prozent an.

Gewinnmitnahmen nach dem Kurssprung am Donnerstag drücken die Aktien des Zahnimplantateherstellers Straumann bei grossen Umsätzen um 3,7 Prozent ins Minus.

Die Aktien von Kudelski setzen die Talfahrt fort und sinken um 4,8 Prozent auf 12,85 Franken. Der Verschlüsselungsspezialist hatte am Vortag für das erste Halbjahr einen Verlust berichtet. Die Bank Vontobel stutzte das Kursziel auf 15,50 von 18 Franken und bekräftigte die Empfehlung "Hold". (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Freitag.)

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16:55

Der Goldpreis hat durch politische Turbulenzen in den USA, eine trübe Stimmung an den Aktienmärkten und die Unsicherheit der Anleger nach Terroranschlägen in Spanien starken Auftrieb erhalten. Der Preis für eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) an der Börse in London stieg erstmals seit vergangenen November wieder über die Marke von 1300 Dollar und erreichte ein Jahreshoch bei 1300,92 Dollar.

Seit Mittwoch ist der Goldpreis mehr als 2 Prozent gestiegen. "Der sichere Hafen Gold bleibt gefragt", kommentierten Rohstoffexperten der Commerzbank den Handel. Ihrer Einschätzung nach sorgten die Terroranschläge in Spanien für eine höhere Nachfrage nach dem Edelmetall, das von Anlegern als sicherer Anlagehafen geschätzt wird.

Seit Beginn des Jahres ist der Goldpreis mittlerweile etwa 15 Prozent gestiegen. Marktbeobachter erklärten die stärkere Nachfrage nach dem Edelmetall auch mit immer neuen Turbulenzen in der US-Regierung. An den Finanzmärkten machen sich Anleger Sorgen über die Wirtschaftspolitik von Präsident Donald Trump. Nach den jüngsten negativen Nachrichten für Trump könnte sich ein möglicher Abschied seines obersten Wirtschaftsberaters Gary Cohn als als besonders verhängnisvoll erweisen, sagte Analyst Craig Erlam vom Handelshaus Oanda.

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15:50

Die anhaltenden Querelen um US-Präsident Donald Trump und enttäuschende Quartalszahlen von Sportartikelherstellern machen Anleger an der Wall Street am Freitag nervös. Die Auflösung zweier Beratergremien und der scharfen Kritik von Politikern aus seinem Umfeld schürten Unsicherheiten, ob Trump seine Wahlversprechen zu Steuersenkungen und Infrastrukturprogrammen einhalten könne, sagen Börsianer. "Die Zuversicht schwindet zunehmend, dass Trump seine wirtschaftspolitische Agenda durchsetzen kann", betont Analyst Mark Chandler vom Broker Brown Brothers Harriman.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnet 0,1 Prozent schwächer mit 21'732 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verliert ebenfalls 0,1 Prozent auf 2428 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq startet unverändert mit 6222 Punkten in den Handel.

Die Titel des Sportschuhkonzerns Foot Locker, dessen Umsatz und Gewinn im zweiten Quartal zurückging, brechen um 25 Prozent ein. Under Armour verlieren 3,3 Prozent, Nike rauschen um knapp 5 Prozent in die Tiefe.

Für strahlende Gesichter sorgt dagegen Estee Lauder mit einem Kursplus von 4 Prozent. Die Kosmetikfirma hat dank zahlreicher neuer Kunden und mehr Bestellungen über das Internet den Gewinn im vergangenen Quartal verdoppelt.

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12:55

Am Schweizer Aktienmarkt setzt sich die am Donnerstag eingeleitete Talfahrt zu Wochenschluss fort. Der Leitindex SMI verliert am Freitag weiter an Boden und ist dabei unter 8900 Zähler abgerutscht. An der Börse wachsen die Zweifel, ob US-Präsident Donald Trump in der Lage ist, seinen Wirtschaftsplan umzusetzen. Zudem belasten nach dem Anschlag in Barcelona neu entfachte Terrorängste die Anlegerstimmung.

Bis am Mittag verliert der SMI mit 0,9% tiefer bei 8865 Punkten und rutscht damit trotz sehr gutem Wochenauftakt unter das Niveau vom vergangenen Freitag ab. Der 30 Aktien umfassende SLI, in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, verliert 0,9% auf 1414 und der breite SPI 0,9% auf 10'108 Stellen. Von den 30 SMI/SLI-Titel liegen zur Berichtszeit alle im Minus.

Im Bluechips-Segment verzeichnen Zykliker und Finanztitel mit Blick auf die Terror- sowie auf Zinssorgen die grössten Abgaben: So geben Sonova um 1,7% oder Lonza um 1,6% mit am meisten nach. Die Titel des Hörgeräteherstellers hatten am Vortag dank gut aufgenommener Produkt-News noch um knapp 5% zugelegt. UBS büssen 1,0% ein, wogegen sich CS (-0,4%) besser halten. Und die Versicherungspapiere der Bâloise verbilligen sich trotz Kurszielerhöhung durch die Bank Vontobel um 1,2%. Die Basler werden Ende August über das erste Halbjahr berichten.

Bei Geberit (-0,5%) setzt sich die Abwärtsbewegung des Vortages moderat fort. Die Titel des Sanitärkonzerns waren nach enttäuschenden Halbjahreszahlen um beinahe sechs Prozent eingebrochen. In Analystenkreisen teilen sich die Meinungen zum weiteren Kurspotenzial: Im Nachgang an die Zahlenpublikation haben UBS, Baader Helvea und Société Générale ihre Kursziele gesenkt, die CS, Kepler Cheuvreux und die Bank Vontobel erhöhten dagegen das Ziel. Der gestrige Kursrückgang biete eine gute Einstiegsgelegenheit, heisst es etwa bei Vontobel.

Die Schwergewichte Nestlé (-0,8%), Novartis (-1,0%) und Roche (-0,9%) haben sich im Mittelfeld eingereiht. Am Donnerstag kurz vor Börsenschluss hatte die Meldung zu einer Untersuchung der Preise von Multiple Sklerose-Behandlungen in den USA für Unruhe gesorgt. Sowohl Novartis als auch Roche müssen nebst weiterer internationalen Pharmaunternehmen gegenüber US-Politikern die starken Preiserhöhungen erklären.

Im breiten Markt haben mehrere Firmen Geschäftszahlen vorgelegt, wobei die Aktien des Verbundwerkstoffspezialisten Schweiter (-3,9%) nach den News nun unter Gewinnmitnahmen leiden. Schweiter hatte zwar mit dem fortgeführten Geschäft die Verkäufe gesteigert, Analysten zeigen sich aber von der Entwicklung der Profitabilität enttäuscht.

Besser halten sich nach Zahlen Hügli (-0,2%), PSP (-0,3%) oder Mobilezone (-0,7%). Gurit klettern entgegen den Trend um 2,1% in die Höhe. Der Spezialkunststoffhersteller hat im Halbjahr weniger Umsatz erzielt, überzeugte aber mit dem Gewinn. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht zum Mittag.)

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10:10

Die Talfahrt an der Schweizer Börse hält zum Wochenschluss an. Zweifel an der Umsetzung der Konjunkturprogramme von US-Präsident Donald Trump und der Anschlag in Barcelona lasten auf der Stimmung und den Kursen. Daher zögen sich die Marktteilnehmer zurück. "Vor dem Wochenende weiss man ja nicht, was noch alles passiert", sagt ein Händler. Der SMI büsst 0,9 Prozent auf 8866 Zähler ein. Am Donnerstag hatte der Leitindex 1 Prozent eingebüsst. Die Kurse beeinflussen dürfte im Verlauf auch der kleine Verfallstermin an der Derivatbörse Eurex. Die Nervosität der Anleger nahm gemessen am Angstbarometer der Börse zu. Der Volatilitätsindex klettert um 11 Prozent nach oben.

Händler sagen, die Marktteilnehmer hätten zunehmend Zweifel an der Umsetzung der US-Konjunkturprogramme. Kritisch gesehen werde vor allem, dass sich im Rassismus-Streit Abgeordnete der Republikaner von Trump distanzierten. Das lasse die Erfolgsaussichten seiner Politik weiter schwinden.

Die stärksten Einbussen verbuchen Aktien zyklischer Firmen und von Banken. Die Anteile der Luxusgüterhersteller Richemont und Swatch verlieren gut 1 Prozent. "Der Anschlag in Barcelona wird dem Tourismus kaum förderlich sein", sagt ein Händler. Wenn weniger Menschen reisten, würden auch weniger Luxusgüter gekauft. Ein erheblicher Teil der teuren Uhren, Ledertaschen und edlen Garderobe werde ja von Touristen erstanden.

Die Aktien der Banken Credit Suisse und UBS sacken um 0,7 und 0,9 Prozent ab. Julius Bär verlieren 1,3 Prozent ihres Werts. Die Flucht der Anleger in sichere Anleihen und der Rückzug von der Aktienbörse dürfte der Ertragslage der Banken bestenfalls kurzfristig zuträglich sein, sagt ein Händler. Auch den Versicherungen machten die tieferen Renditen zu schaffen, heisst es am Markt.

Gewinnmitnahmen belasten auch stark gestiegene Werte wie die des Bauchemie- und Klebstoffherstellers Sika und des Pharmazulieferers Lonza, heisst es. Sie verlieren mehr als 1 Prozent.

Die Titel der als krisenresistent geltenden Pharmariesen Novartis uns Roche sowie des Lebensmittelkonzerns Nestlé verlieren im Ausmass des Gesamtmarkts 0,7 bis 0,9 Prozent ab.

Am breiten Markt setzen die Aktien von Kudelski die Talfahrt fort und sinken um 4,1 Prozent. Der Verschlüsselungsspezialist hatte am Vortag für das erste Halbjahr einen Verlust ausgewiesen.

Der Titel des Verbundstoffherstellers Schweiter verliert 2,1 Prozent an Wert. Das Semesterergebnis liege leicht unter den Erwartungen, heisst es am Markt.

Gewinnmitnahmen drücken die Aktien von Straumann 3,5 Prozent. Der Titel des Herstellers von Dentalimplantaten hatte am Vortag nach der Vorlage eines unerwartet guten Halbjahresberichts über 10 Prozent zugelegt.

Auch dem Nahrungsmittelproduzenten Hügli machte ein leicht tiefer als erwartetes Ergebnis zu schaffen. Die Aktie büsst 0,4 Prozent ein.

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09:15

Der Swiss Market Index (SMI) gibt kurz nach Börsenstart um 0,9 Prozent auf 8866 Punkte nach. Am Donnerstag fiel  der Leitindex unter die 9000-Punkte-Marke.

Deutliche Verluste sind erneut bei den Grossbankentitel UBS (-1,5 Prozent) und Credit Suisse (-1,4 Prozent) zu sehen. Hier fürchten sich die Anleger vermehrt vor dem Szenario lang anhaltender Tiefzinsen.

Geberit (-1,2 Prozent) geben ebenfalls deutlich nach. Die Titel des Sanitärkonzerns waren am Vortag nach enttäuschenden Halbjahreszahlen um beinahe 6 Prozent eingebrochen. Im Nachgang haben UBS und Société Générale ihre Kursziele gesenkt, die CS erhöhte dagegen das Kursziel.

Die Schwergewichten Nestlé und Roche (beide -0,9 Prozent) büssen ebenfalls deutlich an Wert ein. Bei Novartis beträgt das Minus 0,8 Prozent. Am Donnerstag kurz vor Börsenschluss hatte die Meldung zu einer Untersuchung der Preise von Multiple Sklerose-Behandlungen in den USA für Unruhe gesorgt. Sowohl Novartis als auch Roche müssen nebst weiterer internationalen Pharmaunternehmen gegenüber US-Politikern Stellung dazu beziehen.

Anlagespezialist Roland Egger von Lombard Odier prognostiziert die weitere Entwicklung der Schweizer Börse und sagt, wie weit der Franken noch abwerten kann.

Im breiten Markt haben mehrere Firmen Geschäftszahlen vorgelegt. So musste beispielsweise Gurit (-1,4 Prozent) einen Umsatzrückgang für das erste Halbjahr vermelden, die Profitabilität konnte der Spezialkunststoffhersteller aber verbessern. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch beim Handyverkäufer Mobilezone (-1,5 Prozent), der nun auf die Lancierung neuer iPhone-Modelle wartet.

Über sinkende Umsätze berichtete der Nahrungsmittelhersteller Hügli (-1,9 Prozent), während der Verbundwerkstoff-Spezialist Schweiter (-2,5 Prozent) mit dem fortgeführten Geschäft die Verkäufe gesteigert hat. Bei Schweiter ergab zudem der Verkauf der Sparte SSM Textilmaschinen an Rieter einen hohen Verkaufsgewinn.

Zu Wochenschluss stehen weiter auch Straumann (-4,0 Prozent) im Fokus der Anleger, nachdem die Titel am Vortag nach Halbjahreszahlen und der Bekanntgabe einer Übernahme um über 11% zugelegt hatten. Am Berichtstag zog der Dentalimplantatehersteller den gestern nachbörslich angekündigten Verkauf eigener Aktien zurück. Man sei zum Schluss gekommen, dass der gebotene Preis den inhärenten Wert des bestehenden sowie des neu übernommenen Geschäftes nicht abbilde, begründete Straumann den Schritt.

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08:30

Die Verunsicherung der Märkte nach dem verheerenden Terroranschlag von Barcelona mit zahlreichen Toten und die Sorgen um die Handlungsfähigkeit von US-Präsident Donald Trump hat sich auf die Börsen in Asien ausgeweitet. Fast an allen Handelsplätzen lagen die Kurse am Freitag im Minus.

In Japan litt der Nikkei zudem unter einem stärkeren Yen, der als sicherer Hafen wieder gefragt war. Der japanische Leitindex lag zum Handelsschluss 1,21 Prozent im Minus bei 19,470,41 Punkten. Als einer der wenigen Indizes notierte der chinesische CSI 300 , in dem die wichtigsten Werte des Festlands gelistet sind, leicht mit 0,26 Prozent im Plus.

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08:10

Der Swiss Market Index (SMI) gibt in der von Julius Bär berechneten Vorbörse um 0,6 Prozent nach. Im gestrigen Handel fiel der Leitindex um 1 Prozent auf 8945 Punkte. Wachsende Zweifel an der Umsetzung der Konjunkturprogramme des US-Präsidenten Donald Trump wird den SMI Börsianern zufolge am Freitag belasten. Kritisch gesehen wird vor allem, dass sich im Rassismus-Streit Abgeordnete der Republikaner von Trump distanzierten. Das lässt die Erfolgsaussichten seiner Politik weiter schwinden. Darüber sorge der Anschlag von Barcelona mit bislang 13 Toten und rund 100 Verletzten für Aufmerksamkeit, sagten Aktienhändler.

Sämtliche SMI-Titel notieren vorbörslich im Minus. Am stärksten geben mit je minus 0,9 Prozent ABB, Adecco und die UBS nach.

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07:30

Die Ölpreise haben am Freitag im frühen Handel geringfügig nachgegeben. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober 50,96 Dollar. Das waren sieben Cent weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im September fiel um sechs Cent auf 47,03 Dollar.
Die Aussicht auf ein weiter hohes Ölangebot lastete laut Händlern weiterhin etwas auf den Preisen. Mittlerweile werden in den USA im Schnitt wieder etwa 9,5 Millionen Barrel pro Tag gefördert. Experten der Commerzbank verweisen darauf, dass diese Menge nur knapp unter dem Rekordhoch vom Frühjahr 2015 liegt.
 
Der Terroranschlag in Barcelona mit mindestens 13 Toten am Vortag hatte am Ölmarkt für keine nachhaltige Verunsicherung gesorgt. Im weiteren Tagesverlauf werden die Anleger den Blick auf Daten zu den US-Ölbohrlöchern des Ölausrüsters Baker Hughes richten, die weiteren Aufschluss über das US-Angebot geben werden.

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06:35

Der Tokioter Leitindex Nikkei der 225 führenden Werte verlor bis zum Mittagshandel 1 Prozent auf 19'501 Punkte. Der breiter gefasste Topix gab ebenfalls ein Prozent auf 1598 Zähler nach. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans tendierte 0,6 Prozent tiefer.

Am Donnerstag hatte der Streit Trumps mit Konzernchefs schon die Wall Street deutlich ins Minus gedrückt. Für Druck auf die Kurse sorgte auch der Anschlag in Barcelona, wo ein Kleintransporter in eine Menschenmenge fuhr. Dabei wurden nach offiziellen Angaben mindestens 13 Menschen getötet und rund 100 weitere verletzt. Am Markt kursierten zudem Spekulationen, dass nun auch Trumps Wirtschaftsberater Gary Cohn abtreten könnte. Cohn wird als Kandidat für den Spitzenposten der US-Notenbank gehandelt.

Unter den Einzelwerten standen Bankentitel unter Verkaufsdruck. So verloren Mizuho Financial 1,1 Prozent und UFJ Financial 1,9 Prozent.

Der Euro tendierte zum Dollar etwas fester mit 1,1735 Dollar. Zum Yen lag der Greenback mit 109,41 Yen 0,2 Prozent tiefer. Auch hier stand die Frage im Vordergrund, ob Trump seine Wirtschaftspläne noch wird durchsetzen können.

(cash/AWP/Reuters)