+++Börsen-Ticker+++ - Wall Street im Minus - Apple belastet

Kursverluste von Apple haben am Mittwoch auf den US-Börsen gelastet. Die Wall Street befindet sich weiter im Korrekturmodus.
14.11.2018 22:59
Der mit einem Glaskubus versehene Apple Store an der Fifth Avenue in New York.
Der mit einem Glaskubus versehene Apple Store an der Fifth Avenue in New York.
Bild: Pixabay

23:00

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Minus von 0,81 Prozent auf 25'081 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,75 Prozent auf 2701 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab um 0,9 Prozent nach und notierte mit 7136 Zählern.

Im frühen Handel hatten neue Inflationsdaten und eine Erholung der Ölpreise die Aktienkurse noch gestützt. Die Teuerung in den USA war im Oktober so hoch wie erwartet. Dies dämpfte Spekulationen, dass die US-Notenbank (Fed) die Zinsen schneller anheben dürfte als bislang erwartet, wie Börsianer erläuterten.

An der Wall Street standen Apple im Fokus. Der Kurs des Konzerns gab um 2,8 Prozent nach. Mehrere Gewinnwarnungen von Zulieferern nährten Sorgen um die Absatzperspektiven für das iPhone.

Die Aktien von Snap fielen um 3,4 Prozent. Der Facebook-Rivale hat nach eigenen Angaben Vorladungen des Justizministeriums und der Börsenaufsicht SEC erhalten. Es gehe um die Bereitstellung von Informationen im Zusammenhang mit dem drei Milliarden Dollar schweren Börsengang im März 2017. Der Snapchat-Betreiber arbeite mit den Behörden zusammen.

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18:00

Die Brexit-Frage und der Showdown im Budgetstreit zwischen Italien und der EU haben den Anlegern an der Schweizer Börse am Mittwoch in die Flucht getrieben. Der SMI rutschte 0,9 Prozent auf 8931 Punkte ab. Am Vortag war der Leitindex angesichts der Hoffnung auf eine Entspannung im US-chinesischen Handelsstreit noch gestiegen.

Die Standardwerte rutschten mit Ausnahme des Luxusgüteranbieters Richemont ins Minus. Zu den grössten Verlierern zählten Bankaktien: Julius Bär und Credit Suisse verloren 1,2 beziehungsweise 1,1 Prozent an Wert. Die UBS-Aktien hielten sich mit 0,2 Prozent Abschlag vergleichsweise gut. Die UBS hat angesichts des geplanten EU-Austritts Grossbritanniens Vorkehrungen für das schlimmste Szenario getroffen. "Wir haben uns auf das Schlimmste vorbereitet und hoffen auf das Beste", sagte Verwaltungsratschef Axel Weber.

Massgeblich zum kräftigen SMI-Minus trugen die beiden Pharmariesen Novartis und Roche bei, deren Anteile 1,7 beziehungsweise 1,1 Prozent nachgaben. Auch die Aktien des dritten Indexschwergewichts Nestle sanken um 0,9 Prozent. Börsianer sehen darin ein Zeichen, dass die Anleger dem Markt insgesamt den Rücken kehrten.

Die Titel des Elektrokonzerns ABB gaben 0,8 Prozent nach. Die Anteile der Prüffirma SGS verloren 0,9 Prozent auf 2303 Franken. Die Analysten der UBS hatten das Kursziel für SGS auf 2400 von 2500 Franken gesenkt.

Am breiten Markt hielten sich die Aktien von Baloise mit 0,3 Prozent Minus vergleichsweise gut. Die Prämieneinnahmen des Versicherers sanken in den ersten neun Monaten um knapp zwei Prozent auf 7,1 Milliarden Franken. Die Analysten der Bank Vontobel erklärten dennoch, das Unternehmen scheine auf Kurs zu einem soliden Jahr.

Kleinere Titel aus dem Gesundheitssektor verloren teilweise deutlich an Boden. Die Aktien der Biotech-Firma Polyphor fielen um 5,5 und die der Dentalfirma Coltene um 8,1 Prozent. Die Titel der Versand-Apotheke Zur Rose büssten neun Prozent ein.

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15:50

Die wie erwartet ausgefallenen US-Inflationsdaten haben am Mittwoch den US-Börsen etwas Schub gegeben.  Der Dow Jones stieg um 0,6 Prozent auf 25'444 Punkte. Der S&P 500 und der Nasdaq-Composite gewannen ebenfalls je etwa ein Prozent. Der Inflationsdruck in den USA nahm auch im Oktober zu. Die Konsumentenpreise stiegen mit einer Jahresrate von 2,5 Prozent in etwa wie erwartet. Das dürfte neue Spekulationen auf schneller steigende US-Zinsen in Schach halten, erklärten Börsianer. Zuletzt hatte eine grösserer Inflationsdruck die Anleger verunsichert. Die US-Notenbank (Fed) dürfte im Dezember erneut an der Zinsschraube drehen.

Die Aktien von Snap fielen um 3,6 Prozent. Der Facebook-Rivale hat nach eigenen Angaben Vorladungen des Justizministeriums und der Börsenaufsicht SEC erhalten. Es gehe um die Bereitstellung von Informationen im Zusammenhang mit dem drei Milliarden Dollar schweren Börsengang im März 2017. Der Snapchat-Betreiber arbeite mit den Behörden zusammen.

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12:00

Der Schweizer Aktienmarkt ist am Mittwoch unter Druck. Enttäuschende Wirtschaftsdaten aus China und vor allem Deutschland haben die Stimmung an den Märkten wieder deutlicher ins Negative kippen lassen.  Die bereits labile Stimmung der Anleger hat am Mittwochmorgen somit weitere Dämpfer bekommen. Konkret meldete Deutschland für das dritte Quartal den ersten Rückgang der Wirtschaftsleistung seit Anfang 2015. Der zuvor kräftige Aufschwung wurde damit vorerst unterbrochen.  Der Swiss Market Index (SMI) büsst gegen 12 Uhr 0,4 Prozent auf 8980 Punkte ein.

Bei den Blue Chips besonders stark unter Druck sind die Technologieaktien AMS (-5,2%) und Logitech (-1,7%).

Im Sinkflug befinden sich auch die Zykliker ABB (-0,9%), Sika (-0,5%) und LafargeHolcim (-0,4%) sowie die Bankentitel. UBS (-1,4%), Credit Suisse (-1,3%) und Julius Bär (-1,1%) geben am Dienstagmorgen deutlich nach.

Einigermassen halten können sich dagegen die defensiven Werte. So sind Nestlé (+0,2%) und Swisscom (+0,2%) knapp über der Nulllinie. Ebenfalls weniger als der Durchschnitt geben Novartis (-0,3%) nach.

Am breiten Markt fallen die Titel der Online-Apotheke Zur Rose (-6,6%) mit markanten Abgaben auf. Sie werden in Sippenhaft genommen für eine Gewinnwarnung des grössten Konkurrenten, der Shop Apotheke aus den Niederlanden. Diese hatte die Anleger am Vorabend mit einer gesenkten Ertragsprognose geschockt.

Den ausführlichen SMI-Mittagsbericht lesen Sie hier.

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11:30

Spekulationen auf eine Drosselung der Opec-Fördermengen haben die Ölpreise am Mittwoch gestützt. Ein Fass der Nordseesorte Brent kostete am Vormittag mit 66,53 Dollar rund 1,6 Prozent mehr, der Preis für US-Leichtöl der Sorte WTI kletterte um 1,2 Prozent auf 56,35 Dollar. Am Vortag hatten die Preise stark nachgegeben, nachdem US-Präsident Donald Trump die Opec via Twitter aufgefordert hatte, die Produktion nicht zu kürzen.

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10:07

Verhärtete Fronten im Haushaltsstreit zwischen Italien und der Europäischen Union haben bei Anlegern am Mittwoch auf die Stimmung gedrückt. Das Land weicht ungeachtet der Kritik der EU-Kommission nicht von der geplanten Neuverschuldung von 2,4 Prozent im kommenden Jahr ab. Die Kurse der italienischen Staatsanleihen gingen daraufhin in die Knie. Im Gegenzug kletterte die Rendite der zehnjährigen Papiere um neun Basispunkte auf ein Drei-Wochen-Hoch von 3,54 Prozent. Der Aktienmarkt in Mailand verbuchte stärkere Verluste als andere Handelsplätze in Europa: Der Leitindex gab um 1,9 Prozent nach.

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09:20

Zur-Rose-Aktien sind am Mittwochmorgen im Angebot. Sie werden in Sippenhaft genommen für eine Gewinnwarnung des grössten Konkurrenten, der Shop Apotheke aus den Niederlanden. Diese hatte die Anleger am Vorabend mit einer gesenkten Ertragsprognose geschockt.

Bis 09.20 Uhr büssen die Papiere der Online-Apotheke 7,6 Prozent auf 115 Franken ein. Sie ist damit grösste Verliererin im Gesamtmarkt SPI, der seinerseits ebenfalls tiefer steht. Die Handelsvolumen in Zur Rose sind sehr hoch.

Shop Apotheke senkte am Vorabend wegen eines harten Wettbewerbs ihr Profitabilitätsziel für das laufende Jahr und erwartet nun eine bereinigte Marge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda-Marge) von bis zu minus 2 Prozent. Bislang waren minus 0,5 Prozent in Aussicht gestellt worden.

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09:15

Der Swiss Market Index fällt im frühen Handel an der SIX um 0,9 Prozent. In Europa verunsichert vor allem Italien die Märkte. Der Vize-Ministerpräsident Matteo Salvini erklärte gestern kurz vor Ablauf der EU-Frist zur Nachbesserung des Budgets, nicht von der geplanten Neuverschuldung abrücken zu wollen. Italien bleibt damit auf Konfrontationskurs mit der EU. Grossbritannien und China dagegen liefern in der Tendenz beruhigende Nachrichten. So meldete die britische Regierung am Dienstagabend einen Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen und China wies in der Nacht auf Mittwoch eine deutlich höhere Industrieproduktion als erwartet aus. Die Daten stützen laut Experten die Einschätzung, dass sich die chinesische Wirtschaft zwar abkühlt, ohne aber abzustürzen

Deutliche Verluste erleiden die zyklischen SMI-Aktien LafargeHolcim (-1,5 Prozent) und ABB (-1,5 Prozent). Am klarsten abgestraft wird aber die Aktie der UBS mit einem Minus von 2 Prozent.

Auch die SMI-Schwergewichte Novartis (-0,4 Prozent) und Roche (-0,9 Prozent) können sich dem negativen Trend nicht entziehen. Als einzige SMI-Aktie notiert Nestlé im Plus (+0,1 Prozent).

Bâloise notieren ebenfalls im Minus (-0,9 Prozent). Der Versicherer hat mit seinen Neunmonats-Zahlen beim Geschäftsvolumen die Erwartungen der Analysten übertroffen. Tiefere Prämieneinahmen verzeichnet Bâloise im Lebengeschäft. Besser läuft es in der Nichtlebenversicherung, wo besonders das Geschäft in Belgien und in Luxemburg wächst.

Auch am breiten Markt gibt es zumeist negative Bewegungen. Unter Druck ist erneut die schon seit längerem arg gebeutelte AMS (-2 Prozent). Schweiter sinken vorbörslich um 3 Prozent nach einer Rating-Rückstufung der UBS.

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08:10

Der Swiss Market Index steht im vorbörslichen Handel bei Julius Bär 0,34 Prozent tiefer bei 8933 Punkten. Bankenwerte sind besonders betroffen von der schlechten Stimmung. Julius Bär (-1,3 Prozent), UBS und Credit Suisse (beide -0,5 Prozent) stehen alle unter Druck. Am breiten Markt fallen vor allem die Aktien von Sonova mit einem Minus von fast 2 Prozent auf.

Urs Rohner, Verwaltungsratspräsident der Credit Suisse, war am Dienstagabend Talk-Gast im Pressehaus Ringier und äusserte sich zur Lage und Strategie der Grossbank. cash.ch übertrug den Anlass live. Hier geht's zum Artikel und Replay-Video.

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07:40

Durchwachsene Konjunkturdaten aus China haben zur Wochenmitte die Aktienbörsen des Landes belastet. Während Industrie und Investitionen positiv überraschten, enttäuschte der Einzelhandel. Zudem standen die Ölpreise weiter unter Druck.

Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Werten an den Börsen des chinesischen Festlands fiel zuletzt um mehr als 1 Prozent auf 3201,75 Punkte. In Hongkong gab der Hang-Seng-Index um 0,64 Prozent auf 25 627,83 Zähler nach.

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06:30

Der Standardwerte-Index Nikkei liegt kaum verändert bei 22'820 Punkten, nachdem er zuvor bis auf knapp 22'000 Punkte angestiegen war. 

Die Grundstimmung bleibe angesichts des Handelsstreits zwischen China und den USA weiter schlecht, sagte der Aktien-Strategie Shusuke Yamada von der Bank of Japan Merrill Lynch.

Auf der Gewinnerseite standen am Mittwoch Auto-Aktien. Mazda legten rund drei Prozent zu, Toyota-Papiere knapp zwei Prozent. Rohstoff-Aktien verbuchten hingegen wegen des sinkenden Ölpreises Verluste. Die Aktien von Japan Petroleum gaben etwa 1,5 Prozent nach.

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06:25

Ein Euro wurde im asiatischen Handel kaum verändert bei 1,1371 Franken bewertet. Der Dollar steht bei 1,071 Franken.

(cash/AWP/Reuters)