+++Börsen-Ticker+++ - Wall Street legt zu - Apple bremst

An der Wall Street haben die grossen Indizes am Mittwoch Rekordhöhen erklommen. Sie legten allerdings nur leicht zu. Vor allem Apple bremste die Kursrally aus.
13.09.2017 22:50
Das Logo von Apple an einem Store in New York. Das neue iPhone findet bei den Anlegern wenig Anklang.
Das Logo von Apple an einem Store in New York. Das neue iPhone findet bei den Anlegern wenig Anklang.
Bild: Bloomberg

22:45

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg um 0,2 Prozent auf 22.158 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,1 Prozent auf 2498 Zähler zu. Auch der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte 0,1 Prozent auf 6460 Punkte. Für alle drei Indizes war es der höchste Schluss-Stand in ihrer Geschichte. Der Dax in Frankfurt hatte 0,2 Prozent fester mit 12.553 Punkten geschlossen.

Hoffnungen auf Fortschritt bei der von US-Präsident Donald Trump geplanten Steuerreform stützten den Markt.

Apple-Aktien verloren 0,8 Prozent, nachdem sie schon am Dienstag 0,4 Prozent schwächer geschlossen hatten. Analysten bemängelten auch, die Technik des iPhone X sei der des Rivalen Samsung so ähnlich wie nie zuvor.

+++

17:30

Die Anleger an der Schweizer Börse haben sich zu Wochenmitte bedeckt gehalten und sind nur zögerlich neue Risiken eingegangen.

Der SMI schliesst unverändert auf 9054 Punkten. Im Fokus standen die Uhren- Luxusgüterkonzerne Swatch und Richemont. Während sich die Kursausschläge bei den Bluechips meist in engen Grenzen hielten, sackten die Swatch-Aktien fast 4 Prozent ab und die Richemont-Anteile fielen um 1,2 Prozent.

Auf der Gewinnerseite zu finden waren Bankaktien: Credit Suisse stiegen um ein Prozent, UBS um 0,2 Prozent und Julius Bär um 0,4 Prozent. Dagegen trennten sich die Anleger von den jüngst gefragten Versicherungstiteln Swiss Life und Swiss Re.

Die Pharma-Schwergewichte Novartis und Roche legten 0,2 und 0,3 Prozent zu.

Den ausführlichen Schlussbericht lesen Sie hier.

+++

16:57

Die Rohölbestände in den USA sind in der vergangenen Woche das zweite Mal in Folge stärker gestiegen als erwartet. Sie legten um 5,9 Millionen auf 468,2 Millionen Barrel (je 159 Liter) zu, wie das Energieministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt einen Anstieg um 4,9 Millionen Barrel erwartet.

+++

15:39

Auch an der Wall Street herrscht nach der Präsentation des neuen iPhones von Apple Katerstimmung. Die US-Börsen starteten am Mittwoch mit Kursverlusten in den Handel, nachdem sie tags zuvor noch auf Rekordständen geschlossen hatten. Die Vorstellung des Jubiläumsmodells iPhone X am Dienstag riss die Anleger nicht vom Hocker. Die hoch gespannten Erwartungen schlugen in Ernüchterung um. Für Stirnrunzeln sorgten der hohe Preis des Smartphones von 1000 Dollar sowie der späte Verkaufsstart am 3. November, der Lieferengpässe im wichtigen Weihnachtsgeschäft befürchten liess.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte in den ersten Minuten 0,1 Prozent tiefer bei 22.097 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 sank 0,2 Prozent auf 2492 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,3 Prozent auf 6437 Stellen.

Im Rampenlicht stand die Apple-Aktie. Sie büsste weitere 0,8 Prozent ein, nachdem sie bereits am Dienstag 0,4 Prozent schwächer geschlossen hatte. Analysten bemängelten, die Technik des iPhone X sei der des Rivalen Samsung so ähnlich wie nie zuvor.

+++

15:10

Bitcoin gerät unter massiven Verkaufsdruck. Der Kurs stürzte um knapp zehn Prozent auf 3913,99 Dollar ab, nachdem Jamie Dimon, der Chef der US-Grossbank JPMorgan, die Cyber-Währung als Betrug bezeichnet und einen Crash prognostiziert hatte. Damit hat Bitcoin seit Monatsbeginn rund ein Viertel seines Wertes eingebüsst.

+++

15:05

"Apple kann den Märkten keine neuen Impulse geben", sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. Die seien aber für eine Fortsetzung der jüngsten Rally notwendig. Dax und EuroStoxx50 kamen am Mittwoch kaum vom Fleck und notierten bei 12'541 und 3520 Punkten. Der SMI tritt ebenfalls an Ort und steht 0,1 Prozent im Plus bei 9062 Punkten. Der MSCI-Weltindex erreichte zwar den dritten Tag in Folge ein Rekordhoch. Mit 485,78 Zählern übertraf er die bisherige Bestmarke allerdings um weniger als einen halben Punkt.

Die Technik des iPhone X, das zehn Jahre nach dem ersten Modell auf den Markt kommt, sei der von Samsung so ähnlich wie nie zuvor, bemängelten Analysten. Zudem bringe der koreanische Rivale sein neues Flaggschiff Galaxy Note 8 früher auf den Markt. Darüber hinaus könne der Preis von mehr als 1000 Euro für das neue iPhone viele Kunden abschrecken, vor allem auf dem wichtigen Absatzmarkt China. Vor diesem Hintergrund verloren die Aktien von Apple im vorbörslichen US-Geschäft 0,4 Prozent. Zulieferer wie Dialog Semiconductor, AMS, IQE, Laird und Imagination büßten bis zu 6,5 Prozent ein.

Gleichzeitig rückte die Geldpolitik der großen Notenbanken wieder stärker in den Mittelpunkt. Börsianer warteten gespannt auf die US-Inflationsdaten am Donnerstag. Von ihnen erhoffen sie sich Hinweise darauf, ob die Notenbank Fed in der kommenden Woche den Abbau ihrer billionenschweren Wertpapier-Bestände ankündigen und den Zeitpunkt der nächsten Zinserhöhung signalisieren wird.

+++

13:12

In Erwartung eines schrumpfenden Überangebots haben sich Anleger am Mittwoch mit Rohöl eingedeckt. Die Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um 0,7 Prozent auf 54,66 Dollar je Barrel.

Genährt wurden die Spekulationen von Aussagen der Internationalen Energie-Agentur (IEA) zur Entwicklung des Marktes. Vor allem die Nachfrage in den USA und Europa entwickle sich besser als gedacht.

+++

12:50

Dem Schweizer Aktienmarkt ist am Mittwoch nach dem starken Anstieg an den beiden Vortagen der Schnauf ausgegangen.  Der SMI büsst gegen 12 Uhr 0,14% auf 9'040,98 Punkte ein. Im bisherigen Tagesverlauf bewegte er sich in einer relativ engen Bandbreite von etwa 30 Punkten.

Die prozentual grössten Verluste verzeichnen die Uhrenwerte Swatch mit -3,1%. Der Auslöser für den Kursrutsch ist im Handel nicht ganz klar. Es wird teils auf Gewinnmitnahmen verwiesen. Ein Händler sieht hier einen Zusammenhang mit der am Vorabend vorgestellten Apple Watch, die mit vielen Neuerungen auftrumpfe.

Auch die Aktien der Branchennachbarin Richemont (-1,6%) stehen unter Abgabedruck. Eine grosse Belastung ist die schwergewichtige Nestlé-Aktie mit -0,3%, während die Titel der beiden Pharmamultis Roche (+0,2%) und Novartis (unv.) ein tieferes Abgleiten des Gesamtmarktes verhindern.

Den ausführlichen Mittagsbericht der Schweizer Börse lesen Sie hier.

+++

10:33

Die Aktien des Apple-Zulieferers AMS sind am Mittwoch nach der Präsentation des neuen iPhones auf Talfahrt gegangen. Die Titel des österreichischen Chip- und Sensorherstellers fielen überdurchschnittlich stark um 3,9 Prozent auf 74,75 Franken. Auch von den Anteilen anderer Lieferanten des US-Technologiekonzerns trennten sich die Anleger: In Frankfurt gaben Dialog ein Prozent nach, in Paris fielen STMicroelectronics um 1,1 Prozent und in London rutschten IQE sowie Laird 6,1 und 1,7 Prozent ab.

Börsianer führten den späten Verkaufsstart des neuen Apple-Flaggschiffs als Negativfaktor ins Treffen: Das iPhone X soll ab 3. November im Handel sein und mindestens 999 Dollar kosten. Analysten waren davon ausgegangen, dass das Gerät spätestens Mitte Oktober in den Läden ist. Erzrivale Samsung bringt sein Top-Modell Galaxy Note 8 bereits diese Woche in den Verkauf. Befürchtet wird zudem, dass sich der hohe Einstiegspreis vor allem im grössten Smartphone-Markt China als hohe Hürde erweisen könnte.

+++

10:15

Der Schweizer Aktienmarkt ist am Mittwoch mit leichten Verlusten gestartet. Unter Verkaufsdruck kommen die Uhrenhersteller Richemont und Swatch. Nach dem relativ starken Anstieg des SMI an den beiden Vortagen ist nun erst einmal die Luft draussen. Der Swiss Market Index (SMI) büsst gegen 10:15 Uhr 0,2% auf 9'037 Punkte ein. Am Vortag hatte der Index erstmals seit etwa einem Monat den Sprung über die Marke von 9'000 Punkte geschafft.

Im Fokus stehen nach Umsatzzahlen weiterhin Richemont (-1,6%). Die Aktie der Branchennachbarin Swatch (-2,6%) fällt ebenfalls zurück. Bei den Gewinnern haben die Credit Suisse (+0,8%) und SGS (+0,1%) die Nase vorn.

+++

09:11

Der Swiss Market Index (SMI) gibt unmittelbar nach Börseneröffnung um 0,1 Prozent auf 9043 Punkte nach. Frischen Wind könnten Makrodaten aus der EU zur Industrieproduktion sowie in der zweiten Tageshälfte die Produzentenpreise in den USA bringen. Letztere geben einen ersten Hinweis auf die am Donnerstag anstehenden Konsumentenpreisdaten. Inflationszahlen gelten zurzeit als wegweisend für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed, weil diese ihr Vollbeschäftigungsziel nahezu erreicht hat, nicht jedoch ihr Inflationsziel.

Unter grösserer Beobachtung stehen Richemont, die mit 2,1 Prozent nachgeben. Als stark wird unter Analysten einmal mehr der Umsatzbeitrag aus dem Schmuckgeschäft bezeichnet. Allerdings ist der Titel geprägt von Gewinnmitnahmen. Die Aktien der Branchennachbarin Swatch bewegen sich mit minus 1,9 Prozent ebenfall deutlich im negativen Bereich.

Lesen Sie dazu auch: Anleger gehen bei Richemont in die Lauer-Stellung

Etwas im Blick sind die beiden schwergewichtigen Pharmawerte Novartis (+0,2 Prozent) und Roche (+0,1 Prozent) mit Produktneuigkeiten. Novartis hat die langfristige Wirksamkeit und Sicherheit seines Mittels Cosentyx zur Behandlung von Schuppenflechte durch Langzeitdaten untermauert. Roche wiederum hat vielversprechende Daten zu seinem Mittel Esbriet (Pirfenidone) zur Behandlung von idiopathischer pulmonaler Lungenfibrose (IPF) vorgelegt.

Am breiten Markt stehen die Vaudoise-Aktien im Blick (-0,6 Prozent). Die Versicherung weist für das erste Halbjahr 2017 einen gegenüber der Vorjahresperiode tieferen Gewinn aus. Bei den Prämien verzeichnete das Unternehmen nur ein mässiges Wachstum.

+++

08:45

Gestützt auf Kursgewinne an der Wall Street sind die Asienbörsen am Mittwoch überwiegend vorangekommen. Der Nikkei-Index stieg um 0,5 Prozent auf 19.865 Punkte, der breiter gefasste Topix gewann 0,6 Prozent. "Die Rally an den US-Börsen hat die Risikolust zurückgebracht", sagte Analyst Hikaru Sato von Daiwa Securities. Vor allem Finanzwerte legten zu. Händler erklärten die Kursaufschläge auch mit der Abschwächung der Landeswährung Yen, die Exporte verbilligt.

Der MSCI-Index für Aktien ausserhalb Japans stieg zeitweise auf den höchsten Stand seit zehn Jahren. Gewinnmitnahmen drückten ihn anschliessend um 0,1 Prozent. Asiatische Zulieferer des US-Konzerns Apple verzeichneten Kursverluste, nachdem sich Analysten nach der mit Spannung erwarteten Präsentation des neuen iPhone-Modells ernüchtert äusserten. Aktien des Chipherstellers Taiwan Semiconductor Manufacturing gaben 0,5 Prozent nach, Hon Hai Precision Industrie fielen um anderthalb Prozent. 

+++

08:20

Die Ölpreise haben sich am Mittwoch zunächst kaum von der Stelle bewegt. Am Markt war die Rede von fehlenden Impulsen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November 54,16 US-Dollar. Das waren 11 Cent weniger als am Montag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Oktober stieg dagegen geringfügig um drei Cent auf 48,26 Dollar.

Am Dienstag hatten die Ölpreise im Nachmittagshandel zugelegt, nachdem die Nachrichtenagentur Bloomberg über eine angestrebte Verlängerung der Opec-Fördergrenze berichtet hatte. Demnach erwägen das Ölkartell und andere grosse Produzenten wie Russland, die seit Jahresbeginn geltende und im März 2018 auslaufende Förderbeschränkung zu verlängern. Als Minimum gelte eine Streckung um drei Monate, denkbar seien aber aber auch sechs Monate, berichtete die Agentur mit Verweis auf unterrichtete Kreise.

+++

08:10

Der Swiss Market Index (SMI) legt in der von Julius Bär berechneten Vorbörse um 0,1 Prozent zu. Im gestrigen Handel schloss der Leitindex um 0,8 Prozent höher bei 9054 Punkten.

Die wiedererwachte Kauflust reicher Kunden hat Richemont zu einem kräftigen Umsatzplus verholfen. Die Verkaufserlöse stiegen in den ersten fünf Geschäftsmonaten unter Ausschluss von Wechselkurseffekten um zwölf Prozent. Die Aktie zeigt sich vorbörslich jedoch unbeeindruckt, legt mit dem Markt 0,1 Prozent zu.

Auch alle anderen SMI-Titel bewegen sich im Gleichschritt mit dem Gesamtmarkt, da Unternehmensnews rar sind.

+++

07:40

Der Euro hat am Mittwochmorgen moderat zugelegt und ist in Richtung 1,20 US-Dollar gestiegen. Die Gemeinschaftswährung kostet im frühen Handel 1,1977 Dollar und damit etwas mehr als am Vorabend. Zum Franken bewegt sich der Euro mit aktuell 1,1491 CHF am Morgen knapp unter der Marke von 1,15, die er am Vorabend kurzzeitig überschritten hatte.

Der Dollar gab nicht nur zum Euro, sondern auch zu anderen wichtigen Währungen nach. Zum Franken bewegt er sich allerdings bei einem Stand von 0,9594 CHF in etwa auf dem Niveau vom Vortag.

+++

06:35

Der Nikkei der 225 führenden Werte stieg bis zum späten Vormittag um 0,5 Prozent auf 19.884 Punkte. Der breiter gefasste Topix gewann 0,6 Prozent auf 1637 Zähler. Händler erklärten die Kursaufschläge auch mit der Abschwächung der Landeswährung Yen, die Exporte verbilligt.

Bei den Einzelwerten kletterten die Aktien von Hitachi 2,7 Prozent. Zuvor hatte ein Broker das Papier des Elektrotechnik- und Maschinenbaukonzerns auf "kaufen" von zuvor "neutral" hochgestuft und das Kursziel deutlich erhöht.

Der Euro legte im fernöstlichen Handel zum Dollar leicht zu. Die europäische Einheitswährung kostete zuletzt 1,1973 Dollar. Zum Yen blieb die US-Währung mit 110,06 Yen in etwa stabil. Der Schweizer Franken notierte bei rund 0,9591 Franken je Dollar und bei etwa 1,1491 Franken je Euro.

(cash/AWP/Reuters)